Wochenrückblick: Zeitung fordert Held zum Rücktritt auf

Nur noch eine Woche bis Hei­lig­abend – doch bei vie­len Men­schen in Oppen­heim will noch nicht so recht vor­weih­nacht­li­che Stim­mung auf­kom­men. Dar­an ändert auch nichts der Mär­chen-Weih­nachts­markt, der an die­sem Wochen­en­de das Rat­haus fried­lich-fest­lich über­strahlt. Viel­hun­dert­fach blin­ken­des Licht brei­tet sich wie ein Schutz­schirm über das alte Gemäu­er aus, als ver­su­che es die dunk­len Machen­schaf­ten zu ver­ban­nen, die im Innern des Gebäu­des wüten. Ob die­se Form der Erleuch­tung bei der Wahr­heits­fin­dung hilft? Wir schau­en zurück auf eine Woche, in der die Auf­ar­bei­tung der schänd­li­chen Polit­ge­schäf­te des Mar­cus Held wenigs­tens einen klei­nen Schritt vor­an gekom­men ist…

Mit schwarzem Filzstift zu neuer Ordnung

Das war die Über­ra­schung der Woche! Der Lan­des­rech­nungs­hof hat sei­nen Bericht viel frü­her als erwar­tet an die Ver­wal­tung der Ver­bands­ge­mein­de geschickt. Und VG-Bür­ger­meis­ter Klaus Pen­zer mach­te die 112 Sei­ten umge­hend öffent­lich zugäng­lich. Nun kann jeder Inter­es­sier­te nach­le­sen, was die unab­hän­gi­ge Kon­troll­be­hör­de in Spey­er über das rechts­wid­ri­ge Trei­ben des Oppen­hei­mer Stadt­bür­ger­meis­ters geschrie­ben hat (den gan­zen Bericht fin­den Sie hier zum Down­load).

Pen­zer hat­te Stun­den vor der Ver­öf­fent­li­chung und mit Unter­stüt­zung des Lan­des­be­auf­trag­ten für Daten­schutz eini­ge Stel­len in dem Kon­vo­lut geschwärzt. Zum Bei­spiel kön­nen wir jetzt nicht mehr den beruf­li­chen Wer­de­gang des städ­ti­schen Bei­geord­ne­ten, Tou­ris­mus-GmbH-Geschäfts­füh­rers und in kirch­li­chen Krei­sen schwer enga­gier­ten Hans­jür­gen Bod­de­ras’ nach­le­sen. Auch sei­ne Ver­diens­te ver­schwan­den unter dicken schwar­zen Bal­ken: Offen­sicht­lich soll nie­mand erfah­ren, dass Bod­de­ras dank sei­nes För­de­rers Mar­cus Held rich­tig gut abkas­siert – dass er vor­her bei der Stadt rund 50.000 Euro im Jahr bekam und sich dann „mal eben so“ auf über 70.000 hoch­ka­ta­pul­tie­ren konn­te.

Die Anony­mi­sie­rungs-Akti­on stellt sich als Witz dar, wenn man weiß, dass der SPD-Stadt­bür­ger­meis­ter zuvor den Ent­wurf des Berichts an die loka­le Zei­tung über­ge­ben hat­te, ein­deu­tig rechts­wid­rig und im übri­gen kom­plett unge­schwärzt. So macht längst die Run­de, was Pen­zer jetzt mit dicken Filz­stif­ten zu ver­tu­schen ver­sucht. Gleich­wohl wol­len wir sei­nen Ein­satz wohl­wol­lend bewer­ten als hof­fent­lich ehr­lich gemein­tes Bemü­hen, Recht und Ord­nung wie­der­zu­be­le­ben, hier in der Stadt Oppen­heim, wo die Grund­la­gen eines funk­tio­nie­ren­den Gemein­we­sens seit Jahr und Tag von einer klei­nen Polit-Cli­que um Mar­cus Held zu ihrem urei­ge­nen Vor­teil aus­ge­schlach­tet und damit rück­sichts­los kaputt gemacht wur­den.

Lokalzeitung wendet sich von Marcus Held ab

Beim Lesen des Lokal­teils der „All­ge­mei­nen Zei­tung Lands­kro­ne“ an die­sem Sams­tag glaub­ten wir zeit­wei­lig, unse­ren eige­nen Augen nicht trau­en zu kön­nen. Was stand denn da geschrie­ben?

Mar­cus Held hat ein­mal gesagt, selbst wenn er Feh­ler gemacht habe, so habe er stets nur das Wohl der Stadt im Sinn gehabt. Gemes­sen an die­sen Wor­ten wäre der größ­te Dienst, den er Oppen­heim momen­tan erwei­sen kann, sein Bür­ger­meis­ter­amt nie­der­zu­le­gen.“

Ein Satz wie ein Dolch­stoß. Geschrie­ben von Ulrich Gerecke in einem Kom­men­tar unter der Über­schrift „Zeit für Kon­se­quen­zen“. Über die Zei­tung for­dert der Lokal­chef „sei­nen“ Stadt­bür­ger­meis­ter zum Rück­tritt auf! Was ist denn da gesche­hen? Soll­te sich die Redak­ti­on wirk­lich vom selbst­auf­er­leg­ten Joch ihrer unheil­vol­len Nibe­lun­gen­treue zu Mar­cus Held befreit haben?

