Fall Marcus Held: Die SPD kriegt’s mit der Angst zu tun

In der SPD bro­delt es gewal­tig: Auf­stand, Angst, Schä­men – das sind Voka­beln, mit denen die inner­par­tei­li­che Befind­lich­keit in Rhein­hes­sen der­zeit umschrie­ben wird. Wie lan­ge kann die Par­tei­füh­rung auf Kreis- und Lan­des­ebe­ne noch taten­los zuschau­en? Wie lan­ge darf Mar­cus Held mit sei­nen Affä­ren und Eska­pa­den die SPD noch wei­ter schä­di­gen? In unse­rem Wochen­rück­blick beleuch­ten wir die jüngs­ten Ereig­nis­se im Oppen­heim-Skan­dal – und doku­men­tie­ren am Bei­spiel eines Ehe­paa­res, dass öffent­lich pro­pa­gier­te Zustim­mung zum Stadt­bür­ger­meis­ter bis­wei­len skur­ri­le Züge zeigt.

Es brodelt in der SPD – und der Landeschef schweigt

Die SPD ist auf der Suche nach über­zeu­gen­den Posi­tio­nen – bun­des­weit zur Gro­Ko, in Rhein­land-Pfalz zum Grö­BaZ. Der „Größ­te Bür­ger­meis­ter aller Zei­ten“, wie Mar­cus Held inzwi­schen selbst von Sozi­al­de­mo­kra­ten spöt­tisch titu­liert wird, kriegt zuneh­mend Druck aus den eige­nen Rei­hen. Die letz­te Woche zeig­te ein­mal mehr, dass es wegen des Oppen­heim-Skan­dals in der Par­tei gewal­tig bro­delt:

Erst brach­te Tors­ten Kram, mit sei­nen 51 Jah­ren bereits Oppen­hei­mer SPD-Urge­stein, einen nach­denk­lich-kri­ti­schen Brief in Umlauf. Prompt wur­de er vom ört­li­chen Par­tei­vor­stand (Vor­sit­zen­der: Mar­cus Held) ein­ge­la­den, auf dass er sich doch bitt­schön kon­struk­tiv und kri­tisch ein­brin­ge, schließ­lich stün­den nächs­tes Jahr Kom­mu­nal­wah­len an. Kram ließ sich nicht ein­fan­gen, er blieb auf Distanz: Im Moment sei­en Frak­ti­on und Vor­stand gefor­dert, teil­te er mit. Und: „An mei­ner Hal­tung hat sich nichts geän­dert.“ Des­halb wer­de er auch wei­ter­hin zur Mon­tags-Demo gehen, „wie auch ande­re SPD-Mit­glie­der“.

Nach Kram mel­de­ten sich die Jusos Mainz-Bin­gen: In einem Brand­brief for­der­ten sie den SPD-Kreis­vor­stand auf, end­lich in den Oppen­heim-Skan­dal ein­zu­grei­fen. Stärks­ter Satz in dem andert­halb­sei­ti­gen Schrei­ben:

Mit der Ver­öf­fent­li­chung des Rech­nungs­hof­be­richts lie­gen nun Fak­ten vor, die mit unse­rem Ver­ständ­nis von sozi­al­de­mo­kra­ti­scher Kom­mu­nal­po­li­tik nicht ver­ein­bar sind und zu denen sich in unse­ren Augen auch die SPD Mainz-Bin­gen äußern muss.“

Der Kreis­vor­stand (stellv. Vor­sit­zen­der: Mar­cus Held) hat sich bis heu­te noch nicht öffent­lich geräus­pert. Es ist aber davon aus­zu­ge­hen, dass er die Held-Affä­ren auf Dau­er nicht aus­sit­zen kann. Zumal der Auf­stand der Jusos von etli­chen gestan­de­nen Par­tei­mit­glie­dern unter­stützt wird, dar­un­ter auch eini­ge Land­tags­ab­ge­ord­ne­te.

Ex-MdL Tho­mas Strit­ter schrieb dazu noch einen offe­nen Brief: Er schä­me sich für die Oppen­hei­mer Vor­gän­ge – und dafür, dass zustän­di­ge Par­tei­gre­mi­en nicht ein­grei­fen.

Und dann gibt’s da noch den Orts­ver­ein Rhein­hes­si­sche Schweiz, den die SPD jüngst in der Ver­bands­ge­mein­de Wöll­stein gegrün­det hat und der mit 150 Mit­glie­dern der zweit­größ­te Orts­ver­ein im SPD-Unter­be­zirk Alzey-Worms ist. Vor­sit­zen­der Johan­nes Brü­chert sag­te laut Zei­tung: Man sei sich im Orts­ver­ein einig sei, dass sich der Unter­be­zirk mit dem The­ma Held befas­sen müs­se. „Das ist eine schwie­ri­ge Situa­ti­on, vie­le haben Angst vor Scha­den in der Par­tei.“

Angst in der Par­tei? Eigent­lich wäre jetzt der SPD-Lan­des­vor­sit­zen­de gefor­dert, Füh­rungs­qua­li­tä­ten zu zei­gen, Posi­ti­on zu bezie­hen und durch­zu­grei­fen. Doch Roger Lew­entz, der als Innen­mi­nis­ter des Lan­des Rhein­land-Pfalz auch für die Kom­mu­nal­auf­sicht zustän­dig zeich­net, macht wei­ter wie bis­her. Mag die Par­tei wegen der Mar­cus-Held-Affä­ren auch noch so sehr Scha­den neh­men, er sagt ein­fach: nichts.


