Tag 1 nach Held: Wer nimmt jetzt die Zügel in die Hand?

Es geht ein befrei­tes Auf­at­men durch das klei­ne Oppen­heim: Mar­cus Held ist weg! Jetzt kann alles wie­der gut wer­den! Doch sofort zeigt sich auch, dass ein gewal­ti­ger Berg zu erklim­men ist: Der SPD-Poli­ti­ker und Stadt­bür­ger­meis­ter hat­te alles an sich geris­sen, alles gesteu­ert, alles gelenkt. Und nun? Wer nimmt die Zügel in die Hand? Wie geht’s wei­ter? Beob­ach­tun­gen und Fest­stel­lun­gen am Tag 1 nach Held.

Anwalt zündet Nebelkerzen ums lukrative Bundestagsmandat

Mar­cus Held hat bis­her kei­ner­lei Anstal­ten gezeigt, dass er auf sein Bun­des­tags­man­dat ver­zich­ten will. Als Stadt­bür­ger­meis­ter von Oppen­heim hat er sei­nen Rück­tritt erklärt, und zwar zum 5. März, also nächs­ten Mon­tag. Inzwi­schen ließ er durch sei­nen Medi­en­an­walt klar­stel­len: Auch alle übri­gen Ämter in den loka­len Gebiets­kör­per­schaf­ten (VG, Kreis), Unter­neh­men (GWG, HGO), Ver­ei­nen und der SPD sind von sei­nem Rück­zug umfasst. Held scheint Rhein­hes­sen adé sagen zu wol­len. Frei­lich: Er sitzt wei­ter in Ber­lin – als Abge­ord­ne­ter der SPD im höchs­ten deut­schen Par­la­ment, ohne jemals mit dem Ver­trau­en des Wahl­volks sei­nes rhein­hes­si­schen Wahl­krei­ses aus­ge­stat­tet wor­den zu sein. Und nach allem, was wir wis­sen, will er dort auch sit­zen blei­ben.

Sein pro­mi­nen­ter Medi­en­an­walt ver­brei­tet der­zeit, dass Mar­cus Held das Man­dat ruhen las­se. Der Anwalt spricht mit der Lokal­zei­tung, und die schreibt das dann auch so:

Sein Bun­des­tags­man­dat lässt der 40-Jäh­ri­ge auf­grund sei­ner „gesund­heit­li­chen Situa­ti­on“ der­zeit ruhen, teil­ten Helds Anwäl­te am Mitt­woch­abend mit.

Mit Ver­laub: Das ist Unsinn! Wenn Helds Anwalt das tat­säch­lich so gesagt haben soll­te (und das müs­sen wir glau­ben, die Zei­tung hat’s schon mehr­mals bekräf­tigt), dann will er damit Nebel­ker­zen zün­den: Er will uns offen­bar glau­ben machen, Held sei jetzt mal für eini­ge Zeit aus frei­en Stü­cken nicht mehr Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­ter.

Es steht Jour­na­lis­ten gut an, sol­che Aus­sa­gen nicht unre­flek­tiert wei­ter­zu­tra­gen (und so die Leser dumm zu hal­ten), son­dern sie kri­tisch zu hin­ter­fra­gen. Wie soll denn das gehen, wenn Held sein Man­dat ruhen lässt? Kann er sol­che Ruhe-Pha­sen frei bestim­men: das Man­dat ein biss­chen ruhen las­sen, dann wie­der mal ein biss­chen Poli­tik machen – sozu­sa­gen nach Lust und Lau­ne? Und kriegt man wäh­rend der Ruhe­pha­se wei­ter­hin sein Geld? Oder ist das Ruhen­las­sen des Man­dats eine Art Null-Diät?

Fra­gen, die sich auf­drän­gen. Wir haben die Ant­wor­ten – Fakt ist: Ein Abge­ord­ne­ter kann sein Man­dat nicht ruhen las­sen. Er kann es allen­falls vor­über­ge­hend nicht wahr­neh­men, weil er zum Bei­spiel erkrankt ist. Er bleibt aber auch in die­ser Zeit selbst­ver­ständ­lich Man­dats­trä­ger – mit allen Rech­ten, auch Diä­ten, und mit allen­falls mar­gi­na­len Abzü­gen im Bereich der Kos­ten­pau­scha­le.

Die Bun­des­tags­ver­wal­tung teilt uns dazu mit:

Herr Held hat auf sei­ner Inter­net­sei­te fol­gen­de per­sön­li­che Erklä­rung vom 30. Janu­ar 2018 ver­öf­fent­licht: „… Auf drin­gen­den ärzt­li­chen Rat muss ich, auf­grund mei­ner gesund­heit­li­chen Situa­ti­on, zwin­gend Abstand und Ruhe fin­den und ich bin daher bis auf Wei­te­res arbeits­un­fä­hig geschrie­ben. …“

Die­ser Fall ist in § 14 (1) Abge­ord­ne­ten­ge­setz gere­gelt: An jedem Sit­zungs­tag wird eine Anwe­sen­heits­lis­te aus­ge­legt. Der Prä­si­dent bestimmt im Beneh­men mit dem Ältes­ten­rat, wel­che Tage als Sit­zungs­ta­ge gel­ten und in wel­cher Zeit die Anwe­sen­heits­lis­te aus­ge­legt wird. Trägt sich ein Mit­glied des Bun­des­ta­ges nicht in die Anwe­sen­heits­lis­te ein, wer­den ihm 100 Euro von der Kos­ten­pau­scha­le ein­be­hal­ten. Der ein­zu­be­hal­ten­de Betrag erhöht sich auf 200 Euro, wenn ein Mit­glied an einem Ple­nar­sit­zungs­tag sich nicht in die Anwe­sen­heits­lis­te ein­ge­tra­gen hat und nicht beur­laubt war. Der Kür­zungs­be­trag ver­rin­gert sich auf 20 Euro, wenn ein Mit­glied des Bun­des­ta­ges einen Auf­ent­halt in einem Kran­ken­haus oder in einem Sana­to­ri­um oder die Arbeits­un­fä­hig­keit ärzt­lich nach­weist.

Alles klar? Held ist wei­ter­hin Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­ter, und sein Man­dat ruht – anders als von sei­nem Anwalt über die Lokal­zei­tung ver­brei­tet – kei­nes­wegs: Held hat sich ledig­lich krank­ge­mel­det und kriegt jetzt 20 Euro pro Sit­zungs­tag weni­ger Kos­ten­pau­scha­le. Kon­kret heißt das:

Held bekommt wei­ter­hin die vol­le Diät – 9.542 Euro pro Monat. Dazu bekommt er wie jeder Abge­ord­ne­te eine (steu­er­freie!) Auf­wands­pau­scha­le in Höhe von 4.339,97 Euro (für Wahl­kreis­bü­ro, Fahr­ten im Wahl­kreis, eine Woh­nung in Ber­lin etc.). Von die­ser Kos­ten­pau­scha­le wer­den Mar­cus Held in der Zeit sei­ner Krank­mel­dung 20 Euro pro Sit­zungs­tag gestri­chen. Macht bei 10 bis max. 15 Sit­zungs­ta­gen im Monat höchs­tens 300 Euro, die ihm in der Kas­se feh­len.

Held hat bis­lang kei­ner­lei Anzei­chen gezeigt, dass er sein Man­dat nie­der­le­gen will. Das besitzt durch­aus wirt­schaft­li­che Logik. Gut mög­lich, dass ihm sein pro­mi­nen­ter Medi­en­an­walt – der sitzt in Ber­lin, was inter­es­sie­ren ihn die Oppen­hei­mer Pro­ble­me? – einen abge­klär­ten Rat­schlag gege­ben haben könn­te:

Hör zu, Mag­gus: Bei dei­nen Genos­sen kannst du ja nix mehr wer­den. In der frei­en Wirt­schaft bist du schlecht ver­mit­tel­bar, bei über einem Dut­zend Ermitt­lungs­ver­fah­ren wegen Untreue und Bestech­lich­keit. Vor­schlag: Du ziehst dich aus die­sem rhein­hes­si­schen Nest zurück, dann hast du an die­ser Front schon mal Ruhe. Aber du brauchst dem­nächst Geld, viel Geld: Pro­zes­se dro­hen, dazu Scha­dens­er­satz, und wir Anwäl­te kos­ten auch ein biss­chen. Also: Bleib Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­ter und nimm die Koh­le mit, die kann dir kei­ner neh­men! Ich erzähl über­all, du lässt dein Man­dat ruhen – das fin­den die klei­nen Leu­te ganz hono­rig. Und ich sag der Zei­tung noch, dass dein Rück­tritt kein Schuld­ein­ge­ständ­nis ist und auch für dich natür­lich die Unschulds­ver­mu­tung gel­ten muss: Dann glau­ben die Leu­te, dass an der gan­zen Sache ver­mut­lich gar nichts dran ist. Und ich ver­brei­te schließ­lich noch, dass man das, was da im Inter­net zu lesen ist, also dass man das auf kei­nen Fall glau­ben soll­te, das ist nur wüten­der, blin­der Ver­fol­gungs­ei­fer, Radau­jour­na­lis­mus…

So könn­te der medi­en­recht­li­che Rat für Held aus­se­hen. Nahe­lie­gend ist des­halb, dass Mar­cus Held ver­mut­lich nicht im Traum dar­an denkt, sein Man­dat nie­der­zu­le­gen: Die­se Legis­la­tur­pe­ri­ode geht noch bis 2021, da kommt noch ganz schon was zusam­men!