Lan­ge Zeit hat­te sich Held der völ­li­gen Unter­wer­fung der AZ-Redak­ti­on sicher füh­len kön­nen: Die Zei­tung dien­te ihm als Ver­laut­ba­rungs-Platt­form für sei­ne Fak­ten-Fäl­schun­gen und Wahr­heits-Ver­dre­hun­gen. Unwi­der­spro­chen konn­te er hier Erzäh­lun­gen mit teils geschön­ten, meist unwah­ren Erklä­run­gen sei­nes oft­mals recht­wid­ri­gen Han­delns vor­brin­gen. Alles wur­de gedruckt und erweck­te damit den Anschein vor­geb­li­cher Wahr­haf­tig­keit.

Aus inter­nen Bespre­chun­gen der Redak­ti­on an die­sem Frei­tag erfuh­ren wir, dass man sich dafür ent­schie­den habe, dass es so nicht wei­ter gehen kön­ne und sol­le. Zu vie­le Abos waren in den letz­ten Wochen gekün­digt wor­den mit Ver­weis auf eine völ­lig unbe­frie­di­gen­de Oppen­heim-Skan­dal-Bericht­erstat­tung: Das ist nach­weis­lich das bes­te Weck­ruf für ein Ver­lags­haus, der in jeder Redak­ti­on schnellst­mög­lich selbst­kri­ti­sches Nach­den­ken ein­for­dert.

Zur Wahr­heit gehört aller­dings auch, dass der lan­ge Zeit gegen­über Held unter­wür­fig erschei­nen­de Jour­na­lis­mus der AZ in der Redak­ti­on sehr umstrit­ten war. Dass es dort Redak­teu­re gibt, die sich mehr jour­na­lis­tisch-kri­ti­sche Distanz und eine ent­spre­chen­de Bericht­erstat­tung wünsch­ten, sich aber nicht durch­set­zen konn­ten. Erst an die­sem Frei­tag, nach­dem am Abend zuvor in einer tur­bu­len­ten Sit­zung des Oppen­hei­mer Stadt­par­la­ments der Bericht des Rech­nungs­ho­fes mit all sei­ner Polit-Jau­che über die Rat­haus-Tische geschwappt war, kipp­te die Stim­mung in der AZ.

Die Redak­ti­on senk­te den Dau­men: Mar­cus Held, der frü­her mal Mit­ar­bei­ter der Zei­tung war, der bis zuletzt einen direk­ten Draht in die Redak­ti­on pfleg­te, hat damit sei­nen wich­tigs­ten media­len Part­ner ver­lo­ren. Ulrich Gerecke, von dem es heißt, wenn er nur gedurft hät­te, wie er woll­te, hät­te er sich längst viel frü­her von Held abge­setzt, schrieb in sei­nem sehr lesens­wer­ten Kom­men­tar:

Sei­ne (Helds) Ver­su­che, Nor­ma­li­tät vor­zu­gau­keln, sein Nicht­ein­ge­ste­hen mög­li­cher eige­ner Feh­ler und sein wenig demü­ti­ger Umgang mit den Vor­wür­fen haben vie­le Oppen­hei­mer erbost und erzürnt und die Spal­tung der Stadt ver­tieft. Helds Ver­weis, man möge das Ergeb­nis der staats­an­walt­li­chen Ermitt­lun­gen abwar­ten, geht längst am Kern der Sache vor­bei: Es geht hier nicht um Para­gra­fen, es geht um Poli­tik. Das hat zu tun mit Vor­bild­funk­ti­on und Glaub­wür­dig­keit. Davon ist beim Stadt­chef nicht mehr viel übrig.

Eine sol­che Wahr­neh­mung der Lokal­zei­tung wird Held poli­tisch nicht über­le­ben kön­nen. Zumal noch gar nicht die gan­ze Wahr­heit auf dem Tisch liegt. Wir haben in unse­rem „Oppen­hei­mer Advents­ka­len­der“ bis­her 16 Kapi­tel aus dem Rech­nungs­hof­be­richt abge­ar­bei­tet. Wer glaubt, das alles sei schreck­lich, uner­hört, unfass­bar: Der kennt die gan­ze Wahr­heit nicht. Dem müs­sen wir sagen: Es kommt noch schlim­mer!

Mor­gen berich­ten wir, wie Mar­cus Held auf Kos­ten der Steu­er­zah­ler Gel­der kas­siert, Monat für Monat, seit vie­len Jah­ren schon, ohne auch nur ansatz­wei­se eine Gegen­leis­tung zu brin­gen. Und es fol­gen wei­te­re Berich­te – wie sich der Stadt­bür­ger­meis­ter mit teu­ren Geschen­ken auf Kos­ten der Stadt­kas­se sei­ne SPD gefü­gig hält. Und wie er Stadt­rats­mit­glie­der hin­ter­ging – das ist übri­gens noch gar nicht so lan­ge her, aber die wenigs­ten ken­nen bis heu­te die gan­ze Wahr­heit.