Montag ist wieder Demo-Tag


Mon­tags-Demo, die vier­te: Mar­cus Held tut so, als sei gar nichts pas­siert, und denkt offen­bar nicht dar­an, als Stadt­bür­ger­meis­ter zurück­zu­tre­ten. Dabei kann sei­ne Amts­füh­rung durch­aus teu­re Fol­gen für ihn haben. Axel Dah­lem erin­ner­te letz­ten Mon­tag vorm Rat­haus dar­an: Im Bericht des Rech­nungs­hofs wer­de Held rechts­wid­ri­ges und wirt­schaft­lich bedenk­li­ches Han­deln vor­ge­wor­fen, sag­te der Demo-Initia­tor bei sei­ner Anspra­che, auch kri­ti­sie­re die Kon­troll­be­hör­de wie­der­hol­te Ver­stö­ße gegen haus­halts­recht­li­che Bestim­mun­gen und dass der Stadt­bür­ger­meis­ter sei­nen Stadt­rat nicht wahr­heits­ge­mäß infor­miert habe. Das alles gip­felnd in Regress­for­de­run­gen über meh­re­re Hun­der­tau­send Euro gegen den Stadt­bür­ger­meis­ter.


Ist der Ruf erst rui­niert… Held hält an sei­nem Amt fest, obwohl inzwi­schen das Image der gan­zen Stadt lei­det. „Wir Oppen­hei­mer wer­den nicht nach­ge­ben: Er muss zurück­tre­ten, zum Woh­le der Stadt!“, so Axel Dah­lem. An die­sem Mon­tag, 29. Janu­ar, soll wie­der demons­triert wer­den. Die vier­te Mon­tags-Demo, alles wie gehabt: von 18 bis 19 Uhr, vorm Rat­haus: Tril­ler­pfei­fen, Trom­meln & Trans­pa­ren­te mit­brin­gen!


SWR-Reporter: Held wird zur Belastung für SPD

Der SWR hat offen­sicht­lich lan­des­wei­tes Inter­es­se am Oppen­heim-Skan­dal aus­ge­macht, wes­halb die Geschich­ten um den rhein­hes­si­schen Skan­dal-Bür­ger­meis­ter all­mäh­lich zu einer Wee­kly Soap im drit­ten Pro­gramm mutie­ren. Letz­te Woche wid­me­te die Sen­dung „Zur Sache Rhein­land Pfalz“ dem Fall Mar­cus Held erneut eine Repor­ta­ge, dies­mal fast sechs Minu­ten lang. Klei­ne Zita­ten-Aus­wahl:

  • Mode­ra­to­rin: Er ist wohl einer der ers­ten Bür­ger­meis­ter im gan­zen Land, gegen den es regel­mä­ßig Mon­tag-Demos gibt. Sei­ne Für­spre­cher wer­den sogar in der eige­nen SPD immer weni­ger.
  • Repor­ter: Held füh­re die Stadt wie ein Fürst, hören wir oft, er ver­schwen­de Steu­er­gel­der, regie­re am Stadt­rat vor­bei.
  • Demons­tran­tin: Was Mar­cus Held macht, ist kei­ne Demo­kra­tie, für mich ist es fast wie Dik­ta­tur.
  • SPD-Mit­glied Tors­ten Kram: Wir brau­chen hier jemand, der wie­der die Gemein­schaft ver­söhnt. Und dafür ist Held, der die Gemein­schaft gespal­ten hat, nicht mehr geeig­net.

Roger Lew­entz ließ – sie­he oben – den SWR abblit­zen: Der SPD-Lan­des­vor­sit­zen­de lehn­te eine Stel­lung­nah­me ab. Kame­ra-Fas­ten­zeit? Es ist abso­lut unüb­lich für einen Poli­ti­ker, sich selbst einen TV-Auf­tritt zu ver­sa­gen. Lew­entz muss schwer­wie­gen­de Grün­de haben.

Auf­fäl­lig: Auch Mar­cus Held, der noch vor weni­gen Wochen in jedes Mikro­fon Sprü­che wie „Das ist alles eine Kam­pa­gne gegen mich“ und „man will mich zer­stö­ren“ sag­te, woll­te vor der Kame­ra nichts mehr sagen. O-Ton SWR-Repor­ter über den Poli­ti­ker: „Für sei­ne Par­tei wird er immer mehr zur Belas­tung.“

Marcus Held: Keine Transparenz bei Nebeneinkünften

Dass es Mar­cus Held mit der Wahr­heit nicht immer so genau nimmt, haben wir bereits schwarz auf weiß im Bericht des Lan­des­rech­nungs­ho­fes erfah­ren. Neue Fra­gen, dar­auf machen Leser die­ser Web­sei­te auf­merk­sam, wirft ein Ein­trag auf der Inter­net­sei­te www​.abge​ord​ne​ten​watch​.de auf: Danach hat Held gegen­über dem Bun­des­tag sei­ne Neben­ein­künf­te nur mit Stu­fe 1 (1000 bis 3.500 Euro) ange­ge­ben.

