Wochenrückblick: „Der Maggus rennt durch O und flennt“

Heu­te machen wir einen klei­nen Break: In unse­rem Wochen­rück­blick wol­len wir uns an die­sem zwei­ten Advents-Wochen­en­de mal nicht mit den neu­es­ten schlech­ten Nach­rich­ten rund um das Trei­ben von Mar­cus Held befas­sen (obwohl es genug The­men gibt, aber die wer­den wir in den nächs­ten Tagen auf­ar­bei­ten). Nein, wir haben neue Zah­len, und die sind rich­tig gut. Und wir haben, viel schö­ner noch, ein herr­li­ches Gedicht zuge­schickt bekom­men: „Wol­le mern enaus schmei­ße“, ist es über­schrie­ben, und auch: „Fas­se­nacht zur Weih­nachts­zeit“.

Zuerst in eige­ner Sache: Unse­re Web­sei­te gewinnt in rasen­dem Tem­po ein immer grö­ße­res Publi­kum. Sie dürf­te inzwi­schen in Oppen­heim und in der wei­te­ren Umge­bung eine der meist besuch­ten loka­len Inter­net-Sei­ten sein. An die­sem Wochen­en­de kön­nen wir wie­der neue „run­de“ Rekor­de ver­kün­den:

Zum Ver­grö­ßern ein­fach ankli­cken: Die­ser Screen­shot zeigt die aktu­el­len Daten des Ana­ly­se­tools unse­rer Web­sei­te. Die wich­tigs­ten: 46.574 Besu­cher wur­den bis­her gezählt, sie kamen 154.025 Mal und besuch­ten dabei mehr als 500.000 Sei­ten.

Inzwi­schen wur­den auf der Web­sei­te zum Oppen­heim-Skan­dal mehr als eine hal­be Mil­li­on Sei­ten­auf­ru­fe regis­triert! Das ist wirk­lich rie­sig: Jetzt schon 500.000 Klicks! Die­se nie für mög­lich gehal­te­ne Zahl wur­de am Don­ners­tag gegen 16.30 Uhr erreicht. Der Besu­cher­strom reißt unter­des­sen nicht ab, inzwi­schen steu­ern wir schon auf 510.000 Sei­ten­auf­ru­fe zu…

Meist­ge­le­se­ner Bei­trag ist nach wie vor „Fake News made in Oppen­heim“, der bald 10.000 Leser gefun­den haben wird, vor „Eine Stadt sieht rot“ mit knapp 8.500 Auf­ru­fen.

Der „Oppen­hei­mer Advents­ka­len­der“ mit sei­nen täg­li­chen Geschich­ten toppt aller­dings alles: Mehr als 30.000 Auf­ru­fe in nur acht Tagen – das beweist, wie groß das Inter­es­se an umfas­sen­der Infor­ma­ti­on und erklä­ren­der Auf­klä­rung ist.

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Er ist bin­nen weni­ger Tage zum heim­li­chen Star unse­rer Web­sei­te avan­ciert: „Wil­helm Busch“, der bereits mehr­mals in Vers­form die aktu­el­len Geschich­ten in unse­rem „Oppen­hei­mer Advents­ka­len­der“ kom­men­tier­te. Die Iden­ti­tät des Mannes/der Frau ist uns, ganz ehr­lich, völ­lig unbe­kannt. Des­halb wol­len wir ihm/ihr von die­ser Stel­le aus ein herz­li­ches „Dan­ke schön“ sagen: Die Gedich­te zu lesen macht wirk­lich einen Rie­sen-Spaß! Der hin­ter­grün­di­ge Humor und die fei­nen augen­zwin­kern­den For­mu­lie­run­gen, abge­fasst in gekonn­ten Rei­men, brin­gen uns selbst bei den bit­ters­ten Held-Geschich­ten zum Schmun­zeln. Dan­ke!!!

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Und jetzt gibt’s noch einen oben­drauf, das Sah­ne­häub­chen sozu­sa­gen: Ein wei­te­rer Unbe­kann­ter (oder Unbe­kann­te?) hat uns ein Gedicht zuge­schickt. Schrift­lich sogar, per Post (lei­der ohne Absen­der­an­ga­be): In bes­ter Fas­se­nacht-Manier mar­schiert er/sie durch die gan­ze Mar­cus-Held-Affä­re. Wir sagen auch für die­ses groß­ar­ti­ge Ver­se-Fes­ti­val herz­li­chen Dank – und wün­schen viel Ver­gnü­gen beim Lesen!

Wolle mern enaus schmeiße?

Im schönen Oppenheim am Rhein
War’s für den Maggus immer fein!
Trank immer gerne guten Wein,
Das Auto lieber nicht zu klein,
Nur bitte nichts von seinem Geld
Wenn’s darum geht, spart unser Held.

Wer wo was baut zu welchem Preis
Sagt er –
Weh einer kommt mit seinem Scheiß.
Gesetz, ner Vorschrift oder Regel,
da kriegt der Maggus fast den Ekel.

Die Ärmelschonermitarbeiter
Die bringen ihn grad gar nicht weiter
Mit ihrer Treu und Redlichkeit
Der Maggus ist zu mehr bereit.

