Der erste steht auf: Sven Frank will Stadtbürgermeister werden

Kommt jetzt Bewegung in die Oppenheimer Lokalpolitik? Ein selbständiger Therapeut und Coach will nicht länger untätig der verfilzten und verfahrenen Rathausführung zuschauen. Er greift an: Der 43-jährige Sven Frank teilte gestern mit, dass er im nächsten Jahr bei der Wahl für das Amt des Stadtbürgermeisters kandidieren wolle. Der Hypnoanalytiker mit eigener Praxis hat ganz klare Vorstellungen von der Zukunft des rheinhessischen Städtchens. Allerdings muss er noch ein Problem lösen.

Es war an diesem Donnerstag, im Rathaus war wieder Bürgersprechstunde. Diesmal saßen da, in Vertretung des erkrankten Stadtbürgermeisters, der Zweite Beigeordnete Helmut Krethe und der Bürgerbeauftragte Bernd Weiß. Als Sven Frank zu ihnen vorgelassen wurde und ihnen seine Pläne offenbarte, sollen die Herren sichtlich überrascht reagiert haben. Und sehr reserviert.

„Ich will Stadtbürgermeister von Oppenheim werden“, teilte Sven Frank ihnen mit. Und fragte: „Was muss ich dafür tun?“

„Sie guckten schon etwas komisch“, erzählte er später. „Vor allem Krethe fand das gar nicht gut. Er sagte, das Amt bedeute ganz viel Arbeit, und es gebe auch nur eine sehr kleine Aufwandsentschädigung…“

Das konnte Sven Frank nicht wirklich überraschen, er meint es ernst. Er hatte sich bereits bei der Verwaltung der Verbandsgemeinde erkundigt: 60 Unterschriften müsse er einsammeln, sagt er. „In der VG-Verwaltung gab man mir auch den Rat, die Unterschriftenliste nicht im Rathaus abzugeben, sondern direkt im Rondo – wegen der Vertraulichkeit.“ Ein guter Tipp – der VG-Mitarbeiter scheint die Verhältnisse in der Oppenheimer Stadtführung zu kennen.

Wer ist dieser Sven Frank, der die festgefahrenen politischen Kreise in der skandalumtosten Krötenbrunnenstadt aufmischen will? Der schon mit der Ankündigung seiner Kandidatur hektische Telefonate in SPD-Kreisen der ganzen Region auslöste und auch lokale Oppositionspolitiker aufschreckte: Kann dieser Mann wirklich ein ernst zu nehmender Kandidat werden?

Frank ist verheiratet, seine Ehefrau ist Logopädin, beide haben einen einjährigen Sohn. In Oppenheim betreibt er in der Krämerstraße 30 eine Hypnosepraxis. Sein Schwerpunkt liege auf Business-Coaching und Fremdsprachen-Erlernen, sagt er, natürlich durch „künstlich erzeugten partiellen Schlaf in Verbindung mit einem veränderten Bewusstseinszustand“, wie eine Definition von Hypnose lautet.

Ein Foto aus der PR-Abteilung: Sven Frank, der Hypnoanalytiker. (Foto: GreatLife.Books)

Mit ihm zusammen arbeitet Sonia Oliveira, er sagt: „Sie hat sich auf Hypnose für Frauen spezialisiert – unter anderem Raucherentwöhnung, Abnehmen, Geburtsvorbereitung. Außerdem bietet sie Kinderhypnose zur Lern- und Leistungssteigerung.“

Der gebürtige Hannoveraner sagt, er habe in Irland eine dreijährige Ausbildung in medizinischer und analytischer Hypnose absolviert; sein Berufsbezeichnung laute Hypnoanalytiker. Außerdem sei er als Heilpraktiker für Psychotherapie zugelassen Auf seiner Webseite verkündet er selbstbewusst: „Ich hypnotisiere seit dem Jahr 2000 jährlich im Durchschnitt 1.000 Menschen. Ich habe mich in meiner Praxis in Oppenheim auf die Arbeit mit Hypnose spezialisiert, und es gibt im deutschsprachigen Raum niemanden, der in analytischer Hypnose besser ausgebildet ist als ich.“

Soweit der Job. Und warum künftig auch noch Stadtbürgermeister?

Frank: „Ich wollte schon immer am Stadtleben teilnehmen, will mich einbringen.“ Als er erstmals nach Oppenheim kam, habe man ihm gesagt, man müsse, wenn man als Selbständiger in der Stadt klarkommen wolle, dem Gewerbeverein beitreten, dem Gesangsverein, dem Fußballverein oder aber der SPD. Singen und Fußballspielen wollte er nicht, sich parteipolitisch binden auch nicht – also sei er dem Gewerbeverein beigetreten. „Doch ich musste feststellen, dass da nicht viel läuft.“ Weshalb er wieder ausgetreten sei.

Dann platzte der Oppenheim-Skandal auf wie ein Eitergeschwür, da habe er gedacht: „Entweder ducke ich mich weiterhin weg – oder unternehme jetzt etwas.“ Er liebe die Stadt und die Region, er habe viele Gedanken zur Belebung der Altstadt, Pläne zur besseren Integration von Flüchtlingen…

Frank, einmal angefangen, sprudelt vor Ideen. „Die Oppenheimer müssen wieder stolz auf ihre Stadt werden“, sagt er auch, „und die Touristen müssen sich hier wohl fühlen“. Viele seiner Klienten, die meist von auswärts kämen, genössen es, ein paar Tage in Oppenheim zu sein. „Aber die Altstadt, sagen sie immer wieder, die sei ja tot wie eine Geisterstadt.“

In einem Jahr ist Bürgermeisterwahl, bis dahin hat er nun Zeit: Konzepte müssen her. Pläne. Vorschläge. Er braucht viele Unterstützer. Und vor allem muss er ein Problem lösen: Er arbeitet zwar in Oppenheim, doch er wohnt in Selzen. Für ehrenamtliche Ortsbürgermeister aber gilt die Residenzpflicht. Frank muss also, wenn er als Kandidat überhaupt zugelassen werden will, in Oppenheim seinen ersten Wohnsitz haben.

