Oppenheim-Skandal: SPD-Aufstand gegen Marcus Held

Oppen­heims SPD-Stadt­bür­ger­meis­ter steht zuneh­mend iso­liert dar – in sei­ner Stadt, aber auch in sei­ner Par­tei. Die unsäg­li­che Ent­glei­sung von Ex-Land­rat Claus Schick (SPD) beim Neu­jahrs­emp­fang, die von den Besu­chern bejohlt und von Mar­cus Held kri­tik­los hin­ge­nom­men wur­de, schlägt wei­te­re Wel­len: Schrift­lich for­dern jetzt die Jusos Mainz-Bin­gen die Kreis-SPD zum Ein­schrei­ten auf. Gestan­de­ne SPD-Poli­ti­ker der Regi­on haben sich dem Schrei­ben ange­schlos­sen. 

Auf der Home­page der Stadt Oppen­heim lässt sich Mar­cus Held für „sei­nen“ Neu­jahrs­emp­fang noch fei­ern: „Mehr als 400 Gäs­te durf­te die Stadt Oppen­heim zu ihrem all­jähr­li­chen Neu­jahrs­emp­fang in der Lands­kron­hal­le begrü­ßen“, liest man dort. Der Text lässt glau­ben, dass eine Mes­se der selbst­ge­fäl­li­gen Lob­prei­sung gefei­ert wur­de mit ganz viel Weih­rauch für den Stadt­bür­ger­meis­ter: Der habe im letz­ten Jahr stets „das Wohl der Stadt im Blick gehabt“ und ihr so einen „Boom“ und eine „dyna­mi­sche Ent­wick­lung nach oben“ beschert.

In Wahr­heit ist die städ­ti­sche Fei­er­stun­de, bei der Mar­cus Held aus der klam­men Stadt­kas­se erneut groß­zü­gig Kaf­fee und Kuchen für alle spen­dier­te, längst zu einem poli­ti­schen Desas­ter gewor­den. Erst muss­te der Stadt­bür­ger­meis­ter mit­er­le­ben, wie ein alter­na­ti­ver Neu­jahrs­emp­fang, zu dem sei­ne Kri­ti­ker ein­ge­la­den hat­ten, über­ra­schend vie­le Gäs­te lock­te: Die setz­ten damit ein deut­li­ches Zei­chen gegen die von Held gepfleg­te Ver­schwen­dung städ­ti­schen Gel­des.

Voll­ends zum Fias­ko wur­de der städ­ti­sche Neu­jahrs­emp­fang aber „dank“ eines Par­tei­freun­des: Ex-Land­rat Claus Schick (SPD) hat­te in sei­ner Rede die kri­ti­schen Pres­se­be­rich­te zum Oppen­heim-Skan­dal als „Pogrom“ bezeich­net. Er nutz­te damit ein Wort, mit dem die gewalt­sa­men Aus­schrei­tun­gen gegen Juden im Drit­ten Reich bezeich­net wer­den. Die Par­tei­mit­glie­der im Saal johl­ten zustim­mend. Und was tat Mar­cus Held? Er schritt nicht ein. Er schau­te zu und sag­te nichts.

SPD-Kreis­vor­sit­zen­der Sal­va­to­re Bar­ba­ro hat sich inzwi­schen offi­zi­ell distan­ziert („Der Ver­gleich mit den dun­kels­ten Kapi­teln der deut­schen Geschich­te ist völ­lig unan­ge­mes­sen.“) und damit aus dem Hoch­amt für Held einen veri­ta­blen Tief­punkt des­sen Amts­zeit gemacht. Aber damit nicht genug:

Jetzt mel­de­ten sich die Jusos Mainz-Bin­gen zu Wort – und ihnen schlos­sen sich ein gutes Dut­zend Man­dats­trä­ger der SPD an, dar­un­ter Land­tags­ab­ge­ord­ne­te und Bür­ger­meis­ter: Ex-Land­rat Schick rela­ti­vie­re die Pogro­me der 30er Jah­re, „die auch in Oppen­heim statt­fan­den und die in kei­ner Rela­ti­on zur aktu­el­len Situa­ti­on ste­hen“, schreibt Juso-Vor­sit­zen­der Dani­el Bal­dy an den Kreis­vor­stand und an alle Man­dats­trä­ger der SPD Mainz-Bin­gen. Sein Schrei­ben klingt, als wol­le er die Kreis-SPD wach­rüt­teln: Die müs­se end­lich ein­grei­fen und „eine öffent­li­che Ent­schul­di­gung“ for­dern.


Ex-Landtagsabgeordneter: Ich schäme mich für diese Vorgänge


Tho­mas Strit­ter ist Rechts­an­walt in Ingel­heim und seit mehr als 40 Jah­ren SPD-Mit­glied. Er war Juso-Chef in Ingel­heim, Vor­sit­zen­der des SPD-Orts­ver­eins, Mit­glied des Stadt­ra­tes. Er saß im Vor­stand des SPD-Unter­be­zirks Mainz-Bin­gen, im Vor­stand des Bezirks Rhein­hes­sen und auch im Land­tag Rhein­land-Pfalz. Jetzt hat die­ser Voll­blut-Sozi­al­de­mo­krat zu den Vor­gän­gen in Oppen­heim einen offe­nen Brief geschrie­ben, den wir im Wort­laut ver­öf­fent­li­chen:


Die Unschulds­ver­mu­tung gilt für alle, so auch für den Oppen­hei­mer Bür­ger­meis­ter und Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­ten Mar­kus Held. Aller­dings ist von unse­ren Poli­ti­kern zu erwar­ten, dass sie sich in beson­de­rem Maße vor­bild­lich ver­hal­ten und öffent­li­che Ver­ant­wor­tung über­neh­men, wenn Fehl­ver­hal­ten im Amt das öffent­li­che Anse­hen ihres Amtes nach­hal­tig beschä­digt.


Im Fal­le Mar­cus Held lesen wir seit etwa einem Jahr von Vor­wür­fen gegen ihn, die letzt­lich dazu führ­ten, dass die Staats­an­walt­schaft gegen ihn ermit­telt und der Lan­des­rech­nungs­hof ihm bereits ein Fehl­ver­hal­ten in der Amts­füh­rung beschei­nigt hat.


Mar­cus Held und sei­ne Unter­stüt­zer set­zen sich über die­se schwer­wie­gen­den Vor­gän­ge und den mitt­ler­wei­le laut gewor­de­nen Bür­ger­pro­test in unzu­mut­ba­rer Wei­se hin­weg. Ver­glei­che mit der Ver­fol­gung von Juden sind eben­so uner­träg­lich, wie geschichts­blind. Auch die­ses eska­lie­ren­de Ver­hal­ten ist letzt­lich geeig­net, Mar­cus Held, sei­ne Ämter, aber auch die Par­tei, der er, eben­so wie ich selbst ange­hört, nach­hal­ti­gen Scha­den zuzu­fü­gen. Es ist an der Zeit, ein Par­tei­ord­nungs­ver­fah­ren durch die zustän­di­gen Par­tei­gre­mi­en ein­zu­lei­ten.


Mar­cus Held wäre anzu­ra­ten, zu sei­nem Selbst­schutz und Wah­rung von Anstand und Wür­de, rasch die Kon­se­quen­zen zu zie­hen und sei­ne öffent­li­chen Ämter bis zur end­gül­ti­gen recht­li­chen Klä­rung ruhen zu las­sen und, soll­ten sich die Vor­wür­fe bestä­ti­gen, die­se unver­züg­lich nie­der­zu­le­gen. Nur so kön­nen die Ermitt­lun­gen in sach­li­cher Neu­tra­li­tät zu Ende geführt wer­den und wei­te­rer Scha­den von sei­nen Ämtern und der SPD abge­wen­det wer­den.


Ich schrei­be dies, weil ich mich für die­se Vor­gän­ge als lang­jäh­ri­ges Mit­glied der SPD schä­me, auch dafür, dass zustän­di­ge Par­tei­gre­mi­en nicht ein­grei­fen und öffent­lich Stel­lung bezie­hen.


Die selbst­be­wuss­te Nach­wuchs-Orga­ni­sa­ti­on der Sozi­al­de­mo­kra­ten, die zuletzt mit ihrer No-Gro­Ko-Kam­pa­gne die SPD auf Bun­des­ebe­ne gehö­rig auf­ge­mischt hat­te, geht in ihrem andert­halb­sei­ti­gen Schrei­ben aber über die Schick-Ent­glei­sung hin­aus. Es wird auch deut­li­che Kri­tik an Mar­cus Held und sei­ner Amts­füh­rung geübt:

Doku­men­tiert: Der Brief der Jusos, den meh­re­re SPD-Poli­ti­ker mit­un­ter­zeich­ne­ten.