Das ist jedoch völ­lig kor­rekt: Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­te müs­sen Ein­künf­te nur dann ange­ben, wenn sie mehr als 1000 Euro im Monat betra­gen. Und dann müs­sen sie auch nicht den exak­ten Betrag nen­nen: Die Anga­ben wer­den in zehn Stu­fen ver­öf­fent­licht, Stu­fe 1 erfasst monat­li­che Ein­künf­te von 1.000 bis 3000 Euro.

Held hat nur sein Salär als Stadt­bür­ger­meis­ter ange­ge­ben, das beträgt 2186 Euro/Monat.

Dass Held dar­über hin­aus nicht unbe­trächt­li­che Ein­künf­te bezieht, muss er nach den gel­ten­den Vor­schrif­ten nicht ange­ben. Er kas­siert als GWG und HGO-Chef wei­te­re 850 Euro pro Monat, er lässt sich sei­ne ehren­amt­li­che Tätig­keit als Hal­len­bad-Beauf­trag­ter mit bis­her 600 Euro hono­rie­ren (ohne dass er dafür irgend­ei­ne Leis­tung erbringt, wie der Lan­des­rech­nungs­hof fest­ge­stellt hat), ein paar hun­dert Euro Sit­zungs­gel­der kom­men noch oben­drauf… Ins­ge­samt dürf­ten sei­ne Neben­ein­künf­te bei über 4000 Euro lie­gen.

Wie jeder Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­te bekommt Mar­cus Held monat­lich eine ordent­li­che Diät von der­zeit 9542 Euro brut­to plus eine steu­er­freie Kos­ten­pau­scha­le in Höhe von 4305 Euro. Dazu kann er bis zu 12.000 Euro im Jahr für Büro­mit­tel und 20.391 Euro im Monat für Mit­ar­bei­ter abrech­nen…

Der­art abge­si­chert soll er (der Abge­ord­ne­te) nicht nur unab­hän­gig arbei­ten, son­dern sich auch auf das Abge­ord­ne­ten­man­dat kon­zen­trie­ren kön­nen“, heißt es auf abge​ord​ne​ten​watch​.de, wo die Neben­ver­diens­te der Poli­ti­ker sehr kri­tisch betrach­tet wer­den.

Bezahl­te Neben­tä­tig­kei­ten sind letz­ten Endes ein Betrug am Wäh­ler – weil die­ser nicht ‚100 Pro­zent Volks­ver­tre­ter’ bekommt“, schreibt auch die renom­mier­te Otto Bren­ner Stif­tung, die in einer Stu­die die Neben­tä­tig­kei­ten und Neben­ein­künf­te der Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­ten unter­sucht hat. Ein zen­tra­ler Befund der Stu­die lau­tet: „Durch die unzu­rei­chen­de Regu­lie­rung die­ses hoch­sen­si­blen The­mas sug­ge­riert das Par­la­ment sei­ne Käuf­lich­keit und leis­tet damit anti­par­la­men­ta­ri­schen, (rechts)populistischen Kräf­ten unfrei­wil­lig Argu­men­ta­ti­ons­hil­fe.“

Für die­sen Befund, so lässt sich in Kennt­nis der Oppen­hei­mer Ver­hält­nis­se fest­stel­len, steht bei­spiel­haft der SPD-Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­te Mar­cus Held.

Internet: die Inkarnation Oppenheimer Helden-Verehrung

Zum Abschluss unse­res Wochen­rück­blicks wol­len wir Ihnen noch eine klei­ne Geschich­te erzäh­len, die ein erhel­len­des Schlag­licht wirft auf so manch öffent­lich pro­pa­gier­te Zustim­mung zur Poli­tik des Stadt­bür­ger­meis­ters:

Sie wis­sen ja bereits, dass immer wie­der Leser­brie­fe in der „All­ge­mei­nen Zei­tung Lands­kro­ne“ erschei­nen, in denen Mar­cus Held ziem­lich eupho­risch gelobt wird – oder alter­na­tiv sei­ne Kri­ti­ker rüde ange­macht wer­den. Wir haben schon mehr­mals auf­ge­zeigt, dass dahin­ter ent­we­der Held treu erge­be­ne Genos­sen ste­cken – oder Leu­te, die von ihm in irgend­ei­ner Form abhän­gig sind (Job, Woh­nung, Ver­ein­spöst­chen usw.) – oder auch SPD­ler, auf die bei­des zutrifft.

Längst hat sich der Ver­dacht erhär­tet, dass es sich bei die­ser Form der Oppen­hei­mer Hel­den-Ver­eh­rung um bestell­te Auf­trags­ar­bei­ten han­delt; manch­mal könn­te man sogar ver­mu­ten, dass die Brie­fe dik­tiert oder vor­ge­schrie­ben wur­den.

