Marcus Held platzierte heimlich Gefolgsmann an HGO-Spitze

Ein Stadt­bür­ger­meis­ter namens Mar­cus Held wird mit dem mor­gi­gen Mon­tag defi­ni­tiv der Ver­gan­gen­heit ange­hö­ren. Doch sein Name bleibt in Oppen­heim auf abseh­ba­re Zeit drü­ckend prä­sent. Wie ist mit sei­nem Erbe umzu­ge­hen? Ein poten­ti­el­ler Nach­fol­ger sorgt für Auf­se­hen, ein zwei­ter lässt nicht locker. Die Lokal­zei­tung, aus­ge­rech­net, ver­sucht Ober­schieds­rich­ter zu spie­len. Und dann geschieht im Hin­ter­grund, was Skep­ti­ker befürch­tet haben: Mar­cus Held hat offen­bar kurz vor sei­nem Sturz treu erge­be­ne Gefolgs­leu­te in wich­ti­ge Funk­tio­nen zu schie­ben ver­sucht – bei der loka­len Woh­nungs­bau­ge­sell­schaft wird das jetzt erkenn­bar.

Montags-Demos gehen weiter – für die Zukunft

Der mor­gi­ge Mon­tag ist in vie­ler­lei Hin­sicht ein bemer­kens­wer­ter Tag: Erst mit die­sem 5. März tritt Mar­cus Held offi­zi­ell als Stadt­bür­ger­meis­ter zurück. „Herr Held hat sich ent­schie­den, sein Amt als Bür­ger­meis­ter und die damit ver­bun­de­nen Ämter in der Stadt Oppen­heim mit Wir­kung zum 5. März nie­der­zu­le­gen“, hat­te der SWR unter Beru­fung auf Helds Ber­li­ner Anwalt mit­ge­teilt.

Also: Erst an die­sem Mon­tag ist Oppen­heim – was im Vor­griff bereits jetzt Schil­der am Orts­ein­gang ver­kün­den – wirk­lich Held-frei.

Gleich­wohl soll wie­der eine Mon­tags-Demo vorm Rat­haus statt­fin­den, Axel Dah­lem lädt erneut ein: Beginn ist wie gewohnt um 18 Uhr. Dies­mal dürf­te mehr gelacht wer­den: Man hat schließ­lich ein ers­tes Ziel erreicht.

War­um den­noch wei­ter pro­tes­tiert wer­den soll? Ein Leser schrieb in einem Kom­men­tar auf die­ser Web­sei­te, wie wir es bes­ser nicht aus­drü­cken kön­nen:

Viel­leicht soll­ten die nun fol­gen­den Mon­tags­de­mos die Mög­lich­keit eröff­nen, dass sich Oppenheimer/innen dem sich bereits for­mier­ten über­par­tei­li­chen Bünd­nis anschlie­ßen kön­nen, um ein brei­tes Fun­da­ment zu errich­ten, indem viel­fäl­ti­ger poli­ti­scher, ver­wal­tungs­tech­ni­scher, juris­ti­scher und wirt­schaft­li­cher Sach­ver­stand zusam­men­ge­führt wird.

Auf geht’s Oppen­hei­mer!

Leser: Ein Glücksfall! Ein Glückstag für Oppenheim

Der ers­te Kom­men­tar wur­de kurz nach Mit­ter­nacht in der Nacht von Frei­tag auf Sams­tag auf unse­rer Web­sei­te ver­öf­fent­licht. Und dann kamen wei­te­re Mails an, nachts um drei schrieb einer, ande­re um fünf, sechs Uhr, um acht Uhr hat­ten sich mehr als zwan­zig Kom­men­ta­re ange­sam­melt, inzwi­schen sind’s an die fünf­zig:

Unser Bericht dar­über, dass sich ein über­par­tei­li­ches Bünd­nis auf einen gemein­sa­men Kan­di­da­ten für die Bür­ger­meis­ter­wahl im Juni eini­gen konn­te, hat vie­le Men­schen in Oppen­heim elek­tri­siert. Wal­ter Jertz soll es rich­ten: Der hoch­de­ko­rier­te Gene­ral­leut­nant a.D. soll die unse­li­ge Affä­ren-Ära von Mar­cus Held ver­ges­sen machen, er soll die Stadt auf­rich­ten, der Ver­wal­tung neue Struk­tu­ren geben, die Men­schen ver­söh­nen, Frie­den brin­gen:

Ein Ende des Oppen­heim-Skan­dals ist end­lich in Sicht!

Klei­ne Aus­wahl der Stim­men, die sich auf die­ser Web­sei­te mel­de­ten:

  • Glück­lich ist eine Stadt, in der nach einer sol­chen Kata­stro­phe so schnell ein sol­cher Bür­ger­meis­ter­kan­di­dat gefun­den wer­den kann. Glück­wunsch an das über­par­tei­li­che Bünd­nis. 
  • Ein Glücks­tag für Oppen­heim. Die Leis­tungs­fä­hig­keit demo­kra­ti­scher Bür­ger der Stadt ist beein­dru­ckend. 
  • Wir Oppen­hei­mer Bür­ger kön­nen uns nur bedan­ken bei Wal­ter Jertz für die Bereit­schaft, fast Unmög­li­ches zu schaf­fen, Oppen­heim wie­der zu befrie­den und die maro­den Ver­hält­nis­se auf­zu­ar­bei­ten. Dass er über­par­tei­li­che Unter­stüt­zung hat, lässt hof­fen.
  • Eine Per­sön­lich­keit wie Jertz hat­te schon im Vor­schul­al­ter mehr drauf als ein Schaum­schlä­ger wie Held zu sei­nen bes­ten Zei­ten, falls er die jemals gehabt haben soll­te.
  • Ein Glücks­fall für Oppen­heim. Als Mann mit Füh­rungs­qua­li­tä­ten und -Erfah­rung wird Wal­ter Jertz Oppen­heim wie­der in ruhi­ge­re Fahr­was­ser füh­ren. 
  • Cha­peau! Die Ent­schei­dung für Herrn Jertz und sein Ein­ver­ständ­nis zur Kan­di­da­tur ist ein Segen für unser Oppen­heim!

Es gab auch ein paar nega­ti­ve Stim­men, die wir natür­lich eben­falls ver­öf­fent­licht haben. Wenn Sie mehr wis­sen wol­len: Kom­men­ta­re fin­den Sie direkt unter jedem Blog­bei­trag. Da lesen Sie auch, was der Schrift­stel­ler Frie­der Zim­mer­mann zum über­par­tei­li­chen Kan­di­da­ten Wal­ter Jertz schreibt. Klei­ner Aus­zug:

Der neue Bür­ger­meis­ter muss also nicht nur jede Men­ge zer­schla­ge­nes Por­zel­lan kit­ten, Grä­ben zuschüt­ten, Brü­cken bau­en, er muss auch einen gewal­ti­gen Berg abar­bei­ten. Dazu wird er Kraft, Durch­set­zungs- und Steh­ver­mö­gen, aber auch Unter­stüt­zung und Sym­pa­thie benö­ti­gen. Und das Quänt­chen Glück, das auch der Tüch­ti­ge braucht, um Erfolg zu haben. Glück auf!

Herr Sadoni, das Militär und der neue Kandidat

Sol­len wir’s Ihnen wirk­lich erzäh­len? Wir sind eigent­lich nicht ver­pflich­tet, jeden Unsinn wei­ter­zu­ge­ben – aber gut: Im Zei­chen der neu­en Oppen­hei­mer Offen­heit wol­len wir Ihnen auch einen Brief nicht ver­schwei­gen, der seit Sams­tag in der Stadt kur­siert und an die „Lin­ken“ in dem über­par­tei­li­chen Bünd­nis gerich­tet ist. Er fängt schon ziem­lich krass an:

Helm ab zum Gebet? Heu­te Mor­gen muss­te ich kurz über­le­gen ob ich schlecht träu­me oder schon wach bin: Ein brei­tes Bünd­nis will Gene­ral­leut­nant a.D. Wal­ter Jertz als Bür­ger­meis­ter. Aus­ge­rech­net Grü­ne, Ex-Kom­mu­nis­ten und Sozi­al­de­mo­kra­ten wol­len mit dazu auf­ru­fen einen Mili­ta­ris­ten zu wäh­len.“

Micha­el Sado­ni hat den Brief geschrie­ben, wir ord­nen den Mann mal dem Held-Lager zu. Eine Gabrie­le Sado­ni, nach unse­ren Recher­chen sei­ne Ehe­frau, sitzt im Vor­stand der Oppen­hei­mer SPD, sie ist auch Gesell­schaf­te­rin der umstrit­te­nen Tou­ris­mus GmbH. Kürz­lich war sie mit einem Leser­brief in der Lokal­zei­tung in Erschei­nung getre­ten: Dar­in beschwer­te sie sich nicht etwa dar­über, dass Ex-SPD-Land­rat Claus Schick beim Neu­jahrs­emp­fang die Medi­en-Kri­tik an Held mit dem Wort „Pogrom“ bezeich­net hat­te. Nein, Frau Sado­ni – Kin­der­gärt­ne­rin ist sie – mokier­te sich dar­über, dass ein Redak­teur die Bei­falls­be­kun­dun­gen des Publi­kums nach Schicks ver­ba­lem Aus­fall mit „Joh­len“ abge­tan habe.

