Tag 1 nach Held: Wer nimmt jetzt die Zügel in die Hand?

Es geht ein befreites Aufatmen durch das kleine Oppenheim: Marcus Held ist weg! Jetzt kann alles wieder gut werden! Doch sofort zeigt sich auch, dass ein gewaltiger Berg zu erklimmen ist: Der SPD-Politiker und Stadtbürgermeister hatte alles an sich gerissen, alles gesteuert, alles gelenkt. Und nun? Wer nimmt die Zügel in die Hand? Wie geht’s weiter? Beobachtungen und Feststellungen am Tag 1 nach Held.

Anwalt zündet Nebelkerzen ums lukrative Bundestagsmandat

Marcus Held hat bisher keinerlei Anstalten gezeigt, dass er auf sein Bundestagsmandat verzichten will. Als Stadtbürgermeister von Oppenheim hat er seinen Rücktritt erklärt, und zwar zum 5. März, also nächsten Montag. Inzwischen ließ er durch seinen Medienanwalt klarstellen: Auch alle übrigen Ämter in den lokalen Gebietskörperschaften (VG, Kreis), Unternehmen (GWG, HGO), Vereinen und der SPD sind von seinem Rückzug umfasst. Held scheint Rheinhessen adé sagen zu wollen. Freilich: Er sitzt weiter in Berlin – als Abgeordneter der SPD im höchsten deutschen Parlament, ohne jemals mit dem Vertrauen des Wahlvolks seines rheinhessischen Wahlkreises ausgestattet worden zu sein. Und nach allem, was wir wissen, will er dort auch sitzen bleiben.

Sein prominenter Medienanwalt verbreitet derzeit, dass Marcus Held das Mandat ruhen lasse. Der Anwalt spricht mit der Lokalzeitung, und die schreibt das dann auch so:

Sein Bundestagsmandat lässt der 40-Jährige aufgrund seiner „gesundheitlichen Situation“ derzeit ruhen, teilten Helds Anwälte am Mittwochabend mit.

Mit Verlaub: Das ist Unsinn! Wenn Helds Anwalt das tatsächlich so gesagt haben sollte (und das müssen wir glauben, die Zeitung hat’s schon mehrmals bekräftigt), dann will er damit Nebelkerzen zünden: Er will uns offenbar glauben machen, Held sei jetzt mal für einige Zeit aus freien Stücken nicht mehr Bundestagsabgeordneter.

Es steht Journalisten gut an, solche Aussagen nicht unreflektiert weiterzutragen (und so die Leser dumm zu halten), sondern sie kritisch zu hinterfragen. Wie soll denn das gehen, wenn Held sein Mandat ruhen lässt? Kann er solche Ruhe-Phasen frei bestimmen: das Mandat ein bisschen ruhen lassen, dann wieder mal ein bisschen Politik machen – sozusagen nach Lust und Laune? Und kriegt man während der Ruhephase weiterhin sein Geld? Oder ist das Ruhenlassen des Mandats eine Art Null-Diät?

Fragen, die sich aufdrängen. Wir haben die Antworten – Fakt ist: Ein Abgeordneter kann sein Mandat nicht ruhen lassen. Er kann es allenfalls vorübergehend nicht wahrnehmen, weil er zum Beispiel erkrankt ist. Er bleibt aber auch in dieser Zeit selbstverständlich Mandatsträger – mit allen Rechten, auch Diäten, und mit allenfalls marginalen Abzügen im Bereich der Kostenpauschale.

Die Bundestagsverwaltung teilt uns dazu mit:

Herr Held hat auf seiner Internetseite folgende persönliche Erklärung vom 30. Januar 2018 veröffentlicht: “… Auf dringenden ärztlichen Rat muss ich, aufgrund meiner gesundheitlichen Situation, zwingend Abstand und Ruhe finden und ich bin daher bis auf Weiteres arbeitsunfähig geschrieben. …”

Dieser Fall ist in § 14 (1) Abgeordnetengesetz geregelt: An jedem Sitzungstag wird eine Anwesenheitsliste ausgelegt. Der Präsident bestimmt im Benehmen mit dem Ältestenrat, welche Tage als Sitzungstage gelten und in welcher Zeit die Anwesenheitsliste ausgelegt wird. Trägt sich ein Mitglied des Bundestages nicht in die Anwesenheitsliste ein, werden ihm 100 Euro von der Kostenpauschale einbehalten. Der einzubehaltende Betrag erhöht sich auf 200 Euro, wenn ein Mitglied an einem Plenarsitzungstag sich nicht in die Anwesenheitsliste eingetragen hat und nicht beurlaubt war. Der Kürzungsbetrag verringert sich auf 20 Euro, wenn ein Mitglied des Bundestages einen Aufenthalt in einem Krankenhaus oder in einem Sanatorium oder die Arbeitsunfähigkeit ärztlich nachweist.

Alles klar? Held ist weiterhin Bundestagsabgeordneter, und sein Mandat ruht – anders als von seinem Anwalt über die Lokalzeitung verbreitet – keineswegs: Held hat sich lediglich krankgemeldet und kriegt jetzt 20 Euro pro Sitzungstag weniger Kostenpauschale. Konkret heißt das:

Held bekommt weiterhin die volle Diät – 9.542 Euro pro Monat. Dazu bekommt er wie jeder Abgeordnete eine (steuerfreie!) Aufwandspauschale in Höhe von 4.339,97 Euro (für Wahlkreisbüro, Fahrten im Wahlkreis, eine Wohnung in Berlin etc.). Von dieser Kostenpauschale werden Marcus Held in der Zeit seiner Krankmeldung 20 Euro pro Sitzungstag gestrichen. Macht bei 10 bis max. 15 Sitzungstagen im Monat höchstens 300 Euro, die ihm in der Kasse fehlen.

Held hat bislang keinerlei Anzeichen gezeigt, dass er sein Mandat niederlegen will. Das besitzt durchaus wirtschaftliche Logik. Gut möglich, dass ihm sein prominenter Medienanwalt – der sitzt in Berlin, was interessieren ihn die Oppenheimer Probleme? – einen abgeklärten Ratschlag gegeben haben könnte:

Hör zu, Maggus: Bei deinen Genossen kannst du ja nix mehr werden. In der freien Wirtschaft bist du schlecht vermittelbar, bei über einem Dutzend Ermittlungsverfahren wegen Untreue und Bestechlichkeit. Vorschlag: Du ziehst dich aus diesem rheinhessischen Nest zurück, dann hast du an dieser Front schon mal Ruhe. Aber du brauchst demnächst Geld, viel Geld: Prozesse drohen, dazu Schadensersatz, und wir Anwälte kosten auch ein bisschen. Also: Bleib Bundestagsabgeordneter und nimm die Kohle mit, die kann dir keiner nehmen! Ich erzähl überall, du lässt dein Mandat ruhen – das finden die kleinen Leute ganz honorig. Und ich sag der Zeitung noch, dass dein Rücktritt kein Schuldeingeständnis ist und auch für dich natürlich die Unschuldsvermutung gelten muss: Dann glauben die Leute, dass an der ganzen Sache vermutlich gar nichts dran ist. Und ich verbreite schließlich noch, dass man das, was da im Internet zu lesen ist, also dass man das auf keinen Fall glauben sollte, das ist nur wütender, blinder Verfolgungseifer, Radaujournalismus…

So könnte der medienrechtliche Rat für Held aussehen. Naheliegend ist deshalb, dass Marcus Held vermutlich nicht im Traum daran denkt, sein Mandat niederzulegen: Diese Legislaturperiode geht noch bis 2021, da kommt noch ganz schon was zusammen!

