Ein Ex-General soll für Frieden in Oppenheim sorgen

Wird ein hoch­de­ko­rier­ter Gene­ral­leut­nant a.D. der Luft­waf­fe das neue Stadt­ober­haupt von Oppen­heim? An die­sem Frei­tag­abend erklär­te er sich bereit, die Ver­ant­wor­tung zu über­neh­men: Wal­ter Jertz, 72 Jah­re alt, wird bei der Bür­ger­meis­ter­wahl im Juni antre­ten – als Kan­di­dat eines über­par­tei­li­chen Bünd­nis­ses, zu dem sich füh­ren­de Mit­glie­der von AL, CDU, FDP, Grü­ne, ein bekann­ter SPD-Mann sowie Par­tei­lo­se zusam­men­ge­fun­den haben.

Die Mail wur­de in der Nacht zum Sams­tag vom Oppen­hei­mer SPD-Rebell Tors­ten Kram ver­schickt, es war exakt 22.38 Uhr:

Wir haben uns heu­te dar­auf verständigt, Wal­ter Jertz als parteiunabhängigen Kan­di­da­ten für die anste­hen­de Urwahl zum Bürgermeister der Stadt Oppen­heim vor­zu­schla­gen. Jertz ist aus unse­rer Sicht bes­tens für die­ses Amt geeig­net. Er bringt die not­wen­di­gen Fähig­kei­ten für die anste­hen­den Auf­ga­ben und drin­gen­den Her­aus­for­de­run­gen mit. Er ist in die­ser außer­ge­wöhn­li­chen Situa­ti­on für uns der Rich­ti­ge. Er ist bereit, Ver­ant­wor­tung zu über­neh­men. Er ist in der Lage, glaub­wür­dig die not­wen­di­gen Pro­zes­se anzu­sto­ßen und umzu­set­zen. Er wird gemein­sam mit den Bür­ge­rin­nen und Bür­gern und den gewähl­ten Ver­tre­te­rin­nen und Ver­tre­tern zum Woh­le unse­rer Stadt wir­ken.“

Die Ent­schei­dung fiel an die­sem Frei­tag­abend, nach gar nicht lan­ger Dis­kus­si­on und vor allem ein­stim­mig: Das über­par­tei­li­che Bünd­nis, das wir auf die­ser Web­sei­te bereits kurz vor­ge­stellt hat­ten, hat­te sich dies­mal bei Chris­ti­na Bitz in den Räu­men des frü­he­ren Milch- und Käse­la­dens Mind­nich getrof­fen: Tors­ten Kram (SPD), die Par­tei­vor­sit­zen­den Rai­mund Darm­stadt (AL) und Ste­pha­nie Stei­che­le-Gun­trum (FDP), Franz-Josef Kolb (CDU), Demo-Orga­ni­sa­tor Axel Dah­lem und Wal­ter Jertz (bei­de par­tei­los) – und eben Chris­ti­na Bitz, die Frak­ti­ons­chefin der Grü­nen im Rat der Ver­bands­ge­mein­de. CDU-Chef Peter Pfau war beruf­lich ver­hin­dert, aber tele­fo­nisch zuge­schal­tet.

Die­se Frau­en und Män­ner hat­ten sich bei den Mon­tags-Demos gefun­den: Sie ver­bin­det der Wunsch, die poli­ti­schen Ver­hält­nis­se in der Stadt zu befrie­den und wie­der in nor­ma­le Bah­nen zurück­zu­füh­ren. Ihre ers­te For­de­rung – Rück­tritt von Skan­dal-Bür­ger­meis­ter Mar­cus Held – ist erfüllt. Die wei­te­ren Über­le­gun­gen: Wenn im Juni ein neu­er Stadt­bür­ger­meis­ter gewählt wird, müss­te ein gemein­sa­mer Kan­di­dat auf jeden Fall frei von jed­we­den Ver­bin­dun­gen zum Held-Sys­tem sein. Er müss­te für mög­lichst vie­le Oppen­hei­mer wähl­bar sein, er soll­te ange­sichts der zu erwar­ten­den schwie­ri­gen Auf­ga­ben auf jeden Fall eine füh­rungs­star­ke Per­sön­lich­keit sein, mög­lichst mit Ver­wal­tungs­er­fah­rung.

Gesucht also: Ein Kärr­ner auf jeden Fall. Eine Licht­ge­stalt zugleich.

Wal­ter Jertz erfüllt die­se Anfor­de­run­gen offen­bar. Und: Er ist Ur-Oppen­hei­mer, kennt die Stadt, fühlt sich ihr ver­bun­den, er hat zuletzt mit­ge­lit­ten, als der Oppen­heim-Skan­dal wie ein Eiter­ge­schwür auf­platz­te. Er war regel­mä­ßi­ger Teil­neh­mer der Mon­tag-Demos.

Sein Leben im Zeit­raf­fer: Kind­heit und Jugend in Oppen­heim, Abitur vor rund 50 Jah­ren am Neu­sprach­li­chen Gym­na­si­um. Pilo­ten­aus­bil­dung bei der Luft­waf­fe: Jertz flog den „Star­figh­ter“ und spä­ter den „Tor­na­do“.

Wir hat­ten auf die­ser Web­sei­te geschrie­ben, dass ihm eine Nähe zur Sozi­al­de­mo­kra­tie nach­ge­sagt wer­de. Er mel­de­te sich umge­hend: Die­se For­mu­lie­rung habe er „mit ein biss­chen Ver­wun­de­rung“ zur Kennt­nis gekom­men, schrieb er. „Als Gene­ral war es mir stets ein Anlie­gen, nicht einer Regie­rung, son­dern einem Par­la­ment zu die­nen. So habe ich 1995 als ers­ter Befehls­ha­ber den mit einem Bun­des­tags­man­dat ver­se­he­nen bewaff­ne­ten Ein­satz deut­scher Streit­kräf­te auf dem Bal­kan geführt – unter einem CDU-Ver­tei­di­gungs­mi­nis­ter. 1999 hat mich ein SPD-Ver­tei­di­gungs­mi­nis­ter zum mili­tä­ri­schen Spre­cher der NATO im Koso­vo­kon­flikt gemacht.“

2002 wur­de Jertz Befehls­ha­ber des Luft­waf­fen­füh­rungs­kom­man­dos in Köln: Ihm unter­stan­den rund 32.000 Sol­da­ten, 8000 zivi­le Mit­ar­bei­ter sowie 460 Kampf- und rund 180 Trans­port­flug­zeu­ge der Luft­waf­fe.

2006 trat er in den Ruhe­stand. Und kehr­te in sei­ne alte Hei­mat zurück, nach Oppen­heim.

Jertz, der mit zahl­rei­chen Orden und Medail­len geehrt wur­de, ist bekannt als Ver­fas­ser mili­tä­ri­scher Publi­ka­tio­nen – aber hat auch Kin­der­bü­cher geschrie­ben: Zwei Mär­chen der Freund­schaft („Kommst du mit nach Afri­ka?“ und „Erzähl mir mehr von Afri­ka“) stam­men aus sei­ner Feder: Er habe die Bücher, sag­te er mal, zual­ler­erst für sei­ne Enkel­kin­der geschrie­ben.

Jetzt wur­de er auch mit dem Satz zitiert: „Ich wür­de mir wün­schen, dass wir in Oppen­heim auf einen Weg zur Gemein­schaft zurück­fin­den, auch wenn’s stei­nig wird.“ In der Pres­se­mit­tei­lung des über­par­tei­li­chen Bünd­nis­ses heißt es: „Wal­ter Jertz ist par­tei­un­ab­hän­gig, über­par­tei­lich aner­kannt und in Oppen­heim auf­ge­wach­sen und so mit der Stadt und ihrem Gemein­we­sen bes­tens ver­bun­den. Er han­delt aus Über­zeu­gung für Oppen­heim.“

Die Bür­ger­meis­ter-Wahl soll Anfang Juni statt­fin­den – der ers­te Hut liegt jetzt im Ring. Die Par­tei­en­ver­tre­ter in dem über­par­tei­li­chen Bünd­nis wer­den ihren Vor­schlag jetzt in ihre Gre­mi­en tra­gen: Die müs­sen natür­lich ihre Zustim­mung geben, mit Wider­spruch aber ist kaum zu rech­nen.

