Marcus Held: Jetzt auch noch Strafanzeige wegen SPD-Spenden!

 Wie lange will er sich noch unbeteiligt zeigen? Marcus Held gerät immer mehr in Bedrängnis: Gestern berichteten wir exklusiv auf dieser Webseite, dass die Staatsanwaltschaft die Ermittlungen gegen den Oppenheimer Stadtbürgermeister deutlich ausgeweitet hat, erstmals auch unter dem Blickwinkel der Bestechlichkeit. Doch es liegt noch eine weitere Strafanzeige vor: Darin wird erstmals detailliert und mit Unterlagen untermauert angeführt, dass der SPD-Politiker im unmittelbaren Zusammenhang mit Grundstücksgeschäften Spenden an seine Partei entgegengenommen haben soll.

Es war im Jahr 2015: Marcus Held versuchte, unterstützt von seinem Planer und Makler, dem Uelversheimer SPD-Bürgermeister Rudolf Baumgarten, die städtischen Baugrundstücke in Krämereck-Süd zu verkaufen.

Im dem in der Strafanzeige genannten Fall geht es konkret um das Grundstück Calpe Straße 3 (Grundbuch von Oppenheim, Blatt 5426, Flur 7, Flurstück 306). Marcus Held bezeichnete es später einmal als „Filetgrundstück“:

Als Interessent meldete sich damals ein kleiner Computer-Spezialist aus Oppenheim. Am 5. Mai 2015 bekam der Mann von Rudolf Baumgarten mitgeteilt, dass er unter mehreren Bewerbern von Stadtbürgermeister Held auserwählt worden sei und den Zuschlag erhalten habe.

Am 17. Juli 2015 wurde der Kaufvertrag bei einem Notar in Worms unterzeichnet.

Drei Monate später, am 15. Oktober, ging auf dem Konto der SPD Oppenheim eine Spende von dem IT-Unternehmen eben dieses Grundstückskäufers ein. In der Strafanzeige wird jetzt ganz detailliert beschrieben: „Die Empfängerbankverbindung lautete: IBAN DE 55 5505 0120 0100 0109 74; dabei handelt es sich offenbar um ein Konto des SPD-Ortsvereins Oppenheim“. Hinter Verwendungszweck habe ein Wort „Spende“ gestanden.

In der Strafanzeige heißt es weiter: Schon zwei Tage später, am 17. Oktober 2015, erteilte der SPD-Ortsverein Oppenheim „unter dem Aktenzeichen EB 2013 016273 eine Spendenquittung über EUR 2.000“.

Was sollen wir glauben: Handelte der kleine IT-Spezialist als großzügiger Förderer, der selbstlos der Partei seines Herzens etwas Gutes antun wollte? Oder lässt die zeitliche Nähe einen Zusammenhang zwischen Parteispende und Grundstücksdeal vermuten?

Der Unternehmer kann diese Frage nicht mehr beantworten: Er verstarb ein Jahr später. Über sein kleines IT-Unternehmen musste am 21. Dezember 2016 das Insolvenzverfahren eröffnet werden (AG Mainz, 280 IN 198/16).

Jetzt muss die Staatsanwaltschaft in Mainz herausfinden, wie eine solche Spende kurz nach einem Grundstückskauf zu bewerten ist. Es wird wohl zu einer gründlichen Überprüfung des SPD-Finanzgebarens kommen müssen. Das scheint unumgänglich, zumal der Verdacht der illegalen Spendenwirtschaft seit Monaten über dem Oppenheim-Skandal liegt:

Erstmals hatten die bis heute unbekannten Autoren des „Dossier“ davon geschrieben: Sie hatten zahlreiche (vom Rechnungshof zwischenzeitlich bestätigte) Verfehlungen des Stadtbürgermeisters aufgedeckt und geschlussfolgert, dass die dubiosen Geschäfte zum Nachteil der Stadt (und zum Vorteil von Genossen und befreundeten Unternehmern) aus Sicht dessen, der sie verantwortet (also aus Sicht Helds), eigentlich nur dann Sinn machen, wenn dadurch noch andere wirtschaftliche Absichten verfolgt würden: „Aus den nicht gerechtfertigten Provisionszahlungen könnten Rückflüsse (sog. Kick-backs) in Richtung der SPD Oppenheim gespeist worden sein“, heißt es exemplarisch in dem Dossier.

