Thomas Günther (CDU): Ich fordere den Rücktritt von Marcus Held!

Auf­ruhr all­über­all in Rhein­hes­sen! Erst for­der­te der SPD-Unter­be­zirk Alzey-Worms Mar­cus Held unmiss­ver­ständ­lich auf, Kon­se­quen­zen zu zie­hen – mit ande­ren Wor­ten: zurück­zu­tre­ten. Dann infor­mier­te Nier­steins Stadt­bür­ger­meis­ter Tho­mas Gün­ther die Mit­glie­der sei­ner CDU-Frak­ti­on im VG-Rat, dass er den Rück­tritt des Oppen­hei­mer SPD-Stadt­bür­ger­meis­ters gefor­dert habe – was recht skur­ril ist, denn Gün­ther hat in Sachen Held natür­lich nichts zu sagen. Und schließ­lich gibt’s noch einen Brief, den ein CDU-Poli­ti­ker schrieb – er ruft den CDU-Kreis­vor­stand Mainz-Bin­gen auf, in der Cau­sa Held end­lich Flag­ge zu zei­gen.

Es war letz­te Nacht, gut drei Stun­den nach der 7. Oppen­hei­mer Mon­tags-Demo: Da setz­te sich Nier­steins CDU-Bür­ger­meis­ter an sei­nen Com­pu­ter und schrieb eine spä­te Mail. 284 Wor­te tipp­te er in die Tas­ta­tur, fürs „Betreff“-Feld for­mu­lier­te er: „Erklä­rung von Bür­ger­meis­ter Tho­mas Gün­ther und CDU Frak­ti­ons­vor­sit­zen­den VG“.

Exakt um 22.22 Uhr drück­te er auf „Sen­den“. Sekun­den spä­ter lan­de­te das Schrei­ben in 18 Mail-Post­fä­cher.

Der Inhalt klingt ein wenig bur­lesk: Er habe, so schrieb Gün­ther, im Ältes­ten­rat der VG und bei der Lokal­zei­tung den Rück­tritt des Oppen­hei­mer Stadt­bür­ger­meis­ters gefor­dert. Die sind zwar bei­de nicht zustän­dig und kön­nen mit einer sol­chen For­de­rung gar nichts anfan­gen, aber das scheint Gün­ther nicht zu inter­es­sie­ren. Held habe mit den nun­mehr auf­ge­deck­ten pri­va­ten Grund­stücks­ge­schäf­ten „die rote Linie über­schrit­ten“: Der Vor­gang schä­di­ge die Poli­tik, die Bür­ger­meis­ter, die kom­mu­na­len Ver­wal­tun­gen…

Man muss kein Polit-Fach­mann sein, um das Gün­ther-Schrei­ben recht merk­wür­dig zu fin­den. Dass ein Stadt­bür­ger­meis­ter den Rück­tritt sei­nes Amts­kol­le­gen im Nach­bar­ort for­dert, ist ein exo­tisch anmu­ten­des Kurio­sum – zumal wenn bei­de Lokal­po­li­ti­ker unter­schied­li­chen Par­tei­en ange­hö­ren.

Voll­ends schräg wird der Vor­gang, wenn man bedenkt, mit wel­cher Vehe­menz Gün­ther dem Oppen­hei­mer Held bis zuletzt die Stan­ge gehal­ten hat, sogar gegen Ein­wän­de sei­ner eige­nen Par­tei­freun­de. Selbst als die Staats­an­walt­schaft jede Men­ge Ermitt­lungs­ver­fah­ren gegen Held ein­lei­te­te, zeig­te sich der Nier­stei­ner Stadt­bür­ger­meis­ter uner­schüt­ter­lich fest in sei­nem Glau­ben an das Gute im Oppen­hei­mer Held.

Anfang die­ses Jah­res ging der Nier­stei­ner zum Neu­jahrs­emp­fang in die Nach­bar­stadt – aber nicht zu der alter­na­ti­ven Ver­an­stal­tung, zu dem unter ande­rem sei­ne Par­tei­freun­de ein­ge­la­den hat­ten. Nein, Gün­ther dräng­te sich bei der von Held aus­ge­rich­te­ten Fei­er wie gewohnt an die Sei­te des umstrit­te­nen SPD-Bun­des­po­li­ti­kers. Und als Ex-Land­rat Claus Schick (SPD) dort coram publi­co die nega­ti­ve Held-Bericht­erstat­tung als „Pogro­me“ bezeich­ne­te, soll Gün­ther begeis­tert Bei­fall geklatscht haben.