Mit der Ver­öf­fent­li­chung des Rech­nungs­hof­be­richts lägen nun Fak­ten vor, „die mit unse­rem Ver­ständ­nis von sozi­al­de­mo­kra­ti­scher Kom­mu­nal­po­li­tik nicht ver­ein­bar sind und zu denen sich in unse­ren Augen auch die SPD Mainz-Bin­gen äußern muss“. Ein kri­ti­scher Umgang mit Feh­lern müs­se Bestand­teil des sozi­al­de­mo­kra­ti­schen Selbst­ver­ständ­nis­ses sein; die Vor­wür­fe hät­ten der Kreis­par­tei bereits einen mas­si­ven Ver­trau­ens­ver­lust ein­ge­bracht, „den wir nicht län­ger taten­los hin­neh­men möch­ten“.

Wir kön­nen und wol­len nicht län­ger still­schwei­gend die­se Vor­gän­ge hin­neh­men“, schrei­ben die Jung­so­zia­lis­ten. Seit Mona­ten immer neue Ent­hül­lun­gen im Oppen­heim-Skan­dal mit immer neu­en Held-Affä­ren, jetzt auch noch die unsäg­li­che Schick-Ent­glei­sung – es reicht offen­bar: „Was wir als SPD Mainz-Bin­gen jetzt brau­chen ist eine kla­re Stel­lung­nah­me zu der aktu­el­len Debat­te in Rhein-Selz“, heißt es in dem Brief.

Unter dem Schrei­ben ste­hen als Mit­un­ter­zeich­ner meh­re­re Namen, die den Brief zu einem gefähr­li­chen Spreng­satz machen. Es sind (alpha­be­tisch geord­net):

Wolf­gang Bärn­wick (SPD-Vor­stand Ingel­heim), Domi­nik Brill
 (SPD-Vor­stand Ingel­heim), Ralf Claus (SPD-Ober­bür­ger­meis­ter Ingel­heim), Tho­mas Glück (Vor­sit­zen­der SPD Boden­heim, Vor­sit­zen­der SPD-Frak­ti­on im Ver­bands­ge­mein­de­rat Boden­heim), Ralf Graß­mann (SPD-Kreis­vor­stand Mainz-Bin­gen), Sebas­ti­an Hamann (SPD-Stadt­rat Ingel­heim, Vor­sit­zen­der Bin­gen-Innen­stadt), Tho­mas Ham­mann (SPD-Kreis­vor­stand Mainz-Bin­gen, Mit­glied im Gemein­de­rat Buben­heim, Mit­glied im Ver­bands­ge­mein­de­rat Gau-Alges­heim), Felix Harth
 (SPD-Frak­ti­on Ingel­heim), Jan Hof­mann (Vor­sit­zen­der SPD-Ver­band Gau-Alges­heim), Micha­el Hütt­ner (SPD-Land­tags­ab­ge­ord­ne­ter), Nina Klin­kel (SPD-Land­tags­ab­ge­ord­ne­te), Nor­bert Kül­zer (SPD-Frak­ti­ons­vor­sit­zen­der Ingel­heim), Clau­dia Lörsch (Stellv. SPD-Vor­sit­zen­de in Mainz-Bin­gen, Mit­glied im Kreis­tag Mainz-Bin­gen), Roland Schä­fer (Vor­sit­zen­der SPD Ingel­heim), Phil­ipp Stau­din­ger (Vor­sit­zen­der SPD Bin­gen), Sabi­ne Stock (Vor­sit­zen­de SPD Nier­stein und Schwabs­burg, Kreis­vor­stand), Tho­mas Strit­ter (Ex-Land­tags­ab­ge­ord­ne­ter der SPD), Mar­tin Weid­mann (SPD-Orts­bür­ger­meis­ter Hei­des­heim), Rou­ven Win­ter (SPD-Kreis­tag Mainz-Bin­gen, Vor­sit­zen­der SPD Bin­gen-Ost)

Es sind alle­samt gestan­de­ne Sozi­al­de­mo­kra­ten, die dem Oppen­heim-Skan­dal und dem Trei­ben von Mar­cus Held nicht län­ger schwei­gend zuschau­en wol­len. Damit gerät der Affä­ren belas­te­te Stadt­bür­ger­meis­ter jetzt mas­siv unter Druck: Die Demons­tran­ten, die seit Jah­res­be­ginn jeden Mon­tag in immer grö­ße­rer Zahl – die­se Wochen waren es schon rund 300 – auf dem Rat­haus­platz gegen sei­ne „Herr­schaft“ pro­tes­tie­ren und sei­nen Rück­tritt ver­lan­gen, mag Held igno­rie­ren kön­nen. Aber wenn die eige­nen Par­tei-Mit­glie­der auf­ste­hen und den Flur­scha­den, den er ange­rich­tet hat, auch als Beschä­di­gung sozi­al­de­mo­kra­ti­scher Grund­wer­te und Prin­zi­pi­en aus­ma­chen: Dann kön­nen auch die Ver­ant­wort­li­chen in der SPD nicht län­ger weg­schau­en und so tun, als sei gar nichts gesche­hen.

63 Gedanken zu „Oppenheim-Skandal: SPD-Aufstand gegen Marcus Held

    • T-A-M-O Antworten

      Hal­lo Sven aus Oppen­heim

      Was soll er denn auch noch sagen, es wür­de Ihm sowie­so kaum noch jemand glau­ben!

      • Rainer G. Antworten

        Rich­tig, es ist alles gesagt. Und bis auf die mimi­mi-Num­mer und Rum­ge­pol­ter „hoho­ho, der Anony­mous ist ent­larvt, hoho­ho“) kommt doch eh nichts.

  1. CWS Antworten

    Ich bin eif­ri­ger Blog-Leser und Mit­de­mons­trant für ein erneu­er­tes Oppen­heim. Aller­dings den­ke ich, dass wir uns alle auch über­le­gen soll­ten, was nach einem (lei­der kaum zu erwar­ten­den) even­tu­el­len Rück­tritt von Herrn Held auf uns zukommt. Die logi­sche Fol­ge 1. Bei­ge­ord­ne­ter Bod­de­ras oder 2. Bei­ge­ord­ne­ter Kre­the (Lis­te kann wei­ter­ge­führt wer­den) ist genau­so indis­ku­ta­bel. Hier wür­de Herr Held nur durch einen ande­ren Namen ersetzt, wür­de aber wei­ter das Heft in der Hand hal­ten. Und solan­ge ein Herr Span­gen­berg von der CDU im Rech­nungs­prü­fungs­aus­schuss eine Ent­las­tung unse­res Hel­den befür­wor­tet und eine nöti­ge Offen­le­gung der Rech­nun­gen nicht for­dert, habe ich auch damit Bauch­schmer­zen. Es soll­te geprüft wer­den, ob es die Mög­lich­keit gibt, dass eine über­par­tei­li­che Bür­ger­grup­pe aus enga­gier­ten Oppen­hei­mer Bür­gern und von der Land­rä­tin bestimm­ten Fach­leu­ten bis zur nächs­ten Wahl eine Son­die­rung der Lage und mög­li­che Wege aus der Mise­re erar­bei­ten könn­te. Und im Hin­blick auf die nächs­te Kom­mu­nal­wahl soll­ten sich alle Par­tei­en mal in Klau­sur bege­ben und nach­den­ken, dass in ers­ter Linie das Wohl der Stadt und nicht das Wohl der Par­tei oder ihres Anfüh­rers im Vor­der­grund ste­hen soll­te.

    • D. Mayer Antworten

      Zurück­tre­ten müss­ten in der Stadt Oppen­heim:

      - Stadt­bür­ger­meis­ter Mar­cus Held
      – sei­ne Bei­ge­ord­ne­ten
      – sei­ne Beauf­trag­ten
      – sei­ne SPD-Stadt­rä­te

      Alles ande­re ist bil­li­ge Augen­wi­sche­rei.