Marcus Held hat diesen Verdacht stets vehement zurückgewiesen. Parteispenden, so wiederholte er bislang gebetsmühlenartig, seien schließlich nicht verboten.

Die Bundes-SPD hat angeblich alle Konten kontrolliert: ImNovember letzten Jahres wurde nach monatelanger Prüfung mitgeteilt, man habe „keine Belege für strafbares Handeln im SPD-Ortsverein Oppenheim gefunden“. Die Kassenunterlagen seien „insgesamt ordnungsgemäß geführt und aufbewahrt“ worden, hieß es. Das klang, als sei nur das ordentliche Abheften der Unterlagen gecheckt worden. Ob Spenden im zeitlichen Zusammenhang mit städtischen Grundstücksgeschäften oder Auftragsvergaben eingegangen waren, wurde offenbar nicht geprüft. Jedenfalls wollte sich die SPD zu solchen Fragen bisher nicht äußern.

35 Gedanken zu „Marcus Held: Jetzt auch noch Strafanzeige wegen SPD-Spenden!

  1. Seif

    Haltet alle mal den Ball flach. Wartet doch mal mit Ruhe ab was ermittelt wird, langsam wird der Kindergarten lästig.
    Mein Kommentar lasst Ihr nicht zu.

    • J.

      Na, haben wir jetzt Herrn Seif aus Köngernheim der am liebsten möchte, dass nicht über die vielen, teilweise erheblichen Rechtsversöße des Oppenheimer Helden berichtet wird, oder doch die C.Seif mit ihrem Sonnenstudio?
      Auf Grund der Ausdrucksweise nehme ich an, dass es sich um den Herrn handelt.

      Also Herr Seif nochmals für Sie – die Vorwürfe des LRH sind sind bestätigt. Es gab einen Entwurf den man an die VG und die Stadt Oppenheim zur Stellungnahme geschickt hat. Diese Stellungnahmen hat der LRH geprüft und ein paar unwesentliche oder bereits abgestellte Verstöße aus dem endgültigen Bericht heraus gelassen.

      Die anderen Postionen wurden mit den Stellungsnahmen abgeglichen und teils verschärft.
      Da ist nichts mehr zu ermitteln. Das ist dokumentiert.

      Etwas anderes sind die strafrechtlichen Themen die zusätzlich von der Staatsanwaltschaft geprüft werden und gegebenenfalls zur Anklage führen. HEute wurden die bisherigen Vorwürfe der Staatsanwaltschaft von 9 auf 15 Vorwürfe der Untreue und einen Vorwurf der Beschtlcihkeit ausgeweitet. Dazu war es mittlerweile 4 x notwendig den Bundestagspräsidenten zu befassen. Einfach gesprochen hat dieser nun 4x die Immunität aufgehoben.
      Ein seriöser Mensch mit Charakter würde bei solchen Vorwürfen zumindest die Ämter allesamt ruhen lassen bis ein (wahrscheinliches) Verfahren abegschlossen ist.
      Aber nicht unser Held.
      Ich hoffe ich konnte Ihnen helfen.

    • H. Kr.

      Ähm, wie bitte? Ist das jetzt Satire, Frau Seifert?

    • t

      Herr/Frau Seif,

      es gehrt auch um Ihre Steuergelder, die verbraten werden!
      Das ist so als würde man bei Ihnen in die Kasse greifen und Sie finden das auch noch normal.

      Gruß vom Kindergarten, der auch für Sie den Ball oben hält!

    • O.S.

      Herr/Frau Seif, nehmen wir nur mal einen Moment an, bei den staatsanwaltlichen Ermittlungen käme nichts heraus oder Herr Held würde später von einem Gericht von den Vorwürfen freigesprochen werden. Könnte ja alles sein und wir vertrauen da einfach mal der unabhängigen Justiz.

      Wäre denn dann in Oppenheim wieder alles in Ordnung (das setzt natürlich voraus, dass zuvor alles in Ordnung gewesen ist)?

      Falls ja: Weiter so? Wiederwahl von Held 2019 und erneut absolute Mehrheit für die Oppenheimer SPD?
      Und falls nicht: Läge das dann ausschließlich an diesem Blog hier oder an oppositionellen Demonstranten vor dem Rathaus? Oder hätte Herr Held mit seinem vor und während der ganzen “Affäre” gezeigten Verhalten nicht auch einen gewissen Eigenanteil daran?