Herr Sado­ni schreibt nun, dass Wal­ter Jertz als Mili­tär-Exper­te in Inter­views gesagt habe, er hal­te mili­tä­ri­sche Ope­ra­tio­nen aus huma­ni­tä­ren Grün­den für legi­tim und zivi­le Opfer dabei für unver­meid­lich. Herr Sado­ni begrün­det dar­aus sei­ne For­de­rung, dass jeden­falls die „Lin­ken“ im über­par­tei­li­chen Bünd­nis ihre Unter­stüt­zung für Jertz zurück­zie­hen müss­ten. Er macht nicht ein­mal der Ver­such einer dif­fe­ren­zier­ten Betrach­tung – etwa, dass ein Mili­tär­ein­satz im Ver­ständ­nis von Wal­ter Jertz (wie auch im Ver­ständ­nis des Deut­schen Bun­des­tags) über­haupt erst dann in Fra­ge kommt, wenn das poli­ti­sche, diplo­ma­ti­sche und wirt­schaft­li­che Instru­men­ta­ri­um der Völ­ker­ge­mein­schaft voll­stän­dig und erfolg­los aus­ge­schöpft ist und bedroh­ten Völ­kern anders nicht gehol­fen wer­den kann. Herr Sado­ni ver­steigt sich viel­mehr zu dem Satz: „Man kann Mar­cus Held mög­li­cher­wei­se viel vor­wer­fen, aber bei ihm ging es nie um Men­schen­le­ben!“

Von der Mei­nungs­frei­heit in die­sem unse­rem Lan­de ist sol­ches Den­ken und Reden gedeckt. Das gilt aber auch für die Mut­ma­ßung, dass bei den Sado­nis eini­ge Maß­stä­be arg ver­rutscht zu sein schei­nen.

Ein zweiter Kandidat bietet schon Sprechstunden an

Auch wenn’s dem einen oder ande­ren Oppen­hei­mer noch unge­wohnt vor­kommt: Man darf, so wol­len wir’s mal etwas salopp for­mu­lie­ren, in Oppen­heim ab sofort wie­der ganz offen reden. Jeder darf sei­ne Mei­nung sagen. Und Hal­tung zei­gen. Das ist, auch wenn nicht jedem alles gefällt, gut so. Wes­halb wir hier nicht unter­schla­gen wol­len:

Sven Frank scheint’s ernst zu mei­nen, will sich wirk­lich um das Bür­ger­meis­ter­amt bewer­ben – als par­tei­lo­ser, unab­hän­gi­ger und mit dem Held-Sys­tem garan­tiert nicht ver­bun­de­ner Kan­di­dat. Das hat er vor kur­zem hier bekannt gege­ben; an die­sem Wochen­en­de hat der Hyp­no­the­ra­peut den zwei­ten Schritt getan: Er hat eine Inter­net­sei­te online gestellt. „Sven Frank – Der neue Bür­ger­meis­ter von Oppen­heim“ heißt es sehr selbst­be­wusst gleich auf der Start­sei­te. Meint er es ernst? Oder ist er ein Wich­tig­tu­er? Davon kann sich jeder selbst ein Bild machen: Frank bie­tet jeden Don­ners­tag von 16 bis 18 Uhr eine „Alter­na­ti­ve Bür­ger­sprech­stun­de“ in sei­ner Pra­xis in der Krä­mer­stra­ße 30 an.

Recht­zei­tig vor dem Urnen­gang wird Herr Frank aller­dings eine wich­ti­ge pri­va­te Ent­schei­dung tref­fen müs­sen: Noch wohnt er mit Frau und Kind in Sel­zen, könn­te dem­nach gar nicht in Oppen­heim kan­di­die­ren. Er muss schleu­nigst umzie­hen…

Die Wende bei der Lokalzeitung – glaubwürdig?

Ulrich Gerecke, der Redak­ti­ons­lei­ter der AZ in Oppen­heim, hat einen Kom­men­tar geschrie­ben. Über­schrift. „Stun­de der Wen­de­häl­se“. Der Text ist eine bit­ter­bö­se – inhalt­lich völ­lig berech­tig­te – Abrech­nung mit der Cli­que von Held-Getreu­en, die „in atem­be­rau­ben­der Geschwin­dig­keit von Held-Jün­gern zu Held-Kri­ti­kas­tern mutier­ten“. Die Gerecke-Erkennt­nis lau­tet: Dass die SPD in der Stadt „eine glaub­wür­di­ge Rol­le spie­len wird, kann man sich der­zeit kaum vor­stel­len. Sie hat zu lan­ge mit­ge­macht und geschwie­gen, nun steckt sie in der Sack­gas­se.“

Eine gan­ze Rei­he von Lesern mel­de­te sich dar­auf­hin bei uns mit dem Hin­weis, dass die Redak­ti­on der „All­ge­mei­nen Zei­tung Lands­kro­ne“ sich doch selbst wie ein Wet­ter­fähn­chen im Win­de gedreht habe: Frü­her sei­en die Redak­teu­re hin­ter Herrn Held her­ge­lau­fen und hät­ten unwi­der­spro­chen alles gedruckt, was er gesagt und geschrie­ben habe. Selbst als die ers­ten Vor­wür­fe gegen den Stadt­bür­ger­meis­ter bekannt gewor­den waren, habe die AZ davon nichts wis­sen wol­len. Ja, sie habe sich sogar dar­über empört, dass ein (oder meh­re­re) Whist­leb­lo­wer die Schand­ta­ten des Stadt­bür­ger­meis­ters auf­ge­deckt hät­ten.

Tat­säch­lich schrieb damals genau jener Gerecke von einem „veri­ta­blen Gau“ und einem „Erd­be­ben“: Er mein­te nicht die Vor­wür­fe gegen Held, son­dern den Geheim­nis­ver­rat. Der war für den Redak­teur „eine Kata­stro­phe in Sachen Ver­trau­en in Poli­tik und Behörden“ – die rechts­wid­ri­gen Geschäf­te Helds zu Las­ten der Stadt­kas­se hin­ge­gen tat er ver­harm­lo­send als „Geschmäck­le-Vor­wür­fe“ ab.

Mal abge­se­hen davon, dass gute Jour­na­lis­ten von Infor­man­ten – neu­deutsch: Whist­leb­lo­wern – leben: Die Mühe, den Vor­wür­fen gegen Held nach­zu­ge­hen, erspar­te sich die Redak­ti­on. Sie druck­te statt­des­sen aus­führ­li­che Inter­views mit dem Stadt­bür­ger­meis­ter, in denen er sei­ne Unschuld beteu­ern konn­te und unwi­der­spro­chen behaup­ten durf­te: „Jemand will mich zer­stö­ren“.

Das ist noch gar nicht so lan­ge her, nicht ein­mal ein Jahr. Nichts­des­to­trotz wird die Lokal­zei­tung heu­te nicht müde zu ver­si­chern, sie habe mit ihrer Bericht­erstat­tung maß­geb­lich zum Sturz des umstrit­te­nen Bür­ger­meis­ters bei­ge­tra­gen. Das klingt so, als wür­de das das frü­he­re SED-Zen­tral­or­gan „Neu­es Deutsch­land“ heu­te behaup­ten, es habe mit einem Bericht über Scha­blow­skis Rei­se­ge­setz-Pres­se­kon­fe­renz den Fall der inner­deut­schen Mau­er bewirkt…

Der AZ-Leser fra­gen jetzt in ihren Mails: Wie konn­te es nur pas­sie­ren, dass sich eine Zei­tungs­re­dak­ti­on über Jah­re hin­weg von Mar­cus Held hat der­art täu­schen las­sen? Wie­so hat kein Redak­teur reagiert, als er Recht und Gesetz brach – gar nicht mal im Gehei­men, son­dern offen erkenn­bar und zum Bei­spiel immer wie­der im Stadt­rat? War­um hat kein AZ-Redak­teur jemals die Tou­ris­mus GmbH, den Gra­din­ger-Deal oder das Mär­chen von der angeb­lich geplan­ten Poli­zei-Inspek­ti­on hin­ter­fragt?

