Neuer Knall in Nierstein: Günthers private China-Firma entdeckt

Heu­te wol­len wir uns noch ein­mal im Oppen­hei­mer Nach­bar­städt­chen Nier­stein umschau­en. Vor eini­ger Zeit hat­ten wir uns den hei­li­gen Zorn des dor­ti­gen Stadt­bür­ger­meis­ters zuge­zo­gen: Tho­mas Gün­ther hat­te sich damit gebrüs­tet, chi­ne­si­sche Fir­men in sein Städt­chen geholt zu haben – und wir hat­ten uns erdreis­tet, das kri­tisch zu hin­ter­fra­gen. Seit­her ist viel Was­ser durch den Rhein geflos­sen, und der Mann tönt wie­der über­all her­um, sei­ne Chi­na-Rei­se zei­ge groß­ar­ti­ge wirt­schaft­li­che Erfol­ge. Grund genug, genau­er hin­zu­schau­en – und das fan­den wir dies­mal her­aus: CDU-Mann Gün­ther hat mit einer eige­nen Fir­ma begon­nen, selbst im Chi­na-Geschäft mit­zu­mi­schen. An sei­ner Sei­te: Ex-SPD-Land­rat Claus Schick. 

Warum der Stadtbürgermeister einen cholerischen Anfall kriegte

Begin­nen wir, frei nach Hein­rich Hei­ne, mit Erin­ne­run­gen aus Nier­stei­ner Schre­ckens­ta­gen: Tho­mas Gün­ther läuft, wenn Räso­neu­re sei­nen Weg kreu­zen, bekannt­lich schnell zur Höchst­form auf. Der CDU-Stadt­bür­ger­meis­ter droht dann nicht, wie wei­land der Dich­ter, mit Füsi­lie­rung, sein Ding scheint eher die Dif­fa­mie­rung zu sein: „Lüge“ schleu­dert er Kri­ti­kas­tern ent­ge­gen, auch „ver­dre­hen“, „umdre­hen“, „falsch dar­stel­len“. Und dazu noch „unsach­lich“, „geschäfts­schä­di­gend“, „per­sön­lich dif­fa­mie­rend“.

Mit solch bra­chia­ler Anma­che soll, die Tak­tik ist bekannt, jeder Ansatz von Kri­tik schon im Keim erstickt wer­den. Da schwingt sich einer auf wie ein Goril­la im tiefs­ten Urwald, breit­brust­ig trom­melnd: Ich hab’ recht! Ich! Ich! Ich!

Tho­mas Gün­ther in Action: In einem Bericht auf die­ser Web­sei­te hat­ten wir sei­ne voll­mun­di­gen Ankün­di­gun­gen zu hin­ter­fra­gen gewagt. Mit Hil­fe einer Chi­ne­sin, die in Nier­stein ein Restau­rant betreibt, hat­te er eine Chi­na-Rei­se unter­nom­men, auf der er – so ließ er hin­ter­her die Lokal­zei­tung berich­ten – die Mana­ger gro­ßer Kon­zer­ne getrof­fen habe, die in Nier­stein inves­tie­ren woll­ten.

Da wird man schon mal ungläu­big stau­nen dür­fen – in Rhein­land-Pfalz Lew­entz­scher Prä­gung zumal: Ein klei­ner rhein­hes­si­scher Lokal­po­li­ti­ker akqui­riert auf die Schnel­le ein paar Chi­na-Fir­men, sie­delt sie vor­geb­lich in sei­ner Klein­stadt an und lässt auf die­se Wei­se allent­hal­ben die Hoff­nung auf neu­en Wohl­stand und Reich­tum erblü­hen…

Zwei­fel kamen auf, weil die Lokal­zei­tung die Fir­men­na­men stän­dig anders schrieb. Auch tat es der Glaub­wür­dig­keit der Gün­ther­schen Erzäh­lun­gen nicht son­der­lich gut, als wir her­aus­fan­den: Die chi­ne­si­schen GmbHs, die angeb­lich schon Nie­der­las­sun­gen in Nier­stein gegrün­det hat­ten, waren im Han­dels­re­gis­ter nicht auf­find­bar, muss­ten mit­hin als nicht exis­tent gel­ten.

Der CDU-Stadt­bür­ger­meis­ter fühl­te sich von der­lei Recher­che-Ergeb­nis­sen, die wir im Bericht „Knall in Nier­stein: Wo sind nur die Chi­na-Fir­men?“ publi­zier­ten, per­sön­lich ange­fasst. Ihn anzwei­feln? Geht gar nicht! Da greift er an. Und macht den Affen.

Er schal­te­te umge­hend einen Anwalt ein. Der erwirk­te aller­dings kei­ne Unter­las­sung, was bei erwie­se­ner Falsch­be­richt­erstat­tung eine nor­ma­le Reak­ti­on wäre. Nein, der Anwalt des Stadt­bür­ger­meis­ters – einer aus der Kanz­lei von Franz-Peter Gal­lois, der wie Gün­ther für die CDU als Kom­mu­nal­po­li­ti­ker unter­wegs ist – prüf­te unse­ren Text sehr inten­siv (ver­mu­ten wir) und schrieb sodann hand­zahm, der Text lese sich, frei über­setzt, gar nicht nett. Wie man den armen Tho­mas Gün­ther nur so behan­deln kön­ne! Man möge sich bit­te bei ihm ent­schul­di­gen, der Mann lei­de schließ­lich!

Der­weil trak­tier­te Gün­ther sei­ne Whats­App-Grup­pe mit einem sei­ner cho­le­risch anmu­ten­den Anfäl­le. Wir zitie­ren aus einer sei­ner Rund­mails:

Ruhmöl­ler ver­dreht die gan­ze Sache und ver­sucht mit Unwahr­hei­ten wie­der ein­mal Schmutz zu wer­fen. Auf ande­re Unter­stel­lun­gen des Berich­tes gehe ich gar nicht ein, weil hier nur das bekann­te Ziel ver­folgt wird, wei­ter zu beschmut­zen.

Unwahr­hei­ten? Schmutz wer­fen? Dann schau­en wir noch ein­mal kurz auf die Fak­ten:

Am 28. Sep­tem­ber 2017 hat­te die „All­ge­mei­ne Zei­tung Lands­kro­ne“ berich­tet, dass „zwei gera­de neu gegrün­de­te Deutsch­land-Nie­der­las­sun­gen“ in Nier­stein inves­tie­ren woll­ten. Es han­de­le sich um die Toch­ter­un­ter­neh­men chi­ne­si­scher Kon­zer­ne; das Lokal­blatt schrieb wört­lich: „Gün­ther ver­spricht sich von den Ansied­lun­gen natür­lich Gewer­be­steu­er­ein­nah­men, ‚das ist ein wich­ti­ger Wirt­schafts­fak­tor für unse­re Stadt’. Die Fir­men woll­ten einen Teil ihrer Mit­ar­bei­ter aus Chi­na mit­brin­gen, aber auch Arbeits­plät­ze für ein­hei­mi­sche Arbeit­neh­mer schaf­fen.“

In dem Arti­kel heißt es auch, eine „Dele­ga­ti­on der Stadt Nier­stein“ pla­ne eine Chi­na-Rei­se, um Wirt­schafts­kon­tak­te auf­zu­bau­en und zu ver­tie­fen. So geschah es auch: Im Okto­ber 2017 flog Tho­mas Gün­ther für zehn Tage nach Asi­en; beglei­tet wur­de er unter ande­rem von Ex-SPD-Land­rat Claus Schick sowie Pierre Boos, dem Geschäfts­füh­rer der Wein- und Sekt­kel­le­rei Jakob Ger­hardt.

Am 7. Novem­ber 2017, nach sei­ner Rück­kehr, ließ der Stadt­bür­ger­meis­ter Gün­ther über die Zei­tung ver­brei­ten, dass der Trip durch das Reich der Mit­te ein vol­ler Erfolg gewe­sen sei: Die chi­ne­si­schen Fir­men hät­ten „bereits Nie­der­las­sun­gen in Nier­stein gegründet, ‚das ist nota­ri­ell unter Dach und Fach’, so Gün­ther“.

Am 15. Novem­ber 2017 ent­hüll­ten wir auf die­ser Web­sei­te, dass bei­de Fir­men beim Han­dels­re­gis­ter nicht bekannt sei­en. Wor­auf­hin Gün­ther früh­mor­gens besag­te Whats­App-SMS ver­schick­te, die so begann:

Ach der Ruhmöl­ler. Er behaup­tet stän­dig etwas, was lei­der nicht der Wahr­heit ent­spricht. Das ein­zi­ge was er kann, ist Sach­ver­hal­te umzu­dre­hen und falsch dar­zu­stel­len.

Am 24. Novem­ber 2017 beka­men wir Post von Gün­thers Anwalt. Der Jurist schrieb auf zwei­ein­halb DinA-4-Sei­ten viel nichts­sa­gen­des Zeug, bestä­tig­te aber aus­drück­lich, dass die chi­ne­si­schen Fir­men noch nicht beim Amts­ge­richt regis­triert sei­en:

Die Ein­tra­gung in das Han­dels­re­gis­ter kann und wird also in Kür­ze vor­ge­nom­men wer­den.

Tat­säch­lich ging plötz­lich alles ganz schnell: Zwei Tage nach unse­rem Bericht wur­de das Stamm­ka­pi­tal für die bei­den Fir­men ein­ge­zahlt. Mit der übli­chen Ver­spä­tung schrieb dann das Lokal­blatt am 28. Novem­ber 2017: Das Stamm­ka­pi­tal der bei­den chi­ne­si­schen Fir­men sei laut Nier­steins Stadt­bür­ger­meis­ter ein­ge­gan­gen. „Des­halb ste­he nun auch der vom Notar beim Amts­ge­richt zu bean­tra­gen­den Ein­tra­gung im Han­dels­re­gis­ter nichts mehr im Weg“.

Womit wir das schon mal geklärt hät­ten: Gün­thers Chi­na-Fir­men dürf­ten tat­säch­lich in Nier­stein ange­kom­men sein!

Dann müss­te es ja bald los­ge­hen: Neue Jobs! Neue Steu­er­ein­nah­men! Chi­na goes Nier­stein – der Auf­schwung kann kom­men!

Gut hun­dert Tages sind seit unse­rem ers­ten Bericht ver­gan­gen. Schau­en wir ein­fach mal nach, was sich seit­her getan hat.

Niersteiner Leben: Behüte mich Gott vor meinen Freunden…

Zum bes­se­ren Ver­ständ­nis von Tho­mas Gün­ther und auch zur Ein­ord­nung sei­ner Per­sön­lich­keit müs­sen wir an die­ser Stel­le einen schnel­len Sidestep machen, der die Ein­bet­tung Gün­thers in den Oppen­heim Skan­dal vor Augen führt:

In den letz­ten Mona­ten hat­te sich Nier­steins CDU-Stadt­bür­ger­meis­ter in schier unver­brüch­li­cher Treue hin­ter Mar­cus Held gestellt. Was auch immer auf die­ser Web­sei­te an neu­en dubio­sen Amts­ge­schäf­ten des Oppen­hei­mer SPD-Stadt­bür­ger­meis­ters ent­hüllt wur­de: Es mute­te nahe­zu ver­hal­tens­auf­fäl­lig an, wie eng sich Gün­ther an Helds Sei­te dräng­te.

Auch nach­dem der Lan­des­rech­nungs­hof unse­re Berich­te voll­auf bestä­tigt und wei­te­re rechts­wid­ri­ge Geschäf­te der Oppen­hei­mer Stadt­füh­rung auf­ge­deckt hat­te: Gün­ther & Held waren, so sagt man, wie ein „Kopp un Arsch“. Zwei, die neben­ein­an­der im Gleich­schritt mar­schier­ten. Bes­te Bud­dys über tren­nen­de Par­tei­gren­zen hin­weg, die sich blind­lings ver­stan­den.

Selbst als die Staats­an­walt­schaft immer mehr Ermitt­lungs­ver­fah­ren gegen Held ein­lei­te­te, dröhn­te Gün­ther: Auch für Held gel­te die Unschulds­ver­mu­tung. Rechts­wid­ri­ges Ver­hal­ten, gar straf­recht­lich rele­van­te Vor­gän­ge im Oppen­hei­mer Rat­haus? Das müs­se erst ein­mal nach­ge­wie­sen wer­den! Und, bitt­schön, der bös­ar­ti­ge Whist­leb­lo­wer müs­se end­lich zur Ver­ant­wor­tung gezo­gen wer­den.

Es schien, als schnü­re Gün­ther und Held ein unsicht­ba­res Band ganz eng zusam­men.

Der Schul­ter­schluss zwi­schen den bei­den Lokal­po­li­ti­kern, die sich in der poli­ti­schen Cou­leur unter­schei­den mögen, in ihrem rabau­zi­gen Auf­tre­ten aller­dings wie ein­ei­ige Zwil­lin­ge glei­chen, war eine Dau­er-Pro­vo­ka­ti­on für alle Christ­de­mo­kra­ten der Regi­on. Ein Bei­spiel aus jün­ge­rer Ver­gan­gen­heit: Gün­ther ging Anfang die­ses Jah­res nicht zum alter­na­ti­ven Neu­jahrs­emp­fang sei­ner Par­tei­freun­de in Oppen­heim – er zeig­te sich lie­ber Seit’ an Seit’ mit sei­nem skan­dalum­tos­ten Amts­bru­der bei des­sen städ­ti­schen Neu­jahrs­emp­fang in der Lands­kron­hal­le. Hier schlürf­te er den Gra­tis-Wein, den ihm sein Freund Mag­gus ein­schenk­te, und er soll begeis­tert mit­ge­johlt haben, als Ex-Land­rat Claus Schick (SPD) die Medi­en­kri­tik an Held als „Pogro­me“ bezeich­ne­te.

