Oppenheim-Skandal: SPD-Aufstand gegen Marcus Held

Oppenheims SPD-Stadtbürgermeister steht zunehmend isoliert dar – in seiner Stadt, aber auch in seiner Partei. Die unsägliche Entgleisung von Ex-Landrat Claus Schick (SPD) beim Neujahrsempfang, die von den Besuchern bejohlt und von Marcus Held kritiklos hingenommen wurde, schlägt weitere Wellen: Schriftlich fordern jetzt die Jusos Mainz-Bingen die Kreis-SPD zum Einschreiten auf. Gestandene SPD-Politiker der Region haben sich dem Schreiben angeschlossen. 

Auf der Homepage der Stadt Oppenheim lässt sich Marcus Held für „seinen“ Neujahrsempfang noch feiern: „Mehr als 400 Gäste durfte die Stadt Oppenheim zu ihrem alljährlichen Neujahrsempfang in der Landskronhalle begrüßen“, liest man dort. Der Text lässt glauben, dass eine Messe der selbstgefälligen Lobpreisung gefeiert wurde mit ganz viel Weihrauch für den Stadtbürgermeister: Der habe im letzten Jahr stets „das Wohl der Stadt im Blick gehabt“ und ihr so einen „Boom“ und eine „dynamische Entwicklung nach oben“ beschert.

In Wahrheit ist die städtische Feierstunde, bei der Marcus Held aus der klammen Stadtkasse erneut großzügig Kaffee und Kuchen für alle spendierte, längst zu einem politischen Desaster geworden. Erst musste der Stadtbürgermeister miterleben, wie ein alternativer Neujahrsempfang, zu dem seine Kritiker eingeladen hatten, überraschend viele Gäste lockte: Die setzten damit ein deutliches Zeichen gegen die von Held gepflegte Verschwendung städtischen Geldes.

Vollends zum Fiasko wurde der städtische Neujahrsempfang aber „dank“ eines Parteifreundes: Ex-Landrat Claus Schick (SPD) hatte in seiner Rede die kritischen Presseberichte zum Oppenheim-Skandal als „Pogrom“ bezeichnet. Er nutzte damit ein Wort, mit dem die gewaltsamen Ausschreitungen gegen Juden im Dritten Reich bezeichnet werden. Die Parteimitglieder im Saal johlten zustimmend. Und was tat Marcus Held? Er schritt nicht ein. Er schaute zu und sagte nichts.

SPD-Kreisvorsitzender Salvatore Barbaro hat sich inzwischen offiziell distanziert („Der Vergleich mit den dunkelsten Kapiteln der deutschen Geschichte ist völlig unangemessen.“) und damit aus dem Hochamt für Held einen veritablen Tiefpunkt dessen Amtszeit gemacht. Aber damit nicht genug:

Jetzt meldeten sich die Jusos Mainz-Bingen zu Wort – und ihnen schlossen sich ein gutes Dutzend Mandatsträger der SPD an, darunter Landtagsabgeordnete und Bürgermeister: Ex-Landrat Schick relativiere die Pogrome der 30er Jahre, „die auch in Oppenheim stattfanden und die in keiner Relation zur aktuellen Situation stehen“, schreibt Juso-Vorsitzender Daniel Baldy an den Kreisvorstand und an alle Mandatsträger der SPD Mainz-Bingen. Sein Schreiben klingt, als wolle er die Kreis-SPD wachrütteln: Die müsse endlich eingreifen und „eine öffentliche Entschuldigung” fordern.


Ex-Landtagsabgeordneter: Ich schäme mich für diese Vorgänge


Thomas Stritter ist Rechtsanwalt in Ingelheim und seit mehr als 40 Jahren SPD-Mitglied. Er war Juso-Chef in Ingelheim, Vorsitzender des SPD-Ortsvereins, Mitglied des Stadtrates. Er saß im Vorstand des SPD-Unterbezirks Mainz-Bingen, im Vorstand des Bezirks Rheinhessen und auch im Landtag Rheinland-Pfalz. Jetzt hat dieser Vollblut-Sozialdemokrat zu den Vorgängen in Oppenheim einen offenen Brief geschrieben, den wir im Wortlaut veröffentlichen:


Die Unschuldsvermutung gilt für alle, so auch für den Oppenheimer Bürgermeister und Bundestagsabgeordneten Markus Held. Allerdings ist von unseren Politikern zu erwarten, dass sie sich in besonderem Maße vorbildlich verhalten und öffentliche Verantwortung übernehmen, wenn Fehlverhalten im Amt das öffentliche Ansehen ihres Amtes nachhaltig beschädigt.


Im Falle Marcus Held lesen wir seit etwa einem Jahr von Vorwürfen gegen ihn, die letztlich dazu führten, dass die Staatsanwaltschaft gegen ihn ermittelt und der Landesrechnungshof ihm bereits ein Fehlverhalten in der Amtsführung bescheinigt hat.


Marcus Held und seine Unterstützer setzen sich über diese schwerwiegenden Vorgänge und den mittlerweile laut gewordenen Bürgerprotest in unzumutbarer Weise hinweg. Vergleiche mit der Verfolgung von Juden sind ebenso unerträglich, wie geschichtsblind. Auch dieses eskalierende Verhalten ist letztlich geeignet, Marcus Held, seine Ämter, aber auch die Partei, der er, ebenso wie ich selbst angehört, nachhaltigen Schaden zuzufügen. Es ist an der Zeit, ein Parteiordnungsverfahren durch die zuständigen Parteigremien einzuleiten.


Marcus Held wäre anzuraten, zu seinem Selbstschutz und Wahrung von Anstand und Würde, rasch die Konsequenzen zu ziehen und seine öffentlichen Ämter bis zur endgültigen rechtlichen Klärung ruhen zu lassen und, sollten sich die Vorwürfe bestätigen, diese unverzüglich niederzulegen. Nur so können die Ermittlungen in sachlicher Neutralität zu Ende geführt werden und weiterer Schaden von seinen Ämtern und der SPD abgewendet werden.


Ich schreibe dies, weil ich mich für diese Vorgänge als langjähriges Mitglied der SPD schäme, auch dafür, dass zuständige Parteigremien nicht eingreifen und öffentlich Stellung beziehen.


Die selbstbewusste Nachwuchs-Organisation der Sozialdemokraten, die zuletzt mit ihrer No-GroKo-Kampagne die SPD auf Bundesebene gehörig aufgemischt hatte, geht in ihrem anderthalbseitigen Schreiben aber über die Schick-Entgleisung hinaus. Es wird auch deutliche Kritik an Marcus Held und seiner Amtsführung geübt:

Dokumentiert: Der Brief der Jusos, den mehrere SPD-Politiker mitunterzeichneten.