Der Mann lacht: „Ich habe noch gut ein Jahr Zeit, das kriegen wir hin, da habe ich keine Bedenken.“ Jetzt erst einmal anfangen, durchstarten: Eine Facebookseite hat er schon, der Seitenname ist Programm: „Oppenheim braucht einen neuen Bürgermeister“.

Auf dieser Facebook-Seite könne man ihn demnächst kennenlernen und seinen Gedanken und Plänen für Oppenheim folgen, sagt er. Wer den Mann direkt erleben möchte: Er werde seine Praxis in der Krämerstraße ab März regelmäßig für Bürgersprechstunden öffnen, sagt Frank. „Ich will wissen, was die Menschen bewegt. Politik muss für die Bürger da sein – nicht umgekehrt. Auch in Oppenheim.“

40 Gedanken zu „Der erste steht auf: Sven Frank will Stadtbürgermeister werden

  1. D. Mayer

    Sven Frank sollte das Gespräch mit den Oppositionsparteien suchen, um eventuell von ihnen als unabhängiger Kandidat aufgestellt zu werden. Schließlich haben sich die Oppositionsparteien als ehemalige Koalitionspartner von Marcus Held auch nicht gerade mit Ruhm bekleckert.

    Würde er im Idealfall von allen Oppositionsparteien aufgestellt werden, entfiele auch eine Zersplitterung oppositioneller Chancen: Wenn sich nämlich die Stimmen der Wähler auf zuviele Kandidaten der Opposition verteilen, werden die Chancen der SPD Oppenheim gestärkt und erhöht. Ohne einen klar erkennbaren Willen der SPD Oppenheim, die Machenschaften ihres Vorsitzenden aufzuklären und ihn ggfs. in Regress zu nehmen, kann und darf das nicht im Interesse der Opposition und der Bürger in Oppenheim sein.

  2. O.S.

    Man gewinnt sowieso immer mehr den Eindruck, die Mehrheit der Oppenheimer würde derzeit als Ersatz für Marcus Held auch ein Stück Holz zum Stadtbürgermeister wählen, solange es nur nicht rot angestrichen ist.

    Nun ist ja schon mal wenigstens der Erste da, der abseits des “Systems Held” freiwillig seinen Hut in den politischen Ring zu werfen bereit ist. Das sollte man zunächst einmal einfach anerkennen, auch wenn es ein durchaus ungewöhnlicher Kandidat wäre und dazu derzeit noch nicht die rechtlichen Voraussetzungen für eine Kandidatur verfügt.
    Da werden sich im Laufe der nächsten Monate aber bestimmt noch weitere Personen aus der Deckung wagen und dann muss man mal sehen, was der Wähler aus dem Kandidatenangebot macht. Auch AL und/oder CDU werden sich darüber auch Gedanken machen und bei der SPD, naja, wäre eigentlich vom Ergebnis her wohl egal, ob da Frau Kloos oder Herr Sittig kandidieren würde.

    Aber dank Herrn Frank ist jetzt wenigstens mal ein Anfang bei der Nachfolgersuche (*) gemacht.
    Es bleibt also spannend!

    (*) Ich gehe jetzt mal einfach davon aus, dass der jetzige erkrankte Stadtbürgermeister 2019 nicht noch einmal antreten wird bzw. nicht noch einmal gewählt werden würde. Ganz ausschließen kann man das natürlich derzeit nicht.

    • Stefan Buch

      Das stimmt aber wohl so, mit dem Stück Holz: Vor Jahren hat mein Freund Armin Eggebrecht zu mir gesagt: “Pass’ auf in Oppenheim, wenn die hier einen “Weinbergs-Stickel” finden, vor dem Rathaus aufpflanzen und den rot anmalen, dann wird der gewählt.” Ach Armin, du hattest ja so recht!

  3. SG

    ……”ihm gesagt, man müsse, wenn man als Selbständiger in der Stadt klarkommen wolle, dem Gewerbeverein beitreten, dem Gesangsverein, dem Fußballverein oder aber der SPD.”
    Beim Lesen dieses Satzes konnte ich mein Schmunzeln nicht verbergen. Es wird Zeit, dass in Oppenheim endlich mal keine FILZPOLITIK mehr betrieben wird. Schluss mit der Gleichschaltung und Überwachung durch das Held-Netzwerk!!! Sven FRANK ist ohne Parteibuch, was durchaus von Vorteil sein kann. ER könnte die Opposition einen und auch Signale an die hoffentlich neuen SPD-Stadträte aussenden.
    Viel Glück Herr FRANK.

  4. e4

    @ SPD,
    Sigmar Gabriel (SPD): Enorme Respektlosigkeit oder eiskalte Taktik.
    Dr. Joe Weingarten (SPD): Die SPD-Basis fragt: Geht‘s nur noch um Posten?
    rogale.com: Es geht nur noch um Machterhalt, der Bürger ist der Verlierer (Prognose: July 2017, -> SPD = 20%).
    error4 (e4): Ist Oppenheim überall in der SPD-BRD?

    Der Absturz der SPD auf 17%, hat Namen und Zahlen!

