Der Fall Marcus Held. Dokumentation eines Polit-Thrillers

Der Oppenheim-Skandal

Auf diesen Seiten wird ein Polit-Thriller dokumentiert, dessen Ausläufer bis ins höchste deutsche Parlament reichen. In der Hauptrolle: der SPD-Bundestagsabgeordnete Marcus Held, der Stadtbürgermeister von Oppenheim war – bis hier sein dubioses Treiben aufgedeckt wurde.

Über diese Webseite – im Juni 2017

Warum diese Dokumentation?

Der SPD-Politiker Marcus Held ist Mitglied des Deutschen Bundestags und zugleich Bürgermeister von Oppenheim. In diesem Städtchen sammelt er Ämter und Posten, baut so seine lokale Macht aus und beginnt dann, Verträge zu unterzeichnen, die viel, ja sehr viel Geld kosten – zu Lasten der Stadt, die ohnehin schon arg klamm ist.

Unbekannte haben das öffentlich gemacht. Sie brachten ein Dossier mit behördeninternen Papieren in Umlauf, die das geschäftliche Treiben des Politikers aufzeigen: Wie er teure Aufträge an treue Parteifreunde vergab. Wie er einzelnen Bürgern lukrative Vorteile verschaffte. Und wie Kontrollgremien ausgeschaltet wurden, weil ihre Mitglieder längst abhängig sind vom Wohlwollen und wohl auch von den Zuwendungen des Rathauschefs.

Der Oppenheim-Skandal: Die Staatsanwaltschaft wird eingeschaltet, der Rechnungshof rückt an, die örtliche Zeitung schreibt von Hass, von Rache und auch von Straftaten, politische Konkurrenten werden lauthals des Verrats beschuldigt, ein Behördenleiter schwingt sich auf zum Inquisitor und inszeniert eine Hexenjagd…

Der Fall Marcus Held – ein Polit-Thriller in der Provinz. Was ist passiert, dass dieses kleine Gemeinwesen derart kollabiert? Sind das die Folgen für eine Kommune, wenn eine Partei übermächtig wird, dass jede Opposition regelrecht erstickt wird? Oder hat ein umtriebiger Politiker jedes Maß verloren und lebt als Chef im Rathaus machtpolitische Interessen ohne Rücksicht auf Verluste aus?

Der Journalist Thomas Ruhmöller bekam das Dossier zu lesen. Er sprach mit Marcus Held, natürlich, und mit den anderen Hauptbeteiligten. Er traf sich aber auch mit Menschen in der Stadt, die sich als kritische Beobachter des lokalen Geschehens sehen. Diese seine Gesprächspartner einte ein Wunsch: Sie wollen, sagten sie, dass die parteipolitische Geschäftemacherei in ihrer Stadt endlich kritisch hinterfragt und unabhängig überprüft werde. Eine kommunale Verwaltung müsse nach rechtsstaatlichen Regeln handeln, immer! Alles andere fördere die Politikverdrossenheit, und das mache auf Dauer unsere Demokratie kaputt.

Deshalb diese Dokumentation. Um es mit Jean Paul Satre zu sagen

Wenn ihr eure Augen nicht gebraucht, um zu sehen, werdet ihr sie brauchen, um zu weinen.

Polit-Thriller um SPD-Bundestagsabgeordneten

Der Oppenheim-Skandal
in sechs Akten

Sechs Berichte auf dieser Webseite brachten die Wende: Der Oppenheim-Skandal war aufgedeckt, die Macht des SPD-Bundestagsabgeordneten Marcus Held begann zu bröseln. Es folgte der Oppenheim-Skandal-Blog: Er deckte weiteres rechtswidriges Treiben des Stadtbürgermeisters auf, wurde so zu einer umfassenden Dokumentation des Falls Marcus Held – bis sich die Menschen erhoben und den Mann aus der Stadt trieben.

1. Akt:
Eine Stadt sieht rot

Dubiose Verträge, merkwürdige Immobiliengeschäfte, ganz viel Geld: Das alles wird beschrieben in anonym versandten Papiere. Mittendrin: der SPD-Bundestagsabgeordnete und Oppenheimer Bürgermeister Marcus Held. Was geht da ab, was treibt den Mann? Blick in eine Stadt, die rot sieht.

2. Akt:
Ein Maklerbüro sahnt ab

Die Stadt Oppenheim will Ackerland kaufen, um dort Bauplätze auszuweisen. Sie ist der einzige Kaufinteressent – doch dann taucht ein Immobilienbüro auf, von dem man zuvor kaum etwas gehört hat, und will das dicke Geschäft machen. Und Bürgermeister Marcus Held? Unterschreibt alles.

3. Akt:
Ein Parteifreund macht Kasse

Rudolf Baumgarten muss wirklich ein ganz toller Hecht sein: Im Oppenheimer Rathaus hat er ein eigenes Büro, im Nachbarort ist er SPD-Bürgermeister, dazu ist er noch als Stadtplaner unterwegs und auch als Gelegenheits-Immobilienmakler von Marcus Helds Gnaden.

4. Akt:
Frau S. trifft Spendierhose

Wenn Bürgermeister Marcus Held Frau S. traf, drohte seine Spendierhose zu platzen. Erst überließ er ihr generös einen großen Bauplatz zum lukrativen Sonderpreis, dann spendierte er ihr noch ein städtisches Grundstück zu einem absoluten Schnäppchenpreis: mit fast 90 Prozent Rabatt.