Wir berich­ten wei­ter, schrei­ben alles auf. Halt, das ist nicht kor­rekt: Wir schrei­ben nicht „alles“, wir schrei­ben, was im Bericht des Lan­des­rech­nungs­ho­fes steht. Das ist bestimmt nicht „alles“: Die Prü­fer hat­ten schließ­lich nur weni­ge Wochen Zeit für ihre Arbeit. Längst heißt es, dass sie nur an der Ober­flä­che hät­ten krat­zen kön­nen. Und dass es in Oppen­heim noch viel mehr dunk­le Polit-Kel­ler gebe, man müs­se nur ein­mal rich­tig bud­deln…

Weg durch das dicke Gestrüpp Heldscher Politik gesucht

Auf den Ver­lauf der Stadt­rats­sit­zung näher ein­zu­ge­hen, wol­len wir Ihnen und uns erspa­ren. Man kann sich leb­haft vor­stel­len, wie sich die SPD ein­zuigeln ver­such­te – und die AL und CDU ver­zwei­felt bemüht war, eine Schnei­se durch das undurch­dring­lich wir­ken­de Gestrüpp Held­scher Günst­lings­po­li­tik zu schla­gen. Zwei Zita­te:

AL-Chef Rai­mund Darm­stadt:

Die Melan­ge aus beden­ken­lo­ser Ver­schwen­dung, Rechts­wid­rig­kei­ten in Serie und die straf­tat­ver­däch­ti­gen Amts­hand­lun­gen der Stadt­spit­ze ist weit umfang­rei­cher und deut­lich kras­ser als ver­mu­tet.“

CDU-Frak­ti­ons­chef Mar­co Becker:

Wir wol­len das Signal für einen Cut set­zen – und zwar jetzt.“

Hier Auf­ar­bei­tung der Ver­gan­gen­heit, da Weg­wei­ser für die Zukunft. Bei der SPD jedoch, so scheint es, kneift man lie­ber bei­de Augen zu. Und möch­te wei­ter­mar­schie­ren wie bis­her. Der Haus­halts­plan jeden­falls wur­de allein mit den Stim­men der Mehr­heits­frak­ti­on beschlos­sen. Egal was drin­steht, egal was der Rech­nungs­hof alles gefor­dert hat: Nur weg damit.

Das ist kei­ne Poli­tik. Das ist eher ein Begräb­nis.

Ein Satz von Mar­cus Held klingt nach die­ser Sit­zung nach, er macht die unsäg­li­che Arro­ganz greif­bar, mit der die­ser Stadt­bür­ger­meis­ter die Kom­mu­nal­po­li­ti­ker und die ehren­amt­lich Täti­gen in sei­ner Stadt sieht und behan­delt – und zwar alle­samt, die von der SPD ein­ge­schlos­sen:

Zu prü­fen, ob es Ehren­sie­gel und Ehren­ring noch geben soll, fin­de ich gut – ich hab kei­nen und ich will auch kei­nen.“

Das Image der Stadt nimmt immer mehr Schaden

Irgend­wer hat sich kürz­lich mokiert: Da habe man so lan­ge an einem guten Image für die Stadt Oppen­heim gear­bei­tet, habe dafür auch viel Geld aus­ge­ge­ben – und jetzt ist alles kaputt. Dank Mar­cus Held, dem SPD-Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­ten und Stadt­bür­ger­meis­ter: Oppen­heims Image ist total im A…!

Da ist was dran: Bun­des­weit berich­te­ten ver­gan­ge­ne Woche die Medi­en, sogar die Süd­deut­sche ver­öf­fent­lich­te auf ihrer – sehr viel gele­se­nen – Online-Sei­te, dass der Rech­nungs­hof Rhein­land-Pfalz der Stadt Oppen­heim und ihrem Bür­ger­meis­ter Mar­cus Held Ver­feh­lun­gen vor­wer­fe. Da konn­te selbst der öffent­lich-recht­li­che SWR, gemein­hin der SPD stets wohl­wol­lend zuge­wandt, nicht mehr weg­schau­en:

Er schick­te Repor­ter mit Mikro­fon und Kame­ra und berich­te­te lan­des­weit. Held durf­te sich natür­lich äußern und ein wenig über den Rech­nungs­hof her­zie­hen. Das nutz­te ihm aller­dings nicht viel, der Gesamt­ein­druck war für ihn ver­hee­rend: Dass die Leu­te auf der Stra­ße offen gegen ihn auf­ste­hen – das hat es wirk­lich noch nie gege­ben!

Pressesprecher darf nicht mit der Presse sprechen

Wir haben in unse­rer Bericht­erstat­tung über den Rech­nungs­hof­be­richt in die­ser Woche auf­ge­zeigt, wie Mar­cus Held beim Rat­haus-Per­so­nal trickst: Er beschäf­tigt auf Kos­ten der Stadt einen Park­aus­weis-Auf­se­her, was von der Kom­mu­nal­auf­sicht seit Jah­ren wie­der­holt kri­ti­siert wur­de, weil eigent­lich die Ver­bands­ge­mein­de den Job machen müss­te (wofür sie von der Stadt Oppen­heim schließ­lich über die Umla­ge bezahlt wird).

Dazu leis­tet sich Mar­cus Held einen Mit­ar­bei­ter (eben­falls auf Kos­ten der Stadt), der irgend­wie für Öffent­lich­keits­ar­beit zustän­dig ist. Der scheint aller­dings auch ein klei­ner, nun, man könn­te sagen: Hoch­stap­ler zu sein: Im Inter­net behaup­tet Chris­to­pher Mühleck, die „Lei­tung der Pres­se­stel­le“ im Rat­haus Oppen­heim inne­zu­ha­ben, er sei zustän­dig für die „Beant­wor­tung von Pres­se­an­fra­gen“.

Weiß das der Chef? Gegen­über dem Autor die­ser Web­sei­te hat­te Mar­cus Held aus­drück­lich etwas ande­res erzählt. Wört­lich hat­te er geschrie­ben, wir geben’s ganz exakt wie­der:

Einen Presse-„Sprecher“ haben wir nicht. Wir haben einen Mit­ar­bei­ter der Pres­se macht und über das was die Stadt tut berich­tet, zb auf der Home­page.“

Held woll­te damit zum Aus­druck brin­gen, dass Mühleck eben nicht der Pres­se­spre­cher der Stadt sei, des­halb auch nicht mit der Pres­se spre­chen dür­fe: Das dür­fe nur er, der Stadt­bür­ger­meis­ter.