Nur eins darf jetzt natür­lich nicht pas­sie­ren: dass die Gro­ße Koali­ti­on platzt. Denn dann hät­te Held ganz schlech­te Kar­ten…

Zweite Chance – aber nur nach Rücktritt als Abgeordneter

Haben Sie schon mal von Were­n­o­li gehört? Ver­mut­lich eher nicht. Das ist ein rei­nes Kunst­wort, soll eine Abkür­zung sein für: weder rechts noch links. Chris­ti­an Bach­mann aus dem Oppen­hei­mer Nach­bar­ort Dex­heim hat unter die­sem Namen eine Web­sei­te ins Inter­net gestellt (www​.were​n​o​li​.de), auf der er Tex­te zu aktu­el­len Bege­ben­hei­ten schreibt. Er ver­sucht damit, „mehr Men­schen durch dif­fe­ren­zier­te Mei­nun­gen & Denk­an­stö­ße zum Nach­den­ken zu bewe­gen“.

Jetzt hat er einen offe­nen Brief an Mar­cus Held ver­öf­fent­licht, in dem er den SPD-Poli­ti­ker zum Rück­tritt als Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­ter auf­for­dert. Der zen­tra­le Satz in dem Brief (Bach­mann duzt Held, man kennt sich wohl) lau­tet:

Ich bin der Auf­fas­sung, dass jeder Mensch irgend­wann eine zwei­te Chan­ce ver­dient hat. Das gilt selbst­ver­ständ­lich auch für dich. Die Grund­vor­aus­set­zung dafür ist aber der kon­se­quen­te Rück­tritt von dem Amt, zu dem dich die Men­schen aus Par­tei und Wahl­kreis bei frü­he­rem Bekannt­wer­den dei­ner Machen­schaf­ten nie gewählt hät­ten.

Unse­re Emp­feh­lung: Lesen Sie den Brief! Es ist die Mei­nung eines poli­tik-inter­es­sier­ten, jun­gen Men­schen! Und wenn Sie den Inhalt mit­tra­gen kön­nen und wol­len, kön­nen Sie ihn vir­tu­ell unter­schrei­ben. Eine gan­ze Rei­he Namen ste­hen schon da. Direkt zum Were­n­o­li-Brief geht’s hier.

Gefährliche Baustelle: Zwei Unternehmen führungslos

Span­nend dürf­te es bei den loka­len Bau­un­ter­neh­men GWG und HGO wer­den. Bei­de wur­den bis­her gelei­tet von Mar­cus Held; im zwei­glied­ri­gen Vor­stand der GWG war er Vor­sit­zen­der, bei der HGO sogar Allein­ge­schäfts­füh­rer. Was über­bleibt, sind Tor­sos. Bei der GWG wur­den die Mit­glie­der für Vor­stand wie Auf­sichts­rat garan­tiert nicht nach fach­li­chem Wis­sen aus­ge­wählt. Son­dern nach ihrer Bereit­schaft, Held zu fol­gen und zu gehor­chen und sich für die Geschäf­te ansons­ten nicht son­der­lich zu inter­es­sie­ren. Und die GWG-Toch­ter HGO bleibt gänz­lich füh­rungs­los und unkon­trol­liert zurück.

Immer wie­der wur­de gefragt, wie gera­de letz­te­res Unter­neh­men sei­ne groß­spu­ri­ge Bau­tä­tig­keit finan­zie­ren kann. Held woll­te sich dazu nicht äußern: Er ver­wies – das war sein gutes Recht – dar­auf, dass es sich um ein Pri­vat­un­ter­neh­men han­de­le, das im Gegen­satz zu Behör­den kei­nen Aus­kunfts­pflich­ten außer­halb der Han­dels­re­gis­ter- und Bun­des­an­zei­ger­pu­bli­zi­tät unter­liegt.

Doch spä­tes­tens seit dem Bau­pro­jekt „Gra­din­ger Wohn­park“ sind Pro­ble­me evi­dent und drän­gend, womög­lich sogar exis­tenz­ge­fähr­dend: Die Kos­ten für den Abriss des alten Möbel­hau­ses explo­dier­ten auf über eine Mil­li­on, womit der HGO plötz­lich meh­re­re hun­dert­tau­send Euro in der Kal­ku­la­ti­on feh­len. Kann das noch gut gehen?

Mar­cus Held hat­te im soge­nann­ten Gra­din­ger-Wohn­park Miet­woh­nun­gen zu sozi­al­ver­träg­li­chen Prei­sen ver­spro­chen. Heu­te glaubt kein Mensch mehr dar­an, dass die kom­men wer­den. Ver­mut­lich wird es hier eines Tages nur Eigen­tums­woh­nun­gen geben. Dann wäre Held ein­mal mehr als groß­spu­ri­ger Ankün­di­ger ent­larvt. Das aber dürf­te ihn mit Fokus in Ber­lin dann ver­mut­lich herz­lich wenig inter­es­sie­ren…

Zumal ihn ganz ande­re Sor­gen mit der HGO pla­gen: Sei­ne Trick­se­rei­en mit den Gra­din­ger-Kauf­ver­trä­gen führ­ten dazu, dass die Stadt bei­na­he mit meh­re­ren hun­dert­tau­send Euro belas­tet wor­den wäre. Nach­dem wir das auf die­ser Web­sei­te auf­ge­deckt hat­ten, mach­te Mar­cus Held als Stadt­bür­ger­meis­ter klamm­heim­lich mit sich selbst als HGO-Chef einen Zusatz­ver­trag, wonach die HGO wirk­lich alle Gra­din­ger-Kos­ten über­neh­men muss.

Das ist fein für die Stadt, aller­dings ganz dumm für Held: Nach­dem wir sei­nen letz­ten Ver­trag auf die­ser Sei­te publik gemacht hat­ten, mel­de­te sich bei ihm die Staats­an­walt­schaft: Als Geschäfts­füh­rer der HGO dür­fe er kei­ne Ver­trä­ge zum Nach­teil sei­nes Unter­neh­mens abschlie­ßen. Das hat er aber getan, wes­halb die Straf­ver­fol­ger einen wei­te­ren Akten­ord­ner anleg­ten: Ermitt­lungs­ver­fah­ren gegen Mar­cus Held wegen des Ver­dacht der Untreue zum Nach­teil der HGO

VG-Beauftragtenwesen: Wird wirklich weiter abkassiert?

Beauf­trag­ter des Hal­len­ba­des Opp­ti­ma­re der Ver­bands­ge­mein­de Rhein-Selz“: Mar­cus Held war so stolz auf die­sen Titel, dass er ihn sogar auf sei­ner Bun­des­tags-Inter­net­sei­te aus­stell­te. Rich­tig gear­bei­tet hat er in die­sem Ehren­amt aber wohl nie, das jeden­falls schrie­ben die Prü­fer des Lan­des­rech­nungs­ho­fes in ihrem Bericht.

Mar­cus Held ist auch von die­sem Amt zurück­ge­tre­ten, für das er jah­re­lang 600 Euro im Monat kas­siert hat­te (erst in die­sem Jahr wur­de die Auf­wands­ent­schä­di­gung der Beauf­trag­ten auf 450 Euro redu­ziert). Es ist jetzt an dem Rat der Ver­bands­ge­mein­de Rhein-Selz, dar­über zu ent­schei­den, ob der Pos­ten neu ver­ge­ben – oder ein­ge­spart wird.

Der Lan­des­rech­nungs­hof hat­te nach­ge­rech­net und in sei­nem Bericht geschrie­ben, dass die VG Rhein-Selz „die mit Abstand meis­ten Beauf­trag­ten, die höchs­ten Auf­wands­ent­schä­di­gun­gen und daher auch den höchs­ten Gesamt­auf­wand“ habe. Des­halb die kla­re Emp­feh­lung: „Die Anzahl der Beauf­trag­ten ist auf ein wirt­schaft­lich legi­ti­mier­ba­res Maß zu redu­zie­ren.“

Jetzt wäre die gro­ße Chan­ce, die­se Form der Selbst­be­die­nung zu stop­pen. Die SPD-Frak­ti­on, die sich von ihrem lang­jäh­ri­gen „Paten“ Micha­el Reit­zel los­ge­sagt hat, könn­te bewei­sen, dass sie jetzt für einen neu­en, sau­be­ren Poli­tik­stil steht.

Bei der Gele­gen­heit könn­te man auch gleich das gan­ze Sys­tem hin­ter­fra­gen: Was tun die Beauf­trag­ten denn eigent­lich für ihr Geld? Ist es nicht in Wahr­heit so, dass es sich nur um Ver­sor­gungs­pos­ten han­delt? Ist es eigent­lich noch zeit­ge­mäß, dass sich Poli­ti­ker der­art offen­sicht­lich selbst bedie­nen? Neben Held leis­tet sich die Ver­bands­ge­mein­de wei­te­re fünf Beauf­trag­te: Für was eigent­lich?