Mit einem Schlag ist das seit der letz­ten Nacht alles vor­bei! Gün­ther leg­te eine 180-Grad-Wen­de hin. Was treibt den Mann nur dazu, sich plötz­lich von sei­nem engen Polit-Gefähr­ten Held so über­stürzt abzu­set­zen? Hat er Druck von der eige­nen Par­tei-Füh­rung bekom­men?

Eini­ges spricht dafür. Seit über einer Woche liegt ein bemer­kens­wer­ter Brief beim CDU-Kreis­vor­stand. Hans-Georg Keß­ler aus Gau-Bischofs­heim hat ihn geschickt. Der CDU-Poli­ti­ker schreibt, er ver­mis­se eine kla­re Ansa­ge zum Fall Mar­cus Held. Und wört­lich „Die Oppen­hei­mer CDU hat sich im Kon­text der ‚Cau­sa Held’ neu auf­ge­stellt und ver­tritt eine kla­re Posi­ti­on. Chris­ti­an Bald­auf zeigt im Land­tag kla­re Kan­te und stellt den Innen­mi­nis­ter als obers­te Instanz der Kom­mu­nen. Und dazwi­schen?? Ledig­lich Tho­mas Gün­ther mit irri­tie­ren­den Aus­sa­gen wie ‚wir sit­zen alle im Glas­haus’…“

Keß­ler schreibt wei­ter, er hal­te es für drin­gend ange­bracht, dass sich der Kreis­vor­stand end­lich öffent­lich erklä­re. Er legt damit die Fin­ger in eine Wun­de, die vie­le CDU-Poli­ti­ker vor Ort seit Wochen stark schmerzt: Da gibt’s einer­seits die Quer­schüs­se von Tho­mas Gün­ther, der ohne Rück­sicht auf die eige­nen Ver­lus­te pro Held agier­te – und da gibt’s das Schwei­gen der „Obe­ren“, auf deren Hil­fe und Unter­stüt­zung die weni­gen Christ­de­mo­kra­ten an der Basis bis­lang ver­geb­lich hoff­ten.

Der CDU-Kreis­vor­stand hat den Keß­ler-Brief, den er seit Tagen vor­lie­gen hat, übri­gens noch nicht beant­wor­tet.

Wir doku­men­tie­ren bei­de Schrei­ben im Wort­laut:

Die Mail von Thomas Günther an die CDU-Mitglieder im VG-Rat:

Lie­be CDU-Kol­le­gin­nen und Kol­le­gen der CDU Frak­ti­on in der VG,

ich möch­te euch sofort dar­über infor­mie­ren, dass ich heu­te Abend im Ältes­ten­rat der VG und der AZ gegen­über den Rück­tritt von Stadt­bür­ger­meis­ter Mar­cus Held gefor­dert habe. Die neu­es­ten Erkennt­nis­se des heu­ti­gen Tages kön­nen nur eine Kon­se­quenz bedeu­ten:

Bis­her bin ich immer dafür ein­ge­tre­ten und habe das auch nach außen ver­tre­ten, dass die Unschulds­ver­mu­tung für mich einen hohen Stel­len­wert hat und wir war­ten soll­ten bis die Staats­an­walt­schaft oder ein Gericht eine Ent­schei­dung gefällt hat.

Die heu­te bekannt gewor­de­nen Vor­wür­fe sind aber so schwer­wie­gend, dass hier schnells­tens Kon­se­quen­zen gefor­dert wer­den müs­sen. Es geht nicht, dass ein Bür­ger­meis­ter ein Grund­stück erwirbt, die­ses Grund­stück vom Gewer­be­ge­biet in ein Misch­ge­biet umwan­deln lässt und dann die­ses Grund­stück zum dop­pel­ten Preis wei­ter­ge­kauft und dies noch unter einem Touch der sozia­len Gesin­nung. Das scha­det der gan­zen Poli­tik! In mei­nen Augen ist das ganz nah an unzu­läs­si­gen Hand­lun­gen. Dies kann ich als Bür­ger­meis­ter abso­lut nicht mehr akzep­tie­ren, zumal ich seit 20 Jah­ren selbst Bür­ger­meis­ter bin und wir in Nier­stein in keins­ter Wei­se auch nur annä­hernd sol­che Geschäf­te getä­tigt oder zuge­las­sen haben. Hier ist die rote Linie über­schrit­ten, sodass ich heu­te im Ältes­ten­rat und der Pres­se gegen­über dies auch erklärt habe. Ich fin­de es beson­ders schä­big, dass dies noch unter dem Deck­man­tel sozia­len Enga­ge­ments pas­siert. Die­ser Vor­gang schä­digt gene­rell die Poli­tik und die Bür­ger­meis­ter und kom­mu­na­len Ver­wal­tun­gen, die tag­täg­lich ord­nungs­ge­mäß nach bes­tem Wis­sen und Gewis­sen ihre Auf­ga­ben bewäl­ti­gen.