Viel­leicht, so steht zu ver­mu­ten, gab es auch hier zu gro­ße Abhän­gig­kei­ten, viel zu enge Ver­bin­dun­gen: Der Zei­tungs­ver­lag pro­fi­tier­te von Anzei­gen­ge­schäf­ten mit Mar­cus Held, der Chef­re­dak­teur ver­mel­de­te stolz, als er mit dem SPD-Poli­ti­ker in eine Wein­bru­der­schaft auf­ge­nom­men wur­de. Und die Lokal­re­dak­ti­on rich­te­te sich kom­mod ein: Sie druck­te Helds Pres­se­mit­tei­lun­gen ab und ließ sogar sei­nen (wirt­schaft­lich: städ­ti­schen) Pres­se­spre­cher wohl­fei­le Berich­te über ihn schrei­ben, die dann wie redak­tio­nel­le Bei­trä­ge aus­ge­zeich­net wur­den.

Mit die­ser Art von „Jour­na­lis­mus“ sta­bi­li­sier­te die Zei­tung nicht nur kon­se­quent die Macht­po­si­ti­on des Stadt­bür­ger­meis­ters. Sie betrog zugleich ihre eige­nen Leser, denen sie die PR-Tex­te aus dem Rat­haus als eige­ne jour­na­lis­ti­sche Leis­tung unter­ju­bel­te.

Ein ehr­li­cher Blick in den Spie­gel statt mit dem Fin­ger auf ande­re zu zei­gen: Das stün­de der AZ gut an. Das wäre alle­mal glaub­wür­di­ger als die neue Rol­le als Ober­schieds­rich­ter:

Gerecke schreibt in sei­nem Kom­men­tar: Dass die SPD in Oppen­heim in abseh­ba­rer Zeit eine glaub­wür­di­ge Rol­le spie­len wird, „kann man sich der­zeit kaum vor­stel­len. Sie hat zu lan­ge mit­ge­macht und geschwie­gen, nun steckt sie in der Sack­gas­se“.

Der Redak­teur könn­te die drei Buch­sta­ben „SPD“ durch zwei erset­zen: AZ.

Er hät­te immer noch Recht.

Ein Held-Zögling hat jetzt Prokura bei der HGO

Zum Abschluss noch ein The­ma, bei dem sich die Lokal­zei­tung mit einer ver­tie­fen­de Auf­ar­bei­tung aus­zeich­nen könn­te:

Wir haben ja schon ein­mal dar­ge­stellt, dass mit dem Rück­zug von Mar­cus Held nicht nur bei der Stadt­füh­rung ein Loch ent­steht. Son­dern dass nunn neben vie­len Ver­ei­nen und Orga­ni­sa­tio­nen auch die Woh­nungs­bau­un­ter­neh­men GWG und HGO kopf­los sind. Bei der gemein­nüt­zi­gen Woh­nungs­bau­ge­nos­sen­schaft GWG war Held Vor­stands­vor­sit­zen­der, bei der deren Toch­ter HGO (Haus- und Grund­stücks­ver­wal­tungs­ge­sell­schaft Oppen­heim) fun­gier­te er als allei­ni­ger Geschäfts­füh­rer.

Leser die­ser Web­sei­te machen dar­auf auf­merk­sam, dass Held wohl ganz schnell und heim­lich neue Pflö­cke ein­ge­schla­gen hat: Am 20. Febru­ar 2018 wur­de ein neu­er Pro­ku­rist im Han­dels­re­gis­ter ein­ge­tra­gen. Sein Name: Mar­co Mei­din­ger. Oppen­hei­mer ken­nen ihn: Der erst 29 Jah­re alte – und ver­mut­lich abso­lut uner­fah­re­ne – Mann dürf­te ein ganz, ganz enger Ver­trau­ter von Held sein:

Mei­din­ger sitzt im Worm­ser Wahl­kreis­bü­ro von Held. Er gehört dem Auf­sichts­rat der GWG an. Sein Name fin­det sich im Kom­pe­tenz­team Mar­cus Held. Und er ist Vor­sit­zen­der der Arbei­ter­wohl­fahrt (AWO) Oppen­heim, einer SPD-nahe­ste­hen­den Orga­ni­sa­ti­on.

War­um wur­de die­ser jun­ge Mann zu die­sem Zeit­punkt als Pro­ku­rist instal­liert?“ fragt eine Lese­rin. Und schreibt wei­ter: „Mir erscheint es doch sehr selt­sam, dass weni­ge Tage vor dem Rück­zug des Herrn Held Mar­co Mei­din­ger zum Pro­ku­ris­ten der HGO beru­fen wird! Ein Hand­lan­ger, eine Mario­net­te von Herrn Held! Will da jemand ggf. doch indi­rekt sei­ne Macht behal­ten?“

In der Tat: Mei­din­ger ist mit der recht­lich weit­reichs­ten Form einer Pro­ku­ra aus­ge­stat­tet. Er erhielt Ein­zel­pro­ku­ra, ist also zur allei­ni­gen Ver­tre­tung der HGO berech­tigt, kann dabei sogar sog. Insich­ge­schäf­te (also Ver­trä­ge mit sich selbst) täti­gen – und: Die Pro­ku­ra ist expli­zit auf Grund­stücks­ge­schäf­te erstreckt. Mit ande­ren Wor­ten: Mei­din­ger kann in glei­chem Umfang agie­ren wie ehe­dem Held, des­sen Rück­zug vom Amt des Allein­ge­schäfts­füh­rers von sei­nem Ber­li­ner Medi­en­recht­ler in die­ser Woche ange­kün­digt wor­den ist.

Die HGO muss die­se Per­so­nal­ro­cha­de ins Mark tref­fen. Jetzt, da sie mas­sivs­ten wirt­schaft­li­chen Risi­ken (nament­lich aus dem unglück­se­li­gen Gra­din­ger-Deal) aus­ge­setzt ist, steht sie prak­tisch füh­rungs­los da und ist einem uner­fah­re­nen Statt­hal­ter über­ant­wor­tet, der zu allem Über­fluss als Mit­glied des Auf­sichts­rats der GWG sich mit­tel­bar auch noch selbst beauf­sich­ti­gen soll.

Er bedarf ganz augen­schein­lich der Anlei­tung und Füh­rung. Strip­pen, die sich leicht auch aus Ber­lin zie­hen las­sen.

Mar­cus Held ist mit dem mor­gi­gen Mon­tag viel­leicht von allen Ämtern zurück­ge­tre­ten. Das heißt aber offen­bar noch lan­ge nicht, dass die Ära Held vor­bei ist. Und sei­ne Spu­ren erschöp­fen sich nicht nur – das allein schlimm genug – in Beton, Zement und Leer­stän­den.

47 Gedanken zu „Marcus Held platzierte heimlich Gefolgsmann an HGO-Spitze

  1. E.G.

    Den Herrn so unter Wert als Platz­hal­ter abzu­stem­peln fin­de ich nicht in Ord­nung.

    Wie wir wis­sen Betreibt er im Hal­len­bad ein Kiosk.

    Zum einen hat er damit ja Erfah­rung in der Unter­neh­mens­füh­rung.

    Zum ande­ren hat der bis­he­ri­ge Hal­len­bad­be­auf­trag­te ihm eine so hohe Mie­te in den Ver­trag geschrie­ben, dass sein Miet­bei­trag eine signi­fi­kan­te Ein­nah­me­quel­le für die VG Kas­se ist.

    • J.

      Hal­lo E.G.,
      sie spre­chen offen­sicht­lich von Herrn Wald­schmidt dem Unter­neh­mer 😉 und ein­zig ver­blie­be­nen GWG Vor­stand. Etwas Sor­gen muss man sich bei dem bei HGO und GWG nun geball­ten Fach­wis­sen um die Mit­ar­bei­ter machen.
      War in der Zei­tung nicht von einem Bis­tro im Hal­len­bad die Rede? Sie schrei­ben von Kiosk?
      da sie auch von einer hohen Mie­te schrei­ben, darf ich nach der Höhe fra­gen.
      Ich hat­te mir eh schon Gedan­ken über die wirt­schaft­li­che Trag­fä­hig­keit gemacht.