  • Tho­mas Gün­ther, umstrit­te­ner CDU-Stadt­bür­ger­meis­ter von Nier­stein und stets Bud­dy von Mar­cus Held, kas­siert als Beauf­trag­ter „Ent­wick­lung Rhein-Selz-Park“, wofür er eigent­lich als Bür­ger­meis­ter der im Rhein-Selz-Park inves­tier­ten Stadt Nier­stein bezahlt wird.
  • Milan Singh, ein treu­er Weg­be­glei­ter von Mar­cus Held in Oppen­heim, kriegt jeden Monat Geld als „Beauf­trag­ter Inklu­si­on und Inte­gra­ti­on“.
  • Jörg Stein­hei­mer, auch er (jeden­falls bis zum Bruch der SPD-Stadt­rats­frak­ti­on am Diens­tag) ein enger Par­tei­freund von Held, darf sich lächelnd als „Beauf­trag­ter für die Gestal­tung des demo­gra­phi­schen Wan­dels“ jeden Monat 450 Euro ein­ste­cken.
  • Mar­kus Beu­tel nennt sich Beauf­trag­ter „Wei­ter­ent­wick­lung Sport­stät­ten und Koor­di­na­ti­on mit Ver­ei­nen“: Weiß eigent­lich wer, was der Mann dafür tut? Er kriegt trotz­dem 450 Euro/Monat.
  • Tobi­as Bie­ker schließ­lich ist Beauf­trag­ter Tou­ris­mus. Irgend­wie der schöns­te Job. Und vor allem: auch noch bezahlt!

Anton Mie­sen aus Dien­heim, der neue SPD-Frak­ti­ons­chef im Ver­bands­ge­mein­de­rat, der den gestürz­ten Micha­el Reit­zel ver­ges­sen machen soll, sag­te letz­te Woche in einem Zei­tungs­in­ter­view zum Stich­wort Mar­cus Held:

Soll­te die jüngs­te Be­richt­er­stat­tung kor­rekt sein, bleibt der Ein­druck: Da hat je­mand sei­ne po­li­ti­schen Äm­ter zur per­sön­li­chen Be­rei­che­rung ein­ge­setzt. Al­lein das ist un­sau­ber und scha­det dem An­se­hen der Kom­mu­nal­po­li­tik und der SPD

Der Ein­druck per­sön­li­cher Berei­che­rung hält sich hart­nä­ckig beim Beauf­trag­ten­we­sen in der Ver­bands­ge­mein­de Rhein-Selz: Auch das ist unsau­ber, es scha­det dem Anse­hen der Kom­mu­nal­po­li­tik, in die­sem Fall der SPD und der CDU. Herr Mie­sen könn­te ein deut­li­ches Signal set­zen, dass er einen neu­en Kurs ein­schlägt. Hat er die Kraft dazu?

Bewerber gesucht: Wer will sich im Juni zur Wahl stellen?

In etli­chen Zir­keln und Run­den wird der­zeit über­legt, wie es nach Mar­cus Held wei­ter­ge­hen kann. Die SPD ver­sucht sich zusam­men­zu­rau­fen, aber es dürf­te nicht ein­fach wer­den: Mar­cus Held hat den Vor­sitz des SPD-Orts­ver­eins abge­ge­ben – wer soll jetzt den Laden füh­ren?

SPD-Frak­ti­ons­che­fin Ste­pha­nie Kloos drängt nach vorn, mel­det sich über­all zu Wort, sie wit­tert offen­bar ihre Chan­ce. Aber ist die­se Frau nicht völ­lig ver­brannt? Was will die Oppen­hei­mer SPD mit einer Frau anfan­gen, die wie kein Zwei­ter als Nutz­nie­ßer des Sys­tems Held gilt, die ihren eige­nen Stadt­rat hin­ter­gan­gen hat, die sich mit Helds Hil­fe ganz eigen­nüt­zig aus der klam­men Stadt­klas­se bedient hat…

Am Diens­tag noch hat Frau Kloos mit fünf Getreu­en die SPD-Frak­ti­on ver­las­sen und öffent­lich pro­mo­tet: Helds Han­deln sei in hohem Maße uneh­ren­haft gewe­sen. Das sagt sie – aus­ge­rech­net sie, die nie erklärt hat, war­um sie sich von ihm 22.500 Euro aus der klam­men Stadt­kas­se hat schen­ken las­sen. Tags dar­auf muss ihr wohl klar gewor­den sein, dass ihr eine gespal­te­ne SPD bei ihren per­sön­li­chen Kar­rie­re­plä­nen wenig Nut­zen bringt: Und schon tön­te sie in der Zei­tung, viel­leicht fin­de man noch einen gemein­sa­men Weg.…

Inter­es­san­te Alter­na­ti­ve: ein über­par­tei­li­ches Bünd­nis mit Frau­en und Män­ner um den SPD-Mann Tors­ten Kram – wir berich­te­ten. Die Herr­schaf­ten über­le­gen, ob sie einen gemein­sa­men Kan­di­da­ten auf­stel­len kön­nen. Die CDU ist dabei, die AL, die FDP, die Grü­nen und par­tei­po­li­tisch nicht Gebun­de­ne.

Neu­es­te Ent­wick­lung: Die Freie Wäh­ler­ge­mein­schaft – kurz FWG –, die in vie­len Orten der Regi­on aktiv, auch attrak­tiv und durch­aus erfolg­reich ist, will in Oppen­heim Fuß fas­sen. Fried­helm Schmitt aus dem VG-Rat ist der Front­mann, unlängst hat ihn VG-Bür­ger­meis­ter Klaus Pen­zer wegen unge­bühr­li­chen Fra­gens abge­watscht, was in Rhein-Selz eine Art Rit­ter­schlag für einen Poli­ti­ker mit Rück­grat sein dürf­te. Ob die FWG mit einem eige­nen Kan­di­da­ten ins Ren­nen geht oder sich dem über­par­tei­li­chen Bünd­nis anschließt: alles noch offen.

Ein paar fes­te Eck­punk­te gibt es aller­dings: Am 13. März tagt der Stadt­rat – da soll ein Ter­min für die Wahl eines neu­en Stadt­bür­ger­meis­ters fest­ge­legt wer­den. Laut Lokal­zei­tung will der amtie­ren­de Stadt­chef Hel­mut Kre­the (par­tei­los) den 3. Juni als Wahl­tag vor­schla­gen. Der Ter­min muss 69 Tage zuvor öffent­lich bekannt gemacht wer­den. Bewer­ber müs­sen sich spä­tes­tens drei Wochen danach gemel­det haben – also bis zum 26. April.

Der Zeit­raum ist knapp, aber eine Wahl am 3. Juni – aller­spä­tes­tens am 10. Juni – wür­de durch­aus Sinn machen: Mög­li­cher Wei­se kommt es zu einer Stich­wahl, die wäre dann zwei Wochen spä­ter. Am 25. Juni begin­nen dann die Som­mer­fe­ri­en.…

Wieder Montags-Demo – jetzt für den politischen Neuanfang

Held ist weg. Aber das reicht nicht. Der Stadt­bür­ger­meis­ter hat­te eine Rei­he von Hand­lan­gern und Hel­fers­hel­fern, und die soll­ten jetzt, wenn sie denn einen Fun­ken Anstand haben, eben­falls die poli­ti­sche Büh­ne räu­men.

So sehen es die Kri­ti­ker der Held-Poli­tik. Sie sagen: Nichts gegen die SPD – aber nicht und nie­mals mit Leu­ten aus der Held-Trup­pe. Und des­halb gehen die Mon­tags-Demos wei­ter: Nächs­ten Mon­tag, 5. März, wird wie­der von 18 bis 19 Uhr vorm Rat­haus demons­triert. „Jetzt geht es um den poli­ti­schen Neu­an­fang in Oppen­heim“, sagt Demo-Initia­tor Axel Dah­lem. Heißt: Auch SPD-Mit­glie­der sol­len ruhig kom­men, ja, sie sind sogar herz­lich will­kom­men!

39 Gedanken zu „Tag 1 nach Held: Wer nimmt jetzt die Zügel in die Hand?

  1. ftnbooks

    Oh, das freut mich aber sehr! Dan­ke­schön!!

  2. Peter Pfau

    😂 Ich hät­te mich ja für die GWG ange­bo­ten, aber dann bekom­men alle SPD­ler in Vor­stand und Auf­sichts­rat kal­te Füße, wenn jemand mit Fach­kom­pe­tenz antritt. Außer­dem hab ich ja das fal­sche Par­tei­buch. 😂

    • D. Mayer

      Wenn Sie über die fach­li­che Kom­pe­tenz ver­fü­gen und es sich zutrau­en bzw. es sich zumu­ten möch­ten, war­um nicht?

      Das Wohl der GWG/HGO soll­te nach Jah­ren unter Mar­cus Held im Vor­der­grund ste­hen. Even­tu­ell oder wahr­schein­lich sind Regress­an­sprü­che in Sachen „nach­ver­han­del­ter“ Kauf­ver­trag zulas­ten der GWG/HGO gegen Mar­cus Held zu erhe­ben.

      Da braucht es kein rotes Par­tei­buch son­dern Fach­kom­pe­tenz: Wer weiß schon, was auch in der GWG/HGO noch alles im Argen liegt. Am Ende gehen GWG/HGO noch Plei­te…

    • Jupp

      Herr Pfau, Sie soll­ten sich als Lokal­po­li­ti­ker um Oppen­heim küm­mern und aus der Cau­sa Held gelernt haben, dass zu vie­le Inter­es­sen bzw. Ämter kon­tra­pro­duk­tiv sind (selbst wenn man cha­rak­ter­lich nicht so gestrickt ist wie unser Ex-Bür­ger­meis­ter).

      Es wird noch jemand ande­ren mit Erfah­rung für das Amt geben – ohne poli­ti­sche Vor­ge­schich­te.

  3. J

    Bei aller Freu­de über den Rück­zug unse­res Bür­ger­meis­ters wird auch mir Angst vor der Neu­wahl. Ich befürch­te sicher nicht zu Unrecht, dass sich eini­ge bekann­te Kan­di­da­ten zur Wahl stel­len.