    • Hans Leweling

      Herr oder Frau Seif oder Seifert, hört sich so an als wären Sie die letzten Monate offline gewesen und hätten noch nix von Landesrechnungshof und Staatsanwaltschaft mitgekriegt. Gehören Sie auch zu dem erbärmlichen Häuflein, das immer noch alles für eine Intrige gegen den ehrenwerten Herrn Held hält? Dann träumen Sie mal weiter.

    • M

      Och—- Sie,Seif, kommen doch zu Wort?!

      Die aufopfernden Seif’schen Kommentarstrecken andernorts sind durchaus bekannt. Nur wegen des zu beobachtenden verlässlich gleich oder ähnlich lautenden Inhalts, muss man sie nicht zwingend konsumieren.

      Lesen bildet, Seif!

      Hier ein Vorschlag: Sie lesen hier mehr ( und können richtig viel über Ihren Helden erfahren ) und tippen weniger- und danach schauen Sie mal, ob sich an Ihrer Haltung was geändert hat. Wenn (noch) nicht, nicht gleich lostippen, sondern einfach nochmal lesen. Ist schon recht viel und manches nicht so leicht zu verstehen. Wenn Sie Fragen haben, dann fragen Sie gerne.
      Ach ja, es ist ein freies Land .Sie müssen sich nicht im lästigen Kindergarten aufhalten und Bälle fangen.

  2. Karolinger

    Herr/Frau Seif, was Sie als “lästigen Kindergarten” bezeichnen sind mündige Bürger, die aufgrund der Vorgänge in Oppenheim und der VG Rhein-Selz mehr denn je gebraucht werden.

    Mehr ist zu ihrem Kommentar nicht zu sagen.

  3. Sven aus Oppenheim

    Falsch gedacht (Frau?) Seif, hier darf zunächst mal jeder kommentieren, egal wie inhaltsbefreit der Beitrag ist. Probieren Sie das doch mal auf anderen Seiten, z.B. der von Marcus Held. Merken Sie was?

  4. Wilhelm Busch

    Es dränget mich nach langem Schweigen
    erneut in diesem Blog zu zeigen,
    dass der Skandal von Oppenheim
    auch weiterhin verlockt zum Reim.

    Zur Weihnacht las mit Seelenqual
    im Blog ich den Skandalchoral,
    der leicht den Leser konnt’ verführen,
    in Sachen Held zu resignieren.

    Auch war Herr Held in seinen Nöten
    ganz frech vor den Altar getreten,
    um dort – zu allen seinen Sünden –
    im Gotteshause zu verkünden:

    “Erhebt das Haupt! Erlösung naht!”
    Er meinte sich!! und nicht die Stadt,
    die auf den harrt, der sie vom bösen
    Stadtbürgermeister wird erlösen.

    Doch zeigt das junge neue Jahr:
    Held’s Prophezeihung ist nicht wahr.
    Statt der Erlösung steht – oh Graus –
    ihm neues Ungemach ins Haus.

    Ein Winzer – Bürger seiner Stadt -,
    ein David gegen Goliath,
    er wagt’s, die Bürger zu verführen,
    gegen Herrn Held zu demonstrieren!

    So sieht der rote Autokrat,
    was er noch nie gesehen hat:
    Die Menge auf dem Platz verbindet,
    der Wunsch, dass er ganz schnell verschwindet.

    Bei dieser Lage bringt kein Glück
    die Unterstützung von Claus Schick,
    der – wie gewöhnlich geistig seicht –
    Protest schnell mit Pogrom vergleicht.

    Drum waren Held und Schick nicht froh,
    als Herr Professor Barbaro
    sie zügig mit Kritik beehrte,
    gar in der Zeitung sie belehrte,

    dass der Vergleich unmöglich sei
    von Volksprotest und Barbarei
    und mit der Ford’rung sie erschreckt:
    “Dem Rechnungshof gebührt Respekt”.

    Doch sollte es noch schlimmer kommen:
    Des Unheils Gipfel ward erklommen,
    als auch die Jusos dieser Tage
    brieflich stellten Held in Frage.

    Und nicht genug, im Briefe standen
    die Unterschriften roter Granden,
    sodass die Schrift für Held erschien
    als “Menetekel upharsin”.

    In Babel ward einst in der Nacht
    ein großer König umgebracht,
    als eine unsichtbare Hand
    dies Wort schrieb an des Saales Wand.