Erst als Mar­cus Held von der eige­nen Par­tei fal­len­ge­las­sen wur­de, weil er bei Immo­bi­li­en­ge­schäf­ten in die eige­ne Tasche gewirt­schaf­tet hat­te, da muss Gün­ther geahnt haben, dass er vom Sog des Held-Unter­gangs mit­ge­ris­sen wer­den könn­te. Schleu­nigst such­te er das Wei­te: Held, so tön­te er fort­an, habe eine rote Linie über­schrit­ten (wohl­ge­merkt: für Gün­ther erst jetzt)! „Ich war scho­ckiert, als ich das gele­sen habe, das ist für mich unfass­bar“, heu­chel­te er und tat ganz ent­setzt: „Die heu­te bekannt gewor­de­nen Vor­wür­fe sind so schwer­wie­gend, dass hier schnells­tens Kon­se­quen­zen gefor­dert wer­den müs­sen.“

Behü­te mich Gott vor mei­nen Freun­den, mit den Fein­den will ich schon allein fer­tig wer­den – so lau­tet ein geflü­gel­tes Wort, das in Nier­stein mit Leben gefüllt wird. Der CDU-Stadt­bür­ger­meis­ter Tho­mas Gün­ther zeig­te uns sein wah­res Gesicht, als er Held via Pres­se die Freund­schaft auf­kün­dig­te. Ange­sichts der jah­re­lang offen zele­brier­ten Kum­pa­nei mit dem SPD-Mann wirk­te sei­ne öffent­li­che Ent­rüs­tung nur auf­ge­setzt und unglaub­wür­dig.

Ein CDU-Mit­glied in Nier­stein sag­te: „Ziem­lich ver­lo­gen, die­se Num­mer.“

Schmuddel-Herberge dient Chinesen als Briefkastenfirma

Und damit sind wir ange­kom­men: Herz­lich will­kom­men in Nier­stein unter CDU-Stadt­bür­ger­meis­ter Tho­mas Gün­ther im Jahr 2018!

Vor kur­zem leg­te ein Schiff am Fluss­ufer des rhein­hes­si­schen Städt­chens an und setz­te eine Rei­se­grup­pe Chi­ne­sen an Land ab. Gün­ther und der Geschäfts­füh­rer der Wein- und Sekt­kel­le­rei Jakob Ger­hard, Pierre Boos, luden die Rei­se­grup­pe zu einem Emp­fang ein, bei dem auch Ex-Land­rat Claus Schick und der kom­mis­sa­ri­sche Bür­ger­meis­ter der Stadt Oppen­heim, Hel­mut Kre­the, auf­kreuz­ten.

Und wie­der ver­kün­de­te Gün­ther laut­hals, was die loka­len Blätt­chen prompt nahe­zu wort­gleich wie­der­ga­ben:

Es zeigt sich immer mehr, dass unser dama­li­ger Besuch in Chi­na Nach­hall in Form von wirt­schaft­li­chen und tou­ris­ti­schen Erfol­gen fin­det.“

Das hört man doch mit Freu­de! Nach­hall in Form wirt­schaft­li­cher Erfol­ge – das schau­en wir uns ger­ne etwas genau­er an:

Ger­ma­ny Hong GmbH“ nennt sich die eine Fir­ma, die Gün­ther nach Nier­stein gelotst haben will, die ande­re nennt sich in einem merk­wür­di­gen Gemisch aus Deutsch und Eng­lisch „Ger­ma­ny Moti­on Tech­no­lo­gie GmbH“. Es han­delt sich angeb­lich um Unter­neh­men „mit meh­re­ren hun­dert Mit­ar­bei­tern, die laut Günther Modu­le für Moto­ren und elek­tri­sche Klein­tei­le her­stel­len und Zulie­fe­rer für gro­ße inter­na­tio­na­le Fir­men wie Audi, VW, Apple oder Sam­sung sind“. So stand’s in der Zei­tung, die vom Stadt­bür­ger­meis­ter direkt infor­miert wur­de und deren Bericht­erstat­tung er bis­her nicht kri­ti­siert hat. Man will uns wohl glau­ben machen: Gün­ther hat rich­tig poten­te Fir­men geholt!

Fra­ge: Hat wer die Fir­men schon gese­hen in Nier­stein? Bei­de sol­len bereits vor Mona­ten Nie­der­las­sun­gen gegrün­det haben, hat­te der Stadt­bür­ger­meis­ter gesagt. Sind sie eigent­lich schon irgend­wo auf­ge­taucht?

Wir haben sie ent­deckt, und wenn Sie mehr wis­sen wol­len, die gan­ze Wahr­heit, dann sei­en Sie gewarnt: Dann müs­sen Sie ganz tap­fer sein!

Das Hotel-Restau­rant „Alter Vater Rhein“ in Nier­stein.

Ken­nen Sie das Hotel-Restau­rant „Alter Vater Rhein“? Es liegt in der Gro­ßen Fischer­gas­se, einer engen Ein­bahn­stra­ße, die von der Main­zer Stra­ße (B 9) aus ein­fahr­bar ist. Lin­ker Hand, Haus­num­mer 4, da liegt das Gast­haus: Zwei­stö­ckig, die Haus­fas­sa­de war einst­mals kit­schig-bunt bemalt, jetzt wirkt alles ziem­lich her­un­ter­ge­kom­men, ver­wahr­lost, schmud­de­lig.

Wir haben ver­sucht, das Hotel bzw. Restau­rant auf­zu­su­chen. Geht nicht! Das Tele­fon: seit Wochen nicht besetzt. Die Ein­gangs­tür: seit Wochen abge­schlos­sen. Mails wer­den nicht beant­wor­tet. Als wir unlängst klin­gel­ten, erschien ein Asia­te an der Tür, lug­te durch einen schma­len Spalt, ver­stand kein Deutsch, woll­te kein Eng­lisch spre­chen, schloss die Tür wie­der zu. Auf dem Park­platz sta­pelt sich Leer­gut, wuchert Unkraut.

„Echt gei­le Küche“ erwar­tet den Gast – angeb­lich.

Links neben der Ein­gangs­trep­pe hängt die Spei­se­kar­te in einem Kas­ten, das Glas so ver­dreckt, dass man das „kuli­na­ri­sche“ Ange­bot kaum lesen kann. Rechts vor der Trep­pe steht ein Schild: „Echt gei­le rhein­hes­si­sche Küche“. Auf der obers­ten Stu­fe, direkt neben der Ein­gangs­tür, stinkt ein über­vol­ler Ziga­ret­ten­ei­mer, dar­über hängt ein Stahl­blech-Brief­kas­ten mit ein­ge­stanz­tem Post­horn…

Das ist das Tra­di­ti­ons-Gast­haus „Alter Vater Rhein“. Und hier fin­den wir sie alle­samt, Gün­thers Chi­ne­sen-Fir­men, die für ihn „wirt­schaft­li­chen Erfolg“ sym­bo­li­sie­ren. Die Namen der Unter­neh­men ste­hen auf einem aus­ge­ris­se­nen Zet­tel, der mit durch­sich­ti­gen Tesa-Strei­fen auf die dun­kel­brau­ne Post­box geklebt wur­de:

Die „Ger­ma­ny Hong GmbH“ und die „Ger­ma­ny Moti­on Tech­no­lo­gie GmbH“, die angeb­li­chen Nie­der­las­sun­gen inter­na­tio­na­ler Auto­mo­bil-Zulie­fer­kon­zer­ne, haben ihren Fir­men­sitz in die­sem her­un­ter­ge­kom­me­nen Nier­stei­ner Gast­hof gefun­den.

Dazu gibt es hier – das mag noch durch­aus nahe­lie­gend sein – eine Fir­ma mit dem Namen „Alter Vater Rhein GmbH“.

Außer­dem haben unter die­ser Adres­se eine ASAP Glo­bal GmbH“ und eine BBG Ger­ma­ny GmbH“, eine „Jun­cun Glo­bal GmbH“ und noch eine „L.Rhein GmbH“ ihren Fir­men­sitz.

Der Chi­na-Erfolg von Gün­ther, doku­men­tiert am Hotel-Brief­kas­ten.

Soll das der ver­spro­che­ne „wirt­schaft­li­che Erfolg“ nach Gün­thers Chi­na-Rei­se sein? Ein leer­ste­hen­des Schmud­del-Hotel mit geschlos­se­nem Restau­rant als Brief­kas­ten-Adres­se für Depen­dan­cen gro­ßer chi­ne­si­scher Unter­neh­men?

Neue Arbeits­plät­ze und höhe­re Steu­er­ein­nah­men hat­te Tho­mas Gün­ther ver­spro­chen – mit die­sen Fir­men?

Wir wür­den ger­ne detail­lier­te­re Infor­ma­tio­nen über die GmbHs ver­ra­ten, aber das gestal­tet sich äußerst schwie­rig. Bei den meis­ten der genann­ten Fir­men hat eine Frau Xin­ru Groß­kopf ihre Fin­ger mit im Spiel. Sie ist die Betrei­be­rin des Gast­hau­ses „Alter Vater Rhein“. Als sie das tra­di­ti­ons­rei­che Geschäft im Jahr 2015 über­nahm, ver­mel­de­te die Lokal­zei­tung hap­py:

Ich lie­be die­ses Haus, egal wie alt“: Xin Ru Fang sitzt unter Holz­schnitz­ar­bei­ten und Wand­ma­le­rei­en mit zünf­ti­gen Trink- und Lebens­weis­hei­ten. Die zier­li­che jun­ge Frau ver­mit­telt auf den ers­ten Blick nicht den Ein­druck, als ob rhein­hes­si­sche gefüll­te Klö­ße auf Rahm­kraut oder ein kräf­ti­ger Schluck vom Roten Hang zu ihrem regu­lä­ren Spei­se­plan gehört. Doch das täuscht: Die seit vie­len Jah­ren in Deutsch­land hei­mi­sche Chi­ne­sin und ihre Fami­lie über­neh­men zum 1. März die Geschi­cke des Nier­stei­ner Tra­di­ti­ons­hau­ses „Alter Vater Rhein“. Und Carl Zuck­may­ers Leib­ge­richt, eben jene gefüll­ten Klö­ße, blei­ben eben­so auf der Spei­se­kar­te wie so man­cher gute Trop­fen aus der Regi­on.

Es waren wohl eher from­me Wunsch­ge­dan­ken, die der Redak­teu­rin den Text dik­tier­ten. Bin­nen kur­zer Zeit ent­fern­te sich das Tra­di­ti­ons­haus wei­test­mög­lich von jed­we­der Gast­lich­keit: Küche und Hotel­le­rie – wenn es sie denn noch gibt, wor­auf nichts hin­deu­tet – dürf­ten selbst Men­schen in bit­ters­ter Not nicht zu locken ver­mö­gen.

Die Päch­te­rin, die in der Zei­tung – wie spä­ter auch von Stadt­bür­ger­meis­ter Gün­ther – stets mit dem Namen Xin­ru Fang vor­ge­stellt wur­de, ist eine Chi­ne­sin, die laut Lokal­zei­tung seit 2003 in Deutsch­land lebt und 2008 einen Nier­stei­ner hei­ra­te­te, mit dem sie in Frank­furt woh­nen soll. Nach­weis­lich heißt sie seit­her Xin­ru Groß­kopf, nennt sich jedoch offen­bar immer wie­der Frau Fang. War­um sie unter zwei Namen auf­tritt? Als wir sie am Han­dy erreich­ten und danach fra­gen woll­ten, leg­te sie gleich wie­der auf. Unse­re Mails beant­wor­te­te sie nicht. Sie wird ihre Grün­de haben.

Spu­ren die­ser Frau ent­de­cken wir in Meck­len­burg-Vor­pom­mern, wo die heu­te 41-Jäh­ri­ge vor gut zehn Jah­ren zeit­wei­lig einen Han­del mit bunt gemisch­tem Aller­lei (Sou­ve­nirs, Möbel, Schmuck, Bau­ma­te­ri­al, Stahl und Schrott, Autos und Rei­sen) lei­te­te. 2011 wur­de die Fir­ma gelöscht.

Die Frau tauch­te dann in Esch­born vor den Toren Frank­furts auf, wo sie in einem der gro­ßen Büro­häu­ser eine klei­ne Fir­ma („G&P UG haf­tungs­be­schränkt“) für Damen­be­klei­dung und Hoch­zeits­be­darf eröff­ne­te. Laut Han­dels­re­gis­ter nann­te sie sich jetzt Xin­ru Groß­kopf. Die Fir­ma gibt es seit 2013 nicht mehr.

Anfang 2015 grün­de­te sie als antei­li­ge Gesell­schaf­te­rin und Geschäfts­füh­re­rin für den Betrieb des Nier­stei­ner Hotel-Restau­rants die „Alter Vater Rhein GmbH“ (AG Mainz HRB 46189).

Wenig spä­ter wur­de unter der­sel­ben Adres­se die ASAP Glo­bal GmbH“ (HRB 46441) gegrün­det: Xin­ru Groß­kopf ist eine von drei Geschäfts­füh­rern – das Unter­neh­men, das in Rod­gau-Duden­ho­fen eine Nie­der­las­sung betreibt, han­delt laut Inter­net-Dar­stel­lung mit gebrauch­ten Stra­ßen­bau-Maschi­nen.

Es folg­te wenig spä­ter die Grün­dung der BBG Ger­ma­ny GmbH“: Geschäfts­füh­ren­de Gesell­schaf­te­rin ist auch hier Xin­ru Groß­kopf, in die­sem Unter­neh­men han­delt sie mit Lebens­mit­teln.

Und schließ­lich sitzt die Frau in den bei­den neu gegrün­de­ten Nie­der­las­sun­gen der chi­ne­si­schen Kon­zer­ne: Bei „Ger­ma­ny Hong GmbH“ ist sie Mit­ei­gen­tü­me­rin. Bei der „Ger­ma­ny Moti­on Tech­no­lo­gie GmbH“ sitzt sie mit in der Geschäfts­füh­rung. Tho­mas Gün­ther weiß, was die Fir­men machen – sag­te er jeden­falls der Zei­tung: „Die Ger­ma­ny Hong GmbH stellt Lager­pro­duk­te für Autos, Flug­zeug­tei­le und Maschi­nen her.“ Die Ger­ma­ny Moti­on Tech­no­lo­gie GmbH habe sich „auf den Bau von elek­tro­ni­schen Mess­ge­rä­ten und Modu­len spe­zia­li­siert“.

