Marcus Held: Fette Gewinne bei zwei Immobilien-Deals

Marcus Held hat stets zum Wohl der Stadt gehandelt. So sagt er jedenfalls sehr gerne und sehr oft. Jetzt schauen wir etwas genauer hin – und was sehen wir: Oppenheims Stadtbürgermeister hat sein eigenes Wohl nie aus den Augen verloren! Er kaufte zwei Immobilien in Oppenheim – und verkaufte sie mit satten Gewinnen weiter. In einem Fall erzielte er sogar einen exorbitant hohen Erlös – den in diesem Fall eine gemeinnützige Behinderteneinrichtung zahlen musste.

Fall 1: 400.000 Euro Gewinn bei nur einem Deal

Ende 2015 erwarb Oppenheims Stadtbürgermeister als Privatmann das ehemalige Geschäftshaus „Blumenzauber“ im Gewerbegebiet Kette-Saar an der Straße „Auf der Saar 2“. Das Grundstück ist 1099 Quadratmeter groß, die Immobilie (zweistöckig, ausgebautes Dachgeschoß, dunkelbeige gestrichen, mit grün abgesetzten Fensterrahmen) stand seit einem Brand im August 2015 leer.

Mit dem Kauf und Weiterverkauf dieses Objekts erzielte Marcus Held innerhalb weniger Monate 400.000 Euro Gewinn.

Am 19. Dezember 2015 wurde das Grundstück bei einem Notar in Osthofen an Marcus Held veräußert. Kaufpreis: 367.000 Euro. Der entscheidende Eintrag auf seinen Namen findet sich in Blatt 2538 des Grundbuchs von Oppenheim beim Grundbuchamt in Mainz.

Natürlich wollte der vielbeschäftigte SPD-Politiker – er ist nebenbei u.a. Bundestagsabgeordneter sowie Vorsitzender der Gemeinnützigen Wohnungsbaugenossenschaft (GWG) und Geschäftsführer der Haus- und Grundstücksverwaltungsgesellschaft Oppenheim (HGO) – das Objekt nicht für sich selbst nutzen: Er wollte es gewinnbringend weiterverkaufen. Problem: Das Objekt lag in einem reinen Gewerbegebiet.

Aber der SPD-Politiker fand einen Ausweg: Über die Verwaltung der Verbandsgemeinde ließ er einen Antrag in den Stadtrat einbringen, das Gewerbegebiet Kette-Saar als Mischgebiet auszuweisen. Dann wären dort neben den Gewerbebetrieben auch Wohnungen zulässig.

Im Februar und Juni 2016 diskutierte der Stadtrat darüber. Die wenigsten dürften gewusst haben, dass Marcus Held hier ganz eigene Interessen verfolgte. Ein Ratsherr sagt heute: „Wir hatten Bauchschmerzen: Der viele Lastwagenverkehr in dem Gebiet, zudem liegt die Bahnlinie ganz in der Nähe… Zum Wohnen eignet sich die Ecke eigentlich überhaupt nicht.“ Held habe an den Abstimmungen nicht teilgenommen, erinnert sich ein anderes Ratsmitglied, aber wohl mitdiskutiert: In dem ehemaligen „Blumenzauber“-Gebäude könnten eines Tages Behinderte wohnen, habe er mehrmals mit Nachdruck in die Debatte eingebracht, deshalb dürfe man sich einer Planänderung auf keinen Fall verschließen.

Die Änderung des Bebauungsplanes war natürlich Voraussetzung für den gewinnbringenden Verkauf. Als Interessent hatte Marcus Held längst das Evangelische Diakoniewerk Zoar (Sitz: Rockenhausen) an der Angel. Bereits seit Mitte 2015 soll das caritative Unternehmen mit dem Stadtbürgermeister in Kontakt gestanden haben.

Kaum war die Planänderung vom Stadtrat abgesegnet, machte Marcus Held das Geschäft perfekt. Und damit richtig Kasse: Am 24. August 2016 erfolgte der Verkauf an Zoar; die Umschreibung des Eigentums im Grundbuch erfolgte am 7. Dezember 2016.

Zoar zahlte im Gegenzug an Held den von ihm verlangten Kaufpreis: 747.500 Euro. Natürlich war diesmal ein anderer – Oppenheimer – Notar für die Beurkundung gewählt worden: Der erstbeurkundende Osthofener Notar hätte ansonsten hinsichtlich der wundersamen – und rechtlich fragwürdigen – Preisverdoppelung in nur acht Monaten Nachforschungen anstellen können.

Mit diesem einen Immobiliendeal machte Marcus Held also in nicht einmal einem Dreiviertel Jahr rund 400.000 Euro Gewinn! Davon geht natürlich die Spekulationsteuer ab. Aber einen schönen sechsstelligen Betrag dürfte er sich netto allemal eingesteckt haben.

Die Lokalzeitung hat zu diesem Geschäft von Held eine Stellungnahme erbeten und sie von einem Berliner Medienrechtler bekommen. Sie lautet ungefähr wie folgt: Da das Gebäude nach einem Brand schwer beschädigt gewesen sei und der Verkäufer unter erheblichem wirtschaftlichen Druck gestanden habe, und weil weder die GWG noch die HGO Verwertungsmöglichkeiten gesehen hätten, deshalb habe sich Held zum Kauf bereit erklärt: „kurzfristig privat zum gutachterlich festgesetzten Schätzwert“. Anschließend habe er „erhebliche Investitionen zur Beseitigung der Brandschäden“ vorgenommen.

Von diesen angeblichen Bautätigkeiten hat man in der unmittelbaren Nachbarschaft – im rückwärtigen Teil des Objekts liegen Wohnhäuser – nie etwas mitbekommen. Unter den Anwohnern sorgte lediglich für Aufregung, dass eine ganz erhebliche Aufstockung der Gewerbeimmobilie vorgesehen war: Eine ursprünglich vorgelegte Planänderung hätte das erlaubt und wiederum dazu geführt, dass ihre Parzellen völlig verschattet worden wären. Nach Protesten und Klageandrohung wurde dieses Vorhaben fallengelassen.