  2. O.S. Antworten

    Die All­ge­mei­ne Zei­tung Lands­kro­ne hat das ges­tern auf­ge­grif­fen und berich­tet sogar genau­er über die Vor­gän­ge im Rech­nungs­prü­fungs­aus­schuss:
    http://​www​.all​ge​mei​ne​-zei​tung​.de/​l​o​k​a​l​e​s​/​o​p​p​e​n​h​e​i​m​/​o​p​p​e​n​h​e​i​m​/​f​u​e​r​-​o​p​p​e​n​h​e​i​m​s​-​s​t​a​d​t​b​u​e​r​g​e​r​m​e​i​s​t​e​r​-​h​e​l​d​-​w​i​r​d​-​e​s​-​u​n​g​e​m​u​e​t​l​i​c​h​-​j​u​s​o​s​-​s​c​h​r​e​i​b​e​n​-​b​r​a​n​d​b​r​i​e​f​_​1​8​4​7​3​2​4​1​.​htm

    Am heu­ti­gen Don­ners­tag­abend (25.01.) fin­det um 19.00h im Rat­haus Oppen­heim eine öffent­li­che Sit­zung des Haupt- und Finanz­aus­schus­ses statt, bei der laut Tages­ord­nung vie­le vom Lan­des­rech­nungs­hof ange­spro­che­nen Punk­te im Vor­feld der nächs­ten Stadt­rats­sit­zung dis­ku­tiert wer­den sol­len.

    Viel­leicht gehen da ja mal ein paar Mit­dis­ku­tan­ten die­ses Blogs, die in Oppen­heim woh­nen, heu­te Abend hin und berich­ten hier mal aus ihrer Sicht über den Ablauf der Sit­zung. Die oppo­si­tio­nel­le Aus­schuss­min­der­heit aus AL und CDU wür­de sich bestimmt schon allein durch die Anwe­sen­heit einer brei­te­ren Öffent­lich­keit unter­stützt füh­len.

    • Thomas S. Antworten

      Zu Oli­ver Rie­del (SPD):

      Oli­ver Rie­del (SPD) begrün­det sei­ne Abwe­sen­heit bei der Stadt­rats­sit­zung, in Oppen­heim, mit Anfein­dun­gen gegen sei­ne Per­son und beruft sich hier­bei auf eine angeb­li­che „Ver­leum­dungs-Platt­form.“

      Das Ver­hal­ten von Oli­ver Rie­del ist sehr bedau­er­lich und auch nicht nach­voll­zieh­bar. Als ver­ant­wort­li­cher Mit­ar­bei­ter der VG Rhein-Selz, kann man sich durch Abwe­sen­heit nicht aus der Ver­ant­wor­tung steh­len.

      Was steckt tat­säch­lich hin­ter Rie­dels Akti­on?

      Uns allen ist bekannt, dass Oli­ver Rie­del der Schwa­ger des MdL Sip­pel (SPD) aus Alzey ist. Und der MdL Sip­pel wie­der­um ist ein enger Freund unse­res „Hel­den“.

      Soll Oli­ver Rie­del nun aus der poli­ti­schen Schuss­li­nie genom­men wer­den, da man gute Freun­de und deren Fami­li­en in der SPD nicht beschä­digt?
      Herr Rie­del kann doch bestimmt bele­gen, dass er NICHT auf Zuruf gear­bei­tet hat – oder?

      Wer nichts zu ver­ber­gen hat, der kann auch antre­ten!

      • Holger Antworten

        @Thomas S.:
        Die Akti­on von Oli­ver Rie­del könn­te evtl. auch als Arbeits­ver­wei­ge­rung ange­se­hen wer­den.

      • S. Antworten

        Wer­ter Tho­mas S.,

        Ihre Dar­stel­lung der „guten Freun­de“ möch­te ich für Leser außer­halb der Regi­on noch etwas ergän­zen: Herr Rie­del ist Mit­ar­bei­ter von Herrn Pen­zer und zugleich der Schwa­ger von MdL Sip­pel (direkt gewähl­ter SPD-Land­tags­ab­ge­ord­ne­ter in Helds Bun­des­tags­wahl­kreis) und war gleich­zei­tig B-Kan­di­dat von Frau Anklam-Trapp (eben­falls direkt gewähl­te Land­tags­ab­ge­ord­ne­te in Helds Bun­des­tags­wahl­kreis, die Stadt Oppen­heim liegt in ihrem Land­tags­wahl­kreis, zugleich ist sie Vor­sit­zen­de der SPD im Land­kreis Alzey-Worms) und die wie­der­um ist die Lebens­ge­fähr­tin des Worm­ser Ober­bür­ger­meis­ters Micha­el Kis­sel (SPD), eben­falls in Helds Bun­des­tags­wahl­kreis usw.

        Da ver­wun­dert es zumin­dest nicht sehr, dass es in der SPD im süd­li­chen Rhein­hes­sen bis­lang bezüg­lich Mar­cus Held so ruhig geblie­ben ist und ver­mut­lich noch lan­ge bleibt. Für eine Kri­tik an ihm wäre es aus die­sen Rei­hen ohne­hin längst zu spät, da waren die Genos­sen rund um Mainz schnel­ler.

        • J. Antworten

          Wer­ter S. ,

          ver­ste­he ich Sie rich­tig, dass Frau Anklam-Trapp die Part­ne­rin des Wor­mer OBs ist?
          Das nennt man dann wohl die Familie/Freundes umspan­nen­de Netz­werk Tech­nik der „Hel­den“. Held als Spin­ne im Netz der Familie/Freunde. 😉

          • D. Mayer

            Sie ver­ste­hen es rich­tig.

            Und Oli­ver Rie­del ver­wei­gert auch für mich sei­ne Arbeit, so dass ihm Klaus Pen­zer aus mei­ner Sicht sogar berech­tigt kün­di­gen dürf­te – sogar ggfs. inklu­si­ve irgend­wel­cher Scha­dens­er­satz­an­sprü­che.

          • S.

            Werte/r J.,

            ja, und das ist ja auch kein Skan­dal an sich oder ein wirk­li­ches Geheim­nis (mehr) und letzt­lich deren Pri­vat­sa­che.
            Die par­tei­in­ter­nen Ver­flech­tun­gen im Bun­des­tags­wahl­kreis von Mar­cus Held sind aber eben umfang­rei­cher als es viel­leicht scheint.
            Wenn Frau Anklam-Trapp bei jeder Gele­gen­heit in Oppen­heim auf­tritt (aber wie gesagt, es ist ihr Wahl­kreis) und dort Mar­cus Held demons­tra­tiv unter­stützt (z.B. Anfang Janu­ar beim SPD Neu­jahrs­emp­fang in Oppen­heim), kann man halt von ihrem Lebens­part­ner in Worms kei­ne lau­te Kri­tik an MH erwar­ten. Die gab es von ihm sicher­lich zu Beginn der Bun­des­kar­rie­re von Held mal, aber da war der Worm­ser OB auch noch anders­wei­tig liiert. Und der OB weiß wie­der­um, dass ein Rück­tritt von Mar­cus Held als MdB der­zeit dazu füh­ren wür­de, dass die SPD in Worms erst­mals seit 1949 kei­nen SPD-Mann in der Haupt­stadt hät­te. Und Kon­tak­te dahin scha­den ja nichts, wenn man im nächs­ten Jahr als OB für acht Jah­re wie­der­ge­wählt wer­den möch­te. Der gan­ze „Fall Mar­cus Held“ ist eben viel kom­ple­xer als es zunächst scheint und wenn jeder ein paar Puz­zle­stü­cke bei­trägt, wird das Gesamt­bild auch kla­rer.

  3. Anonymous Antworten

    Die Göt­ter­dämm­me­rung beginnt ‚wur­den Mit­ar­bei­ter bis­her unter Druck gesetzt ille­ga­les aus­zu­füh­ren tritt in der VG eine Umkeh­rung der Ver­hält­nis­se statt. Pen­zer ord­net nun mit Ver­weis auf den­Un­tet­su­chungs­be­richt an sich strikt an die Vor­ga­ben zu hal­ten. Mit­ar­bei­ter, die unter bis­he­ri­gen Ver­hält­nis­sen ver­sucht haben, ihre Arbeit kor­rekt gemacht haben sind nun total irri­tiert und ver­ste­hen die Welt nicht mehr

    Also Ende der Baga­tel­li­sie­rung des Berichts. Es ist also doch etwas dar­an. Nur die Auf­klä­rung Pen­zers geht in die fal­sche Rich­tung. Die Auf­klä­rung muss nach oben gehen: der Strip­pen­zie­her von Sel­zen, dem die Her­ren in Kada­ver­ge­hor­sam fol­gen, muss begrei­fen, dass die Auto­ren des Berichts nicht besto­chen sind,sondern ein prä­zi­ses Abbild der kata­stro­pha­len Ver­hält­nis­se in VG und Stadt geleis­tet haben.

    Die Ver­hält­nis­se kön­nen sich nur ändern, wenn neben dem Ver­schwin­den Helds der Kopf der Hydra, Reit­zel abge­schla­gen wird und die bei­den ande­ren aus­füh­ren­den Scher­gen, Pen­zer und der klei­ne Rasier­klin­gen­ver­käu­fer aus Nier­stein, die ihm auf dem Schoß sit­zen, ver­schwin­den.