Nur eins darf jetzt natürlich nicht passieren: dass die Große Koalition platzt. Denn dann hätte Held ganz schlechte Karten…

Zweite Chance – aber nur nach Rücktritt als Abgeordneter

Haben Sie schon mal von Werenoli gehört? Vermutlich eher nicht. Das ist ein reines Kunstwort, soll eine Abkürzung sein für: weder rechts noch links. Christian Bachmann aus dem Oppenheimer Nachbarort Dexheim hat unter diesem Namen eine Webseite ins Internet gestellt (www.werenoli.de), auf der er Texte zu aktuellen Begebenheiten schreibt. Er versucht damit, „mehr Menschen durch differenzierte Meinungen & Denkanstöße zum Nachdenken zu bewegen“.

Jetzt hat er einen offenen Brief an Marcus Held veröffentlicht, in dem er den SPD-Politiker zum Rücktritt als Bundestagsabgeordneter auffordert. Der zentrale Satz in dem Brief (Bachmann duzt Held, man kennt sich wohl) lautet:

Ich bin der Auffassung, dass jeder Mensch irgendwann eine zweite Chance verdient hat. Das gilt selbstverständlich auch für dich. Die Grundvoraussetzung dafür ist aber der konsequente Rücktritt von dem Amt, zu dem dich die Menschen aus Partei und Wahlkreis bei früherem Bekanntwerden deiner Machenschaften nie gewählt hätten.

Unsere Empfehlung: Lesen Sie den Brief! Es ist die Meinung eines politik-interessierten, jungen Menschen! Und wenn Sie den Inhalt mittragen können und wollen, können Sie ihn virtuell unterschreiben. Eine ganze Reihe Namen stehen schon da. Direkt zum Werenoli-Brief geht’s hier.

Gefährliche Baustelle: Zwei Unternehmen führungslos

Spannend dürfte es bei den lokalen Bauunternehmen GWG und HGO werden. Beide wurden bisher geleitet von Marcus Held; im zweigliedrigen Vorstand der GWG war er Vorsitzender, bei der HGO sogar Alleingeschäftsführer. Was überbleibt, sind Torsos. Bei der GWG wurden die Mitglieder für Vorstand wie Aufsichtsrat garantiert nicht nach fachlichem Wissen ausgewählt. Sondern nach ihrer Bereitschaft, Held zu folgen und zu gehorchen und sich für die Geschäfte ansonsten nicht sonderlich zu interessieren. Und die GWG-Tochter HGO bleibt gänzlich führungslos und unkontrolliert zurück.

Immer wieder wurde gefragt, wie gerade letzteres Unternehmen seine großspurige Bautätigkeit finanzieren kann. Held wollte sich dazu nicht äußern: Er verwies – das war sein gutes Recht – darauf, dass es sich um ein Privatunternehmen handele, das im Gegensatz zu Behörden keinen Auskunftspflichten außerhalb der Handelsregister- und Bundesanzeigerpublizität unterliegt.

Doch spätestens seit dem Bauprojekt „Gradinger Wohnpark“ sind Probleme evident und drängend, womöglich sogar existenzgefährdend: Die Kosten für den Abriss des alten Möbelhauses explodierten auf über eine Million, womit der HGO plötzlich mehrere hunderttausend Euro in der Kalkulation fehlen. Kann das noch gut gehen?

Marcus Held hatte im sogenannten Gradinger-Wohnpark Mietwohnungen zu sozialverträglichen Preisen versprochen. Heute glaubt kein Mensch mehr daran, dass die kommen werden. Vermutlich wird es hier eines Tages nur Eigentumswohnungen geben. Dann wäre Held einmal mehr als großspuriger Ankündiger entlarvt. Das aber dürfte ihn mit Fokus in Berlin dann vermutlich herzlich wenig interessieren…

Zumal ihn ganz andere Sorgen mit der HGO plagen: Seine Tricksereien mit den Gradinger-Kaufverträgen führten dazu, dass die Stadt beinahe mit mehreren hunderttausend Euro belastet worden wäre. Nachdem wir das auf dieser Webseite aufgedeckt hatten, machte Marcus Held als Stadtbürgermeister klammheimlich mit sich selbst als HGO-Chef einen Zusatzvertrag, wonach die HGO wirklich alle Gradinger-Kosten übernehmen muss.

Das ist fein für die Stadt, allerdings ganz dumm für Held: Nachdem wir seinen letzten Vertrag auf dieser Seite publik gemacht hatten, meldete sich bei ihm die Staatsanwaltschaft: Als Geschäftsführer der HGO dürfe er keine Verträge zum Nachteil seines Unternehmens abschließen. Das hat er aber getan, weshalb die Strafverfolger einen weiteren Aktenordner anlegten: Ermittlungsverfahren gegen Marcus Held wegen des Verdacht der Untreue zum Nachteil der HGO…

VG-Beauftragtenwesen: Wird wirklich weiter abkassiert?

„Beauftragter des Hallenbades Opptimare der Verbandsgemeinde Rhein-Selz“: Marcus Held war so stolz auf diesen Titel, dass er ihn sogar auf seiner Bundestags-Internetseite ausstellte. Richtig gearbeitet hat er in diesem Ehrenamt aber wohl nie, das jedenfalls schrieben die Prüfer des Landesrechnungshofes in ihrem Bericht.

Marcus Held ist auch von diesem Amt zurückgetreten, für das er jahrelang 600 Euro im Monat kassiert hatte (erst in diesem Jahr wurde die Aufwandsentschädigung der Beauftragten auf 450 Euro reduziert). Es ist jetzt an dem Rat der Verbandsgemeinde Rhein-Selz, darüber zu entscheiden, ob der Posten neu vergeben – oder eingespart wird.

Der Landesrechnungshof hatte nachgerechnet und in seinem Bericht geschrieben, dass die VG Rhein-Selz „die mit Abstand meisten Beauftragten, die höchsten Aufwandsentschädigungen und daher auch den höchsten Gesamtaufwand“ habe. Deshalb die klare Empfehlung: „Die Anzahl der Beauftragten ist auf ein wirtschaftlich legitimierbares Maß zu reduzieren.“

Jetzt wäre die große Chance, diese Form der Selbstbedienung zu stoppen. Die SPD-Fraktion, die sich von ihrem langjährigen „Paten“ Michael Reitzel losgesagt hat, könnte beweisen, dass sie jetzt für einen neuen, sauberen Politikstil steht.

Bei der Gelegenheit könnte man auch gleich das ganze System hinterfragen: Was tun die Beauftragten denn eigentlich für ihr Geld? Ist es nicht in Wahrheit so, dass es sich nur um Versorgungsposten handelt? Ist es eigentlich noch zeitgemäß, dass sich Politiker derart offensichtlich selbst bedienen? Neben Held leistet sich die Verbandsgemeinde weitere fünf Beauftragte: Für was eigentlich?

  • Thomas Günther, umstrittener CDU-Stadtbürgermeister von Nierstein und stets Buddy von Marcus Held, kassiert als Beauftragter „Entwicklung Rhein-Selz-Park“, wofür er eigentlich als Bürgermeister der im Rhein-Selz-Park investierten Stadt Nierstein bezahlt wird.
  • Milan Singh, ein treuer Wegbegleiter von Marcus Held in Oppenheim, kriegt jeden Monat Geld als „Beauftragter Inklusion und Integration“.
  • Jörg Steinheimer, auch er (jedenfalls bis zum Bruch der SPD-Stadtratsfraktion am Dienstag) ein enger Parteifreund von Held, darf sich lächelnd als „Beauftragter für die Gestaltung des demographischen Wandels“ jeden Monat 450 Euro einstecken.
  • Markus Beutel nennt sich Beauftragter „Weiterentwicklung Sportstätten und Koordination mit Vereinen“: Weiß eigentlich wer, was der Mann dafür tut? Er kriegt trotzdem 450 Euro/Monat.
  • Tobias Bieker schließlich ist Beauftragter Tourismus. Irgendwie der schönste Job. Und vor allem: auch noch bezahlt!