Offen ist jetzt noch, wie Zoar darauf regiert, dass es vom Oppenheimer Stadtbürgermeister – als Privatmann – derart zur Kasse gebeten wurde, der seinen Zwischenerwerb überdies als karitative Heldentat zu verbrämen sucht. Das Diakoniewerk unterhält an zwölf Standorten vor allem in der Nord- und Westpfalz sowie in Rheinhessen Einrichtungen der Eingliederungshilfe für behinderte Menschen, der Alten-, Kinder- und Jugendhilfe sowie ambulante Hilfsangebote. 1200 Menschen werden stationär und 700 ambulant betreut. 850 Menschen arbeiten in Behindertenwerkstätten.

Vor wenigen Jahren erschütterte ein Finanzskandal das Diakoniewerk: Ein früherer Direktor sollte Gelder veruntreut haben. Damals ging es „nur“ um rund 100.000 Euro…

Fall 2: Ein schnelles Schnäppchen in der Vorstadt

Ungefähr zur gleichen Zeit wie die „Blumenzauber“-Immobilie erwarb Marcus Held auch ein früheres Ladengeschäft in der Vorstadt und machte auch hier auf die Schnelle ein gutes Geschäft. Die frühere Eigentümerin konnte der Stadtbürgermeister schnell ausquartieren: Er brachte sie kurzerhand in einer “seiner” GWG-Wohnungen unter.

Auch dieses Häuschen in der Vorstadt gehörte kurzzeitig Marcus Held.

Es geht um ein Wohn- und Geschäftshaus in der Vorstädter Straße: Es gehörte Familie D., die dort seit den 70er Jahren eine Metzgerei betrieb. Die Eheleute hatten vier Kinder, die jüngste Tochter – heute 37 Jahre alt – bekam das kleine Anwesen vererbt: 270 Quadratmeter Grund und Boden, 115 Quadratmeter Wohnfläche auf zwei Etagen, drei Stellplätze vorm Haus.

Die Immobilie war zuletzt ziemlich heruntergekommen, die dort allein lebende Frau sei angeblich nicht voll geschäftsfähig, heißt es. Nachbarn sagen auch, ihr Haus sei total vermüllt gewesen.

Für Marcus Held ein schönes schnelles Schnäppchen: Für 135.000 Euro erwarb er das Objekt am 14. Dezember 2016 beim Notar Münch (UR 1824/16). Die Eigentumsüberschreibung in Blatt 2538 des Grundbuchs für Oppenheim erfolgte dann am 27. Juni 2017.

Kurz nach dem Kauf, so erzählen Nachbarn, hätten Mitarbeiter des Bauhofs tagelang das Haus und Grundstück aufgeräumt und lastwagenweise den Müll abgefahren. Held sei wiederholt vor Ort gewesen und habe die Arbeiten beaufsichtigt.

Die Verkäuferin wohnt heute in der Carl-Koch-Straße in einer der begehrten Wohnungen der GWG (Vorstandschef: Marcus Held). Ihr altes Häuschen bot Marcus Held über einen Makler im Internet zum Kauf an: Er verlangte jetzt 159.000 Euro zzgl. 3,59 Prozent Maklerprovision.

Laut Grundbuchamt gehört das Objekt heute einem Ehepaar aus Nierstein. Es hat das Haus für 152.500 Euro bei Notar Dilling (UR 1807/17) gekauft. Gewinn für Held: 17.500 Euro – auch in diesem Fall natürlich abzüglich Spekulationsteuer. Aber allemal ein guter Deal – bei einem persönlichen Einsatz Helds, der sich, wenn man den Beobachtungen aus der Nachbarschaft Glauben schenken darf, in der Beaufsichtigung des städtischen Bauhofs erschöpfte. Aber künftig – so verlautete ja am vergangenen Freitag im Haupt- und Finanzausschuss der Stadt – sollen private Nutznießer des Bauhofs ja zur Kasse gebeten werden…

 

51 Gedanken zu „Marcus Held: Fette Gewinne bei zwei Immobilien-Deals

  1. Bernd Harth-Brinkmann

    Mir wird schlecht.
    Der Kerl muss verurteilt werden.

  2. Hobbyjurist

    ..wenn ihm das Grundstück gehört hat, hätte er an der Beratung nach GemO nicht teilnehmen dürfen, was steht hierzu in der Niederschrift? Hat er teilgenommen oder hat er seine Befangenheit offengelegt?

    Wenn er nach Niederschrift “abgerückt” war, dann ist dem Rat nicht mehr zu helfen, dann wussten der komplette Rat bei Beschlussfassung ganz genau, wem sie hier einen finanziellen Vorteil verschafft haben.

    Wenn er nicht abgerückt war und an der Beratung teilgenommen und das Ergebnis somit beeinflusst hat, dann war das ganz klare Vorteilsnahme im Amt und dürfte strafrechtlich von Belang sein…

    • Hobbyjurist zum 2. Mal

      Der ehrenamtlich tätige Bürger darf weder beratend noch entscheidend mitwirken, wenn die
      Entscheidung einer Angelegenheit ihm selbst o…….einen unmittelbaren Vorteil oder Nachteil bringen kann.
      Nach GemO ist ein Beschluss rechtswidrig (somit aufzuheben!), wenn bei der Beratung oder Beschluss-
      fassung der Vorsitzende oder ein ehrenamtlich tätiges Mitglied trotz Befangenheit mitgewirkt
      hat. Dabei kommt es nicht darauf an, ob die Stimme des Befangenen den Ausschlag gegeben hat oder nicht!!!