Genau­so ver­ur­tei­le ich, wenn einer bei Ruhmöl­ler schreibt, „Tho­mas Gün­ter und die CDU-Pala­di­ne der VG-CDU-Frak­ti­on“ – dies ist nicht nur par­tei­schäd­lich, son­dern dif­fa­mie­rend und ver­let­zend für die eige­nen Frak­ti­ons­mit­glie­der. Dar­über wer­den wir noch in der Frak­ti­on zu reden haben.

Mit freund­li­chen Grü­ßen,

Tho­mas Gün­ther

Der Brief von Hans-Georg Keßer an den CDU-Kreisvorstand:

Seit nun­mehr einem Jahr ist bekannt, dass es in der VG Rhein-Selz und der Stadt Oppen­heim Unre­gel­mä­ßig­kei­ten gibt. Ein „Whiz­zel­blo­wer“ war aktiv und mutig. Seit Vor­la­ge des LRH-Berichts ist doku­men­tiert, dass dort die Regeln der Kom­mu­nal­ver­fas­sung wie­der­holt und mas­siv miss­ach­tet wur­den. Regel­ver­stö­ße durch einen gut aus­ge­bil­de­ten Voll­ju­ris­ten und erfah­re­ne Ver­wal­tungs­ex­per­ten wie­gen hier dop­pelt schwer. Der Gemein­de ist wirt­schaft­li­cher Scha­den ent­stan­den. In Details wird deut­lich, dass vor Ort eine Günst­lings­wirt­schaft gepflegt wird. Vor­gän­ge wie die Nut­zung der Kir­che zur Ver­brei­tung poli­ti­scher Paro­len hat schon des­po­ti­sche Züge. Die Ermitt­lun­gen der Anwalt­schaft kom­men noch oben drauf. Sie müs­sen nun „ledig­lich“ noch bewer­ten, ob der Tat­be­stand der Untreue erfüllt ist.

Bemer­kens­wert, dass inzwi­schen auch die AZ – bis­her ein treu­er Freund der poli­ti­schen Prot­ago­nis­ten – die Lage erkannt hat und nun­mehr kri­tisch berich­tet, bis hin zu Rück­tritts­for­de­run­gen.

Die Oppen­hei­mer CDU hat sich im Kon­text der „Cau­sa Held“ neu auf­ge­stellt und ver­tritt eine kla­re Posi­ti­on. Chris­ti­an Bald­auf zeigt im Land­tag kla­re Kan­te und stellt den Innen­mi­nis­ter als obers­te Instanz der Kom­mu­nen. Und dazwi­schen ?? Ledig­lich Tho­mas Gün­ther mit irri­tie­ren­den Aus­sa­gen wie „wir sit­zen alle im Glas­haus“…

Die Posi­ti­on mei­ner CDU im Land­kreis zu die­sen Vor­gän­gen ist nicht erkenn­bar. Die CDU fin­det zu die­sem Punkt ein­fach nicht statt. Wo ist mei­ne CDU, um die Schwa­chen zu stär­ken und gegen die­se Poli­tik zu schüt­zen, die sich das Staats­we­sen unter­tan macht ?

Ich hal­te es für drin­gend ange­bracht, dass der Kreis­vor­stand hier kurz­fris­tig deut­lich Posi­ti­on bezieht und sich öffent­lich erklärt. Dies muss nicht die Vor­sit­zen­de sel­ber machen, die gleich­zei­tig auch Land­rä­tin ist. Wir haben Stell­ver­tre­ter gewählt, wir haben einen Frak­ti­ons­vor­stand im Kreis­tag.

Die Geset­ze und die Regeln der Kom­mu­nal­ver­fas­sung ste­hen über allem – auch über Koali­ti­ons­ver­trä­gen. Wobei es im Kreis­tag ein sol­ches Pro­blem nicht geben soll­te, da Herr Bar­ba­ro bereits deut­lich Posi­ti­on bezo­gen hat. 

Anbei zwei Pos­tings aus dem Blog von Herrn Ruhmöl­ler. Sie bezie­hen sich auf die neu­es­ten Erkennt­nis­se zum Umgang mit säu­mi­gen Zah­lern (Grund­stücks­käu­fe Krä­mer­eck-Süd). Von eini­gen Käu­fern wur­den Säum­nis­zu­schlä­ge ein­ge­for­dert. Ande­ren wur­den sie erlas­sen. Unter ande­rem wur­den sie von BM Held dem HGO-Geschäfts­füh­rer Held erlas­sen. Auch die­ses Vor­ge­hens­wei­se, dass ein Bür­ger­meis­ter mit sich sel­ber als Geschäfts­füh­rer Ver­trä­ge abschließt und der den GF kon­trol­lie­ren­de Vor­stand die glei­che Per­son ist, ist es wert, poli­tisch gewer­tet zu wer­den.