Mit der Veröffentlichung des Rechnungshofberichts lägen nun Fakten vor, „die mit unserem Verständnis von sozialdemokratischer Kommunalpolitik nicht vereinbar sind und zu denen sich in unseren Augen auch die SPD Mainz-Bingen äußern muss“. Ein kritischer Umgang mit Fehlern müsse Bestandteil des sozialdemokratischen Selbstverständnisses sein;  die Vorwürfe hätten der Kreispartei bereits einen massiven Vertrauensverlust eingebracht, „den wir nicht länger tatenlos hinnehmen möchten“.

„Wir können und wollen nicht länger stillschweigend diese Vorgänge hinnehmen“, schreiben die Jungsozialisten. Seit Monaten immer neue Enthüllungen im Oppenheim-Skandal mit immer neuen Held-Affären, jetzt auch noch die unsägliche Schick-Entgleisung – es reicht offenbar: „Was wir als SPD Mainz-Bingen jetzt brauchen ist eine klare Stellungnahme zu der aktuellen Debatte in Rhein-Selz“, heißt es in dem Brief.

Unter dem Schreiben stehen als Mitunterzeichner mehrere Namen, die den Brief zu einem gefährlichen Sprengsatz machen. Es sind (alphabetisch geordnet):

Wolfgang Bärnwick (SPD-Vorstand Ingelheim), Dominik Brill
 (SPD-Vorstand Ingelheim), Ralf Claus (SPD-Oberbürgermeister Ingelheim), Thomas Glück (Vorsitzender SPD Bodenheim, Vorsitzender SPD-Fraktion im Verbandsgemeinderat Bodenheim), Ralf Graßmann (SPD-Kreisvorstand Mainz-Bingen), Sebastian Hamann (SPD-Stadtrat Ingelheim, Vorsitzender Bingen-Innenstadt), Thomas Hammann (SPD-Kreisvorstand Mainz-Bingen, Mitglied im Gemeinderat Bubenheim, Mitglied im Verbandsgemeinderat Gau-Algesheim), Felix Harth
 (SPD-Fraktion Ingelheim), Jan Hofmann (Vorsitzender SPD-Verband Gau-Algesheim), Michael Hüttner (SPD-Landtagsabgeordneter), Nina Klinkel (SPD-Landtagsabgeordnete), Norbert Külzer (SPD-Fraktionsvorsitzender Ingelheim), Claudia Lörsch (Stellv. SPD-Vorsitzende in Mainz-Bingen, Mitglied im Kreistag Mainz-Bingen), Roland Schäfer (Vorsitzender SPD Ingelheim), Philipp Staudinger (Vorsitzender SPD Bingen), Sabine Stock (Vorsitzende SPD Nierstein und Schwabsburg, Kreisvorstand), Thomas Stritter (Ex-Landtagsabgeordneter der SPD), Martin Weidmann (SPD-Ortsbürgermeister Heidesheim), Rouven Winter (SPD-Kreistag Mainz-Bingen, Vorsitzender SPD Bingen-Ost)

Es sind allesamt gestandene Sozialdemokraten, die dem Oppenheim-Skandal und dem Treiben von Marcus Held  nicht länger schweigend zuschauen wollen. Damit gerät der Affären belastete Stadtbürgermeister jetzt massiv unter  Druck: Die Demonstranten, die seit Jahresbeginn jeden Montag in immer größerer Zahl – diese Wochen waren es schon rund 300 – auf dem Rathausplatz gegen seine “Herrschaft” protestieren und seinen Rücktritt verlangen, mag Held ignorieren können. Aber wenn die eigenen Partei-Mitglieder aufstehen und den Flurschaden, den er angerichtet hat, auch als Beschädigung sozialdemokratischer Grundwerte und Prinzipien ausmachen: Dann können auch die Verantwortlichen in der SPD nicht länger wegschauen und so tun, als sei gar nichts geschehen.

63 Gedanken zu „Oppenheim-Skandal: SPD-Aufstand gegen Marcus Held

  1. Markus Haase

    Bin mal gespannt wann das südliches (SPD) Rheinhessen aufwacht.

    • Zeehr

      Das Endspiel hat begonnen.
      Da wollte Claus Schick dem Marcus helfen und hat mit seinem unsäglichen Vergleich die schlafenden (oder zum Teil sicher auch: lauernden) Genossen zumindest im Norden geweckt.
      Die Verbannung auf den Kühkopf oder Kisselwörth ist nur noch eine Frage der Zeit.
      Da würde ihm im Moment aber auch das (Hoch)Wasser bis zum Hals stehen.

    • Dr. Volkhart Rudert

      Eigentlich bin ich da ganz zuversichtlich, denn SPD-Mitglieder mit Charakter und Anstand gibt es sicher zahlreich auch in den südlichen Landkreisen Rheinhessens. Sie werden den Mut haben aufzustehen und sich der besorgten Bürgerschaft anschließen; es kann doch wohl nicht sein, dass die lokalen Fehlentwicklungen bereits Teile unseres Landkreises durch “Parteifeudalismus” (Anm.: aus der Rede von Herrn Darmstadt beim alternativen Neujahrsempfang in Oppenheim aufgegriffen!) mundtot gemacht haben sollten.
      Wir leben in einer freien Demokratie, steht auf und zeigt Euch, wehrt Euch auch gegen die Verunglimpfung einer freien Presse. Oppenheim wirkt, es ist erlebte Demokratie. Auf dem Marktplatz demonstrieren keine Parteien, sondern Bürger aus Oppenheim, reiht Euch ein.

    • D. Mayer

      Mit der SPD Worms im südlichsten Rheinhessen gab es innerparteilich sehr früh beständigen Gegenwind:

      Wann immer sich Marcus Held als Kandidat oder zu Zeiten Klaus Hagemanns als sogenannter B-Kandidat für den Bundestag aufstellen ließ, hatte er Wormser Gegenkandidaten und die SPD Rheinhessen eine bessere Alternative…

      Jetzt ist es verdammt nochmal Aufgabe der SPD Oppenheim, der SPD Rhein-Selz und der SPD Mainz-Bingen kommunalpolitisch für sich selbst zu retten, was aus Gründen des Eigennutzes für die (über-)nächsten Wahlen noch zu retten ist. Die offenen Schreiben sind ein ordentlicher Beginn. Hoffentlich beginnt auch in der SPD Oppenheim ein Umdenken und ein Aufstand echter Sozis.

  2. Andreas Schauer

    Bitte nicht Kisselwörth. Einen Strandbadbeauftragten können wir uns in Nackenheim nicht leisten …

  3. Henning Biedert

    Zitat: Marcus Held wäre anzuraten, zu seinem Selbstschutz und Wahrung von Anstand und Würde, rasch die Konsequenzen zu ziehen und seine öffentlichen Ämter bis zur endgültigen rechtlichen Klärung ruhen zu lassen und, sollten sich die Vorwürfe bestätigen, diese unverzüglich niederzulegen.