    Und auch, obwohl ich kein gebür­ti­ger Oppen­hei­mer bin, habe ich doch -seit­dem ich hier woh­ne- sehr schnell mit­be­kom­men, wie hier Poli­tik gemacht wird. Man könn­te auch sagen: wie Abhän­gig­kei­ten geschaf­fen wer­den, die dann letzt­end­lich die Stim­men der SPD sichern.

    Das fängt im Klei­nen an! Alles geht leich­ter, wenn man in der die­ser Par­tei ist. Ange­fan­gen bei der Ver­ga­be der Gärten/Allmendfelder, über Jobs, Pos­ten und Pöst­chen bis hin zu… Mit dem rich­ti­gen Par­tei­buch hat man schnel­ler Erfolg. Man könn­te auch sagen, klei­ne Geschen­ke erhal­ten die Freund­schaft.

    Dies war ja auch ganz stark an der unglaub­li­chen Unter­stüt­zung unse­res Herrn Bür­ger­meis­ters zu erken­nen. Alles, was gegen ihn sprach, war -wenn auch eigent­lich offen­sicht­lich- erstun­ken, erlo­gen, ver­leum­de­risch.… Er kann sich auf eine brei­te Basis in Oppen­heim ver­las­sen.

    Wie auch heu­te in einem AZ-Arti­kel wie­der zu lesen stand, woll­te man trotz allem nur hin­ter vor­ge­hal­te­ner Hand über die Vor­gän­ge rund um unse­ren Hel­den spre­chen. Das sagt doch alles aus!

    So fällt es mir schwer zu glau­ben, dass er sich wirk­lich ganz zurück­ge­zo­gen hat. Zumin­dest befürch­te ich, dass er wei­ter­hin hin­ter den Kulis­sen die Oppen­hei­mer Poli­tik bestimmt, indem er sei­ne Ste­pha­nie Kloos als Nach­fol­ge­rin instal­liert. Auch wenn eini­ge hier zu Recht sagen, daß sie ‚ver­brannt’ ist, scheint sie mir doch über ein Held­sches Selbst­ver­trau­en zu ver­fü­gen und wei­ter­zu­ma­chen. Und mit MH’s Unter­stüt­zung will sie sich das Amt unter den Nagel rei­ßen. Er hat ja schon immer ver­sucht Ihr einen Pos­ten zu beschaf­fen. Jetzt gibt es einen der frei ist und den sie ger­ne beset­zen wür­de.

    Es ist nicht schwer vor­stell­bar, dass er sie am Abend vor sei­ner Mit­tei­lung über den Rück­tritt ange­ru­fen hat und mein­te ‚Mädel, ich gebe Mor­gen mei­nen Rück­tritt bekannt – also wirst Du Mor­gen früh Dei­ne Moral wie­der­ent­de­cken und allen sagen, wie erschro­cken Du über mich bist…’

    Bei aller Freu­de dar­über, dass sich ‚Oppen­heim bewegt’, gilt es doch vor­sich­tig zu sein. Es wird noch lan­ge dau­ern bis sich alles nor­ma­li­siert.

    Daher ist es wich­tig, sich wei­ter­hin Mon­tags auf dem Markt­platz zu tref­fen um zu errei­chen, dass sich irgend­wann das Sys­tem Held ganz abschafft.

  4. Frieder Zimmermann

    Die deut­sche Pres­se­land­schaft ist ärmer gewor­den. Der deut­sche Qua­li­täts­jour­na­lis­mus hat einen uner­setz­li­chen Ver­lust erlit­ten. Das Medi­um http://​www​.oppen​heim​-die​-wahr​heit​.com ist nicht mehr. Die Infor­ma­ti­ons­quel­le für auf­rich­ti­ge, anstän­di­ge und ehren­wer­te Oppen­hei­mer ist ver­siegt. Wer am Tag 2 nach Held sich davon über­zeu­gen woll­te, dass die Rück­tritts­mel­dung eine plat­te Fake­news war und lesen woll­te, dass der Grö­BaZ den fina­len Gegen­schlag gegen alle, die ihn zer­stö­ren wol­len, plant und dem­nächst mit sei­nen treu­en Ver­bün­de­ten Kloos, Sit­tig, Stein­hei­mer, Kre­the und allen Günst­lin­gen sei­nes weit­ge­fä­cher­ten Sys­tems wie­der vor den Mau­ern der Stadt ste­hen und ihre kampf­lo­se Über­ga­be for­dern wird, der lan­de­te im vir­tu­el­len Nir­wa­na bei wix​.com. Sind wir jetzt end­gül­tig die­ser Lügen­pres­se und die­sen Radau­jour­na­lis­ten aus­ge­lie­fert, die het­zen und Pogrom­stim­mung machen? Haben böse Hacker wie­der ein­mal eine seriö­se und des­halb unlieb­sa­me Infor­ma­ti­ons­platt­form lahm­ge­legt? Wer unter­rich­tet uns jetzt dar­über, wer Helds Werk fort­setzt und Oppen­heim wei­ter und wei­ter nach vor­ne bringt? Wer kor­ri­giert jetzt das ver­brei­te­te fal­sche Bild der poten­zie­len Nach­fol­ge­rin, die doch in Wahr­heit die Mut­ter The­re­sa von Oppen­heim ist, die Rei­sen­den gegen klei­nes Ent­gelt eine Her­ber­ge gibt, damit sie nicht im Auto auf kos­ten­pflich­ti­gen Park­plät­zen über­nach­ten müs­sen? Wer klärt uns jetzt über den umtrie­bi­gen Beauf­trag­ten aus der Fami­lie der klei­nen Papa­gei­en­vö­gel auf, der für die raue Arbeits­welt über­qua­li­fi­ziert ist und des­halb in die Poli­tik drängt? Wer sagt uns jetzt, wie in unse­rer Kom­mu­ne der demo­gra­fi­sche Wan­del ver­hin­dert wird? Wer gibt Ant­wort auf die Fra­ge, ob der nächs­te Jurist im Rat­haus dabei ist Scha­dens­er­satz­kla­gen vor­zu­be­rei­ten? Wer deckt denn nun wei­ter auf, ob die Dah­lems tat­säch­lich aus unschul­di­gen Trau­ben alko­hol­hal­ten Wein machen? Das und vie­les mehr wird im Dun­keln blei­ben, weil die Alt­me­di­en statt auf­zu­klä­ren, Stim­mung machen.
    Viel­leicht steht aber auch nur jemand auf der Lei­tung und die Praw­da sen­det doch bald wie­der …

    • Karolinger

      …viel­leicht waren es aber die bösen rus­si­schen Hacker, die die web­page über­nom­men und abge­schal­tet haben. Natür­lich im Auf­trag der ach so weni­gen mon­täg­li­chen Demons­tran­ten. Cemal und sein Held wer­den uns gewiss irgend­wann in der Zukunft auf­klä­ren. 🙂

      @Herr Zim­mer­mann, ein­fach köst­lich und geni­al ihr Bei­trag. Konn­te trotz des bit­te­ren Hin­ter­grun­des herz­haft lachen.

  5. Andreas Knobloch

    Mich gru­selt es vor die­sen Neu­wah­len 🙁 wenn ich bedenke,was für auf Hoch­glanz polier­te Kan­di­ta­ten ich sehen werde.Habe noch Schüt­tel­frost von Kis­sels dama­li­ger Plakatschwemme.….Ob es dies­mal jemand sein wird,der auch ein­mal als ehr­li­cher Hand­wer­ker sein Brot ver­dient hat?Oder wie­der nur das Übli­che.….

  6. Muckel

    Eigent­lich wäre doch jetzt der idea­le Zeit­punkt für alle (!!!) poli­ti­schen Funk­tio­nä­re und Par­tei­en einen rich­ti­gen Neu­an­fang zu wagen. Das heißt:
    -Rück­tritt der bei­den ver­blie­be­nen Bei­ge­ord­ne­ten und Beauf­trag­ten der Stadt
    -Rück­tritt des gesam­ten Stadt­ra­tes Oppen­heim und Neu­wah­len.
    -Rück­tritt von Bür­ger­meis­ter Pen­zer
    -Rück­tritt der VG-Bei­ge­ord­ne­ten und -Beauf­trag­ten
    (Wenn man die Lage rea­lis­tisch betrach­tet, hat doch kein ein­zi­ger von denen die Berech­ti­gung wei­ter die Bür­ger­schaft ver­tre­ten zu wol­len.)
    -Schaf­fung von neu­en schlan­ken und effek­ti­ven Struk­tu­ren
    Weder in der Stadt noch bei der VG wer­den die­se Beauf­trag­ten und Bei­ge­ord­ne­ten benö­tigt. Die (über­wie­gend) alten Her­ren, die sich an der Selbst­be­die­nungs­the­ke Stadt und VG breit gemacht haben sol­len ihre Plät­ze räu­men. Men­schen wie den trö­gen Bei­ge­ord­ne­ten Kreh­te, den getreu­en Held-Anhän­ger Mohr, den selbst­ver­lieb­ten Son­nen­gott Neu­er, Grant­ler Schmitt, den eben­falls trö­gen Trö­ger oder die „Möch­te­gern Power­frau Wag­ner. Jeder Bei­ge­ord­ne­te eine tota­le Fehl­be­set­zung. Und Bür­ger­meis­ter Pen­zer, der das alles aktiv gedeckt und mit­ge­tra­gen hat müss­te sowie­so schon län­ger weg.
    Der Anfang ist gemacht, jetzt ist es an den ande­ren das Auf­räu­men nicht damit bewen­den zu las­sen, dass man mal Besen und Mist­ga­bel geholt hat. Nein, jetzt muss mann auch aus­mis­ten und kräf­tig aus­keh­ren. Nur dann kann der Neu­an­fang gelin­gen.
    Viel­leicht stellt ja mal die ein oder ande­re Par­tei auch ent­spre­chen­de Anträ­ge…

  7. Jens Nissen

    Es ist vor allem aus Krei­sen der SPD (und auch von man­chem Leser­brief­schrei­ber hier) im Zusam­men­hang mit der Kri­tik an Ex-Bür­ger­meis­ter Held immer wie­der der Begriff der Unschulds­ver­mu­tung genannt wor­den. Es war stets der untaug­li­che Ver­such, die Kri­ti­ker Helds und die Kri­tik als sol­che mund­tot zu machen, zu schwä­chen und zu des­avou­ie­ren. Das ver­rät eine Men­ge Unkennt­nis.