    Beispielhaft könnten wir Oppenheims Abzocker-Pärchen Marcus Held und Stefanie Kloos anführen. Eine Oppenheimer SPD-Basis, die nicht bereit ist ihre Filzpantoffeln auszuziehen. Eine breite SPD-Front, zwischen Worms über Wöllstein bis nach Mainz, die sich lieber in Schweigen hüllt, als sich nicht deutlich vom „Helden-System“ zu distanzieren, muss sich fragen lassen – warum nicht?

    Haben die Genossen vor ihren Bürgern Geheimnisse?
    Versinkt die SPD in absoluter Unglaubwürdigkeit (Schulz-Effekt)?
    Hat die SPD ihren internen Kritikern schon viel zu lange einen Maulkorb angezogen (Basis- und Demokratiefern)?
    Müssen wir heute bei der SPD von den „Genossen der Bosse“ sprechen(?), die ihre Bürger zur Tafel und Suppenküche führt?

    Hat die SPD noch Überzeugungskraft oder wird sie zum Turbolader der -> AfD?

    Die SPD hatte nicht den Mut und die Kraft in Berlin als Oppositionsführerin aufzutreten! Dies überlässt sie nun freiwillig und grundlos, mit einem breiten Lächeln in alle Kameras, der AfD – geht`s bei der SPD doch nur um Posten und viele Pöstchen bis nach Oppenheim?

    Die SPD-Basis hat nun die Möglichkeit, ein großes SIGNAL wieder in Richtung Demokratie zu setzen! Mut zur Erneuerung, überwindet eure Verlustängste, die Bodenbildung wird schmerzlich, aber dafür der anschließende ERFOLG umso größer!

    Übrigens: Wenn Dr. Joe Weingarten (SPD) Martin Schulz kritisiert, muss er auch nach Bad Kreuznach schauen, wie dort seine Parteifreunde Günter Meurer und Erich Menger den Polizisten Andreas Henschel (SPD) im Stadtvorstand installieren möchten – dann doch lieber ein breites Auswahlverfahren.

    • D. Mayer

      Von Mainz bis Worms trifft allerdings keine SPD-Front zu: Korrekter müsste es zwischen Mainz und Worms heißen (und selbst hier bröckelt hinter den Kulissen allmählich die “SPD-Front”).

      Warum hüllt sich “die” SPD in Schweigen?

      Die SPD-Parteispitze in Mainz überlässt das Handeln der Staatsanwaltschaft, dem Landesrechnunghof, der Kommunalaufsicht, ggfs. auch den Gerichten… Wer außerdem zwischen den dürren Zeilen der Parteispitze zur Causa Marcus Held liest, entdeckt eine kritische Distanz. Unterstützung liest und hört sich anders an, wie beispielsweise Angela Merkel bei “Dr.” von und zu Guttenberg, Christian Wulff & Co unter Beweis gestellt hat.

      Aus der SPD Mainz und ihrem Bundestagswahlkreis gibt es kritischere Töne gegen Marcus Held. Bei einem Rücktritt von Held als MdB zieht ja auch ihr Carsten Kühl in den Bundestag ein. Heißt aber auch, die drei Unterbezirke der SPD Worms, SPD Alzey-Worms und Teile der SPD Mainz-Bingen verlieren ihren MdB sowie dessen Wahlkreisbüro, dessen Berliner Büro, dessen direkte Kontakte nach Berlin.

      Trotz aller Unbeliebtheit von Marcus Held möchte die SPD Worms ihn weder als Abgeordneten verlieren (Faulheit ist ihm nicht zu unterstellen) noch sich in Alzey-Worms mit einem vorschnellen Vorpreschen unbeliebt machen. Wer möchte sich schon innerparteilich der “Chance” berauben, in vier Jahren den nächsten Kandidaten zu stellen?

      Und nochmals: Aus der SPD Worms kamen, seit Marcus Held sich als B-Kandidat und später dann als Kandidat nominieren lassen wollte, fast immer Gegenkandidaten – leider fast immer erfolglos, weil Alzey-Worms ihn unbedingt wollte.

    • e4

      @ D. Mayer,

      viel interessanter sind unsere aussagefähigen Prognosen, als Ihre Rosinenpikerei über die Wormser SPD.

      • D. Mayer

        Hier pickt sich eben jeder die Rosinen heraus, die ihm selbst am besten gefallen… und Marcus Held ist uns allen die einende Ober-Sultanine. In Sachen GroKo sind wir beide uns ebenfalls einig.

        Natürlich kann man unser Parteileben vereinfachen und uns in der SPD alle über einen Kamm scheren, aber ist es fair, es so zu handhaben? Noch lieber wie Prognosen mag ich Fakten, deshalb vergleichen wir magere 20,5 Prozent für die SPD gegenüber 61,8 Prozent für CDU, FDP, Linke, Grüne und CSU – bitte hier also ebenfalls mehr Überzeugungskraft einfordern, um nicht als Summe aller etablierten Parteien zum Turbolader der AfD zu werden!

        Und wer aus grundsätzlicher Sympathie mit der SPD befürchtet, die AfD könne uns künftig überrunden, wer sich über “seine” Sozialdemokratie schwarz ärgert oder wer sich von ihr nur noch schlecht bis gar nicht repräsentiert fühlt, kann gerne eintreten, auch um die von Ihnen genannten Aspekte zu fördern.

        P.S.: Übrigens verstehe ich Ihre Passage “rogale.com: Es geht nur noch um Machterhalt, der Bürger ist der Verlierer (Prognose: July 2017, -> SPD = 20%)” überhaupt nicht. Ein französischer Web-Designer ohne für mich in seinem Lebenslauf, seinen Interessen oder seinen Inhalten erkennbaren Bezug zur deutschen Politik?