Ob die Oppen­hei­mer SPD einen eige­nen Kan­di­da­ten ins Ren­nen schi­cken wird, ist zum jet­zi­gen Zeit­punkt völ­lig offen. Die zwölf­köp­fi­ge Stadt­rats-Frak­ti­on hat sich in zwei Lager gespal­ten. Aus­sa­gen der bis­he­ri­gen Frak­ti­ons­vor­sit­zen­den Ste­pha­nie Kloos, man kön­ne nach dem Rück­tritt von Mar­cus Held wie­der gemein­sa­me Sache machen, ent­spra­chen wohl eher ihrem per­sön­li­chen Wunsch­den­ken: Das lehn­ten die ande­ren „Abtrün­ni­gen“ rund­weg ab. Zum neu­en Vor­sit­zen­den der abge­spal­te­nen SPD-Frak­ti­on wur­de Jörg Stein­hei­mer gewählt.

49 Gedanken zu „Ein Ex-General soll für Frieden in Oppenheim sorgen

  1. R. Bürger

    Glück­lich ist eine Stadt, in der nach einer sol­chen Kata­stro­phe so schnell ein sol­cher Bür­ger­meis­ter­kan­di­dat gefun­den wer­den kann. Glück­wunsch an das über­par­tei­li­che Bünd­nis.

    • Hans Leweling

      R.Bürger, da bin ich 100 Pro­zent bei Ihnen. Mit sei­ner Oppen­hei­mer His­to­rie ist gewähr­leis­tet, dass Herr Jertz sich für sei­ne Stadt ein­set­zen wird, ohne ihr wie sein Vor­gän­ger Scha­den zuzu­fü­gen. Und Herr Jertz ist bes­tens ver­netzt, was gera­de im Jahr 1 nach Held wich­tig sein dürf­te.
      Ein Kan­di­dat, an des­sen Serio­si­tät kein Zwei­fel besteht.

  2. K. Scherning

    Wir kön­nen uns nur beglück­wün­schen zu so einem auf­rech­ten Oppen­hei­mer Bür­ger. Aus Erzäh­lun­gen mei­ner Geschwis­ter wur­de immer erzählt , als Wal­ter Jerz schon lan­ge in sei­nem Star­figh­ter flog, wie auch er im Wein­gut Lude­nia mit zur Trau­ben­le­se war. Er ist was ich so von ihm weiss wik­lich ein boden­stän­di­ger Oppen­hei­mer, der wenn er etwas tut es ein­fach rich­tig tut.
    Als Gene­ral­leut­nant kennt er sich in Ver­wal­tungs­din­gen aus und ist es gewohnt eine sehr hohe Ver­ant­wor­tung und auch Belas­tung zu tra­gen. Schluss­end­lich war er für tau­sen­de Sol­da­ten in der Pflicht und mehe­re Mili­ar­den Aus­rüs­tun.
    Mei­ne Stim­me hat er jetzt schon.
    P.S. Bevor es dies­be­züg­lich Debat­ten gibt, Herr Jerz ist den­ke ich der Onkel von Thors­ten Kram SPD.

  3. Anonymous

    72 und Oppen­heim füh­ren. Wer stell­te Ihn auf, vie­le davon waren frü­her auch befan­gen, ob AL oder ande­re Par­tei­en. Leu­te macht Nägel mit Köp­fe und über­legt mal biss­chen mehr.

    • Matthias Kuon

      Kon­rad Ade­nau­er war 72, als er zum Bun­des­kanz­ler gewählt wur­de. Wohin ein unrei­fer Bür­ger­meis­ter füh­ren kann, hat der Jung­spund und Grö­BaZ Mar­cus Held gezeigt.

    • Zeehr

      Naja, Held hat­te die Chan­ce, zu zei­gen, wie es ein 26- bis 40jähriger macht, Men­ger durf­te das Alter von ca. 40 bis ca. 55 reprä­sen­tie­ren.….
      Da liegt es nahe, dass man es mal mit einem ande­ren Lebens­al­ter ver­sucht.
      Immer locker durch die Hose atmen, lie­ber A., und bit­te kei­ne Alters­dis­kri­mi­nie­rung, sonst muss noch ein Senio­ren­be­auf­trag­ter ein­ge­setzt wer­den.
      Und lie­ber Nägel ohne Köp­fe als die bis­he­ri­gen Hohl­block­stei­ne.

    • Anonymous Xs

      Hel­fen Sie mir auf die Sprün­ge, Wer­ter ANONYMOUS,
      wir alt ist Herr Pen­zer?

    • E.G.

      Der Herr, der mit einer Nazi-Keu­le zum Neu­jahrsan­fang der SPD nach Oppen­heim kam, „führ­te“ einen gan­zen Land­kreis bis 73!!

    • Hans Leweling

      ANONYMOUS, wenn Sie uns Ihren Namen samt Ihren Vorzügen/Qualifikationen ver­ra­ten wür­den, könn­te man Sie ja nomi­nie­ren. Aber anonym geht das wohl nicht.
      Ist schon erstaun­lich, welch sinn­frei­er Kau­der­welsch jemand pos­ten kann.

    • T-A-M-O

      Na Anony­mous, an wen haben Sie so gedacht? Machen Sie doch mal einen Vor­schlag! Und geben Sie sich doch mal einen ande­ren Namen als „Anony­mous“, denn davon gibt es auf die­ser Sei­te meh­re­re. Es muss ja nicht Ihr rich­ti­ger Name sein, das machen vie­le Teil­neh­mer, wie ich selbst auch nicht. Es geht rein um die Zuord­nung, denn hier schrei­ben Anony­mou­se mal mit mehr und sol­che mit weni­ger Geist. Wo soll man Sie jetzt zuord­nen?

    • HRE

      Hier geht es nicht um das Alter, son­dern um das Wie­der­her­stel­len von eigent­li­chen Nor­ma­li­tä­ten in einer Klein­stadt, wie am Woh­le der Stadt und nicht am Par­teiklün­gel ori­en­tier­ten Lösun­gen.
      An sei­ner Vita kann man erken­nen, dass er das was er macht, rich­tig und mit Nach­druck macht. Den­noch wird jeder Bür­ger­meis­ter, der unter die­sen Gege­ben­hei­ten sein Amt über­nimmt, wei­te­re Unter­stüt­zung benö­ti­gen.
      Die Band­brei­te der Auf­ga­ben reicht von der Auf­recht­erhal­tung des städ­ti­schen Betriebs, der Neu­ge­stal­tung der Pro­zes­se zwi­schen Stadt und VG und der wei­ter­ge­hen­den Umset­zung der For­de­run­gen des LRH. Dabei wer­den mei­ner Mei­nung nach mit an Sicher­heit gren­zen­der Wahr­schein­lich­keit wei­te­re straf­recht­lich rele­van­ten Vor­gän­ge ans Tages­licht kom­men, die wei­ter ver­folgt wer­den müs­sen.
      Die SPD mit ihrer Stadt­rats­mehr­heit wird sich dar­an mes­sen las­sen müs­sen, ob sie eine wei­te­re scho­nungs­lo­se Auf­ar­bei­tung unter­stützt oder lie­ber den Man­tel des Schwei­gens dar­über aus­brei­tet.

  4. Ichmalwieder

    Zuerst war ich fürch­ter­lich erschro­cken.

    Ande­rer­seits hat­te ich sofort eine Visi­on:
    „Stadt­rat!! Ste­hen Sie stramm! Was war? Wie? Wer? Bit­te eine kla­re Aus­sa­ge!“

    Und da wur­de mir warm ums Herz:
    Oppen­heim braucht kei­nen Zwangs­ver­wal­ter, wenn man einen in Oppen­heim hat, der

    a) Füh­rung gelernt hat – im posi­ti­ven Sin­ne
    b) Ver­wal­tun­gen und deren Abläu­fe kennt
    c) Oppen­heim mag (war­um soll­te er sonst zurück­kom­men)
    d) kei­ne finan­zi­el­len Inter­es­sen haben kann und auch nicht wei­ter auf­stei­gen will/muss

    Ver­rückt, aber des­halb groß­ar­tig.
    Sehr, sehr außer­ge­wöhn­li­cher und coo­ler Schach­zug!