    Zum Glück ist Oppenheim ein Ort,
    wo niemals droht Tyrannenmord,
    weil die stets freundlichen Rheinhessen
    beim Protestieren nicht vergessen:

    “Mag auch der Zorn das Antlitz röten,
    man darf den Gegner niemals töten!”
    Doch darf man ruhig gemeinsam wagen,
    den GRÖBAZ schnellstens zu verjagen.

    Dass dies gelinget allzu bald,
    wird unterstützt vom Staatsanwalt.
    Denn seit heut’ scheint es gewiss:
    In Mainz, da waltet Nemesis.

    So scheint zu nah’n als Heldenplage,
    statt der Erlösung die Anklage,
    die Held vielleicht wird überzeugen
    vom Bürgermeisterstuhl zu steigen.

    Wenn dies geschieht, wird Freude sein
    nicht nur, doch auch in Oppenheim.
    Im ganzen Land wird deutlich werden,
    dass Frechheit Grenzen hat auf Erden.

    • Hans Leweling

      Hallo Wilhelm Busch, lange nichts von Ihnen gehört, aber das hier ist vom Feinsten! Nur einen Bruchteil Ihres Intellekts würde man dem Helden wünschen, und seinen Beigeordneten auch. Aber die haben jahrelang bewiesen, dass sie außer Filz, Vetternwirtschaft und sich die Taschen vollmachen nix draufhaben.

  5. k.Scherning

    Oh Frau Seif, sie trauen sich in die geheiligten Hallen. Allerdings leider wieder in alter Manier. Jetzt wissen Sie, wo man aktuell die Machenschaften unseres Bürgermeisters nachlesen kann. Nur zu, es ist hier Stoff für Stunden der Weiterbildung.

  6. Frank

    Jeder SPD Ortsverein, dessen Führung nicht alsbald ÖFFENTLICH SICH VON HELD LÖST – DIE VERFEHLUNGEN AUSSPRICHT – SICH FÜR DAS VERHALTEN VON HELD UND DESSEN SPD MITGLIEDSCHAFT ENTSCHULDIGT – IST MITVERBRANNT…………….. Da will die SPD ihre Unterlagen über die Spendenprüfung an die Staatsanwaltschaft übergeben. Wie aus der AZ zu entnehmen sind die Oppenheimer Finanzen ja sauber. Besser würde es lauten :”Den Ordnungsgemäßen Spendeneingang, deren Buchung sowie den Vorschriften entsprechende Spendenquittungsausstellung, können wir bestätigen”. Vergessen wurde zu schreiben :”Dem Spendeneingang vorausgegangene Leistungserbringungen durch die Stadt Oppenheim oder ihr nahestehender Personen, wurden von Uns auf Grund der möglichen strafrechtlich relevanten Anhaltspunktfindung……….nicht weiter nachgegangen”.
    Doch die Berliner Genossen mögen etwas vergessen haben 🙂 es tauchen in der Liste die Spenden Eingänge auf, Datum, Betrag, Spender……….da muss die Staatsanwaltschaft (bzw. deren Kriminalisten) nur deren Namen unter den Oppenheimer Sozialdemokraten, Firmeninhabern, Wirtschaftsbossen ………suchen und Bingo !!!!!! Die Staatsanwaltschaft könnte aber auch noch etwas zurück gehen…………in die Zeit als die Oppenheimer Parkplätze an den Gründer von ATU gingen und ein gewisser Harald Christ in Oppenheim ins Rampenlicht geriet.

    weine kännd ich weine……

    • O.S.

      Was war denn jetzt schon wieder mit den Oppenheimer Parkplätzen los?
      Und was deuten Sie denn mit der Nennung des Unternehmer Harald Christ an?

      Also ich denke hier jeden Tag: So, der Blog ist dann fertig, noch mehr kann ja da gar nicht mehr kommen.
      Und fast täglich liege ich in meiner Einschätzung falsch.

      • D. Mayer

        Ja.

        Allerdings habe ich genauso wie O.S. keine Ahnung, worauf Frank angespielt hat. Da fehlen mir die Ortskenntnisse.

        • Frank

          Ja dies ist Herr Christ ! ganz einfach ……. die Parkplatz GmbH (damals zumindest Eigentümer : der Gründer von ATU) ist ein Freund von Christ. Laut Aussage in der Zeitung “damals” – wurde die Parkplatz GmbH von Christ nach Oppenheim geholt.