    Noch etwas, auf die ver­hee­ren­den mensch­li­chen Spu­ren, die die­se Her­ren hin­ter­las­sen haben, wur­de m. E viel zu wenig ein­ge­gan­gen. Es wur­den Exis­ten­zen zer­stört, Men­schen öffent­lich gedemütigt,niedergeschrien und in phy­si­sche und psy­chi­sche Krank­heit getrie­ben (Hal­len­bad, Kin­der­gär­ten)). Die­se Leu­te haben nur ihre Arbeit gemacht – hat­ten aber alle kein Par­tei­buch. Sie wur­den dann durch will­fäh­ri­ge Par­tei­mit­glie­der ersetzt, die dann funk­tio­nie­ren muss­ten. Ein Schick­sal, das aller­dings auch nicht erstre­bens­wert ist.

    Bleibt zu hof­fen, dass die­ser Spuk bald vor­bei ist.
    JH

    • Daniel Byczkowski Antworten

      Dan­ke für den Kom­men­tar. Jetzt weiß ich, das nicht nur Herr Held mich weg gemobbt hat, son­dern die gan­ze Ban­de.

    • Daniel Byczkowski Antworten

      Noch mall, vie­len Dank für die Erläu­te­rung. Jetzt weiß ich, das nicht nur Herr Held mich weg gemobbt hat, son­dern die gan­ze Cli­que.

  4. Jupp Antworten

    Mich wun­dert, ist der sich nur zöger­lich for­mie­ren­de Wider­stand -in Oppen­heim weni­ger als außer­halb. Denn was Held und Kon­sor­ten der Par­tei für einen mas­si­ven Scha­den weit über die Stadt­gren­zen hin­aus zufü­gen, kann kei­nem wasch­ech­tem SPD­ler (wie z.B. Herrn Kram, der ja deut­li­che Wor­te gefun­den hat) gefal­len. Wahr­schein­lich ver­wech­seln vie­le die Par­tei mit der Per­son und sehen die Kri­tik als Angriff gegen eben die Par­tei und nicht als Kri­tik am Held-Geba­ren. Denn der ver­kör­pert null die Idea­le der SPD, der nimmt die drei Buch­sta­ben nur als Zug­pferd, um sel­ber Vor­tei­le zie­hen zu kön­nen. Als SPD­ler wür­de ich den Abgang Helds eher heu­te als mor­gen for­dern.

      • Anne C. Antworten

        Hal­lo Karl,
        Jupp hat viel­leicht eine dicke Augen­bin­de, die ihm höchst­wahr­schein­lich den Blick, auch über Oppen­heim hin­aus, ver­stellt (Nibe­lun­gen­treue).
        Auch ich bin davon über­zeugt, dass die SPD noch wei­ter abstürzt. Die Bür­ger haben begrif­fen, dass das SPD-Fürs­ten­tum Rhein­hes­sen mehr zu bie­ten hat als eine frag­wür­di­ge Poli­tik.

        Und Jupp wird dabei zu den ewig Gest­ri­gen gehö­ren.

        • Jupp Antworten

          So lang­sam, Anne, zwei­fel ich an ihrem Text­ver­ständ­nis – soll ich ein­fa­cher schrei­ben, damit es bei Ihnen ankommt?

          Rand­be­mer­kung für Anne und Karl, Karl, Karl: Der Absturz der SPD im Bund hat noch nur mar­gi­nal mit Held zu tun (so wich­tig ist der glück­li­cher­wei­se bun­des­weit nicht) , son­dern damit, dass Schulz rumei­ert und die brei­te Wäh­ler­schaft der Par­tei eine Gro­Ko viel weni­ger will als die Par­tei­spit­ze.

          Ich schrei­be „noch nur mar­gi­nal mit Held“, weil es momen­tan nur lokal Wahl­ver­hal­ten beein­flusst. Als SPd­ler hät­te ich die Befürch­tung dass sich das aus­wei­tet und über­re­gio­nal Scha­den anrich­tet – des­we­gen soll­ten die lie­ber heu­te als mor­gen den Rück­tritt for­dern.

      • Elke Antworten

        @Karl,
        Jupp bringt wenigs­tens etwas Humor mit sei­ner ewig gest­ri­gen SPD-Mei­nung in den Blog!
        Wir soll­ten Jupp fra­gen, ob er noch kei­ne Belo­bi­gung von MH erhal­ten hat?

        Übri­gens sehe ich die SPD auch im Kel­ler.

        Nun hat die SPD auch noch Micha­el Simon kalt­ge­stellt.

        • Jupp Antworten

          @Elke: Wenn Sie bei mir auch nur ansatz­wei­se Pro-Held-Hal­tung sehen, ver­ste­hen Sie genau­so­we­nig wie Anne. Und was heißt soll­ten: Fra­gen Sie mei­ne Chan­ce doch ein­fach…

          Im übri­gen sehen nicht Sie die SPD im Blind­flug, son­dern die Umfra­gen.

    • J. Antworten

      Irgend­wie sind hier schein­bar eini­ge „Jupp-isiert“.
      Ob Anne, Karl, oder Elke mir scheint da liegt eine schwe­re jup­pi­sie­rung auf Grund eines ande­ren Jupps vor.
      Die­ser hat­te, gefühlt vor ca. 3 – 4 Wochen tat­säch­lich eine pro Held Hal­tung ein­ge­nom­men.

      Bei dem was der obi­ge Jupp schreibt ist von einer „Hel­den­ver­eh­rung“ nichts mehr zu lesen, viel mehr sehe ich den Wunsch nach einer „Hel­den­däm­me­rung“ 🙂

      • Jupp Antworten

        Zeigt erschre­ckend, wie wenig eine ver­nünf­ti­ge Dis­kus­si­on nicht nur mit dem Held-Lager, son­dern in Tei­len auch mit den Held-Kri­ti­kern mög­lich ist (obwohl Pole­mik gene­rell ent­lar­vend und bei der Fak­ten­la­ge über­flüs­sig ist). Stim­mung in Oppen­heim ist halt lei­der doch ver­gif­tet, hof­fent­lich ändert sich das wie­der.

  5. Frieder Zimmermann Antworten

    Spät kommt Ihr – doch Ihr kommt!“, heißt es in Schil­lers Wal­len­stein, und möch­te man den Jusos und denen, die den Offe­nen Brief mit unter­schrie­ben haben, zuru­fen. Soli­da­ri­tät ist ja gera­de den Genos­sen ein hohes Gut und wird gele­gent­lich auch über die Schmerz­gren­ze hin­aus prak­ti­ziert. Zuletzt konn­te man das am lan­ge auf­recht erhal­te­nen Bei­stand für den SPD-Bun­des­tags­abe­ord­ne­ten Micha­el Hart­mann in dem Ermitt­lungs­ver­fah­ren wegen des Kos­ums von Crys­tal Meth und des­sen Ver­stri­ckung in die Eda­thy-Affä­re erle­ben, bei der die SPD-Bun­des­tags­frak­ti­on sogar die Anwalts­kos­ten über­nahm.

    Weil Mar­cus Held, anders als Hart­mann, der sich 2016 aus der Poli­tik zurück zog, die Fähig­keit zur Ein­sicht fehlt, ent­zieht ihm nun offen­bar sei­ne Par­tei suk­zes­si­ve die Soli­da­ri­tät. Die Dra­ma­tur­gie ist klar struk­tu­riert. Als ers­ter mel­de­te sich ein Genos­se aus Wöll­stein, eine Gemein­de im Wes­ten von Held Wahl­kreis, und sag­te, man müs­se sich schon fra­gen „ob die Per­son, die für die Par­tei vor­ne steht, die­ses Ver­trau­en noch hat“, und for­der­te, sich mit neu­en Gesich­tern neu auf­zu­stel­len. (SPD-Kreis­tags­mit­glied Johan­nes Brü­chert, AZ 18.10.2017)

    Danach begab man sich in der SPD zur Win­ter­ru­he in der Hoff­nung auf eine dich­te Schnee­de­cke, unter der das Gären zum Erlie­gen kom­men wer­de. Doch der Schnee kam nicht, statt des­sen der Bericht des Lan­des­rech­nungs­hofs, und Helds Weih­nachts­bot­schaft befrie­de­te nicht, son­dern pro­vo­zier­te. Seit­dem ist in Oppen­heim nichts mehr, wie es vor­her war, und die SPD stellt mit Ent­set­zen fest, dass der Punkt, ab dem Genos­sen-Soli­da­ri­tät über­stra­pa­ziert wird, inzwi­schen weit über­schrit­ten ist.