Mit freund­li­chem Gruß

Hans-Georg Keß­ler

24 Gedanken zu „Thomas Günther (CDU): Ich fordere den Rücktritt von Marcus Held!

  1. TT

    Ja, dem ist voll zuzu­stim­men. Was da in Rhein-Selz über Jah­re „her­an­ge­wach­sen“ ist, strahlt auf alle gro­ßen Par­tei­en und den gesam­ten Land­kreis nega­tiv aus.
    Die Ver­ant­wort­li­chen müs­sen wei­chen, not­falls aus dem Amt gedrängt wer­den, wenn sie nicht in der Lage sind, das ein­zu­se­hen.
    Und gene­rell ist eine Besin­nung not­wen­dig, wie man ver­ant­wort­lich mit Steu­er­gel­dern umzu­ge­hen hat und ein Ehren­amt rich­tig und unei­gen­nüt­zig wahr­nimmt.

  2. Ichmalwieder

    Jetzt wird auch all­mäh­lich auch klar, wes­halb der Bür­ger­meis­ter sooo lan­ge kei­ne Kon­se­quen­zen zie­hen woll­te (will?): Bis­her konn­te er sich dahin­ter ver­ste­cken: „Ich tat es für mein Oppen­heim“.

    Man konn­te ihm genü­gend Vor­wür­fe machen – er konn­te sich aber zumin­dest als Nicht-Berei­chern­der dar­stel­len, Nutz­nie­ßer waren Ande­re. Der Nut­zen war poli­ti­sche Unter­stüt­zung, und wenn sich dar­aus ein peku­niä­rer Vor­teil erge­ben soll­te, läuft das wie bei der im Gra­din­ger-Deal gemach­ten Aus­sa­ge von Frau Men­ger: War­um soll­te ein Ehren­bür­ger kei­ne Geschäf­te machen dür­fen .o.ä.

    Und nun … der Deal in Worms. Da gibt es meh­re­re Geschä­dig­te: das Blu­men­haus und die Dia­ko­ni­sche Ein­rich­tung. Dau­er­te ja ziem­lich lang, bis das ans Licht kam. Die AZ bekommt auf ein­mal Infor­ma­tio­nen.

    Bin mal gespannt, bis es heißt: „die Auf­klä­rung obliegt uns“ (damit gemeint AZ, LRH, SPD, Staats­an­walt­schaft),
    denn nur „wir“ sind die wah­ren Auf­klä­rer; Herr Ruhmöl­ler hat sei­ne Schul­dig­keit getan, er kann gehen.

    Der Drops ist gelutscht.

    Dan­ke, Whist­le-Blo­wer und Dan­ke, Herr Ruhmöl­ler: Die Spie­le (..ähem, das Fina­le) möge begin­nen.

  3. Bernd Harth-Brinkmann

    Heu­te 17:30 in den Sat1 Nach­rich­ten prä­sen­tiert von Herrn Appel­mann

    Sal­va­to­re Bar­ba­ro for­dert den Rück­tritt von Held.
    Bin auf die Reak­tio­nen der rest­li­chen Absah­ner gespannt.

  4. Karolinger

    Ich fas­se es nicht, Tho­mas Gün­ther, der BM von Nier­stein pol­tert mal wie­der und plap­pert von einer roten Linie, die über­schrit­ten sei. Ist TG eigent­lich klar, was er von sich gibt. Die „rote Linie“ wur­de von Held bereits durch sei­ne bis­he­ri­gen Ver­feh­lun­gen über­schrit­ten und das war spä­tes­tens seit Ver­öf­fent­li­chung des LRH-Berichts bekannt. Aber da pol­ter­te TG noch gegen den LRH (eine unab­hän­gi­ge Behör­de des Lan­des Rhein­land-Pfalz) und die whist­leb­lo­wer in der VG und schwa­dro­nier­te von Unschulds­ver­mu­tung und Ein­griff in die Kom­mu­nal­ver­wal­tung.

    Wenn für TG also erst jetzt die rote Linie über­schrit­ten wur­de, muss man im Umkehr­schluss anneh­men, dass er die bis­he­ri­gen Ver­feh­lun­gen des Hel­den aus Oppen­heim für ent­schuld­bar hält. Für einen Bür­ger­meis­ter, CDU-Frak­ti­ons­vor­sit­zen­den in der VG und ehe­ma­li­gen Land­tags­ab­ge­ord­ne­ten eine mehr als selt­sa­me Rechts­auf­fas­sung.