  5. O.S.

    Welch eine ereig­nis­rei­che Woche: Der Stadt­bür­ger­meis­ter ist noch im Amt, da ist ein mehr­heits­fä­hi­ger Nach­fol­ger schon in Sicht. Glück­wunsch an die über­par­tei­li­che Run­de zu ihrem über­par­tei­li­chen Kan­di­da­ten. Ken­ne ihn (noch) nicht, klingt aber alles bis­lang mehr als gut. Sein Wiki­pe­dia-Ein­trag liest sich jeden­falls schon jetzt bes­ser als es der von Herrn Held je gewe­sen ist.

    Viel­leicht könn­te man ja Herrn Jertz bereits schon in der nächs­ten Stadt­rats­sit­zung mit dem vakan­ten Amt des Ers­ten Bei­geord­ne­ten betrau­en, der dann statt Herrn Kre­the die Amts­ge­schäf­te bis zur Neu­wahl des Stadt­bür­ger­meis­ters füh­ren könn­te. Dazu müss­ten dann wenigs­tens eini­ge der SPD-Stadt­rä­te wohl über ihren eige­nen Schat­ten sprin­gen, aber viel­leicht bemerkt man da auch selbst, dass der eige­ne Schat­ten sehr geschrumpft ist.

    Nach einem zuletzt eisi­gen Win­ter kehrt nun schein­bar rasch der Früh­ling in Oppen­heim ein.
    Es wäre der Stadt zu wün­schen.

  6. Frank Becker

    Wal­ter Jertz ist inte­ger und unvor­ein­ge­nom­men. Dar­über­hin­aus wie kaum ein ande­rer ent­schei­dungs­stark auch bei unan­ge­neh­men The­men , die sich wie hier zu erheb­li­chen Pro­ble­men aus­ge­wach­sen haben. Davon gibt es mehr als genug zu lösen! Sei­ne zwei­ge­teil­te Lauf­bahn sowohl als Pilot und Ent­schei­dungs­trä­ger erlaub­ten kei­ne Zöger­lich­keit. Inso­fern klar: Dau­men hoch. Ob aller­dings Pfau sei­tens der CDU das nöti­ge feed­back ohne Erfah­rung in Rats­ar­beit für einen Neu­an­fang lie­fern kann ?

  7. Paulus

    Wal­ter Jertz hat mit Sicher­heit die bes­ten Vor­aus­set­zun­gen. Ich habe ihn als sehr inte­gren, sou­ve­rä­nen, gedul­di­gen, sym­pa­thi­schen und auf­ge­schlos­se­nen Men­schen mit der nöti­gen Durch­set­zungs­kraft und Dis­zi­plin ken­nen­ge­lernt.
    Er hat genau die Kom­pe­tenz, Rei­fe und Erfah­rung, das Ruder in Oppen­heim über­par­tei­lich zu über­neh­men und steht vor allem fern­ab jeden Ver­dach­tes, sich per­sön­lich pro­fi­lie­ren oder berei­chern zu wol­len.
    Die zweit­bes­te Nach­richt die­ser ereig­nis­rei­chen Woche. Ich bin begeis­tert!

  8. Anonymous

    Ein Glücks­tag für Oppen­heim. Die Leis­tungs­fä­hig­keit demo­kra­ti­scher Bür­ger der Stadt ist beein­dru­ckend. Die ver­blie­be­nen Cla­queu­re soll­ten sich umge­hend zurück­zie­hen. Nur so kann ein rascher Neu­be­ginn Oppen­heim vor wei­te­rem Scha­den Schüt­zen. Kre­the, Sit­tig, Kloos und Kon­sor­ten erspart den Bür­gern wei­te­re Pein­lich­kei­ten und geht.
    Möge der kraft­vol­le Auf­bruch auch die VG inklu­si­ve Nier­stein erfas­sen. Schließ­lich soll­te die Kreis­ver­wal­tung in die Lage ver­setzt wer­den zukünf­tig Ihre Kon­troll­funk­ti­on aus­zu­üben.

    Ich habe ein gro­ßes Glücks­ge­fül
    JH

  9. J.

    Herr Jertz hat auf alle Fäl­le ein äußerst inter­es­san­tes Pro­fil und scheint vie­le not­wen­di­ge Eigen­schaf­ten mit­zu­brin­gen. Das bes­te an die­sem Vor­schlag ist für mich die Tat­sa­che, dass er über­par­tei­lich getra­gen wird. Da auch der sehr geschätz­te Tors­ten Kram die Sache mit vor­an­treibt, ist zu hof­fen, dass auch der ein oder ande­re SPD Wäh­ler Herrn Jertz wäh­len kann.
    Schlecht wäre es aus mei­ner Sicht wenn sich 5 – 6 Kan­di­da­ten bewer­ben wür­den die sich gegen­sei­tig Stim­men gegen einen SPD Kan­di­da­ten weg­neh­men würden.Da die SPD in Oppen­heim tief ver­wur­zelt und Kam­pa­gne erfah­ren ist, bestün­de die Gefahr dass es zu einer Kan­ni­ba­li­sie­rung in einer ers­ten Wahl und evtl. zu einem Durch­marsch eines Stein­hei­mers, Sit­tigs oder gar Frau Kloos käme.
    Aus mei­ner Sicht hat egal wer Stadt­bür­ger­meis­ter wird eh einen äußerst anspruchs­vol­len Job, dazu zumin­dest bis zur nächs­ten Kom­mu­nal­wahl einen Stadt­rat der ihn blo­ckie­ren kann vor sich.
    Eine Hor­ror Vor­stel­lung, hier ein enga­gier­ter ehren­wer­ter Stadt­bür­ger­meis­ter der auf­ar­bei­ten will, ent­stan­de­ne Schä­den ein­trei­ben will und dort – eine Koali­ti­on der Unwil­li­gen HEld Pro­fi­teu­re.

    Zum Schluss @Anonymus: Ernst­haft für Sie ist ein 72jähriger ein Pro­blem? Der Mann hat wenigs­tens die not­wen­di­ge ZEIT die­se Sisy­phos Arbeit, offen­sicht­lich bringt er aber vie­le Vor­zü­ge mit. Gleich­zei­tig ver­su­chen Sie das Bünd­nis zu dis­kre­di­tie­ren – mal wie­der ganz arm.
    Schö­nes Wochen­en­de

  10. F.E.

    In den Kom­men­ta­ren lese ich nur von Stramm­ste­hen, Zwang und Füh­rung. Hät­te das Oppen­heim nicht lan­ge genug? Das führ­te doch genau zu die­ser Situa­ti­on. Das die Grü­ne Bitz jetzt einem Gene­ral hin­ter­her­he­chelt ist erschre­cken als Ver­tre­te­rin einer doch eigent­lich pazi­fis­ti­schen Par­tei. Einem Gene­ral, der dar­an betei­ligt war das Bom­ben fie­len, auch auf Zivi­lis­ten. Einen wirk­li­chen unab­hän­gi­gen Kan­di­da­ten hät­te ich mir gewünscht, nicht einem aus der Kram-Sip­pe. Der Gene­ral ist der Onkel von Tors­ten Kram. Tors­ten Kram wür­de 2004 auf Helds Emp­feh­lung und mit des­sen Unter­stüt­zung Umwelt­bei­geord­ne­ter der VG, danach waren alle Was­ser-Grä­ben zuge­wu­chert und muss­ten von Krams Nach­fol­ger im Amt, dem sehr geschätz­ten CDU Mann­Bernd Neu­mer für viel Geld wie­der frei­ge­legt wer­den, damit bei Stark­re­ge­n­er­eig­nis­sen das Was­ser abflie­ßen kann. Und der Schwa­ger vom Gene­ral, Franz Kram wür­de von Held erst in der Wohn­bau für 450 Euro unter­ge­bracht und dann noch in den Stadt­rat geho­ben. Jetzt machen sie, um Herrn Gerecke von der All­ge­mei­nen Zei­tung zu zitie­ren, die Wen­de­häl­se, zusam­men mit den bis­he­ri­gen Held-Pro­fi­teur Kloos, Stein­hei­mer, „Jun­frau­ene­auf­trag­ter“ Weiß und „Turn­leh­rer“ Gehin­dy. Wirk­lich unab­hän­gig geht anders! Dies wird Oppen­heim nicht die nöti­ge Ruhe brin­gen. Chan­ce ver­tan.