    Als ers­te kün­dig­ten der ehe­ma­li­ge Stadt­rat und VG-Bei­ge­ord­ne­te Thors­ten Kram und der ehe­ma­li­ge Land­tags­ab­ge­ord­ne­te Tho­mas Strit­ter dem Genos­sen Mar­cus Held die Gefolg­schaft. Jetzt set­zen sich offen­bar die Prot­ago­nis­ten der SPD im nörd­li­chen Rhein­hes­sen kom­plett von ihm ab. Und nicht nur von Held, son­dern auch vom ehe­ma­li­gen Land­rat Claus Schick, der 25 Jah­re lang wie der klei­ne Kur­fürst durch den Kreis zog und sich den Ring küs­sen ließ und jetzt einem Organ der frei­en Pres­se wegen eines kri­ti­schen Kom­men­tars das Schü­ren von Pogrom­stim­mung unter­stellt und sich damit in die Pha­lanx der Dumm­beu­tel der Pegi­da ein­reiht, die „Lügen­pres­se“ blökt.

    Natür­lich schwingt noch die Ent­täu­schung mit, die die Nie­der­la­ge des Nor­dens bei der Lis­ten­auf­stel­lung zur Bun­des­tags­wahl 2017 aus­lös­te, als die Stim­men­mehr­heit des Südens Mar­cus Held auf Platz vier hiev­te und Cars­ten Kühl auf den ver­lo­re­nen Platz 10 schob. Des­halb tut sich auch die SPD im Süden noch schwer damit, sich von Held abzu­set­zen. Vor gera­de neun Mona­ten haben sie ihm bei der Lan­des­ver­tre­ter­ver­samm­lung ihr Ver­trau­en geschenkt, vor vier Mona­ten haben sie inten­siv wenn auch erfolg­los Wahl­kampf für ihn gemacht. Sich ein­zu­ge­ste­hen, auf das fal­sche Pferd gesetzt zu haben, fällt den Genos­sen süd­lich der Selz noch schwer.

    Aber die Göt­ter­däm­me­rung ist da, auch wenn sie von vie­len auch in Oppen­heim noch nicht gese­hen wird, obwohl sie über der Stadt steht wie einst der Stern über Beth­le­hem. Noch sind vie­le vom Glanz des Hel­den geblen­det, sogar CDU-Leu­te wie Rüdi­ger Span­gen­berg. Doch das Fun­da­ment brö­ckelt, der Super­held wankt. Sein Fall ist nur noch eine Fra­ge der Zeit. Und höchs­te Zeit ist es, struk­tu­rell, pro­gram­ma­tisch und letzt­lich auch per­so­nell die Zeit danach zu pla­nen.

    • D. Mayer Antworten

      Ganz im Nor­den und ganz im Süden von Rhein­hes­sen sind in der SPD sehr vie­le schon von Beginn an Held-sekp­ti­scher gewe­sen. Dort sind Gerüch­te kol­por­tiert (und erns­ter genom­men) wor­den. Dort sind nen­nens­wer­te Genos­sen schon vor über einem Jahr­zehnt kei­ne bes­ten Par­tei­freun­de von Held gewe­sen. Sie­he Worm­ser Gegen­kan­di­da­ten auf dem Weg zur Nomi­nie­rung von Mar­cus Held als (B-)Kandidat für den Bun­des­tag.

      Für die SPD im „Nor­den“ fällt es leich­ter, Mar­cus Held scharf anzu­ge­hen: Wenn Mar­cus Held fällt, rückt ihr Cars­ten Kühl nach.

      Für die SPD im süd­li­che­ren Alzey-Worms muss ich bestä­ti­gen, dass das Ein­ge­ständ­nis, aufs fal­sche Pferd gesetzt zu haben, schwer fällt. Ganz beson­ders Land­rat und Land­tags­ab­ge­ord­ne­ten. Aber eini­ge kri­ti­sche Genos­sen gab es in der SPD Alzey-Worms auch schon immer – nur eben in der Par­tei­spit­ze viel zu weni­ge!

      Für manch ande­re – und ganz beson­ders in der SPD Worms – ist es ein­fach blö­de, die Kon­tak­te nach Ber­lin zu ver­lie­ren. An Mar­cus Held als Per­son hän­gen sie dort aber mei­nes Wis­sens tra­di­tio­nell weni­ger bis kaum. Einen wei­te­ren Wahl­kampf für Mar­cus Held zu füh­ren, wird min­des­tens in der Nibe­lun­gen­stadt nicht mehr zu ver­mit­teln sein.

  6. M.D. Antworten

    Heu­te 12:00 Uhr SWR 4 Nach­rich­ten, Herr Held sucht das Gespräch mit den Jusos, ein Rück­tritt von sei­nen
    ( ange­sam­mel­ten ) Ämtern fin­det nicht statt. Fra­gen Kienz­le ?

    • T-A-M-O Antworten

      Arbei­tet der auch mal etwas für sein Bür­ger­meis­ter­ge­halt, was schließ­lich von unse­ren Steu­ern bezahlt wird, oder ist er in die­ser Zeit nur für sich per­sön­lich und die SPD unter­wegs?

      Die Demons­tran­ten demons­trie­ren auch in ihrer Frei­zeit, wenn sie Fei­er­abend haben!

  7. Elke Antworten

    Das gro­ße Schwei­gen der SPD.

    Bis tief in die Lan­des­re­gie­rung ist Toten­stil­le ein­ge­tre­ten – war­um?
    War­um lässt sich die SPD-RLP von MH so mas­siv beschä­di­gen?
    Weiß Mar­cus Held, über sei­ne Par­tei, mehr als man sich vor­stel­len kann?
    Wie vie­le Genossen/innen könn­te Held beschä­di­gen, wenn ihn die Par­tei fal­len lässt?
    Das Pfei­fen von Tho­mas Strit­ter fin­det viel­leicht nur im Dun­keln statt?
    Was ist mit dem MH-Freund, dem MdL aus Alzey?
    War­um wur­de Micha­el Simon kalt­ge­stellt – Sys­tem-SPD?

    SPD = 17%, Ten­denz fal­lend!

    • Thomas S. Antworten

      @Elke,

      den­ke, dass Mar­cus Held in sei­ner Par­tei vie­le beschä­di­gen könn­te.
      Wer so mit sei­ner Stadt umgeht, hat sicher­lich auch weit­rei­chen­de Infor­ma­tio­nen (Sys­tem-SPD) über sei­ne Genos­sen. Held weiß näm­lich, dass der größ­te Feind immer hin­ter der Haus­tür sitzt. Und bei der SPD, im Kreis Alzey-Worms, ist das Schwei­gen beson­ders groß – wen wun­derts?

  8. Anonymous Antworten

    Ein­fach abhau­en und zurück­tre­ten geht gar nicht ;zuerst muss die Zeche bezahlt wer­den bevor mAn die Wirt­schaft ver­lässt. Auf was war­tet die Staats­an­walt­schaft noch? Die Rech­nung ist doch nun längst auf­ge­schrie­ben.
    JH

  9. AnonymusXL Antworten

    In Gedan­ken machen wohl schon vie­le ihr Kreuz auf dem Wahl­zet­tel wie­der bei der SPD.…. die Par­tei wel­che über ein Jahr lang geschwie­gen hat und jetzt nach­dem der Druck offen­sicht­lich zu groß wird end­lich Mal eine Reak­ti­on zeigt. Reagie­ren wenn es gar nicht mehr anders geht ist kei­nes­wegs ein Zei­chen von Soli­da­ri­tät, hier steht der Selbst­er­hal­tungs­trieb der Damen und Her­ren wohl ehr im Vor­der­grund. Last euch nicht blen­den und vor Tores­schluss schon wie­der zu Stimm­vieh deck­ra­die­ren. In der Regel sind Poli­ti­ker solan­ge anstän­dig bis sie gewählt sind. Eins ist Fakt, eine Par­tei namens SPD wird es für mich nicht mehr geben. Aller­dings ist die Sache ver­mut­lich nicht zu Ende gedacht.….. Was kommt nach MH? Sei­ne Getreu­en jeden­falls wer­den für Oppen­heim kei­ne frei­wil­li­gen Diens­te mehr tun und uns „bösen Auf­stän­di­schen“ an den Pran­ger stel­len wenn Mal im Wäld­chen Müll liegt oder im Para­dies die Sträu­cher wuchern oder oder oder.….…. Dar­über soll­te man sich durch­aus schon jetzt Gedan­ken machen damit das Kon­zept am Tag 1 nach MH zumin­dest in Grund­zü­gen schon Mal steht. Lan­ge dau­ert es ja wohl nicht mehr!!!!!