    Wie bei der SPD, so kommt auch TG’s state­ment und 180°-Wendung zu spät. Wer will ihm das noch abneh­men?

    Hell­hö­rig wer­de ich immer dann, wenn Poli­ti­ker unge­fragt beto­nen, noch nie dies oder das getä­tigt zu haben. Even­tu­ell soll­te man die Akti­vi­tä­ten um den Rhein-Selz-Park, für den TG sowohl als Nier­stei­ner BM wie auch als VG-Beauf­trag­ter tätig ist, näher beleuch­ten. Aber even­tu­ell war­ten wir mal bes­ser ob, bis die gro­ße Schar der Chi­ne­sen kommt und die Fach­schu­le eröff­net.

  5. CHE

    Tja , es wäh­re eine Chan­ce gewe­sen bei der letz­ten Stadt­rats­sit­zung ein Zei­chen zu set­zen und zu zei­gen , dass man den Bür­ger in Oppen­heim und Umge­bung ver­stan­den hat ! Aber es geht wei­ter in alter Stur­heit und Indo­lenz ! Da ver­las­sen die ehe­ma­li­gen Gefolgs­leu­te und Unter­stüt­zer von Herrn Held “ das sin­ken­de Schiff“ ! Selbst der Nier­stei­ner BM Gün­ther hat die Kur­ve bekom­men ! ( aus wel­chem Grund auch immer ) nur die SPD Stadt­rä­te in Oppen­heim kön­nen die Zei­chen der Zeit offen­sicht­lich weder hören noch sehen , weil sie immer noch ihre Köp­fe tief im “ Hel­denarsch “ ste­cken haben !
    Es bleibt eine zer­ris­se­ne Oppen­hei­mer Bür­ger­schaft zurück ‚die sich wünscht ‚dass der poli­ti­sche Sau­stall end­lich aus­ge­mis­tet wird !
    Da die Staats­an­walt­schaft ihrem Minis­ter wei­sungs­ge­bun­den ist ( ist noch niiiiie vor­ge­kom­men wer­den die Anwäl­te sagen) , kann es noch eine Wei­le dau­ern bis wir von die­ser Sei­te etwas hören .…SPD- SPD .….!! Bis Mon­tag ‚wei­ter so 😎

  6. Anonymous

    Die Vie­rer­ban­de Reit­zel, Held,Penzer und Gün­ther
    muss weg – sofort! Es ist uner­träg­lich zu sehen, wel­che Unsum­men an Steu­er­gel­dern die­se Her­ren
    täg­lich ver­sen­ken. Bei die­sen Gewinn­span­nen muss es ja soli­de Rück­la­gen für Wie­der­gut­ma­chun­gen und Rück­for­de­run­gen der Bür­ger geben.
    Bit­te, bit­te denn Rhein Selz Park nicht ver­ges­sen! die­ses Fass hat noch eine ande­re Dimen­si­on!
    JH
    JH

  7. Bernhard Torz

    Ist der frü­he­re SPD-Land­rat a.D. Claus Schick in Deckung gegan­gen oder berei­tet er sich auf eine neu­er­li­che Aus­sa­ge vor und packt dazu in unbe­schreib­li­cher Wei­se erneut den brau­en Gegen­ham­mer aus ?

  8. CHE

    Tja , da ver­las­sen doch eini­ge das sin­ken­de Schiff !! Sogar der Nier­stei­ner Bür­ger­meis­ter , man glaubst nicht !
    Nur die SPD Stadt­rä­te kön­nen die Zei­chen der Zeit nicht hören und nicht sehen ‚weil Sie alle den Kopf noch immer zu tief im „Hel­denarsch „ste­cken haben !
    Hät­ten eine gute Chan­ce gehabt auf der letz­ten Rats­sit­zung einen Anfang zu machen , war aber nix ! Nur wei­ter so ‚immer wei­ter . Ich fra­ge mich , wohin wol­len die Vasal­len denn noch ohne Lea­der ???