Das macht er selbst, doch nicht allein
Ihm hilft der Hengst aus Uelversheim
Die Werbungagentur im Haus
Und „seine“ Zeitung macht was draus.
Feste feiern, wie sie fallen
Nur Spaßbremsen von Geld rumlallen

Beauftragte/r sollte man sein,
In diesem, seinem Oppenheim
Für wenig Arbeit und viel Geld
Da wählt man gerne Marcus Held
Zum Dank der auch noch dann und wann
Um nen Gefallen bitten kann.
Für gute Freunde muss was her
Das fällt dem Maggus auch nicht schwer
Gründet, ei wie wunderbar
Schnell eine GmbH
100.000 unumwunden
Sind unter Freunden schnell gefunden
Beteiligt sich mit einem Rest
Weil er nicht gern was liegen lässt
Alle freuen sich, des is schee
Und der Boss wird der Herr B.

Einnahmen sprudeln allerlei
Nur stets an Oppenheim vorbei
Da bleibt für den Hansjürgen mehr
Der braucht das Geld und freut sich sehr
Für 70.000 Euro jährlich
Ist ihm Tourismus nicht beschwerlich
Die Arbeit schaffen Jahr für Jahr
Die Städtischen, das ist doch klar.

Vergaberecht, was ist denn das?
Da macht doch sicher einer Spaß!
Und überhaupt: den Stadtrat fragen?
Wer wagt sich sowas denn zu sagen?!!
Haushalts-Kassen-Rechnungswesen
Ist nur was für alte Besen
Millionen Miese, ganz egal
Dann spenden wir halt illegal
Der Steuerzahler wird’s schon richten
Und notfalls müssen wir was dichten
Was macht die Kommunalaufsicht?
Der SPD-Claus rührt sich nicht.
Um Maggus glänzt der Heiligenschein
Alles für „unser“ Oppenheim
Und außerdem, in seinen Sinnen
Hat er noch seine Wählerstimmen
Die sind am Ende wirklich Wahres
Denn sie bringen richtig Bares
20.000 monatlich
Die verschmäht der Maggus nicht
Und wer ist Oberbademeister?
Maggus Held aus O, so heißt er!

Und gibt es doch mal Ach und Weh
Dann hilft ihm flugs die SPD
Die Fraktion um Stephanie
Geht vor dem Maggus auf die Knie
Wird’s wirklich eng, auch aus die Maus
Schlußendlich halfen Claus und Klaus.

Der Rest in Oppenheimer Reigen
Übt sich in jahrelangem Schweigen.
Und wie es heißt, mit gutem Grund
Bei Maggus geht’s sonst nämlich rund...

Doch dann, verflixt und wirklich dumm
Für Maggus und sein Drumherum
Ein Memorandum geht ins Land
Den Prüfern wird’s ganz blümerant
Beim Lesen der diversen Seiten
Sich ihre Augen deutlich weiten.

Viel’ Fragezeichen im Gesicht
Ein Prüfbericht allein reicht nicht
Sie beschlossen zu den Klagen
Die Staatsanwaltschaft zu befragen
Auch diese hat ihre Bedenken
Will Rechtsbetreuung ihm jetzt schenken
Sie ignoriert zudem sein Fluchen
Und hilft ihm beim Belege suchen.

Dazwischen irrt der Prüfbericht
Zur Presse, doch die bringt ihn nicht
Oder nur in kleinen Teilen
Mit positiven Pressezeilen
Den Ex-Kollegen Marcus Held
Man gerne treu die Stange hält
Und außerdem er inseriert
Für sehr viel Geld und garantiert

Die aufgewühlten Volksvertreter
Die kriegen den Bericht halt später
Die städtische Opposition
AL und CDU-Fraktion
Die dürfen noch ein wenig warten
Und müssen erst mal weiterraten
Oder sie lesen täglich hier
Wie wir alle mit Pläsier.

Der Klaus im Rondo bei dem Ganzen
Derweil sucht Hände ringend Wanzen
Zerteilt das Memo dienstbeflissen
Denn keiner darf hier alles wissen.
Dies ist fürwahr ein alter Brauch
Den kannten die Altvord’ren auch

Der Reitzel aus dem nahen Selzen
Schwingt sich bereits auf seine Stelzen
Und verteilt mit großem Schritt
An Widersacher Tritt um tritt
Hilft seinem Maggus, wo er kann
Am Ende ist Klaus Penzer dran
Ach tuen mir die Augen weh
Seh ich den Penzer der VG.

Und alles wäre fein versponnen
Und nie ans Tageslicht gekommen
Gäb’s nicht den Thomas und sein Team
Aus Hesen..., doch wir danken ihm!
Der gleiche Dank gebührt Besagten
Die das Memorandum wagten.

Wie’s weitergeht, das wird man sehn
Die Staatskanzlei find’s nicht so schlön...
Berlin in Stille Spenden zählt
Skandal das Wort ist, das dort quält
Die Malu und der Roger schnaufen
Im Hintergrund die Info laufen
Ist es am Ende das Bestreben
Den Maggus aus dem Sumpf zu heben?
Man mag ihn nicht mehr, doch herrjeh
Hier geht’s doch um die SPD!

Advent, Advent, viel Lichtlein brennt
Der Maggus rennt durch O und flennt.