  5. Wörrstädter

    Es gäbe eine Chance, in Oppenheim einen gemeinsamen Kandidaten aller Oppositions-Parteien vorzuschlagen. Nach dem Motto: Alles, nur keinen von der SPD. Es kann es aber nur einer sein, der Verwaltungserfahrung hat. – Mit Hypnotiseuren hat Oppenheim sowieso schon schlechte Erfahrungen gemacht – die von der SPD wirken doch alle so, als habe der “Maggus” sie zehn Jahre lang hypnotisiert: bei Besinnung jedenfalls sind die nicht.

    • SG

      Hallo Wörrstädter, jeder hat eine Chance verdient – auch Herr FRANK. Geben Sie ihm diese.

  6. Markus Haase

    Ich hätte da mal eine Frage die nicht zum obigen Thema passt mich aber doch beschäftigt.
    Man liest, hört zu, liest und hört wieder und macht sich so seine Gedanken.
    Es wurde geschrieben und gesagt das kein Orts – Stadtbürgermeister (Kauf) Verträge beim Notar machen dürfte.
    Wenn dies so richtig ist, frage ich mich schon länger, haben die Kauf bzw. Verkaufsvertäge z.B. im Krämereck oder Gradinger überhaupt Rechtsgültigkeit?
    Gehören die Grundstücke noch den alten Eigentümer?
    Zum glück gibt es hier ja einige die rechtlich besser bescheid wissen wie ich.
    Freue mich über sachkundige Auskunft.

    • Vera

      was auch interessant ist~ Herr Baumgarten hat ja auf die Maklercourtage verzichtet. Haben die Käufer der Grundstücke die denn bezahlt? Nehme ich mal an. Bekommen sie die wieder?

  7. Engelbert Sauter

    Das Verhalten des Herrn Sittig bestötigt das, was ich bei der Demo am Montag sagte : Der politische Anstand der Genossen des System Held ist abhanden gekommen. Daher immer nur Ablenkungsmanöver , da wo Entschuldigung und Schuleingeständnis dringend erforderlich wäre. Man endlich merkt das System, dass es nicht nur sich sel st sonderndas politische System insgesamt beschädigt !
    ENGELBERT SAUTER

  8. Helmut Krethe

    Ich lege schon Wert auf die Feststellung, dass der Kollege Weiß und ich beim Besuch des Herrn Frank in der Bürgersprechstunde nicht komisch guckten und wir haben auch nicht zum Ausdruck gebracht ob wir seine Kandidatur gut finden oder nicht. Seine Fragen sind von uns sachlich korrekt beantwortet worden.
    Jeder Bürgermeisterkandidat der sich bei uns melden würde, wird auch korrekt behandelt.
    Zu der Wahrnehmung des Herrn Frank kann ich nur sagen , dass er sich selbst hypnotisiert haben muss, um eine solche Aussage über uns zu machen.

    • Demonstrant 1

      Und ich lege schon Wert auf die Feststellung, dass Herr Krethe es nicht für notwendig hält, sich offiziell zu den verbalen Entgleisungen des Herrn Sittig zu äußern, der angeblich den städtischen Account für seine privaten
      Zwecke missbraucht. Dazu wäre mal eine Stellungnahme seitens des Herrn Krethe fällig gewesen.

    • Stefan Buch

      Und ich lege Wert auf die Feststellung, dass ich Ihnen Herrn Krethe kein Wort glaube. Wenn Sie nicht verwundert waren, dass sich da einer meldet, um Bürgermeister werden zu wollen, wer denn sonst? Gebt endlich alle im Rathaus zu, dass ihr in den letzten Jahren großen Mist gebaut habt. Und zieht endlich die Konsequenzen aus eurem Handeln. Wie dickfellig muss man sein, um da noch weiterzumachen wie bisher?
      Also, mal in sich gehen und dann den Laden aufräumen!

    • SG

      Herr Krethe, Sie haben Ihre Glaubwürdigkeit schon lange gänzlich verspielt/verloren. Wenn es stimmt, dass Herr Sittig den städtischen/dienstlichen Account für seine private Meinung nutzt, diese dann noch hinaus katapultiert, ist das eine dienstliche Verfehlung, zumal er in dieser Hinsicht keinerlei Funktion hat. Dienstrechtliche Konsequenzen??? Null, da das richtige Parteibuch??? Herr Krethe, oh hätten Sie doch geschwiegen und wären Philosoph geblieben.

    • Horst

      Ihr größtes Anliegen ist die Feststellung, dass Sie nicht komisch aus der Wäsche schauten? Das tun Sie doch schon seit Jahren – nach jeder Wahl zu ihren CDU-Zeiten, in der Ihnen die Bürger von Oppenheim an der Wahlurne klargemacht haben, dass Ihr politisches Wirken hier nicht erwünscht ist. Wenn man bei so vielen Wahlen wie Sie krachend gescheitert ist, muss doch mal die Einsicht kommen, dass man sich ein anderes Hobby suchen sollte.

      Herr Krethe, ziehen Sie die Konsequenzen und treten Sie zurück.

    • K. Scherning

      Lieber Herr Krethe, wenn das zur Zeit ihre ganzen Sorgen sind, bin ich beruhigt.

  9. E.G.

    Hallo VERA,

    Der Hengst aus Ülversheim hat schriftlich erklärt, dass er auf die Maklercourtage die ihm von der Stadt Oppenheim (!) zusteht, verzichtet.