    • Alex

      Über­le­gen Sie doch noch mal wer den Koso­vo Krieg damals mit­ge­tra­gen hat. Das war Joscka Fischer (bzw. Die Grü­nen im gan­zen) von den „pazi­fis­ti­schen“ Grü­nen.

    • J.

      @F.E.
      WIe­der ein Post von Ihnen der die Inten­ti­on des „stö­rens“ hat. Sie ver­un­glimp­fen hier fast alle Kom­men­ta­to­ren mit wohl nur von Ihnen so emp­fun­de­nen Wahr­neh­mung. Ich zitie­re Sie:„In den Kom­men­ta­ren lese ich nur von Stramm­ste­hen, Zwang und Füh­rung. Hät­te das Oppen­heim nicht lan­ge genug? “ Jetzt um 10:46 kann man ein­deu­tig fest­stel­len, dass genau 1x eine ähn­li­che For­mu­lie­rung ver­wandt wur­de. Näm­lich hier von „Ich­mal­wie­der“: „Ande­rer­seits hat­te ich sofort eine Visi­on: „Stadt­rat!! Ste­hen Sie stramm! Was war? Wie? Wer? Bit­te eine kla­re Aus­sa­ge!“
      In der Fol­ge macht „Imw“ aber sehr deut­lich, dass hin­ter die­ser Aus­sa­ge etwas ganz ande­res steckt. Lesen Sie noch­mals F.E..
      Dann ist Ihnen das ein­brin­gen eines not­wen­di­gen, UN legi­ti­mier­ten Mili­tär­ein­sat­zes nicht zu pein­lich um den Kan­di­da­ten zu atta­ckie­ren. Arm.
      Viel­leicht kön­nen Sie auch erklä­ren war­um prak­tisch jeder Kom­men­tar der letz­ten Wochen von Ihnen spal­ten­den Cha­rak­ter hat.
      Und da wur­de mir warm ums Herz:
      Oppen­heim braucht kei­nen Zwangs­ver­wal­ter, wenn man einen in Oppen­heim hat, der

      a) Füh­rung gelernt hat – im posi­ti­ven Sin­ne
      b) Ver­wal­tun­gen und deren Abläu­fe kennt
      c) Oppen­heim mag (war­um soll­te er sonst zurück­kom­men)
      d) kei­ne finan­zi­el­len Inter­es­sen haben kann und auch nicht wei­ter auf­stei­gen will/muss“

    • Paulus

      @ F. E.: Sie sind wohl mili­tan­ter Pazi­fist? Anders kann ich mir nicht erklä­ren, dass Sie mit dem Namen Wal­ter Jertz, Bom­ben und Stramm­ste­hen in Ver­bin­dung brin­gen wol­len. Sogar eine Sip­pen­haft scheint Ihnen ange­mes­sen. Sei­ne Ver­wandt­schaft kann man sich bekannt­lich nicht aus­su­chen. Tors­ten Kram unter­schei­det sich von sei­nem Vater, der noch nicht ein­mal mit Jertz bluts­ver­wandt ist. Reich­lich eng­stir­nig und leicht ver­bis­sen, was an Argu­men­ten ange­führt wird.
      Zum The­ma Pazi­fis­mus emp­feh­le ich Ihnen fol­gen­den Arti­kel und die Über­le­gung, ob bei­spiels­wei­se der Staat Isra­el ohne mili­tä­ri­schen Mit­tel ent­stan­den wäre und Bestand hät­te, von unse­rem Land ganz zu schwei­gen.

      https://​www​.welt​.de/​d​e​b​a​t​t​e​/​k​o​m​m​e​n​t​a​r​e​/​a​r​t​i​c​l​e​1​5​3​8​6​2​5​1​2​/​K​a​e​s​s​m​a​n​n​s​-​P​a​z​i​f​i​s​m​u​s​-​i​s​t​-​v​o​r​-​a​l​l​e​m​-​e​i​n​e​s​-​n​i​c​h​t​-​c​h​r​i​s​t​l​i​c​h​.​h​tml

    • Markus Mahlerwein

      Mein lie­ber F.E.,

      wie schön wäre es, wenn Sie Ihren Kom­men­tar nicht in Held-Manier mit Halb­wahr­hei­ten, son­dern mit Fak­ten unter­mau­ert haben wür­den.

      Die „Kar­rie­re“ des Tors­ten Kram bei der SPD oder sagen wir, sei­ne dor­ti­ge Ver­gan­gen­heit, reicht um eini­ges wei­ter zurück als die des Hel­den.
      Das gilt für den Franz Kram – ohne ihn irgend­wie loben zu wol­len – noch viel mehr, denn der war schon bei der SPD und im Stadt­rat, lan­ge bevor der Held auch nur in sei­ne Win­deln machen konn­te.
      Viel­leicht geben Sie uns mal die „Quel­len“ für Ihre Fake­News bekannt. Da kann sicher­lich gehol­fen wer­den, Ihre Defi­zi­te en detail auf­zu­ar­bei­ten.

      Außer­dem ist bei dem angeb­lich „hoch­ge­schätz­ten CDU-Mann Bernd Neu­mer“ auch nicht alles Gold, was glänzt. Der Typ ist ja bekannt­lich VG-Bei­geord­ne­ter für das Ord­nungs­amt und läßt als sol­cher jeden Spät­herbst die in der VG gel­ten­den Regeln für die „Räum- und Streu­pflicht“ ver­öf­fent­li­chen. Lite­ra­risch eher unauf­fäl­lig, dafür aber umso ober­leh­rer­haf­ter klärt er die Bür­ger auf, was dies­be­züg­lich ihre Pflich­ten sind.
      Die­se Pflich­ten tref­fen nach der von Herrn Neu­mer geleb­ten Les­art aber in der Tat NUR DIE BÜRGER. Ihn jeden­falls nicht!! Bei den letz­ten drei Gele­gen­hei­ten – heu­te ein­ge­schlos­sen – hat der sau­be­re und „hoch­ge­schätz­te“ Herr Neu­mer vor sei­nem eige­nen Haus in Dien­heim näm­lich genau gar nix gemacht oder geräumt oder gestreut. Gar nix.

      Bei dem Herrn Neu­mer reicht es also nicht mal dafür, in einem eigent­lich eher mar­gi­na­len Punkt als „gutes Bei­spiel“ vor­an­zu­ge­hen. Und „hoch­ge­schätzt“ ist der Herr Neu­mer viel­leicht bei sich selbst und ein paar rea­li­täts­fer­nen bzw. rea­li­täts­leug­nen­den Träu­mern. Für mich sieht das viel mehr nach maß­lo­ser Selbst­über­schät­zung aus, die durch nichts, aber auch wirk­lich gar nichts sach­lich gerecht­fer­tigt ist.
      Es wäre viel­leicht an der Zeit, daß die­se unsäg­li­che und kor­rum­pier­te „alte Gar­de“, zu der Neu­mer eben­so zählt wie Pen­zer, Reit­zel etc., end­lich abtritt; hof­fend, daß nicht zu vie­le von den mit den Jah­ren ange­sam­mel­ten krum­men Num­mern ans Tages­licht kom­men.

      Aber noch­mal zurück zu Ihnen, F.E.:
      Die Kar­te der „Sip­pen­haft“ zu zie­hen, ist schon ziem­lich dre­ckig, zumal Ihren Aus­füh­run­gen zu ent­neh­men ist, daß Sie nur die von den Nazis per­ver­tier­te Erschei­nungs­form die­ses alt­ger­ma­ni­schen Rechts­in­sti­tuts ken­nen. Bei den Nazis dien­te die Sip­pen­haft als Mit­tel des Ter­rors und der Ver­fol­gung. Und jeder, der sich heu­te die­ser Sicht­wei­se bedient, stellt sich fol­ge­rich­tig mit denen auf eine Stu­fe.