  9. Dr. Volkhart Rudert

    Herr Gün­ther spricht in sei­ner E-Mail davon, dass eine rote Linie über­schrit­ten sei: das erstaunt mich, denn somit dul­det er ja alle ande­ren bis­her bekannt gewor­de­nen und im Wesent­li­chen durch den Lan­des­rech­nungs­hof geprüf­ten und offen­ge­leg­ten Rechts­ver­stö­ße als sagen wir mal „übli­che Pra­xis“.
    Für kri­ti­sche Bür­ger der Stadt Oppen­heim, der Ver­bands­ge­mein­de, des Land­krei­ses, Rhein­hes­sens und viel­leicht auch des gesam­tem Bun­des­lan­des sind längst zahl­rei­che rote Lini­en über­schrit­ten und des­halb demons­triert ein an der Kom­mu­nal­po­li­tik inter­es­sier­ter Teil der Oppen­hei­mer Bür­ger­schaft Mon­tag für Mon­tag stand­haft vor dem Oppen­hei­mer Rat­haus, selbst wenn die Teil­neh­mer einem eisi­gen Ost­wind als Här­te­test aus­ge­setzt sein soll­ten.
    Noch­mals für Herrn Gün­ther: der Lan­des­rech­nungs­hof hat sorg­fäl­tig geprüft und die erkenn­ba­ren Rechts­ver­stö­ße offen­ge­legt und gerügt. Als „übli­che Pra­xis“ hat er sie nicht gewür­digt. Für die Kon­trol­le der Abhil­fe ist nun die Dienst­auf­sicht des Land­krei­ses zustän­dig.
    Die Staats­an­walt­schaft hat auf­grund eines Anfangs­ver­dachts zu klä­ren, ob die Rechts­ver­stö­ße im Ein­zel­fall gar in der Wie­der­ho­lung so schwer­wie­gend waren, das Ankla­ge nach der Straf­pro­zess­ord­nung erho­ben wer­den muss.
    Nicht jeder Ver­stoß gegen die Stra­ßen­ver­kehrs­ord­nung wird durch die Staats­an­walt­schaft ver­folgt, aber eine geblitz­te gering­fü­gi­ge Geschwin­dig­keits­über­schrei­tung bleibt eine ent­deck­te Geschwin­dig­keits­über­schrei­tung als Ver­stoß gegen die Regeln (StVO); des­halb ist man nicht gleich kri­mi­nell.

  10. H.S.

    Das eit­ri­ge SPD-Geschwür in Oppen­heim ist geplatzt!
    Nun stellt sich zwangs­läu­fig die Fra­ge nach dem tat­säch­li­chen Ent­zün­dungs­herd der tief klaf­fen­den Wun­de. Haben sich Meta­sta­sen gebil­det, gibt es resis­ten­te Erre­ger in der SPD und dem „Glas­haus“?
    Viel­leicht kann die OP-Fach­schwes­ter, Kath­rin Anklam-Trapp („Mein Team und ich….“), nähe­res zum Gesund­heits­zu­stand der SPD erklä­ren. Denn Mar­cus Held gehör­te noch vor weni­ge Stun­den zum Team Anklam-Trapp ./. Sip­pel!
    Wei­ter stellt sich die Fra­ge, wie will der enge poli­ti­sche Freun­des­kreis um Mar­cus Held künf­tig auf der poli­ti­schen Büh­ne in der Regi­on oder im Land­tag auf­tre­ten? Es kann dabei dahin­ge­stellt blei­ben, ob die SPD-Akteu­re um Held Kennt­nis­stand besa­ßen oder auch nicht! Allei­ne die Tat­sa­che, am lan­gen „Fest­hal­ten“ am „Hel­den“ und am inter­nen „SPD-Maul­korb“, lässt den enor­men Aus­druck einer Über­for­de­rung erken­nen. Kön­nen die­se SPD-Akteu­re noch Poli­tik für uns gestal­ten?
    Die gest­ri­ge Ver­öf­fent­li­chung der SPD, Alzey-Worms und Worms, reicht noch nicht ein­mal für eine Not­brem­sung! Der Zug der rhein­hes­si­schen SPD ist gegen die Wand gefah­ren, da hilft nur noch Tabu­la rasa.

  11. F.E.

    Tho­mas Gün­ther ver­sucht jetzt sei­nen Kopf zu ret­ten und tritt sei­nen nie­der­lie­gen­den Amts­kol­le­gen in Oppen­heim fei­ge in die .…. Es stellt sich aber bei Herrn Gün­ther die Fra­ge, wer denn sein Haus gekauft hat und war­um? Wie man hört zu einem erhöh­ten Preis und wie man hört mit frem­dem, aber nicht bei einer Bank auf­ge­nom­me­nen Geld. Es stellt sich auch die Fra­ge, wie glaub­wür­dig die Nier­stei­ner SPD ist, aus der sol­che Gerüch­te näm­lich ver­brei­tet wur­den, als Tho­mas Gün­ther noch treu zu sei­nem Kol­le­gen stand.