    Den Zeitpunkt, um Anstand und Würde zu wahren, hat Held schon lange verpasst. Endlich ist die SPD aufgewacht. Viel zu spät. Rücktritt jetzt! Ich erwarte auch, dass Held sein Bundestagsmandat zurückgibt. Andernfalls ist nur auf baldige Neuwahlen zu hoffen. Die SPD wird ihn wohl nicht mehr auf einen sicheren Listenplatz setzen.

  4. Frau Flämig

    Zensur im Skandal?

    Wenn man bei google.de
    exakt nach
    „Thomas Stritter“ „Marcus Held“
    sucht, findet man nichts!! auch nicht Ihren spannenden Artikel, Herr Ruhmöller dafür aber sehr wohl auf
    metager.de

    Mit freundlichen Grüßen

    Frau Flämig

    • Jupp

      Nö, google hat eigene Such-Algoryhtmen, und die funktionieren wunderbar. Geben Sie nur Marcus Held ein, taucht der Blog ganz oben auf, Herr Ruhmöller ist da offenbar fit.

      • Frau Flämig

        Mit Verlaub – Ich suchte exakt NUR nach Artikeln, in denen sowohl „Thomas Stritter“ als AUCH „Marcus Held“ vorkommen.
        Das hat google.de nicht geleistet – dafür aber metager.de

        Mit freundlichen Grüßen

        Frau Flämig

        • Jupp

          Das mag ja sein. Wie gesagt, Algoryhtmus. Zudem das Wort „Stritter“ nicht so oft gesucht werden dürfte, als dass es beim Ranking von google& Co. weit nachnoben rutscht.

          Im übrigen auch ganz schön verwegen zu glauben, dass der globale Gigant google etwas zensiert, um sich auf die Helden-Seite zu schlagen. Da habendie google-Chefs andere Dimensionen …

      • Jupp

        Mag sein, die Treffer sind vom Algorhytmus abhängig. Aber bei google kommt schnell zu den Stichwörtern das passende Ergebnis.

      • Frau Flämig

        Vielen Dank für den Hinweis – ist das nicht 100% echte „Nibelungentreue“ ?

        • Jupp

          Verstehe die Frage jetzt nicht. Keine Suchmaschine schlägt sich auf irgndeine Seite, Frau Flämig.

  5. K. Scherning

    Lange hat es gedauert bis zumindest die nördliche SPD jetzt nach Monaten der Willkür endlich klare Stellung bezogen hat. Sollte jetzt der Rest der SPD auch noch klar Stellung beziehen, dann wäre unser Oppenheim wieder handlungsfähig. Auch könnten die Bürger, und um die geht es hier, wieder in Frieden und Dialog zusammen leben. Man kann sich nur wünschen, das die SPD als älteste Partei Deutschlands sich schnell erneuert, Bundesweit, und dann wirklich als Soziale Partei Deutschlands fungiert.
    Möchte nicht wissen wieviel Wählerstimmen unser Herr Held die SPD gekostet hat!

  6. Hans-Georg Keßler

    Falls MH sein Bundestagsmandat niederlegt, wird Carsten Kühn aus Mainz nachrücken. Ein Umstand, der zusätzlichen innerparteilichen Druck erzeugen wird.

  7. Peter Bemmann

    Seit langer Zeit ist bei mir wieder mal das Gefühl aufgekommen, dass es wirklich noch Politiker mit Anstand gibt – Hut ab, Respekt und Danke Herr Stritter.

    Ich würde mir wünschen, dass die SPD auf noch mehr Genossen wie Sie zählen kann, denn dann hätte die SPD vielleicht noch eine Zukunft.

  8. Roland Bürger

    Die Stellungnahme von Stritter und den Jusos sowie die Unterschriften sind eine Klatsche für Held, Schick, den SPD-Paten Michael Reitzel und weite Kreise der SPD. Die billigen Verteidigungsversuche Reitzels für seinen Freund Held rücken jetzt in das richtige Licht: für Reitzel und Held gilt, nun deutlich erkennbar, eine andere Moral als für Sozialdemokraten, denen Politik und Moral kein Gegensatz sind. Die Schreiben von Jusos und Stritter sind auch ein Schlag ins Gesicht aller Oppenheimer SPD-Stadträte, die den destruktiven Kurs der Vetternwirtschaft und rechtswidrigen Kungelei von Held, Reitzels &Co immer mitgetragen haben. Sie sind im Sinne der Anklage ihrer Genossen alle mit schuldig. Sie müssen allesamt ihre Sachen packen. Am besten fängt die SPD-Fraktionsvorsitzende Stephanie Kloos Mal damit an. – Für die Oppenheimer SPD beginnen jetzt schwere Zeiten.

    • MB

      Was sagen denn die 2015 wieder zum Leben erweckten Jusos Rhein-Selz dazu? Gibt es die eigentlich noch? Die Facebookseite jedenfalls nicht mehr… Aber vielleicht sind die Herren Meidinger, Singh, Mohr und Co. mit anderen Dingen beschäftigt? Im Gegensatz zu den Bundes-Jusos probt hier keiner den Aufstand.

  9. E.G.

    Liebe JUSOS,

    euer Schritt ist mutig.
    Vielen Dank dafür!

    Meine Bitte,
    kommt bitte am Montag mit zur Demo!

    Vielleicht ist es ja so, dass der Volljurist ja gar nicht mal lesen kann..
    Dann sieht er euch!
    Ihr seid ihm ja persönlich bekannt..
    Schließlich war er, wie man auf dem Bild auf eurer Homepage entnehmen kann, bei euren letzten Vorstandswahlen mit dabei.

    Auch alle anderen SPD’ler sollten kommen und damit zum Ausdruck bringen, dass das, was Marcus macht, kein SPD System ist!

    • T-A-M-O

      An alle Unterzeichner von den Jusos und der SPD,

      Hut ab, so stellt man sich volksnahe Politik vor!

      Super !!!

    • Cora Navratil

      Ich schließe mich dieser Bitte gerne an.
      Die Bürger sollen spüren das sie endlich ernst genommen werden.