      Wenn es um den Erz­gau­ner Held geht, dann darf man sei­ne Fami­lie, ins­be­son­de­re sei­ne Kin­der, da nicht mit­hin­ein­zie­hen (Was im Übri­gen auch völ­lig zutref­fend ist!!). Außer­dem sind die schon gestraft genug. Bei sei­ner Frau, dem Kame­ra­sta­tiv bei der unsäg­li­chen Akti­on an Hei­lig­abend in der Katha­ri­nen­kir­che, sieht das schon anders aus. Spä­tes­tens damit hat sie sich zur Mit­tä­te­rin gemacht. Oder doch schon beim Auto­kauf?

      Für Sie, lie­ber F.E., reicht Ver­wandt­schaft bzw. Ver­schwä­ge­rung mit jeman­dem, der den Namen Kram trägt, schon aus, um ihn zu dif­fa­mie­ren?
      Viel­leicht ver­ra­ten Sie uns bei der Gele­gen­heit mal, wer Sie wirk­lich sind, damit wir wenigs­tens die Chan­ce haben zu eru­ie­ren, mit wem Sie so alles ver­wandt oder ver­schwä­gert sind. Das wäre sicher­lich inter­es­sant.

      Aber, wie schrei­ben Sie selbst so schön: Chan­ce ver­tan.
      Man­gels Sach­kennt­nis, Schneid und Cha­rak­ter Ihrer­seits.

      • J.

        Dan­ke für ihre Wor­te Herr Mah­l­er­wein!

      • Muckel

        Herr Mah­l­er­wein,
        Sie tref­fen das sehr gut. Für mich ist Neu­mer ein arro­gan­ter, unfä­hi­ger Son­nen­kö­nig für den nichts ande­res wich­tig ist als er selbst. Inhalt­lich hat er über­haupt kei­ne Ahnung und aus der VG-Ver­wal­tung hört man, dass jeder der mit ihm zu tun hat nur die Augen ver­dreht, wenn der Name Neu­mer fällt. Hof­fent­lich streicht der bald die Segel und lässt die Ver­wal­tung ein­fach mal Ihre Arbeit tun, anstatt immer den Stie­fel­knecht und Spei­chel­le­cker von Gün­ther und Co. zu spie­len.

        Herr Jertz ist noch nicht mal offi­zi­el­ler Bür­ger­meis­ter­kan­di­dat, schon ver­sucht man in zu dis­kre­di­tie­ren. Kein guter Stil.
        Oppen­heim braucht einen klar struk­tu­rier­ten und orga­ni­sier­ten Stadt­bür­ger­meis­ter, der die Mam­mut­auf­ga­be stem­men kann.

    • E F

      Oh bit­te F E. In Oppen­heim geht es nicht um Mili­tär, son­dern um Struk­tur, Inte­gri­tät und Erfah­rung. Ihre Vor­wür­fe gegen Herrn Jertz sind so kurz­sich­tig wie immer – wer genau hat im Koso­vo-Kon­flikt noch­mal das Ein­gri­fen mit­ge­tra­gen?

      Und statt mal wie­der nur rum­zu­mau­len und jeden schlecht zu machen: Kom­men Sie doch mal mit was Kon­struk­ti­ven, z. B. Einem Namen, der Ihnen vor­schwebt.

  11. Anonymous

    E.T.

    Oppen­heim braucht einen kom­plet­ten Neu­an­fang. Alle Held­schen Kra­ken­ar­me müs­sen ent­fernt wer­den.
    Das bes­te wäre ein unab­hän­gi­ge, neu­tra­ler, von außen kom­men­der Zwangs­ver­wal­ter bis zu Neu­wah­len.
    Damit könn­te umfas­send auf­ge­klärt wer­den und die Oppen­hei­mer Bür­ger hät­ten Zeit zur Besin­nung und bekä­men die Chan­ce wie­der Ver­trau­en in die Poli­tik zu gewin­nen.

  12. Horst Schlicht

    Cha­peau! Die Ent­schei­dung für Herrn Jertz und sein Ein­ver­ständ­nis zur Kan­di­da­tur ist ein Segen für unser Oppen­heim!

  13. Gert Frisch

    Ein Glücks­fall für Oppen­heim. Als Mann mit Füh­rungs­qua­li­tä­ten und -Erfah­rung wird Wal­ter Jertz Oppen­heim wie­der in ruhi­ge­re Fahr­was­ser füh­ren. Schön wäre es, wenn er der ein­zi­ge Kan­di­dat für die Wahl zum Bür­ger­meis­ter wäre, das wäre das rich­ti­ge Signal für den Start in eine bes­se­re Zukunft. Es bedarf enor­mer Anstren­gun­gen die Vor­ga­ben des LRH auch nur ansatz­wei­se umzu­set­zen. Die Auf­ga­ben, die Oppen­heim in den nächs­ten Jah­ren zu bewäl­ti­gen hat sind gewal­tig. Respekt Wal­ter Jertz – eine muti­ge Ent­schei­dung, die zugleich Ansporn für ande­re sein soll­te, eben­falls dazu bei­zu­tra­gen unse­ren Kin­dern und Enkeln ein pro­spe­rie­ren­des Oppen­heim hin­ter­las­sen zu kön­nen.
    Dar­über­hin­aus wäre es wün­schens­wert, dass nach Auf­ar­bei­ten der gewal­ti­gen Auf­ga­ben wie­der poli­tisch und gesell­schaft­lich­li­ches Mit­ein­an­der Ein­kehr hal­ten wür­de. Auch hier­für sehe ich in Wal­ter Jertz eine Per­sön­lich­keit, die das bewerk­stel­li­gen kann.

  14. R. Bürger

    Bei der Dis­kus­si­on soll­te nicht ver­ges­sen wer­den dar­auf hin­zu­wei­sen, dass die SPD gut dar­an täte, KEINEN eige­nen Kan­di­da­ten ins Ren­nen zu schi­cken. Weder jetzt noch nach der Kom­mu­nal­wahl. Nach Men­ger und Held hat die SPD ver­brann­te Erde hin­ter­las­sen, sie soll­te sich erst ein­mal Zeit neh­men zu rege­ne­rie­ren.

  15. GS

    Lus­tig. All die Kom­men­ta­re. Kaum ist der Gau­ner weg, geht der Streit unter den Zurück­ge­blie­be­nen los. Poli­tik ist halt nicht so ein­fach wie man­cher sich das vor­stellt.

    Auch die AZ läs­tert mun­ter gegen die SPD-Wen­de­häl­se, ver­gißt aber ganz, den größ­ten Wen­de­hals mit an den Pran­ger zu stel­len. Er heißt: Ulrich Gerecke.

    Noch kurz zu obi­gem Blog-Bei­trag: Bei der AL Oppen­heim gibt es kei­nen Par­tei­vor­sit­zen­den. Weil die AL kei­ne Par­tei ist. Die AL ist ein Zusam­men­schluß unab­hän­gi­ger Oppen­hei­mer Bür­ger. Die machen frei jeder poli­ti­schen Scheu­klap­pen Kom­mu­nal­po­li­tik für Oppen­heim. Die AL ist bunt und sie ist eine Alter­na­ti­ve. Und das seit 30 Jah­ren.

  16. J. K.

    Wenn jemand mit der Vita eines Herrn Jertz sich bereit erklärt die Stadt zu die­sem Zeit­punkt zu über­neh­men, wären die Oppen­hei­mer schlecht bera­ten dies aus­zu­schla­gen. Eine Per­sön­lich­keit wie Jertz hat­te schon im Vor­schul­al­ter mehr drauf als ein Schaum­schlä­ger wie Held zu sei­nen bes­ten Zei­ten, falls er die jemals gehabt haben soll­te.