Anton Miesen aus Dienheim, der neue SPD-Fraktionschef im Verbandsgemeinderat, der den gestürzten Michael Reitzel vergessen machen soll, sagte letzte Woche in einem Zeitungsinterview zum Stichwort Marcus Held:

Soll­te die jüngs­te Be­richt­er­stat­tung kor­rekt sein, bleibt der Ein­druck: Da hat je­mand sei­ne po­li­ti­schen Äm­ter zur per­sön­li­chen Be­rei­che­rung ein­ge­setzt. Al­lein das ist un­sau­ber und scha­det dem An­se­hen der Kom­mu­nal­po­li­tik und der SPD. 

Der Eindruck persönlicher Bereicherung hält sich hartnäckig beim Beauftragtenwesen in der Verbandsgemeinde Rhein-Selz: Auch das ist unsauber, es schadet dem Ansehen der Kommunalpolitik, in diesem Fall der SPD und der CDU. Herr Miesen könnte ein deutliches Signal setzen, dass er einen neuen Kurs einschlägt. Hat er die Kraft dazu?

Bewerber gesucht: Wer will sich im Juni zur Wahl stellen?

In etlichen Zirkeln und Runden wird derzeit überlegt, wie es nach Marcus Held weitergehen kann. Die SPD versucht sich zusammenzuraufen, aber es dürfte nicht einfach werden: Marcus Held hat den Vorsitz des SPD-Ortsvereins abgegeben – wer soll jetzt den Laden führen?

SPD-Fraktionschefin Stephanie Kloos drängt nach vorn, meldet sich überall zu Wort, sie wittert offenbar ihre Chance. Aber ist diese Frau nicht völlig verbrannt? Was will die Oppenheimer SPD mit einer Frau anfangen, die wie kein Zweiter als Nutznießer des Systems Held gilt, die ihren eigenen Stadtrat hintergangen hat, die sich mit Helds Hilfe ganz eigennützig aus der klammen Stadtklasse bedient hat…

Am Dienstag noch hat Frau Kloos mit fünf Getreuen die SPD-Fraktion verlassen und öffentlich promotet: Helds Handeln sei in hohem Maße unehrenhaft gewesen. Das sagt sie – ausgerechnet sie, die nie erklärt hat, warum sie sich von ihm 22.500 Euro aus der klammen Stadtkasse hat schenken lassen. Tags darauf muss ihr wohl klar geworden sein, dass ihr eine gespaltene SPD bei ihren persönlichen Karriereplänen wenig Nutzen bringt: Und schon tönte sie in der Zeitung, vielleicht finde man noch einen gemeinsamen Weg….

Interessante Alternative: ein überparteiliches Bündnis mit Frauen und Männer um den SPD-Mann Torsten Kram – wir berichteten. Die Herrschaften überlegen, ob sie einen gemeinsamen Kandidaten aufstellen können. Die CDU ist dabei, die AL, die FDP, die Grünen und parteipolitisch nicht Gebundene.

Neueste Entwicklung: Die Freie Wählergemeinschaft – kurz FWG –, die in vielen Orten der Region aktiv, auch attraktiv und durchaus erfolgreich ist, will in Oppenheim Fuß fassen. Friedhelm Schmitt aus dem VG-Rat ist der Frontmann, unlängst hat ihn VG-Bürgermeister Klaus Penzer wegen ungebührlichen Fragens abgewatscht, was in Rhein-Selz eine Art Ritterschlag für einen Politiker mit Rückgrat sein dürfte. Ob die FWG mit einem eigenen Kandidaten ins Rennen geht oder sich dem überparteilichen Bündnis anschließt: alles noch offen.

Ein paar feste Eckpunkte gibt es allerdings: Am 13. März tagt der Stadtrat – da soll ein Termin für die Wahl eines neuen Stadtbürgermeisters festgelegt werden. Laut Lokalzeitung will der amtierende Stadtchef Helmut Krethe (parteilos) den 3. Juni als Wahltag vorschlagen. Der Termin muss 69 Tage zuvor öffentlich bekannt gemacht werden. Bewerber müssen sich spätestens drei Wochen danach gemeldet haben – also bis zum 26. April.

Der Zeitraum ist knapp, aber eine Wahl am 3. Juni – allerspätestens am 10. Juni – würde durchaus Sinn machen: Möglicher Weise kommt es zu einer Stichwahl, die wäre dann zwei Wochen später. Am 25. Juni beginnen dann die Sommerferien….

Wieder Montags-Demo – jetzt für den politischen Neuanfang

Held ist weg. Aber das reicht nicht. Der Stadtbürgermeister hatte eine Reihe von Handlangern und Helfershelfern, und die sollten jetzt, wenn sie denn einen Funken Anstand haben, ebenfalls die politische Bühne räumen.

So sehen es die Kritiker der Held-Politik. Sie sagen: Nichts gegen die SPD – aber nicht und niemals mit Leuten aus der Held-Truppe. Und deshalb gehen die Montags-Demos weiter: Nächsten Montag, 5. März, wird wieder von 18 bis 19 Uhr vorm Rathaus demonstriert. „Jetzt geht es um den politischen Neuanfang in Oppenheim“, sagt Demo-Initiator Axel Dahlem. Heißt: Auch SPD-Mitglieder sollen ruhig kommen, ja, sie sind sogar herzlich willkommen!

39 Gedanken zu „Tag 1 nach Held: Wer nimmt jetzt die Zügel in die Hand?

  1. Anonymous

    Gut das ein Journalist immer alles weiß. Hoffentlich stimmt auch alles. Man kann auch Menschen kaputt machen.

    • Zeehr

      Och, oft das ist gar nicht nötig, weil manche Menschen sich selbst kaputt machen.

    • J.

      Ach Herrje “Anonymus”,
      da ist aber ein Seelchen verletzt, haben Sie Angst um bisher “genosse-“ne Vorteile?

      Sicher weiß ein Journalist nicht alles, aber in dem Fall des Helden mit seinen stets alles abnickenden Gefolgsleuten weiß nicht nur der Betreiber dieses Blogs viel, nein auch jeder Mensch der sich die Mühe machte den 110seitigen Bericht des LRH vollständig zu lesen, weiß sehr vieles das als wahr einzustufen ist. Und wenn der LRH im Zuge der Prüfung z.B. den Vorgang um die Weinhändlerin Kloos als eindeutig rechtswidrig einstuft und feststellt, dass die Stadt beim demnächst Ex-Bürgermeister Schadenersatz fordern muss, dann ist das eindeutig. Dass der scheinbar weiter ins Rampemlicht drängenden Frau Kloos rechtswidrig ein Geschenk in Höhe von € 22.500,- am Stadtratvorbei gemacht wurde ist erwiesen. Dass diese Dame sich nun scheinbar anschickt lokal in die Fußstapfen treten zu wollen ist sicher ihr gutes Recht, ethisch und moralisch aber allerunterste Schublade.
      Herr Ruhmöller wiederum weiß sicher mehr als der geneigte Leser, leider aber offensichtlich tatsächlich nicht alles, ist aber derjenige der durch intensive Recherche, gestützt auf ehrbare Informationsgeber beinahe täglich neue (Verzeihung) Sauereien aufdeckt.
      Spannend ist allerdings die Frage, wer aus dem engsten Heldenkreis der AZ die Info zu den privaten Immo-Deals gesteckt hat über die Herr Held nun scheinbar gefallen ist. Der AZ traue ich schlicht nicht zu mal tief gegraben zu haben.
      Die oben aufgeworfene Frage zur finanziellen Stabilität der HGO habe ich übrigens in einem meiner letzten Kommentare aufgeworfen. Die beteiligte Bank(en) dürften jedenfalls mit Argusaugen auf das Gradinger Objekt mit seinen Kostensteigerungen von mehr als € 200.000m- schauen.