    D.h. er verzichtet auf eine zweifache Courtage.
    Das hat nix mit der ersten, von den Käufern gezahlten Courtage zu tun.
    Diese (erste) stand im jeweiligen Kaufvertrag. Dieser wurde von den Käufern unterschrieben und somit war die ( erste) Courtage fällig.
    Ich kenne nur einen Fall, da hat der Käufer gepoltert, es wäre keinen Makler beim Kauf beteiligt und daher will er in dem ihm vorgelegten Kaufvertrag den Makler Passus nicht akzeptieren….
    Und schon war der Vertrag ( vor Unterzeichnung) angepasst worden und er musste nix zahlen.

    Alle die sich nicht gewährt und unterschrieben hatten, mussten also zahlen.
    Auch wenn Sie den Makler nie gesehen hatten..

  10. Bernd Harth-Brinkmann

    Ja so sind die Krethe, Klooses Sittigs,und wie die ganzen Günstlinge und Absahner des Helden.
    Herumeiern und aber bloß keine Aussagen zu den gestellten Fragen haben.

  11. E.T.

    1. zu Herr Baumgarten und Maklercourtagen.

    Ich denke wenn das in einem Fall unrechtmäßig war und die Maklerklausel aus dem Vertrag gestrichen wurde, dann gilt das auch für ALLE anderen Verträge.
    Also muss Herr Baumgarten die unrechtmäßig erhaltene Maklercourtage zurückzahlen.
    An Stelle der Grundstückserwerber würde ich diese Provision auf jeden Fall zurück verlangen.

    2. Ankündigung/ Androhung von Sparmaßnahmen für Oppenheimer Bürger

    Der Realitätsverlust der SPD geführten Oppenheimer Stadtverwaltung ist schon gewaltig.
    Es wäre ein positives Zeichen, wenn die Beauftragten bis zur nächsten Wahl auf ihre Pauschalzahlungen verzichteten.
    Auch Herr Krethe als Stellvertreter.
    Schließlich sind sie die Verursacher der ganzen Misere und wollen nun die Kosten auf die Bürger abwälzen.
    Ich als Bürger dieser Stadt und dieses Landes bin einfach nur fassungslos, ob dieses Ansinnens.
    Ich hoffe die Verantwortlichen werden zur Rechenschaft gezogen und werden in Regress genommen für den von ihnen verursachten finanziellen Schadens.
    Den Schaden, den sie der Glaubwürdigkeit der Politik angetan haben, kann wohl so schnell nicht wieder gut gemacht werden.

    • Markus Haase

      SPD Appell an Parteien und Bürger?
      Liest sich eher, nach Einsparungen bei den Bürgern, hoch die Tassen im Rathaus. Damit will man den Bürgern von Oppenheim suggerieren, schaut her, für was unsere Gegner, Montags auf dem Marktplatz verantwortlich sind. Einsparungen bei Vereinen, Weinfest usw.
      Wie wäre den die Halbierung der Bürgermeister Aufwands Entschädigung, Abschaffung der Beauftragten. Das wäre ein Signal für uns Bürger. Sicher muss gespart werden, auch müssen Leistungen die von städtischen Personal erbracht, ausgeglichen werden. Aber zuerst mal in den eigenen Reihen Geld Einsparen.
      Ich habe sogar schon von Gemeinden gehört die ihr Sitzungsgeld Jahr für Jahr an Örtliche soziale Projekte stiften. Das S in der SPD hatte doch irgendwann mal was zu bedeuten oder?
      Momentan:
      Bürgermeister = 2186,00€, 3 Beigeordnete je 801,00€ = 2403,00€, 3 Beauftragte je 450€ = 1350,00€, = 5939,00€ pro Monat, = 71268,00€ pro Jahr
      Einsparung:
      Bürgermeister – 50% = 1093,00€, 3 Beigeordnete – 50% = 1201,50€, 3 Beauftragte – 100% = 0,00€, = 2294,50€ pro Monat, = 27534,00€ pro Jahr
      Und schon haben wir 43734,00€ eingespart, außerdem wäre damit ein Teil des LRH Bericht abgearbeitet. Hab ich ganz alleine gerechnet, ohne einen Ausschuß (die zusätzliche Sitzungsgelder kosten) zu bilden.

    • D. Mayer

      Zu 1)

      Zu Ihrer Frage der Maklercourtagen würde mich ebenfalls interessieren, ob für die Käufer der Grundsatz “Pacta sunt servanda” (Verträge sind einzuhalten) gilt oder ob vielleicht doch eine rechtliche Handhabe für sie bestehen sollte.

      Außerdem habe ich mich gefragt, wie ein Makler zweimal für ein und derselben Verkauf eine Courtage kassieren kann. Entweder bezahlt normalerweise der Käufer eine Courtage oder der Verkäufer (und indirekt der Käufer), aber so?… Ist mir neu. Man lernt immer wieder dazu und ich muss unbedingt Makler werden!

  12. az-mz

    „Viele Demonstranten kommen zum Beispiel aus Köngernheim …… zahlreiche Personen gesichtet, die in Dorn-Dürkheim, Nierstein, Guntersblum oder Wörrstadt wohnen.“

    Tritt nun die „SPD-STASI“ auf diesem Alternativen-Blog in den Vordergrund?
    Auch Erich Menger (SPD) hatte schon die CDU mit einer Schufa-Abfrage ausspioniert!

    Der Alternative-Blog zeigt nur, dass der SPD das Wasser bis zum Halse steht!!!!!!!

    Bitte keine Anmerkungen oder Äußerungen über die Person Cemal Gögercin, darauf wartet nämlich die SPD!
    Wir werden der SPD keine Schublade öffnen!!!!!!!