  17. Frieder Zimmermann

    Herr Jertz weiß ganz sicher, was da auf ihn zukommt, wenn er gewählt wird, wovon aus­zu­ge­hen ist. Daher gebührt ihm schon für die erklär­te Bereit­schaft beson­de­re Hoch­ach­tung.
    Der von sei­nen Amts­vor­gän­gern ange­häuf­te Schul­den­berg von über 23 Mil­lio­nen Euro schnürt sei­nen Hand­lungs­spiel­raum mas­siv ein. Die vom Lan­des­rech­nungs­hof vor­ge­ge­be­ne Auf­trags­lis­te ist lang und mit müh­se­li­gen und schmerz­haf­ten Maß­nah­men gespickt. Über die­se Lis­te hin­aus müs­sen alle Unre­gel­mä­ßig­jkei­ten, Rechts­ver­stö­ße, ins­be­son­de­re sol­che, die den Tat­be­stand der Untreue, Unter­schla­gung, Kor­rup­ti­on oder gar des Betrugs erfül­len, auf­ge­deckt und ver­folgt wer­den. Scha­dens­er­satz und erlas­se­ne Zah­lungs­ver­pflich­tun­gen sind ein­zu­ho­len. Die Zusam­men­ar­beit mit der Ver­bands­ge­mein­de Rhein-Selz ist unum­gäng­lich, aber schwie­rig, weil Bür­ger­meis­ter Pen­zer, Käm­me­rer Oli­ver Rie­del u.a.m. über Jah­re eng in das Sys­tem Held ein­ge­bun­den waren.
    Im noch bis 2019 gewähl­te Stadt­rat hät­te ein Bür­ger­meis­ter Jertz kei­nen ver­läss­li­chen Part­ner, schon gar kei­ne sta­bi­le Mehr­heit. Die 12 SPD-Stadt­rä­te haben sich zwar gera­de in zwei Lager zer­legt, waren aber bis vor weni­gen Tagen noch Helds Prä­to­ria­ner­gar­de und wer­den, wenn es ans Ein­ge­mach­te geht und Mit­schul­di­ge zu ermit­teln sind, die Wagen­burg wie­der schlie­ßen. Die CDU-Frak­ti­on ist schwach. Von den vier Mit­glie­dern ist ein Stadt­rat immer noch Held-Beauf­trag­ter. Der par­tei­lo­se Herr Kre­the, von Held ein­ge­kauft, darf dem SPD-Lager zuge­rech­net wer­den. Blei­ben drei CDU-Räte und fünf von der AL, also acht zu sech­zehn. Das wird schwie­rig.
    Wie Jesus einst den Tem­pel muss der neue Bür­ger­mei­sa­ter das Rat­haus aus­keh­ren und alle die raus­schmei­ßen, die dort nichts ver­lo­ren haben: Plan­gUT, MAP-Con­sult zuerst. Die Direkt­lei­tung zu Appel­manns Inme­dia ist zu kap­pen. Eine mis­si­on impos­si­ble kommt aber die Auf­ga­be gleich, die Ein­rich­tun­gen des Sys­tems Held, die durch und durch mit Gefolgs­leu­ten Helds besetzt sind, zu berei­ni­gen und dort für Recht, Ord­nung, Trans­pa­renz, Gleich­be­rech­ti­gung, Kol­le­gia­li­tät und Team­bil­dung zu sor­gen. Rat­haus, Stif­tung Zivil­hos­pi­tal, Hal­len­bad, GEW, HGO sind von Hel­dia­nern durch­setzt und domi­niert, und die wer­den ver­su­chen, Ver­än­de­run­gen zu blo­ckie­ren oder zu sabo­tie­ren. Das wird ganz schwie­rig. Ein Son­der­fall ist die Tou­ris­mus GmbH, die schnells­tens auf­zu­lö­sen ist.
    Bei all dem blei­ben die Auf­ga­ben, die von den bestehen­den und wach­sen­den Pro­ble­men der Stadt vor­ge­ge­ben wer­den. Held und sei­ne Leu­te haben ja Oppen­heim immer nur nach vorn gebracht. Nicht nur bei den Schul­den, son­dern auch bei den Leer­stän­den in der Alt­stadt und all­mäh­lich auch bei den Leer­stän­den im Gewer­be­ge­biet Ket­te-Saar/­Sant-Ambrog­gio-Ring. Wenn Herr Held nicht auch die Immo­bi­li­en von Deich­mann, Tak­ko, AWG und dm gekauft und an neue Nut­zer ver­kauft hat, ste­hen die wahr­schein­lich län­ger leer. Und die visio­nä­re Struk­tur­po­li­tik Helds führt dazu, dass eta­blier­te Geschäf­te immense Ein­bu­ßen ver­zeich­nen, was zu Schlie­ßun­gen füh­ren kann. Die Auf­ga­ben­lis­te ist auch hier sehr, sehr lang.
    Der neue Bür­ger­meis­ter muss also nicht nur jede Men­ge zer­schla­ge­nes Por­zel­lan kit­ten, Grä­ben zuschüt­ten, Brü­cken bau­en, er muss auch einen gewal­ti­gen Berg abar­bei­ten. Dazu wird er Kraft, Durch­set­zungs- und Steh­ver­mö­gen, aber auch Unter­stüt­zung und Sym­pa­thie benö­ti­gen. Und das Quänt­chen Glück, das auch der Tüch­ti­ge braucht, um Erfolg zu haben. Glück auf!

    • CWS

      Wir Oppen­hei­mer Bür­ger kön­nen uns nur bedan­ken bei Wal­ter Jertz für die Bereit­schaft, fast Unmög­li­ches zu schaf­fen , Oppen­heim wie­der zu befrie­den und die maro­den Ver­hält­nis­se auf­zu­ar­bei­ten. Das er über­par­tei­li­che Unter­stüt­zung hat, lässt hof­fen. Und auch, wenn ich nicht dar­an glau­be, wäre es für alle SPD-Mit­glie­der im Stadt­rat hilf­reich, sich nicht gegen den hof­fent­lich neu­en Bür­ger­meis­ter Jertz zu stel­len. Die Kom­mu­nal­wahl 2019 wird sonst für sie noch mehr im Desas­ter enden.
      – Bit­te denkt doch mal alle an unse­re Stadt und nicht an eure Pfrün­de. Legt euer Man­dat nie­der und geht nach Hau­se oder arbei­tet kon­struk­tiv am „Wie­der­auf­bau“ mit. -
      Und noch ein Gedan­ke zum The­ma GWG/HGO. Regress­an­sprü­che gegen Held sind ganz sicher gerecht­fer­tigt. Aber die Damen und Her­ren des Auf­sichts­rats der GWG bzw. Herr Kram als Vor­stands­mit­glied soll­ten schon mal ihre Spar­gro­schen zäh­len, denn mög­li­cher­wei­se sind auch sie hier in der Haf­tung. Den Prü­fungs­auf­trag eines Auf­sichts­rats haben sie ganz sicher nicht erfüllt, son­dern die dubio­sen Geschäf­te des Herrn Held nur abge­nickt. Hier gilt das Prin­zip: „Unwis­sen­heit schützt nicht vor Stra­fe“. Wenn ich einen sol­chen Pos­ten anneh­me, muss ich auch wis­sen, was ich tue.

    • M.D.

      Herr Zim­mer­mann, wie immer eine kom­pe­ten­te Zusam­men­fas­sung der Umstän­de. Dem geschrie­be­nen ist nichts hin­zu zu fügen. Hof­fen wir auf das Bes­te.

    • Gert Frisch

      Bei aller Eupho­rie über die Per­so­na­lie soll­te nicht ver­ges­sen wer­den, dass die­se Auf­ga­ben
      von Wal­ter Jertz sicher­lich nicht allein zu bewäl­ti­gen sein wer­den. Inso­fern ist der Ver­gleich mit Jesus der den Tem­pel leer fegt zwar gut gewählt, übt aber gewal­ti­gen Druck aus. Die Sanie­rung der Stadt ist eine gewal­ti­ge Auf­ga­be und m.E. wird dies nur durch die gemein­sa­me Anstren­gun­gen aller kom­mu­na­len Kräf­te mög­lich sein wird, wobei ich sämt­li­che aktu­el­len SPD Stadt­rä­te hier­von aus­drück­lich aus­neh­me. Da wird es mit12 Jün­gern, die Jesus sei­ner­zeit zur Sei­te stan­den, sicher nicht getan sein.