    Die Unschulds­ver­mu­tung ist eines der Grund­prin­zi­pi­en eines rechts­staat­li­chen Straf­ver­fah­rens und erfor­dert, dass der einer Straf­tat Ver­däch­tig­te oder Beschul­dig­te nicht sei­ne Unschuld, son­dern die Straf­ver­fol­gungs­be­hör­de sei­ne Schuld bewei­sen muss. Zur Durch­set­zung der Unschulds­ver­mu­tung sind straf­recht­li­che Ver­bo­te (Ver­fol­gung Unschul­di­ger, fal­sche Ver­däch­ti­gung, Ver­leum­dung, üble Nach­re­de) und ver­schie­de­ne recht­li­che Abwehr- und Aus­gleichs­an­sprü­che (Anspruch auf Gegen­dar­stel­lung, Wider­ruf, Rich­tig­stel­lung, Scha­dens­er­satz, Geld­ent­schä­di­gung, Unter­las­sung) vorgesehen.Die Ver­mu­tung der Unschuld endet mit der Rechts­kraft der Ver­ur­tei­lung.

    Unschulds­ver­mu­tung ist also zuerst eine Sache der Gerich­te. Ver­sto­ßen Pri­vat­per­so­nen oder Medi­en gegen die im Grund­ge­setz, in der Men­schen­rechts­kon­ven­ti­on der UN und der Grund­rechts­char­ta der EU ent­hal­te­ne Unschuld­ver­mu­tung, kann der Betrof­fe­ne dage­gen kla­gen.

    Held hät­te also, wenn die Bericht­erstat­tung über ihn dage­gen ver­sto­ßen hät­te, Kla­ge erhe­ben kön­nen.
    Hat er nicht. Weil es Ver­stö­ße dage­gen nicht gab.

    Aber es gibt auch eine legi­ti­me Schuld­ver­mu­tung. Die Schuld­ver­mu­tung ist eine Rechts­ver­mu­tung und liegt immer dann vor, wenn die kon­kre­te Schuld/Verantwortung einer Per­son selbst noch nicht fest­steht, aber von Geset­zes wegen als wahr­schein­lich ange­nom­men wird (es bestehen aber noch Zwei­fel an Tat bzw. der Hand­lung oder Aus­füh­rung) und dies über einen Ver­dacht bzw. Arg­wohn bereits weit hin­aus­geht. Wäh­rend die Unschulds­ver­mu­tung als eines der Grund­prin­zi­pi­en eines rechts­staat­li­chen Straf­ver­fah­rens und Ver­wal­tungs­straf­ver­fah­rens sowie Steu­er­straf­rechts ange­se­hen wird, wird die Schuld­ver­mu­tung in vie­len Berei­chen des staat­li­chen Ver­fah­rens­rechts zuläs­si­ger­wei­se ange­wen­det. Jeder Staats­an­walt geht bei sei­ner Arbeit erst ein­mal von der Schuld­ver­mu­tung aus.
    Die Schuld­ver­mu­tung ist erlaubt, solan­ge sie nicht gegen den Geist der Unschulds­ver­mu­tung ver­stößt (Ver­fol­gung Unschul­di­ger, fal­sche Ver­däch­ti­gung, Ver­leum­dung, üble Nach­re­de.)

    Die Bericht­erstat­tung über die Ver­stö­ße Helds gegen Recht ver­schie­de­ner Kate­go­ri­en ging zwar sehr oft von der Schuld­ver­mu­tung aus – beweg­te sich dabei aller­dings abso­lut im Rah­men des gel­ten­den Rechts. Weder die Bericht­erstat­tung von Herrn Ruhmöl­ler noch die der AZ waren auch nur ansatz­wei­se „Ver­fol­gung Unschul­di­ger, üble Nach­re­de, Ver­leum­dung noch fal­sche Ver­däch­ti­gung.“
    Hin­wei­se, für Herrn Held gel­te die Unschulds­ver­mu­tung, sind des­halb im Bezug auf die Bericht­erstat­tung des Oppen­heim-Skan­dals kal­ter Kaf­fee.

  8. E.T.

    @ Herr Ruhmöl­ler

    Unter fol­gen­dem link http://​www​.money​hou​se​.de kann man fol­gen­des nach­le­sen.

    Mar­co Mei­din­ger ist wohl seit dem 20.02.2018 Pro­ku­rist bei der HGO und unter ande­rem zeich­nungs­be­rech­tigt für den An- und Ver­kauf von Immo­bi­li­en

    Das heißt doch, dass die Rück­tritts­ab­sich­ten des Herrn Held schon wesent­lich frü­her ange­dacht waren.

    • Karolinger

      Das ist anzu­neh­men, da Held sich wohl nicht erst am Tag der Ver­kün­dung zum Rück­tritt ent­schlos­sen hat.

      Für Herrn Mei­din­ger (lt. lin​kedit​.com Per­sön­li­cher Refe­rent des Hel­den) kann man nur hof­fen, das er weiß auf was er sich da ein­ge­las­sen hat und sich im Gesell­schafts-, Han­dels- und Steu­er­recht aus­kennt. Aber even­tu­ell lern­te er die ein­schlä­gi­gen Geset­ze bereits als Mit­glied des Auf­sichts­ra­tes der GWG Oppen­heim oder sei­ner Aus­bil­dung ken­nen.

      • HRE

        Lang­jäh­ri­ge Erfah­run­gen oder eine spe­zi­fi­sche Aus­bil­dung kann er bestimmt nicht vor­wei­sen.
        Er hat noch vor gar nicht so lan­ger Zeit bei Eis­mann Tief­kühl­kost aus­ge­fah­ren…

        • Anonymous Xs

          Wenn ich den Wor­ten des Dop­pel­agen­ten glau­ben kann, dann woll­te Mar­cus wei­ter­hin die Kon­trol­le über HGO/GWG behal­ten.

          Mar­co hat ver­spro­chen zu 100% den wil­len von Mar­cus durch­zu­set­zen und wie ein Wach­hund über die Inter­nats zu hüten.
          Sodass selbst die Ein­le­ger nix erfah­ren was Mar­cus scha­den könn­te. Erst ein­mal für 5 Jah­re.…

          So ist er erst Eis­mann Fah­rer, dann Held Fah­rer, dann Foto­graf des Herrn Held, und nun zu sei­nem Gesand­ten auf­ge­stie­gen ist.…

  9. Krissi

    Zum Glück gibt es noch Jour­na­lis­ten, die beharr­lich sol­che Auf­klä­rungs­ar­bei­ten leis­ten. Ansons­ten wür­den vie­le Poli­ti­ker mit dem Hin­weis auf „Fake News“ die Din­ge am liebs­ten unter den Tisch keh­ren.
    Aktu­ell läuft nun die poli­ti­sche Auf­ar­bei­tung des Skan­dals mit höchs­ter Dyna­mik.

    Die juris­ti­sche Auf­ar­bei­tung wird sich sicher­lich lei­der sehr lan­ge hin­zie­hen.
    Der bereits genann­te Anwalt Hege­mann, den Held schon öfters in der Ver­gan­gen­heit ein­schal­te­te (Zitat: „.…Ber­li­ner Medi­en­recht­ler.…“), konn­te Held in sei­nem Kom­mu­ni­ka­ti­ons­be­dürf­nis offen­sicht­lich nicht brem­sen.
    Neu­er­dings ist aber noch eine Anwäl­tin aus dem Fach­ge­biet des Straf­rechts hin­zu­ge­kom­men und in etwa zeit­gleich ist -nach mei­ner Beob­ach­tung- Held seit­dem abge­taucht, sei­ne State­ments wer­den nur noch durch die Anwäl­te ver­teilt. Dies wür­de sich durch­aus durch eine straf­recht­li­che Ver­tei­di­gungs­stra­te­gie erklä­ren las­sen. Dazu könn­te auch gehö­ren, dass er alle Ämter abge­ge­ben hat, die hier eine Rol­le spie­len könn­ten. Schließ­lich kann man sich ja auch durch Unter­las­sung schul­dig machen – und wer muss nun gegen wen vor­ge­hen um Scha­den­er­satz oder Wie­der­gut­ma­chung ein­zu­for­dern ? Vor­her war es ein­fach: Herr Held gegen Herr Held. Und da er nichts getan hat, könn­te es viel­leicht Unter­las­sung gewe­sen sein.

    Nun müs­sen ande­re tätig wer­den .….

    Es ist noch viel Zünd­stoff drin .…
    Und juris­tisch wird es auch noch sehr span­nend !