      Wenn er teilgenommen hat, eine B-Planänderung niemals erfolgt bzw. muss rückgängig gemacht werden. Anschließend wird der Käufer wg. sachlicher Unmöglichkeit der Nutzung den Kaufvertrag anfechten (Geld zurück!) und es wird bei “null gestartet…

      Alles unter der Annahme, dass H. Held teilgenommen hat, wenn nicht, dann muss sich der gesamte Rat fragen, weshalb er die Änderung im Wissen um die Auswirkungen dennoch gemacht hat…

  3. Klaus

    Moralisch vielleicht nicht so sauber… Aber rechtlich dürfte nichts zu beanstanden sein.
    Als Bürgermeister kommt man sicher früher an Informationen, dass ein solches Gebäude verkauft wird. Er hat es halt genutzt und den Bunker gekauft.
    Nicht falsch verstehen. Für alles was im LRH-Bericht steht muss er gerade stehen und am besten sofort seine Ämter niedelegen. Aber ich glaube mit dem Ding kann man ihm nichts…
    Wenn er aber so um die 300.000 PLUS gemacht hat, kann er ja die Kohle als Schadenersatz gleich an die Stadt einzahlen.

    • Tim

      In der freien Wirtschaft nennt man sowas Verwendung von Insider-Informationen und hat die Staatsanwaltschaft am Hacken.

      Das dürfte es aber gewesen sein, denn das verzeiht der kleine Mann nicht. Und zwar zu Recht. Als SPDler mit sozialen Komponenten privat Reibach machen, weil man nicht alle Fakten auf den Tisch legt …

    • J.

      Werter Klaus,

      an der Börse nennt man das Insiderhandel.
      Darüber hinaus hat er ja nicht “einfach” nur die frühe Information zum Kauf des Objekts im Gewerbegebiet genutzt. Er war dienstlich in Berlin, hat dort dienstlich/privat Kontakt zu dem Käufer aufgenommen.
      Dann veranlasst er, dass eine Umwidmung des Gewerbe- in ein Mischgebiet mit SPD Mehrheit auf den Weg gebracht wird. Erst diese Handlung hat zum erheblichen Wertzuwachs geführt. Er hat unter Verschweigen seiner tatsächlichen Motive erneut den Stadtrat manipuliert, diesmal eindeutig nur im Eigeninteresse.
      Diese Handlung wäre ohne seine “ehrenamtliche Tätigkeit” als Stadtbürgermeister und ohne seine treuen Vasallen nicht möglich gewesen.
      Würde ihm das Wohl seiner Stadt am Herzen liegen und er tatsächlich immer für dieses agieren, dann hätte er das Geschäft unter Einbeziehung des Stadtrates machen können.

      Ein Widerling, sonst nichts.

    • HRE

      Selbst wenn es rechtlich nicht zu beanstanden wäre …
      Das stinkt doch zum Himmel und zeigt über welch ausgeprägten moralischen Grundsätze unser aller Held verfügt – nämlich keine.
      Auf der anderen Seite müsste jetzt auch dem treusten Held-Anhänger klar geworden sein, dass der Spruch “Habe alles zum Wohle von Oppenheim getan“ Lug und Trug ist und er damit – wie auch der Stadtrat – gehörig “verarscht“ worden ist.

    • D. Mayer

      Für mich klingt es nach Vorteilnahme im Amt oder im Börsensprech: Insiderhandel.

      Ich bezweifle, dass die Jungs vom Bauhof beim Entrümpeln seiner als Privatperson erworbenen Immobilie von ihm persönlich entlohnt worden sind. Wahrscheinlich haben auch Mitarbeiter der Verwaltung oder der GWG/HGO in seinen Wahlkämpfen für den Platz an der Berliner Sonne anpacken müssen. Dreist genug ist Marcus Held.

      Was kommt denn aus dem Oppenheimer Untergrund noch alles ans Tageslicht? Unglaublich.

  4. R. Bürger

    Die AZ schreibt dazu: “Ein Ratsmitglied und ein Beobachter erinnern sich aber: Jeder sei ganz selbstverständlich davon ausgegangen, dass Held als Vorsitzender der GWG nicht an der Abstimmung teilgenommen habe. Es sei stets suggeriert worden, dass die Gemeinnützige Wohnungsbaugenossenschaft (GWG) das Gebäude gekauft habe. Auch auf telefonische Nachfrage einer AZ-Journalistin, die sich an ihn als Stadtbürgermeister und GWG-Vorsitzenden wandte, stellte Held die tatsächlichen Eigentumsverhältnisse nicht klar. Er erklärte, Ziel des Zwischenerwerbs sei es, einem künftigen Träger aus dem Spektrum der Wohlfahrtspflege die Möglichkeit zu geben, eine Behinderteneinrichtung zu realisieren. Dabei wies Held auf den „politischen Auftrag“ hin, behinderten Menschen zu ermöglichen, „möglichst dezentral und selbstbestimmt leben zu können“. ”
    Das muss man sich reinziehen: der Typ verarscht den Stadtrat, verheimlicht Stadtrat und Öffentlichkeit , dass er privat den goldenen Deal macht – freut sich schon auf 400 000 Euro privaten Gewinn und schwadroniert auch noch vom “politischen Auftrag”, Behinderten sonstwas zu ermöglichen.
    Das ist nicht mehr Rafinesse und Durchtriebenheit – das ist kriminelle Energie!

  5. Jutta

    Ich glaube mittlerweile Hr Held wäre besser Immobilienmarkler geworden !
    Sollte vielleicht Berater werden für unmoralische Angebote !
    Sozial ist was anderes !

    • Bürgerin

      Hat man nicht mal gehört, Verena Held sei früher als Immobilienmaklerin tätig gewesen???

      • Paulus

        Nein, sie war bei der Kreisverwaltung in Alzey Sachbearbeiterin bei Landrat Görisch, dessen Persönlicher Referent Held war bevor er die HGO gründete.