In die­sem Zusam­men­hang haben wir uns das Ehe­paar Kress ein­mal etwas genau­er ange­schaut. Repor­ter der klei­nen „Ost­ho­fe­ner Zei­tung“ hat­ten bei der ers­ten Anti-Held-Demo ein Inter­net-Film­chen gedreht und dafür Bar­ba­ra Kress inter­viewt. Unwi­der­spro­chen konn­te sich die Dame ziem­lich hef­tig über Held-Kri­ti­ker aus­las­sen, was ihr Mann, der stumm neben ihr stand, mit tum­bem Nicken beglei­te­te.

Das Inter­view wirk­te insze­niert. Des­halb haben wir den Redak­ti­ons­lei­ter des Anzei­gen­blat­tes gefragt, wie es dazu gekom­men sei. Der jun­ge Mann erklär­te, dass man über die Held-Demo aus­ge­wo­gen habe berich­ten wol­len, wes­halb auch Held-Für­spre­cher befragt wur­den, die man „rein zufäl­lig“ getrof­fen habe.

Rein zufäl­lig“ – sol­len wir ihm das wirk­lich glau­ben? Jeden­falls fra­gen wir, ob’s nicht eher so war: Die Redak­ti­on hat­te Held vor der Demo ange­ru­fen und gebe­ten, vor der Kame­ra Stel­lung zu neh­men. Bei die­ser Gele­gen­heit frag­te man prak­ti­scher Wei­se nach Gesprächs­part­nern, die sich wohl­wol­lend zu Held äußern könn­ten. Dar­auf­hin – so neh­men wir jetzt mal an, weil’s völ­lig nahe­lie­gend ist – schlug der Stadt­bür­ger­meis­ter Herrn und Frau Kress vor. Die bei­den gel­ten als eine Art Inkar­na­ti­on Oppen­hei­mer Hel­den-Ver­eh­rung, ihr tie­fer Glau­be an das Gute im Han­deln des Stadt­bür­ger­meis­ters, sagen Nach­barn, zei­ge bereits reli­gi­ös anmu­ten­de Züge.

Bar­ba­ra und Rai­ner Kress waren 2014 nach Oppen­heim gezo­gen. Von Anfang an waren sie auf „Held-Linie“, wofür sich Herr Kress öffent­li­ches Lob abho­len durf­te: „Leu­te wie Rai­ner Kress sind ganz nach dem Geschmack von Mar­cus Held“, schrieb die Lokal­zei­tung nach dem Neu­jahrs­emp­fang 2015. Der Stadt­bür­ger­meis­ter hat­te den Ex-Poli­zis­ten öffent­lich als gro­ßes Vor­bild dar­ge­stellt: „Wir brau­chen schließ­lich Neu­bür­ger, die sich mit der Stadt iden­ti­fi­zie­ren.“

Ein Jahr spä­ter, im Janu­ar 2016, tra­ten die Kress der SPD bei. Sie zeig­ten sich als Genos­sen, wie sie gern gese­hen sind in Oppen­heim: folg­sam, unkri­tisch, obrig­keits­zen­triert. Sol­che Par­tei­mit­glie­der dür­fen sich über geziel­te För­de­rung durch Mar­cus Held freu­en. Rai­ner Kress zum Bei­spiel stieg schon nach weni­gen Mona­ten SPD-Mit­glied­schaft in den ört­li­chen SPD-Vor­stand auf.

Nun war’s wie­der­um an ihm, sich erkennt­lich zu zei­gen. Also schrieb Herr Kress, es war Mit­te letz­ten Jah­res, einen Leser­brief, den die AZ – damals noch voll auf Linie des Stadt­bür­ger­meis­ters – umge­hend ver­öf­fent­lich­te. Aus­zug:

Anlass, und zwar zur Mäßi­gung aus oben genann­ten Grün­den, haben mei­nes Erach­tens soge­nann­te Gut­men­schen und Scharf­ma­cher, die in einer nicht gekann­ten Wel­le des Has­ses und der selbst­ge­rech­ten Ver­fol­gung des Men­schen Held und sei­ner Fami­lie die Bür­ger­schaft in zwei Tei­le rei­ßen. In ‚für ihn’ und ‚gegen ihn’. Sol­che Mit­men­schen ver­gif­ten das gesell­schaft­li­che Kli­ma Oppen­heims. (…) Ich ste­he zu mei­nem Stadt­bür­ger­meis­ter, einen bes­se­ren und weit­sich­ti­ge­ren für das bis­he­ri­ge Wohl und die Zukunft die­ser Stadt kann ich mir zur­zeit nicht vor­stel­len.