    • karl kaiser

      Zum Glück gibt es noch Jour­na­lis­ten, die beharr­lich sol­che Auf­klä­rungs­ar­bei­ten leis­ten. Ansons­ten wür­den vie­le Poli­ti­ker mit dem Hin­weis auf „Fake News“ die Din­ge am liebs­ten unter den Tisch keh­ren.“
      Genau das ist der Punkt.
      Ohne sol­che Inves­ti­ga­ti­v­jour­na­lis­ten und ihre „Maul­wür­fe“ wäre alles noch lan­ge beim alten geblie­ben.
      Ein neu­er Stadt­rat wird viel­leicht Herrn Ruhmöl­ler die Ehren­bür­ger­wür­de antra­gen- mit weni­ger Brim­bo­ri­um und etwas beschei­de­ne­rem finan­zi­el­lem Auf­wand als das bis­her bei ande­ren Anläs­sen geschah.
      Ich wüß­te schon, wen man statt­des­sen aus der Lis­te strei­chen könn­te.

    • E.G.

      Mit etwas Phan­ta­sie kann man eine Kur auch als sta­tio­nä­re Behand­lung ver­kau­fen.
      Wenn ich nur so einen sol­chen Anwalt hät­te…

      • Krissi

        Mit dem nöti­gen Klein­geld dürf­te sich jemand fin­den, der eine geschick­te Argu­men­ta­ti­on führt.

  10. Zeehr

    Off topic, aber weil´s ein­fach so herr­lich abstrus ist, hier ein Aus­zug aus dem Gruß­wort des Stadt­bür­ger­meis­ters in den SPD-Stadt­nach­rich­ten, Aus­ga­be 12/2017:

    Grund­sätz­lich haben Sie in den letz­ten Mona­ten viel über Oppen­heim und mich als Stadt­bür­ger­meis­ter lesen und hören müs­sen. Es ist sicher­lich legi­tim, Kri­tik anzu­brin­gen und über den rich­ti­gen Weg poli­tisch fair zu dis­ku­tie­ren. Auch wenn bei den vie­len Pro­jek­ten der letz­ten Jah­re an der einen oder ande­ren Stel­le auch mal ein Feh­ler gemacht wor­den sein soll­te, kann man sich sach­lich hier­über aus­ein­an­der­set­zen und prü­fen, was die zustän­di­gen Behör­den und Insti­tu­tio­nen ja auch tun. Lei­der lässt das Vor­ge­hen eini­ger poli­ti­scher Mit­be­wer­ber in den letz­ten Wochen und Mona­ten die­se Fair­ness und Sach­lich­keit ver­mis­sen. Statt­des­sen erin­nern zahl­rei­che Hand­lungs­wei­sen an blo­ße per­sön­li­che Zer­stö­rungs­wut. Ich bin der Mei­nung, dass wir so nicht mit­ein­an­der umge­hen dür­fen. Mein Ziel war es immer, unse­re Stadt vor­an zu brin­gen und Pro­jek­te erfolg­reich zu rea­li­sie­ren, um die Lebens­qua­li­tät für alle Oppen­hei­me­rin­nen und Oppen­hei­mer ste­tig zu ver­bes­sern. Die­ses Ziel möch­te ich per­sön­lich wie auch die SPD-Oppen­heim wei­ter fest im Blick haben, im neu­en Jahr 2018 und auch dar­über hin­aus. Bit­te spre­chen Sie mich per­sön­lich, oder die Ver­tre­ter der SPD jeder­zeit an, wenn Ihnen etwas auf dem Her­zen liegt oder Sie nähe­re Infor­ma­tio­nen benö­ti­gen, weil Sie zum Bei­spiel durch „neue Ent­hül­lun­gen“ des Blog­gers oder Gerüch­ten ver­un­si­chert sind und Infor­ma­tio­nen aus ers­ter Hand wün­schen.“

    Haha, auf die Infor­ma­tio­nen aus ers­ter Hand zu sei­nen Rechts­brü­chen war­ten wir heu­te noch, daher müs­sen wir wei­ter die­sem „Blog­ger“ hin­ter­her­lau­fen.

    Wer sich noch ein wenig mehr an schein­hei­li­gem Gesül­ze geben oder ein­fach dar­über gru­seln will, kann ger­ne wei­ter lesen, auch der Herr Bod­de­ras kommt ja zu Wort, zudem der Bür­ger­be­auf­trag­te.

  11. Bernhard Torz

    Die Her­ren Ruhmöl­ler, Dah­lem, Frie­der Zim­mer­mann und wei­te­re sind für mich die ech­ten Demo­kra­ten.
    In mei­ner nament­li­chen Auf­lis­tung wür­de ich aber nie­mals bis zu einem Claus Schick gelan­gen.

    • Zeehr

      Der größ­te Dank gebührt einem unschein­ba­ren Tier­chen, das fast blind, aber mit einen sehr guten Tast­sinn aus­ge­stat­tet ist und sich auch bei Dun­kel­heit an hel­le Kopie­rer mit ihren Licht­blit­zen her­an­wagt: Dem Maul­wurf.
      Viel­leicht soll­te ihm in der VG ein Ehren­tag gewid­met wer­den?

      Übri­gens gibt es das Gerücht, dass Klaus Pen­zer aktu­ell alle Schieds­rich­ter und Sport­leh­rer in der VG über­prü­fen lässt, um her­aus­zu­fin­den, wer von ihnen die Pfei­fe gebla­sen hat, die für fri­schen Wind gesorgt hat.

      • J

        Den 05.03. zum Fei­er­tag des Maul­wurfs machen? Ich bin dabei 🙂

  12. PLP

    @ Anony­mus:
    Held hat sich selbst kaputt gemacht!
    Jetzt schlüpft er wie­der ein­mal in die Opfer­rol­le und hofft auf Mit­leid, immer das Glei­che.….
    Die Fak­ten lie­gen auf dem Tisch, sie­he Bericht des Lan­des­rech­nungs­ho­fes, da gibt es über­haupt kei­ne Unschuld­ver­mu­tung.
    Es wird bestimmt noch eini­ges mehr ans Tages­licht kom­men, davon bin ich über­zeugt.

    • Zeehr

      Die­ses Rum­rei­ten auf der Unschulds­ver­mu­tung, ich kann es auch nicht mehr hören.
      Kloos, Held und wie sie alle hei­ßen haben nichts, aber auch gar nichts zur Erhel­lung der Vor­wür­fe bei­ge­tra­gen (Bei­spie­le: Ver­zicht Stell­platz­ab­lö­se, Dienst­ver­ein­ba­rung Dienst­wa­gen und­un­d­und). Die­se ste­hen größ­ten­teils unwi­der­spro­chen im Raum. Dabei wur­de Held nicht müde, immer zu beto­nen, wie sehr er doch an der Auf­klä­rung mit­wir­ken will.
      Wie Sie, PLP, anmer­ken: Der Bericht liegt auf dem Tisch, die Fak­ten sind unwi­der­spro­chen- nichts bis wenig ist pas­siert. Viel­mehr gibt es wei­ter­hin in VG und Stadt die­se unsäg­li­chen Beauf­trag­ten. Neh­men wir doch mal den Bür­ger­be­auf­trag­ten Weiß, der offen­bar nur zu sei­nem Job kam, weil er held­treu ist und Held auf­grund sei­ner Ämter­häu­fung sei­nen Auf­ga­ben als Stadt­bür­ger­meis­ter nicht mehr nach­kom­men konn­te. Laut AZ leg­te er Rechen­schaft über sei­ne Tätig­keit ab und spricht von, ich glau­be, so um die 180 Anfra­gen im Jahr. Also jeden zwei­ten Tag eine. Den Groß­teil davon müss­te er zustän­dig­keits­hal­ber wohl schlicht an die VG-Ver­wal­tung ver­wie­sen haben, sofern es nicht um Klein­kram geht, den der Bau­hof erle­di­gen muss (Dreck uff de Gass o. ä.). Was bleibt dann übrig? Aber wie wir gelernt haben, ist das nach Meis­ter Sit­tig eine Bezah­lung unter dem Min­dest­lohn! Also anders gesagt: Käme Franz Becken­bau­er nach Oppen­heim, wür­de er – anders als in Katar – ech­ter Skla­ven ansich­tig wer­den. Im Ernst: Ein Schlag all jener, die sich für Got­tes­lohn in Ver­ei­nen enga­gie­ren. Oder den Inte­gra­ti­ons­be­auf­trag­ten Singh: Was macht der eigent­lich? War­um ist er nicht auf die Idee gekom­men, mal die Ver­ei­ne auf­zu­su­chen, die Inte­gra­ti­ons­ar­beit leis­ten, um zu hören, wo der Schuh drückt? Stein­hei­mer: Stellt in der Zei­tung eine Initia­ti­ve zum Ehren­amt vor: Hut ab, der Mann ist sein Geld aber auch wirk­lich wert. Beu­tel: Wie vie­le Sport­stät­ten hat die VG, wo besteht dort aktu­ell Hand­lungs­be­darf, wel­che Pro­jek­te treibt er vor­an?
      Aber ich schwei­fe ab. Man bleibt lei­der an jeder Ecke am Dreck kle­ben.