    • R. Bürger

      Ich denke, jeder hat das Recht in Oppenheim gegen Held& Co zu demonstrieren. Zumindest alle,die im Wahlkreis wohnen, haben ein berechtigtes Interesse an dem Thema. Außerdem: Wenn es so wäre wie die Erfinder der Wahrheit intendieren, hätte kein Linker einst gegen den Vietnam-Krieg oder die Apartheid in Südafrika demonstrieren dürfen..

    • Kim

      Man sollte Herrn Menger heute nochmal fragen, wer hinter den Schufa-Abfragen damals gesteckt hat. Vielleicht ist ihm das ein oder andere ja wieder eingefallen.

      Und warum keine Äußerungen zu Herrn G – wen interessiert denn, was der ein oder andere aus der SPD dazu zu sagen hätte?

  13. A.S.

    zu https://www.oppenheim-die-wahrheit.com/

    Auf der Seite heißt es “Kommentare sind wegen der Verantwortlichkeit leider nicht möglich.”. Heißt das, man kann die Beiträge lesen aber nicht seine Meinung äußern. Vielleicht hat man Angst es könnte auch Kritik geäußert werden. Ehrlich, ich habe es gelesen und werde die Seite nie wieder aufrufen. Schlechter Versuch.

    • M

      Stimme A.S. vollumfänglich zu. Ich war 2mal auf der Seite der Wahrheit und das soll es auch gewesen sein. Scheint mir ein eher geschlossenes System zu sein, dem ich nicht mit Aufmerksamkeit und Klicks huldigen werde.
      “Stell dir vor es ist Heldenkult und keiner macht mit”.

  14. Bernd Harth-Brinkmann

    0ppenheim die Wahrheit.

    es ist doch bezeichnend, daß es kein Impressum gibt, also niemand der verantwortlich zeichnet.
    Für mich nur ein erneuter lächerlicher Versuch von den Methoden der Begünstigung einzelner Beauftragter, Geschäftsführer, Beigeordneter, Fraktionsvorsitzende abzulenken.

    • Jupp

      Es gibt ein Impressum, aber keine funktionierende Rechtschreibung. Die Seite kann man ignorieren, das ist das bekannte faktenfreie mimimi von Held und Co, garniert mit den ebenfalls bekannten Diffamierungen und haltlosen Behauptungen.

      Die Ergüsse von Herrn Gögercin schaden Held mehr als dass sie ihm nützen…

  15. G.K.

    Also ich weiß nicht so recht, was ich von dieser “Bewerbung” halten soll.

    Das Angebot hier und auch der Facebookauftrtitt erinnern mich bislang mehr an eine Marketing-Strategie für die Hypnosepraxis als an eine Kandidatur mit Herzblut.

    Wenn ich mir den Facebook-Auftritt durch die Brille eines “Personalers” anschaue, dann fällt mir z.B. gleich das “Studium” auf (ohne akademischen Abschluß?), die “Beteiligung” an der Rettungsdienstschule, das “Interesse” an dem Mannheimer Projekt.
    Alles so Worthülsen und Darstellungsfloskeln, die ja nun gerade die Stadt so sehr entzweien. Das ist so als wenn ein Herr S. auf seinem Profil schreibt, er hätte eine notfallmedizinische Ausbildung und die mit einem Erste-Hilfe-Kurs belegt oder jemand als Beauftrager auf den Putz haut und sich über seinen fragwürdigen Titel definiert
    … und dann das plötzliche Interesse an der Stadtpolitik in Oppenheim, wo er derzeit zumindest noch nicht einmal wahlfähig ist. Das überzeugt mich bislang nicht wirklich. Im Gemeinderat Selzen ging und geht es es zuweilen hoch her. Da wäre Platz für erste kommunalpolitische Sporen und Erfahrungen.

    Verstehen Sie mich alle bitte nicht falsch. Ich glaube Oppenheim hat jemanden verdient, der in der jetzigen Situation Sach- und Fachverstand parteilos und unparteiisch einbringen kann. Und ich finde es noch verfrüht, jetzt schon Kandidaten und Kandidaturen zu schüren.

    Aber eventuell täuschen mich meine Gefühle. Wer weiß?

    Für die VG wünsche ich mir ebenfalls einen wirklich unabhängigen Fachmann, der mal aufräumt und für “Klar Schiff” sorgt. Der sollte ebenfalls parteiunabhängig als wirklicher VERWALTUNGSCHEF und BÜRGERmeister nach Recht und Gesetz, ungehindert von Parteienfilz und Seilschaften, einen Neuanfang bereiten und nach der Wahlperiode den Parteien das Feld übergeben. Der Vorteil wäre, dass die Parteien sich dann mal untereinander abstimmen müssten und zur sachlichen Diskussion zhurück fänden.

    Eventuell sehe ich das zu blauäugig.

    • Ichmalwieder

      Nein, liebe/r G.K., Sie sehen das gar nicht blauäuig. Sie sehen das, wie man das gemeinhin sieht. Und da Sie ja “Personaler” sind, ist eine Bewerbung von Herrn Frank natürlich “unsäglich”. Das war übrigens auch mein erster Gedanke: “Oh, je, ein Hypnofuzzi, der rennt aber in Oppenheim an die erste Wand”. Und vor allem so früh. Und ohne Not.

      Ich muss vorerst einmal vorausschicken, dass ich von Herrn Frank noch nie etwas gehört habe, ihn nicht kenne usw. und so fort, das soll ausdrücken, dass hier nicht als Mietmaul tätig bin.