  10. Muckel Antworten

    Mar­cus Held und sei­ne Ja-Sager der SPD-Frak­ti­on kom­men mir vor wie ein Geis­ter­fah­rer auf der Auto­bahn der bei der Poli­zei anruft und zahl­rei­che Falsch­fah­rer mel­det, die ihm ent­ge­gen­kä­men!
    Es wird immer ein­sa­mer um die Hel­den. Immer mehr Mit­glie­der und Ver­ant­wort­li­che der SPD erken­nen, dass man sich los­sa­gen muss, um nicht noch wei­ter in den Abgrund geris­sen zu wer­den. In den Gemein­den rund um Oppen­heim wird schon seit län­ge­rem nicht mehr nur hin­ter vor­ge­hal­te­ner Hand davon gespro­chen, dass ein Rück­tritt Helds unum­gäng­lich sei. Wäre nicht die Angst vor der Abstra­fung durch Herrn Reit­zel, wäre das schon längst öffent­lich gesche­hen. Mit dem Rück­halt der pro­mi­nen­ten Ver­fas­ser des SPD-Brand­brie­fes kön­nen sich die aber auch jetzt aus der Deckung wagen. Held weiß, dass er kei­ne Zukunft mehr in Oppen­heim und ver­heizt sei­ne Getreu­en! Aber Mit­leid ist hier nicht ange­sagt. Die Zeit ist reif für einen Rück­tritt von Held und sei­nen Unter­stüt­zern im Stadt­rat. Mal sehen wer das größ­te Ehr­ge­fühl hat und zuerst zurück­tritt, bzw. Sein Man­dat nie­der­legt. Mut ist gefragt, denn bes­ser ein Ende mit Schre­cken, als ein Schre­cken (Held) ohne Ende!!!

    • O.S. Antworten

      Liebe/r Muckel,

      ich möch­te nur ergän­zen, dass die SPD Oppen­heim zur Kom­mu­nal­wahl eine Lis­te mit 22 Kan­di­da­tin­nen und Kan­di­da­ten auf­ge­stellt hat und ich wage mal die küh­ne The­se, dass das alles Unter­stüt­zer von Herrn Held sind. Die Oppen­hei­mer Bür­ger haben von die­sen 22 Per­so­nen dann zwölf in den Rat gewählt. Die nicht gewähl­ten Kan­di­da­tin­nen und Kan­di­da­ten der SPD wür­den dann ein­fach nach­rü­cken.

      Und die Stim­mung der SPD in Oppen­heim ist doch auch vie­le Mona­te nach dem Bekannt­wer­den der Vor­wür­fe gegen den Bür­ger­meis­ter aktu­ell mehr als pri­ma, wenn man der Bericht­erstat­tung der Pres­se folgt: http://​www​.all​ge​mei​ne​-zei​tung​.de/​l​o​k​a​l​e​s​/​o​p​p​e​n​h​e​i​m​/​o​p​p​e​n​h​e​i​m​/​b​e​i​m​-​s​p​d​-​n​e​u​j​a​h​r​s​e​m​p​f​a​n​g​-​i​n​-​o​p​p​e​n​h​e​i​m​-​g​i​b​t​-​e​s​-​g​r​o​s​s​e​-​s​o​l​i​d​a​r​i​t​a​e​t​-​m​i​t​-​m​a​r​c​u​s​-​h​e​l​d​_​1​8​4​3​6​4​7​4​.​htm

      Da lese ich zumin­dest kei­ne Kri­sen­stim­mung her­aus und auch die sich jetzt in einem öffent­li­chen Brief kri­tisch äußern­den Sozi­al­de­mo­kra­ten haben eines gemein­sam: Sie woh­nen bis auf Aus­nah­me des einen Boden­hei­mers nicht im Bun­des­tags­wahl­kreis von Mar­cus Held!

      Und ich muss und will es jetzt ein­fach mal hier für die All­ge­mein­heit los­wer­den: Hat sich denn bis­lang schon mal über­haupt ein SPD-Poli­ti­ker aus Helds gro­ßem Bun­des­tags­wahl­kreis die letz­te Zeit irgend­wo gegen ihn gestellt? Land­rat Göh­risch (Kreis Alzey-Worms) viel­leicht? Die SPD-Land­tags­ab­ge­ord­ne­ten Guth (Worms), Anklam-Trapp (Oppen­heim-Won­ne­gau) oder Sip­pel (Alzey)? Der Worm­ser SPD-Ober­bür­ger­meis­ter Kis­sel? Die SPD-Ver­bands­bür­ger­meis­ter Sche­rer (Sprend­lin­gen), Bothe (Mons­heim) oder Rocker (Wöll­stein) (man möge mir ver­zei­hen, falls ich jeman­den mehr oder weni­ger Wich­ti­gen ver­ges­sen haben soll­te). Oder hat über­haupt mal wenigs­tens irgend­ein SPD-Orts­vor­sit­zen­der im Bun­des­tags­wahl­kreis mal öffent­lich wenigs­tens Ansät­ze von Kri­tik geäu­ßert?
      Das ist übri­gens der gan­ze Kreis an Per­so­nen, die Sie noch vor vier Mona­ten auf Groß­pla­ka­ten über­all im Wahl­kreis gese­hen haben, schön nach Ver­bands­ge­mein­den sor­tiert. „Wir mit Mar­cus Held!“ war der Slo­gan. Und ich habe noch von kei­ner die­ser damals dort abge­bil­de­ten ört­li­chen Funk­tio­nä­ren quer durch den gan­zen Wahl­kreis bis heu­te auch nur ansatz­wei­se irgend­wo ver­neh­men kön­nen, dass sie ihre Mei­nung geän­dert hät­ten.
      Sie etwa? (Der Herr Kram aus Oppen­heim gilt hier aber nicht als Bei­spiel, der ist seit Jah­ren kein SPD-Funk­tio­när mehr)

      • Muckel Antworten

        Liebe/r 0.S.,
        Ich bin mir sehr sicher, dass kei­ner das Rats­man­dat anneh­men wür­de. Hat man doch das Glück gehabt vor­her nicht im Rat zu sein und jetzt als Mit­schul­di­ger da zu ste­hen. Was will man außer­dem machen, wenn der Kopf weg ist? Wer gibt den Damen und Her­ren den Weg vor? Wer soll denn das Vor­den­ken über­neh­men? Da will kei­ner der SPD-Lis­te mehr in die Ver­ant­wor­tung. Außer­dem hat der Auf­lö­sungs­pro­zess doch gera­de erst begon­nen…

        • Markus Haase Antworten

          Ist noch nicht lan­ge her, das ein neu­er, in den Stadt­rat auf­ge­rückt ist, immer­hin ein Poli­zist, der sich sicher­lich, mit Recht und Gesetz, genau­so gut aus­kennt, wie man es von einem Voll­ju­rist erwar­tet.
          Mei­ner Mei­nung nach, sind alle im Stadt­rat sit­zen­den SPD Mit­glie­der, Par­tei­lo­se und auch der ein oder ande­re CDU­ler ver­brannt (damit will ich nie­man­den ver­ur­tei­len, es wir Grün­de geben oder gege­ben haben, war­um sie sich so ver­hal­ten).
          Mit­leid habe ich mit denen, egal wel­cher Par­tei, die danach den Job über­neh­men. Sie wer­den genau beob­ach­tet, kri­ti­siert und ange­pran­gert. Sie wer­den, sich sicher auch sagen las­sen müs­sen, bei Held war alles bes­ser (wenn auch teu­rer).
          Kür­zun­gen brin­gen kei­ne Sym­pa­thie und auch kei­ne Wäh­ler (das wuß­te auch ein Herr Held).
          Fei­ern wir eben etwas klei­ner (meist auch gemüt­li­cher), spa­ren an Beauf­trag­ten und ande­re bezahl­ten Ehren­äm­ter, man muss eben auch mal die A.…backen zusam­men knei­fen damit sich was bes­sert.

      • D. Mayer Antworten

        Der Wöll­stei­ner SPD-Vor­sit­zen­de Johan­nes Brü­chert (auch SPD-Bei­ge­ord­ne­ter der Orts­ge­mein­de Wöll­stein und Mit­glied der SPD-Kreis­tags­frak­ti­on Alzey-Worms) hat­te bereits zu Beginn des Skan­dals öffent­lich hin­ter­fragt, ob Mar­cus Held noch der rich­ti­ge Mann für unse­ren Wahl­kreis Alzey-Worms-Oppen­heim sei.