    • karl kaiser

      Richtig.
      Man kann aber auch nur dämliche Bemerkungen machen.
      So wie Sie.

    • Alex

      Falls sich ein Artikel, oder ein Teil davon, als fehlerhaft herausgestellt hat, wurde das von Herrn Ruhmöllee immer offen kommuniziert und richtig gestellt. Hier jetzt so mystische Andeutungen zu machen, passt ja zum Skandal.

    • Kurt Podesta

      ich fasse es nicht! Herr (Frau) A. was soll dieser Kommentar? Ihr Herr Held hat eine ganze Stadt finanziell kaputt gemacht, hat einer ganzen Partei auf lange Sicht Schaden zugefügt, erhält Geld für Leistungen, die er nicht erbracht hat oder erbringt, hat Steuergeld verschleudert, sich offensichtlich persönlich durch Insidergeschäfte bereichert, hat wohlfeilen Genossen und Genossinnen auf Kosten der Allgemeinheit Geschenke gemacht (Bodderas, Baummgarten, Kloos, Sittig usw.) und Sie sprechen davon, dass man auch einen Menschen kaputt machen kann! wer hat denn so gehandelt, wer hat den Schaden verursacht? Wer hat wie ein Despot und König gehandelt, das Ehrenamt beschädigt und in Verruf gebracht? Der Journalist, der das aufdeckt, oder der, der so handelte? Überlegt man, dass das 14 Jahre andauerte, unglaublich!

      Es ist wie immer, man huldigt dem Verrat, hasst aber den Verräter!

      Nein, man muss jedem dankbar sein, der den Mut hat, solche Dinge an die Öffentlichkeit zu bringen! Das nennt man Courage!

      Held hat sich selbst verbrannt, sich selbst untragbar gemacht, nicht Andere!

    • Uwe Gebhardt

      Die Sorge, ob alles stimmt ist sicher unbegründet. Der LRH hat alles bestätigt und die Staatsanwaltschaft kommt mit den Ermittlungen nicht mehr nach.

      Kaputt gemacht hat sich Held erstens durch seine rechtswidrigen Handlungen als Stadtbürgermeister, zweitens durch seine Verteidigungsstrategie, alles abzustreiten und sich als Opfer einer Kampagne darzustellen und drittens durch seine Gier.

      Als Volljurist dürfte er nach Veröffentlichung des Dossiers relativ schnell gemerkt haben, was da droht.

      Dass er daraus nicht die richtigen Schlüsse gezogen hat, kann man einem Journalisten nicht vorwerfen.

      Unrecht Gut gedeihet nicht.

    • Demokratin

      Sehen Sie denn einen Ansatz, dass die Presse oder der Verantwortliche dieser Seite diese Intension hat?
      Ihre 1 1/2 Zeilen lassen den Gedanken zu “Sie zweifeln an dem Wahrheitsgehalt”.

      Wenn Ihrer Meinung nach unrichtige Held-Aktivitäten geschildert wurden, dann hätten Sie doch hier die Möglichkeit dies konkret zu formulieren, finden Sie nicht auch.

      Schade, Herr Held hat entgegen seinen mehrfachen Ankündigungen,”Transparenz und Klarheit” zu schaffen und “offen für jedes Gespräch/Dialog ist” nicht in die Tat umgesetzt.

      Jedem steht frei sich anderweitig zu informieren (Holschuld), um für sich zu entscheiden, kann ich mich inhaltlich hier eingliedern.
      Dies zu tun, hätte für Sie den Vorteil, dass Sie konkret auf eventuelle Falschmeldungen reagieren können und Sie müssten nicht auf pauschale Vermutungen zurückgreifen.
      Alternativ könnten Sie natürlich auch den jeweiligen Journalisten direkt ansprechen und Ihre Fragen stellen. Das hätte wiederum den Vorteil dass Sie vielleicht feststellen dass der Wahrheitsgehalt korrekt ist, Sie dennoch anderer Meinung sind.

      Anonymous, ich halte auch nichts von “Menschen kaputt machen”.
      Herr Held als Politiker …
      … sowie einige seiner Weg- und Zeitgenossen muss/müssen durch diese unangenehme Zeit. D.h. Offenlegung aller Themen und die daraus resultierenden Konsequenzen tragen.
      Alles was jetzt zusammenbricht, ist sein Werk – und – seine Versäumnisse holen ihn ein.
      Das hat alles ganz schön lange funktioniert, wie ich finde. Viele seiner politischen Begleiter haben profitiert, weggeschaut oder unterstützt. Und Oppenheim? Tja, steht pleite ohne Hemd und Hose da.

      Und plötzlich ändert sich alles. Und warum? Weil ein aufmerksamer Beobachter der Rathausamtshandlungen einen strittigen Weg wählt und gleichzeitig ein Wagnis eingeht. Er deckt auf.
      Und er ist nicht der erste. Bereits 2009 hat ein ambitionierter Politiker einen Vorstoß gewagt. Der Betreiber dieser Web Side hat lange vor den Montagsdemos diesen “Skandal” aufgegriffen. Herr Held (und andere) weiß also nicht erst seit gestern, dass er kritisch gesehen und beobachtet wurde.
      Und dann diese Menschen, die diese bezaubernde kleine Stadt auch mit Leben füllen – aber – kritisch hinterfragen und zu gerne Antworten bekommen würden. Alle vereint das Ziel Klarheit und Transparenz zu bekommen.
      Für “uns Aufmucker” ist diese Web Side ein Glücksfall. Da bietet sich ein Sprachrohr an, mehr noch, Impulse werden gegeben und wie so oft im Leben entwickelt sich eine Eigendynamik und plötzlich jagt ein Thema das andere und wir realisieren: Aufklärungsjournalismus schafft hier Sprachlosigkeit ob der Offenbarungen. Daraus folgt die Erkenntnis, dass eine vernünftige Lösung für Oppenheim gefunden werden muss, was nur funktionieren kann, wenn möglichst alle “Deckel gelupft” werden weil nur dann haben die Damen und Herren, die künftig die Geschicke Oppenheims lenken sollen, die Chance wirklich vernünftig agieren zu können.
      Durch diese Brille betrachtet bleibt nichts anderes übrig, dass die Vertreter des Volkes die ihren Auftrag nicht ernst genommen haben und nehmen oder in gar missbrauchen den politischen Hut nehmen müssen.
      Nein, Anonymous, das hier ist nicht “Menschen kaputt machen”, das hier ist sich von politisch fehlgeleiteten Menschen (im Sinne ihres Auftrages) zu verabschieden.

      Herr Held als Privatmann…
      … und seine Familie muss unangetastet bleiben (ausgenommen selbstgewählte wirtschaftlich/politische Verflechtungen).