Frau Xin­ru Groß­kopf muss wirk­lich ein unter­neh­me­ri­sches Mul­ti-Talent sein! Von Hoch­zeits­klei­dung über schwe­re Bau­fahr­zeu­ge und Lebens­mit­teln bis hin zu elek­tro­ni­schen Mess­ge­rä­ten und Lager­pro­duk­ten für Autos und Flug­zeu­ge – sie kann offen­bar alles.

Ob wirk­lich alles mit rech­ten Din­gen zugeht? Das weiß der­zeit nur sie allein.

Günthers Geheimnis: Chinesen-Firma mit dem Ex-Landrat

Als wir vor vier Wochen beim alten Gast­haus an der Gro­ßen Fischer­gas­se in Nier­stein anklopf­ten, wies das Brief­kas­ten-Namens­schild noch auf eine Fir­ma namens „L.Rhein GmbH“ hin, die laut Han­dels­re­gis­ter mit Instru­men­ten und Gerät­schaf­ten für Mess- und Regel­tech­nik han­delt und inzwi­schen nach Frank­furt umge­sie­delt sein soll.

Die aktu­el­le Fir­men­samm­lung am Brief­kas­ten des Gast­hau­ses „Alter Vater Rhein“.

Ein wei­te­rer Name am Brief­kas­ten nann­te eine „Jun­cum Glo­bal GmbH“, die im Han­dels­re­gis­ter lei­der nicht auf­zu­trei­ben ist, wes­halb wir kon­sta­tie­ren müs­sen, dass es sich um eine Fake-Fir­ma han­del­te.

Die bei­den Fir­men­na­men „L.Rhein GmbH“ und „Jun­cum Glo­bal GmbH“ sind inzwi­schen vom Brief­kas­ten ver­schwun­den, dafür hat jetzt neben dem „Deutsch­land HBR E.V.“ (ein ein­ge­tra­ge­ner Ver­ein die­ses Namens fin­det sich kei­nem der uns zugäng­li­chen Ver­eins­re­gis­ter) ein neu­es Unter­neh­men sei­nen Sitz in der Gro­ßen Fischer­gas­se 4 gefun­den: die „Ger­ma­ny Rhein Buil­ding and Tra­ding GmbH“.

Als wir im Han­dels­re­gis­ter nach Eigen­tü­mern und Geschäfts­füh­rern nach­schau­ten, erleb­ten wir eine Über­ra­schung:

Die Grün­dungs­ge­sell­schaf­ter sind:

➜ ein Chi­ne­se namens Zhi­gang Chen (22,5%);

➜ die uns inzwi­schen bes­tens bekann­te Betrei­be­rin des Gast­hau­ses „Alter Vater Rhein“, die chi­ne­si­sche Mul­ti-Unter­neh­me­rin Xin­ru Groß­kopf (20%);

➜ der Wein­händ­ler Pierre Boos aus Wein­ols­heim (22,5%).

und – jetzt kommt’s:

➜ Claus Schick, der ehe­ma­li­ge SPD-Land­rat von Mainz-Bin­gen (20%);

sowie

➜ Tho­mas Gün­ther, der CDU-Stadt­bür­ger­meis­ter von Nier­stein (15%)

Die­ses Doku­ment aus dem Han­dels­re­gis­ter nennt die Grün­dungs­ge­sell­schaf­ter der „Ger­ma­ny Rhein Buil­ding and Tra­ding GmbH“

Die Namen die­ser Fünf erschei­nen in der Grün­dungs­ur­kun­de vom 19. Dezem­ber 2017 (UR​.Nr. 400/2017 der Nota­rin Mai­ke Strö­mer, Frank­furt). Beim Grün­dungs­akt ließ sich Tho­mas Gün­ther noch von Xin­ru Groß­kopf ver­tre­ten. Am 27. Dezem­ber 2017 reis­te er dann eigens nach Frank­furt, um den Grün­dungs­akt bei Nota­rin Strö­mer rechts­förm­lich zu geneh­mi­gen (UR​.Nr. 408/2017).

Da fra­gen wir uns doch: Wel­ches unter­neh­me­ri­sche Inter­es­se hat die fünf Grün­dungs­ge­sell­schaf­ter – vor allem auch die Her­ren Gün­ther und Schick – gelei­tet? Auf­schluss bie­tet der Gesell­schafts­zweck der am 1. März 2018 unter HRB 47991 in das Han­dels­re­gis­ter beim Amts­ge­richt Mainz ein­ge­tra­ge­nen Gesell­schaft:

Im- und Export von Lebens­mit­teln aller Art, ins­be­son­de­re von Wein- und Likör­spe­zia­li­tä­ten, Spi­ri­tuo­sen und nicht alko­ho­li­schen Geträn­ken. Fer­ner die Pla­nung, Bera­tung und Umset­zung von Bau­pro­jek­ten sowie die Durch­füh­rung von Ver­an­stal­tun­gen und Events im In- und Aus­land.

Ein ziem­li­cher Gemischt­wa­ren­la­den. Sicher darf man Tho­mas Gün­ther, von Hau­se aus Ver­trieb­ler von Solin­ger Klin­gen, zutrau­en, auch Lebens­mit­tel an den Mann oder die Frau zu brin­gen. Bri­sant aber eher – Oppen­heim lässt grü­ßen – das Stand­bein im Immo­bi­li­en­ge­schäft:

Wol­len sich die Herr­schaf­ten – nament­lich der CDU-Stadt­bür­ger­meis­ter und der EX-SPD-Land­rat – etwa unter­neh­me­risch am Rhein-Selz-Park betei­li­gen? Inter­es­sant in die­sem Zusam­men­hang: Der Gesell­schafts­ver­trag der „Ger­ma­ny Rhein Buil­ding and Tra­ding GmbH“ gibt Gün­ther und Schick mit ihrem Betei­li­gungs­pa­ket von zusam­men 37,5% eine Sperr­mi­no­ri­tät, also nicht uner­heb­li­chen Ein­fluss.

Immer­hin: Bei Grün­dung der Gesell­schaft zeig­te Gün­ther – der akti­ve Kom­mu­nal­po­li­ti­ker – noch eine gewis­se Scham. Den Außen­auf­tritt des Unter­neh­mens, näm­lich die Geschäfts­füh­rung und Ver­tre­tung der Gesell­schaft, über­ließ er Xin­ru Groß­kopf – und Claus Schick.

Mit dem Wis­sen um die Fir­men­neu­grün­dung am 19. Dezem­ber 2017 wird uns heu­te so eini­ges klar:

  • Claus Schick war lan­ge Jah­re Land­rat von Mainz-Bin­gen, ein stram­mer SPD-Mann. Bevor er Ende Sep­tem­ber letz­ten Jah­res in den Ruhe­stand trat, mach­te CDU-Mann Gün­ther den Genos­sen zum Ehren­bür­ger von Nier­stein. Wirk­lich wegen sei­ner Ver­diens­te für Nier­stein? Oder plan­te man damals schon die gemein­sa­me Fir­ma, und woll­te Gün­ther sei­nem alten Kum­pel ein­fach mal was Gutes tun, ger­ne auch auf Kos­ten sei­nes Städt­chens?
  • Nach­dem Claus Schick beim Oppen­hei­mer Neu­jahrs­emp­fang die Pres­se­kri­tik an sei­nen Par­tei­freund Mar­cus Held als „Pogro­me“ bezeich­net hat­te, empör­ten sich selbst füh­ren­de Genos­sen über die­se unge­heu­er­li­che Ent­glei­sung. CDU-Mann Gün­ther dage­gen schwieg. Jetzt wis­sen wir war­um: Er war bereits mit Schick unter­neh­me­risch aktiv. Pri­va­te Geschäf­te schei­nen die­sem Mann wich­ti­ger zu sein als poli­ti­sche Moral.
  • Im ganz neu­en Licht erschei­nen auch Gün­thers Aus­fäl­lig­kei­ten, nach­dem wir im letz­ten Novem­ber sei­ne Chi­na-Dar­stel­lun­gen kri­tisch hin­ter­fragt hat­ten. Sei­nen Anwalt ließ er schrei­ben:

Ihr Arti­kel „Knall in Nier­stein: Wo sind nur die Chi­na-Fir­men?“ erschöpft sich also in einer rei­ße­risch dar­ge­brach­ten, blo­ßen Ver­mu­tung Ihrer­seits, die jeg­li­ches jour­na­lis­ti­sche Niveau ver­mis­sen lässt und offen­bar nur dazu die­nen soll, Herrn Tho­mas Gün­ther in der Öffent­lich­keit zu dis­kre­di­tie­ren.

Schon damals wuss­te Gün­ther, dass er mit Schick, Groß­kopf & Co. eine eige­ne Fir­ma grün­den woll­te. Nur einen Monat spä­ter unter­schrieb er die Grün­dungs­ur­kun­de mit dem Gesell­schafts­ver­trag…

Heu­te dür­fen wir ver­mu­ten, dass Tho­mas Gün­ther mit sei­ner maß­los über­zo­ge­nen Reak­ti­on und Atta­cke gegen einen Jour­na­lis­ten nur ver­hin­dern woll­te, dass das Geheim­nis sei­nes pri­va­ten Geschäfts jemals publik wür­de. Bei­na­he wäre es ihm gelun­gen: Wer ahnt auch schon, dass ein schlich­ter Zet­tel am Brief­kas­ten eines her­un­ter­ge­kom­me­nen Gast­hofs zur Gesell­schafts­grün­dung des Stadt­bür­ger­meis­ters führt?

Und in der Tat: Gün­ther muss die Gesell­schafts­grün­dung im Nach­hin­ein als hoch­gra­dig bri­sant emp­fin­den. Nicht zuletzt, nach­dem sei­nem Ex-Kol­le­gen und Ex-Bud­dy Held im benach­bar­ten Oppen­heim die Ver­qui­ckung von pri­va­ten Inter­es­sen und öffent­li­chem Amt zum Ver­häng­nis gewor­den war und sich gera­de Gün­ter dar­über medi­en­wirk­sam ent­rüs­tet gezeigt hat­te. Er – Gün­ther – muss wohl gespürt haben, dass er selbst mit der GmbH-Grün­dung die von ihm voll­mun­dig pro­pa­gier­te „rote Linie“ über­schrit­ten hat:

Nur so ist zu erklä­ren, dass Nota­rin Mai­ke Strö­mer unlängst, unter dem Datum vom 1. März 2018, eine neue, geän­der­te Gesell­schafter­lis­te beim Han­dels­re­gis­ter hin­ter­leg­te. Danach hat Gün­ther sei­ne Grün­dungs­be­tei­li­gung von 15 Pro­zent zu glei­chen Tei­len an die Mit­ge­sell­schaf­ter Chen, Groß­kopf und Boos abge­ge­ben. Ob die dar­über auch wirt­schaft­li­che Eigen­tü­mer der Betei­li­gung gewor­den sind oder nur als Treu­hän­der Gün­thers fun­gie­ren, ist nicht über­lie­fert und anhand des Han­dels­re­gis­ters auch nicht zu veri­fi­zie­ren.

Nicht nur Oppen­heim, nein, erkenn­bar auch in Nier­stein gibt es nichts, was es nicht gibt.

73 Gedanken zu „Neuer Knall in Nierstein: Günthers private China-Firma entdeckt

  1. Besorgter Bürger

    Gibt es es hier eigent­lich noch Poli­ti­ker die nicht völ­lig kor­rupt sind?

    • karl kaiser

      Die gibt es.
      Man­che sind nur teil­wei­se kor­rupt.

  2. J.

    Her­aus­drän­gen, wo ein frei­will­ger Rück­zug ver­passt wur­de!

    CDU Rhein-Selz: Par­teivro­stand will Kre­the aus der Frak­ti­on drän­gen“ (Orgi­nal AZ)
    Her­aus­drän­gen? Inter­es­sant, dass das über­haupt not­wen­dig ist. Wäre nicht der for­ma­le Aus­schluss des Herrn Kre­the durch die Frak­ti­on, spä­tes­tens 2017 nach dem Aus­schluss im Oppen­hei­mer Stadt­par­la­ment, ange­bracht gewe­sen? Ein Mensch mit For­mat wür­de wohl, wenn er 2016 „sei­ne“ Par­tei ver­lässt logi­scher­wei­se auch eine CDU-Frak­ti­on ver­las­sen, egal auf wel­cher Ebe­ne. Hier ging es offen­sicht­lich für Herrn Kre­the und TG nur dar­um das „bewähr­te“ Geflecht mit wech­sel­sei­ti­gen Vor­teils­ge­wäh­run­gen zu erhal­ten. Die AZ schreibt „Nun kann Kre­the natür­lich nicht gezwun­gen wer­den, sein Man­dat abzu­ge­ben“.
    Hm, mag sein, dass ich mich irre aber mM ist Kre­the als Mit­glied des VG-Rates gewählt, die­ses Man­dat kann man ihm sicher nicht ent­zie­hen. Sehr wohl aber den Sta­tus als Mit­glied einer Frak­ti­on. Das Sys­tem Held/Günther wird durch ein wei­ter so sicher nicht gesprengt.
    In typi­scher Gün­ther Manier wird mal wie­der gepol­tert –„„unge­heu­er­li­cher Vorgang““.Aha, wenn bei Herrn Gün­ther und Kon­sor­ten kein Ver­än­de­rungs­wil­le erkenn­bar ist, man wei­ter alte Seil­schaf­ten pflegt, so muss vom Vor­stand der Par­tei agiert wer­den. Mit einem wei­ter so Herr Gün­ther ist die CDU für mich auf loka­ler Ebe­ne abso­lut unwähl­bar. Zeit für Ver­än­de­rung!
    Scha­de, dass die AZ hier ähn­lich wie im Vor­jahr beim Held Skan­dal Gün­ther von Ver­schwö­run­gen gegen sei­ne Per­son fabu­lie­ren lässt.

  3. Gert Frisch

    Nur mal so am Ran­de – lie­ge ich da rich­tig?
    Am 26. oder 27.2.18 hat M.Held für T. Gün­ther eine rote Linie über­schrit­ten und am 01.03.18 schei­det T. Gün­ther aus der Chi­na – Gesell­schaft wie­der aus ?
    Hmm !?

    • Ichmalwieder

      Nicht am Ran­de, Sie tref­fen ver­mut­lich in Schwar­ze.