      Vielen Dank für euren mutigen Schritt

  10. U.R.

    Der viel größere Aufschrei müsste eigentlich aus der Berliner Parteizentrale kommen. Wie kann die SPD-Parteiführung es dulden, dass die charkterliche Grundprägung ihrer Bundestagsabgeordneten alles andere als anständig, vorbildlich und zum Wohle der Bürger ist.
    Gerade bei einer Partei, die mittlerweile zum 17 % Verein verkommt, muss die Führung darauf achten, dass die Vertreter im Bundestag als Vorbilder agieren. Wer sich auf kommunaler Ebene mit brachialer Engstrinigkeit über alle politischen Gepflögenheiten hinwegsetzt, sich heldenhaft über jeden Anstand und geltendes Recht erhebt, hat seinen Anspruch verwirkt die Interessen des gesamten Landes mit zu gestalten. Solche Charaktere braucht kein Mensch in unserer Politk.

  11. E.G.

    @MB

    Entschuldigung, über Meidinger ( in der letzten Zeit vermehrt als Fahrer für Held im Einsatz) aber auch Singh und Mohr werden da absolut nix tun!

    Wie Sie ben Berichten dieser Seite entnehmen können, arbeiten alle 3 direkt für Herrn Held.

    Und auch den jeweils weiten Arbeitsplatz in der öffentlichen Hand hat auch Herr Held für Sie beschafft.

  12. F J J

    Erfreulich ist, dass Teile der SPD, wohlgemerkt nur Teile, endlich Held zum Rücktritt oder dass er wenigstens seine “Ämter” ruhen lässt, auffordern. Noch erfreulicher wäre, wenn Justitia endlich – und hoffentlich im Sinne der gleichen Gerechtigkeit für alle – ein Urteil fällen würde. Aber vergessen wir doch nicht bei all der neuen Hoffnung, dass das Held tatsächlich stützende SPD-Umfeld schweigt und ihn somit weiter trägt!

    Hat man denn schon was vom (SPD) VG-Bgm. Penzer oder gar dem Vorsitzenden der VG-SPD-Fraktion Michael Reitzel gehört, außer Unterstützung für Held und Schmach über seine Gegner? Und tut nicht der Landesvorsitzende der SPD und Innenminister Lewentz auf Anfrage der CDU so, als wäre in der Causa Held überhaupt kein Grund zum Handeln gegeben? Warum sollte dann die SPD-Fraktion im Oppenheimer Stadtrat auch nur die Spur eines Mit-Schuld-Gefühls haben dafür, dass sie nichts nachgefragt, kontrolliert und allzu oft gar nicht mitbestimmt hat – sondern alles einfach durchgewinkt hat, was der Herr und Meister diktiert hat? Und hat diese Fraktion jemals nachgehakt, wenn gar an ihr vorbei diktiert wurde? Richtig ist, dass diese Fraktion komplett aufgelöst werden müsste – genau wie Held denkt dort keiner an Rücktritt! Man würde ja auch seine schönen, bezahlten Pfründe verlieren… Vor allem für die uns bestens vertretenden Politprofis ohne jede Berufserfahrung völlig unerträglich! Wovon sollen sie denn leben?

    Es ist nicht Frechheit, sondern blanke Unverschämtheit, die hier immer noch Siege feiert. Und das mit Rückenwind der VG-Dirigenten und dem Segen aus Mainz.

  13. Muckel

    Marcus Held und seine Ja-Sager der SPD-Fraktion kommen mir vor wie ein Geisterfahrer auf der Autobahn der bei der Polizei anruft und zahlreiche Falschfahrer meldet, die ihm entgegenkämen!
    Es wird immer einsamer um die Helden. Immer mehr Mitglieder und Verantwortliche der SPD erkennen, dass man sich lossagen muss, um nicht noch weiter in den Abgrund gerissen zu werden. In den Gemeinden rund um Oppenheim wird schon seit längerem nicht mehr nur hinter vorgehaltener Hand davon gesprochen, dass ein Rücktritt Helds unumgänglich sei. Wäre nicht die Angst vor der Abstrafung durch Herrn Reitzel, wäre das schon längst öffentlich geschehen. Mit dem Rückhalt der prominenten Verfasser des SPD-Brandbriefes können sich die aber auch jetzt aus der Deckung wagen. Held weiß, dass er keine Zukunft mehr in Oppenheim und verheizt seine Getreuen! Aber Mitleid ist hier nicht angesagt. Die Zeit ist reif für einen Rücktritt von Held und seinen Unterstützern im Stadtrat. Mal sehen wer das größte Ehrgefühl hat und zuerst zurücktritt, bzw. Sein Mandat niederlegt. Mut ist gefragt, denn besser ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken (Held) ohne Ende!!!

    • O.S.

      Liebe/r Muckel,

      ich möchte nur ergänzen, dass die SPD Oppenheim zur Kommunalwahl eine Liste mit 22 Kandidatinnen und Kandidaten aufgestellt hat und ich wage mal die kühne These, dass das alles Unterstützer von Herrn Held sind. Die Oppenheimer Bürger haben von diesen 22 Personen dann zwölf in den Rat gewählt. Die nicht gewählten Kandidatinnen und Kandidaten der SPD würden dann einfach nachrücken.

      Und die Stimmung der SPD in Oppenheim ist doch auch viele Monate nach dem Bekanntwerden der Vorwürfe gegen den Bürgermeister aktuell mehr als prima, wenn man der Berichterstattung der Presse folgt: http://www.allgemeine-zeitung.de/lokales/oppenheim/oppenheim/beim-spd-neujahrsempfang-in-oppenheim-gibt-es-grosse-solidaritaet-mit-marcus-held_18436474.htm

      Da lese ich zumindest keine Krisenstimmung heraus und auch die sich jetzt in einem öffentlichen Brief kritisch äußernden Sozialdemokraten haben eines gemeinsam: Sie wohnen bis auf Ausnahme des einen Bodenheimers nicht im Bundestagswahlkreis von Marcus Held!

      Und ich muss und will es jetzt einfach mal hier für die Allgemeinheit loswerden: Hat sich denn bislang schon mal überhaupt ein SPD-Politiker aus Helds großem Bundestagswahlkreis die letzte Zeit irgendwo gegen ihn gestellt? Landrat Göhrisch (Kreis Alzey-Worms) vielleicht? Die SPD-Landtagsabgeordneten Guth (Worms), Anklam-Trapp (Oppenheim-Wonnegau) oder Sippel (Alzey)? Der Wormser SPD-Oberbürgermeister Kissel? Die SPD-Verbandsbürgermeister Scherer (Sprendlingen), Bothe (Monsheim) oder Rocker (Wöllstein) (man möge mir verzeihen, falls ich jemanden mehr oder weniger Wichtigen vergessen haben sollte). Oder hat überhaupt mal wenigstens irgendein SPD-Ortsvorsitzender im Bundestagswahlkreis mal öffentlich wenigstens Ansätze von Kritik geäußert?
      Das ist übrigens der ganze Kreis an Personen, die Sie noch vor vier Monaten auf Großplakaten überall im Wahlkreis gesehen haben, schön nach Verbandsgemeinden sortiert. “Wir mit Marcus Held!” war der Slogan. Und ich habe noch von keiner dieser damals dort abgebildeten örtlichen Funktionären quer durch den ganzen Wahlkreis bis heute auch nur ansatzweise irgendwo vernehmen können, dass sie ihre Meinung geändert hätten.
      Sie etwa? (Der Herr Kram aus Oppenheim gilt hier aber nicht als Beispiel, der ist seit Jahren kein SPD-Funktionär mehr)