  6. Wörrstädter

    Heute auf der Webseite der SPD Alzey-Worms und Worms (Ob die da von dem neuesten Fall mit dem Haus Zoar wussten, ist mir nicht bekannt)

    Presseerklärung der SPD Alzey- Worms und Worms zum Fall Marcus Held

    Der SPD- Unterbezirksvorstand Alzey- Worms mit den Vorsitzenden der SPD- Verbände und der sozialdemokratischen Arbeitsgemeinschaften im Landkreis, ebenso wie der Unterbezirksvorstand Worms haben sich in ihren jüngsten Sitzung mit der Entwicklung um Marcus Held beschäftigt.

    Die vom Landesrechnungshof in zahlreichen Punkten gerügten Verfehlungen in der Amtsführung als Stadtbürgermeister von Oppenheim, vor allem aber die daraus resultierenden Ermittlungen der Staatsanwaltschaft, haben das Vertrauen in Marcus Held nachhaltig beschädigt. Und dieser Vertrauensverlust geht weit über Oppenheim hinaus. ln der SPD des Landkreises Alzey- Worms und Worms, ebenso in der Bevölkerung des Bundestagswahlkreises wachsen Unverständnis und Distanzierung gegenüber Marcus Held auch in dessen Funktion als Bundestagsabgeordneter.

    Wir erwarten, dass sich Marcus Held seiner politischen Verantwortung mit der gebotenen Konsequenz stellt. Der Verlust an öffentlicher Reputation, an Vertrauen und Ansehen betrifft inzwischen nicht mehr nur ihn als Person. Die Politik im Allgemeinen, die Kommunalpolitik im Besonderen und ebenso das Ansehen der SPD leiden massiv unter den Oppenheimer Vorgängen.

    Wir respektieren, dass Marcus Held sich arbeitsunfähig krank gemeldet hat. Wir wünschen ihm, dass er die Zeit nutzt, um sich selbstkritisch über seine Situation im Klaren zu werden, um die richtigen Schlussfolgerungen und politischen Konsequenzen zu ziehen.

    • Peter Bemmann

      Das ist doch schön und höflich umschrieben, was die SPD vom Parteigenossen erwartet.

      Ich denke, die Bürger und Demo-Teilnehmer haben eine viel einfachere Formulierung: Rücktritt!

      Ich kann nicht verstehen, warum sich das alles so lange hinzieht. Einer Supermarkt-Kassierin wurde wegen Veruntreuung von ein paar Euro Flaschenpfand sofort gekündigt. Einem Bundespräsidenten warf man Vorteilsnahme im Amt vor, daraus wurde eine Staatsaffäre, bei der der Bundespräsident ziemlich bald vom Amt zurückgetreten ist (oder musste). Aber hier scheint sich nicht viel bzw. alles nur sehr sehr langsam zu bewegen.

  7. Markus Haase

    Moral hat unseren erkranktem BM noch nie interessiert. Für mich ist es nicht nur moralisch ein Fehlverhalten. Er kaufte das Gebäude, hatte einen Interessenten, beantragte die Nutzungsänderung, zog sich zwar als befangen zurück, beteiligte sich aber an der Diskussion und seine “getreuen” würden nie, gegen etwas stimmen was ihr Held vorschlägt.
    Ausnutzen von Insiderwissen und Beeinflussung zur Wertsteigerung im eigenen Interesse nenne ich das.

  8. T-A-M-O

    Sauber !
    Man sollte einmal überprüfen, ob dafür eine Finanzierung von Herrn Held erforderlich war oder ob das Geld für die als Privatperson Held gekauften Immobilien evtl. aus der Stadtkasse bzw. der HGO/GWG, natürlich zinsfrei versteht sich, finanziert oder vorgelegt wurden? Also wundern würde mich das nicht!
    Eigentlich müßten von diesem geldgierigen Herrn bis zur Klärung seiner Unschuld/Schuld, alle Immobilien die er besitzt und diese, die von seinen Familienangehörigen über die HGO bisher erworbenen wurden sowie seine Einnahmen, die er als Bundestagsabgeordneter, Bürgermeister, Schwimmbadbeauftragter usw., einnimmt, zur Sicherheit auf Eis gelegt werden, bis alles geklärt ist. Solange könnte er z. B. Hartz IV beziehen. Sollte er unschuldig sein, könnte er doch alles wieder zurück erhalten. Sollte sich jedoch bestätigen, dass er Dreck am Stecken hat, wäre alles, was unrechtmäßig gewesen ist weg und entstandene Schäden könnten hieraus bedient werden. Das würde auch das ganze Procedere stark verkürzen. Dieses Schmarotzerverhalten von diesem Geldheld ist ein Schlag ins Gesicht für alle die Jenigen, die hart für Ihr Geld arbeiten oder im Alter leere Pfandflaschen aus den Mülleimern dieser Stadt sammeln müssen, um etwas essbares im Kühlschrank zu haben.

  9. Anonymus

    Was schreibt den Hr. Gögercin dazu wie es wirklich abgelaufen ist 🙂 ??

  10. Ichmalwieder

    Der erste Deal ist doch auch keiner, wenn man nur die Hälfte des Geldes nimmt, dass im (eigenen neu erstellten Gutachten) ausgewiesen ist.

    Der zweite Deal ist auch keiner, wenn man sich die Zahlen ansieht.

    Wie heißt es so schön: folge dem Geld, dann ist das wohl nicht das “Ende” der Causa. Notfalls robbt es sogar alle Beteiligten.

    Kurz gesagt: die erzielten, offen genannten Kaufpreise stehen in keinem Verhältnis zu den Aktionen:

    Deal 1: Gutachten ca. 380, da wird gekauft zum Gutachtenpreis. Nach Kauf und Herrichtung gibt es ein Gutachten von Mio 1,3, verkauft wird VK ca.750. Gewinselt, d.h. Profit wird durch Argument Spekulationssteuer kleingeredet. Vom wirklichen Kaufpreis redet erst einmal keiner.