      Kuri­os ist wahr­schein­lich die Tat­sa­che, dass die per­sön­li­che Vor­teils­nah­me, – die höchst­wahr­schein­lich die ein­zi­ge Lega­le der 15 zu unter­su­chen­den Punk­te war, zum Sturz des Hel­den führ­te. Eine Akti­on, von der Spe­ku­lan­ten leben, gewief­te Geschäfts­leu­te bewun­dert wer­den , die in Akti­en­ge­sell­schaf­ten mit Gefäng­nis bestraft und dann in der Tat in der Kom­mu­nal­po­li­tik mit Ver­ach­tung belohnt wer­den.

      Allein das Vor­ge­hen – die Anfra­gen des Herrn Bür­ger­meis­ter von Nier­stein an Stel­len, die ihm Nicht-Straf­bar­keit wohl bekun­de­ten, er dann aber sehen muss­te, dass selbst, wenn er nicht außer­recht­lich han­de­let, das Ver­trau­en der Bür­ger ver­spiel­ten zei­gen die Inten­ti­on.

      Ich schät­ze, dass Herr Ruhmöl­ler schon die 2. Ker­be in sei­nen Bogen schnit­zen kann. Und er soll­te ruhig in der Griff­mit­te blei­ben, denn ich könn­te mir sehr gut vor­stel­len, dass er noch Platz braucht.

  4. Carina Fuchs

    Der Zei­tungs­be­richt von Gün­ther ist wirk­lich eine ein­zi­ge Pein­lich­keit – für Gün­ther, dass er sich auf die­se Wei­se rein­zu­wa­schen ver­sucht, aber auch für die AZ, die sich für eine sol­che Hof­be­richt­erstat­tung her­gibt. Beim Googeln fiel mir auf:

    Im aktu­el­len Bericht schreibt die AZ: „Der CDU-Poli­ti­ker ging nach dem Erschei­nen eines ent­spre­chen­den Berichts im Inter­net in die Offen­si­ve und wen­de­te sich an die­se Zei­tung.“

    Vor fast genau einem Jahr, am 28. März 2017, berich­te­te die AZ dar­über, dass in einem Dos­sier Vor­wür­fe gegen Mar­cus Held erho­ben wor­den sei­en. Damals schrieb sie: „Nun ist der medi­en­ge­wand­te 39-Jäh­ri­ge in die Offen­si­ve gegan­gen. (…) Und er geht, über die­se Zei­tung, selbst an die Öffent­lich­keit.“

    Wir ler­nen: Wenn ein Poli­ti­ker in die Offen­si­ve geht und sich an die AZ wen­det oder über die AZ an die Öffent­lich­keit geht: Dann muss das, was wir zu lesen krie­gen, nicht unbe­dingt wahr sein. Held hat damals vol­le Kan­ne gelo­gen („jemand will mich zer­stö­ren“) – herr­lich, die­se Sprü­che heu­te nach­zu­le­sen.

    Mal gucken, was mit Gün­ther in einem Jahr ist 😉

  5. Gerd Faerber

    Sagt Tho­mas Gün­ther uns wirk­lich die Wahr­heit? Oder belügt er die Bür­ger sei­ner Stadt mit sei­nen Zei­tungs­mel­dun­gen? Zwei Hin­wei­se:

    Am 27. Dezem­ber 2017 sei er offi­zi­ell als Gesell­schaf­ter der „Rhein Buil­ding and Tra­ding GmbH“ bei­ge­tre­ten, schreibt die AZ. Das stimmt so nicht: Die Grün­dungs­ur­kun­de datiert nach­weis­lich vom 19. Dezem­ber 2017 (kann man im Han­dels­re­gis­ter nach­schau­en oder bei Ruhmöl­ler lesen), bei die­sem Ter­min ließ sich Gün­ther von Xin­ru Groß­kopf ver­tre­ten. Er hat sei­ne Unter­schrift am 27. Dezem­ber nach­ge­holt, das ist kein offi­zi­el­ler Bei­tritt: Damit war die Grün­dung vom 19.12.2017 rück­wir­kend rechts­wirk­sam.

    Ende Febru­ar will er dann den Ver­kauf sei­ner Antei­le in die Wege gelei­tet haben, sag­te er der AZ. Wenn das stimmt, dann war es eine Unver­schämt­heit, als er am 21. Febru­ar als Bür­ger­meis­ter der Stadt Nier­stein eine Pres­se­er­klä­rung her­aus­ge­ge­ben hat, in der zu lesen war, dass er als Stadt­bür­ger­meis­ter 90 Chi­ne­sen in der Wein- und Sekt­kel­le­rei Jakob Ger­hard emp­fan­gen habe, und zwar mit Claus Schick (Ex-Land­rat) und Pierre Boos (GF bei J. Ger­hard). Gün­ther und die bei­den ehren­wer­ten Her­ren waren zu jener Zeit Gesell­schaf­ter eines Unter­neh­mens, das Geschäf­te mit den chi­ne­si­schen Besu­chern machen woll­te. Das war dann also kein Emp­fang des amtie­ren­den Stadt­bür­ger­meis­ters und eines Ex-Poli­ti­ker, wie die Rat­haus-Mit­tei­lung wohl ver­mu­ten las­sen soll­te. Das war ein­deu­tig ein Geschäfts­tref­fen von pri­va­ten Unter­neh­mern, die mit den Chi­ne­sen Geld ver­die­nen woll­ten. Gegen das Geld­ver­die­nen ist gar nichts ein­zu­wen­den. Aber es kann doch wohl nicht wahr sein, dass Gün­ther als Bür­ger­meis­ter auf­tritt und spricht und in Wahr­heit sei­ne eige­ne Fir­ma meint.

    Am 1. März ist Gün­ther aus der Fir­ma aus­ge­schie­den. Auf der städ­ti­schen Pres­se­mit­tei­lung über das Geschäfts­tref­fen bei J. Ger­hard (das am 21.02.18 statt­fand) ist als Datum der 21. März 2018 ange­ge­ben (http://www.nierstein.de/presseerklärungen/). Nur ein Ver­se­hen? Oder woll­te Gün­ther Spu­ren ver­wi­schen und uns täu­schen?

  6. Günther Schäfer, Guntersblum

    Tho­mas GÜNTHER und sei­ne Glaub­wür­dig­keit.….….…..
    Bevor die ehe­ma­li­ge VG Gun­ters­blum mit der VG Nier­stein-Oppen­heim zwangs­fu­sio­niert wur­de, hat­te Tho­mas GÜNTHER (damals noch CDU- MdL) zusam­men mit sei­ner SPD-Kol­le­gin Anklam-Trapp an einer Talk­show im Gun­ters­blu­mer Dorf­ge­mein­schafts­haus teil­ge­nom­men. Wäh­rend die SPD-Abge­ord­ne­te klar für die Fusi­on Posi­ti­on bezog, erklär­te Tho­mas Gün­ther ganz unmiss­ver­ständ­lich: eine Zwangs­fu­si­on mit der VG Nier­stein-Oppen­heim wür­de es mit ihm nicht geben; viel­mehr unter­stüt­ze er den Erhalt der VG Gun­ters­blum. Soweit so gut.….
    Wäh­rend sei­nem Land­tags­wahl­kampf wur­de er durch Mit­glie­der der BI rück­halt­los unter­stützt, zumal er sich für die VG Gun­ters­blum, deren Eigen­stän­dig­keit, aber gegen eine Zwangs­fu­si­on aus­sprach. Auf einer Wahl­kampf­ver­an­stal­tung der CDU auf dem Gun­ters­blu­mer Markt­platz unter Anwe­sen­heit von Frau Julia Klöck­ner rief er laut­stark ins Mikro­fon, er tre­te für den Erhalt der VG Gun­ters­blum ein und weh­re sich gegen eine Zwangs­fu­si­on.
    Nach­dem er in den Main­zer Land­tag ein­ge­zo­gen war, konn­te man eini­ge Wochen spä­ter in der AZ -Lands­kro­ne lesen, dass exakt die­ser Tho­mas Gün­ther nun einer Fusi­on der VG-Nier­stein-Oppen­heim und der VG Gun­ters­blum posi­tiv gegen­über­ste­he, da sich dadurch eine leis­tungs­star­ke VG-Ver­wal­tung bil­den wür­de.
    Zur all­ge­mei­nen Info: zuvor hat­te sich die Bevöl­ke­rung der VG Gun­ters­blum in einem Bür­ger­ent­scheid mit knap­per Mehr­heit für die Eigen­stän­dig­keit ihrer Ver­bands­ge­mein­de aus­ge­spro­chen.
    Die­se Fak­ten sind alle nach­prüf­bar und im Archiv der AZ-Lands­kro­ne abruf­bar, auch wenn sie schon etwas län­ger zurück­lie­gen.
    ….lie­be Wähler/innen, bil­den Sie sich bit­te nun ihre eige­ne Mei­nung hin­sicht­lich der Glaub­wür­dig­keit.

    • J.

      Gün­ther trat der GmbH offi­zi­ell erst am 27. Dezem­ber bei. „Schon damals hat­te ich ein ungu­tes Gefühl, ich kann­te ja die auf­ge­heiz­te Atmo­sphä­re“, sagt er heu­te.“
      Das klingt jetzt nicht nach irgend­ei­ner Art von (Un-)Rechtsbewusstsein 😉
      Viel­mehr ist der eili­ge Aus­tritt als Fol­ge der mas­siv ins Rol­len gera­te­nen Held Affäi­re zu ver­mu­ten.

      .…beim Innen­mi­nis­te­ri­um und bei Rechts­an­wäl­ten rück­ver­si­chert, dass es gegen sein Enga­ge­ment kei­ne juris­ti­schen Beden­ken gebe.“ Das mag sogar sein, selbst die Staats­an­walt­schaft negiert im Moment straf­ba­res Han­deln des Oppen­hei­mer Hel­den in Bezug auf sei­nen pri­va­ten Immo-Deal – aber wir haben erlebt, dass genau das Zoar-Haus der Vor­gang ist der MH süt­r­zen ließ. Dies zu ver­mei­den dürf­te die Ursa­che des rei­nen Wei­ter­ver­kaufs der Antei­le TG’s sein.

      „Im- und Export von Lebens­mit­teln aller Art, ins­be­son­de­re von Wein- und Likör­spe­zia­li­tä­ten, Spi­ri­tuo­sen und nicht-alko­ho­li­schen Geträn­ken. FERNER die PLANUNG, BERATUNG und UMSETZUNG von Bau­pro­jek­ten sowie die Durch­füh­rung von Ver­an­stal­tun­gen und Events im In- und Aus­land.““
      Der offen­kun­dig wesent­li­che Geschäfts­zweck wird schön umrahmt von aller­lei Gedöhns, selbst­ver­ständ­lich wollt sich TG nie­mals an etwas betei­li­gen was mit dem Rhein-Selz Park zu tun hat. Nie­mals nicht.

      Der hat der „Instinkt-Polit­ker“ TG gero­chen, dass das Ärger geben kann.

      Am Ran­de: über eine der vie­len Brief­kas­ten­fir­men im „Alten Vater Rhein“ beöm­mel ich mich immer noch – ich sag nur ASAP GmbH. Die Sobald (As soon) Als (As) Mög­lich (Pos­si­ble) Gesell­schaft mit beschränk­ter Haf­tung

  7. O.S.

    Wer­ter Herr Trinkl,

    ich darf zunächst Ihre Äuße­rung zitie­ren: „Ich fin­de es nicht in Ord­nung, die­se Vor­gän­ge (,) die mit dem Fall Held nicht das Gerings­te zu tun haben, über­haupt auf die­ser Sei­te zu ver­öf­fent­li­chen.“
    Erlau­ben Sie mir dazu eini­ge Anmer­kun­gen.

    Sie dür­fen das natür­lich ger­ne fin­den, wie Sie möch­ten. Als Anwalt von Herrn Gün­ther wäre ich auch nicht begeis­tert. Und Sie haben völ­lig recht: Die bis­he­ri­gen Ergeb­nis­se der Recher­che las­sen kei­ne Ver­bin­dung zur Per­son Mar­cus Held erken­nen.

    Wir möch­ten das aber auch ger­ne alles fin­den, wie wir es möch­ten. Es gibt näm­lich eine unüber­seh­ba­re Schnitt­men­ge zwi­schen den Her­ren Held, Schick, Gün­ther u.a. und wir alle hier sind auch wei­ter­hin an einer Auf­klä­rung des „Sys­tem Held“ sehr inter­es­siert. Schein­bar lief da vie­le Jah­re lang nicht nur in der Stadt Oppen­heim, son­dern auch in der VG Rhein-Selz nicht alles so, wie es Bür­ger von ihren gewähl­ten Ver­tre­tern erwar­ten dür­fen. Und des­halb gehört das auch hier­her.
    Und gewis­se Par­al­le­len zu den Vor­gän­gen in Oppen­heim sind ja zu erken­nen. Herr Gün­ther ist von der VG Rhein-Selz gegen Ent­loh­nung beauf­tragt, die­sen „Rhein-Selz-Park“ zu ent­wi­ckeln, was er auch als Nier­stei­ner Stadt­bür­ger­meis­ter ohne Pos­ten des VG-Beauf­trag­ten dazu machen könn­te. Und es ist schon selt­sam, dass Herr Gün­ther dazu noch pri­va­tes Geld in eine etwas dubi­os anmu­ten­de Gesell­schaft mit offen­sicht­li­cher Gewinn­ab­sicht inves­tiert, die mög­li­cher­wei­se die­sen Zweck eben­falls erfül­len soll. Noch dazu mit dem ehe­ma­li­gen Land­rat, was schon an sich eine selt­sa­me Geschäfts­be­zie­hung ist.
    Um es mit den Wor­ten ihres Man­dan­ten zu sagen: Für ihn wur­de im Fall Held eine rote Linie über­schrit­ten. Für vie­le Ande­re war sie zu die­sem Zeit­punkt längst über­schrit­ten. Und wir wol­len nun alle wis­sen, ob es da in Nier­stein eben­falls sol­che Lini­en gibt und ob die für uns alle nicht hin­nehm­ba­re Ver­bin­dung aus Kom­mu­nal­po­li­tik und pri­va­ten geschäft­li­chen Inter­es­sen in der VG Rhein-Selz eher die Regel als die Aus­nah­me dar­stellt.