        Außer­dem hat die SPD Worms unse­rem roten Wein­rit­ter Mar­cus Held fast immer Stei­ne auf den Weg zum Bun­des­tag gelegt, denn sie stell­te par­tei­in­tern regel­mä­ßig Gegen­kan­di­da­ten auf – um einen dort weni­ger geschätz­ten Mar­cus Held als unse­ren B-Kan­di­da­ten bzw. Kan­di­da­ten zu ver­hin­dern.

        Jetzt ver­sucht jene SPD Mainz-Bin­gen gegen Mar­cus Held zu oppo­nie­ren, deren Bun­des­tags­wahl­kreis Mainz (inkl. Tei­le von Mainz-Bin­gen) ohne eige­nen Abge­ord­ne­ten (Cars­ten Kühl) dasteht.

        Ich wün­sche ihnen mehr Erfolg, als er der Worm­ser Sozi­al­de­mo­kra­tie unter ihrem Vor­sit­zen­den Jens Guth beschie­den gewe­sen ist: Aber gegen den dama­li­gen Land­rat Claus Schick und die bei­den Land­tags­ab­ge­ord­ne­ten Kath­rin Anklam-Trapp und Hei­ko Sip­pel als Für­spre­cher von Mar­cus Held – und gegen die Erfolgs­ge­schich­te an SPD-Wäh­lern in der Stadt Oppen­heim – hat­te die SPD Worms weni­ger ent­ge­gen­zu­set­zen – vor allem viel weni­ger Mit­glie­der und somit Dele­gier­ten­stim­men.

        In der SPD im Wahl­kreis muss des­halb das Umden­ken ins­be­son­de­re in Oppen­heim, in Alzey-Worms und teils im zwei­ge­teil­ten Mainz-Bin­gen (also im Wahl­kreis­ge­biet von Mar­cus Held) statt­fin­den!

  11. F J J Antworten

    Erfreu­lich ist, dass Tei­le der SPD, wohl­ge­merkt nur Tei­le, end­lich Held zum Rück­tritt oder dass er wenigs­tens sei­ne „Ämter“ ruhen lässt, auf­for­dern. Noch erfreu­li­cher wäre, wenn Jus­ti­tia end­lich – und hof­fent­lich im Sin­ne der glei­chen Gerech­tig­keit für alle – ein Urteil fäl­len wür­de. Aber ver­ges­sen wir doch nicht bei all der neu­en Hoff­nung, dass das Held tat­säch­lich stüt­zen­de SPD-Umfeld schweigt und ihn somit wei­ter trägt!

    Hat man denn schon was vom (SPD) VG-Bgm. Pen­zer oder gar dem Vor­sit­zen­den der VG-SPD-Frak­ti­on Micha­el Reit­zel gehört, außer Unter­stüt­zung für Held und Schmach über sei­ne Geg­ner? Und tut nicht der Lan­des­vor­sit­zen­de der SPD und Innen­mi­nis­ter Lew­entz auf Anfra­ge der CDU so, als wäre in der Cau­sa Held über­haupt kein Grund zum Han­deln gege­ben? War­um soll­te dann die SPD-Frak­ti­on im Oppen­hei­mer Stadt­rat auch nur die Spur eines Mit-Schuld-Gefühls haben dafür, dass sie nichts nach­ge­fragt, kon­trol­liert und all­zu oft gar nicht mit­be­stimmt hat – son­dern alles ein­fach durch­ge­winkt hat, was der Herr und Meis­ter dik­tiert hat? Und hat die­se Frak­ti­on jemals nach­ge­hakt, wenn gar an ihr vor­bei dik­tiert wur­de? Rich­tig ist, dass die­se Frak­ti­on kom­plett auf­ge­löst wer­den müss­te – genau wie Held denkt dort kei­ner an Rück­tritt! Man wür­de ja auch sei­ne schö­nen, bezahl­ten Pfrün­de ver­lie­ren… Vor allem für die uns bes­tens ver­tre­ten­den Polit­pro­fis ohne jede Berufs­er­fah­rung völ­lig uner­träg­lich! Wovon sol­len sie denn leben?

    Es ist nicht Frech­heit, son­dern blan­ke Unver­schämt­heit, die hier immer noch Sie­ge fei­ert. Und das mit Rücken­wind der VG-Diri­gen­ten und dem Segen aus Mainz.

  12. E.G. Antworten

    @MB

    Ent­schul­di­gung, über Mei­din­ger ( in der letz­ten Zeit ver­mehrt als Fah­rer für Held im Ein­satz) aber auch Singh und Mohr wer­den da abso­lut nix tun!

    Wie Sie ben Berich­ten die­ser Sei­te ent­neh­men kön­nen, arbei­ten alle 3 direkt für Herrn Held.

    Und auch den jeweils wei­ten Arbeits­platz in der öffent­li­chen Hand hat auch Herr Held für Sie beschafft.

  13. U.R. Antworten

    Der viel grö­ße­re Auf­schrei müss­te eigent­lich aus der Ber­li­ner Par­tei­zen­tra­le kom­men. Wie kann die SPD-Par­tei­füh­rung es dul­den, dass die charkter­li­che Grund­prä­gung ihrer Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­ten alles ande­re als anstän­dig, vor­bild­lich und zum Woh­le der Bür­ger ist.
    Gera­de bei einer Par­tei, die mitt­ler­wei­le zum 17 % Ver­ein ver­kommt, muss die Füh­rung dar­auf ach­ten, dass die Ver­tre­ter im Bun­des­tag als Vor­bil­der agie­ren. Wer sich auf kom­mu­na­ler Ebe­ne mit bra­chia­ler Engs­tri­nig­keit über alle poli­ti­schen Gepflö­gen­hei­ten hin­weg­setzt, sich hel­den­haft über jeden Anstand und gel­ten­des Recht erhebt, hat sei­nen Anspruch ver­wirkt die Inter­es­sen des gesam­ten Lan­des mit zu gestal­ten. Sol­che Cha­rak­te­re braucht kein Mensch in unse­rer Politk.

  14. E.G. Antworten

    Lie­be JUSOS,

    euer Schritt ist mutig.
    Vie­len Dank dafür!

    Mei­ne Bit­te,
    kommt bit­te am Mon­tag mit zur Demo!

    Viel­leicht ist es ja so, dass der Voll­ju­rist ja gar nicht mal lesen kann..
    Dann sieht er euch!
    Ihr seid ihm ja per­sön­lich bekannt..
    Schließ­lich war er, wie man auf dem Bild auf eurer Home­page ent­neh­men kann, bei euren letz­ten Vor­stands­wah­len mit dabei.

    Auch alle ande­ren SPD’ler soll­ten kom­men und damit zum Aus­druck brin­gen, dass das, was Mar­cus macht, kein SPD Sys­tem ist!

    • T-A-M-O Antworten

      An alle Unter­zeich­ner von den Jusos und der SPD,

      Hut ab, so stellt man sich volks­na­he Poli­tik vor!

      Super !!!

    • Cora Navratil Antworten

      Ich schlie­ße mich die­ser Bit­te ger­ne an.
      Die Bür­ger sol­len spü­ren das sie end­lich ernst genom­men wer­den.

      Vie­len Dank für euren muti­gen Schritt

  15. Roland Bürger Antworten

    Die Stel­lung­nah­me von Strit­ter und den Jusos sowie die Unter­schrif­ten sind eine Klat­sche für Held, Schick, den SPD-Paten Micha­el Reit­zel und wei­te Krei­se der SPD. Die bil­li­gen Ver­tei­di­gungs­ver­su­che Reit­zels für sei­nen Freund Held rücken jetzt in das rich­ti­ge Licht: für Reit­zel und Held gilt, nun deut­lich erkenn­bar, eine ande­re Moral als für Sozi­al­de­mo­kra­ten, denen Poli­tik und Moral kein Gegen­satz sind. Die Schrei­ben von Jusos und Strit­ter sind auch ein Schlag ins Gesicht aller Oppen­hei­mer SPD-Stadt­rä­te, die den destruk­ti­ven Kurs der Vet­tern­wirt­schaft und rechts­wid­ri­gen Kun­ge­lei von Held, Reit­zels &Co immer mit­ge­tra­gen haben. Sie sind im Sin­ne der Ankla­ge ihrer Genos­sen alle mit schul­dig. Sie müs­sen alle­samt ihre Sachen packen. Am bes­ten fängt die SPD-Frak­ti­ons­vor­sit­zen­de Ste­pha­nie Kloos Mal damit an. – Für die Oppen­hei­mer SPD begin­nen jetzt schwe­re Zei­ten.