Womit wir das geklärt hät­ten.

Mühleck soll viel­mehr, das hat­ten wir berich­tet, über Herrn Held schrei­ben. Und von Herrn Held Fotos machen. Er ist eben, so heißt es in der Stadt, Helds Hof­be­richt­erstat­ter. Ein Leser schick­te uns dazu ein Foto, das beweist, was Mühlecks Job wirk­lich ist:

Das Foto zeigt die nahe­zu kom­plet­te Rat­haus-Mann­schaft mit Bau­hof-Bediens­te­ten, die es sich kürz­lich bei der gro­ßen Sau­se zur Eröff­nung der Lands­kron­ga­le­rie wohl erge­hen ließ. Die gan­zen Fotos sind auf der städ­ti­schen Home­page aus­ge­stellt: Es han­delt sich um 20 Bil­der, auf 13 von ihnen ist Mar­cus Held zu sehen. Ist ja auch klar, nach sei­nem Selbst­ver­ständ­nis: Es geht immer nur um ihn, oder?

Herr Stange und der Kadavergehorsam

Aus­ge­rech­net an dem Tag, an dem die AZ über das Erschei­nen des Rech­nungs­hof­be­richts mit all sei­nen bit­te­ren Wahr­hei­ten berich­te­te, ver­öf­fent­lich­te sie auf einer ande­ren Sei­te den Leser­brief eines gewis­sen Den­ny Stan­ge. Hoch­not­pein­lich, was der Mann dar­in von sich gab: Fro­he Weih­nach­ten wün­sche er allen, die sich „aktiv an der Jagd auf Mar­cus Held betei­ligt haben“. Die Geist­li­chen, sal­ba­der­te er wei­ter, mögen ihnen Sanft­mü­tig­keit schen­ken, „wenn eini­ge Betei­lig­te die­se trotz ihrer regel­mä­ßi­gen Got­tes­dienst­be­su­che noch immer nicht haben soll­ten“.

Dar­auf­hin schrieb der Oppen­hei­mer Schrift­stel­ler Frie­der Zim­mer­mann einen wüten­den Brief an die AZ-Lokal­re­dak­ti­on, den wir in Aus­zü­gen ver­öf­fent­li­chen:

Herr Stan­ge ist ein treu­er Jün­ger sei­nes Herrn Mar­cus Held. Auf sei­ner Face­book-Sei­te posiert er mit Dau­men-hoch-Hal­tung vor einem Held-Wahl­pla­kat. Herr Stan­ge nimmt sich alle die vor, „die sich in den letz­ten Mona­ten aktiv an der Jagd auf Mar­cus Held betei­ligt haben“. Was er mit „Jagd“ meint, lässt er eben­so offen, wie das, was er unter „betei­ligt“ ver­steht. Die Prü­fung durch eine Lan­des­be­hör­de, die Ermitt­lun­gen der Staats­an­walt­schaft, die Recher­chen eines inves­ti­ga­ti­ven Jour­na­lis­ten, demo­kra­ti­sche Mei­nungs­äu­ße­run­gen von Bür­gern? Ist das Jagd? Der Rech­nungs­hof, die Straf­ver­fol­gungs­be­hör­de, die Pres­se, fra­gen­de Bür­ger – haben die sich an einer Jagd betei­ligt?

Belei­di­gend wird Herr Stan­ge, wenn er aus dem Kreis der „Jäger“ die her­aus greift, denen „trotz ihrer regel­mä­ßi­gen Got­tes­dienst­be­su­che“ sei­nes Erach­tens „Sanf­mü­tig­keit“ fehlt. Ich war zuletzt am ver­gan­ge­nen Sonn­tag im Advents­got­tes­dienst und füh­le mich daher ange­spro­chen, weil ich zudem in der Cau­sa Held schon öfter mei­ne Mei­nung gesagt habe. Bin ich damit ein ‚anony­mer Jäger und ein poli­ti­scher Drauf­schlä­ger’? Wenn beim Aus­bau der Worm­ser Stra­ße gefragt wird, ob hier die Vor­ga­ben des Ver­ga­be­rechts ein­ge­hal­ten wur­den, ist das „in den Krü­meln gesucht“?

Ent­we­der hat Herr Stan­ge nichts, aber auch gar nichts ver­stan­den, oder er folgt beden­ken­los dem Kurs, den sein Kada­ver­ge­hor­sam ihm vor­gibt. Dar­über ein­fach so hin­weg zu sehen, dafür reicht mei­ne Sanft­mü­tig­keit, die am Sonn­tag wie­der gestärkt wur­de, jeden­falls noch lan­ge nicht aus.

Ich kann Sie nur herz­lich bit­ten, bei der Aus­wahl von zum Abdruck geeig­ne­ten Leser­brie­fen, nicht nur die Anschlä­ge zu zäh­len, son­dern auch auf die Ein­hal­tung eines Min­dest­ma­ßes an Niveau und Stil zu ach­ten.

Erst woll­ten wir die­sen Bei­trag schlie­ßen mit der Emp­feh­lung: An die­sem 3. Advent könn­ten doch mal alle Oppen­hei­mer in die Kir­che gehen und um Erleuch­tung bit­ten – für Mar­cus Held, für dümm­li­che Leser­brief­schrei­ber und eine igno­ran­te Zei­tungs­re­dak­ti­on. Wenn zur Ver­stär­kung sol­cher Für­bit­ten noch die eine oder ande­re Ker­ze ange­macht wür­de: Viel­leicht hilft’s, woll­ten wir schrei­ben, das wäre doch schön!