  2. Stefan Buch

    Wer hat hier wen “kaputt gemacht”? Herr Held hatte alles in der Hand, um eine saubere Politik in Oppenheim zu machen! Und, wie er es gemacht hat, war einfach kriminell. Das ist er alles selbst schuld.

  3. mündiger Bürger

    Anonymus, das hat/haben der Mensch/die Menschen sich selbst und uns angetan!

  4. W.H.

    Wer hat soviel Pinke Pinke für einen der renommiertesten Medienanwälte der Republik lt. JUVE-Handbuch 2017/2018?

    Schließlich geht es ja auch finanziell um etwas ….

    https://raue.com/anwalt/jan-hegemann/
    Rankings
    …. Prof. Dr. Jan Hegemann ist gelistet als einer von bundesweit sechs führenden Anwälten im Presserecht für die Vertretung von Verlagen, JUVE Handbuch 2017/2018
    Gelistet als einer von bundesweit zehn führenden Anwälten im Urheberrecht, JUVE Handbuch 2017/2018
    Gelistet unter „Deutschlands besten Anwälten” für Entertainmentrecht, Gewerblichen Rechtsschutz und IT-Recht, Best Lawyers 2018/Handelsblatt ….

  5. gerd

    also bisher hat wohl ALLES gestimmt, was der ‘Journalist’ hier veröffentlicht hat! Oder kann uns Herr ‘Anonymous’??? etwa konkrete Beispiele nennen, die dagegen sprechen?
    Ansonsten sollte er doch bitte seine doofen Kommentare wie diesen hier einfach unterlassen!!!

    Bzgl. der ‘Beauftragten’:
    Laut LRH sind doch etwa 30 VG-Angestellte überflüssig! Warum übernehmen diese Leute nicht einfach die Teilzeit-Jobs der sechs Beauftragten?
    übrigens ist mir in den letzten Wochen noch aufgefallen, daß die VG aktuell mehrere Stellenanzeigen geschaltet hat – wie paßt dies zu den LRH-Vorgaben, Personal drastisch abzubauen???

    Hoffe, Dr. Miesen schaut sich diese Missstände gleich mal an…

  6. Oliver P. Mildenberger

    Was ein selten dämlicher Kommentar ! Der Journalist muss nichts “wissen”. Er trägt einzig und allein glasklare Fakten durch akribische Recherche zusammen (vom Bericht des Landesrechnungshofes der die laufenden Ermittlungen der Staatsanwaltschaft bis hin zum letzten “Grundstücksdeal” des Helden, wo er einen satten Gewinn aufgrund Insiderwissens eingefahren hat). Dafür gebührt ihm Anerkennung und Respekt.
    “Kaputt gemacht” wurde einzig und allein der Finanz-Haushalt der Stadt Oppenheim und das Vertrauen der Bürger in Ihre gewählten Vertreter, die sich in einem verfilzten System von Abhängigkeiten und Günstlingswirtschaft Ihre eigenen Taschen gefüllt haben…

  7. Matthias Kuon

    Auf jeden Fall ist von Herrn Ruhmöller mehr Wahrheit verbreitet worden als von der Seite der Heldisten.
    Nachzulesen beispielsweise im Bericht des Landesrechnungshofs. Es gibt auch Menschen, die machen sich selbst kaputt.

  8. PLP

    @ Anonymus:
    Held hat sich selbst kaputt gemacht!
    Jetzt schlüpft er wieder einmal in die Opferrolle und hofft auf Mitleid, immer das Gleiche…..
    Die Fakten liegen auf dem Tisch, siehe Bericht des Landesrechnungshofes, da gibt es überhaupt keine Unschuldvermutung.
    Es wird bestimmt noch einiges mehr ans Tageslicht kommen, davon bin ich überzeugt.

    • Zeehr

      Dieses Rumreiten auf der Unschuldsvermutung, ich kann es auch nicht mehr hören.
      Kloos, Held und wie sie alle heißen haben nichts, aber auch gar nichts zur Erhellung der Vorwürfe beigetragen (Beispiele: Verzicht Stellplatzablöse, Dienstvereinbarung Dienstwagen undundund). Diese stehen größtenteils unwidersprochen im Raum. Dabei wurde Held nicht müde, immer zu betonen, wie sehr er doch an der Aufklärung mitwirken will.
      Wie Sie, PLP, anmerken: Der Bericht liegt auf dem Tisch, die Fakten sind unwidersprochen- nichts bis wenig ist passiert. Vielmehr gibt es weiterhin in VG und Stadt diese unsäglichen Beauftragten. Nehmen wir doch mal den Bürgerbeauftragten Weiß, der offenbar nur zu seinem Job kam, weil er heldtreu ist und Held aufgrund seiner Ämterhäufung seinen Aufgaben als Stadtbürgermeister nicht mehr nachkommen konnte. Laut AZ legte er Rechenschaft über seine Tätigkeit ab und spricht von, ich glaube, so um die 180 Anfragen im Jahr. Also jeden zweiten Tag eine. Den Großteil davon müsste er zuständigkeitshalber wohl schlicht an die VG-Verwaltung verwiesen haben, sofern es nicht um Kleinkram geht, den der Bauhof erledigen muss (Dreck uff de Gass o. ä.). Was bleibt dann übrig? Aber wie wir gelernt haben, ist das nach Meister Sittig eine Bezahlung unter dem Mindestlohn! Also anders gesagt: Käme Franz Beckenbauer nach Oppenheim, würde er – anders als in Katar – echter Sklaven ansichtig werden. Im Ernst: Ein Schlag all jener, die sich für Gotteslohn in Vereinen engagieren. Oder den Integrationsbeauftragten Singh: Was macht der eigentlich? Warum ist er nicht auf die Idee gekommen, mal die Vereine aufzusuchen, die Integrationsarbeit leisten, um zu hören, wo der Schuh drückt? Steinheimer: Stellt in der Zeitung eine Initiative zum Ehrenamt vor: Hut ab, der Mann ist sein Geld aber auch wirklich wert. Beutel: Wie viele Sportstätten hat die VG, wo besteht dort aktuell Handlungsbedarf, welche Projekte treibt er voran?
      Aber ich schweife ab. Man bleibt leider an jeder Ecke am Dreck kleben.

      Nun nochmal zur Unschuldsvermutung:
      Wie oft hier angemerkt, ist das eine rein juristische Begrifflichkeit, die einem nicht erlaubt, jedweden Mist zu verzapfen und hierfür erst nach einer Verurteilung die Konsequenzen tragen bzw. ergreifen zu müssen. Beispiel: Gerüchteweise vergreift sich ein Jugendtrainer während des Trainings an Kindern. Was wird der Vorstand tun? Er wird ihn ab sofort nicht mehr die Kinder trainieren lassen und nicht erst den Ausgang eines Strafverfahrens abwarten.
      Die ganzen SPDler von Oppenheim bis hoch zur Parteispitze und MP hatten aber offenbar vor, fein abzuwarten, wie der Prozess ausgeht. Eine ausreichend lange Haftstrafe? Super, dann braucht man sich nicht die Hände schmutzig zu machen, dann wäre er automatisch weg vom Fenster. Aber was hätten die Damen und Herren denn gemacht, wenn es nicht zu einer Verurteilung gekommen und Held bis dahin an seinen Posten kleben geblieben wäre? Sich weiter weggeduckt? Wäre dann alles ok gewesen? Der LRH-Bericht nur eine sachte Empfehlung? Pfff. Konterkariert wird das Verhalten der “Umfaller” dieser Woche noch dadurch, dass nun ein vermutlich nur schwer als justiziabel zu qualifizierendes Verhalten Helds in Form des “Insiderimmodeals” als Ab-Sprung-Brett diente. Ein Zeitungsbericht vermochte das, was ein LRH-Bericht und das Einleiten eines Strafverfahrens nicht vermochten. Falsch, verlogen, scheinheilig. Widerlich.