    Wir alle hier haben in den letz­ten Mona­ten erlebt, dass – nach einer anfäng­li­chen gesun­den Skep­sis – die Recher­chen von Herrn Ruhmöl­ler und ande­ren nicht völ­lig aus der Luft gegrif­fen waren. Was anfangs noch als eine Art Rache­ak­ti­on aus­sah (Held: „Jemand will mich zer­stö­ren“) und man noch die Unschulds­ver­mu­tung gel­ten las­sen muss­te, ist selbst von den gewag­tes­ten Vor­stel­lun­gen in vie­len Punk­ten sogar noch weit über­trof­fen wor­den. Zwar denkt man jeden Tag: „So, das war es jetzt aber wirk­lich!“ und dann kommt der nächs­te Schlag.
    So wirk­lich ver­wun­dert wäre hier auch nie­mand mehr, wenn jetzt auch noch die ange­spro­che­nen Per­so­nen zuvor Area­le im Rhein-Selz-Park pri­vat erwor­ben hät­ten. Oder etwas Ande­res jen­seits unse­rer heu­ti­gen Vor­stel­lungs­kraft. Das soll kei­ne Unter­stel­lung sein, son­dern nur die Fest­stel­lung, dass man mitt­ler­wei­le mit allem rech­nen kann.
    Viel­leicht ist ja auch alles ganz anders und völ­lig harm­los. Viel­leicht wol­len Herr Schick und Herr Gün­ther gemein­sam z.B. Nier­stei­ner Wein­spe­zia­li­tä­ten nach Chi­na expor­tie­ren und damit den ört­li­chen Win­zern neue Absatz­märk­te erschlie­ßen oder so. War­ten wir also mal ab.

    Doch weil in einem Jahr in Rhein­land-Pfalz Kom­mu­nal­wah­len anste­hen, kann es doch auch nur im Inter­es­se Ihres Man­da­ten Tho­mas Gün­ther sein, früh­zei­tig even­tu­el­le Gerüch­te aus­zu­räu­men als damit eine Woche vor dem sowie­so schon in der VG Rhein-Selz mit Span­nung erwar­te­ten Wahl­sonn­tag kon­fron­tiert zu wer­den.

    Aber die Bür­ger sind wach­sam und emp­find­lich gewor­den. Und sie hin­ter­fra­gen. Nicht nur in Oppen­heim, son­dern nun auch in Nier­stein, in der VG Rhein-Selz und dar­über hin­aus.
    Und das ist gut so.
    Für Oppen­heim, für Nier­stein, für die VG Rhein-Selz und dar­über hin­aus.
    Und somit für uns alle.

    Und dazu zäh­len auch die vie­len Kom­mu­nal­po­li­ti­ker, die völ­lig ehr­lich und auf­rich­tig und ohne Gedan­ken an Eigen­nutz mit viel per­sön­li­chem und zeit­li­chem Enga­ge­ment ihre direk­te Umge­bung gestal­ten möch­ten und deren Inte­gri­tät nun­mal durch sol­che Ereig­nis­se in der VG Rhein-Selz, auch wenn es nur Gerüch­te sein soll­ten, eben­falls zer­stört wird. Wenn Ihr Man­dant die auf­ge­zähl­ten Eigen­schaf­ten auf sich ver­eint, ist ja alles pri­ma.

      • Oppenheimer

        Ich habe ein rei­nes Gewis­sen“ – das hat­te Chris­toph Daum auch …mit ande­ren Wor­ten: ich glau­be Gün­ther kein Wort.

        Eher Typi­scher Fall von Gier frisst Hirn – die Gedan­ken, die Gün­ther jetzt via AZ an die Öffent­lich­keit trägt, hät­te er sich als weit­sich­ti­ger Poli­ti­ker ger­ne vor GmbH-Betei­li­gung machen dür­fen. So aber bleibt der Ein­druck der feh­len­den Weit­sicht wegen der Absicht, in der Stadt, die er poli­tisch führt, per­sön­li­chen Rei­bach zu machen.

        Und wenn alles ach so klar und sau­ber ist: War­um schal­tet Gün­ther dann einen Anwalt ein – bräuch­te er doch gar nicht.

        • Oliver Trinkl

          @Oppenheimer:

          Was ist denn das für eine selt­sa­me Logik? Nur Schul­di­ge beauf­tra­gen einen Anwalt?

          • Oppenheimer

            @ Herr Trinkl, gera­de­aus den­ken bit­te. Der direk­te Gedan­ken­gang lau­tet: Unschul­di­ge brau­chen kei­nen Anwalt.

            Oder?

            Und zum vier­ten Mal die Fra­ge: Was sagen Sie dazu, dass ein Poli­ti­ker poli­ti­sche Anstren­gun­gen unter­nimmt, um ganz offen­bar pri­vat davon – eher mehr als weni­ger im Ver­bor­ge­nen – pro­fi­tie­ren zu wol­len?

          • Matthias Kuon

            Das Anwäl­te von Gebüh­ren leben und sich nicht immer ihre Man­dant­schaft aus­su­chen kön­nen, ent­schul­digt manch­mal. Aber gewiss nicht in jedem Fall.

      • Matthias Kuon

        Lie­ber Herr Trinkl,
        das bedeu­ted nichts. Es ist die sel­be Zei­tung die sehr lan­ge dar­über berich­te­te, wie Herr Held poli­tisch zer­stört wird. Für wie doof hal­ten Sie und Ihr Man­dant eigent­lich die Leser ?

      • O.S.

        So ganz unplau­si­bel ist die Erklä­rung von Tho­mas Gün­ther aber auch nicht und man soll­te die­se viel­leicht man­gels ande­rer Erkennt­nis­se ein­fach mal so hin­neh­men. Den mehr als faden Bei­ge­schmack hat er ja schein­bar noch recht­zei­tig selbst bemerkt und ein Scha­den scheint auch nicht ent­stan­den zu sein. Immer­hin.

        Den­noch bleibt, dass man ohne die­sen Blog hier mal wie­der völ­lig ahnungs­los geblie­ben wäre, was eini­ge Kom­mu­nal­po­li­ti­ker noch so alles trei­ben. Von die­ser kurz­fris­ti­gen Gesell­schafts­be­tei­li­gung des Herrn Gün­ther hät­ten wir ja ansons­ten wohl nie erfah­ren.
        Und am meis­ten ärgert eben wie­der die­se stän­di­ge Undurch­sich­tig­keit und Ver­bor­gen­heit …

    • Hans-Georg Keßler

      @O.S.

      Ein her­vor­ra­gen­der Bei­trag. Vie­len Dank !

      Ins­be­son­de­re Ihr letz­ter Absatz hat es in sich. Eini­ge weni­ge schwar­ze Scha­fe -die­je­ni­gen im Glas­haus- dis­kre­di­tie­ren eine gro­ße Her­de an auf­rich­ti­gen und unei­gen­nüt­zi­gen Kom­mu­nal­po­li­ti­kern. Wir haben jetzt in Ingel­heim eine neue Schä­fe­rin. Ich hof­fe sehr, dass sie auch hier mit ruhi­ger und fes­ter Hand kon­se­quent vor­an­geht. So wie ich sie bis­lang ken­nen­ge­lernt habe.

  8. C.O.

    Muckel .…ja ich habe den Herrn Gün­ther schon in einem Beklei­dungs­ge­schäft schrei­en gehört, als er mit sei­ner Frau dort war. Fremd­schä­men war für mich ange­sagt. Für mich ist die­ser Mann mensch­lich schon lan­ge durch. Unsym­pa­thisch, über­heb­lich und frech so ken­ne ich ihn. Für mich war er nie glaub­haft, ein paar Zei­len der Pres­se­frei­heit hin oder her. Von wem wer­den wir heu­te eigent­lich nicht belo­gen?

  9. Angst vor Rache

    Hat Gün­ther schon den Antrag gestellt, dass Trinkl aus der Stadt­kas­se bezahlt wird?

    • Tim

      Ne, der lässt dem­nächst evtl. Whist­leb­lo­wer von Herrn Trinkl ver­hö­ren. *sati­re ende*

    • Ichmalwieder

      Die Fra­ge ist echt gut – aber bös­ar­tig:-)
      Das hat sich Herr Gün­ther nicht getraut;
      bei Mar­cus Held wür­de ich im Nach­hin­ein sagen, dass war gar kein so
      unge­schick­ter Schach­zug – allein der Antrag strotzt dann ja
      vor lau­ter Unschulds­ver­mu­tung.

  10. Dr. Volkhart Rudert

    Eine emp­feh­lens­wer­te Lek­tü­re:
    Geschäf­te machen mt Chi­ne­sen
    Insi­der­wis­sen für Mana­ger
    von Ming-Jer Chen ISBN 3 – 593-37334 – 3 Cam­pus Ver­lag Frankfurt/New York
    Ming-Jer Chen war Pro­fes­sor für Busi­ness Admi­nis­tra­ti­on an der Uni­ver­si­tät von Vir­gi­nia und Seni­or Fel­low an der Chi­ne­si­schen Uni­ver­si­tät von Hong Kong. Er war Grün­dungs­di­rek­tor der „Glo­bal Chi­ne­se Busi­ness Inia­ti­ve“ an der Whar­ton School.
    Für den Auf­bau eines deutsch-chi­ne­si­schen Han­dels­un­ter­neh­mens 2004/2005 hat mir die Lek­tü­re sehr gehol­fen. Der eher ganz­heit­li­che Ansatz chi­ne­si­scher Wirt­schafts­po­li­tik betont die Mit­ar­bei­ter­be­zie­hung, schwie­rig für Men­schen, die glau­ben immer allein den „rech­ten Weg“ (Tao) zu ken­nen.

  11. Sven aus Oppenheim

    Da scheint ja eini­ges Poten­ti­al in den Vor­gän­gen in und um Nier­stein zu ste­cken. Wird Zeit für eine wei­te­re Ent­hül­lungs­sei­te (der-nier­stein-skan­dal?).

      • Hans Leweling

        das müss­te Herr Kre­the beant­wor­ten kön­nen, denn der war ja zusam­men mit dem GF der Tou­ris­mus GmbH Bod­de­ras (ist inzwi­schen völ­lig abge­taucht) beim viet­na­me­si­schen Bot­schaf­ter in Ber­lin. Even­tu­ell gibt es aber schon einen Brief­kas­ten, auf dem die Namen viet­na­me­si­scher Fir­men auf­ge­lis­tet sind. Ich ver­mu­te aber, der Oppen­heim Skan­dal ist via Inter­net inzwi­schen auch in Viet­nam bekannt, und jeder seriö­se Viet­na­me­se macht einen gro­ßen Bogen um Oppen­heim.
        Apro­pos Bod­de­ras: exis­tiert die Tou­ris­mus GmbH noch, und kriegt er unver­än­dert sein fürst­li­ches Gehalt?

    • M.D.

      Naja, das gan­ze könn­te durch­aus auf ganz RPL aus­ge­dehnt wer­den. Seit 1991 regiert die SPD. Zeit genug für Seil­schaf­ten aller Cou­leur. Hier wur­de ja über Ver­bands­ge­mein­de, Kreis­ver­wal­tung bis hin zum Land alles gede­ckelt und nicht ver­folgt. Der Sumpf ist grö­ßer als man sich vor­stel­len kann, man­che den­ken, sie sei­nen Lud­wig XIV, was lei­der schein­bar so lan­ge funk­tio­niert bis man dann auf­fliegt & es so doll getrie­ben hat das selbst die bes­ten Bezie­hun­gen nix mehr nüt­zen. Als Bspl. für ver­korks­te Lan­des­po­li­tik mal den „Kur­ti Beck“, als da wären, sein gelieb­ter FCK, der Flug­ha­fen Hahn, der Nür­burg­ring, Schloß in der Pfalz. Schö­ne Hin­ter­las­sen­schaf­ten für die der doo­fe Steu­er­zah­ler nun auf­kom­men darf…

  12. Anonymous

    Wer ges­tern auf­merk­sam die All­ge­mei­ne Zei­tung (Aus­ga­be Lands­kro­ne zu Nier­stein) zu den Vor­komm­nis­sen rund um die geplan­te Off-Road-Stre­cke im Rhein-Selz-Park gele­sen hat, stösst dort auf eine Fir­ma mit dem Namen „Real Work GmbH“ mit Sitz in Zorn­heim. Augen­schein­lich steht die­se Fir­ma mit dem Inves­tor Rich­ter über einen sei­ner Mit­ar­bei­ter in Ver­bin­dung. Gibt man die­sen Namen „Real Work GmbH“ im Inter­net ein, taucht eine Inter­net­sei­te eines Design-Büros mit dem Namen „publi­cum“ in Sel­zen auf, wel­ches mit der Sei­te der Firam „Real Work GmbH“ ver­linkt ist. Die­se Fir­ma gehört wie­der­um dem Sohn von Micha­el Reit­zel dem Bud­dy von Tho­mas Gün­ther. Alles ein Zufall?

    • B.M.

      Das ist ja ver­rückt, unter der glei­chen Adres­se in Sel­zen mit dem glei­chen Inha­ber ist auch die Agen­tur Kom­Ma 2 auf­zu­fin­den, die­se Agen­tur Ist Domain­in­ha­ber von http://​www​.rhein​-selz​-Park​-Nier​stein​.de ! Die Sei­te wur­de schon seit 2015 nicht mehr aktua­li­siert, man wird mitt­ler­wei­le zu Fir­ma Leh­mann umge­lei­tet. Das ist doch mal eine super Inter­net­prä­senz, viel­leicht soll­te man die Sei­te ins chi­ne­si­sche über­set­zen 🙂

  13. R. Bürger

    Na, da sind wir ja jetzt alle gespannt, wie die von RA Trinkl ange­kün­dig­te Pres­se­mit­tei­lung des Nier­stei­ner Grö­Baz lau­tet. Die AZ wird lan­ge brau­chen, bis sie sie ver­öf­fent­licht. Denn jetzt kann sie nicht wie­der, wie einst bei Held, erst­mal über die furcht­bar schlim­men Angrif­fe gegen den Bür­ger­meis­ter und des­sen Geheu­le dar­über berich­ten – jetzt ist sie gezwun­gen, über die Sache als sol­che erst ein­mal zu schrei­ben.
    Irgend­wie immer wie­der schön zu beob­ach­ten, wie Herr Ruhmöl­ler die Pres­se vor sich her­treibt!
    War­um übri­gens ver­öf­fent­licht der Chef des nier­stei­nisch-chi­ne­si­schen Welt­han­dels­kon­zerns Gün­ther sei­ne Pres­se­mit­tei­lung nicht hier im Skan­dal-Auf­klä­rungs-Leit­me­di­um? Angst vor Leser­brie­fen?