Sol­cher­art knie­fäl­lig bemüht, auf Schmu­se­kurs mit dem Stadt­bür­ger­meis­ter zu blei­ben, griff das Ehe­paar auch natür­lich zum Tele­fon­hö­rer, als im Sep­tem­ber letz­ten Jah­res die „All­ge­mei­ne Zei­tung Lands­kro­ne“ die Mei­nung ihrer Leser zur Zukunft der Bade­an­stalt „Opp­ti­ma­re“ ein­fan­gen woll­te. „Das Hal­len­bad leis­tet einen wich­ti­gen Bei­trag zur Gesund­erhal­tung der Bevölkerung“, sag­ten die Ehe­leu­te Kress, was die Zei­tung auch wort­wört­lich so wie­der­gab. Der Spruch dürf­te ganz im Sin­ne von Mar­cus Held gewe­sen sein, der von der Exis­tenz des Hal­len­ba­des schließ­lich nicht schlecht pro­fi­tiert: Als ehren­amt­li­cher Bade­an­stalts-Beauf­trag­ter kas­sier­te er jeden Monat bis­her 600 Euro – ohne dass er, wie der Lan­des­rech­nungs­hof fest­stell­te, irgend­ei­ne Leis­tung erbrin­gen muss. Der Anruf der Ehe­leu­te Kress beweist zugleich, wie leicht sol­che Zei­tungs­um­fra­gen zu mani­pu­lie­ren sind: Da muss einer nur die rich­ti­gen Leu­te zur rich­ti­gen Zeit zu den rich­ti­gen Anru­fen ani­mie­ren…

Und jetzt, wie gesagt, wur­den Held-Für­spre­cher für ein Video gesucht. Rein zufäl­lig“ stand das Ehe­paar Kress am Weges­rand parat. Ach­tung, Auf­nah­me – Bar­ba­ra Kress leg­te los:

Ich habe eine sol­che Dif­fa­mie­rungs­kam­pa­gne, wie die hier gegen die­sen Bür­ger­meis­ter läuft, noch nir­gend­wo gese­hen.

Ich fin­de die Vor­gän­ge in Oppen­heim wirk­lich unglaub­lich.

Ich fin­de, dass unser Bür­ger­meis­ter Held gute Arbeit leis­tet, und ich bin auch sehr damit zufrie­den.

Mar­cus Held hat die­se Stadt wirk­lich vor­an­ge­bracht. Oppen­heim war tiefs­te Pro­vinz, die­ser Bür­ger­meis­ter hat viel für die Stadt getan, das soll­te man auch respek­tie­ren.

Es klang ein wenig wie aus­wen­dig gelernt, Frau Kress hat­te abschlie­ßend noch einen guten Rat parat:

Man soll­te sich nicht einer sol­chen per­sön­li­chen Dif­fa­mie­rungs­kam­pa­gne anschlie­ßen.

Da fragt man sich schon, war­um das Ehe­paar der Mon­tag-Abend-Spa­zier­gang aus­ge­rech­net zur Anti-Held-Demo geführt hat.

Oder waren die bei­den viel­leicht doch nicht „rein zufäl­lig“ vor Ort?

24 Gedanken zu „Fall Marcus Held: Die SPD kriegt’s mit der Angst zu tun

  1. Anonymous

    Bis jetzt war Rai­ner Kress an allen drei Demos vor Ort!
    Stand jedes­mal am Stra­ßen­rand und hat­te die Demo beob­ach­tet.….

  2. Vegetarier

    Lie­ber Herr Ruthmöl­ler,

    die­ser Blog ist unsag­bar wich­tig für den demo­kra­ti­schen Auf­klä­rungs­pro­zess in Oppen­heim. Die­ser Blog ist unsag­bar wich­tig, damit das Ver­tu­schen und Ver­schwei­gen in der Stadt auf­hört.

    Dazu braucht man aber nicht ein­zel­ne Pri­vat­bür­ger wie die in die­sem update gesche­hen, an den media­le Pran­ger zu stel­len. Das über­schrei­tet ethi­sche Gren­zen und der Zweck hei­ligt mit­nich­ten die Mit­tel.

    Las­sen Sie die Hob­by­ak­teu­re auf der drit­ten Ebe­ne in Ruhe und kon­zen­trie­ren Sie sich wei­ter auf die eigent­lich poli­tisch Ver­ant­wort­li­chen.

    • Matthias Kuon

      Lie­ber Vege­ta­ri­er,

      ohne die Hob­by­ak­teu­re der drit­ten Ebe­ne wäre das Sys­tem Held nicht durch­führ­bar. Ich fnde schon, daß
      deren Tun ruhig öffent­lich genannt wer­den kann.

    • Paul

      Wer sich so ins Licht der Öffent­lich­keit stellt wie das Ehe­paar und wer Held-Kri­ti­ker mit der­ar­ti­gen Kali­bern (soge­nann­te Gut­men­schen, Scharf­ma­cher) bedenkt, um sie mund­tot zu machen, soll­te kri­ti­sche Beur­tei­lung und Gegen­wind aus­hal­ten kön­nen. Sol­che „Hob­by­ak­teu­re“ sind Teil des Sys­tems hier in Oppen­heim.

    • T-A-M-O

      An Herrn/Frau Vege­ta­ri­er,

      Die­se Men­schen sind aber auch auf der Sei­te von Mar­cus Held auf face­book zu sehen, also öffent­lich und somit auch angreif­bar!

      • vegetarier

        Auge um Auge … Zahn um Zahn?

        Das wird wohl nicht zur Befrie­dung die­ses Kon­flik­tes bei­tra­gen.

        Und auch tak­tisch gese­hen, dürf­te das im Held´schen Lager eher die Rei­hen schlie­ßen als Men­schen dort zum Nach­den­ken anre­gen.