          Christ wurde zum Oppenheimer Weinritter geschlagen (2012) und spendete für die Oppenheimer Orgel, SPD…… (auch auf der CDU Seite zu finden).

          Die Parkplatz GmbH ist auch an Grundstücks wie Immobiliengeschäften beteiligt.
          Warum sollte die Parkplatz GmbH nach Oppenheim kommen?

          Womit will die Stadt am Laufzeitende den Differenzbetrag zwischen Einnahmen und Ausgaben (Parkplatzbau) bezahlen.
          Könnte schon geplant sein ein Oppenheimer Filetstück anstelle von Geld zu geben. ?
          Oder sind schon Grundstücke an oder über die Parkplatz GmbH gegangen ?

          Meiner Meinung nach sind die Hämmer noch gar nicht zur Sprache gekommen und besonders in der Anfangszeit von Held wurde mit übermäßiger Härte gegen jeden Gegner vorgegangen.

          Dort werden die Übelsten Sachen zu finden sein.

          Ich glaube nicht, der Schaden bei 500 000 oder etwas mehr Euro liegt, es dürfte wohl in die Millionen gehen.

          – Unnötige Gehälter (Beauftragte….)
          – Namensänderung Optimare
          – Werbung im nicht Einzugsbereich des Hallenbades mit Held Bild
          – Sinnlose Anzeigen in der AZ
          – Sinnlose Werbung durch Agentur
          – Weinritter
          – Freistellung um für Held tätig zu sein
          – DAS HELDSCHE ANWESEN !!!!

          Aber bitte nicht die Wohnbau Sache verkleinern !! deren Aufbau ist wohl nur geschaffen worden um Grundstücke wie Gebäude zu verschachern und gewissen Personen Posten, Einkünfte und Reibach zu zuschustern.

  7. Hans-Georg Keßler

    “Wilhelm Busch” – ich habe Sie vermisst !! Schön dass Sie wieder “zur Feder” greifen.
    Ihre Verse sind vom Feinsten – geschliffenes Florett statt dumpfer Keule.
    Ihre historischen Ausflüge -hier oben ins Alte Testament und die griechischen Mythologie, in früheren Beiträgen ins Alte Rom- sind nicht nur brillant im Geist, Sie animieren mich auch zum “forschenden Lesen”, um den tieferen Sinn zu verstehen. Bitte machen Sie weiter.

  8. Ichmalwieder

    Lieber Wilhelm Busch,

    wunderbar haben Sie das zusammengefasst.
    Ein Vergnügen im Leiden.

    Herzlichen Dank für Ihre Mühe, und für Oppenheim gilt:
    Blos nich einseifen lassen.

  9. J. Estermann

    Unglaublich!
    Für das sogenannte “Filetstück” gab es doch sicherlich mehrere Interessenten. Und wenn ja, nach welchen Kriterien werden denn in Oppenheim gemeindliche Baugrundstücke verkauft? Gibt es eine vom Stadtrat beschlossene Vorauswahl oder ein Auswahlverfahren, das jedem Kaufinteressenten die gleichen Erwerbschancen einräumt? Oder erfolgt der Verkauf nach Gutsherrenart oder Gutdünken eines Stadtbürgermeisters?

  10. MB

    Laut AZ Update gestern 22:54 h hat sich unser Held gemäß Landes SPD auf unbestimmte Teit krank gemeldet.
    Schade, schade, aber so bleiben uns die peinlichen Auftritte in dieser Kampagne im TV und auf der Straße bei den Umzügen wenigstens erspart. Manche sind halt doch keine Helden, auch wenn sie so heißen. Genauso hab ich ihn eingeschätzt: wenn es brenzlig wird, wird gekniffen. Pfui!

    • BM

      Bei aller berechtigten Kritik: Muss das sein? Diese Art von Draufhauen ist unnötig und auch nicht zweckdienlich.

    • Sonja X?

      Um (nicht nur) an die treffenden Verse “Wilhelm Buschs” und sein Bibelzitat anzuknüpfen:

      MENE MENE TEKEL UPHARSIN
      gezählt gezählt gewogen zerteilt

      Das Königreich war „gezählt” und beendet, ebenso wie wir auch von einem Menschen sagen, dass „seine Tage gezählt sind”. Der König ist auf die Waage geworfen und zu leicht befunden worden.
      Selbst wenn durch Helds Krankheit weitere finanzielle Schäden entstehen, gibt es eine bemerkenswerte Analogie zu seinen “Opfern”!
      Gerade, weil unsere Gesellschaft meist nur den offensichtlichen finanziellen Schäden Aufmerksamkeit schenkt, sollte man hier kurz inne halten!
      Wie viele Menschen mag Held samt seiner Systemleute, vielleicht auch in der Vernachlässigung der Obhutspflicht als Dienstherr, förmlich krank gemacht haben?
      Wie viele mag er auch dann noch womöglich durch ggf. sogar behördliche Helfershelfer “verfolgt” haben?