  2. Gert Frisch

    Ich hof­fe Herr Mei­din­ger ist sich der Trag­wei­te sei­nes Han­delns und der damit even­tu­ell ver­bun­de­nen recht­li­chen Kon­se­quen­zen bei der HGO bewusst. Glei­ches gilt selbst­re­dend auch für den Auf­sichts­rat. Ich hab da so mei­ne Beden­ken. In blin­dem Kada­ver­ge­hor­sam den Anwei­sung des (ehe­ma­li­gen) Herrn und Meis­ters fol­gend, könn­te fata­le Fol­gen haben.
    Bon­ne Chan­ce !

  3. Bernd Harth-Brinkmann

    Was ist denn der Herr Mei­din­ger jetzt von Beruf?
    Ret­tungs­as­sis­tent, Wis­sen­schaft­li­cher Mit­ar­bei­ter, Mit­ar­bei­ter des Bun­des­ta­ges, Pro­ku­rist?
    Wel­che Kauf­män­ni­sche Qua­li­fi­ka­ti­on hat er?

    Fra­gen über Fra­gen.

    Ich glau­be er ist ein­fach nur eine wei­te­re Mario­net­te des Hel­den.

    • Gert Frisch

      M.E. soll­te die Prü­fung dem Auf­sichts­rat oblie­gen, was ja der Name bzw. die Bezeich­nung impli­ziert. Die­ser ist dann den Mit­glie­dern bzw. Genos­sen gegen­über rechen­schafts­pflich­tig. Nur ob die­se Genos­sen hin­rei­chend infor­miert sind bzw. die höchst­wahr­schein­lich ver­wir­ren­den ver­trag­li­chen Kon­struk­te durch­schau­en, ist eher frag­lich.

  4. AS

    Die Ein­set­zung von Herrn Mei­din­ger ist ein Zei­chen, dass man ver­sucht zu ver­hin­dern, dass jemand mal rich­tig die Vor­gän­ge in der GWG/HGO prüft. Der gesam­te Vor­gang ist merk­wür­dig und wür­de mich als Mit­glied der GWG sehr irri­tie­ren. Was sagen denn die Mit­glie­der dazu? Ist Herrn Mei­din­ger bewusst, wel­che Ver­ant­wor­tung und Risi­kos er auf sich genom­men hat?

  5. J.

    Wie man heu­te in der AZ lesen konn­te, hat Frau K. Stras­ser den Vor­schlag von Herr Ruhmöl­ler in der Sache HGO zu reche­rie­ren, auf­ge­nom­men. Ich den­ke sie hat hier: http://​www​.all​ge​mei​ne​-zei​tung​.de/​l​o​k​a​l​e​s​/​o​p​p​e​n​h​e​i​m​/​o​p​p​e​n​h​e​i​m​/​w​a​s​-​k​o​m​m​t​-​n​a​c​h​-​h​e​l​d​-​z​u​k​u​n​f​t​-​d​e​r​-​o​p​p​e​n​h​e​i​m​e​r​-​w​o​h​n​u​n​g​s​b​a​u​g​e​n​o​s​s​e​n​s​c​h​a​f​t​-​i​s​t​-​u​n​k​l​a​r​_​1​8​5​7​4​6​5​2​.​htm durch­aus wich­ti­ge und rich­ti­ge Fra­gen gestellt.
    Dass sei­tens des neu­en Pro­ku­ris­ten Mei­din­ger kei­ner­lei Fra­gen beant­wor­tet wer­den und die­ser statt­dess­sen auf den letz­ten ver­blie­be­nen Vor­stand der GWG, Wald­schmidt ver­weist wird ist sym­pto­ma­tisch.
    Aller­dings ist auch klar, dass Held, soll­te er denn tat­säch­lich der Ankün­di­gung des Rück­zugs Taten fol­gen las­sen, jeman­den, der Hand­lun­gen des lau­fen­den Geschäfts­be­trie­bes wahr­nimmt, instal­lie­ren muss­te. Über die Art und Wei­se der Held­schen Hand­lung lohnt es sich kaum zu reden, zu bekannt ist das ver­wen­de­te Mus­ter. Wit­zig fin­de ich schon fast die Vor­stel­lung, wie der noch HGO-GF Held dem damals noch GWG-Vor­stand sei­ne Kün­di­gung als Geschäfts­füh­rer über­gibt 😮
    Der „Wis­sen­schaft­li­che Mit­ar­bei­ter“ vul­go Wahl­kreis-Mit­ar­bei­ter Mei­din­ger, in 100% finan­zi­el­ler Abhän­gig­keit des Hel­den, ver­wei­gert also die Beant­wor­tung legi­ti­mer Fra­gen wie z.B. die sei­ner Aus­bil­dung, kraft derer er für das Amt des Pro­ku­ris­ten eines Unter­neh­mens geeig­net ist, das in den letz­ten Jah­ren über 40 Eigen­tums­woh­nun­gen pro­jek­tier­te und ver­kauf­te. Ob er sich der Ver­ant­wor­tung und Haf­tung einer sol­chen Posi­ti­on bewusst ist?
    Beim Stö­bern durch die von der nicht ganz unbe­kann­ten Fir­ma inMe­dia gestal­te­te Web­site der HGO fal­len hand­werk­li­che Män­gel auf. So ist nir­gends die Rechts­form der HGO benannt, außer­dem hat man beim „Aus­lö­schen“ des GF Held geschlampt (Quel­le am 08.03.2018, 9:10: http://​hgo​-oppen​heim​.de/​a​n​g​e​b​o​te/ ).
    Mei­ner Kennt­nis nach wur­de die HGO als GmbH mit € 25.000,- Stamm­ka­pi­tal gegrün­det, allei­ni­ger Anteils­eig­ner bei Grün­dung, die GWG Oppen­heim e.G..
    Gerät die HGO durch das „Gra­din­ger Pro­jekt“ in Schief­la­ge, was auf Grund der bereits jetzt rea­li­sier­ten Mehr­kos­ten von mehr als € 200.000,- nicht unwahr­schein­lich ist, so schä­digt die GmbH die Genos­sen­schaft.
    Die GWG wird laut ihrer Home­page (Stand heu­te) nur noch von einem Vor­stand geführt, zu prü­fen ist, inwie­fern dies statt­haft ist. Mei­nes Wis­sens darf eine Genos­sen­schaft von bis zu 20 Mit­glie­dern von einer Per­son als Vor­stand gelei­tet wer­den – und die GWG hat wie­vie­le Mit­glie­der?
    Fra­gen über Fra­gen

    • Stefan Buch

      Und wie fähig war Herr Wald­schmidt? Das war doch genau­so ein „Joker“, oder bes­ser gesagt „Platz­hal­ter“, „Lücken­bü­ßer“, etc.…

      • J.

        Hal­lo Herr Buch,

        zu Herrn Wald­schmidt kann ich nichts wesent­li­ches sagen, tei­le aber im wesent­li­chen ihre Ein­schät­zung.
        Die größ­te Kom­pe­tenz im Kom­plex GWG/HGO dürf­te auf der Sach­be­ar­bei­ter Ebe­ne lie­gen und nicht bei den aktu­el­len Reprä­sen­tan­ten.

  6. karl kaiser

    Wer das tun soll­te? Die­Staats­an­walt­schaft zusam­men mit der Poli­zei im Beneh­men mit dem Lan­des­rech­nungs­hof.
    Auf wel­cher Rechts­grund­la­ge? Ver­dun­ke­lungs­ge­fahr.
    Wie? Ich sage mal : Wir machen´s ein­fach! (SPD Rhein­land Pfalz).
    Ist nicht ganz ernst gemeint.

  7. F.E.

    Ist Herr Mei­din­ger nicht im Auf­sichts­rat der GWG? Wie kann er dann als Pro­ku­rist agie­ren?

  8. P.M.

    War­um gibt Mar­co Mei­din­ger auf sei­ner Face­book-Sei­te als Arbeit­ge­ber eigent­lich „Deut­scher Bun­des­tag“ an? Er ist zwar Wahl­kreis­mit­ar­bei­ter von Held, dann doch aber nicht beim Bun­des­tag ange­stellt. Oder irre ich mich da?