      Ich habe studiert mit Abschluss-Dipls von Universitäten und war lange Jahre in Leitungen tätig. Aber Verwaltungskompetenz … vor allem für Gemeinden oder Kommunen, hatte ich z.B. nie. Die Funktion des Ortsbürgermeisters würde ich mir zwar zutrauen – aber nicht wollen. Als es richtig “zur Sache” ging fragte ich meine Frau, (zwei Diplome – in halb/öffentlicher Tätigkeit seit 20 Jahre leitend – bis zum Bund), ob Sie nicht hier in Oppenheim “den Bürgermeister machen will” – sie hat alle Qualifikationen und die Erfahrung, kann von Links bis Rechts umgehen, kennt Kommunen, Länder usw. war das Ergebnis:

      Sie fand die Aufgabe zwar reizvoll, dass Salär sprengt jedoch unseren Haushalt – nach unten. Auch der Vorschlag der Bäderbeauftragten konnte sie nicht locken. (Das war jetzt unangebracht, aber wahr). Und dass ich sie nie mehr sehe, weil sie auf jedem Fest auftauchen muss (sollte!), das macht das auch schwer.

      Kurz gesagt, das, was hier gefordert wird: Verwaltungskompetenz, Erfahrung im öffentlichen Bereich (am Besten lange Erfahrung) usw., eine Stadt nach vorne bringen, mit Ideen und Vorschlägen und Anwesenheit bei jedem Fest ist, ehrenamtlich eigentlich nicht zu stemmen. Und 2000 Vergütung reißt es nicht.

      Nun gibt es sicher Personen, die aus familiären Gründen Geld haben und gerne etwas Anerkennung hätten. Für die ist dieser Beruf sicher richtig. Da reicht auch dieser Beruf, ohne Vorstandsposten in Wohnungsbaugesellschaften usw. Wenn ein BM das in Oppenheim stemmt, ohne die ganzen Pöstchen und Familie, da ist es doch ehrenhaft – oder klug – einen zu nehmen, der … 4×2-3 Sitzungen 4.000 erzielt.

      Das mag vielen Oppenheimer fern liegen, aber auch Berater im Bereich Psychologie oder Hypnotherapie können sich nicht einfach mit einem Tagessatz so hinstellen. Wer das kann, ok. Da gibt es wenige. Aber immerhin. Wenn Herr Frank jetzt sagt, er will das machen und sich darauf vorbereiten, dann glaube ich ihm das. Vergesst nicht, wir haben z.Zt. mehrere Volljuristen, die nach LRH-Bericht die Grundregeln entweder nicht verstanden, dann aber zumindest nicht befolgt haben. Aber jetzt hängt die Latte ganz hoch!!!

      Ich stelle mir einen Grundstücksverkauf aus Oppenheim unter Herrn Frank (in den ersten 3 Monaten) so vor:

      Da gibt es ein Gelände, das will einer verkaufen.
      Frank: ich glaube, dass darf nur die VG, soll ich den Kontakt machen?

      Und schon vorbei.

      Und sonst macht er sich Gedanken um Menschen und Bürger und Stadtentwicklung usw. Eine Sekretärin wird er wohl bekommen.

      Notfalls helfe ich im (oder jedem anderen/anderer auch – ohne Salär).

      Herr Frank wurde eventuell unglücklich dargestellt (der Selbsthypnotiseur) lt. Herrn Krethi … aber das der dumm geguckt hat glaube ich eher dem Herrn Frank. Also, Chance Glückauf.

      Das waren meine 2 Cent, um Herrn Frank als erstem nicht gleich als Buzzi abzutun. Es kann ja eine gute Chance sein, mal einen Menschengucker im Ort zu haben, denn:

      die Verwaltungsprofis der VG können ihn ja notfalls beraten und über seine Entscheidungen “wachen”.

      Dann passt das auch mit dem Ortsbürgermeister.

      • G.K.

        Vielen Dank für Ihre interesante Rückmeldung., ICHMALWIEDER.

        Ich bin als Jurist, Verwaltungs- und Verwaltungsbetriebswirt in einer öffentlichen Verwaltung auf diesem Planeten unterwegs, darf mich aber ab und an mal mit Personalangelegenheiten, wie Bewerbungen beschäftigen. Dabei fallen mir immer wieder die von mir erwähnten Floskeln und Darstellungen bei Bewerbungen auf, die bei einer näheren Prüfung die erregten Erwartungen nicht belegen.

        Ich stimme Ihnen voll zu, dass “Öffentliche Verwaltung” ein sehr spezielles Fachgebiet ist, wo sich so mancher nur noch weg duckt (Ich habe mich zB beim Steuerrecht “weg geduckt”, das ist ebenso speziell).
        Da braucht es die Rückendeckung von Spezialisten, was ja überhaupt nicht schlimm ist. Nur wenn die Berater in Teilen nicht funktionieren oder sogar zum Teil des Systems werden, dann steht man selbst als Neuling auf ganz dünnem Eis.

        Deswegen meine Idee: erst einmal durch eine politisch unabhängige qualifizierte Leitung von der VG her aufräumen und die Basis für einen Neuanfang schaffen. Diese Leitung müsste sich eben nicht, wie Sie richtig vermuten, das Jahr über auf Stimmenfang begeben und in der Zeitung ablichten lassen, wenn ein Feuerwehrfahrzeug einen neuen Satz Reifen bekommt oder der Fußballverein eine neue Ballluftpumpe.
        Ganz nebenbei werden durch diese Selbstdarstellungen meiner Meinung nach den eigentlich zu ehrenden Menschen die Plattformen entzogen. Denn dann ist nicht mehr der jeweilige Verein oder die Institution im Vordergrund sondern der Politiker….

        Aber dafür gibt es dann zum “Ausgleich” einen Jahresempfang bei der Kommune. STOPP: da stehen die Politiker ja auch wieder in der ersten Reihe und feiern SICH……

        Oder warum werden bei einem “Spatenstich” nicht einmal die Sachbearbeiterinnen und Sachbearbeiter in den Vordergrund gestellt, die mit ihrer Arbeit das Projekt überhaupt erst ermöglichen? Deren Anerkennung liegt darin, dass der Bürgermeister, laut Bericht, den Betriebsausflug sponsern lässt ….