      Nach­dem der Bericht des LRH mit all sei­nen auf­ge­lis­te­ten Män­geln, Ver­feh­lun­gen und der doku­men­tier­ten Miss­wirt­schaft vor­lag, spä­tes­tens da hät­ten die Ver­ant­wort­li­chen ihre eige­ne Unfä­hig­keit erken­nen und die poli­ti­schen Kon­se­quen­zen zie­hen müs­sen. Statt­des­sen wur­de in der vor­letz­ten Aus­schuss­sit­zung noch auf den Ver­bleib von drei Bei­geord­ne­ten­pos­ten beharrt, nach­dem Tätig­keits­be­rich­te mit gar gewal­ti­ger Belas­tung der ein­zel­nen Bei­geord­ne­ten aus dem Hut gezau­bert wur­den. Aber seit der letz­ten Sit­zung geht’s dann auf ein­mal.

      Es muss ein Bünd­nis für Oppen­heim ent­ste­hen, in dem unbe­las­te­te und dem Ehren­amt in sei­ner ursprüng­li­chen Bedeu­tung sich ver­pflich­tet füh­len­de enga­gier­te Oppen­hei­mer Bür­ge­rin­nen und Bür­ger ohne Pro­fi­lie­rungsucht und Drang nach Selbst­dar­stel­lung die Bereit­schaft auf­brin­gen, unse­re Stadt wie­der in geord­ne­te Bah­nen zu len­ken.
      Viel­leicht soll­ten die nun fol­gen­den Mon­tags­de­mos die Mög­lich­keit eröff­nen, dass sich genau sol­che Oppenheimer/innen dem sich bereits for­mier­ten über­par­tei­li­chen 8er Bünd­nis anschlie­ßen kön­nen, um damit ein brei­tes Fun­da­ment zu errich­ten, in dem viel­fäl­ti­ger poli­ti­scher, ver­wal­tungs­tech­ni­scher, juris­ti­scher und wirt­schaft­li­cher Sach­ver­stand zusam­men­ge­führt wird.
      Auf geht’s Oppen­hei­mer

  18. Zeitungsente

    Rich­tig, Sie haben voll­kom­men recht!
    Die­ser Blog hat umfang­reich auf­ge­deckt wie die AZ Lands­kro­ne eben­so in das Sys­tem Held ver­wi­ckelt war und davon präch­tig pro­fi­tiert hat!
    Ulrich Gerecke und Kirs­ten Stras­ser sind selbst „Wen­de­häl­se“, die sich kurz vor knapp noch ret­ten woll­ten, ehe sie mit ihrem Hel­den unter­ge­hen.
    Ein Neu­an­fang in Oppen­heim wird mit die­sen bei­den „Jour­na­lis­ten“ nicht mög­lich sein!

    • Ex-AZ-Abonnent

      Nicht alles durch­ein­an­der wer­fen, Jour­na­lis­ten sind für einen poli­ti­schen Neu­an­fang in O irrele­vant. Man kann nur hof­fen, dass die AZ ihre Feh­ler über­denkt.

      Und nicht ver­ges­sen: Frau Stras­sers Recher­chen zu den Immo­de­als haben Held die Ämter gekos­tet.

      • Ichmalwieder

        Lie­ber EX-AZ-Abon­nent,

        natür­lich sind Jour­na­lis­ten rele­vant. Auch – und gera­de die der AZ. So oder so. Nicht jeder Oppen­hei­mer liest die­sen Blog.

        Wie Sie rich­tig anmer­ken, gebührt Frau Stras­ser ein recht hoher Dank. Frau Stras­ser hat aber auch viel ris­kiert. Und, – ich ken­ne mich da nicht so aus – , auch der Redak­ti­ons­chef ver­dient zumin­dest Aner­ken­nung, wenn er auf­grund Infor­ma­tio­nen sei­ne Mei­nung ändert.

        Wen­de­hals“ ist in der semantisch/semiotischen Bedeu­tung abso­lut nicht ange­bracht. Denn dann wäre jeder, der neue Erkennt­nis­se bezieht und dar­auf hin sei­ne Mei­nung ändert, ein Wen­de­hals.

        Die Idee mit dem par­tei­über­grei­fend vor­ge­schla­ge­nem Gene­ral ist doch bril­lant. Nur ein Zwangs­ver­wal­ter kann dane­ben auf­ge­stellt wer­de, hat man den Wil­len, dass Oppen­heim auf die Spur kommt.

        PS: Die Whitstle-Blo­wer und Herr Ruhmöl­ler haben Dank ver­dient.

      • Ichmalwieder

        Ent­schul­di­gung, EX Abon­nent,

        ich habe den Bei­trag und Ihren Kom­men­tar ver­mischt. Das war nicht die Inten­ti­on.

  19. Gerhard Stärk

    Es ist schon auf­fäl­lig und auch erfreu­lich. dass sich seit dem Abgang des Mar­cus Held deut­lich mehr Per­so­nen an die­sem Blog betei­li­gen und auch neue Namen auf­tau­chen. Lei­der gibt es aber noch vie­le „Anony­mus­se“, wofür ich jetzt noch weni­ger Ver­ständ­nis habe als vor einem Jahr. Des­halb die Bit­te: Auch in die­sem (!!) Kreis einen Neu­an­fang machen! Nur noch unter Klar­na­men schrei­ben! Auf anony­me Zuschrif­ten (auch sol­che mit Namens­kür­zeln) ein­fach nicht mehr reagie­ren. Das wäre ein gro­ßer Bei­trag für mehr Ehr­lich­keit und eine gro­ße Zeit­er­spar­nis beim Lesen der Kom­men­ta­re.

    • Mathilda Lando

      Reagie­ren Sie ein­fach nicht auf anony­me Zuschrif­ten (auch sol­che mit Namens­kür­zeln). Damit könn­ten Sie Ihren Wunsch nach Zeit­er­spar­nis beim Lesen der Kom­men­ta­re eigen­stän­dig und ohne Ein­satz von frem­der Unter­stüt­zung erfül­len.
      Mei­ner Mei­nung nach kann es unzäh­li­ge Grün­de dafür geben, hier anonym oder pseud­onym zu blei­ben. Die aller­we­nigs­ten wer­de ich jemals erfah­ren. Aber erst nach Kennt­nis die­ser Grün­de könn­te ich mir ein per­sön­li­ches Urteil erlau­ben und Ver­ständ­nis auf­brin­gen oder auch nicht.

    • Paulus

      Sie haben jetzt also noch weni­ger Ver­ständ­nis dafür, dass hie­si­ge Leser unter Pseud­onym kom­men­tie­ren und für Sie kor­re­liert das mit Ehrlichkeit/Unehrlichkeit!
      Es hat mich weni­ge Minu­ten gekos­tet im Netz zu recher­chie­ren, wer Sie sind, wo Sie woh­nen, wo Sie pos­ten!

      Dabei fiel mir beson­ders ein AZ-Arti­kel ins Auge, der von bul­ga­ri­schen Kri­mi­nel­len berich­te­te, die über Ver­öf­fent­li­chung von Klar­na­men im Bun­de­an­ze­jger, ille­ga­le Rech­nun­gen ver­sand­ten und das im Zusam­men­hang mit genau Ihrer poli­ti­schen Tätig­keit. Da müss­ten Sie doch eigent­lich ein „gebrann­tes Kind“ sein und beson­ders ein­sich­tig, was per­sön­li­che Daten im Netz angeht.

      Dass Pro­mi­nen­te wie Poli­ti­ker, Schrift­stel­ler, Beauf­trag­te ger­ne ihre Namen ver­öf­fent­li­chen, hat auch mit beab­sich­tig­ter Stei­ge­rung des Bekannt­heits­gra­des zu poli­ti­schen oder auch kom­mer­zi­el­len Zwe­cken oder ein­fach mit dem per­sön­li­chen Wil­len, sei­ne Daten öffent­lich zu machen, zu tun.

      Jedoch ist im Umkehr­zug, der per­sön­li­che Wil­le sei­ne Daten zu schüt­zen, gesetz­lich ver­an­kert, legi­tim und kei­nes­wegs „unehr­lich“.

      Anony­mi­tät im Inter­net galt vie­le Jah­re lang als posi­ti­ve Errun­gen­schaft in der moder­ner Kom­mu­ni­ka­ti­on.
      Die Wich­tig­keit der anony­men Nut­zungs­mög­lich­keit von Tele­me­di­en­diens­ten ist in Deutsch­land in § 13 Abs. 6 Tele­me­di­en­ge­setz aus­drück­lich ver­an­kert.
      Trotz­dem führ­te Mark Zucker­berg bei Face­book die Klar­na­mens­pflicht ein, die jetzt in einem Urteil des Land­ge­rich­tes Ber­lin vom 12.02.2018 gekippt wur­de.