      • Muckel

        Liebe/r 0.S.,
        Ich bin mir sehr sicher, dass keiner das Ratsmandat annehmen würde. Hat man doch das Glück gehabt vorher nicht im Rat zu sein und jetzt als Mitschuldiger da zu stehen. Was will man außerdem machen, wenn der Kopf weg ist? Wer gibt den Damen und Herren den Weg vor? Wer soll denn das Vordenken übernehmen? Da will keiner der SPD-Liste mehr in die Verantwortung. Außerdem hat der Auflösungsprozess doch gerade erst begonnen…

        • Markus Haase

          Ist noch nicht lange her, das ein neuer, in den Stadtrat aufgerückt ist, immerhin ein Polizist, der sich sicherlich, mit Recht und Gesetz, genauso gut auskennt, wie man es von einem Volljurist erwartet.
          Meiner Meinung nach, sind alle im Stadtrat sitzenden SPD Mitglieder, Parteilose und auch der ein oder andere CDUler verbrannt (damit will ich niemanden verurteilen, es wir Gründe geben oder gegeben haben, warum sie sich so verhalten).
          Mitleid habe ich mit denen, egal welcher Partei, die danach den Job übernehmen. Sie werden genau beobachtet, kritisiert und angeprangert. Sie werden, sich sicher auch sagen lassen müssen, bei Held war alles besser (wenn auch teurer).
          Kürzungen bringen keine Sympathie und auch keine Wähler (das wußte auch ein Herr Held).
          Feiern wir eben etwas kleiner (meist auch gemütlicher), sparen an Beauftragten und andere bezahlten Ehrenämter, man muss eben auch mal die A….backen zusammen kneifen damit sich was bessert.

      • D. Mayer

        Der Wöllsteiner SPD-Vorsitzende Johannes Brüchert (auch SPD-Beigeordneter der Ortsgemeinde Wöllstein und Mitglied der SPD-Kreistagsfraktion Alzey-Worms) hatte bereits zu Beginn des Skandals öffentlich hinterfragt, ob Marcus Held noch der richtige Mann für unseren Wahlkreis Alzey-Worms-Oppenheim sei.

        Außerdem hat die SPD Worms unserem roten Weinritter Marcus Held fast immer Steine auf den Weg zum Bundestag gelegt, denn sie stellte parteiintern regelmäßig Gegenkandidaten auf – um einen dort weniger geschätzten Marcus Held als unseren B-Kandidaten bzw. Kandidaten zu verhindern.

        Jetzt versucht jene SPD Mainz-Bingen gegen Marcus Held zu opponieren, deren Bundestagswahlkreis Mainz (inkl. Teile von Mainz-Bingen) ohne eigenen Abgeordneten (Carsten Kühl) dasteht.

        Ich wünsche ihnen mehr Erfolg, als er der Wormser Sozialdemokratie unter ihrem Vorsitzenden Jens Guth beschieden gewesen ist: Aber gegen den damaligen Landrat Claus Schick und die beiden Landtagsabgeordneten Kathrin Anklam-Trapp und Heiko Sippel als Fürsprecher von Marcus Held – und gegen die Erfolgsgeschichte an SPD-Wählern in der Stadt Oppenheim – hatte die SPD Worms weniger entgegenzusetzen – vor allem viel weniger Mitglieder und somit Delegiertenstimmen.

        In der SPD im Wahlkreis muss deshalb das Umdenken insbesondere in Oppenheim, in Alzey-Worms und teils im zweigeteilten Mainz-Bingen (also im Wahlkreisgebiet von Marcus Held) stattfinden!

  14. AnonymusXL

    In Gedanken machen wohl schon viele ihr Kreuz auf dem Wahlzettel wieder bei der SPD….. die Partei welche über ein Jahr lang geschwiegen hat und jetzt nachdem der Druck offensichtlich zu groß wird endlich Mal eine Reaktion zeigt. Reagieren wenn es gar nicht mehr anders geht ist keineswegs ein Zeichen von Solidarität, hier steht der Selbsterhaltungstrieb der Damen und Herren wohl ehr im Vordergrund. Last euch nicht blenden und vor Toresschluss schon wieder zu Stimmvieh deckradieren. In der Regel sind Politiker solange anständig bis sie gewählt sind. Eins ist Fakt, eine Partei namens SPD wird es für mich nicht mehr geben. Allerdings ist die Sache vermutlich nicht zu Ende gedacht…… Was kommt nach MH? Seine Getreuen jedenfalls werden für Oppenheim keine freiwilligen Dienste mehr tun und uns “bösen Aufständischen” an den Pranger stellen wenn Mal im Wäldchen Müll liegt oder im Paradies die Sträucher wuchern oder oder oder……… Darüber sollte man sich durchaus schon jetzt Gedanken machen damit das Konzept am Tag 1 nach MH zumindest in Grundzügen schon Mal steht. Lange dauert es ja wohl nicht mehr!!!!!

  15. Anonymous

    Einfach abhauen und zurücktreten geht gar nicht ;zuerst muss die Zeche bezahlt werden bevor mAn die Wirtschaft verlässt. Auf was wartet die Staatsanwaltschaft noch? Die Rechnung ist doch nun längst aufgeschrieben.
    JH

  16. Elke

    Das große Schweigen der SPD.

    Bis tief in die Landesregierung ist Totenstille eingetreten – warum?
    Warum lässt sich die SPD-RLP von MH so massiv beschädigen?
    Weiß Marcus Held, über seine Partei, mehr als man sich vorstellen kann?
    Wie viele Genossen/innen könnte Held beschädigen, wenn ihn die Partei fallen lässt?
    Das Pfeifen von Thomas Stritter findet vielleicht nur im Dunkeln statt?
    Was ist mit dem MH-Freund, dem MdL aus Alzey?
    Warum wurde Michael Simon kaltgestellt – System-SPD?

    SPD = 17%, Tendenz fallend!

    • Thomas S.

      @Elke,

      denke, dass Marcus Held in seiner Partei viele beschädigen könnte.
      Wer so mit seiner Stadt umgeht, hat sicherlich auch weitreichende Informationen (System-SPD) über seine Genossen. Held weiß nämlich, dass der größte Feind immer hinter der Haustür sitzt. Und bei der SPD, im Kreis Alzey-Worms, ist das Schweigen besonders groß – wen wunderts?