  14. Demokratin

    @ RA Trinkl
    Sie ant­wor­te­ten mir auf mei­ne Fra­gen wie folgt:

    Herr Gün­ther hat gera­de zu dem neu­en Vor­gang eine Pres­se­er­klä­rung abge­ge­ben.
    Ich fin­de es nicht in Ord­nung, die­se Vor­gän­ge die mit dem Fall Held nicht das Gerings­te zu tun haben, über­haupt auf die­ser Sei­te zu ver­öf­fent­li­chen.“

    Man kann Herrn Ruhmöl­ler viel­leicht manch­mal eine spit­ze Feder nach­sa­gen (das bringt womög­lich der Beruf mit sich, ähn­lich wie bei Juris­ten), dass er jeman­den dis­kre­di­tiert hat konn­te ich bis­her nicht fest­stel­len.

    Sie schrei­ben auch: „,Knall in Nier­stein: Wo sind nur die Chi­na-Fir­men?’ erschöpft sich also in einer rei­ße­risch dar­ge­brach­ten, blo­ßen Ver­mu­tung Ihrer­seits, die jeg­li­ches jour­na­lis­ti­sche Niveau ver­mis­sen lässt und offen­bar nur dazu die­nen soll, Herrn Tho­mas Gün­ther in der Öffent­lich­keit zu dis­kre­di­tie­ren.“

    Ver­mu­tun­gen, die jeg­li­ches jour­na­lis­ti­sche Niveau ver­mis­sen las­sen“, kann ich bis dato unmög­lich bestä­ti­gen, denn viel­mehr fällt auf, dass ande­re Bericht­erstat­ter sich sei­ner Recher­chen mit­un­ter bedie­nen und/oder The­men auf­grei­fen und dann eben­falls ent­hül­len. Dar­aus schluss­fol­ge­re ich, dass er in Sum­me gut sein muss, sonst wür­de er von sei­nen Kol­le­gen Igno­ranz erfah­ren.
    Also bis jetzt, aus mei­ner Sicht, Ent­hül­lungs­jour­na­lis­mus – okay, scho­nungs­lo­ser Ent­hül­lungs­jour­na­lis­mus.
    Aber tes­ten Sie die Ent­hül­lungs­jour­na­lis­ten doch mit wider­le­gen und bele­gen.

    Ich wie­der­ho­le mich zwar, den­noch: es geht nicht um pri­va­te Per­so­nen die „hier“ hin­ter­fragt wer­den, son­dern um Kom­mu­nal­po­li­ti­ker – und deren Aktionen/Handlungen/Geschäfte – die sich gegen­über dem Sou­ve­rän frei­wil­lig ver­pflich­tet haben.

  15. Wörrstädter

    Ich fra­ge mich nach der Lek­tü­re der Sto­ry, wie vie­le Ruhmöl­lers wir brau­chen, um all die Sümp­fe in Deutsch­land tro­cken­zu­le­gen?

    • Hans Leweling

      für die VG Rhein-Selz schon mal min­des­tens 3: Oppen­heim, Nier­stein und VG (Herr Pen­zer). Für die übri­gen Gemein­den der VG gilt die Unschulds­ver­mu­tung. Aber in einer VG mit sol­chen Spit­zen wie die Her­ren Pen­zer und Reit­zel kön­nen einem schon Beden­ken kom­men, ob da nicht mafiö­se Struk­tu­ren eta­bliert wur­den.
      Aber: ich bin mir sicher, dass es in eini­gen Gemein­den der VG seri­ös zugeht, und dass man dort nicht erst per Gemein­de­rats­be­schluss fest­le­gen muss, ab sofort Recht und Gesetz zu befol­gen – wie in Oppen­heim gesche­hen.

  16. R. Bürger

    Man­che Poli­ti­ker sind ein­fach nur blöd und gie­rig! Ich den­ke bei die­ser Geschich­te von Herrn Ruhmöl­ler immer an die Bil­der im SWR und der AZ, die einen SPD-Innen­mi­nis­ter Lew­entz mit einem „Käu­fer“ des Flug­ha­fens Hahn zei­gen: Der Chi­ne­se hat­te schrä­ge, viel zu klei­ne Alt-Kla­mot­ten an, wirk­te wie ein nicht ver­setz­ter Ober­schü­ler – wie einer, von dem man kei­nen Gebraucht­wa­gen kauft. Aber Lew­entz war voll über­zeugt: Der Mann ret­tet den Hahn! Wir wis­sen, was dabei her­aus­kam: Nichts! Sozu­sa­gen ein Fake-Chi­ne­se! Und jetzt Pro­vinz-Bubis, die es auch mal mit dem gro­ßen Geschäft mit dem Reich der Mit­te pro­bie­ren wol­len , zum Wohl der eige­nen Kas­se. Ob ein Pro­vinz-Bür­ger­meis­ter mal kapie­ren könn­te, dass seriö­se Geschäf­te mit Chi­ne­sen viel­leicht grund­sätz­lich ein paar Num­mern zu groß für ihn sind – und des­halb nur chi­ne­si­sche Fake-Geschäfts­leu­te Deals mit ihnen ein­tü­ten wür­den? Eins ist jetzt schon klar: Das geht für Gün­ther und Schick abso­lut in die Hose!

  17. K. Scherning

    Lie­be Nier­stei­ner, schaut bit­te genau hin und wehrt euch gege­be­nen Falls gleich. Wir Oppen­hei­mer haben es noch nicht hin­ter uns, ste­hen aber vor einem finan­zi­el­len und vor allem mensch­li­chen Trüm­mer­hau­fen, der Jah­re, wenn nicht Jahr­zehn­te brau­chen wird, um wie­der in Ord­nung zu kom­men.

  18. D.F.

    Am 24. Febru­ar 2018 berich­te­te die AZ, dass die ers­ten 90 Chi­ne­sen Nier­stein besucht hät­ten – als Fol­ge von Gün­thers Chi­na-Rei­se. Nach Anga­ben der Zei­tung wur­den die chi­ne­si­schen Gäs­te vom Stadt­bür­ger­meis­ter und dem Geschäfts­füh­rer Pierre Boos in der Sekt­kel­le­rei Jakob Ger­hard emp­fan­gen, auch der ehe­ma­li­ge Land­rat Schick sei dabei gewe­sen. Wei­ter heißt es in der Zei­tung: „Das Tref­fen die­ne zur Fes­ti­gung der Kon­tak­te, teil­te das Rat­haus mit.“

    Im Lich­te des neu­en Wis­sens fragt man sich jetzt: War das wirk­lich ein Emp­fang des Stadt­bür­ger­meis­ters (für das Boos eine Rech­nung an die Stadt geschickt hat)? Oder war das nicht eher ein Kun­den-Ter­min der neu­en Chi­na-Fir­ma von Gün­ther, Schick und Boos? Aber war­um tritt Gün­ther dann als Stadt­bür­ger­meis­ter auf? Und war­um schreibt die AZ, dass das Rat­haus etwas mit­ge­teilt habe?

    Offen­bar wird die Zei­tung von Gün­ther gezielt benutzt, um uns Bür­ger für dumm zu ver­kau­fen. Es wird höchs­te Zeit, dass der Mann end­lich mit der gan­zen Wahr­heit her­aus­rückt!

    • G.K.

      Genau das ist der Knal­ler: da fährt einer als Stadt­bür­ger­meis­ter mit sei­nem Bei­ge­ord­ne­ten und dem (gera­de mal Ex-)Landrat öffent­lich­keits­wirk­sam nach Chi­na um für die Stadt nur das Bes­te her­aus zu schla­gen. Ver­gisst dabei aber nicht zu beto­nen, dass die Rei­se über­wie­gend von Drit­ten finan­ziert wur­de (Vor­teils­nah­me, Bestech­lich­keit .…). [Das war schon ziem­lich „blöd“, aber net­te Bild­chen vom Buif­fet konn­ten wir sehen].
      Dann macht er im Hin­ter­grund Vor­be­rei­tungs­hand­lun­gen, um sich als „Pri­vat­mann“ die Taschen zu fül­len. Um davon abzu­len­ken haut er sei­nen Kum­pel Mag­gus öffent­lich in die Pfan­ne, dass das nicht so ganz kor­rekt sei und die Rote Linie übner­schrit­ten ist.….
      Und war­um er plötz­lich das Inter­es­se und die Kom­pe­ten­zen an Bau­an­ge­le­gen­hei­ten hat (ich mei­ne Gewerk Bau, nicht den umgangs­sprach­li­chen „Bau“ …)???

  19. gerd

    Herr Ruhmöl­ler, ich muß sie kor­ri­gie­ren:
    Ich den­ke, unser lie­ber Herr Gün­ther war ‚Ver­tre­ter für WILKINSON’ (nicht für SOLINGEN…) bevor er sei­ne Polit-Kar­rie­re star­ten konn­te – ganz wichtig…smile.…
    vom Rasier­klin­gen-Ver­käu­fer zum Stadt?-Bürgermeister und MDLWOW!!! – rein nach dem Mot­to ‚vom Tel­ler­wä­scher zum Mil­lio­när’!

    Wei­ter so

  20. T-A-M-O

    Der Herr Gün­ther aus dem Glas­haus!

    Da erkennt man doch gewis­se Ähn­lich­kei­ten der Vor­gän­ge – oder nicht Herr Gün­ther?
    Wer hat eigent­lich die Rei­se­kos­ten nach Chi­na bezahlt, wur­de die­se Rei­se aus der Stadt­kas­se von Nier­stein bezahlt? Man könn­te schon stark ver­mu­ten, dass die Rei­se aus per­sön­li­chen Grün­den unter­nom­men wur­de.
    Und der Herr Schick war auch mal wie­der dabei! War­um über­rascht mich das nicht?

  21. Kurt Podesta

    ich erzäh­le ein­mal eine wah­re Geschich­te! Es ist schon eine Zeit her, da wur­de ich gebe­ten, einem Bekann­ten zu hel­fen. Er habe sehr gro­ße Ver­bin­dun­gen nach Chi­na und dort ansäs­si­ge Fir­men woll­ten sich im Rhein-Main-Gebiet ansie­deln, ob ich denn nicht einen geeig­ne­ten Ort wüss­te, wo man, für Chi­ne­sen, eine Reha-Ein­rich­tung eta­blie­ren könn­te. Es müss­te aber schon ein Kur­ort sein, mit Namen. Also habe ich ange­fan­gen zu prü­fen und Kon­tak­te zu knüp­fen, mit Bad Nau­heim z.B., mit Bad Orb. BAD Nau­heim war nicht wirk­lich inter­es­siert, es kam nur zu zwei inten­si­ven Gesprä­chen zwi­schen einem Kli­nik­lei­ter, zwei Chi­ne­sen und mir. Man woll­te prü­fen! Bad Orb war da schon ein ande­res Kali­ber! Feu­er und Flam­me war der Bür­ger­meis­ter, es gab inten­si­ven Aus­tausch. Als ich die wirk­li­chen und „ech­ten“ Unter­la­gen bekam, wur­de ich stut­zig! Pago­den soll­ten die bis­he­ri­gen Bau­ten ver­drän­gen, ein „Bau­dorf“ für die Arbei­ter soll­te vor den Toren von Bad Orb ent­ste­hen, es soll­ten aus­schließ­lich Chi­ne­sen bau­en, kei­ne ein­hei­mi­schen Fir­men, der Kur­park soll­te abge­ris­sen wer­den und eine chin. Land­schaft soll­te ent­ste­hen, mit Laden­ge­schäf­ten, Bade­häu­sern usw. Es war plötz­lich alles anders als vor­her in lan­gen Gesprä­chen mit bereits aus­ge­ar­bei­te­ten Plä­nen und Vor­stel­lun­gen (Trans­fer von Frank­furt nach Bad Orb) Ein­stel­lung von Mit­ar­bei­tern (Deut­sche) Kon­tak­te zu Her­stel­lern von Reha-Gerä­ten (das war mein Part) usw. Mei­ne Part­ner und ich haben dann ganz schnell die Fin­ger weg­ge­las­sen, als wir merk­ten, dass wir nur benutzt wer­den soll­ten. Als man mich dann auch noch wegen Immo­bi­li­en in Mainz und Umge­bung ansprach, z.B. IBM-Haus, war es klar, dass da ein groß­flä­chi­ger, undurch­sich­ti­ger Deal ablau­fen soll­te. Was aus der Num­mer dann wur­de, kann man in den Zei­tungs­ar­ti­keln der Lokal­pres­se in BAD ORB nach­le­sen! Da sind für mich deut­li­che Hin­wei­se auf Nier­stein dabei! Auch wir soll­ten mit in eine zu grün­den­de GmbH ein­tre­ten; wir haben aber den GmbH – Ver­trag schon nicht mehr gele­sen, bzw. einem Notar über­ge­ben!

  22. Steven Brecht

    Es wird end­lich Zeit das Tho­mas Gün­ther abge­setzt wird und aus Nier­stein gejagt wird.
    Am bes­ten noch mehr Ein­wan­de­rer rein­las­sen das er sich die Taschen so rich­tig voll Schla­gen kann wie sein Kol­le­ge in Oppen­heim

    • Konrad H.

      Noch mehr Ein­wan­de­rer rein­las­sen? Sie haben den Knall aber auch nicht gehört, oder?

  23. Jutta

    Was sagt den Hr. Schick dazu ? Da hört man gar­nichts !

    • Hans Leweling

      Na, was wird Herr Schick schon dazu sagen? Etwas in der Art, dass da von der Pres­se wie­der eine Pogrom­stim­mung geschürt wird.
      Eine Ent­schul­di­gung für den ver­ba­len Black­out von Schick beim SPD Neu­jahrs­emp­fang hat man noch nicht gehört, oder hab ich da was ver­passt?