Das zu schrei­ben war, wie gesagt, unser Plan zur Wochen­mit­te. Jetzt, da die Erleuch­tung die AZ-Redak­ti­on offen­bar (hof­fent­lich!) heim­ge­sucht hat, kön­nen wir auf die­se Emp­feh­lung ver­zich­ten. Obwohl: Bitt­ge­be­te und Ker­zen sind jeder­zeit hilf­reich, gera­de in Oppen­heim! Scha­den kön­nen sie jeden­falls nicht.

Das Netz lacht sich schlapp über Marcus Held

Mar­cus Held hat jede Men­ge Ärger am Hals, der Staats­an­walt­schaft ermit­telt, und Rech­nungs­hof ver­langt, dass er für sei­ne diver­sen recht­wid­ri­gen Geschäf­te finan­zi­ell gera­de ste­hen müs­se. Da kommt noch eini­ges auf ihn zu, was sehr weh tun könn­te. Aber noch mehr dürf­te den Mann schmer­zen, wie sich inzwi­schen immer mehr Leu­te über ihn lus­tig machen: Der Com­pu­ter ist ihre Platt­form, Face­book ihre Welt, und Whats­App ihr direk­ter Zugang zur Öffent­lich­keit.

Etli­che Witz-Bil­der, die inzwi­schen mit Haupt­dar­stel­ler Mar­cus Held das digi­ta­le Uni­ver­sum durch­que­ren, wir­ken wie ein Spie­gel­bild der Rea­li­tät – nur erträg­li­cher, weil sie das Trei­ben des Bür­ger­meis­ters per­si­flie­ren. Für den einen oder ande­ren Oppen­hei­mer wird es eine Art Frust­be­wäl­ti­gung sein, sol­che Foto­mon­ta­gen anzu­fer­ti­gen und in alle Welt zu ver­schi­cken: Wenn man die­se Poli­tik, vor allem die­sen Poli­ti­ker ertra­gen muss, so den­ken sie ver­mut­lich, wol­len wir trotz­dem lachen dür­fen. Am liebs­ten über ihn.

Soll ja auch manch­mal wirk­lich gut tun.

Gute Frage: Was sagt eigentlich Martin Schulz zu alledem?

In den Kom­men­ta­ren auf die­ser Web­sei­te bil­det sich das Stim­mungs­bild vie­ler Oppen­hei­mer ab. Ein paar Aus­zü­ge:

Was wohl Mar­tin Schulz, der so oft von Gerech­tig­keit spricht, zu die­sem Geba­ren eines sei­ner geho­be­nen Mit­ar­bei­ter sagt. Hat den schon mal einer gefragt?

Bei dem nun deut­lich gewor­de­nen beacht­li­chen Aus­maß an wider­li­chem Filz und erkauf­ter Abhän­gig­kei­ten fra­ge ich mich ernst­haft, wie lan­ge sich die einst stol­ze sozi­al­de­mo­kra­ti­sche Par­tei noch sol­che regio­na­len Spit­zen­po­li­ti­ker leis­ten will? 

Ich habe mich durch die ers­ten 15 Sei­ten gekämpft: Das alles ist eine Bank­rott-Erklä­rung sowohl für die Stadt Oppen­heim als auch für die VG Rhein-Selz!!!

Ich habe den Bericht ver­sucht in Gän­ze zu lesen – geht nicht ! Nicht der Umfang ist es, son­dern die völ­lig über­stra­pa­zier­te Auf­nah­me­fä­hig­keit an Unglaub­lich­kei­ten, die die­ser beinhal­tet. Rechts­wid­rig und deso­lat sind ja noch die harm­lo­sen Attri­bu­te und das über mehr als 100 Sei­ten hin­weg, akri­bisch mit Fak­ten belegt.

Was ein Sumpf! Ich habe den Bericht jetzt 2x voll­stän­dig gele­sen! Das ist ein Armuts­zeug­nis für zwei Ver­wal­tun­gen, die von Fach­leu­ten und Juris­ten geführt wer­den, die hoch­qua­li­fi­zier­te Mit­ar­bei­ter beschäf­ti­gen und, die eigent­lich wis­sen müss­ten und soll­ten, was sie da ange­stellt haben! 

Wo bleibt da das Rechts­ver­ständ­nis der teu­er bezahl­ten und gewähl­ten Ver­tre­ter? Über feh­len­des Scham­ge­fühl braucht man da nicht mehr nach­zu­den­ken.

Schau­en Sie ruhig mal rein: Die Kom­men­ta­re, vie­le wirk­lich inter­es­sant, klug, aus­sa­ge­stark, fin­den Sie unter jedem Bericht. Und wenn Sie sich selbst zu Wort mel­den wol­len: Nur zu!

Verfügt die FAZ über prophetische Gaben?

Bild­schirm­fo­to vom FAZ-Arti­kel.

Ein Leser mach­te dar­auf auf­merk­sam, dass die Frank­fur­ter All­ge­mei­ne Zei­tung (FAZ) viel­leicht „pro­phe­ti­sche Gaben“ besit­zen könn­te: Die schreibt in einem Bericht unter der Über­schrift „Wie der Bun­des­tag ohne Regie­rung ent­schei­det“, dass die Immu­ni­tät von Mar­cus Held auf­ge­ho­ben sei. Und wört­lich wei­ter: „Gegen Held wir in einer Immo­bi­li­en­ge­schich­te ermit­telt, die ihn als frü­he­ren Bür­ger­meis­ter von Oppen­heim betrifft.“

Uuups: der frü­he­re Bür­ger­meis­ter von Oppen­heim!?!