  12. Anonymous

    Kaf­fee und Kuchen ist bes­ser als Was­ser und Brot!
    Wenn ich mich rich­tig erin­ne­re, waren das die Wor­te von Herrn T. Gün­ther beim Neu­jahrs­emp­fang, zu dem er von sei­nem (Ex) Freund Held nach Oppen­heim ein­ge­la­den war? Viel­leicht hat Herr Gün­ther ja bald die Gele­gen­heit und kann mit Mar­cus Held bei einem ange­mel­de­ten Besuch mit beschränk­ter Besuchs­zeit, mal bei einem Gläs­chen Was­ser und einem Stück­chen Brot pro­bie­ren ob es ihm auch schme­cken könn­te. Hät­te man sich doch beim Neu­jahrs­emp­fang nur für Was­ser und Brot ent­schie­den, denn zu die­sem Zeit­punkt lag der Bericht des LRH mit hand­fes­ten Bewei­sen gegen Held schon vor und Herr Gün­ther sprach von Unschulds­ver­mu­tung. Herr Gün­ther, Sie haben sich zur fal­schen Sei­te bekannt und sich über Ihre eige­nen Par­tei­kol­le­gen und deren Mit­strei­ter gegen Held, lus­tig gemacht und nun wol­len Sie Ihren eige­nen Kopf ret­ten, indem Sie nun den Rück­tritt von Held for­dern. Wo ist jetzt Ihre Unschulds­ver­mu­tung? Es ist schon ver­blüf­fend, wie Sie Ihre Mei­nung inner­halb von nur 6 Wochen ändern. Wo ist Ihr Rück­tritts­an­ge­bot für Ihre Fehl­ein­schät­zung?

    • H. Kr.

      Oh Mann, Anony­mous, Gün­ther hat sei­ne Mei­nung nach Bekannt­wer­den der Immo­bi­li­en­de­als geän­dert, vor­her nicht.

      Das macht die vor­her­hi­ge Hal­tung zwar nicht bes­ser, aber so ein biss­chen logisch soll­te schon argu­men­tiert wer­den. Sonst kommt das als Bume­rang zurück.

  13. Paulus

    Also, IT-Exper­ten sol­len ein­deu­tig den Sprach- und Schreib­stil der Juso-Freun­de Göger­cins im neu­es­ten Arti­kel der „Wahr­heits­sei­te“ als wah­re Autoren iden­ti­fi­ziert haben.
    Die­se SPD-Fami­lie nimmt mit ihren Lamen­ti bereits tra­gisch-komi­sche Züge an und ord­net wahr­heits­wid­rig, kie­bes­hei­schen­de Jam­mer-Sprü­che unbe­kann­ter Her­kunft aus­ge­rech­net der christ­li­chen Bibel zu!

    Zitat: „Wie heißt es in der Bibel? „Lie­be mich dann, wenn ich es am wenigs­ten verdiene…denn dann brau­che ich es am meis­ten!“ 

    Ich – mich – Held! Liebt ihn!

    Ich hof­fe, alle die­se Juso-Jün­ger Helds tre­ten auch wie ange­kün­digt bal­digst aus der SPD aus.
    Es wür­de nicht unge­mein trau­rig oder gar sprach­los machen!

    • SZ

      Sor­ry, das sind ahnungs­lo­se Unge­bil­de­te! Das Zitat : „Wie heißt es in der Bibel? Lie­be mich dann, wenn ich es am wenigs­ten verdiene…denn dann brau­che ich es am meis­ten!“ – ist kein Zitat aus der Bibel. Es ist ein Apho­ris­mus aus den 70er Jah­ren.
      Ist immer toll, wenn sich Hei­den so gut in der Bibel aus­ken­nen.…

  14. Dahlem Helga

    @ Herrn Podes­ta. Die CDU in Oppen­heim war Herr Kre­the. Er war der Vor­sit­zen­de und hat alle in der CDU Oppen­heim geblen­det. Ange­stif­tet von Held und sei­nen Anhän­gern im Stadt­rat und bei zu Vie­len in der SPD.
    Man hat Kre­the des­halb aus der CDU ent­las­sen. Gott sei Dank. Soll­te man mit Herrn Span­gen­berg auch tun.
    Es gibt einen guten Neu­an­fang.
    Sie haben doch auch die Unter­stüt­zung der CDU bei den Mon­tags­de­mons­tra­tio­nen hier in Oppen­heim gese­hen und gehört. Dazu gehör­te Herr Gün­ther aber nicht und noch eini­ge im VG-Rat.
    Sie, wie all die Ande­ren und auch ich wol­len doch nur das Eine. Einen Neu­an­fang.

    • SG

      Hal­lo Frau Dah­lem, ich den­ke Herr Podes­ta sieht das eher in glo­ba­ler Hin­sicht. Die VG-CDU hat nichts, aber auch rein gar nichts, gegen die Held – Unter­stüt­zer unter­nom­men. Im Gegen­teil, man sonnt sich mit denen in der Gro­Ko, bei SF 50. Solan­ge TG die Frak­ti­on mit eiser­ner Hand führt, pas­siert NULL. Auch der Bericht des LRH wird nicht ernst genom­men. Nen­nen Sie mir kon­kret, was von der VG CDU unter­nom­men wur­de.