  17. M.D.

    Heute 12:00 Uhr SWR 4 Nachrichten, Herr Held sucht das Gespräch mit den Jusos, ein Rücktritt von seinen
    ( angesammelten ) Ämtern findet nicht statt. Fragen Kienzle ?

    • T-A-M-O

      Arbeitet der auch mal etwas für sein Bürgermeistergehalt, was schließlich von unseren Steuern bezahlt wird, oder ist er in dieser Zeit nur für sich persönlich und die SPD unterwegs?

      Die Demonstranten demonstrieren auch in ihrer Freizeit, wenn sie Feierabend haben!

  18. Frieder Zimmermann

    “Spät kommt Ihr – doch Ihr kommt!”, heißt es in Schillers Wallenstein, und möchte man den Jusos und denen, die den Offenen Brief mit unterschrieben haben, zurufen. Solidarität ist ja gerade den Genossen ein hohes Gut und wird gelegentlich auch über die Schmerzgrenze hinaus praktiziert. Zuletzt konnte man das am lange aufrecht erhaltenen Beistand für den SPD-Bundestagsabeordneten Michael Hartmann in dem Ermittlungsverfahren wegen des Kosums von Crystal Meth und dessen Verstrickung in die Edathy-Affäre erleben, bei der die SPD-Bundestagsfraktion sogar die Anwaltskosten übernahm.

    Weil Marcus Held, anders als Hartmann, der sich 2016 aus der Politik zurück zog, die Fähigkeit zur Einsicht fehlt, entzieht ihm nun offenbar seine Partei sukzessive die Solidarität. Die Dramaturgie ist klar strukturiert. Als erster meldete sich ein Genosse aus Wöllstein, eine Gemeinde im Westen von Held Wahlkreis, und sagte, man müsse sich schon fragen “ob die Person, die für die Partei vorne steht, dieses Vertrauen noch hat”, und forderte, sich mit neuen Gesichtern neu aufzustellen. (SPD-Kreistagsmitglied Johannes Brüchert, AZ 18.10.2017)

    Danach begab man sich in der SPD zur Winterruhe in der Hoffnung auf eine dichte Schneedecke, unter der das Gären zum Erliegen kommen werde. Doch der Schnee kam nicht, statt dessen der Bericht des Landesrechnungshofs, und Helds Weihnachtsbotschaft befriedete nicht, sondern provozierte. Seitdem ist in Oppenheim nichts mehr, wie es vorher war, und die SPD stellt mit Entsetzen fest, dass der Punkt, ab dem Genossen-Solidarität überstrapaziert wird, inzwischen weit überschritten ist.

    Als erste kündigten der ehemalige Stadtrat und VG-Beigeordnete Thorsten Kram und der ehemalige Landtagsabgeordnete Thomas Stritter dem Genossen Marcus Held die Gefolgschaft. Jetzt setzen sich offenbar die Protagonisten der SPD im nördlichen Rheinhessen komplett von ihm ab. Und nicht nur von Held, sondern auch vom ehemaligen Landrat Claus Schick, der 25 Jahre lang wie der kleine Kurfürst durch den Kreis zog und sich den Ring küssen ließ und jetzt einem Organ der freien Presse wegen eines kritischen Kommentars das Schüren von Pogromstimmung unterstellt und sich damit in die Phalanx der Dummbeutel der Pegida einreiht, die “Lügenpresse” blökt.

    Natürlich schwingt noch die Enttäuschung mit, die die Niederlage des Nordens bei der Listenaufstellung zur Bundestagswahl 2017 auslöste, als die Stimmenmehrheit des Südens Marcus Held auf Platz vier hievte und Carsten Kühl auf den verlorenen Platz 10 schob. Deshalb tut sich auch die SPD im Süden noch schwer damit, sich von Held abzusetzen. Vor gerade neun Monaten haben sie ihm bei der Landesvertreterversammlung ihr Vertrauen geschenkt, vor vier Monaten haben sie intensiv wenn auch erfolglos Wahlkampf für ihn gemacht. Sich einzugestehen, auf das falsche Pferd gesetzt zu haben, fällt den Genossen südlich der Selz noch schwer.

    Aber die Götterdämmerung ist da, auch wenn sie von vielen auch in Oppenheim noch nicht gesehen wird, obwohl sie über der Stadt steht wie einst der Stern über Bethlehem. Noch sind viele vom Glanz des Helden geblendet, sogar CDU-Leute wie Rüdiger Spangenberg. Doch das Fundament bröckelt, der Superheld wankt. Sein Fall ist nur noch eine Frage der Zeit. Und höchste Zeit ist es, strukturell, programmatisch und letztlich auch personell die Zeit danach zu planen.

    • D. Mayer

      Ganz im Norden und ganz im Süden von Rheinhessen sind in der SPD sehr viele schon von Beginn an Held-sekptischer gewesen. Dort sind Gerüchte kolportiert (und ernster genommen) worden. Dort sind nennenswerte Genossen schon vor über einem Jahrzehnt keine besten Parteifreunde von Held gewesen. Siehe Wormser Gegenkandidaten auf dem Weg zur Nominierung von Marcus Held als (B-)Kandidat für den Bundestag.

      Für die SPD im “Norden” fällt es leichter, Marcus Held scharf anzugehen: Wenn Marcus Held fällt, rückt ihr Carsten Kühl nach.

      Für die SPD im südlicheren Alzey-Worms muss ich bestätigen, dass das Eingeständnis, aufs falsche Pferd gesetzt zu haben, schwer fällt. Ganz besonders Landrat und Landtagsabgeordneten. Aber einige kritische Genossen gab es in der SPD Alzey-Worms auch schon immer – nur eben in der Parteispitze viel zu wenige!

      Für manch andere – und ganz besonders in der SPD Worms – ist es einfach blöde, die Kontakte nach Berlin zu verlieren. An Marcus Held als Person hängen sie dort aber meines Wissens traditionell weniger bis kaum. Einen weiteren Wahlkampf für Marcus Held zu führen, wird mindestens in der Nibelungenstadt nicht mehr zu vermitteln sein.

  19. Jupp

    Mich wundert, ist der sich nur zögerlich formierende Widerstand -in Oppenheim weniger als außerhalb. Denn was Held und Konsorten der Partei für einen massiven Schaden weit über die Stadtgrenzen hinaus zufügen, kann keinem waschechtem SPDler (wie z.B. Herrn Kram, der ja deutliche Worte gefunden hat) gefallen. Wahrscheinlich verwechseln viele die Partei mit der Person und sehen die Kritik als Angriff gegen eben die Partei und nicht als Kritik am Held-Gebaren. Denn der verkörpert null die Ideale der SPD, der nimmt die drei Buchstaben nur als Zugpferd, um selber Vorteile ziehen zu können. Als SPDler würde ich den Abgang Helds eher heute als morgen fordern.