      • Ichmalwieder

        Sehr geehrte/r Herr/Frau Zeehr,

        Sie schulden mir ein neues Wischtuch für meinen Bildschirm. Ich musste prusten, so sehr habe ich Ihren Beitrag goutiert. “Dreck uff de Gass” … das hat mich dann weggewischt. Als Nichtrheinhesse freue ich mich immer über den Dialekt.

        Ihre Empörung kommt aus dem Bauch heraus und geht dennoch verbal nicht über die Grenze des Anstands, macht aber auch der Seele Platz. Da macht das Lesen Spaß.
        Wie es überhaupt in diesem Blog oftmals geschieht.

        Da ich schon am Schreiben bin: vielleicht sollte man doch einen der verbleibenden Ehrenringe an Herrn Ruhmöller vergeben, der ihn selbstverständlich auch für den/die Whistle-Blower entgegennimmt. (Man kann sie auch einschmelzen, aber angeblich waren doch Rohlinge noch vorhanden). Schade, dass die wahren Namen der Whistle-Blower nicht bekannt sind.

        Marcus Held sollte man aber jetzt auch nicht in den Boden reiben. Doch zurecht soll er jetzt Einsicht, Buße und Wiedergutmachung zeigen. So sieht es das Gesetz doch vor, das auch die Unschuldsvermutung bereithält.

        Ich glaube, es sind noch zwei, drei Ringe übrig. Dann noch einen für Frau Strasser, die sich getraut hat, den Artikel zu schreiben, der das Finale nicht nur eingeläutet hat. Das war m.E. mutig, wenn man die Ausrichtung der AZ der letzten Jahre zugrunde legt.

        Und jetzt: auf für eine neues Oppenheim, das es verdient, eine wunderschöne Kleinstadt zu sein.

  9. Bernhard Torz

    Die Herren Ruhmöller, Dahlem, Frieder Zimmermann und weitere sind für mich die echten Demokraten.
    In meiner namentlichen Auflistung würde ich aber niemals bis zu einem Claus Schick gelangen.

    • Zeehr

      Der größte Dank gebührt einem unscheinbaren Tierchen, das fast blind, aber mit einen sehr guten Tastsinn ausgestattet ist und sich auch bei Dunkelheit an helle Kopierer mit ihren Lichtblitzen heranwagt: Dem Maulwurf.
      Vielleicht sollte ihm in der VG ein Ehrentag gewidmet werden?

      Übrigens gibt es das Gerücht, dass Klaus Penzer aktuell alle Schiedsrichter und Sportlehrer in der VG überprüfen lässt, um herauszufinden, wer von ihnen die Pfeife geblasen hat, die für frischen Wind gesorgt hat.

      • J

        Den 05.03. zum Feiertag des Maulwurfs machen? Ich bin dabei 🙂

  10. Zeehr

    Off topic, aber weil´s einfach so herrlich abstrus ist, hier ein Auszug aus dem Grußwort des Stadtbürgermeisters in den SPD-Stadtnachrichten, Ausgabe 12/2017:

    “Grundsätzlich haben Sie in den letzten Monaten viel über Oppenheim und mich als Stadtbürgermeister lesen und hören müssen. Es ist sicherlich legitim, Kritik anzubringen und über den richtigen Weg politisch fair zu diskutieren. Auch wenn bei den vielen Projekten der letzten Jahre an der einen oder anderen Stelle auch mal ein Fehler gemacht worden sein sollte, kann man sich sachlich hierüber auseinandersetzen und prüfen, was die zuständigen Behörden und Institutionen ja auch tun. Leider lässt das Vorgehen einiger politischer Mitbewerber in den letzten Wochen und Monaten diese Fairness und Sachlichkeit vermissen. Stattdessen erinnern zahlreiche Handlungsweisen an bloße persönliche Zerstörungswut. Ich bin der Meinung, dass wir so nicht miteinander umgehen dürfen. Mein Ziel war es immer, unsere Stadt voran zu bringen und Projekte erfolgreich zu realisieren, um die Lebensqualität für alle Oppenheimerinnen und Oppenheimer stetig zu verbessern. Dieses Ziel möchte ich persönlich wie auch die SPD-Oppenheim weiter fest im Blick haben, im neuen Jahr 2018 und auch darüber hinaus. Bitte sprechen Sie mich persönlich, oder die Vertreter der SPD jederzeit an, wenn Ihnen etwas auf dem Herzen liegt oder Sie nähere Informationen benötigen, weil Sie zum Beispiel durch „neue Enthüllungen“ des Bloggers oder Gerüchten verunsichert sind und Informationen aus erster Hand wünschen.”

    Haha, auf die Informationen aus erster Hand zu seinen Rechtsbrüchen warten wir heute noch, daher müssen wir weiter diesem “Blogger” hinterherlaufen.

    Wer sich noch ein wenig mehr an scheinheiligem Gesülze geben oder einfach darüber gruseln will, kann gerne weiter lesen, auch der Herr Bodderas kommt ja zu Wort, zudem der Bürgerbeauftragte.

  11. Krissi

    Zum Glück gibt es noch Journalisten, die beharrlich solche Aufklärungsarbeiten leisten. Ansonsten würden viele Politiker mit dem Hinweis auf “Fake News” die Dinge am liebsten unter den Tisch kehren.
    Aktuell läuft nun die politische Aufarbeitung des Skandals mit höchster Dynamik.

    Die juristische Aufarbeitung wird sich sicherlich leider sehr lange hinziehen.
    Der bereits genannte Anwalt Hegemann, den Held schon öfters in der Vergangenheit einschaltete (Zitat: “….Berliner Medienrechtler….”), konnte Held in seinem Kommunikationsbedürfnis offensichtlich nicht bremsen.
    Neuerdings ist aber noch eine Anwältin aus dem Fachgebiet des Strafrechts hinzugekommen und in etwa zeitgleich ist -nach meiner Beobachtung- Held seitdem abgetaucht, seine Statements werden nur noch durch die Anwälte verteilt. Dies würde sich durchaus durch eine strafrechtliche Verteidigungsstrategie erklären lassen. Dazu könnte auch gehören, dass er alle Ämter abgegeben hat, die hier eine Rolle spielen könnten. Schließlich kann man sich ja auch durch Unterlassung schuldig machen – und wer muss nun gegen wen vorgehen um Schadenersatz oder Wiedergutmachung einzufordern ? Vorher war es einfach: Herr Held gegen Herr Held. Und da er nichts getan hat, könnte es vielleicht Unterlassung gewesen sein.

    Nun müssen andere tätig werden …..

    Es ist noch viel Zündstoff drin ….
    Und juristisch wird es auch noch sehr spannend !

    • karl kaiser

      “Zum Glück gibt es noch Journalisten, die beharrlich solche Aufklärungsarbeiten leisten. Ansonsten würden viele Politiker mit dem Hinweis auf „Fake News“ die Dinge am liebsten unter den Tisch kehren.”
      Genau das ist der Punkt.
      Ohne solche Investigativjournalisten und ihre “Maulwürfe” wäre alles noch lange beim alten geblieben.
      Ein neuer Stadtrat wird vielleicht Herrn Ruhmöller die Ehrenbürgerwürde antragen- mit weniger Brimborium und etwas bescheidenerem finanziellem Aufwand als das bisher bei anderen Anlässen geschah.
      Ich wüßte schon, wen man stattdessen aus der Liste streichen könnte.