      Wohlgemerkt, wahrscheinlich ohne dass diese “Kleinen” dieselben finanziellen Möglichkeiten besaßen, sich über hochqualifizierte Rechtsanwälte zu wehren!

      Das dürfte auch noch lange nicht der Schlusspunkt sein in der “Causa Held”. Diese Geschichte wird auch zukünftig noch sehr erstaunliche und schmerzhafte Facetten zeigen, dieser “Schrecken ohne Ende”, wie man zunächst meinen möchte.

      Im Übrigen ist jetzt der Erste Beigeordnete dran mit den Regierungsgeschäften des babylonischen Königreiches, das freilich im Hintergrund vorerst weiterhin vom König regiert wird.
      Ich bin gespannt auf Gottes Wege!

  11. home@home

    AZ-Oppenheim: „CDU-Landtagsfraktion, Christian Baldauf, fordert SPD-Innenminister Roger Lewentz zum Eingreifen und Aufklären – auf …………….“

    Der Ruf nach Aufklärung von Christian Baldauf (CDU) ist berechtigt.

    Aber der Weg der Aufklärung läuft doch schon seit einiger Zeit durch den Landesrechnungshof, durch die Staatsanwaltschaft und die Veröffentlichungen auf diesem Blog und weiteren Medien.
    Eine intensive, tiefgreifende Aufklärung nimmt Zeit in Anspruch und wird vielleicht weitere Fakten an den Tag fördern.
    Vor diesem Hintergrund ist ein Eingreifen des Innenministers nicht unbedingt erforderlich.
    Wo letztendlich dann die Personalie, Marcus Held, entschieden wird, ist noch offen.

    Was will Christian Baldauf tatsächlich, wenn er Roger Lewentz zum Eingreifen auffordert?

    Ist es nur lautes Getöse einer Partei, die schon seit Jahrzehnten in der Opposition festhängt?
    Oder kommt nun bei der CDU der Schreck der „Glashaus-Theorie“ von Thomas Günther (CDU) zum tragen?

    Das mit dem „Glashaus“ könnte man sich natürlich auch gut vorstellen.
    Wer am lautesten ruft, hat auch meistens die größte Angst.

    Und mit dem Blog von Thomas Ruhmöller, hat der Bürger eine längst überfällige Plattform der demokratischen Teilhabe erhalten.

    • Alex

      Es ist wohl weniger das Eingreifen des Innenministers, sonder des Vorsitzenden der SPD Rheinland-Pfalz gemeint. Ist halt nicht immer von Vorteil viele Posten und Aufgaben in einer Person zu konzentrieren. Kennen wir ja aus Oppenheim zu genüge.

    • Thomas S.

      An Home@Home,

      Das mit dem Glashaus könnte schon zutreffend sein.
      In rheinhessischen Rathäusern wäre zur Zeit viel in Bewegung. Das mit dem Blog von Thomas Ruhmöller würde die Politik enorm zum Schwingen bringen. Mit dieser Arbeit von Ruhmöller wird wieder Basisdemokratie gelebt. Vielleicht ist der Fall Marcus Held tatsächlich nur die Spitze des Eisbergs in Rheinhessen.
      In der VG-Wöllstein hat man zum Beispiel fast zehn Jahre keine Doppik hinbekommen. Nun fragt man sich, welcher intelligente Mensch braucht zehn Jahre um eine Doppik abzuliefern? – Fragen über Fragen?

      Und Johannes Brüchert geht dann lieber zum Angeln. Beim Neujahrsempfang 2014 sah das alles noch anders aus, da übten Marcus Held und Johannes Brüchert noch den Schulterschluss.

  12. gerd

    was heißt eigentlich ‘krank GEMELDET’???
    muß man denn nicht ‘krank GESCHRIEBEN’ werden – von einem Arzt?