Aber so steht’s da wirk­lich!

17 Gedanken zu „Wochenrückblick: Zeitung fordert Held zum Rücktritt auf

  1. K. Scherning

    Herr D. May­er, es war mein Vater 1903 gebo­ren und nicht mein Groß­va­ter.

  2. PP

    Lei­der gibt es für die Oppen­hei­mer Genos­sen kein Zurück mehr. Viel zu lan­ge schon und selbst jetzt noch ver­tei­di­gen sie ihn. Weil sie Angst haben, dass nach Held das gan­ze Sys­tem zer­bricht. Die gan­ze SPD-Frak­ti­on und der SPD-Vor­stand machen sich lie­ber unglaub­wür­dig als zu akzep­tie­ren, dass Herr Held nur ver­brann­te Erde hin­ter­las­sen wird. Bei der Eröff­nung des Wein­fes­tes scherzt er im Krei­se sei­ner erge­be­nen Bei­geord­ne­ten und Beauf­trag­ten, so als woll­te er sagen: Seht her, ich mache trotz­dem wei­ter und Ihr könnt nichts dage­gen tun. Und Recht hat er. Der Stadt­rat kann ihn recht­lich nicht abwäh­len und selbst wenn, wür­de die SPD dies ver­hin­dern. Dann bringt noch die Frau aus sei­ner ers­ten Wahl­pe­ri­ode eine rüh­ren­de Anspra­che auf den Mann, der soviel für die Kin­der getan hat und dem der Auf­tritt des Kin­der­gar­tens gewid­met ist. Ob das alle Eltern freut? Der Applaus war sehr ver­hal­ten. Sol­chen Blöd­sinn gibts nur in Oppen­heim. Mal sehen wo Kloos, Weiß, Stein­hei­mer, Mohr, Ammann, Sit­tig, Bod­de­ras und Co sind, wenn ihr Mag­gus fällt. Mal sehen, wen er alles mit­reißt. Mich wun­dert nur, dass in der SPD nie­mand soviel Gerech­tig­keits­emp­fin­den hat und sei­nen Aus­tritt erklärt. Gibts da sek­ten­ähn­li­chen Grup­pen­zwang?

  3. E.G.

    Die Fra­ge ob es kurz­fris­tig geeig­ne­te Kan­di­da­ten zur Nach­fol­ge gibt, braucht man sich eigent­lich nicht zu stel­len, den noch unge­eig­ne­ter und Maffio­ser als die aktu­el­len Kader, das geht ja gar nicht…

    Mir fällt für einen mög­li­chen VG Lei­ter direkt Herrn Stork ein.
    Er hat so wie man immer wie­der gehört hat­te, in der alten VG Gun­ters­blum gute Arbeit gemacht.
    Als in einer Bür­get­be­fra­gung die Bür­ger in der ehe­ma­li­gen VG Gun­tets­blum, sich mehr­heit­lich gegen die Fusi­on mit der dama­li­gen VG Nier­stein-Oppen­heim aus­spra­chen, hat­te er es als sei­nen Auf­trag gese­hen, die­sen Bür­ger­wil­len zu ver­tre­ten.
    Die­sen Auf­trag der Bür­ger hat er trotz Wider­stand aus der Lan­des­re­gie­rung bis zum Schluss ver­sucht umzu­set­zen.

    Etwas ver­gleich­ba­res ist bei den aktu­el­len Akteu­ren auch Ansatz­wei­se nicht zu erken­nen.

    Ihr Amts­hand­lun­gen könn­te man wie folgt beschrei­ben: „Die sit­zen an den Fleisch­töp­fen“

  4. Gerhard Stärk

    Die Rück­tritts­for­de­rung der All­ge­mei­nen Zei­tung bzw. ihres Redak­teurs an den Oppen­hei­mer Stadt­bür­ger­meis­ter ist unglaub­wür­dig und abso­lut lächer­lich. Glaub­wür­dig und der Situa­ti­on ange­mes­sen wäre allein, wenn der Oppen­hei­mer Stadt­rat end­lich einen Schluss­strich unter das jah­re­lan­ge eige­ne Ver­sa­gen zie­hen, sei­ner Kon­troll­pflicht nach­kom­men und mit den Stim­men aller sei­ner Mit­glie­der die Abwahl von Stadt­bür­ger­meis­ter Held beschlie­ßen wür­de.
    Ger­hard Stärk

    • Anonymous

      Ich glau­be, ein ehren­amt­li­cher Stadt­bür­ger­meis­ter kann nicht abge­wählt wer­den.