        • Frieder Zimmermann

          Die­ser Kon­flik ist nur zu befrie­den durch Auf­klä­rung und kon­se­quen­te Ahn­dung von Fehl­ver­hal­ten. Wer hier wem auf wes­sen Ver­an­las­sung Bei­fall klatscht ist letzt­lich uner­heb­lich.

        • Paul

          Kein Mensch spricht hier von Auge um Auge. Es geht dar­um, Miss­stän­de auf­zu­de­cken. Und wenn dazu gehört, dass man Held­sche Anhän­ger benennt, die Anders­den­ken­de dif­fa­mie­ren, hat das mit dem Bibel-Prin­zip nichts zu tun. Nie­mand ver­langt, dass das Ehe­paar sei­ne Mei­nung ändert (bei der SPD sieht man das ja anders hier in O., sie­he offen­bar ange­streng­tes Aus­schluss­ver­fah­ren nach kri­ti­schem Leser­brief) – aber die Art und Wei­se, wie sie zustan­de­kommt (als Held-Anhän­ger ganz zufäl­lig bei den Held-Geg­nern vor Ort und vor der Kame­ra) kann man dann schon mal auf­zei­gen.

          Aber so selbst­be­wusst, wie die Dame auf­ge­tre­ten ist, braucht sie auch sicher­lich kei­nen vege­ta­ri­schen Für­spre­cher. Wenn es sie stört, wird sie sich schon mel­den …

  3. Anneli und Dirk Ziegler

    Wir woh­nen seit über 20 Jah­ren in Oppen­heim. Als Herr Held die Macht in Oppen­heim über­nom­men hat und wir die gan­zen Machen­schaf­ten mit erle­ben konn­ten, haben wir kei­ne SPD mehr gewählt.
    So gehts auch.

  4. M.D.

    Da Herr Held es schon in die „Bütt“ in Gun­ters­blum geschafft hat, könn­te doch der CVO eben­falls sei­nen När­ri­schen Bei­trag leis­ten. Hier der Anfang des Red­ners zur frei­en Ver­fü­gung :
    In Oppen­heim da lebt ein Held, am liebs­te nur von Steu­er­geld! Auch sei­ne „Anhän­ger­schar“ lebt von die­sem wun­der­bar, da wer­den Pöst­chen dann geschaf­fen um tüch­tig in der „Kass“ zu raf­fen!
    Beauf­tragt und mit Steu­er­geld, die Arbeit nicht so schwer auf­hält, so lebt es sich gut als „Rote Socke“, bei einem edle gute „Trobbe“, ein Pro­sec­co hin­ter­her, so fällt das Leben gar nicht schwer.
    Reprä­sen­tie­ren heißt die Devi­se, was küm­mern mich die gan­zen Mie­se, ist die Kas­se gäh­nend leer der Stoff muss trotz­dem wie­der her!
    Bezahlt das Gan­ze, liest man im Bericht, wie­der nur der klei­ne Wicht, mit Steu­er­geld lebt es sich nicht schlecht, denkt sich unser tol­ler Hecht!
    Doch lei­der hält in Mainz man still, man alles gar nicht wis­sen will, den plötz­lich könn­te Oh der Daus, dann käm­me noch ganz ande­res raus, was gar nicht passt ins Sozia­le Bild, sonst wird der Wäh­ler rich­tig wild.
    „Kick­back-Spen­de“ in der Kass, mache uns gar rie­sig Spaß, aber nur wenns kei­ner meld den sonst ist
    es Aus Du Held!

    p.s Brea­king News zum letz­ten Satz:

    SPD-Poli­ti­ker Mar­cus Held unter Druck – Spen­den als Gegen­leis­tung für Grund­stücks­ge­schäf­te?

    http://​www​.all​ge​mei​ne​-zei​tung​.de/​l​o​k​a​l​e​s​/​r​h​e​i​n​h​e​s​s​e​n​/​s​p​d​-​p​o​l​i​t​i​k​e​r​-​m​a​r​c​u​s​-​h​e​l​d​-​u​n​t​e​r​-​d​r​uck – spenden-als-gegenleistung-fuer-grundstuecksgeschaefte_18487015.htm

  5. Anonymous

    Wann hat das Elend mit die­sen Men­schen denn ein Ende? Held, Pen­zer, Bod­de­ras, de rote Hengst von Uel­vers­heim und wie sie alle hei­ßen mögen! Das ist ein ganz furcht­ba­res Vor­ge­hen und, was ganz schlimm ist, die Leu­te haben abso­lut kei­nen Anstand! Tre­ten Sie zurück, um den Scha­den von der SPD noch zu minie­ren!

  6. E.G.

    Auf­ruf an alle auf­rich­ti­gen SPD’ler:
    Wem dar­an gele­gen ist, dass die SPD nicht noch wei­ter von die­sem Held und sei­nen Kom­pli­zen, ( Unter­ta­nen, Schäf­chen, Gefolgs­leu­ten, Ver­eh­rern, Nutz­nie­ßer, bezahl­ten Held Pri­vat­leu­te Über­füh­rern, Stell­platz­ab­lö­se­spa­rern, You­Tube Inter­view­ge­bern und wer sonst noch dem dunk­len Netz­werk ange­hört) in den Dreck gezo­gen wird und nicht ein Ein­druck ent­steht, dass das ein SPD Sys­tem ist, son­dern ein rei­nes RHP Sys­tem ( Reit­zel­Held­Pen­zer Sys­tem) ist,
    der soll­te mit zur Demo kom­men.
    Am bes­ten mit trans­pa­ren­ten mit der Auf­schrift:
    „Wir sind SPD“ oder „HELD ist nicht SPD“ oder ähn­lich.