      Nun noch­mal zur Unschulds­ver­mu­tung:
      Wie oft hier ange­merkt, ist das eine rein juris­ti­sche Begriff­lich­keit, die einem nicht erlaubt, jed­we­den Mist zu ver­zap­fen und hier­für erst nach einer Ver­ur­tei­lung die Kon­se­quen­zen tra­gen bzw. ergrei­fen zu müs­sen. Bei­spiel: Gerüch­te­wei­se ver­greift sich ein Jugend­trai­ner wäh­rend des Trai­nings an Kin­dern. Was wird der Vor­stand tun? Er wird ihn ab sofort nicht mehr die Kin­der trai­nie­ren las­sen und nicht erst den Aus­gang eines Straf­ver­fah­rens abwar­ten.
      Die gan­zen SPD­ler von Oppen­heim bis hoch zur Par­tei­spit­ze und MP hat­ten aber offen­bar vor, fein abzu­war­ten, wie der Pro­zess aus­geht. Eine aus­rei­chend lan­ge Haft­stra­fe? Super, dann braucht man sich nicht die Hän­de schmut­zig zu machen, dann wäre er auto­ma­tisch weg vom Fens­ter. Aber was hät­ten die Damen und Her­ren denn gemacht, wenn es nicht zu einer Ver­ur­tei­lung gekom­men und Held bis dahin an sei­nen Pos­ten kle­ben geblie­ben wäre? Sich wei­ter weg­ge­duckt? Wäre dann alles ok gewe­sen? Der LRH-Bericht nur eine sach­te Emp­feh­lung? Pfff. Kon­ter­ka­riert wird das Ver­hal­ten der „Umfal­ler“ die­ser Woche noch dadurch, dass nun ein ver­mut­lich nur schwer als jus­ti­zia­bel zu qua­li­fi­zie­ren­des Ver­hal­ten Helds in Form des „Insi­der­im­mo­de­als“ als Ab-Sprung-Brett dien­te. Ein Zei­tungs­be­richt ver­moch­te das, was ein LRH-Bericht und das Ein­lei­ten eines Straf­ver­fah­rens nicht ver­moch­ten. Falsch, ver­lo­gen, schein­hei­lig. Wider­lich.

      • Ichmalwieder

        Sehr geehrte/r Herr/Frau Zeehr,

        Sie schul­den mir ein neu­es Wisch­tuch für mei­nen Bild­schirm. Ich muss­te prus­ten, so sehr habe ich Ihren Bei­trag gou­tiert. „Dreck uff de Gass“ … das hat mich dann weg­ge­wischt. Als Nicht­rhein­hes­se freue ich mich immer über den Dia­lekt.

        Ihre Empö­rung kommt aus dem Bauch her­aus und geht den­noch ver­bal nicht über die Gren­ze des Anstands, macht aber auch der See­le Platz. Da macht das Lesen Spaß.
        Wie es über­haupt in die­sem Blog oft­mals geschieht.

        Da ich schon am Schrei­ben bin: viel­leicht soll­te man doch einen der ver­blei­ben­den Ehren­rin­ge an Herrn Ruhmöl­ler ver­ge­ben, der ihn selbst­ver­ständ­lich auch für den/die Whist­le-Blo­wer ent­ge­gen­nimmt. (Man kann sie auch ein­schmel­zen, aber angeb­lich waren doch Roh­lin­ge noch vor­han­den). Scha­de, dass die wah­ren Namen der Whist­le-Blo­wer nicht bekannt sind.

        Mar­cus Held soll­te man aber jetzt auch nicht in den Boden rei­ben. Doch zurecht soll er jetzt Ein­sicht, Buße und Wie­der­gut­ma­chung zei­gen. So sieht es das Gesetz doch vor, das auch die Unschulds­ver­mu­tung bereit­hält.

        Ich glau­be, es sind noch zwei, drei Rin­ge übrig. Dann noch einen für Frau Stras­ser, die sich getraut hat, den Arti­kel zu schrei­ben, der das Fina­le nicht nur ein­ge­läu­tet hat. Das war m.E. mutig, wenn man die Aus­rich­tung der AZ der letz­ten Jah­re zugrun­de legt.

        Und jetzt: auf für eine neu­es Oppen­heim, das es ver­dient, eine wun­der­schö­ne Klein­stadt zu sein.

  13. Matthias Kuon

    Auf jeden Fall ist von Herrn Ruhmöl­ler mehr Wahr­heit ver­brei­tet wor­den als von der Sei­te der Hel­dis­ten.
    Nach­zu­le­sen bei­spiels­wei­se im Bericht des Lan­des­rech­nungs­hofs. Es gibt auch Men­schen, die machen sich selbst kaputt.

  14. Oliver P. Mildenberger

    Was ein sel­ten däm­li­cher Kom­men­tar ! Der Jour­na­list muss nichts „wis­sen“. Er trägt ein­zig und allein glas­kla­re Fak­ten durch akri­bi­sche Recher­che zusam­men (vom Bericht des Lan­des­rech­nungs­ho­fes der die lau­fen­den Ermitt­lun­gen der Staats­an­walt­schaft bis hin zum letz­ten „Grund­stücks­de­al“ des Hel­den, wo er einen sat­ten Gewinn auf­grund Insi­der­wis­sens ein­ge­fah­ren hat). Dafür gebührt ihm Aner­ken­nung und Respekt.
    „Kaputt gemacht“ wur­de ein­zig und allein der Finanz-Haus­halt der Stadt Oppen­heim und das Ver­trau­en der Bür­ger in Ihre gewähl­ten Ver­tre­ter, die sich in einem ver­filz­ten Sys­tem von Abhän­gig­kei­ten und Günst­lings­wirt­schaft Ihre eige­nen Taschen gefüllt haben…

  15. gerd

    also bis­her hat wohl ALLES gestimmt, was der ‚Jour­na­list’ hier ver­öf­fent­licht hat! Oder kann uns Herr ‚Anony­mous’??? etwa kon­kre­te Bei­spie­le nen­nen, die dage­gen spre­chen?
    Ansons­ten soll­te er doch bit­te sei­ne doo­fen Kom­men­ta­re wie die­sen hier ein­fach unter­las­sen!!!

    Bzgl. der ‚Beauf­trag­ten’:
    Laut LRH sind doch etwa 30 VG-Ange­stell­te über­flüs­sig! War­um über­neh­men die­se Leu­te nicht ein­fach die Teil­zeit-Jobs der sechs Beauf­trag­ten?
    übri­gens ist mir in den letz­ten Wochen noch auf­ge­fal­len, daß die VG aktu­ell meh­re­re Stel­len­an­zei­gen geschal­tet hat – wie paßt dies zu den LRH-Vor­ga­ben, Per­so­nal dras­tisch abzu­bau­en???

    Hof­fe, Dr. Mie­sen schaut sich die­se Miss­stän­de gleich mal an…

  16. W.H.

    Wer hat soviel Pin­ke Pin­ke für einen der renom­mier­tes­ten Medi­en­an­wäl­te der Repu­blik lt. JUVE-Hand­buch 2017/2018?

    Schließ­lich geht es ja auch finan­zi­ell um etwas .…

    https://​raue​.com/​a​n​w​a​l​t​/​j​a​n​-​h​e​g​e​m​a​nn/
    Ran­kings
    .… Prof. Dr. Jan Hege­mann ist gelis­tet als einer von bun­des­weit sechs füh­ren­den Anwäl­ten im Pres­se­recht für die Ver­tre­tung von Ver­la­gen, JUVE Hand­buch 2017/2018
    Gelis­tet als einer von bun­des­weit zehn füh­ren­den Anwäl­ten im Urhe­ber­recht, JUVE Hand­buch 2017/2018
    Gelis­tet unter „Deutsch­lands bes­ten Anwäl­ten” für Enter­tain­ment­recht, Gewerb­li­chen Rechts­schutz und IT-Recht, Best Lawy­ers 2018/Handelsblatt .…

  17. mündiger Bürger

    Anony­mus, das hat/haben der Mensch/die Men­schen sich selbst und uns ange­tan!

  18. Stefan Buch

    Wer hat hier wen „kaputt gemacht“? Herr Held hat­te alles in der Hand, um eine sau­be­re Poli­tik in Oppen­heim zu machen! Und, wie er es gemacht hat, war ein­fach kri­mi­nell. Das ist er alles selbst schuld.

  19. Anonymous

    Gut das ein Jour­na­list immer alles weiß. Hof­fent­lich stimmt auch alles. Man kann auch Men­schen kaputt machen.

    • Zeehr

      Och, oft das ist gar nicht nötig, weil man­che Men­schen sich selbst kaputt machen.

    • J.

      Ach Herr­je „Anony­mus“,
      da ist aber ein Seel­chen ver­letzt, haben Sie Angst um bis­her „genosse-„ne Vor­tei­le?

      Sicher weiß ein Jour­na­list nicht alles, aber in dem Fall des Hel­den mit sei­nen stets alles abni­cken­den Gefolgs­leu­ten weiß nicht nur der Betrei­ber die­ses Blogs viel, nein auch jeder Mensch der sich die Mühe mach­te den 110seitigen Bericht des LRH voll­stän­dig zu lesen, weiß sehr vie­les das als wahr ein­zu­stu­fen ist. Und wenn der LRH im Zuge der Prü­fung z.B. den Vor­gang um die Wein­händ­le­rin Kloos als ein­deu­tig rechts­wid­rig ein­stuft und fest­stellt, dass die Stadt beim dem­nächst Ex-Bür­ger­meis­ter Scha­den­er­satz for­dern muss, dann ist das ein­deu­tig. Dass der schein­bar wei­ter ins Ram­pem­licht drän­gen­den Frau Kloos rechts­wid­rig ein Geschenk in Höhe von € 22.500,- am Stadt­rat­vor­bei gemacht wur­de ist erwie­sen. Dass die­se Dame sich nun schein­bar anschickt lokal in die Fuß­stap­fen tre­ten zu wol­len ist sicher ihr gutes Recht, ethisch und mora­lisch aber aller­un­ters­te Schub­la­de.
      Herr Ruhmöl­ler wie­der­um weiß sicher mehr als der geneig­te Leser, lei­der aber offen­sicht­lich tat­säch­lich nicht alles, ist aber der­je­ni­ge der durch inten­si­ve Recher­che, gestützt auf ehr­ba­re Infor­ma­ti­ons­ge­ber bei­na­he täg­lich neue (Ver­zei­hung) Saue­rei­en auf­deckt.
      Span­nend ist aller­dings die Fra­ge, wer aus dem engs­ten Hel­den­kreis der AZ die Info zu den pri­va­ten Immo-Deals gesteckt hat über die Herr Held nun schein­bar gefal­len ist. Der AZ traue ich schlicht nicht zu mal tief gegra­ben zu haben.
      Die oben auf­ge­wor­fe­ne Fra­ge zur finan­zi­el­len Sta­bi­li­tät der HGO habe ich übri­gens in einem mei­ner letz­ten Kom­men­ta­re auf­ge­wor­fen. Die betei­lig­te Bank(en) dürf­ten jeden­falls mit Argus­au­gen auf das Gra­din­ger Objekt mit sei­nen Kos­ten­stei­ge­run­gen von mehr als € 200.000m- schau­en.