  5. CHE

    Lie­be Mit – steu­er­zah­ler !
    Ein nicht ein­ge­hal­te­ner Steu­er­ter­min hat für uns umge­hend Kon­se­quen­zen . Wir müs­sen zah­len , auch wenn es uns oft stinkt . Die­ses Gefühl der “ Rebel­li­on “ ver­stärkt sich extrem,wenn wir (LRH) erfah­ren , dass eine stadt­über­grei­fen­de rote Mafia “ unse­re “ Gel­der z.T.für sich selbst aus der all­ge­mei­nen Kas­se abgreift ! An vor­ders­ter Stel­le der “ ganz­ro­te­hengst­vo­nop­pen­heim “ , omni­po­ten­ter Pate unse­rer klei­nen Stadt ! Zur Zeit schlägt der Bericht des LRH allen Oppen­hei­mer Wein­fäs­sern den Boden raus !!!
    Untrenn­bar von der momen­ta­nen Dis­kus­si­on muss an ande­rer Stel­le das Immo – Impe­ri­um auf­ge­ar­bei­tet wer­den und die fau­len Eier die da zu rie­chen begin­nen , müs­sen aus­ge­gra­ben wer­den !
    M . E . kann am Ende die­ser Unter­su­chung her­aus­kom­men ‚dass auch MH’s Pri­vat­haus aus gemau­schel­ten Gel­dern etc. Der Bau­un­ter­neh­men , HGO / GWG und even­tu­ell Steu­er­gel­dern ?? finan­ziert ist . Ich kann mir nicht vor­stel­len , dass nach all den vom OHR beschrie­be­nen Unver­schämt­hei­ten die­ses “ Über­flie­gers “ , MH auch nur e i n e Bau­rech­nung ohne Gegen­leis­tung selbst über­wie­sen hat .
    Wenn’s dann so sein soll­te .…. Hal­lo Finanz­amt !! Hol ’ unser Geld zurück !!
    Schö­ne Weih­nachts­zeit für alle ehr­li­chen Steu­er­zah­ler ♡♡

  6. Sven aus Oppenheim

    Mar­cus Held wird nie­mals zurück­tre­ten, denn er lei­det mei­ner Ansicht nach unter „Pip­pi Lang­strumpf Syn­drom“.

    Das Pip­pi Lang­strumpf Syn­drom (PLS) bezeich­net einen Zustand mas­si­ver und dau­er­haf­ter Rea­li­täts­ver­wei­ge­rung mit aus­ge­spro­chen aggres­si­ver Bera­tungs- und Erkennt­nis­re­sis­tenz. Das Pip­pi Lang­strumpf Syn­drom ist kei­ne Krank­heit mit ein­deu­ti­gen dia­gnos­ti­schen Kri­te­ri­en, son­dern ein Zustand unter dem nicht die direkt Betrof­fe­nen, son­dern deren Umwelt lei­det. Im Gegen­teil, die Betrof­fe­nen selbst rich­ten sich in ihrer eige­nen Welt ein. Sie ver­wei­gern ein­fach der bösen Rea­li­tät die Akzep­tanz und glau­ben sie so besiegt zu haben. Ähn­li­che Ver­hal­tens­wei­sen kennt man von Klein­kin­dern, die sich beim Ver­steck­spie­len die eige­nen Augen zu hal­ten, in der Annah­me man kön­ne sie dann eben­falls nicht mehr sehen.
    […]
    Über die Jah­re bil­det sich auf­grund des PLS bei den meis­ten Pati­en­ten der fes­te Glau­be an ver­schie­de­ne selbst erschaf­fe­ne Ver­schwö­rungs­theo­ri­en. Dies ist natür­lich eine logi­sche Fol­ge des Auf­baus der selbst erzeug­ten Schein­wel­ten: In die­sen sind immer ande­re schuld an allem Bösen, was dem Betrof­fe­nen pas­siert. Dies führt bei PLS-Pati­en­ten über die Jah­re auto­ma­tisch zu der fes­ten Über­zeu­gung, die gan­ze Welt hät­te sich gegen sie ver­schwo­ren.“ (Quel­le: https://​www​.dob​schat​.de/​p​i​p​p​i​-​l​a​n​g​s​t​r​u​m​p​f​-​s​y​n​d​r​o​m​-​d​as/)

    Und so beschreibt die glei­che Stel­le die Hei­lungs­chan­cen:
    „Es gibt ein­zel­ne Fäl­le, in denen von einer Hei­lung vom PLS berich­tet wird. Die­se Fäl­le sind jedoch sehr sel­ten, da zuerst die Mau­er der Rea­li­täts­ver­wei­ge­rung durch­bro­chen wer­den muss. So ein Durch­bruch ist nur durch sehr ein­schnei­den­de Erleb­nis­se mög­lich, für die der Pati­ent nicht ein­mal mehr in sei­ner selbst geschaf­fe­nen Schein­welt eine Mög­lich­keit der Schuld­zu­wei­sung an Drit­te fin­det.“

    Bit­te jetzt nicht strei­ten, ob das beschrie­be­ne Syn­drom wis­sen­schaft­lich aner­kannt ist. In jedem Fall passt die Beschrei­bung auf Mar­cus Held wie das berühm­te Gesäß auf den Eimer und die Beschrei­bung der Hei­lungs­mög­lich­keit fin­de ich sehr logisch.

    Lasst ein­schnei­den­de Erleb­nis­se fol­gen: Lie­be SPD, wie wäre es mit einem Par­tei­aus­schluss­ver­fah­ren, für Jeman­den, der Eurem Ruf so nach­hal­tig Scha­den zufügt? Lie­be Staats­an­walt­schaft, wie wäre es mit U-Haft? Besteht nicht Flucht­ge­fahr ins Aus­land, z.B. auf ein afri­ka­ni­sches Wein­gut?

  7. Frieder Zimmermann

    Der Kom­men­tar von Herrn Gerecke in der AZ-Lands­kro­ne vom Sams­tag bezeich­net einen Para­dig­men­wech­sel. Nach einem hal­ben Jahr Zurück­hal­tung, Schwei­gen, Augen zu, Vor­sicht und Schutz jetzt plötz­lich Atta­cke. Ein deut­li­che­res Zei­chen für die her­auf­zie­hen­de Göt­ter­däm­me­rung über dem Oppen­hei­mer Rat­haus konn­te es nicht geben.