    • Helga

      @ E.G.

      Was ist ein auf­rich­ti­ger SPD‚ler?
      Wo wächst die­ser SPD‚ler?
      Mir ist noch kein auf­rich­ti­ger SPD‚ler begeg­net und schon gar nicht in Rhein­hes­sen!

      Die SPD ist eine Par­tei ohne Zukunft (17%, fal­lend), sie ist belie­big, hat Angst vor Oppo­si­ti­ons­ar­beit, steht für Hartz 4, für Ket­ten­ar­beits­ver­trä­ge, beherrscht die Mani­pu­la­ti­on, die List und das Mob­bing und weiß wie man Ber­ge von Schul­den anhäuft und ver­kauft dies dann dem Bür­ger als Wohl­tat. – Arme SPD‚ler!

      E.G., ein­fach die „Grü­nen“ wäh­len und auf die SPD ver­zich­ten!

  7. GEM

    Ich weiß nicht, wo die Ehe­leu­te Kress vor­her gewohnt haben – aber ich möch­te sie ein­mal auf­klä­ren. Ich bin gebür­ti­ge Oppen­hei­me­rin. Oppen­heim war frü­her eine klei­ne lie­bens­wer­te Stadt, in der man durch die Alt­stadt spa­zie­ren konn­te um Schau­fens­ter anzu­schau­en oder Bekann­te zu tref­fen. Dies hat sich alles mit der Aera Held ver­än­dert.
    Die Bür­ger­stei­ge kön­nen hoch­ge­kappt wer­den. Es ist mitt­ler­wei­le eine ver­ru­fe­ne und tote Stadt gewor­den. Dan­ke! Ich habe in letz­ter Zeit den Ein­druck gewin­nen müs­sen, dass die gesam­te ver­ant­wort­li­che Oppen­hei­mer SPD von Held abhän­gig, gekauft oder duck­mäu­se­risch ist. Ihr lie­ben SPD‚ler – ihr seid bei der Wahl ange­tre­ten und gewählt wor­den, um euer Bes­tes für die Stadt und deren Bür­ger zu geben. Viel­leicht erin­nert ihr euch ja mal dar­an.

  8. E.G.

    @HELGA

    Mir geht es nicht dar­um dass ich Emp­feh­lun­gen gebe für Güne, CdU, FDP, SPD oder wie auch immer die Par­tei­en hei­ßen.

    Wie Sie mei­nen Kom­men­tar ent­neh­men kön­nen,

    Habe ich Ein­ge­la­den, dass SPD’ler mit zur DEMO kom­men.

    D.h. Es dür­fen alle SPD’ler ger­ne mit kom­men.

    Denn es gibt zum einen eine Par­tei SPD die sei­ne Stand­punk­te hat, (ob gut oder schlecht)…
    Und dann gibt es ein dunk­les, mafio­ses Held Netz­werk.

    Es gibt in Oppen­heim bei­des und die SPD’ler sind auf heu­te zur Mon­tags Demo gekom­men!!

  9. O.S.

    Anschei­nend hat der Fall Mar­cus Held mitt­ler­wei­le auch SPD-intern eine weit über die Regi­on rei­chen­de Bedeu­tung bekom­men.
    Wer mit dem Namen Mar­cus Held bis­lang in Huns­rück, Eifel, Pfalz und Wes­ter­wald nichts anfan­gen konn­te -der heu­te aktua­li­sier­te Inter­net­auf­tritt der Lan­des-SPD (!) ver­drängt mit sei­nem Namen durch auf­fäl­li­ge­re Posi­ti­on und in grö­ße­rer Schrift sogar die Minis­ter­prä­si­den­tin: http://​www​.spd​-rlp​.de/​w​eb/

    Solch eine par­tei­in­ter­ne Auf­merk­sam­keit muss man erst ein­mal lan­des­weit errei­chen! Übri­gens scheint dies auch das ein­zi­ge The­ma zu sein, was die Lan­des-SPD auf ihrer Start­sei­te aktu­ell beschäf­tigt, wenn auch infor­ma­tiv nichts­sa­gend, aber immer­hin.

    Es bleibt span­nend!

    • D. Mayer

      Lei­der hat die SPD Rhein­land-Pfalz in der aktu­el­len Pres­se­mit­tei­lung ver­ges­sen zu erwäh­nen, dass die Prü­fung gemäß ihrer vor­han­de­nen Prüf­instru­men­ta­ri­en kei­ne Ver­stö­ße offen­bart hat.