    Deal 2: Kauf für irgendwas 130, Aufräumung durch Bauhof, Verkauf für 150, die Verkäufer leben jetzt bei AWG.

    Das ergibt überhaupt keinen Sinn!

    Deal 1: nie im Leben verkauft man ein Ding für 770 Tausend, wenn das Gutachten 1,3 Mio aussagt. (Gutachten sind zwar sehr flexibel, aber der Bodenrichtwert gibt schon einmal einen Hinweis, das ergibt den Unterschied).

    Deal 2 ist gar kein Deal, es sei denn, der VK hat sich mit irgendwelchem Geld irgendwie eine Wohnung gekauft und die anderen wiederum günstig Warum aber sollte irgend jemand so etwas kaufen, Notar usw, Entrümpeln so etwas machen? Und als Käufer kaufe ich dann auch “günstig” mit irgendwelchem Geld. Und das fällt dann nicht auf, weil EK und VK mit einer Marge von 10% absolut normal erscheinen … für einen Profi, aber nicht als Privatperson, die für solche Späße eigentlich keine Zeit haben sollte.

    Bin mal gespannt, ob jetzt nicht irgendwelche Schleusen aufgehen, da so heftig am Stellrad gedreht wird.

    Sollte ich mich irren, bin ich gerne bereit, um Entschuldigung für meine bösen Gedanken zu bitten.

  11. Paulus

    Hat sich Held später keinen privaten Vermögens-Vorteil verschafft, als er als Politiker durch einen Mitarbeiter des Behindertenwerkes “Zoar” (in Berlin!) auf das Kaufinteresse einer geeigneten Oppenheimer Immobilie angesprochen wurde?
    Wäre er ein sozialer Politiker, hätte er den
    direkten Ankauf zwischen der Verkäuferin des ehemaligen Gebäudes “Blumenzauber” und dem Interessenten “Zoar” kostenlos gefördert und vermittelt. Unter Offenlegung der Sachlage wäre die Umwidmung durch den Stadtrat in ein Mischgebiet veranlasst worden und alles wäre korrekt über die Bühne gegangen.
    Für einen Zwischenkauf sehe ich keinen sachlichen Grund, außer dem, den Kaufpreis in die Höhe zu treiben, um davon privat und persönlich zu profitieren. Die Renovierung der Brandschäden für einige Zehntausende hätte “Zoar” problemlos selbst veranlassen können und sehr viel Geld gespart.
    Helds “grandioser Deal”, der ihm in wenigen Monaten einen Gewinn einbrachte, für den Otto Normalverbraucher ein Leben lang sparen muss, stellt meiner Meinung nach, annähernd korruptives Verhalten dar, auch wenn es letztlich vielleicht keine rechtlichen Konsequenzen hat.
    Hier wird Eigenwohl vor Allgemeinwohl gestellt und das auch noch in Bezug auf behinderte Menschen. Das ist Missbrauch einer Vertrauens­stellung, um für sich einen materiellen Vorteil zu erlangen.
    Aber in der Gemeinde Monsheim (Heimatort von Kathrin Anklam-Trapp, SPD-MdL und Held-Vertraute) wird nach bekannt langjährigen, zähen Verhandlungen mit einem Unternehmer, ein größeres Gewerbegebiet gekauft und ebenfalls in ein Wohngebiet umgewidmet werden, auf dem ab 2020 Bauplätze für 15 Häuser über die Gemeinde entstehen sollen. Der Gewinn des Unternehmers dürfte im 6-stelligen Bereich liegen.
    Ob Held durch diese Vorgänge inspiriert wurde?
    https://www.vg-monsheim.de/aktuelles/nachrichten/2018/1-quartal/ortsgemeinde-monsheim-erwirbt-gewerbegelaende-an-der-wormser-strasse/

  12. Matthias Kuon

    Es wird der Tag kommen, an dem den Sittigs, Krethes, Klooses und Konsorten die Augen aufgehen werden und die bittere Erkenntnis so langsam im Hirn ankommt: „Ich bin von Marcus Held verarscht worden.”

    „Er erklärte, Ziel des Zwischenerwerbs sei es, einem künftigen Träger aus dem Spektrum der Wohlfahrtspflege die Möglichkeit zu geben, eine Behinderteneinrichtung zu realisieren. Dabei wies Held auf den „politischen Auftrag“ hin, behinderten Menschen zu ermöglichen, „möglichst dezentral und selbstbestimmt leben zu können“.“

    Und so einer diktiert dem Sittig in die Feder, unterhalb des Mindestlohns im Ehrenamt zu arbeiten.

    • Ichmalwieder

      Klar, und der Samariter geht persönlich dieses genannte Risiko ein. Das ist doch der Beweis, dass er sich kümmert.

  13. Hans Leweling

    Wer den Spruch geprägt hat ‘Gier frisst Hirn’, muss dabei wohl Held im Sinn gehabt haben.
    Wer halbwegs bei klarem Verstand ist wüsste, dass die jahrelangen Verfehlungen irgendwann auffliegen werden.
    Held wollte doch unbedingt herausfinden, wer der Kriminelle ist, der ihn zerstören will (wir erinnern uns an Helds Erklärung für den Skandal: ‘jemand will mich zerstören’). Die Suche kann er beenden: ein Blick in den Spiegel verrät es ihm.