        Was ich sagen will: etwas mehr Demut und die öffentliche Anerkennung an diejenigen, die es im Einzelfall betrifft, würde uns allen als Gemeinschaft ganz gut tun und auch das Ehrenamt bestärken.

        • M

          Egal ob KandidatInnen von außen oder innen.

          Jeder ambitionierte Mensch,der sich engagieren möchte, sollte sich an den platten Spruch erinnern, der bei der Kandidatur für Ämter und Mandate leider oft gilt:

          zuerst genannt
          zuerst verbrannt.

          Langer Vorlauf gibt Gegnern und Neidern wunderbar Zeit, mit sachfremden Rufmordkampagnen die Konkurrenten zu diskreditieren und darüber auch noch sehr komfortabel von möglicher eigener Konzept-und Ideenlosigkeit abzulenken. Und auch an die Zeitung denken…….
          Wer jetzt schon nach vorn tritt, der braucht gutes Standing! Hut ab, Herr Frank, denn es ist hoffentlich davon auszugehen, dass Sie diese Mechanismen kennen.

          Die Schwierigkeit oder die hohe Kunst für alle,ob vom Fach oder nicht, wird nicht nur darin liegen, trotz massivem Gegenwind die Wähler für sich zu gewinnen.
          Vor allem muss es gelingen, loyale Verwaltungsfachleute und Berater um sich zu scharen, um sich nicht am verkrusteten System abzuarbeiten und darüber mit vielleicht durchaus kreativen Ideen zu scheitern. Nicht, weil sie nicht gut sind, sondern einfach , weil “man” diese nicht will, aus Angst vor Veränderung oder weil wieder einmal aus Prinzip politische Schlammschlachten geschlagen werden müssen.
          Kein leichtes Unterfangen, und es muss zum Auftakt eine lange Liste von Unannehmlichkeiten abgearbeitet werden.

          Hier muss ein echter “Überzeugungstäter” ran, weil die Aufwandsentschädigung des Bürgermeisters, diesmal ohne das Salär eines Bundestagsabgeordneten im Rücken, kann bei dieser schwierigen Situation nicht die alleinige Triebfeder sein.

          Die OppenheimerInnen könnten jetzt eine große Chance nutzen- und ja (!), den MitarbeiteInnen und Ehrenamtlern den eigenen Lohn lassen und die Leistungen öffentlich bestätigen. Wer will denn auch immer in der Zeitung dieselben Gesichter mit Anspruch auf Alleinstellungsmerkmal für Erfolge sehen.

          .

          • G.K.

            Ob das ein bedauerlicher Zufall ist, dass der unpolitische und unabhängige Kandidat in seinem Facebook-Auftritt so Namen wie Marcus Held, Bodderas, Milan Singh, Gadinger usw als FREUNDE auflistet???
            Das ist doch alles oberfaul.

            Wie soll das zu seinen Aussagen zum Parteienfilz in den örtlichen Vereinen passen, was ihn angeblich so störte?

        • Ichmalwieder

          Liebe/r G.K.

          herzlichen Dank für Ihre Antwort. Ich bin da ganz bei Ihnen. So, wie ich die Situation einschätze, wäre es sicher nicht von Nachteil wenn, wie Sie anmerken: “erst einmal durch eine politisch unabhängige qualifizierte Leitung von der VG her aufräumen und die Basis für einen Neuanfang schaffen”.

          Und die ehrenamtlichen Mitarbeiter, wenn schon die Presse auftaucht, in den Vordergrund zu stellen.

    • Paulus

      Ich möchte Herrn Frank nicht zu nahe treten und meine Kritik auch nicht persönlich gemeint, jedoch mir erscheint er in einigen Zusammenhängen etwas undurchsichtig.

      Sein Buch “Geheimwissen der Hypnose und Freimaurerei verpackt in codierte Kurzgeschichten” steht eindeutig im Zusammenhang mit seiner Mitgliedschaft seit 2009 im “Deutschen Druiden Orden”, einer Freimaurergroßloge! (http://www.dozenten-boerse.de/Trainer/details/Sven-Frank-1_000).

      Mit anderen Worten, Herr Sven Frank ist bekennender Freimaurer. Ich könnte hier noch einige zusätzliche Punkte nennen, die mich hinsichtlich seiner beruflichen Tätigkeiten eher skeptisch machen, so denke ich beispielsweise nicht, dass man unter Hypnose in wenigen Wochen Japanisch erlernen kann, obwohl er ja selbst ein ausgezeichnetes Sprachtalent zu sein scheint.

      Kostenlose Online-Lockvogelangebote zu machen, die
      dann allerdings in einen teuren Hypnosevertrag münden (sollen), empfinde ich als etwas unseriös und unvereinbar mit dem Ehrenamt eines Stadtbürgermeisters.
      Seriöse HypnotherapeutInnen sind in der Regel Psychologen oder Ärze mit einer Weiterbildung Klinische Hypnose/ Hypnotherapie bei der Milton-Erickson-Gesellschaft (M.E.G.) oder Deutschen Gesellschaft für Hypnose (D.G.H.)
      Sie haben ein umfangreiches Studium abgeschlossen (Psychologie, Medizin, Sozialwesen), eine psychotherapeutische Grundausbildung absolviert (z.B. Verhaltenstherapie, Tiefenpsychologische Therapie, Systemische Therapie) und eine staatliche Heilerlaubnis erworben (meist Approbation).

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