    • M.B,

      Viel­leicht weil er genau­so dick auf­trägt, wie sein Noch-Chef. Der bezeich­net sich ja auch auf sei­ner Home­page als „Ihr Abge­ord­ne­ter für den Wahl­kreis Alzey-Worms-Oppen­heim“. Das ist nicht rich­tig, da er nur über die Lan­des­lis­te in den BT ein­ge­zo­gen ist. Men­schen mit Gel­tungs­be­dürf­nis neh­men es manch­mal nicht so genau.

    • Frieder Zimmermann

      Wahr­schein­lich irren Sie sich. Ein MdB erhält neben sei­nen Diä­ten rd 4.300 Euro, mit denen er Mit­ar­bei­ter bezah­len kann, z.B. eine Sekre­tä­rin im Ber­li­ner Büro und einen Assis­ten­ten oder wis­sen­schaft­li­chen Mit­ar­bei­ter, der in Ber­lin und/oder im Wahl­kreis für den MdB tätig ist. For­mal sind die­se Mit­ar­bei­ter dann Ange­stell­te des Deut­schen Bun­des­tags, aller­dings auf die Dau­er des Man­dats befris­tet.

      • M.B.

        Nicht ganz: „Ange­stellt sind sie nicht bei der Bun­des­tags­ver­wal­tung, wie sich ver­mu­ten lie­ße, son­dern unmit­tel­bar bei den Abge­ord­ne­ten. Recht­lich gese­hen sind die­se also mit Kleinst­be­trie­ben ver­gleich­bar. Zusam­men beschäf­ti­gen sie fast 4.500 Mit­ar­bei­ter – dar­un­ter neben Sekre­tä­rin­nen, Sach­be­ar­bei­tern und Hilfs­kräf­ten auch 1.700 wis­sen­schaft­li­che Mitarbeiter.“(Quelle: http://​www​.bun​des​tag​.de, Der Abge­ord­ne­te und sei­ne Mit­ar­bei­ter)
        Folg­lich ist sein Arbeit­ge­ber nicht der Bun­des­tag, son­dern Herr Held.

      • Karolinger

        @Frieder Zim­mer­mann

        Die genann­ten € 4.300 bezie­hen sich auf die monat­li­che Auf­wands­pau­scha­le (Zweit­woh­nung, Bür­ger­bü­ro etc.). Für Mitarbeiter/innen ste­hen BT-Abge­ord­ne­ten gegen Nach­weis gegen­wär­tig
        € 20.870 zu, die von der Bun­des­tags­ver­wal­tung getra­gen wer­den. Als MA’s zäh­len auch wis­sen­schaft­li­che Mit­ar­bei­ter, wie sich Mei­din­ger auf der web­page der SPD-Oppen­heim (Stadtnachrichten/Kompetenzteam) aus­gibt.

  9. W.H.

    Die Anmel­dung der Pro­ku­ra beim Han­dels­re­gis­ter hat durch den Geschäfts­füh­rer der GmbH hat zu erfol­gen, die Unter­schrift auf der Anmel­dung ist zu beglau­bi­gen:

    § 53 HGB
    (1) Die Ertei­lung der Pro­ku­ra ist von dem Inha­ber des Han­dels­ge­schäfts zur Ein­tra­gung in das Han­dels­re­gis­ter anzu­mel­den. Ist die Pro­ku­ra als Gesamt­pro­ku­ra erteilt, so muß auch dies zur Ein­tra­gung ange­mel­det wer­den.
    (2) Das Erlö­schen der Pro­ku­ra ist in glei­cher Wei­se wie die Ertei­lung zur Ein­tra­gung anzu­mel­den.

    Beur­kun­dungs­ge­setz § 40 Beglau­bi­gung einer Unter­schrift
    (1) Eine Unter­schrift soll nur beglau­bigt wer­den, wenn sie in Gegen­wart des Notars voll­zo­gen oder aner­kannt wird

  10. U.E.

    Laut Bebau­ungs­plan wur­den im Krä­mer­eck drei HGO-Häu­ser geplant.

    Wo kommt jetzt plötz­lich das Vier­te her?

    Laut Plan soll­ten das eigent­lich Grün­flä­chen sein.

    Weiss da Jemand was?

    • W.H.

      wenn da was dran sein soll­te, im B-Plan fest­ge­setz­te Grün­flä­chen ohne Stadt­rats­be­schluss als Bau­flä­chen zu nut­zen, dann dürf­te eini­ges zu prü­fen (incl. Mit­wir­ken­de) und zu beord­nen sein: Bebau­ungs­plan, etwai­ige Ände­rungs­sat­zung nach § 12 der Benut­zungs­sat­zung Wirt­schafts­we­ge der Stadt Oppen­heim, Aus­gleichs­flä­chen, Umle­gungs­plan incl. Vor­ab­aus­schei­dung von Flä­chen nach § 55 Abs. 2 Bau­GB (Bau­GB § 73 Ände­rung des Umle­gungs­plans ent­hält kei­ne Ver­jäh­rungs­frist), Geld­aus­gleich, Bau­ge­neh­mi­gung …

  11. Bernhard Schiffel

    Ich glau­be der Mar­cus Held will nicht wei­ter mit­mi­schen .
    Wie­vie­le Mil­lio­nen wur­de in den letz­ten 10 Jah­ren ver­baut ,
    wie­vie­le Geschäf­te mit kri­mi­nel­ler Ener­gie waren da mög­lich .
    Das kom­plet­te Packet von alten Unter­la­gen soll so gut es geht
    nicht an den Pran­ger . Ich glau­be es geht schon ums irg­ent­wie über­le­ben .

  12. Anonymous

    Lie­ber Herr Kaiser,diese Gedan­ken kann ich nur unter­stüt­zen, müss­te drin­gend auf die VG aus­ge­wei­tet wer­den. Der Rhein-Selz-Park ist eine sehr,der fet­te Wie­se, auf der Pen­zer und Gün­ther ihre Schäf­chen ins Tro­cke­ne brin­gen.
    JH

    • G.K.

      Hier sind jetzt wie­der­holt Andeu­tun­gen in Rich­tung Rhein-Selz-Park gemacht wor­den.
      Das ist gut so und den Indi­zi­en soll­te auch nach­ge­gan­gen wer­den.

      SIe kön­nen sich mit Ihren Hin­wei­sen und Fest­stel­li­un­gen ANONYM an das Lan­des­kri­mi­nal­amt Rhein­land-Pfalz wen­den:

      Durch Kor­rup­ti­on und Wirt­schafts­kri­mi­na­li­tät wer­den alle Bür­ge­rin­nen und Bür­ger, Staat und Wirt­schaft geschä­digt. Mit dem kos­ten­frei­en Hin­wei­s­te­le­fon haben Sie die Mög­lich­keit, Hin­wei­se oder Ver­dachts­mo­men­te auf Kor­rup­ti­on und Wirt­schafts­kri­mi­na­li­tät mit­zu­tei­len.

      0800 – 88 99 007 (kos­ten­frei)“

      Eine Alter­na­ti­ve wäre auch, dass Sie sich an den VERTRAUENSANWALT wen­den:

      https://​fm​.rlp​.de/​a​r​/​t​h​e​m​e​n​/​v​e​r​w​a​l​t​u​n​g​/​k​o​r​r​u​p​t​i​o​n​s​p​r​a​e​v​e​n​t​i​o​n​/​v​e​r​t​r​a​u​e​n​s​a​n​w​a​lt/
      oder: http://​www​.weis​-christ​mann​.de/​k​o​n​t​a​k​t​.​htm

      Auch hier wer­den Sie kos­ten­los und ver­trau­lich betreut.

      Es soll sich nie­mand davor scheu­en (müs­sen) auf ver­meint­li­che Unre­gel­mä­ßig­kei­ten hin­zu­wei­sen.
      Natür­lich kön­nen Sie auch einen Jour­na­lis­ten mit Ihren Beden­ken betrau­en. Die­ser Berufs­zweig ver­fügt eben­so über grund­ge­setz­lich gesi­cher­te Geheim­hal­tungs­pflich­ten und ist gegen­über Straf­ver­fol­gungs­be­hör­den geson­dert geschützt.

      Mei­ne Bot­schaft soll hei­ßen: Andeu­tun­gen hier in einem Blog kön­nen nicht jnbe­dingt Anlaß für Ermitt­lungs­maß­nah­men sein. Aber wenn Sie Hin­wei­se haben, dann kön­nen die von den ent­spre­chen­den Stel­len durch­aus ver­trau­lich behan­delt und recher­chiert wer­den.