  15. gerd

    @ Keß­ler: :
    fyi:
    WHISTLE’ (nicht WHIZZEL) heißt in deutsch ‚PFEIFE’ – ‚WHIZZLE’ heißt ‚brut­zeln’
    WHISTLE-BLOWER wird mit ‚Hin­weis­ge­ber’ über­setzt!!!

    egal, wir ALLE soll­ten uns noch­mals bei dem muti­gen ‚Maul­wurf’ bedan­ken. Ohne die­se Leu­te wür­den wir nie etwas von all die­sen Zustän­den erfah­ren. Als Neben­ef­fekt wer­den wohl jetzt auch eini­ge Mil­lio­nen Euro ein­ge­spart / zurück gefor­dert.
    Man soll­te die ‚Auf­klä­rer’ pro­zen­tu­al an den Ein­spa­run­gen betei­li­gen und ihnen den Lan­des­ver­dienst­or­den über­rei­chen – so wür­den auch wei­te­re Bür­ger ermu­tigt!

    Ich fürch­te, daß auch in ande­ren Ver­wal­tun­gen ähn­li­che Zustän­de herr­schen (‚wer im Glas­haus sitzt’)? und sich kei­ner traut, der­ar­ti­ge Zustän­de auf­zu­de­cken.

  16. Kurt Podesta

    WER ist die CDU? in Oppen­heim?

    Ja, sie waren jah­re­lang Teil des Sys­tems Held und haben kräf­tig „mit­ver­dient“ als ein­zel­ne Prot­ago­nis­ten!

    • Jupp

      Och Herr Podesat, es gab eine CDu vor Kre­the und eine danach. Die Untrschei­de sind offen­sicht­lich. Schlimm nur, dass jetzt Kre­the an der Stadt­spit­ze steht.

    • F.E.

      Herr Podes­ta hat doch recht. Min­des­tens zwei­mal ist das Wein­gut Dah­lem auf Stadt­kos­ten beim Hof­fest in Ber­lin gewe­sen. Wein­trans­port etc. durch die Stadt Oppen­heim. Nach zu recher­chie­ren in der All­ge­mei­nen Zei­tung.

  17. Peter Bemmann

    Ehr­lich gesagt, fin­de ich es sehr anmu­tend, wie sich Herr Gün­ther jetzt zu die­sem Zeit­punkt äußert.
    Abwar­ten, bis ande­re den ers­ten Schritt getan haben, und sich dann auch zu mel­den, ist kei­ne beson­ders tol­le Art und Wei­se. Und bedeu­tet sei­ne For­mu­lie­rung „jetzt ist die rote Linie“ über­schrit­ten, dass man über alle ande­re Vor­wür­fe ein­fach hin­weg sehen kann oder soll?

    Ein CDU Mann soll­te nicht ver­ges­sen, dass es auch in der eige­nen Par­tei Vor­komm­nis­se gab, bei denen auch nicht jeder ein­ver­stan­den war, wie sie gelau­fen sind.

    Man soll­te sehr auf­pas­sen und nicht mit Stei­nen wer­fen, wenn man viel­leicht in einem Glas­haus sitzt.

  18. Echtsauer

    Die CDU um den Nier­stei­ner BM tut des­halb nix, weil die höchst­wahr­schein­lich da ganz tief mit drin ste­cken bzw. sol­che oder ähn­li­che Prak­ti­ken selbst leben, Stich­wort „Glas­haus“. Ich bin mal gespannt wie das mit dem Rhein-Selz-Park wei­ter­geht. Ich könn­te mir vor­stel­len, dass es da auch die eine oder ande­re „Unre­gel­mä­ßig­keit“ gibt…

  19. SG

    Die CDU in der VG Rhein-Selz zeigt auch in Zukunft unter der Frak­ti­ons­füh­rung von Tho­mas Gün­ther kei­ne Ein­sicht. Es geht nicht nur allei­ne um MH, son­dern auch viel­mehr um man­geln­de Kon­trol­le durch die VG-Füh­rung – und das seit län­ge­rer Zeit. Die CDU ist mit­ver­ant­wort­lich. Sie woll­te die­se Gro­Ko und trägt die­se ver­fehl­te Poli­tik mit. Betrach­ten wir den Schmu­se­kurs zwi­schen T. Gün­ther und dem Selz­tal­fürst, dann ist alles gesagt. Wenn die CDU nicht sofort Tho­mas Gün­ther in die Wüs­te schickt und zudem die Koali­ti­on sofort been­det, wird auch die CDU bei der Kom­mu­nal­wahl 2019 ein Desas­ter erle­ben.

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