    Komisch daß unsere Genossen alle ‘krank’ werden, wenns ihnen an den Kragen geht (z.B. Hartmann, Beck usw)…
    naja, wenn ich soviel – auf Kosten der Steuerzahler – verbockt hätte, würde ich sicher auch ‘krank’!

  13. Hans

    So und jetzt Helmut Krethe die Amtsgeschäfte. Na super …

    • Hans Leweling

      Hat denn Herr Krethe überhaupt Zeit, die Vertretung von Held zu übernehmen? Krethe wollte doch eine Gegen-Demo (= pro Held Demo) organisieren. Hat man nix mehr von gehört. Dabei könnte er die 300 Teilnehmer der Held-raus Demo locker toppen: er müsste nur die Leute mobilisieren, die vom System Held profitiert haben.
      Wenn sich aber all die durch Held Geschädigten und Benachteiligten versammeln, müsste man wohl aus Platzgründen auf den Turnacker ausweichen.

  14. T-A-M-O

    Komisch,

    ist das wieder so ein böser Politikerschnupfen?
    Den bekommen diese Damen und Herren aus der Politik immer dann, wenn es so richtig eng wird. Es gibt aber dagegen ein gutes, rezeptfreies Mittel, was noch nicht einmal Geld kostet: “Versucht es einfach mal mit der Wahrheit und Ehrlichkeit!”
    Und wer übernimmt jetzt den Posten als Schwimmbadbeauftragter?
    Hoffen wir mal, dass unser “Opptimare” jetzt nicht baden geht und wer macht denn jetzt dort die ganze Arbeit, natürlich nur in Vertretung, solange Herr Held krank ist?

    • Thomas Ruhmöller Autor des Beitrags

      Nicht “jetzt auch“. Marcus Held ist beim Bundestagspräsident längst zum Dauerthema geworden. Erinnern wir uns: Vor einigen Monaten wollte sich der Stadtbürgermeister mit einem Weinritter Lammert schmücken: Der damalige Bundestagspräsident sagte jedoch angesichts immer neuer Enthüllungen im Oppenheim-Skandal sein Kommen ganz kurzfristig ab.
      http://der-oppenheim-skandal.de/weinritterschlag-lammert-sagt-marcus-held-ab/

      Dann beantragte die Mainzer Staatsanwaltschaft beim Bundestagspräsidenten, die Immunität von Marcus Held aufzuheben, was zu div. Ermittlungsverfahren und Razzien führte.
      http://der-oppenheim-skandal.de/bundestag-genehmigt-durchsuchung-bei-held/

      Und jetzt die Überprüfung der Parteispenden beim Bundestagspräsidenten. Ergebnis völlig offen. Hätte eigentlich die Landes-SPD klären können, doch die zeigte sich bislang – warum nur? – wenig kooperativ:
      http://der-oppenheim-skandal.de/held-parteispenden-warum-schweigt-die-spd/

      Der Oppenheim-Skandal kann noch richtig spannend werden – auch für die Landes-SPD!

      • D. Mayer

        Einzig und allein die Staatsanwaltschaft kann mit einem Abgleich des Grundbuchamtes bzw. der Kaufverträge und des Kontos der SPD Oppenheim sowie auch des Kontos von Marcus Held (inkl. des Kaufvertrages seines Mercedes) meines Erachtens die Vorwürfe ordentlich prüfen.

        Oder wie die Bundes-SPD aus meinem Gedächtnis heraus formulierte: Mit den vorhandenen Prüfinstrumentarien habe man keine Verstöße festgestellen können.

        Heißt im Umkehrschluss: Bessere Prüfinstrumente a la Staatsanwaltschat (oder vielleicht der Bundestagspräsident?) und die Sache kann ein neues Ende nehmen.

  15. M.D.

    Mehr als 200 000 Euro wanderten im Jahr 2014 von der Stadtkasse an den Makler, es ging um den Ankauf der Stadt von Grundstücken in einem Neubaugebiet. Erwies sich der Makler für die guten Geschäftsbeziehungen erkenntlich? …Wie erst jetzt bekannt wurde, haben die Mainzer Strafermittler auch eine Spende von 4000 Euro unter die Lupe genommen, überwiesen am 7. Juli 2014 von besagtem Maklerbüro an die SPD Oppenheim.

    http://www.allgemeine-zeitung.de/politik/rheinland-pfalz/affaere-held-auch-makler-spendete-an-spd-in-oppenheim_18495952.htm

    2% Skonto bei Barzahlung sind doch üblich, passt somit 🙂

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