  13. Evelyn Becker

    Ich den­ke, man soll­te den AZ- Redak­teu­ren posi­ti­ve­re Rücken­de­ckung geben, denn jeder Geläu­ter­te ver­dient eine Chan­ce. Klar hat die AZ in den ver­gan­ge­nen Jah­ren sowohl Men­ger wie auch Held als Hof­be­richt­erstat­ter gedient, aber letzt­end­lich war es auch Frau Stras­ser, die als ers­te den Mut hat­te, Held zum Rück­tritt auf­zu­for­dern. Wie sehr die Genos­sen mit einer Wei­ter­füh­rung der Hof­be­richt­erstat­tung gerech­net haben, ist an Schick’s Pro­grom-Auf­schrei abzu­le­sen. Geben wir Gerecke und Stras­ser eine Chan­ce, vor allem in Hin­blick auf eine fai­re und unab­hän­gi­ge Bericht­erstat­tung in Zukunft!

  14. Leser

    Am 20. Febru­ar 2018 wur­de ein neu­er Pro­ku­rist im Han­dels­re­gis­ter ein­ge­tra­gen. Sein Name: Mar­co Mei­din­ger.“ „Mei­din­ger sitzt im Worm­ser Wahl­kreis­bü­ro von Held.“

    Ohne Anspruch auf Voll­stän­dig­keit!
    In Ana­lo­gie zur ehe­mals Bahn: Das Amtsgericht/Handelsregister locht m. E. kei­ne Kino­kar­ten. Die Posi­ti­on eines Hand­lungs­be­voll­mäch­tig­ten kann nur ein Voll­kauf­mann wahr­neh­men. Ist dies hier bei Herrn Mei­din­ger gege­ben? Wenn ggf. ja, dann muss die Beru­fung zudem zeit­lich vor der Krank­mel­dung von Bür­ger­meis­ter Held mit ent­spre­chen­dem Stadt­rats­be­schluss (Pro­to­koll) erfolgt sein. Im Kran­ken­stand geht m. E. nichts, ruht die Amts­füh­rung des Erkrank­ten (Erkran­kungs­ur­sa­che/­Dia­gno­se­/­Ge­schäfts- und Ent­schei­dungs­fä­hig­keit) bzw. wer­den die Amts­ge­schäf­te von einem dazu for­mell auto­ri­sier­ten (Han­dels­re­gis­ter) Ande­ren geführt. Gibt es einen sol­chen nicht, dann pas­siert wäh­rend der Vakanz auch nichts. Ein von Bür­ger­meis­ter Held mit Stadt­rats­mehr­heit vor Krank­mel­dung ein­ge­setz­ter „Hand­lungs­be­voll­mäch­tig­ter bzw. Pro­ku­rist“ kann ab dem 05.03.2018 vom Gesell­schaf­ter Stadt Oppen­heim ver­trte­ten durch den aktu­ell und for­mell die Amts­ge­schäf­te füh­ren­den Bei­ge­ord­ne­ten Herrn Kre­the mit Stadt­rats­mehr­heit per Gesellschafterversammlung/ – beschluss oder Auf­sichts­rat wie­der abbe­ru­fen wer­den, ein neu­er „Hand­lungs­be­voll­mäch­tig­ter bzw. Pro­ku­rist“ ana­log via Amts­ge­richt ein­ge­setzt wer­den. Hier wäre zudem jetzt wegen Zuläs­sig­keits­fra­gen auch die Kom­mu­nal­auf­sicht beim Land­kreis MZ-BIN ein­zu­be­zie­hen.

    Wei­ter­hin wird durch den Rück­tritt von Bür­ger­meis­ter Held der Stadt­rat in sei­ner for­mel­len Zusammensetzung/ Sitz­ver­tei­lung ana­log den vor der Wahl ein­ge­reich­ten Wahlvorschlägen/ Kan­di­da­ten­lis­ten und Wahlergebnissen/Stimmverteilungen nicht tan­giert. Bei for­mell erklär­ten Rück­trit­ten von Rats­mit­glie­dern folgt unter Rück­griff auf die vor der Wahl ein­ge­reich­ten Wahlvorschläge/ Kan­di­da­ten­lis­ten und dies­be­züg­li­che Wahl­er­geb­nis­se die Beru­fung von Nach­rü­cker bzw. Nach­rü­ck­e­rin­nen bis zur jewei­li­gen Lis­ten­er­schöp­fung. Die Bil­dung von ggf. neu­en Frak­tio­nen durch Rats­mit­glie­der bleibt davon unbe­rührt und ist eine rei­ne inner-rat­li­che Orga­ni­sa­ti­ons­sa­che auf Basis der Geschäfts­ord­nung des Stadt­rats. Alle Hand­lun­gen der Stadt­ver­tre­ter (Bür­ger­meis­ter und Bei­ge­ord­ne­te) sowie der Stadt­rä­te als Organ Stadt­rat sind in der Gemein­de­ord­nung RLP, sie­he
    http://​lan​des​recht​.rlp​.de/​j​p​o​r​t​a​l​/​?​q​u​e​l​l​e​=​j​l​i​n​k​&​q​u​e​r​y​=​G​e​m​O​+​R​P​&​p​s​m​l​=​b​s​r​l​p​p​r​o​d​.​p​sml
    rechts­ver­bind­lich gere­gelt und so mit frei von indi­vi­du­el­len Aus­le­gun­gen bzw. Hand­lun­gen. Die­ses gilt eben­so auch für städ­ti­sche, von der Stadt als for­mell öffent­li­che Hand über Gesell­schaf­ter­ver­samm­lung und Auf­sichts­rat beherrsch­te Gesell­schaf­ten.

  15. K. Scherning

    Bei der AZ sind durch die­se unver­nünf­ti­ge Bericht­erstat­tung, etli­che Abo­nen­ten abge­sprun­gen. Übri­gens auch gleich mit Hin­weis wes­halb, was die AZ nicht sehr erfreut haben dürf­te.
    Jetzt pro­biert die AZ doch nur noch ihre Kund­schaft zu ret­ten und ver­lo­ren gegan­ge­ne mög­lichst wie­der an das Käse­blatt zu bin­den. So sind sie eben die­se Wen­de­häl­se, dar­an wird sich wohl nie etwas ändern.
    Aller­dings muß man die AZ nicht kau­fen, wenn einem ihr Vor­ge­hen nicht zusagt, es gibt genug Stel­len der Infor­ma­ti­on in einer digi­ta­li­sier­ten Welt.

  16. Roland Bürger

    Wenn die AZ für sich rekla­miert, sie habe durch ihren Bericht über den Grund­stücks­de­al den Anstoß für den Rück­tritt Helds gege­ben, dann ist das falsch. Herr Ruhmöl­ler hat­te zur glei­chen Zeit die glei­chen Infor­ma­tio­nen auf die­ser Web­site ver­öf­fent­licht. Sogar mit noch mehr Details. Gleich­wohl : immer­hin hat die AZ die Kur­ve noch gekriegt. . Aber so rich­tig Ver­trau­en in die Unab­hän­gig­keit der Pres­se kam im Ver­lauf des Oppen­heim-Skan­dals nicht auf.

    • M

      Die AZ hat zuge­ge­be­ner­ma­ßen – aber nur unter dem Druck die­ses Blogs und diver­ser Kün­di­gun­gen der Abon­ne­ments- die Kur­ve gekriegt. Sie wür­de aber wahr­schein­lich nur so lan­ge aus­führ­lich berich­ten, wie Herr Ruhmöl­ler bei uns ist und nicht nur her­vor­ra­gend recher­chier­te Arti­kel schreibt, son­dern uns auch zu Wort kom­men lässt. Man kann ja immer wie­der von zen­sier­ten Leser­brie­fen lesen. Die Grün­de, die dafür Pate stan­den, dass die AZ vor­her , vor­sich­tig ausgedrückt,eher unkri­tisch war, dürf­ten sich nicht ein­fach in Luft auf­ge­löst haben. Herr Gerecke ver­steht sein Hand­werk schon. Umso unver­ständ­li­cher, dass vor­her bes­ten­falls rudi­men­tär und dann auch über­wie­gend ein­sei­tig pro Mar­cus Held geschrie­ben wur­de. Die Kri­tik an den Whist­leb­lo­wern war ein Knal­ler. Das sieht irgend­wie nach einer vor­ge­ge­be­nen Rich­tung aus, die der­zeit gewech­selt wur­de. Die stel­len­wei­se pein­li­che Empö­rung der Held Anhän­ger zeigt, wie sicher man sich über­wie­gend über Jah­re hin­weg unan­ge­tas­tet von kri­ti­schen Jour­na­lis­mus bewe­gen konn­te.