    • MB Antworten

      Was sagen denn die 2015 wie­der zum Leben erweck­ten Jusos Rhein-Selz dazu? Gibt es die eigent­lich noch? Die Face­book­sei­te jeden­falls nicht mehr… Aber viel­leicht sind die Her­ren Mei­din­ger, Singh, Mohr und Co. mit ande­ren Din­gen beschäf­tigt? Im Gegen­satz zu den Bun­des-Jusos probt hier kei­ner den Auf­stand.

  16. Peter Bemmann Antworten

    Seit lan­ger Zeit ist bei mir wie­der mal das Gefühl auf­ge­kom­men, dass es wirk­lich noch Poli­ti­ker mit Anstand gibt – Hut ab, Respekt und Dan­ke Herr Strit­ter.

    Ich wür­de mir wün­schen, dass die SPD auf noch mehr Genos­sen wie Sie zäh­len kann, denn dann hät­te die SPD viel­leicht noch eine Zukunft.

  17. Hans-Georg Keßler Antworten

    Falls MH sein Bun­des­tags­man­dat nie­der­legt, wird Cars­ten Kühn aus Mainz nach­rü­cken. Ein Umstand, der zusätz­li­chen inner­par­tei­li­chen Druck erzeu­gen wird.

  18. K. Scherning Antworten

    Lan­ge hat es gedau­ert bis zumin­dest die nörd­li­che SPD jetzt nach Mona­ten der Will­kür end­lich kla­re Stel­lung bezo­gen hat. Soll­te jetzt der Rest der SPD auch noch klar Stel­lung bezie­hen, dann wäre unser Oppen­heim wie­der hand­lungs­fä­hig. Auch könn­ten die Bür­ger, und um die geht es hier, wie­der in Frie­den und Dia­log zusam­men leben. Man kann sich nur wün­schen, das die SPD als ältes­te Par­tei Deutsch­lands sich schnell erneu­ert, Bun­des­weit, und dann wirk­lich als Sozia­le Par­tei Deutsch­lands fun­giert.
    Möch­te nicht wis­sen wie­viel Wäh­ler­stim­men unser Herr Held die SPD gekos­tet hat!

  19. Frau Flämig Antworten

    Zen­sur im Skan­dal?

    Wenn man bei goog​le​.de
    exakt nach
    „Tho­mas Strit­ter“ „Mar­cus Held“
    sucht, fin­det man nichts!! auch nicht Ihren span­nen­den Arti­kel, Herr Ruhmöl­ler dafür aber sehr wohl auf
    meta​ger​.de

    Mit freund­li­chen Grü­ßen

    Frau Flä­mig

    • Jupp Antworten

      Nö, goog­le hat eige­ne Such-Algo­ryht­men, und die funk­tio­nie­ren wun­der­bar. Geben Sie nur Mar­cus Held ein, taucht der Blog ganz oben auf, Herr Ruhmöl­ler ist da offen­bar fit.

      • Frau Flämig Antworten

        Mit Ver­laub – Ich such­te exakt NUR nach Arti­keln, in denen sowohl „Tho­mas Strit­ter“ als AUCH „Mar­cus Held“ vor­kom­men.
        Das hat goog​le​.de nicht geleis­tet – dafür aber meta​ger​.de

        Mit freund­li­chen Grü­ßen

        Frau Flä­mig

        • Jupp Antworten

          Das mag ja sein. Wie gesagt, Algo­ryht­mus. Zudem das Wort „Strit­ter“ nicht so oft gesucht wer­den dürf­te, als dass es beim Ran­king von google& Co. weit nach­no­ben rutscht.

          Im übri­gen auch ganz schön ver­we­gen zu glau­ben, dass der glo­ba­le Gigant goog­le etwas zen­siert, um sich auf die Hel­den-Sei­te zu schla­gen. Da haben­die goog­le-Chefs ande­re Dimen­sio­nen …

      • Jupp Antworten

        Mag sein, die Tref­fer sind vom Algorhyt­mus abhän­gig. Aber bei goog­le kommt schnell zu den Stich­wör­tern das pas­sen­de Ergeb­nis.

      • Frau Flämig Antworten

        Vie­len Dank für den Hin­weis – ist das nicht 100% ech­te „Nibe­lun­gen­treue“ ?

        • Jupp Antworten

          Ver­ste­he die Fra­ge jetzt nicht. Kei­ne Such­ma­schi­ne schlägt sich auf irgnd­ei­ne Sei­te, Frau Flä­mig.

  20. Henning Biedert Antworten

    Zitat: Mar­cus Held wäre anzu­ra­ten, zu sei­nem Selbst­schutz und Wah­rung von Anstand und Wür­de, rasch die Kon­se­quen­zen zu zie­hen und sei­ne öffent­li­chen Ämter bis zur end­gül­ti­gen recht­li­chen Klä­rung ruhen zu las­sen und, soll­ten sich die Vor­wür­fe bestä­ti­gen, die­se unver­züg­lich nie­der­zu­le­gen.

    Den Zeit­punkt, um Anstand und Wür­de zu wah­ren, hat Held schon lan­ge ver­passt. End­lich ist die SPD auf­ge­wacht. Viel zu spät. Rück­tritt jetzt! Ich erwar­te auch, dass Held sein Bun­des­tags­man­dat zurück­gibt. Andern­falls ist nur auf bal­di­ge Neu­wah­len zu hof­fen. Die SPD wird ihn wohl nicht mehr auf einen siche­ren Lis­ten­platz set­zen.

  21. Andreas Schauer Antworten

    Bit­te nicht Kis­sel­wörth. Einen Strand­bad­be­auf­trag­ten kön­nen wir uns in Nacken­heim nicht leis­ten …

    • Zeehr Antworten

      Das End­spiel hat begon­nen.
      Da woll­te Claus Schick dem Mar­cus hel­fen und hat mit sei­nem unsäg­li­chen Ver­gleich die schla­fen­den (oder zum Teil sicher auch: lau­ern­den) Genos­sen zumin­dest im Nor­den geweckt.
      Die Ver­ban­nung auf den Küh­kopf oder Kis­sel­wörth ist nur noch eine Fra­ge der Zeit.
      Da wür­de ihm im Moment aber auch das (Hoch)Wasser bis zum Hals ste­hen.

    • Dr. Volkhart Rudert Antworten

      Eigent­lich bin ich da ganz zuver­sicht­lich, denn SPD-Mit­glie­der mit Cha­rak­ter und Anstand gibt es sicher zahl­reich auch in den süd­li­chen Land­krei­sen Rhein­hes­sens. Sie wer­den den Mut haben auf­zu­ste­hen und sich der besorg­ten Bür­ger­schaft anschlie­ßen; es kann doch wohl nicht sein, dass die loka­len Fehl­ent­wick­lun­gen bereits Tei­le unse­res Land­krei­ses durch „Par­tei­feu­da­lis­mus“ (Anm.: aus der Rede von Herrn Darm­stadt beim alter­na­ti­ven Neu­jahrs­emp­fang in Oppen­heim auf­ge­grif­fen!) mund­tot gemacht haben soll­ten.
      Wir leben in einer frei­en Demo­kra­tie, steht auf und zeigt Euch, wehrt Euch auch gegen die Ver­un­glimp­fung einer frei­en Pres­se. Oppen­heim wirkt, es ist erleb­te Demo­kra­tie. Auf dem Markt­platz demons­trie­ren kei­ne Par­tei­en, son­dern Bür­ger aus Oppen­heim, reiht Euch ein.

    • D. Mayer Antworten

      Mit der SPD Worms im süd­lichs­ten Rhein­hes­sen gab es inner­par­tei­lich sehr früh bestän­di­gen Gegen­wind:

      Wann immer sich Mar­cus Held als Kan­di­dat oder zu Zei­ten Klaus Hage­manns als soge­nann­ter B-Kan­di­dat für den Bun­des­tag auf­stel­len ließ, hat­te er Worm­ser Gegen­kan­di­da­ten und die SPD Rhein­hes­sen eine bes­se­re Alter­na­ti­ve…

      Jetzt ist es ver­dammt noch­mal Auf­ga­be der SPD Oppen­heim, der SPD Rhein-Selz und der SPD Mainz-Bin­gen kom­mu­nal­po­li­tisch für sich selbst zu ret­ten, was aus Grün­den des Eigen­nut­zes für die (über-)nächsten Wah­len noch zu ret­ten ist. Die offe­nen Schrei­ben sind ein ordent­li­cher Beginn. Hof­fent­lich beginnt auch in der SPD Oppen­heim ein Umden­ken und ein Auf­stand ech­ter Sozis.

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