5. Akt:
Der Deal des Ehrenbürgers

Ein alternder Unternehmer will eine Abrissruine mitten in der Stadt verkaufen, doch keiner will sie haben. Da taucht die Ehefrau eines Oppenheimer Ehrenbürgers auf – und plötzlich kauft die Stadt. Die Ehefrau verdient prächtig bei diesem Geschäft. Dabei wohnt sie ganz schön weit weg.

6. Akt:
Fake News made in Oppenheim

Die Aufdeckung dubioser Geschäfte im Oppenheimer Rathaus haben fatale Folgen – unter anderem für lokale Oppositionspolitiker. Eine Hexenjagd hat begonnen; als Inquisitor tritt ausgerechnet der Mann auf, aus dessen Verwaltung die inkriminierenden Unterlagen stammen.

nach einem Jahr – am 15. Juni 2018

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News zum Fall Marcus Held

Der Oppenheim-Skandal-Blog

Sechs Berichte auf dieser Webseite brachten die Wende: Der Oppenheim-Skandal war aufgedeckt, die Macht des SPD-Bundestagsabgeordneten Marcus Held begann zu bröseln. Es folgte der Oppenheim-Skandal-Blog: Er deckte weiteres rechtswidriges Treiben des Stadtbürgermeisters auf, wurde so zu einer umfassenden Dokumentation des Falls Marcus Held – bis sich die Menschen erhoben und den Mann aus der Stadt trieben.

Hansjürgen Bodderas tritt als Beigeordneter zurück!

Top-aktuelle Nachricht aus dem Oppenheimer Rathaus: Der 1. Beigeordnete Hansjürgen Bodderas tritt zurück! Das wurde soeben bekannt. Der kommissarische Stadtbürgermeister Helmut Krethe, der den erkrankten Marcus Held vertritt, hatte in einem Rundschreiben an die Fraktionsvorsitzenden im Stadtrat mitgeteilt: Sehr geehrte

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Das große Polit-Orchester: Jetzt alle gegen Marcus Held

Es brennt in der SPD von Rheinland-Pfalz! Allüberall herrscht schwerst aufgeregte Verärgerung – nur Marcus Held muckt sich plötzlich nicht mehr. Der Mann ist abgetaucht, krank angeblich. Er krallt sich geradezu an seinen Posten als SPD-Stadtbürgermeister von Oppenheim und natürlich

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Thomas Günther (CDU): Ich fordere den Rücktritt von Marcus Held!

Aufruhr allüberall in Rheinhessen! Erst forderte der SPD-Unterbezirk Alzey-Worms Marcus Held unmissverständlich auf, Konsequenzen zu ziehen – mit anderen Worten: zurückzutreten. Dann informierte Niersteins Stadtbürgermeister Thomas Günther die Mitglieder seiner CDU-Fraktion im VG-Rat, dass er den Rücktritt des Oppenheimer SPD-Stadtbürgermeisters

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SPD-Unterbezirk: Held soll Konsequenzen ziehen!

Die SPD geht immer mehr auf Distanz zu Marcus Held. Heute hat der  Unterbezirksvorstand Alzey-Worms eine Presseerklärung herausgegeben: Das Vertrauen in Held sei nachhaltig beschädigt, in der Bevölkerung wachse das Unverständnis, man distanziere sich zunehmend von dem SPD-Bundestagsabgeordneten. Und dann

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Der Bericht des Landesrechnungshof und die Webseite als Buch

Downloads zum Oppenheim-Skandal

Der Bericht des Landesrechnungshofs

Wer nicht glauben mag, was ein Journalist auf dieser Webseite über das Verhalten des SPD-Bundestagsabgeordneten Marcus Held dokumentiert hat: Der lese den umfangreichen Bericht über die Sonderprüfung des Landesrechnungshofs.

Das Buch zum Oppenheim-Skandal-Blog

Ideal zum Archivieren und jederzeitigen Nachlesen: Sämtliche Berichte und Blogbeiträge auf dieser Webseite haben wir zu einem PDF zusammengestellt. Dazu: die gesammelten Oppenheim-Skandal-Gedichte von „Wilhelm Busch“.

Wilhelm Busch & der Oppenheim-Skandal

Er war ein treuer Begleiter unserer Oppenheim-Skandal-Dokumentation, leider haben wir ihn nie kennenlernen können: Wilhelm Busch – so sein selbst erwählter (und unzweifelhaft zutreffender) Alias-Name – hat einige Stationen unserer Berichterstattung über die Marcus-Held-Affären in Versform kommentiert. Seine Gedichte wurden als Kommentare zu unseren Blog-Beiträgen eingesandt und sind natürlich auch noch unter den jeweiligen Berichten zu finden. Als Hommage an den Künstler aber haben wir Sie auch übersichtlich zusammengestellt. Viel Vergnügen!               weiterlesen

Der Autor

Thomas Ruhmöller ist Journalist und Medienberater und lebt in der Nähe von Frankfurt. Er war Polizeireporter, Chefreporter und Chefredakteur, arbeitete bei Zeitungen und Zeitschriften in Berlin, Hamburg, München, Köln und Frankfurt. Nach der Jahrtausendwende baute er in Prag und Moskau, in Warschau und Bratislava Zeitschriften-Redaktionen auf. Heute berät er Unternehmen bei Fragen zur internen wie externen Kommunikation – und recherchiert und schreibt, wenn ihn ein Thema packt. Mehr über Thomas Ruhmöller erfahren Sie auf seiner Homepage www.ruhmoeller.de.