      • Salzmann

        Man kann es auf einen Nen­ner brin­gen! Tho­mas Ruhmöl­ler ist ein Glücks­fall für die rhein­hes­si­sche Demo­kra­tie!

        Ohne sein inten­si­ves Wir­ken, wür­de das Sys­tem wei­ter­lau­fen, sich evtl. sogar noch wei­ter auf­bau­en. Mar­cus Held ist Geschich­te, sein Umfeld aber noch nicht. Die SPD war, auf­grund der per­ma­nen­ten Bericht­erstat­tung auf die­sem Blog, gezwun­gen, ihren Anhän­ger einen Maul­korb anzu­zie­hen. Eben­so konn­te die SPD den gesteu­er­ten Blog von Cemal Göger­cin nicht auf­recht hal­ten. Die loka­le AZ wur­de kri­ti­siert und getrie­ben. Es sind Ergeb­nis­se, die wir die­sem demo­kra­ti­schen Por­tal und sei­nem Autor Ruhmöl­ler ver­dan­ken.
        In Rhein­hes­sen hat es das noch nie gege­ben, dass Poli­tik öffent­lich hin­ter­fragt wur­de und wenn es eine® doch wag­te, wur­de die­se® sofort mit sozia­lis­ti­scher Het­ze und übler Nach­re­de über­gos­sen oder die Auto­rei­fen wur­den geschlitzt.

        Oppen­heim ist der Anfang der Auf­ar­bei­tung. Die Men­schen soll­ten den Mut haben als Kron­zeu­gen auf­zu­tre­ten.

        • D. Mayer

          Bit­te nicht so ver­all­ge­mein­dernd von „der SPD“ etc. schrei­ben. In Oppen­heim gibt es sie jetzt ja sogar dop­pelt, ohne dass ich wüss­te, wel­che Frak­ti­ons­grup­pe weni­ger schlimm ist.

          Auch der „Maul­korb“ klingt immer wie­der selt­sam – gera­de in Ihrer Logik „sozia­lis­ti­scher Het­ze und übler Nach­re­de“ sowie auf­ge­schlitz­ter Auto­rei­fen: Aus­ge­rech­net solch­ne Genos­sen sol­len sich jetzt ein­fach einen Maul­korb ver­pas­sen las­sen? … Und abge­se­hen davon wäre „Kein Kom­men­tar“ nach „Ich tre­te zurück“ bzw. „Wir schmei­ßen Mar­cus Held aus der Par­tei“ von Beginn an so ziem­lich das zu-sagen-Klügs­te gewe­sen.

          Übri­gens wird bei uns regel­mä­ßig Poli­tik öffent­lich hin­ter­fragt und den­noch sind hier kei­ne SPD-Kri­ti­ker mit sozia­lis­ti­scher Het­ze über­gos­sen oder ver­mö­belt wor­den. Sogar ihre Auto­rei­fen blie­ben unbe­schä­digt.

          • Walter H.

            @ D. May­er

            wenn Sie regel­mä­ßig die SPD-Poli­tik öffent­lich hin­ter­fra­gen, hät­te es den Oppen­heim-Skan­dal doch NIE geben dür­fen!
            Es mag sein, dass Ihr Radi­us bei der SPD evtl. zu eng abge­steckt ist, das soll­ten Sie aber selbst beur­tei­len!
            Dass Sie, als Mit­glied der SPD, den Oppen­heim-Skan­dal ger­ne auf Mar­cus Held redu­zie­ren möch­ten, kann man bei einer abge­stürz­ten Par­tei voll­um­fäng­lich nach­voll­zie­hen.
            Übri­gens Herr May­er Sie sind als Gro­Ko-Geg­ner in Ihrer SPD auch abge­stürzt. Wie­viel Frust hat das bei Ihnen aus­ge­löst?

          • D. Mayer

            @Walter H.

            Eigent­lich dach­te ich dar­an, dass oppo­si­tio­nel­le Kom­mu­nal­po­li­ti­ker, kri­ti­sche Lokal­jour­na­lis­ten und manch­mal auch enga­gier­te Bür­ger den Kurs mei­ner ört­li­chen SPD öffent­lich kri­ti­siert haben. Wie gesagt, im Gegen­satz zu Oppen­heim klappt das in allen Städ­ten, in denen ich gelebt habe.

            Des­halb erlau­be ich mir, den Oppen­heim-Skan­dal auf Mar­cus Held, sei­ne Spe­zi-SPD-Rie­ge, eine ein­ge­lull­te Block­flö­ten-Oppo­si­ti­on und eine kum­pel­haf­te Lokal­zei­tung zu redu­zie­ren. Wenn man­che alles ein­fach auf „die SPD“ schie­ben und redu­zie­ren wol­len, emp­fin­de ich es als unan­ge­mes­sen ver­ein­fa­chend.

            Als poli­ti­sches Leicht­flie­gen­ge­wicht (wenn über­haupt) bin ich in der SPD lei­der kein schwer­ge­wich­ti­ger Dr. Eisen­faust. In der SPD Oppen­heim habe ich weder Mit­glieds­rech­te noch Ein­fluss. Soweit zu mei­nem Radi­us.

            Dass ich regel­mä­ßig gegen Mar­cus Held gestimmt habe, ist mehr – und jetzt wer­de ich ein biß­chen fies -, wie über 50 Pro­zent der Oppen­hei­mer Wäh­ler his­to­risch von sich behaup­ten kön­nen.

            Zu Ihrer letz­ten Fra­ge:

            Als Genos­se ist es wie mit den übli­chen Ver­däch­ti­gen am Tabel­len­en­de der ers­ten Bun­des­li­ga: als ech­ter Fan bist Du leid­ge­prüft und bleibst dabei. Ich habe gehofft, aber nie geglaubt, dass wir es schaf­fen. Der vor­aus­sicht­lich wei­te­re Abstieg ist beschlos­se­ne Sache.

          • Zeehr

            In der Wei­ma­rer Repu­blik gab es neben der SPD noch die USPD. Das konn­te man unter­schei­den. Mein Vor­schlag: die „neue“ Frak­ti­on soll­te sich ZSPD nen­nen: zwei­te SPD. Und wenn auch die „alte“ Frak­ti­on“ demons­trie­ren will, dass sie neu anfan­gen will, könn­te sie sich „ESPD“ nen­nen, „E“ für Ers­te oder für Erneu­ert. Nur „N“ für neu wäre schlecht, denn NSPD… naja, genug gewit­zelt.

  17. K. Scherning

    Habe nichts ande­res erwar­tet. Herr Held wird sehr unrühm­lich die Geschichts­bü­cher fül­len. Auch wird das nicht das letz­te mal sein, das wir von ihm hören.

    Aber, Oppen­heim wird nicht den Kopf in den Sand ste­cken und wei­ter für Gleich­stel­lung, Gerech­tig­keit und ein har­mo­ni­sches Mit­ein­an­der strei­ten.
    Es wird wohl um das Desas­ter in den Griff zu krie­gen, eini­ge Jah­re dau­ern, wir wer­den es auf jeden Fall schaf­fen, ein neu­es lebens­wer­tes Oppen­heim zu erschaf­fen.

    • Jupp

      Ach, Oppen­heim ist jetzt schon lebens­wert, so stil­prä­gend war MH auch nicht – mit der Zeit wird er eine unwich­ti­ge Fuß­no­te dein.

  18. Bauherr

    Wenn die Staats­an­walt­schaft anfan­gen soll­te, sich mit Blick auf mög­li­chen Sub­mis­si­ons­be­trug die HGO-Aus­schrei­bun­gen nebst Auf­trags­ver­ga­be näher anzu­se­hen zu wol­len (könn­te ja theo­re­tisch im Lau­fe der diver­sen Ermitt­lungs­ver­fah­ren pas­sie­ren, wenn sie Anhalts­punk­te aus­ma­chen soll­te), könn­te Herr Mei­din­ger sein Pro­ku­ra evtl bereu­en.

    • J.

      Hal­lo Bau­herr,
      wenn ich nicht irre ist die HGO ein Pri­vat Unter­neh­men und unter­liegt damit nicht den Vor­ga­ben des öffent­li­chen Ver­ga­be­rechts. Daher geht ihr Gedan­ke in die­ser Sache ins Lee­re. In vie­ler­lei ande­rer Hin­sicht kann es aller­dings trotz­dem eng wer­den für MM.
      Ins­be­son­de­re die eigen-Über­wa­chung, hier Mit­glied des Auf­sichts­rats, dort GF ver­wun­dern doch.