      Das bedeu­tet, dass jeder Nut­zer sein FB-Kon­to selbst­ver­ständ­lich unter Pseu­do­mym füh­ren darf, solan­ge er nicht die Rech­te ande­rer ver­letzt. Und das bedeu­tet, dass die­se Klar­na­mens­pflicht rechts­wid­rig war.

      Der Begriff „Fake­pro­fil“, der auch von Held­krei­sen ger­ne dazu benutzt wur­de, um Geg­ner zu dif­fa­mie­ren, dürf­te sich damit end­lich erle­digt haben.

      Selbst ein Göger­cin muss­te sich im Dis­c­lai­mer sei­ner „Wahr­heits­sei­te“ an die­ses Pseud­onym­recht hal­ten, auch wenn sei­ne Tex­te anders lau­te­ten. Viel­leicht auch ein Grund, wes­halb die­se Sei­te vom Netz gehen muss­te.

      Für die Ver­wen­dung eines Pseud­onyms spricht die Frei­heit der Anony­mi­tät, ins­be­son­de­re in Zei­ten von immer noch bri­san­ten Oppen­hei­mer Ver­hält­nis­sen, Stal­king, Iden­ti­täts­dieb­stahl und Per­so­nen­such­ma­schi­nen. Nicht jeder möch­te, z.B. aus beruf­li­chen oder pri­va­ten Grün­den im Inter­net gefun­den wer­den.
      Bit­te ver­su­chen Sie hier nicht, Zwei-Klas­sen-Kom­men­ta­to­ren auf Basis Ihres per­sön­li­chen Rechts­emp­fin­dens zu eta­blie­ren. Genau so ähn­lich war (?) das in Oppen­heim, gute Bür­ger mit rotem Par­tei­buch und schlech­te­re ohne.
      Noch weni­ger Ver­ständ­nis als vor einem Jahr habe ich für sol­che Poli­ti­ker!

    • AZ-MZ

      Hal­lo Herr Stärk,

      lesen Sie bit­te ganz lang­sam und sehr inten­siv, was „Pau­lus“ nach­ste­hend auf Ihren Vor­trag geschrie­ben hat, damit Sie es nach­voll­zie­hen kön­nen und es Ihnen viel­leicht auch noch ein­leuch­tet.
      Dem Bei­trag von „Pau­lus“ kön­nen wir uns nur anschlie­ßen, auch aus aktu­el­len und lang­jäh­ri­gen Erfah­run­gen her­aus!
      Zum Bei­spiel: Nach Kri­tik an der rhein­hes­si­schen Poli­tik, beka­men wir plötz­lich wochen­lang Pake­te, die wir NIE bestellt hat­ten. Und selbst auf die­sem Blog konn­te man lesen, über geschlitz­te Auto­rei­fen, geführ­te Lis­ten von Demo-Teil­neh­mer und ähn­li­chen Vor­komm­nis­sen.
      Das The­ma „Sys­tem Rhein­hes­sen“ ist zudem noch lan­ge nicht erle­digt! Es bedarf wei­te­rer Auf­klä­run­gen, auch übers „Ron­do“ hin­aus. – Und wir wis­sen, der ange­schos­se­ne Bär (SPD) hat ein lan­ges Gedächt­nis!

      Natür­lich ist es Ihnen per­sön­lich über­las­sen mit Ihrem Klar­na­men zu kom­men­tie­ren. Ihre For­de­rung Drit­ten gegen­über ist aber als abstrus und naiv zu bewer­ten, die­se muss ins Lee­re lau­fen – das ist SPD-Manier und abso­lu­te Wich­tig­tue­rei!

    • Matthias Kuon

      Lie­ber Herr Stärk, mei­ne Eltern haben mich so erzo­gen, dass ich immer sage was ich den­ke und die Wahr­heit immer gesagt wer­den kann und ich mich dafür nicht ver­ste­cken muss. Ich bin damit bis­her immer gut gefah­ren.
      Auf den Mon­tags­de­mos habe ich aber Men­schen ken­nen­ge­lernt, die wirk­lich gute Grün­de dafür hat­ten, eben nicht wie Sie und ich, hier mit Ihrem Klar­na­men zu schrei­ben. Der Oppen­heim Skan­dal ist mit dem Rück­tritt des Grö­BaZ Mar­cus Held noch nicht vor­bei, das war ein ers­ter Höhe­punkt. Ich erwar­te noch wei­te­re Erup­tio­nen.
      Geben Sie den Kom­men­ta­to­ren Zeit, es wer­den ja immer mehr, die ihren Klar­na­men ver­wen­den. Wenn aber jemand anders ver­fährt, ist das sein gutes Recht, Sie soll­ten das respek­tie­ren.

  20. Ichmalwieder

    Und Puff, die Luft ist raus.
    Sehr inter­es­sant, dabei geht es doch jetzt erst los … (hüs­tel).

    Die Kom­men­ta­re feh­len, Held ist erlegt. Der Rest muss gucken, wie er klar kommt.

    Ret­te sich wer kann?
    Held- den ken­ni­sch­ned!
    Als Oppe­num­mer saaaa­chi­sch­nix
    Dou­mu­schmal­ward­de
    Ihund­nochnie­wasgseed
    Des­haddja­k­ouiner­gwisst
    Alla­sol­cha
    Kom­mu­nissdedreg­gi­sche
    Alla­was wils­se

    Hel­au!

  21. Reiner Dillmann

    Sind wir doch froh das unser Hr. Held abge­dankt hat ,
    auch wenn er noch nicht alle sei­ne Pos­ten geräumt hat ,
    ich hof­fe dass wird sich in nächs­ter Zukunft noch ändern .
    Ich möch­te auch das wir bald einen Bür­ger­meis­ter bekom­men
    der das zurück­ge­las­se­ne Cha­os wie­der auf die Rei­he bekommt
    denn das ist eine Auf­ga­be der sich nicht jeder stel­len kann .
    Ich will auch dass Namen die dem alten Tross ange­hör­ten und anschei­nend
    „schwer ver­ständ­li­che Din­ge“ immer nur abge­nickt , viel­leicht auch per­sön­lich davon pro­fi­tiert haben,
    wie auch immer, end­lich aus dem Stadt­rat ver­schwin­den . Ihr seit hier nun Fehl am Platz.
    Was auch schön wäre , dass jeder der hier einen Bei­trag schreibt
    sich auch dazu bekennt und nicht mit Buch­sta­ben oder Anonym auf­tritt .
    Das ist in mei­nen Augen fei­ge.
    Ich wün­sche mir ein Oppen­heim auf dass man als Bür­ger wie­der stolz sein kann .

    • Mathilda Lando

      Mei­ner Mei­nung nach ist es fei­ge, wenn das Schei­ben mit Buch­sta­ben oder Anonym unzu­läs­sig wäre oder sank­tio­niert wer­den wür­de. Denn das ist dann die Angst vor der Mei­nung von Men­schen, die sich vor Nach­tei­len fürch­ten. Ein posi­ti­ves Bei­spiel sind freie und gehei­me Wah­len.

  22. Mathilda Lando

    Ich wün­sche Herrn Jertz, dass er die Bür­ger­meis­ter-Wahl für sich ent­schei­den kann.
    Allein die Tat­sa­che, dass eine bis­lang nicht invol­vier­te Per­son die Vor­gän­ge im Rat­haus begleitet/beobachtet wird mei­ner Mei­nung nach eine posi­ti­ve Ent­wick­lung für Oppen­heim anschie­ben.

    Mein abso­lu­tes Lieb­lings­bild in mei­ner der­zei­ti­gen Phan­ta­sie ist ein Arti­kel in der AZ:

    Frau Kloos über­reicht Herrn Sit­tig das von Herrn Jertz geschrie­be­ne Kin­der­buch
    „Kommst du mit nach Afri­ka?“ mit den Wor­ten „Laß uns gehen“ …

    • Markus Haase

      Der letz­te Satz ist sehr gut
      😂😂😂😂

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