      Im Gegen­satz zu den Prü­fern der Bun­des-SPD haben Ermitt­lungs­be­hör­den wie Poli­zei und Staats­an­walt­schaft Zugriffs­mög­lich­kei­ten auf Akten der Stadt Oppen­heim oder Grund­buch­ein­trä­ge: Wer hat wann ein Grund­stück gekauft, wer hat zeit­nah an die SPD Oppen­heim gespen­det?

      Da hat­te die SPD schon ein­mal eine klü­ge­re Pres­se­mit­tei­lung ver­öf­fent­licht…

  10. Kurt Podesta

    Gibt es wirk­lich Held­kri­ti­ker? Nein, doch nicht wirk­lich! In jedem anstän­di­gen Unter­neh­men wür­den sol­che Leu­te frei­ge­stellt oder frist­los ent­las­sen, auch wenn die Unschulds­ver­mu­tung zieht! Die­ses Her­um­ge­eie­re ist schlicht­weg unse­ri­ös! Die Lan­des-SPD schweigt, hüllt sich in Schwei­gen, war­um auch immer! Nur, sieht sie den Abgrund, vor dem die SPD in Oppen­heim und Umge­bung steht, nicht? Scha­den von der PARTEI abwen­den bedeu­tet, auch, dass man zu sei­nen Feh­lern und Unter­neh­mun­gen steht und das Feld räumt und nicht so tut, als sei das alles erfun­den! Die Leu­te haben jah­re­lang gut gelebt und sich die Taschen voll gemacht! Her­aus mit dem, was Sie unrecht­mä­ßig erhal­ten haben! Kei­ne Leis­tung erbracht, viel kas­siert, das geht nicht! Herr Bod­de­ras, der Schein­hei­li­ge möge sein Ent­gelt gemäß sei­ner Leis­tun­gen behal­ten und fen Rest zurück­ge­ben. Auch Herr Kre­the und die ande­ren Nutz­nie­ßer des Held-Clans! Sie neh­men den Armen in die­ser Stadt das Geld weg und sah­nen ab! Schänd­lich und unmo­ra­lisch!

    • D. Mayer

      Das aus­ge­stell­te „Arbeits­zeug­nis“ des Rech­nungs­ho­fes Rhein­land-Pfalz wür­de in der frei­en Wirt­schaft sicher­lich in einer frist­lo­sen Kün­di­gung resul­tie­ren.

      Die SPD Rhein­land-Pfalz hüllt sich auch für mich lei­der in Schwei­gen – obwohl ich auch deren Posi­ti­on nach­voll­zie­hen kann: Gewählt wor­den ist Mar­cus Held näm­lich nicht von oben son­dern von unten!

      Scha­den von der Par­tei abzu­wen­den, ist des­halb Auf­ga­be der Genos­sen vor Ort und zwar von unten begin­nend in Oppen­heim (es sei denn sie wol­len erst aus dem Scha­den eines tota­len Kom­mu­nal­wahl-Deba­kels klug wer­den…), über die Genos­sen im Land­kreis Mainz-Bin­gen sowie im Wahl­kreis Worms-Alzey-Oppen­heim nach oben zur SPD Rhein­land-Pfalz.

      An einen frei­wil­li­gen Rück­tritt von Mar­cus Held, um Scha­den von der SPD zu neh­men, glau­be ich njcht. Wenn er zurück­tre­ten soll­te, dann nur, weil der Druck zu groß gewor­den ist. Wer von uns in der SPD hat noch Lust, sich wegen ihm recht­fer­ti­gen zu müs­sen oder möch­te für ihn noch ein­mal bei einer Bun­des­tags­wahl lau­fen… Lei­der ging und geht es ihm als Mus­ter­bei­spiel eines Par­tei­kar­rie­ris­ten nur um sich selbst.

    • T-A-M-O

      Hal­lo Herr Podes­ta,
      schön, dass Sie wie­der dabei sind!

  11. Kurt Podesta

    Held ist krank! Wegen der Krank­heit lässt er nun sei­ne Amts­ge­schäf­te ruhen! Weil, man habe ihm und sei­ner Fami­lie in der letz­ten Zeit so zuge­setzt! Glaub ich’s denn, der muss doch schon vor­her krank gewe­sen sein, wer so han­delt und reagiert, dem fehlt etwas! Was auch immer das sein mag und kann! Für mich ist das Flucht! Und, die Vor­be­rei­tung einer Aus­re­de, wenn er denn sei­ne Ämter alle (hof­fent­lich) auf­gibt! Der Arzt wird, so wer­den die Argu­men­te sein, ihm gera­ten haben, wegen der Gesund­heit (bei 40 Jah­ren schon sehr bedenk­lich) kür­zer zu tre­ten! Da gibt es einen alten Witz: Ein Hand­wer­ker stirbt mit 50 Jah­ren, kommt in den Him­mel und fragt Petrus, war­um er denn schon so früh hat abtre­ten müs­sen! Ant­wort: Die Stun­den, die Du Dei­nen Kun­den in Rech­nung gestellt hast bedeu­ten für uns dass Du schon 105 Jah­re alt sein musst!

    Held wird also kör­per­lich und geis­tig schon so alt sein, bei den vie­len Pöst­chen, die er inne­hat, dass er in Pen­si­on gehen wird. Und evtl. nach Ber­lin umzie­hen!

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