      • Anne C.

        Hallo Karl,
        Jupp hat vielleicht eine dicke Augenbinde, die ihm höchstwahrscheinlich den Blick, auch über Oppenheim hinaus, verstellt (Nibelungentreue).
        Auch ich bin davon überzeugt, dass die SPD noch weiter abstürzt. Die Bürger haben begriffen, dass das SPD-Fürstentum Rheinhessen mehr zu bieten hat als eine fragwürdige Politik.

        Und Jupp wird dabei zu den ewig Gestrigen gehören.

        • Jupp

          So langsam, Anne, zweifel ich an ihrem Textverständnis – soll ich einfacher schreiben, damit es bei Ihnen ankommt?

          Randbemerkung für Anne und Karl, Karl, Karl: Der Absturz der SPD im Bund hat noch nur marginal mit Held zu tun (so wichtig ist der glücklicherweise bundesweit nicht) , sondern damit, dass Schulz rumeiert und die breite Wählerschaft der Partei eine GroKo viel weniger will als die Parteispitze.

          Ich schreibe „noch nur marginal mit Held“, weil es momentan nur lokal Wahlverhalten beeinflusst. Als SPdler hätte ich die Befürchtung dass sich das ausweitet und überregional Schaden anrichtet – deswegen sollten die lieber heute als morgen den Rücktritt fordern.

      • Elke

        @Karl,
        Jupp bringt wenigstens etwas Humor mit seiner ewig gestrigen SPD-Meinung in den Blog!
        Wir sollten Jupp fragen, ob er noch keine Belobigung von MH erhalten hat?

        Übrigens sehe ich die SPD auch im Keller.

        Nun hat die SPD auch noch Michael Simon kaltgestellt.

        • Jupp

          @Elke: Wenn Sie bei mir auch nur ansatzweise Pro-Held-Haltung sehen, verstehen Sie genausowenig wie Anne. Und was heißt sollten: Fragen Sie meine Chance doch einfach…

          Im übrigen sehen nicht Sie die SPD im Blindflug, sondern die Umfragen.

    • J.

      Irgendwie sind hier scheinbar einige “Jupp-isiert”.
      Ob Anne, Karl, oder Elke mir scheint da liegt eine schwere juppisierung auf Grund eines anderen Jupps vor.
      Dieser hatte, gefühlt vor ca. 3-4 Wochen tatsächlich eine pro Held Haltung eingenommen.

      Bei dem was der obige Jupp schreibt ist von einer “Heldenverehrung” nichts mehr zu lesen, viel mehr sehe ich den Wunsch nach einer “Heldendämmerung” 🙂

      • Jupp

        Zeigt erschreckend, wie wenig eine vernünftige Diskussion nicht nur mit dem Held-Lager, sondern in Teilen auch mit den Held-Kritikern möglich ist (obwohl Polemik generell entlarvend und bei der Faktenlage überflüssig ist). Stimmung in Oppenheim ist halt leider doch vergiftet, hoffentlich ändert sich das wieder.

  20. Anonymous

    Die Götterdämmmerung beginnt ,wurden Mitarbeiter bisher unter Druck gesetzt illegales auszuführen tritt in der VG eine Umkehrung der Verhältnisse statt. Penzer ordnet nun mit Verweis auf denUntetsuchungsbericht an sich strikt an die Vorgaben zu halten. Mitarbeiter, die unter bisherigen Verhältnissen versucht haben, ihre Arbeit korrekt gemacht haben sind nun total irritiert und verstehen die Welt nicht mehr

    Also Ende der Bagatellisierung des Berichts. Es ist also doch etwas daran. Nur die Aufklärung Penzers geht in die falsche Richtung. Die Aufklärung muss nach oben gehen: der Strippenzieher von Selzen, dem die Herren in Kadavergehorsam folgen, muss begreifen, dass die Autoren des Berichts nicht bestochen sind,sondern ein präzises Abbild der katastrophalen Verhältnisse in VG und Stadt geleistet haben.

    Die Verhältnisse können sich nur ändern, wenn neben dem Verschwinden Helds der Kopf der Hydra, Reitzel abgeschlagen wird und die beiden anderen ausführenden Schergen, Penzer und der kleine Rasierklingenverkäufer aus Nierstein, die ihm auf dem Schoß sitzen, verschwinden.

    Noch etwas, auf die verheerenden menschlichen Spuren, die diese Herren hinterlassen haben, wurde m. E viel zu wenig eingegangen. Es wurden Existenzen zerstört, Menschen öffentlich gedemütigt,niedergeschrien und in physische und psychische Krankheit getrieben (Hallenbad, Kindergärten)). Diese Leute haben nur ihre Arbeit gemacht – hatten aber alle kein Parteibuch. Sie wurden dann durch willfährige Parteimitglieder ersetzt, die dann funktionieren mussten. Ein Schicksal, das allerdings auch nicht erstrebenswert ist.

    Bleibt zu hoffen, dass dieser Spuk bald vorbei ist.
    JH

    • Daniel Byczkowski

      Danke für den Kommentar. Jetzt weiß ich, das nicht nur Herr Held mich weg gemobbt hat, sondern die ganze Bande.

    • Daniel Byczkowski

      Noch mall, vielen Dank für die Erläuterung. Jetzt weiß ich, das nicht nur Herr Held mich weg gemobbt hat, sondern die ganze Clique.

  21. O.S.

    Die Allgemeine Zeitung Landskrone hat das gestern aufgegriffen und berichtet sogar genauer über die Vorgänge im Rechnungsprüfungsausschuss:
    http://www.allgemeine-zeitung.de/lokales/oppenheim/oppenheim/fuer-oppenheims-stadtbuergermeister-held-wird-es-ungemuetlich-jusos-schreiben-brandbrief_18473241.htm

    Am heutigen Donnerstagabend (25.01.) findet um 19.00h im Rathaus Oppenheim eine öffentliche Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses statt, bei der laut Tagesordnung viele vom Landesrechnungshof angesprochenen Punkte im Vorfeld der nächsten Stadtratssitzung diskutiert werden sollen.

    Vielleicht gehen da ja mal ein paar Mitdiskutanten dieses Blogs, die in Oppenheim wohnen, heute Abend hin und berichten hier mal aus ihrer Sicht über den Ablauf der Sitzung. Die oppositionelle Ausschussminderheit aus AL und CDU würde sich bestimmt schon allein durch die Anwesenheit einer breiteren Öffentlichkeit unterstützt fühlen.