    • R. Sponheimer

      Lieber Hans Leweling,
      der Spruch wurde vor mehr als 20 Jahren von Instruktoren von Versicherungs-Strukturvertrieben den “Anzulernenden (Vertreter-Kanonenfutter)” eingetrichtert, ihren Kunden den Erwerb von Policen schnmackhaft zu machen. Soweit die Historie. –
      Ich gratuliere allen Kommentatoren, die sich kritisch zu den aufgedeckten Machenschaften geäußert haben!
      Besonders danke ich Herrn Ruhmöller, der uns “Normalos” uns mit seiner Plattform eine Stimme und die Möglichkeit gegeben hat, sich mit vielen ähnlich denkenden Bürgern vernehmlich zu äußern. Hierdurch konnten die aufgedeckten Mißstände nicht mehr unter der Decke gehalten werden.
      Diese Häufung von unappettlichen Zuständen war aber nur möglich, weil das heldenhafte Tricksen, Täuschen, Bereichern und so weiter von einem unglaublich weit verbreiteten Netzwerk an Seilschaften, Kumpeleien, Vorteilsnahmen und Abhängigkeiten gedeckt und geschützt wurde.
      Für die meisten Kommentatoren dürfte sich wie für mich eine grundsätzliche Frage stellen:
      Ein Jahr gibt es zu dem “Oppenheim-Skandal” Berichte, wo bleiben von den verantwortlichen Spitzen der SPD klare Distanzierung, Verurteilung dieser Machenschaften und personelle Konsequenzen in dieser unappetitlichen Angelegenheit? Ich lasse die faule Ausrede nicht gelten, das sich Amtsträger, wie z.B. MP, Minister, Staatssekretäre, und Parteivorstände (sofern SPD zugehörig) angeblich nicht zu laufenden Verfahren äußern könnten. Nein, – das ist Feigheit, – eine Partei wie die SPD, die so stolz auf ihre Vergangenheit ist! Hier zeigt sich kein soziales Gewissen, kein Rechtsbewußtsein, hier herrscht Klüngel und Beziehungsgeflecht der übelsten Art.
      Also SPD, macht Euch sauber wenn Ihr es noch könnt! Ich kann es nicht glauben, dass die Mehrzahl der SPD diese Machenschaften gut findet. Kommen Sie uns bitte nicht damit, dass man das Nest nicht beschmutzen wolle, wer sich jetzt nicht distanziert, macht sich mit schuldig!

  14. Andreas Löffelholz

    U N V E R F R O R E N

    Auch wenn ich mich wiederholen sollte: es fröstelt einen nicht so sehr wegen den frostigen , gestrigen Temperaturen , sondern der “wind-chill-factor” wurde massiv erhöht durch die nunmehr aufgedeckten Geschäftel-Hubereien eines so “angesehenen” Bundestags- Mitglieds !!
    ( wie weit müssen Werte wie Anständigkeit, soziales Gewissen, sozialdemokratische(?) Tugenden entfernt sein, um trotzdem an dem “Ehren-” Bürgermeister Amt klebenzubleiben ?
    Es geht beileibe nicht mehr nur um die Person des M.H.

  15. Anonymus Xs

    Zum einen erwarten wir mit Ungeduld auf die Anklage durch die Staatsanwaltschaft.
    Zum anderen werden Täglich ( zum Teil sogar Stündlich) immer weitere Leichen ausgegraben.
    Man ist aber noch lange nicht in den eigentlichen Leichenkeller vorgedrungen.
    Auch wenn es mehr wie einen Schlüssel zu dieser Facility gibt.
    Was bisher ans Tageslicht gekommen ist, das ist nur eine kleine Spitze des Eisbergs.

    Da stellt sich die Frage, wann und wie die Staatsanwaltschaft überhaupt noch die Kurve kriegen soll.

    Bei den Forderungen sollte man voll zulangen.
    Da die Stadt für die Fehlbeträge ja auch Zinsen zahlen musste usw.
    Allein aus dem Verkaufserlösen für diese zwei Immobilien sehen wir das genug Pulver da ist.
    Selbst wenn man die Lohnkosten, Treibstoffkosten, Kosten der Müllentsorgung die durch die Einsätze des Bauhofs entstanden sind, ihm in Rechnung stellt. Dennoch bleibt noch einiges über…

    Denn den privaten Zwischenerweb hat er sicherlich mit “eigenen Mitteln” und nicht mit den Geldern der Stadt ( wie bei dem Gradingerdeal) und auch nicht mit den Geldern der HGO/GWG abgewickelt….
    Da ist der Held clean und hat selbst bei der Prüfung der Staatsanwaltschaft nichts zu fürchten.

    Also, Geld hat der Held!
    Nur zu mit den Regressforderungen

  16. Helmut

    Mal schauen, was Lewentz, Dreyer und die SPD-Spitze in Berlin dazu sagen – und wann. Aber das war es, politisch erledigt auf allen Ebenen.

  17. Anonymous

    E.T.

    In diesem Zusammenhang frage ich mich:
    Wer hat die entsprechenden Gutachten erstellt und wer hat diese wann in Auftrag gegeben ?
    Wenn so gehandelt wurde dann wird die Staatsanwaltschaft garantiert auch bei GWG und HGO entsprechende Vorgänge ausgraben.

    • Hans Leweling

      Es wird doch nicht etwa ein Gefälligkeitsgutachten gewesen sein. Vielleicht sogar von Rudi B., alias dem ‘roten Hengst von Uelversheim’? Und wer hat das Gutachten bezahlt?
      Das Ganze klingt für mich wie die wundersame Geldvermehrung.

  18. Kurt Podesta

    Was kann schöner sein auf Erden, als Politiker zu werden! Börsianer werden wegen Insidergeschäfte zu langen Haftstrafen verurteilt, ein Bürgermeister wird dafür von seiner Fraktion gelobt und mit Ehrungen überschüttet – haben sie alle partizipiert! Wer hat denn das “gute” Gutachten geschrieben? Der rote Hengst, oder sonst ein Jünger von Held! Wenn das Haus umgebaut werden soll zu einer Einrichtung, warum soll dann noch eine Reparatur stattfinden nach einem kleinen Brand von nicht einmal 10.000 € Schaden? Warum arbeiten Bauhofmitarbeiter an einer privaten Immobilien, nutzen den Fuhrpark usw.?