  24. O.S.

    Inter­es­san­te Geschich­te, auf­wän­dig recher­chiert und nach­voll­zieh­bar belegt.
    Wäre jetzt natür­lich span­nend, was die Her­ren Gün­ther und Schick dazu sagen, bevor man dar­über öffent­lich urteilt. Der ange­ge­be­ne Gesell­schafts­zweck ist ja der­ma­ßen viel­sei­tig, dass man da noch alles Mög­li­che hin­ein­in­ter­pre­tie­ren kann.
    Auf­fäl­lig ist natür­lich, dass die Her­ren Gün­ther und Schick offen­sicht­lich geschäft­li­che Bezie­hun­gen haben. Und zwar rein pri­vat. Mit dem Ziel jedes pri­va­ten Gesell­schaf­ters, wohl weni­ger etwas für das All­ge­mein­wohl bewir­ken zu wol­len als viel­mehr einen guten Gewinn zu machen. Bis dahin alles nicht wirk­lich angreif­bar, aber zumin­dest mal nach­for­schens­wert.
    Die Per­so­nal­uni­on Stadt­bür­ger­meis­ter von Nier­stein und zusätz­lich bezahl­ter Beauf­trag­ter für den Rhein-Selz-Park in Kom­bi­na­ti­on mit einer pri­va­ten Betei­li­gung an der genann­ten Gesell­schaft wirft tat­säch­lich Fra­gen auf und lässt ganz vor­ur­teils­frei zumin­dest mal nichts Gutes erah­nen.
    Ent­we­der platzt in der VG Rhein-Selz dem­nächst die nächs­te gro­ße Bom­be oder eben eine klei­ne Sei­fen­bla­se.
    Man darf gespannt sein.

  25. Riesling-City

    Beim Alten Vater Rhein lief von Anfang an nur die (Geld-)Waschmaschine. Der Laden ist von Anfang an nie ernst­haft betrie­ben wor­den. Da wur­den gro­ße Inves­ti­tio­nen getä­tigt, ohne das ein Nutz­wert erwirt­schaf­tet wer­den konn­te. Ein chi­ne­si­scher Koch, der kein Deutsch konn­te soll­te angeb­lich kein rhein­hes­si­sche Spe­zia­li­tä­ten zau­bern. Aber da er kein Geld mehr bekam und gekün­digt wur­de, gab es auf ein­mal kei­nen Koch mehr. Neu­ein­stel­lung eines Koches – Fehl­an­zei­ge.
    Das die ande­ren Fir­men eben­falls zumin­dest zwie­lich­tig sind liegt auf der Hand. Die Ein­tra­gun­gen in die Han­dels­re­gis­ter schei­nen nun vor­ge­nom­men zu wer­den. Man mun­kelt aber, dass die Unter­neh­men nicht ord­nungs­ge­mäß gemel­det sei­en. Dubi­os ist da wohl nur eine vor­sich­ti­ge Umschrei­bung die da von Frau Groß­kopf ini­zi­iert und von Herrn Gün­ther aktiv unter­stützt wird, dabei müss­te ihm als Stadt­bür­ger­meis­ter doch wich­tig sein, dass ein Tra­di­ti­ons­lo­kal wie „Der alte Vater Rhein“ wie­der aktiv wird.
    Herr Gün­ther küm­mert sich aber lie­ber dar­um „sei­nen“ Rhein-Selz-Park zu ver­mark­ten. Auch hier sei ange­merkt, dass auch dort vie­les sehr frag­wür­dig abläuft und Herr Ruhmöl­ler sich die­ses The­ma mal näher zur Brust neh­men soll­te. In der ört­li­chen Zei­tung wird zwar geschrie­ben, dass es Bau­recht gäbe. Dies ist wohl aber eine Falsch­mel­dung. Tat­säch­lich gibt es wohl einen Bebau­ungs­plan, aber kei­ne gesi­cher­te Erschlie­ßung. Somit auch kein Bau­recht.
    Außer­dem lässt Herr Gün­ther sich lie­ber von Herrn Rich­ter in Punk­to „Off-Road-Stre­cke“ auf der Nase rum­tan­zen. Fährt unge­niert auf der Anla­ge rum und die VG-Ver­wal­tung igno­riert offen­sicht­lich die vor­lie­gen­den Lärm­be­schwer­den, bzw. lei­tet die­se nicht an die zustän­di­ge Struk­tur- und Geneh­mi­gungs­di­rek­ti­on (SGD) wei­ter. War­um eigent­lich? Befürch­ten die Zer­be­rus­se Pen­zer und Neu­mer, dass die SGD eine fal­sche Ent­schei­dung tref­fen könn­te? Ist man da zu tief in die Rhein-Setz-Park GmbH ver­strickt? Es gibt da sicher noch vie­le Fra­gen zu klä­ren. Auf­fäl­lig ist auf jeden Fall dass unter­wür­fi­ge Ver­hal­ten der Her­ren Pen­zer und Neu­mer. Die las­sen ja nichts auf ihren Nier­stei­ner Stadt­bür­ger­meis­ter kom­men. Da fährt sogar, wenn der Gün­ther schreit, der Bei­ge­ord­ne­te Neu­mer mal Sonn­tags wegen eines falsch­par­ken­den Autos nach Nier­stein.

  26. Offroadfahrer

    Man­no­mann, was es in und um Oppen­heim für Fir­men unter dem Radar gibt, seit­dem der Rhein-Selz-Park da rum­geis­tert (sie­he AZ-Bericht von heu­te).

  27. Rechtsanwalt Oliver Trinkl

    Herr Ruhmöl­ler, war­um ver­öf­fent­li­chen Sie nicht mein gesam­tes Schrei­ben in Sachen Gün­ther, Knall in Nier­stein, an Sie? Und ich habe nicht geschrie­ben, dass Herr Gün­ther „lei­de“. Lei­der kön­nen Sie von Ihrer Pole­mik offen­bar nicht ablas­sen. Sie dür­fen auch ger­ne mei­nen Namen nen­nen.

    • Oppenheimer

      Herr Trinkl, sagt Ihnen Medi­en- und Pres­se­frei­heit was – von gewis­sen Regeln mit Blick auf Ver­öf­fent­li­chung von Brie­fen mal ganz abge­se­hen? Oder wür­den Sie Herrn Ruhmöl­ler ger­ne in die Feder dik­tie­ren, was er zu schrei­ben habe und was nicht?

      Ganz ganz dün­nes Eis…

      • Oliver Trinkl

        Herr Ruhmöl­ler scheut sich ja auch nicht, kom­plet­te Mails, die an einen begrenz­ten Per­so­nen­kreis gerich­tet waren, hier zu ver­öf­fent­li­chen. Da stört ihn das Per­sön­lich­keits­recht des Ver­fas­sers der Mail nicht. War­um zitiert er mein Schrei­ben an ihn wohl nur aus­zugs­wei­se? Den­ken Sie mal dar­über nach, bevor Sie mich der Ein­schrän­kung der Mei­nungs­frei­heit beschul­di­gen. Dass die Han­dels­re­gis­ter­ein­tra­gung zum Zeit­punkt des dama­li­gen Arti­kels noch nicht voll­zo­gen war, war ein völ­lig nor­ma­ler Ver­wal­tungs­vor­gang. Dar­aus zu insi­nu­ie­ren, die Fir­men sei­en eine Luft­num­mer, ist per­fi­de.

        • Demokratin

          Sehr geehr­ter RA Trinkl,

          gut fin­de ich, dass Sie hier zum Dia­log zur Ver­fü­gung ste­hen, gleich­wohl ist mir bewusst, dass Sie die Inter­es­sen Ihres Man­dan­ten ver­tre­ten.

          Das kri­ti­sche und offe­ne Hin­ter­fra­gen von Bür­gern und Jour­na­lis­ten hat durch­aus sei­ne Berech­ti­gung, wie wir fest­stel­len. Heu­te wis­sen wir, dass Ver­tre­ter des Vol­kes eben nicht immer im Inter­es­se des All­ge­mein­wohls han­del­ten, wie die jüngs­te His­to­rie in Oppen­heim zeigt.

          In Nier­stein scheint es eben­falls kri­ti­sche Stim­men in der Bevöl­ke­rung zu geben, bezüg­lich Akti­vi­tä­ten des Stadt­bür­ger­meis­ters.

          Was spricht denn dage­gen, wenn der Stadt­bür­ger­meis­ter den Bür­gern von Nier­stein Aus­kunft z.B. bezüg­lich „Chi­na Fir­men“ und den han­deln­den Per­so­nen gibt und somit für Trans­pa­renz sorgt?

          Ehr­lich­keit. Glaub­wür­dig­keit. Sorg­sam­keit.
          Eigen­schaf­ten, die Bür­ger von Ver­tre­tern des Vol­kes erwar­ten dür­fen. Feh­len die­se Eigen­schaf­ten oder kön­nen sie nicht wahr­ge­nom­men, wächst Unzu­frie­den­heit. Das wird beson­ders ger­ne von Poli­ti­kern „gepre­digt“ und es stimmt. Lei­der erfah­ren wir zu oft lee­re Wort­hül­sen.

          Sie schrei­ben an Herrn Ruhmöl­ler:
          >Ihr Arti­kel „Knall in Nier­stein: Wo sind nur die Chi­na-Fir­men?“ erschöpft sich also in einer rei­ße­risch dar­ge­brach­ten, blo­ßen Ver­mu­tung Ihrer­seits, die jeg­li­ches jour­na­lis­ti­sche Niveau ver­mis­sen lässt und offen­bar nur dazu die­nen soll, Herrn Tho­mas Gün­ther in der Öffent­lich­keit zu dis­kre­di­tie­ren.<

          Weil ich zu den kri­ti­schen Hin­ter­fra­gern gehö­re, fra­ge ich Sie direkt:
          Was genau ist rei­ße­risch dar­ge­bracht?
          Was kon­kret sind Ruhmöl­ler-Ver­mu­tun­gen?
          Womit oder wodurch wur­de Herr Gün­ther in der Öffent­lich­keit dis­kre­di­tiert?
          und
          Mit wel­chen Wor­ten lesen Sie, dass Herr Ruhmöl­ler ver­sucht durch­bli­cken zu las­sen, die Fir­men sei­en eine Luft­num­mer?

          Mei­ner Mei­nung nach geht es in Oppen­heim und Nier­stein nicht um die Absicht jeman­den per­sön­lich in Miss­kre­dit zu brin­gen oder gar Hetz­jagd zu betrei­ben.
          Wenn aber (hier) ein oder meh­re­re Kom­mu­nal­po­li­ti­ker nicht kon­se­quent die Inter­es­sen und Belan­ge der Bevöl­ke­rung wahrt und umsetzt, dann hat er auf sei­nem Pos­ten nichts zu suchen.

          Das was Sie „hier“ erfah­ren ist der Schrei nach o.g. Eigen­schaf­ten und die Befürch­tung, dass Kraft eines gewähl­ten Amtes per­sön­li­che Vor­zü­ge gene­riert wer­den (oder ver­sucht wird/wurde), was nicht unse­rer demo­kra­ti­schen Grund­ord­nung ent­spricht.

          Ich freue mich auf Ihre Ant­wort,
          Petra Kuon
          Oppen­heim, 15.03.2018

          • Oliver Trinkl

            Herr Gün­ther hat gera­de zu dem neu­en Vor­gang eine Pres­se­er­klä­rung abge­ge­ben.

            Ich fin­de es nicht in Ord­nung, die­se Vor­gän­ge die mit dem Fall Held nicht das Gerings­te zu tun haben, über­haupt auf die­ser Sei­te zu ver­öf­fent­li­chen.

        • Oppenheimer

          Ver­öf­fent­li­chen Sie doch ihre kom­plet­te Mail hier, nie­mand hin­dert Sie. Oder gehen Sie gegen die Bericht­erstat­tung vor, wenn sie falsch ist. Denn aus den Aus­zü­gen, die ich lese, ent­neh­me ich bis jetzt tat­säch­lich nur hei­ße Luft.

          Was ist per­fi­de, wenn ein Jour­na­list dar­auf hin­weist, dass der voll­mun­di­gen bzw. groß­spu­ri­gen Ankün­di­gung von Gün­ther noch ele­men­tars­te Ver­wal­tungs­vor­gän­ge im Weg ste­hen? Herr Gün­ther soll lie­ber sei­ne Haus­auf­ga­ben machen, bevor er via AZ los­legt.

          Was haben Sie zu dem beschrie­be­nen Vor­gang – Poli­ti­ker enga­giert sich als Pri­vat­mann – zu sagen? Irgend­was falsch im obi­gen Arti­kel?

          Wie gesagt, ganz ganz dün­nes Eis

          • Oliver Trinkl

            Ger­ne. Hier ist es:

            Sehr geehr­ter Herr Ruhmöl­ler,

            hier­mit zei­gen wir an, dass wir den Bür­ger­meis­ter der Stadt Nier­stein, Herrn Tho­mas Gün­ther anwalt­lich ver­tre­ten. Auf uns lau­ten­de Voll­macht ist bei­ge­fügt.

            In Ihrem Bei­trag „Knall in Nier­stein: Wo sind nur die Chi­na Fir­men?“ vom 15.11.2017 äußern Sie auf Ihrer Web-Sei­te „Der Oppen­heim Skan­dal“ die Ver­mu­tung, die Mit­tei­lung von Herrn Gün­ther, chi­ne­si­sche Fir­men woll­ten sich im Rhein-Selz -Park ansie­deln, sei falsch. Die ange­kün­dig­ten Fir­men wür­den näm­lich gar nicht exis­tie­ren. Dies schlie­ßen Sie dar­aus, dass die Fir­men im Han­dels­re­gis­ter des Amts­ge­richts Mainz nicht ein­ge­tra­gen sei­en. Auf die­sem Hin­ter­grund bezwei­feln Sie, dass die bei­den chi­ne­si­schen Fir­men, von denen Herr Gün­ther in der Öffent­lich­keit berich­tet hat­te, über­haupt gegrün­det sei­en. Zur Begrün­dung Ihrer Behaup­tung füh­ren Sie aus, dass nach Beur­kun­dung des Gesell­schafts­ver­trags bei einem Notar die­ser die Anmel­dung an das Han­dels­re­gis­ter umge­hend vor­näh­me. Daher müß­te die Anmel­dung der bei­den Fir­men beim Han­dels­re­gis­ter des Amts­ge­richts Mainz bereits vor­lie­gen.