    • E.G.

      Mit etwas Phantasie kann man eine Kur auch als stationäre Behandlung verkaufen.
      Wenn ich nur so einen solchen Anwalt hätte…

      • Krissi

        Mit dem nötigen Kleingeld dürfte sich jemand finden, der eine geschickte Argumentation führt.

  12. E.T.

    @ Herr Ruhmöller

    Unter folgendem link http://www.moneyhouse.de kann man folgendes nachlesen.

    Marco Meidinger ist wohl seit dem 20.02.2018 Prokurist bei der HGO und unter anderem zeichnungsberechtigt für den An- und Verkauf von Immobilien

    Das heißt doch, dass die Rücktrittsabsichten des Herrn Held schon wesentlich früher angedacht waren.

    • Karolinger

      Das ist anzunehmen, da Held sich wohl nicht erst am Tag der Verkündung zum Rücktritt entschlossen hat.

      Für Herrn Meidinger (lt. linkedit.com Persönlicher Referent des Helden) kann man nur hoffen, das er weiß auf was er sich da eingelassen hat und sich im Gesellschafts-, Handels- und Steuerrecht auskennt. Aber eventuell lernte er die einschlägigen Gesetze bereits als Mitglied des Aufsichtsrates der GWG Oppenheim oder seiner Ausbildung kennen.

      • HRE

        Langjährige Erfahrungen oder eine spezifische Ausbildung kann er bestimmt nicht vorweisen.
        Er hat noch vor gar nicht so langer Zeit bei Eismann Tiefkühlkost ausgefahren…

        • Anonymous Xs

          Wenn ich den Worten des Doppelagenten glauben kann, dann wollte Marcus weiterhin die Kontrolle über HGO/GWG behalten.

          Marco hat versprochen zu 100% den willen von Marcus durchzusetzen und wie ein Wachhund über die Internats zu hüten.
          Sodass selbst die Einleger nix erfahren was Marcus schaden könnte. Erst einmal für 5 Jahre….

          So ist er erst Eismann Fahrer, dann Held Fahrer, dann Fotograf des Herrn Held, und nun zu seinem Gesandten aufgestiegen ist….

  13. Jens Nissen

    Es ist vor allem aus Kreisen der SPD (und auch von manchem Leserbriefschreiber hier) im Zusammenhang mit der Kritik an Ex-Bürgermeister Held immer wieder der Begriff der Unschuldsvermutung genannt worden. Es war stets der untaugliche Versuch, die Kritiker Helds und die Kritik als solche mundtot zu machen, zu schwächen und zu desavouieren. Das verrät eine Menge Unkenntnis.

    Die Unschuldsvermutung ist eines der Grundprinzipien eines rechtsstaatlichen Strafverfahrens und erfordert, dass der einer Straftat Verdächtigte oder Beschuldigte nicht seine Unschuld, sondern die Strafverfolgungsbehörde seine Schuld beweisen muss. Zur Durchsetzung der Unschuldsvermutung sind strafrechtliche Verbote (Verfolgung Unschuldiger, falsche Verdächtigung, Verleumdung, üble Nachrede) und verschiedene rechtliche Abwehr- und Ausgleichsansprüche (Anspruch auf Gegendarstellung, Widerruf, Richtigstellung, Schadensersatz, Geldentschädigung, Unterlassung) vorgesehen.Die Vermutung der Unschuld endet mit der Rechtskraft der Verurteilung.

    Unschuldsvermutung ist also zuerst eine Sache der Gerichte. Verstoßen Privatpersonen oder Medien gegen die im Grundgesetz, in der Menschenrechtskonvention der UN und der Grundrechtscharta der EU enthaltene Unschuldvermutung, kann der Betroffene dagegen klagen.

    Held hätte also, wenn die Berichterstattung über ihn dagegen verstoßen hätte, Klage erheben können.
    Hat er nicht. Weil es Verstöße dagegen nicht gab.

    Aber es gibt auch eine legitime Schuldvermutung. Die Schuldvermutung ist eine Rechtsvermutung und liegt immer dann vor, wenn die konkrete Schuld/Verantwortung einer Person selbst noch nicht feststeht, aber von Gesetzes wegen als wahrscheinlich angenommen wird (es bestehen aber noch Zweifel an Tat bzw. der Handlung oder Ausführung) und dies über einen Verdacht bzw. Argwohn bereits weit hinausgeht. Während die Unschuldsvermutung als eines der Grundprinzipien eines rechtsstaatlichen Strafverfahrens und Verwaltungsstrafverfahrens sowie Steuerstrafrechts angesehen wird, wird die Schuldvermutung in vielen Bereichen des staatlichen Verfahrensrechts zulässigerweise angewendet. Jeder Staatsanwalt geht bei seiner Arbeit erst einmal von der Schuldvermutung aus.
    Die Schuldvermutung ist erlaubt, solange sie nicht gegen den Geist der Unschuldsvermutung verstößt (Verfolgung Unschuldiger, falsche Verdächtigung, Verleumdung, üble Nachrede.)

    Die Berichterstattung über die Verstöße Helds gegen Recht verschiedener Kategorien ging zwar sehr oft von der Schuldvermutung aus – bewegte sich dabei allerdings absolut im Rahmen des geltenden Rechts. Weder die Berichterstattung von Herrn Ruhmöller noch die der AZ waren auch nur ansatzweise “Verfolgung Unschuldiger, üble Nachrede, Verleumdung noch falsche Verdächtigung.”
    Hinweise, für Herrn Held gelte die Unschuldsvermutung, sind deshalb im Bezug auf die Berichterstattung des Oppenheim-Skandals kalter Kaffee.

  14. Muckel

    Eigentlich wäre doch jetzt der ideale Zeitpunkt für alle (!!!) politischen Funktionäre und Parteien einen richtigen Neuanfang zu wagen. Das heißt:
    -Rücktritt der beiden verbliebenen Beigeordneten und Beauftragten der Stadt
    -Rücktritt des gesamten Stadtrates Oppenheim und Neuwahlen.
    -Rücktritt von Bürgermeister Penzer
    -Rücktritt der VG-Beigeordneten und -Beauftragten
    (Wenn man die Lage realistisch betrachtet, hat doch kein einziger von denen die Berechtigung weiter die Bürgerschaft vertreten zu wollen.)
    -Schaffung von neuen schlanken und effektiven Strukturen
    Weder in der Stadt noch bei der VG werden diese Beauftragten und Beigeordneten benötigt. Die (überwiegend) alten Herren, die sich an der Selbstbedienungstheke Stadt und VG breit gemacht haben sollen ihre Plätze räumen. Menschen wie den trögen Beigeordneten Krehte, den getreuen Held-Anhänger Mohr, den selbstverliebten Sonnengott Neuer, Grantler Schmitt, den ebenfalls trögen Tröger oder die “Möchtegern Powerfrau Wagner. Jeder Beigeordnete eine totale Fehlbesetzung. Und Bürgermeister Penzer, der das alles aktiv gedeckt und mitgetragen hat müsste sowieso schon länger weg.
    Der Anfang ist gemacht, jetzt ist es an den anderen das Aufräumen nicht damit bewenden zu lassen, dass man mal Besen und Mistgabel geholt hat. Nein, jetzt muss mann auch ausmisten und kräftig auskehren. Nur dann kann der Neuanfang gelingen.
    Vielleicht stellt ja mal die ein oder andere Partei auch entsprechende Anträge…

  15. Andreas Knobloch

    Mich gruselt es vor diesen Neuwahlen 🙁 wenn ich bedenke,was für auf Hochglanz polierte Kanditaten ich sehen werde.Habe noch Schüttelfrost von Kissels damaliger Plakatschwemme…..Ob es diesmal jemand sein wird,der auch einmal als ehrlicher Handwerker sein Brot verdient hat?Oder wieder nur das Übliche…..