    Und dann kommt Günther und fordert den Rücktritt! Was für ein Schleimer! Man muss sich das einmal vorstellen! Bei Geschäften zum NACHTEIL DER BÜRGER und Steuerzahler gilt die Unschuldsvermutung, wird glorifiziert! Bei Geschäften zum Vorteil des großen Helden wird der Rücktritt gefordert! Ist Günther neidig, weil ihm so ein Deal nicht eingefallen ist? Da bereichert Held sich und alle schreien auf! Da bescheißt er die Bürger und man spricht vom “Wohl” für Oppenheim! Pfui Teufel Maggus! Da gibt es ja auch noch die Wohnungsverkäufe von HGO und GW. Auch da munkelt man, dass da erhebliche Vorteile für Verwandtschaft (Mutter usw.) beim Kauf rekrutiert wurden. Hat das schon einmal jemand geprüft und wurden diese Dinge einfach negiert? Wie kam Held denn an sein Anwesen in der Wormser Str.??? Und stimmt es, dass er sich eine Immobilie in Berlin gekauft hat, wie man munkelt?? Um was geht es da eigentlich wirklich? Jetzt ist die arm Sau auch noch krank und muss zur Kur! Gute Besserung Maggust, Du hast es verdient, dass Du gesund wieder kommst!

    Ein Spruch: Ein Schwein bleibt ein Schwein, auch wenn man ihm ein Schafsfell umhängt!

    Oppenheim, mir graut vor Dir! Jetzt führt ein Handlanger von Held die Geschäfte und wird ferngesteuert von diesem Helden!

    Es lebe der Wahnsinn!

    • Demonstrant

      Mäßigen Sie sich doch mal i.m Ton, das ist ja unterirdisch.

      • Karolinger

        Warum so zimperlich? Herr Podesta bringt angesichts der weitreichenden Verfehlungen des Helden lediglich seine Wut und Frust, die wahrscheinlich auch viele Bürger in Oppenheim und Umgebung empfinden, zum Ausdruck. Und nebenbei bemerkt, bisherige Äusserungen von Helds Vasallen waren ja auch nicht ohne.

        Man fragt sich doch unwillkürlich, was kommt denn noch an Verfehlungen ans Tageslicht? Der einzige, dem man Mäßigung, aber mehr noch Demut und zusätzlich die Kraft zum Rücktritt antragen sollte ist doch HELD!

        • Demonstrant

          Ja und? Wenn Helds Vasallen von der Brücke springen,springen Sie hinterher?

          Man kann auch mit Anstand und Niveau Kritik üben.

      • Paulus

        Wir alle kennen doch Herrn Podesta, der schon kommentierte, als sich noch keiner traute. Trotz teilweise unterschiedlicher Auffassungen, schätze ich ihn und weiß seine “stlistischen Mittel” einzuordnen, wie wohl die meisten hier. Vielleicht erspart das auch den eigenen Wutanfall angesichts dieser unfassbaren Vorgänge! Also nicht so zimperlich und etwa mehr Humor!

        • Demonstrant

          Humor und nicht zimperlich gerne, ohne jegliche Kinderstube und niveaulos nicht, wo soll da denn enden im gesellschaftlichen Miteinander?

          • Hans Leweling

            Werter Demonstrant, das ist Ihre persönliche Bewertung der Kommentare von Herrn Podesta. Ich dagegen finde, Herr Podesta bringt es auf den Punkt. Mit Rücksichtnahme und Samthandschuhen wären die Held’schen Verfehlungen wirklich nicht angemessen bewertet. Und im Übrigen: Herr Podesta hat immerhin den Mumm, hier mit Klarnamen zu posten. Und wie ist das bei Ihnen?

          • Demonstrant

            Richtig Herr Leweling, meine persönliche Meinung, bei der ich bleibe, auch wenn es Ihnen nicht passt.

    • Cora Navratil

      Ich mag Herrn Podestas Art sich zu äußern, bringt er es doch auf den Punkt. Bleiben sie unbedingt bei uns Herr Podesta.

  19. GEM

    Mir ist speiübel. Das ganze politische Leben unseres Helden ist auf Lug, Trug und Schwindel aufgebaut.
    Wann reagiert endlich die Staatsanwaltschaft. Ich habe immer gehört: Vor dem Gesetz sind alle gleich!
    Bei uns gibt es aber welche, die gleicher sind als gleich. Schade für eine Demokratie – ich hätte mir mehr erhofft. Aber ich kann hier versichern, dass eine SPD-Regierung (egal ob im Land oder im Kreis) von mir nie mehr eine Stimme bekommen wird, so lang unser Oppenheimer Held auch nur noch ein politisches Amt inne hat.

    • D. Mayer

      Die Staatsanwaltschaft hat wiederholt neue Ermittlungsverfahren eröffnet. Soll die Staatsanwaltschaft erst während eines laufenden Gerichtsverfahrens ihre Beweise sammeln und auswerten? Aber keine Sorge: Wer als Staatsanwaltschaft in so vielen Fällen ermittelt (siehe Pressemitteilungen unter https://stamz.justiz.rlp.de/de/presse-aktuelles/ ) wird kaum Lust haben, am Ende nur für den Papierkorb gearbeitet zu haben. Davon bin ich felsenfest überzeugt.

      Ohne Rücktritt oder Urteil(e) bleibt Marcus Held leider als gewählter Stadtbürgermeister und Abgeordneter im Amt. Normalerweise wäre aber jeder Betroffene bereits längst zurückgetreten.

      Deshalb nehme ich an, dass Marcus Held am Amt des Stadtbürgermeisters klebt, um ein paar weitere Leichen im Keller besser verschleiern zu können.

  20. W.H.

    Das zuständige Finanzamt und die Verbandsgemeindeverwaltung Rhein-Selz werden zu prüfen haben, ob etwaiige Einnahmen aus gewerblichem Grundstückshandel der Einkommen- und der Gewerbesteuer unterliegen und abzuführen sind.
    – Gewerb­licher Grund­stücks­handel BMF 26.3.2004, IV A 6 – S 2240 – 46/04 -.