    • karl kaiser

      Rich­tig.
      Man kann aber auch nur däm­li­che Bemer­kun­gen machen.
      So wie Sie.

    • Alex

      Falls sich ein Arti­kel, oder ein Teil davon, als feh­ler­haft her­aus­ge­stellt hat, wur­de das von Herrn Ruhmöl­lee immer offen kom­mu­ni­ziert und rich­tig gestellt. Hier jetzt so mys­ti­sche Andeu­tun­gen zu machen, passt ja zum Skan­dal.

    • Kurt Podesta

      ich fas­se es nicht! Herr (Frau) A. was soll die­ser Kom­men­tar? Ihr Herr Held hat eine gan­ze Stadt finan­zi­ell kaputt gemacht, hat einer gan­zen Par­tei auf lan­ge Sicht Scha­den zuge­fügt, erhält Geld für Leis­tun­gen, die er nicht erbracht hat oder erbringt, hat Steu­er­geld ver­schleu­dert, sich offen­sicht­lich per­sön­lich durch Insi­der­ge­schäf­te berei­chert, hat wohl­fei­len Genos­sen und Genos­sin­nen auf Kos­ten der All­ge­mein­heit Geschen­ke gemacht (Bod­de­ras, Baumm­gar­ten, Kloos, Sit­tig usw.) und Sie spre­chen davon, dass man auch einen Men­schen kaputt machen kann! wer hat denn so gehan­delt, wer hat den Scha­den ver­ur­sacht? Wer hat wie ein Des­pot und König gehan­delt, das Ehren­amt beschä­digt und in Ver­ruf gebracht? Der Jour­na­list, der das auf­deckt, oder der, der so han­del­te? Über­legt man, dass das 14 Jah­re andau­er­te, unglaub­lich!

      Es ist wie immer, man hul­digt dem Ver­rat, hasst aber den Ver­rä­ter!

      Nein, man muss jedem dank­bar sein, der den Mut hat, sol­che Din­ge an die Öffent­lich­keit zu brin­gen! Das nennt man Cou­ra­ge!

      Held hat sich selbst ver­brannt, sich selbst untrag­bar gemacht, nicht Ande­re!

    • Uwe Gebhardt

      Die Sor­ge, ob alles stimmt ist sicher unbe­grün­det. Der LRH hat alles bestä­tigt und die Staats­an­walt­schaft kommt mit den Ermitt­lun­gen nicht mehr nach.

      Kaputt gemacht hat sich Held ers­tens durch sei­ne rechts­wid­ri­gen Hand­lun­gen als Stadt­bür­ger­meis­ter, zwei­tens durch sei­ne Ver­tei­di­gungs­stra­te­gie, alles abzu­strei­ten und sich als Opfer einer Kam­pa­gne dar­zu­stel­len und drit­tens durch sei­ne Gier.

      Als Voll­ju­rist dürf­te er nach Ver­öf­fent­li­chung des Dos­siers rela­tiv schnell gemerkt haben, was da droht.

      Dass er dar­aus nicht die rich­ti­gen Schlüs­se gezo­gen hat, kann man einem Jour­na­lis­ten nicht vor­wer­fen.

      Unrecht Gut gedei­het nicht.

    • Demokratin

      Sehen Sie denn einen Ansatz, dass die Pres­se oder der Ver­ant­wort­li­che die­ser Sei­te die­se Inten­si­on hat?
      Ihre 1 1/2 Zei­len las­sen den Gedan­ken zu „Sie zwei­feln an dem Wahr­heits­ge­halt“.

      Wenn Ihrer Mei­nung nach unrich­ti­ge Held-Akti­vi­tä­ten geschil­dert wur­den, dann hät­ten Sie doch hier die Mög­lich­keit dies kon­kret zu for­mu­lie­ren, fin­den Sie nicht auch.

      Scha­de, Herr Held hat ent­ge­gen sei­nen mehr­fa­chen Ankündigungen,„Transparenz und Klar­heit“ zu schaf­fen und „offen für jedes Gespräch/Dialog ist“ nicht in die Tat umge­setzt.

      Jedem steht frei sich ander­wei­tig zu infor­mie­ren (Hol­schuld), um für sich zu ent­schei­den, kann ich mich inhalt­lich hier ein­glie­dern.
      Dies zu tun, hät­te für Sie den Vor­teil, dass Sie kon­kret auf even­tu­el­le Falsch­mel­dun­gen reagie­ren kön­nen und Sie müss­ten nicht auf pau­scha­le Ver­mu­tun­gen zurück­grei­fen.
      Alter­na­tiv könn­ten Sie natür­lich auch den jewei­li­gen Jour­na­lis­ten direkt anspre­chen und Ihre Fra­gen stel­len. Das hät­te wie­der­um den Vor­teil dass Sie viel­leicht fest­stel­len dass der Wahr­heits­ge­halt kor­rekt ist, Sie den­noch ande­rer Mei­nung sind.

      Anony­mous, ich hal­te auch nichts von „Men­schen kaputt machen“.
      Herr Held als Poli­ti­ker …
      … sowie eini­ge sei­ner Weg- und Zeit­ge­nos­sen muss/müssen durch die­se unan­ge­neh­me Zeit. D.h. Offen­le­gung aller The­men und die dar­aus resul­tie­ren­den Kon­se­quen­zen tra­gen.
      Alles was jetzt zusam­men­bricht, ist sein Werk – und – sei­ne Ver­säum­nis­se holen ihn ein.
      Das hat alles ganz schön lan­ge funk­tio­niert, wie ich fin­de. Vie­le sei­ner poli­ti­schen Beglei­ter haben pro­fi­tiert, weg­ge­schaut oder unter­stützt. Und Oppen­heim? Tja, steht plei­te ohne Hemd und Hose da.

      Und plötz­lich ändert sich alles. Und war­um? Weil ein auf­merk­sa­mer Beob­ach­ter der Rat­hausamts­hand­lun­gen einen strit­ti­gen Weg wählt und gleich­zei­tig ein Wag­nis ein­geht. Er deckt auf.
      Und er ist nicht der ers­te. Bereits 2009 hat ein ambi­tio­nier­ter Poli­ti­ker einen Vor­stoß gewagt. Der Betrei­ber die­ser Web Side hat lan­ge vor den Mon­tags­de­mos die­sen „Skan­dal“ auf­ge­grif­fen. Herr Held (und ande­re) weiß also nicht erst seit ges­tern, dass er kri­tisch gese­hen und beob­ach­tet wur­de.
      Und dann die­se Men­schen, die die­se bezau­bern­de klei­ne Stadt auch mit Leben fül­len – aber – kri­tisch hin­ter­fra­gen und zu ger­ne Ant­wor­ten bekom­men wür­den. Alle ver­eint das Ziel Klar­heit und Trans­pa­renz zu bekom­men.
      Für „uns Auf­mu­cker“ ist die­se Web Side ein Glücks­fall. Da bie­tet sich ein Sprach­rohr an, mehr noch, Impul­se wer­den gege­ben und wie so oft im Leben ent­wi­ckelt sich eine Eigen­dy­na­mik und plötz­lich jagt ein The­ma das ande­re und wir rea­li­sie­ren: Auf­klä­rungs­jour­na­lis­mus schafft hier Sprach­lo­sig­keit ob der Offen­ba­run­gen. Dar­aus folgt die Erkennt­nis, dass eine ver­nünf­ti­ge Lösung für Oppen­heim gefun­den wer­den muss, was nur funk­tio­nie­ren kann, wenn mög­lichst alle „Deckel gelupft“ wer­den weil nur dann haben die Damen und Her­ren, die künf­tig die Geschi­cke Oppen­heims len­ken sol­len, die Chan­ce wirk­lich ver­nünf­tig agie­ren zu kön­nen.
      Durch die­se Bril­le betrach­tet bleibt nichts ande­res übrig, dass die Ver­tre­ter des Vol­kes die ihren Auf­trag nicht ernst genom­men haben und neh­men oder in gar miss­brau­chen den poli­ti­schen Hut neh­men müs­sen.
      Nein, Anony­mous, das hier ist nicht „Men­schen kaputt machen“, das hier ist sich von poli­tisch fehl­ge­lei­te­ten Men­schen (im Sin­ne ihres Auf­tra­ges) zu ver­ab­schie­den.

      Herr Held als Pri­vat­mann…
      … und sei­ne Fami­lie muss unan­ge­tas­tet blei­ben (aus­ge­nom­men selbst­ge­wähl­te wirtschaftlich/politische Ver­flech­tun­gen).

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