  8. Ein Bürger der VG

    Da wer­den man­che viel­leicht stau­nen, mit wel­chen häss­li­chen Auf­la­gen so eine Haus­halts­ver­fü­gung ver­se­hen sein kann. Im Rat mit soli­der Mehr­heit abstim­men allei­ne genügt bei unso­li­den Anmel­dun­gen nicht. Wo nichts mehr ist, hat der Kai­ser sein Recht ver­lo­ren. Kom­mu­na­le Selbst­ver­wal­tung ?
    Ja gut, man kann dann noch vor­schla­gen , wo zuerst wie­viel nicht mehr aus­ge­ge­ben wird. Und dabei immer wie­der zuge­ben müs­sen, das ist vor allem so, weil wir ALLE mise­ra­bel gewirt­schaf­tet haben, nicht nur die der SPD. Jetzt gehen nur noch die Pflicht­aus­ga­ben.
    Nach den Fest­stel­lun­gen der LRH sind Auf­sichts­be­hör­de und Öffent­lich­keit bestimmt sen­si­bi­li­siert und gucken genau hin. Für hel­den­haf­te Dich­tun­gen beim Geld ist wohl eher Schluss mit lus­tig.
    Viel­leicht ver­liert der ein oder ande­re über die­sen Lern­pro­zess die Lust und folgt dem bald ver­lo­cken­den Ruf des Rück­tritts. ( Obwohl ich nach wie vor unbe­irrt mei­ne, das müss­ten die selbst auf­räu­men müs­sen.)
    Unge­ach­tet des­sen haben vie­le Kom­mu­nen tat­säch­lich finan­zi­el­le Nöte, die nicht selbst ver­schul­det sind. In Hel­den­heim aller­dings , wie wir jetzt wis­sen, kam noch sehr viel, zu viel, mehr dazu.

  9. Cora N.

    Das gan­ze Sys­tem Held soll­te zurück­tre­ten! Jeder,der dar­in ver­strickt ist!!! Wie sonst soll da jeh wie­der ein Ver­trau­en in die SPD auf­ge­baut wer­den? Der Anstand, die Moral und der Respekt vor dem Bür­ger und Wäh­ler gebie­tet den Herr­schaf­ten, das sie gemein­sam zurück­tre­ten und einer ordent­li­chen, ehr­li­chen SPD den Weg frei machen.

    So lan­ge das nicht abge­schal­tet ist, wird es immer ein Geschmäck­le haben.

    • D. Mayer

      Vom Stadt­bür­ger­meis­ter über die Land­tags­ab­ge­ord­ne­te bis hin zu den Stadt­rä­ten (usw.) bei den nächs­ten Wah­len ein­fach kei­ne ein­zi­ge Per­son mehr aus dem Sys­tem Mar­cus Held wäh­len!

      Wer so geil auf Pos­ten ist, wird sei­ne gewon­nen Ämter und Man­da­te kaum für Mar­cus Held ver­lie­ren wol­len…

  10. K. Scherning

    Nicht nur für die, Herr D. May­er, jedem über­zeug­ten Sozi­al­de­mo­kra­ten, kann es bei so einem Beneh­men und Han­deln nur noch die Zor­nes­rö­te ins Gesicht trei­ben. Mein eige­ner Vater, der im 2. Welt­krieg zwei Mal in Ost­ho­fen wegen sei­ner SPD Gesin­nung im KZ war, wür­de sich in sei­ner Grab­stät­te wie ein Pro­pel­ler dre­hen.
    Heu­te, Jahr­zehn­te spä­ter, sitzt sein Sohn hier vorm Rech­ner, um wie­der auf­zu­be­geh­ren gegen gro­ßes Unrecht, die­ses Mal aller­dings gegen die eige­nen Leu­te.

    • D. Mayer

      Genau­so, wie Ihr Groß­va­ter als Genos­se bestimmt hart gear­bei­tet hat, arbei­ten auch heu­te noch Mit­glie­der der SPD ehr­lich für ihr Gehalt bzw. ihren Lohn.

      Mar­cus Held scha­det der Par­tei, indem er in Oppen­heim ganz nach Belie­ben geschal­tet und gewal­tet hat.

      Aus die­sem Grund soll­te er aus der eige­nen Par­tei aus­ge­schlos­sen wer­den – denn das hat er sich red­lich ver­die­nen!

      P.S.: Als Genos­se habe ich kei­ne Lust, mich irgend­wann wegen Mar­cus Held im Gra­be umdre­hen zu müs­sen.

  11. K. Scherning

    Nicht nur aus der SPD !
    Sol­che selbs­herr­li­chen Poli­ti­ker und Men­schen, die immer wie­der nur Ärger machen wer­den, brau­chen wir in unse­rer Gemein­schaft nicht.

  12. D. Mayer

    Raus mit ihm aus der SPD!

    Für alle, die hart arbei­ten, um red­lich ihr Geld zu ver­die­nen, ist die­ser Pseu­do-Sozi­al­de­mo­krat blan­ker Hohn.

    • P.Richter

      Lei­der ist die Oppen­hei­mer SPD nicht kri­tik­fä­hig. Sie pos­ten ein gemein­sa­mes Foto und wün­schen allen eine fro­he Weih­nacht! Was für ein Hohn, dass sie glau­ben, dass die Bür­ger noch hin­ter die­ser Stadt­fűh­rung ste­hen! Sie soll­ten mal den Bür­gern zu hören und Neu­wah­len orga­ni­sie­ren.

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