  16. Frieder Zimmermann

    Die deutsche Presselandschaft ist ärmer geworden. Der deutsche Qualitätsjournalismus hat einen unersetzlichen Verlust erlitten. Das Medium http://www.oppenheim-die-wahrheit.com ist nicht mehr. Die Informationsquelle für aufrichtige, anständige und ehrenwerte Oppenheimer ist versiegt. Wer am Tag 2 nach Held sich davon überzeugen wollte, dass die Rücktrittsmeldung eine platte Fakenews war und lesen wollte, dass der GröBaZ den finalen Gegenschlag gegen alle, die ihn zerstören wollen, plant und demnächst mit seinen treuen Verbündeten Kloos, Sittig, Steinheimer, Krethe und allen Günstlingen seines weitgefächerten Systems wieder vor den Mauern der Stadt stehen und ihre kampflose Übergabe fordern wird, der landete im virtuellen Nirwana bei wix.com. Sind wir jetzt endgültig dieser Lügenpresse und diesen Radaujournalisten ausgeliefert, die hetzen und Pogromstimmung machen? Haben böse Hacker wieder einmal eine seriöse und deshalb unliebsame Informationsplattform lahmgelegt? Wer unterrichtet uns jetzt darüber, wer Helds Werk fortsetzt und Oppenheim weiter und weiter nach vorne bringt? Wer korrigiert jetzt das verbreitete falsche Bild der potenzielen Nachfolgerin, die doch in Wahrheit die Mutter Theresa von Oppenheim ist, die Reisenden gegen kleines Entgelt eine Herberge gibt, damit sie nicht im Auto auf kostenpflichtigen Parkplätzen übernachten müssen? Wer klärt uns jetzt über den umtriebigen Beauftragten aus der Familie der kleinen Papageienvögel auf, der für die raue Arbeitswelt überqualifiziert ist und deshalb in die Politik drängt? Wer sagt uns jetzt, wie in unserer Kommune der demografische Wandel verhindert wird? Wer gibt Antwort auf die Frage, ob der nächste Jurist im Rathaus dabei ist Schadensersatzklagen vorzubereiten? Wer deckt denn nun weiter auf, ob die Dahlems tatsächlich aus unschuldigen Trauben alkoholhalten Wein machen? Das und vieles mehr wird im Dunkeln bleiben, weil die Altmedien statt aufzuklären, Stimmung machen.
    Vielleicht steht aber auch nur jemand auf der Leitung und die Prawda sendet doch bald wieder …

    • Karolinger

      …vielleicht waren es aber die bösen russischen Hacker, die die webpage übernommen und abgeschaltet haben. Natürlich im Auftrag der ach so wenigen montäglichen Demonstranten. Cemal und sein Held werden uns gewiss irgendwann in der Zukunft aufklären. 🙂

      @Herr Zimmermann, einfach köstlich und genial ihr Beitrag. Konnte trotz des bitteren Hintergrundes herzhaft lachen.

  17. J

    Bei aller Freude über den Rückzug unseres Bürgermeisters wird auch mir Angst vor der Neuwahl. Ich befürchte sicher nicht zu Unrecht, dass sich einige bekannte Kandidaten zur Wahl stellen.

    Und auch, obwohl ich kein gebürtiger Oppenheimer bin, habe ich doch -seitdem ich hier wohne- sehr schnell mitbekommen, wie hier Politik gemacht wird. Man könnte auch sagen: wie Abhängigkeiten geschaffen werden, die dann letztendlich die Stimmen der SPD sichern.

    Das fängt im Kleinen an! Alles geht leichter, wenn man in der dieser Partei ist. Angefangen bei der Vergabe der Gärten/Allmendfelder, über Jobs, Posten und Pöstchen bis hin zu… Mit dem richtigen Parteibuch hat man schneller Erfolg. Man könnte auch sagen, kleine Geschenke erhalten die Freundschaft.

    Dies war ja auch ganz stark an der unglaublichen Unterstützung unseres Herrn Bürgermeisters zu erkennen. Alles, was gegen ihn sprach, war -wenn auch eigentlich offensichtlich- erstunken, erlogen, verleumderisch…. Er kann sich auf eine breite Basis in Oppenheim verlassen.

    Wie auch heute in einem AZ-Artikel wieder zu lesen stand, wollte man trotz allem nur hinter vorgehaltener Hand über die Vorgänge rund um unseren Helden sprechen. Das sagt doch alles aus!

    So fällt es mir schwer zu glauben, dass er sich wirklich ganz zurückgezogen hat. Zumindest befürchte ich, dass er weiterhin hinter den Kulissen die Oppenheimer Politik bestimmt, indem er seine Stephanie Kloos als Nachfolgerin installiert. Auch wenn einige hier zu Recht sagen, daß sie ‘verbrannt’ ist, scheint sie mir doch über ein Heldsches Selbstvertrauen zu verfügen und weiterzumachen. Und mit MH’s Unterstützung will sie sich das Amt unter den Nagel reißen. Er hat ja schon immer versucht Ihr einen Posten zu beschaffen. Jetzt gibt es einen der frei ist und den sie gerne besetzen würde.

    Es ist nicht schwer vorstellbar, dass er sie am Abend vor seiner Mitteilung über den Rücktritt angerufen hat und meinte ‘Mädel, ich gebe Morgen meinen Rücktritt bekannt – also wirst Du Morgen früh Deine Moral wiederentdecken und allen sagen, wie erschrocken Du über mich bist…’

    Bei aller Freude darüber, dass sich ‘Oppenheim bewegt’, gilt es doch vorsichtig zu sein. Es wird noch lange dauern bis sich alles normalisiert.

    Daher ist es wichtig, sich weiterhin Montags auf dem Marktplatz zu treffen um zu erreichen, dass sich irgendwann das System Held ganz abschafft.

  18. Peter Pfau

    😂 Ich hätte mich ja für die GWG angeboten, aber dann bekommen alle SPDler in Vorstand und Aufsichtsrat kalte Füße, wenn jemand mit Fachkompetenz antritt. Außerdem hab ich ja das falsche Parteibuch. 😂

    • D. Mayer

      Wenn Sie über die fachliche Kompetenz verfügen und es sich zutrauen bzw. es sich zumuten möchten, warum nicht?

      Das Wohl der GWG/HGO sollte nach Jahren unter Marcus Held im Vordergrund stehen. Eventuell oder wahrscheinlich sind Regressansprüche in Sachen “nachverhandelter” Kaufvertrag zulasten der GWG/HGO gegen Marcus Held zu erheben.

      Da braucht es kein rotes Parteibuch sondern Fachkompetenz: Wer weiß schon, was auch in der GWG/HGO noch alles im Argen liegt. Am Ende gehen GWG/HGO noch Pleite…

    • Jupp

      Herr Pfau, Sie sollten sich als Lokalpolitiker um Oppenheim kümmern und aus der Causa Held gelernt haben, dass zu viele Interessen bzw. Ämter kontraproduktiv sind (selbst wenn man charakterlich nicht so gestrickt ist wie unser Ex-Bürgermeister).

      Es wird noch jemand anderen mit Erfahrung für das Amt geben – ohne politische Vorgeschichte.

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