      • Bauherr

        Hal­lo J,

        dan­ke für den Hin­weis, aber ist die HGO nicht eine Toch­ter der GWG?

        Wie auch immer: Ein Blick auf die Auf­trags­ver­ga­be nach Aus­schrei­bung, ein Abgleich der im Ange­bot auf­ge­ru­fe­nen Prei­se und letzt­end­lich bezahl­ten Sum­men sowie ein Blick auf zeit­na­he Spen­den an die SPD durch den ein oder ande­ren könn­ten Erklä­rungs­be­darf erzeu­gen. Wohl­ge­merkt: Könn­te

  19. Dahlem Helga

    Auch bei der SPD gibt es sol­che und sol­che, wie in jeder Par­tei. Der MEIDINGER ist einer von sol­chen die man eher nicht ken­nen will.
    So kurz vor dem Abdan­ken den Mei­din­ger zum Pro­ku­ris­ten zu machen ist nicht nor­mal, es sei denn:
    „Man – HELD – hat irgend etwas noch vor in der HGO !“

  20. T-A-M-O

    Hof­fent­lich hat die Staats­an­walt­schaft die pri­va­ten Kon­ten von Held und Fami­lie wegen Miet­ein­nah­men und die Her­kunft der Gel­der zu den Woh­nungs­käu­fen im Blick, denn da könn­te einem schon der Ver­dacht kom­men, dass hier Gel­der der HGO/GWG in ande­re Kanä­le gelau­fen sind, wo sie nicht hin­ge­hö­ren! Denn für 450 € GWG und 400 € HGO (monat­lich) geht ein Held doch kein Risi­ko ein, da steckt bestimmt viel mehr dahin­ter! Wie wur­de eigent­lich sein Wahl­bus unter­hal­ten HGO/GWG/Stadt oder die SPD, wer hat dar­über Infos? Wur­de das Pri­vat­haus und z.B. das Büro in Ber­lin eigent­lich auch schon von der Staats­an­walt­schaft durch­sucht, viel­leicht fin­det man dort Bar­geld, Schließ­fach­schlüs­sel oder Unter­la­gen über wei­te­re Grund­stücks­ge­schäf­te? Ein Schälm, der böses denkt!

  21. M

    Herr Mei­din­ger scheint nach nor­ma­lem Ermes­sen die Hin­ter­grün­de und den Bericht des LRH nicht genau zu ken­nen. Und als lesens­wert ist für ihn hal­te ich auch den Bericht aus die­sem Blog – http://​der​-oppen​heim​-skan​dal​.de/​m​a​r​c​u​s​-​h​e​l​d​-​d​r​o​h​t​-​t​e​u​r​e​r​-​a​e​r​g​e​r​-​a​l​s​-​h​g​o​-​g​e​s​c​h​a​e​f​t​s​f​u​e​h​r​er/.
    Bei­des könn­te für den neu­en Pro­ku­ris­ten und ggf. sei­ne Rechts­be­ra­ter inter­es­sant wer­den. Die STA hat sicher schon ein Auge auf die Geschäf­te GWG/HGO gewor­fen und wird/muss ab jetzt bestimmt auch Herrn Mei­din­ger Auf­merk­sam­keit schen­ken.
    Weiß hier jemand, wie sich die Abriss­kos­ten beim Gra­din­ger ent­wick­len ?

  22. karl kaiser

    Ich bin kein Oppen­hei­mer, ver­fol­ge aber mit Inter­es­se, wie sich dort viel­leicht eini­ges zum bes­se­ren wen­den könn­te. Wenn ich mal eine Anre­gung geben dürf­te:
    Bevor man dem künf­ti­gen Bür­ger­meis­ter Rat­schlä­ge erteilt und For­de­run­gen an ihn stellt, soll­te man zuerst sicher­stel­len, daß er sei­ne Arbeit geord­net begin­nen und mit der nöti­gen Sorg­falt durch­füh­ren kann.
    Dies bedeu­tet:
    Sofor­ti­ge Sicher­stel­lung aller Akten und Daten des gesam­ten Instan­zen­zu­ges,
    Lücken­lo­se Kon­trol­le des Zugangs zu allen stadt­ei­ge­nen Daten­trä­gern,
    Ver­bot aller beab­sich­tig­ten Löschun­gen oder Ver­än­de­run­gen von Daten der Ver­wal­tung,
    Ent­zug des Zugangs bestimm­ter Amts­trä­ger zu „sen­si­blen“ Daten der Stadt­ver­wal­tung,
    Sofor­ti­ge Kon­trol­le der Kom­mu­ni­ka­ti­on zwi­schen Stadt­ver­wal­tung und exter­nen Behör­den.
    Bit­te an die AZ, die dort vor­lie­gen­den Akten und Vor­gän­ge öffent­lich zu machen.
    Wer jetzt noch in der Ver­wal­tung für den zurück­ge­tre­te­nen Bür­ger­meis­ter arbei­tet, kann nur noch eines im Sinn haben- Ver­dun­ke­lung und Ver­tu­schung durch Ver­nich­tung und Ver­fäl­schung von Akten und Daten.
    Es eilt.

    • Peter Bemmann

      Guter Hin­weis! Hof­fent­lich kommt er an den rich­ti­gen Stel­len an.

    • Ichmalwieder

      @ Herrn Kai­ser:
      „Sofor­ti­ge Sicher­stel­lung aller Akten und Daten des gesam­ten Instan­zen­zu­ges,
      Lücken­lo­se Kon­trol­le des Zugangs zu allen stadt­ei­ge­nen Daten­trä­gern,
      Ver­bot aller beab­sich­tig­ten Löschun­gen oder Ver­än­de­run­gen von Daten der Ver­wal­tung,
      Ent­zug des Zugangs bestimm­ter Amts­trä­ger zu „sen­si­blen“ Daten der Stadt­ver­wal­tung,
      Sofor­ti­ge Kon­trol­le der Kom­mu­ni­ka­ti­on zwi­schen Stadt­ver­wal­tung und exter­nen Behör­den“.

      Das Anlie­gen ver­ste­he ich. Aber wer soll das, wie, auf wel­cher Rechts­grund­la­ge, bewerk­stel­li­gen?

      @ T-A-M-O:
      „Hof­fent­lich hat die Staats­an­walt­schaft die pri­va­ten Kon­ten von Held und Fami­lie wegen Miet­ein­nah­men und die Her­kunft der Gel­der zu den Woh­nungs­käu­fen im Blick, denn da könn­te einem schon der Ver­dacht kom­men, dass hier Gel­der der HGO/GWG in ande­re Kanä­le gelau­fen sind“.

      Bei aller Lie­be zur Auf­klä­rung … Ihnen ist schon bewusst, dass Sie eine Straf­tat unter­stel­len? Miet­ein­nah­men der HGO /GWGauf das Pri­vat­kon­to Held?

      @ Roland Bür­ger

      Wenn die AZ für sich rekla­miert, sie habe durch ihren Bericht über den Grund­stücks­de­al den Anstoß für den Rück­tritt Helds gege­ben, dann ist das falsch“.

      Nein Herr Bür­ger, da irren Sie. Die Recher­chen, die die Tat­sa­chen auf den Tisch leg­ten, sind ein­deu­tig Frau Stras­ser von der AZ zuzu­ord­nen. Das war auch mutig von ihr. Der Hin­weis kam aus der Ecke der AL, den Herr Ruhmöl­ler dann auch ver­öf­fent­licht hat­te.

      Jeder trägt sei­nen Teil dazu bei.

      Sei­en wir doch froh, dass die AZ jetzt mal nach­fragt und berich­tet.

      Die Meri­ten im gesam­ten Fall Held gehö­ren aber den Whist­le-Blo­wern und Herrn Ruhmöl­ler. Da haben Sie recht.

    • F.E.

      Das ist ein sehr guter Vor­schlag. Beson­ders soll­te man die Ver­bands­ge­mein­de und auch das Rat­haus in Nier­stein und die pri­va­ten PCs von Tho­mas Gün­ther und Klaus Pen­zer unter­su­chen. Der Rhein-Selz-Park ist ja auch noch da. Mich wun­dert es, dass Held da nicht auch dabei gewe­sen sein soll.

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