    Außerdem dürfte i.Z. mit Immobilientransaktionen die Meldepflicht über Tätigkeiten und Einkünfte neben dem Bundestagsmandat zu prüfen sein.

    Bzgl. des Immobiliengutachtens wäre interessant zu eruieren, welche Bewertungsverfahren (Bodenwert, Ertragswert, Sachwert, Vergleichswert) nach ImmoWertV vom Immobiliengutachter angewandt wurde. Zonale Bodenrichtwerte können beim Vermessungs- und Katasteramt Rheinhesse-Nahe bzw. online kostenlos über geoportal rlp / Boris RLP Basisdienst abgefragt werden: 200 €/m² MI, 100 €/m² GE.

  21. Karolinger

    Um im Jargon der voraussichtlichen neuen Parteivorsitzenden der SPD zu bleiben. Wenn man die Fr..se des Helden in der Presse erblickt, kann das nur noch Brechreiz erzeugen. Ein sogenannter Volljurist ohne Skrupel und Moral, Charakter und politischen Anstand. Sorry, aber das musste einfach mal raus.

    Wären die bisherig bekannten Verfehlungen des Helden zum Nachteil der Stadt Oppenheim nicht schon ausreichend, scheint nun auch der Beweis erbracht, dass er sich durch missbräuchliche Ausnutzung seiner politischen Ämter (Stadtbürgermeister und Bundestagsabgeordneter) persönlich bereichert hat, wie sich bei Betrachtung des zeitlichen Ablaufs des Kaufs/Verkaufs eindeutig belegen lässt.

    Und die rheinland-pfälzische SPD-Spitze schweigt noch immer, wenn auch der ein oder andere Kreisverband endlich Konsequenzen fordert. Blamabel für eine Partei, die sich die “soziale Gerechtigkeit” auf die Fahne geschrieben hat. Die Konsequenzen wird sie bei der nächsten Wahl wohl zumindest in Rheinhessen spüren. Und dann wird wohl auch wieder das grosse Jammern kommen, warum sich die Bürger von den ehemals grossen Volkspartei leider hin zu Parteien an den extremen Rändern wenden. Zumindest im Oppenheimer Raum wird man aber wissen warum.

    Im Rahmen dieser Immobilien-Affäre ist aber auch das Verhalten des Oppenheimer Stadtrates, insbesondere der Vertreter der SPD wie auch der CDU zu hinterfragen. Alle Ratsmitglieder müssten spätestens beim Verzicht von Held an der Teilnahme der Debatte wegen Eigeninteresse (nachzulesen im öffentlichen Protokoll) erkannt haben, um was es denn geht, zeichnete er als BM doch wahrscheinlich auch für den Antrag zur Änderung des Bebauungsplanes verantwortlich. Auch bemerkenswert die heutige Erinnerung eines Ratsherrn zur damaligen Sitzung (siehe im obigen Artikel von Herrn Ruhmöller, Absatz 5). Durchgezogen wurde es laut öffentlichem Protokoll vom derzeitig geschäftsführenden BM Krethe. Aus meiner Sicht hat niemand der dem Antrag zustimmenden Ratsmitglieder/innen seine Arbeit im Stadtrat auch nur ansatzweise richtig verstanden und ausgeübt. Aber auch diese Damen und Herren, anscheinend alles Vasallen des Helden werden die Quittung wohl spätestens bei der nächsten Stadtratswahl erhalten. Um mit den Worten eines ehemaligen Berliner Oberbürgermeisters zu enden: UND DAS IST GUT SO!

  22. Frieder Zimmermann

    Bei Reinhard Mey hat sich in diesem Blog schon Mancher bedient. Jetzt darf ich auch mal.

    Gute Nacht, Maggus! Es wird Zeit für dich zu gehn.
    Glaub mir, das war’s. Ich wette
    Meine letzte Zigarette.
    Jetzt ist es um dich geschehen.

    Für jeden Tag, den du früher gehst, hab Dank.
    Nimm all dein Geld und geh, gesund oder krank.
    Schließlich ging es dir doch nur um Geld.
    Das war doch das wichtigste dir auf der Welt.

    Gute Nacht, Maggus…

    Sag Dank für die Zeit, die ich mit dir vergeudet hab
    und für unsre Geduld, von der es viel für dich gab.
    Komm nicht zurück aus der Kur, sondern geh!
    Denn die Tür ist dann zu, in der ich dich schon stehn seh.

    Gute Nacht, Maggus…

    Wir haben viel zu lang nicht gefragt,
    was dir’s bringt, ob es lohnt.
    Vielleicht liegt es daran, dass als Bürger man meint,
    dass ein SPD-Mann sozial nie nur scheint.

    Gute Nacht, Maggus …

  23. Markus Haase

    Weder GWG noch HGO konnten das Geschäft realisieren
    Aber die HGO kann sich das teuerste Grundstück (Gradinger) Oppenheims leisten……..
    Herr Held wer soll ihnen noch irgendwas glauben?
    Die knapp 400.000€ für den Blumenzauber sind ein Witz gegen die jetzt schon mehr als 1.000.000€ für den Gradingerdeal.

    • HRE

      und die ca. 1,4 Mio €, mit der sie sich rd. 5.000qm Baugrundstücksflächen im Neubaugebiet in 2015/16 gesichert hat…

  24. Bernd Harth-Brinkmann

    Köstlich Herr Zimmermann,
    Ich bin gespannt auf ihr Buch “die Windradmafia” habe ich bestellt und soll morgen geliefert werden.

  25. W.H.

    Die Verbandsgemeindeverwaltung Rhein-Selz wird auch zu prüfen haben, ob im Zusammenhang mit den beiden privaten Grundstückstransaktionen (An- und kurzfristiger Verkauf) eine Gewerbeanmeldung erforderlich war und evtl. versäumt wurde.

    Interessant wäre auch zu erfahren, ob und welche Institute die Transaktionen kreditiert haben.

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