    • Thomas S.

      Zu Oliver Riedel (SPD):

      „Oliver Riedel (SPD) begründet seine Abwesenheit bei der Stadtratssitzung, in Oppenheim, mit Anfeindungen gegen seine Person und beruft sich hierbei auf eine angebliche „Verleumdungs-Plattform.“

      Das Verhalten von Oliver Riedel ist sehr bedauerlich und auch nicht nachvollziehbar. Als verantwortlicher Mitarbeiter der VG Rhein-Selz, kann man sich durch Abwesenheit nicht aus der Verantwortung stehlen.

      Was steckt tatsächlich hinter Riedels Aktion?

      Uns allen ist bekannt, dass Oliver Riedel der Schwager des MdL Sippel (SPD) aus Alzey ist. Und der MdL Sippel wiederum ist ein enger Freund unseres „Helden“.

      Soll Oliver Riedel nun aus der politischen Schusslinie genommen werden, da man gute Freunde und deren Familien in der SPD nicht beschädigt?
      Herr Riedel kann doch bestimmt belegen, dass er NICHT auf Zuruf gearbeitet hat – oder?

      Wer nichts zu verbergen hat, der kann auch antreten!

      • Holger

        @Thomas S.:
        Die Aktion von Oliver Riedel könnte evtl. auch als Arbeitsverweigerung angesehen werden.

      • S.

        Werter Thomas S.,

        Ihre Darstellung der “guten Freunde” möchte ich für Leser außerhalb der Region noch etwas ergänzen: Herr Riedel ist Mitarbeiter von Herrn Penzer und zugleich der Schwager von MdL Sippel (direkt gewählter SPD-Landtagsabgeordneter in Helds Bundestagswahlkreis) und war gleichzeitig B-Kandidat von Frau Anklam-Trapp (ebenfalls direkt gewählte Landtagsabgeordnete in Helds Bundestagswahlkreis, die Stadt Oppenheim liegt in ihrem Landtagswahlkreis, zugleich ist sie Vorsitzende der SPD im Landkreis Alzey-Worms) und die wiederum ist die Lebensgefährtin des Wormser Oberbürgermeisters Michael Kissel (SPD), ebenfalls in Helds Bundestagswahlkreis usw.

        Da verwundert es zumindest nicht sehr, dass es in der SPD im südlichen Rheinhessen bislang bezüglich Marcus Held so ruhig geblieben ist und vermutlich noch lange bleibt. Für eine Kritik an ihm wäre es aus diesen Reihen ohnehin längst zu spät, da waren die Genossen rund um Mainz schneller.

        • J.

          Werter S. ,

          verstehe ich Sie richtig, dass Frau Anklam-Trapp die Partnerin des Wormer OBs ist?
          Das nennt man dann wohl die Familie/Freundes umspannende Netzwerk Technik der “Helden”. Held als Spinne im Netz der Familie/Freunde. 😉

          • D. Mayer

            Sie verstehen es richtig.

            Und Oliver Riedel verweigert auch für mich seine Arbeit, so dass ihm Klaus Penzer aus meiner Sicht sogar berechtigt kündigen dürfte – sogar ggfs. inklusive irgendwelcher Schadensersatzansprüche.

          • S.

            Werte/r J.,

            ja, und das ist ja auch kein Skandal an sich oder ein wirkliches Geheimnis (mehr) und letztlich deren Privatsache.
            Die parteiinternen Verflechtungen im Bundestagswahlkreis von Marcus Held sind aber eben umfangreicher als es vielleicht scheint.
            Wenn Frau Anklam-Trapp bei jeder Gelegenheit in Oppenheim auftritt (aber wie gesagt, es ist ihr Wahlkreis) und dort Marcus Held demonstrativ unterstützt (z.B. Anfang Januar beim SPD Neujahrsempfang in Oppenheim), kann man halt von ihrem Lebenspartner in Worms keine laute Kritik an MH erwarten. Die gab es von ihm sicherlich zu Beginn der Bundeskarriere von Held mal, aber da war der Wormser OB auch noch andersweitig liiert. Und der OB weiß wiederum, dass ein Rücktritt von Marcus Held als MdB derzeit dazu führen würde, dass die SPD in Worms erstmals seit 1949 keinen SPD-Mann in der Hauptstadt hätte. Und Kontakte dahin schaden ja nichts, wenn man im nächsten Jahr als OB für acht Jahre wiedergewählt werden möchte. Der ganze “Fall Marcus Held” ist eben viel komplexer als es zunächst scheint und wenn jeder ein paar Puzzlestücke beiträgt, wird das Gesamtbild auch klarer.

  22. CWS

    Ich bin eifriger Blog-Leser und Mitdemonstrant für ein erneuertes Oppenheim. Allerdings denke ich, dass wir uns alle auch überlegen sollten, was nach einem (leider kaum zu erwartenden) eventuellen Rücktritt von Herrn Held auf uns zukommt. Die logische Folge 1. Beigeordneter Bodderas oder 2. Beigeordneter Krethe (Liste kann weitergeführt werden) ist genauso indiskutabel. Hier würde Herr Held nur durch einen anderen Namen ersetzt, würde aber weiter das Heft in der Hand halten. Und solange ein Herr Spangenberg von der CDU im Rechnungsprüfungsausschuss eine Entlastung unseres Helden befürwortet und eine nötige Offenlegung der Rechnungen nicht fordert, habe ich auch damit Bauchschmerzen. Es sollte geprüft werden, ob es die Möglichkeit gibt, dass eine überparteiliche Bürgergruppe aus engagierten Oppenheimer Bürgern und von der Landrätin bestimmten Fachleuten bis zur nächsten Wahl eine Sondierung der Lage und mögliche Wege aus der Misere erarbeiten könnte. Und im Hinblick auf die nächste Kommunalwahl sollten sich alle Parteien mal in Klausur begeben und nachdenken, dass in erster Linie das Wohl der Stadt und nicht das Wohl der Partei oder ihres Anführers im Vordergrund stehen sollte.

    • D. Mayer

      Zurücktreten müssten in der Stadt Oppenheim:

      – Stadtbürgermeister Marcus Held
      – seine Beigeordneten
      – seine Beauftragten
      – seine SPD-Stadträte

      Alles andere ist billige Augenwischerei.

    • T-A-M-O

      Hallo Sven aus Oppenheim

      Was soll er denn auch noch sagen, es würde Ihm sowieso kaum noch jemand glauben!

      • Rainer G.

        Richtig, es ist alles gesagt. Und bis auf die mimimi-Nummer und Rumgepolter „hohoho, der Anonymous ist entlarvt, hohoho“) kommt doch eh nichts.

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