            Damit kom­men Sie Ihrer jour­na­lis­ti­scher Sorg­falts­pflicht nicht nach. Denn rich­tig ist, dass ein Notar die Anmel­dung an das Han­dels­re­gis­ter regel­mä­ßig erst voll­zieht, wenn ihm der Nach­weis vor­liegt, dass das Stamm­ka­pi­tal min­des­tens zur Hälf­te auf dem Fir­men­kon­to ein­ge­zahlt wor­den ist. Dazu muss das Bank­kon­to der Gesell­schaft eröff­net sein, was regel­mä­ßig erst nach der Grün­dung in Form der Beur­kun­dung des Gesell­schafts­ver­trags mög­lich ist. Fer­ner soll­te auch Ihnen bekannt sein, dass Über­wei­sun­gen aus dem außer­eu­ro­päi­schen Aus­land, ins­be­son­de­re aus der Volks­re­pu­blik Chi­na, auf deut­sche Bank­kon­ten aus tat­säch­li­chen und recht­li­chen Grün­den mit­un­ter etwas Zeit benö­ti­gen. Bei­spiels­wei­se sind die Bestim­mun­gen des Geld­wä­sche­ge­set­zes zu beach­ten.

            Uns lie­gen sowohl voll­stän­di­ge Kopi­en der Grün­dungs­ur­kun­den bei­der Fir­men der Nota­rin Strö­mer vom 22.09.2017 vor, als auch Bele­ge, wonach das Stamm­ka­pi­tal und zwar schon in vol­ler Höhe von je 50.000,00 EUR auf den Bank­kon­ten die­ser bei­den Fir­men in Grün­dung am 17.11.2017 ein­ge­zahlt wor­den ist. Die Ein­tra­gung in das Han­dels­re­gis­ter kann und wird also in Kür­ze vor­ge­nom­men wer­den.

            Ihre Unter­stel­lung, die Tat­sa­che, dass bei dem Han­dels­re­gis­ter noch nichts dar­über bekannt sei, las­se dar­auf schlie­ßen, dass es die Fir­men nicht gäbe, ist also grob falsch und irre­füh­rend. Rich­tig ist zwar, dass eine GmbH kon­sti­tu­tiv erst mit Ein­tra­gung in das Han­dels­re­gis­ter ent­steht. Vor der Ein­tra­gung gibt es die Gesell­schaft jedoch schon im Grün­dungs­sta­di­um, was im Rechts­ver­kehr mit dem Zusatz „i.Gr.“ in abge­kürz­ter Form bezeich­net wird.

            Rich­tig ist des Wei­te­ren, dass die nor­ma­le Zeit­dau­er der Grün­dung und Regis­trie­rung einer deut­schen GmbH, deren Gesell­schaf­ter chi­ne­si­sche Inves­to­ren sind, auch im vor­lie­gen­den Fall nicht unge­wöhn­lich lan­ge gedau­ert hat, so dass ihre Schlüs­se, Herr Gün­ther sage in der Öffent­lich­keit die Unwahr­heit, wenn er von chi­ne­si­schen Inves­to­ren berich­te, schlicht falsch sind.

            Ihr Arti­kel „Knall in Nier­stein: wo sind nur die Chi­na Fir­men“ erschöpft sich also in einer rei­ße­risch dar­ge­brach­ten, blo­ße Ver­mu­tung Ihrer­seits, die jeg­li­ches jour­na­lis­ti­sche Niveau ver­mis­sen lässt und offen­bar nur dazu die­nen soll, Herrn Tho­mas Gün­ther in der Öffent­lich­keit zu dis­kre­di­tie­ren. Durch eine sorg­fäl­ti­ge Recher­che hät­te sich das ver­mei­den las­sen.

            Da wir davon aus­ge­hen, dass Sie, weil der Vor­gang Ihnen an und für sich sehr unan­ge­nehm sein müss­te, umge­hend eine Rich­tig­stel­lung auf Ihrem Blog im Inter­net vor­neh­men, wol­len wir momen­tan davon abse­hen, eine förm­li­che Gegen­dar­stel­lung zu ver­lan­gen. Das bleibt aber vor­be­hal­ten. Eine Ent­schul­di­gung Ihrer­seits bei Herrn Gün­ther kann man zwar nicht juris­tisch durch­set­zen, wäre aber wohl ange­zeigt und ein Gebot des Anstands.

            Wei­te­re schlecht recher­chier­te Tat­sa­chen und Ver­mu­tun­gen tau­chen in Ihrem „Wochen-Rück­blick: Oppen­heim scheint auf­ge­wacht“ auf. So hat­te Herr Gün­ther nie behaup­tet, „alles“, also auch eine Fach­hoch­schu­le sei „nota­ri­ell unter Dach und Fach“. Hier war immer nur von Absich­ten des Inves­tors die Rede, eine sol­che Fach­hoch­schu­le zu grün­den. Herrn Gün­ther hat es auch nicht „umge­hau­en“, als er Ihre schlecht recher­chier­ten Arti­kel über ihn und die angeb­li­che Nicht­exis­tenz chi­ne­si­scher Inves­to­ren zu lesen bekam. Er war zu Recht echauf­fiert, wie man sol­che unbe­grün­de­ten Behaup­tun­gen und blo­ße Ver­mu­tun­gen, die auf unzu­rei­chen­der und lücken­haf­ter Recher­che von übli­chen Ver­wal­tungs­vor­gän­gen resul­tie­ren, ins Inter­net set­zen und sich damit, wie Sie das tun, auch noch brüs­ten kann. An der Ver­samm­lung des CDU Ver­bands Rhein-Selz hat er schlicht wegen einer Erkäl­tung nicht teil­ge­nom­men.

            Grund­stücks­kauf­ver­trä­ge zwi­schen Inves­to­ren und dem Eigen­tü­mer der Grund­stü­cke wer­den auch nicht der Ver­bands­ge­mein­de zum Zwe­cke der Prü­fung, ob ein Vor­kaufs­recht exis­tiert, vor­ge­legt, son­dern der Gemein­de oder Stadt selbst, das nur neben­bei.

            Soll­ten Sie wie­der­holt ehren­rüh­ri­ge Behaup­tun­gen über Herrn Gün­ther ver­öf­fent­li­chen, die auf sol­chen blo­ßen Ver­mu­tun­gen und unrich­ti­gen Schluss­fol­ge­run­gen beru­hen, sind wir bereits jetzt dazu beauf­tragt, recht­li­che Schrit­te gegen Sie ein­zu­lei­ten.

            Mit freund­li­chen Grü­ßen

            Rechts­an­walt Trinkl“

          • Thomas Ruhmöller Autor des Beitrages

            Es war Herrn Trinkl ganz offen­sicht­lich ein gro­ßes Anlie­gen, sei­nen Brief hier im Wort­laut ver­öf­fent­licht zu sehen. Inzwi­schen hat er ver­si­chert, dass sein Man­dant gegen eine Ver­öf­fent­li­chung nichts ein­zu­wen­den hat (O-Ton Trinkl: „selbst­ver­ständ­lich hat­te ich die­sen Schritt mit Herrn Gün­ther vor­ab in einem Tele­fo­nat abge­stimmt.“) Des­halb kom­men wir sei­nem Wunsch ger­ne nach.

          • Oppenheimer

            @Herr Trinkl, ihr Schrei­ben an Herrn Ruhmöl­ler klingt zwi­schen den Zei­len nach „Mist, da hat mich einer erwischt, ich hab zwar nichts in der Hand, um die Bericht­erstat­tung zu unter­bin­den, aber pro­bie­re es mal mit lee­ren, weil nicht durch­setz­ba­ren Dro­hun­gen.“

            Sie haben offen­bar noch nicht oft mit Jour­na­lis­ten zu tun gehabt, sonst wüss­ten Sie, dass Bel­len ganz ganz oft nicht genügt. Bei ihrem Stil: Wenn ich mal einen Anwalt brau­che, weiß ich, an wen ich mich nicht wen­de.

            Und was sagen Sie zu dem eigent­li­chen Vorwurf„Poliker ver­mischt pri­va­tes mit öffent­li­chem Inter­es­se“? Ist da was falsch dran? Zwei­tes Mal gefragt, Ant­wort wäre super.

        • Kurt Podesta

          Sehr geehr­ter Herr Trinkl,

          per­fi­de ist es, die Bevöl­ke­rung für dumm ver­kau­fen zu wol­len und dann zu pol­tern, um von den tat­säch­lich vor­han­de­nen Unge­reimt­hei­ten abzu­len­ken. Ich kann an dem, was hier ver­öf­fent­licht wur­de, nichts rei­ße­ri­sches oder ver­un­glimp­fen­des erken­nen. Das liegt evtl. dar­an, dass Herr G. nicht mein Kli­ent ist, aber, sub­stan­ti­el­les haben Sie lei­der nichts gelie­fert, nur vage Andeu­tun­gen! Und, wenn es denn so falsch war, was Herr Ruhmöl­ler ver­öf­fent­licht hat, war­um kei­ne einst­wei­li­ge Ver­fü­gung oder ein Haupt­sa­che­ver­fah­ren?? Das ist ver­wun­der­lich! Ver­öf­fent­li­chen Sie doch Ihr Schrei­ben, Sie sind Herr des Ver­fah­rens, oder?

    • Hans Leweling

      Herr Trinkl, schön, dass Sie als RA von Herrn Gün­ther hier mit­le­sen und kom­men­tie­ren, viel­leicht erfah­ren wir ja von Ihnen, was es mit den erwähn­ten chi­ne­si­schen Fir­men wirk­lich auf sich hat; Herr Gün­ther selbst hat ja bis­her wenig Erhel­len­des dazu bei­ge­tra­gen. Seri­ös sieht das jeden­falls nicht aus, wenn auf einem Brief­kas­ten eine gan­ze Lita­nei von Fir­men­adres­sen steht.
      Im obi­gen Ruhmöl­ler Blog kann ich kei­ne Pole­mik erken­nen, eher die Ergeb­nis­se von Recher­chen. Und dass Ihr Kli­ent Gün­ther einen rüden Umgang mit sei­nen Mit­men­schen pflegt, weiß in Nier­stein und Umge­bung jedes Kind.
      Da Herr Gün­ther ja bis vor kur­zem noch Herrn Held demons­tra­tiv in Schutz genom­men hat ist es nahe­lie­gend, auch die Geschäf­te von Herrn Gün­ther näher unter die Lupe zu neh­men. Viel­leicht fin­det der LRH auch hier Unge­reimt­hei­ten.

    • G.K.

      In wel­cher Eigen­schaft hau­en Sie eigent­lich hier so der­ma­ßen auf den Putz?
      Als betrof­fe­ner Urhe­ber eines Schrift­sat­zes?
      Als Par­tei­ver­tre­ter von Herrn Gün­ther?
      Ist Ihr Man­dant über­haupt damit ein­ver­stan­den, dass der Schrift­satz voll­um­fäng­lich ver­öf­fent­licht wird?
      Umfas­sen Ihre öffent­li­chen Äus­se­run­gen zum Sach­ver­halt (so kurz nach der Ver­öf­fent­li­chung im Blog!) noch das Man­dat, oder haben SIe even­tu­ell eine Blan­ko­voll­macht (wie ich es aller­dings nur aus ganz spe­zi­el­len Berei­chen der straf­recht­li­chen Rechts­pfle­ge ken­ne) und müs­sen SIe even­tu­ell nur noch das Datum ein­tra­gen?
      Ich per­sön­lich habe das Gefühl, dass das hier nur der ganz ganz klei­ne Beginn einer ganz ganz gro­ßen „Freund­schaft“ wird. Andeu­tun­gen konn­ten SIe in dem Blog bereits häu­fig genug lesen.

  28. Markus Haase

    Viel­leicht haben die Nier­stei­ner ja Mon­tags nach Oppen­heim geschaut.….….
    Traut euch es geht.…..

    • Hans Leweling

      … und wenn die Nier­stei­ner eine Demo ‚zu Ehren’ von Herrn Gün­ther orga­ni­sie­ren, ein schö­ner und geräu­mi­ger Markt­platz ist ja vor­han­den. Bin mir sicher, dass etli­che Oppen­hei­mer zur Unter­stüt­zung unse­rer Freun­de rüber­kom­men. Wir könn­ten auch Tril­ler­pfei­fen mit­brin­gen, um das Geplär­re von Herrn Gün­ther zu über­tö­nen; unser Tril­ler­pfei­fen-Spen­der hat noch ne gan­ze Kis­te übrig.
      Übri­gens, Felix, vie­len Dank für die Tril­ler­pfei­fen, damit haben wir uns ordent­lich Gehör ver­schafft, und eini­gen Herr­schaf­ten im Oppen­hei­mer Rat­haus dürf­ten noch immer die Ohren klin­geln.

  29. Markus Haase

    Par­tei­über­grei­fen­de Poli­tik­ma­fia mehr kann man dazu nicht sagen

  30. Ichmalwieder

    Ach du Scheis­se“.

    Was für ein Sumpf. Aber… im Prin­zip nichts Neu­es.

    Kein Wun­der, dass es Sprich­wör­ter gibt (die erge­ben sich ja aus der Erfah­run­gen aus jahrund­er­ten gesam­mel­ten Erleb­nis­sen – sind also als „heu­ris­tisch erfah­re­ne Theo­ri­en“ zu bewer­ten.

    Ich fan­ge mal an:

    Eine Krä­he hackt der ande­ren kei­ne Auge aus“.

    Wo Rauch ist, ist auch Feu­er“.

    Die eine Hand wäscht die ande­re“.

    • Muckel

      … und ganz beson­ders bei Tho­mas Gün­ther wich­tig:
      Wer schreit hat Unrecht!!!
      Denn schrei­en tut der Gün­ther tag­ein tag­aus.

    • Cora

      Und es geht mun­ter wei­ter in die­sem Sumpf!

      Wes­sen Brot ich ess, des­sen Lied ich sing“

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