LRH 23: Marcus Held droht teurer Ärger – als HGO-Geschäftsführer

Der gan­ze Gra­din­ger-Deal war, von Anbe­ginn an, völ­lig krumm und schief, und es ist nie auf­ge­klärt gewor­den, war­um das so sein muss­te. Aber viel­leicht ist das auch egal: Mar­cus Held hat das Geschäft mit sei­ner prä­si­dia­len Macht­fül­le so gewollt, er hat es initi­iert, er hat alles ent­schie­den, und er hat alles so umge­setzt, wie es ihm gera­de pass­te:

Als Stadt­bür­ger­meis­ter kauf­te er dem alten Unter­neh­mer Horst Gra­din­ger sein her­un­ter­ge­kom­me­nes Möbel­la­ger am Kautz­brun­nen­weg ab. Die Stadt zahl­te 580.000 Euro zzgl. 34.500 Euro Mak­ler­cour­ta­ge (die sich Ex-Stadt­bür­ger­meis­ter Men­ger mit sei­ner Ehe­frau unter der Fir­ma „frb-Immo­bi­li­en“ ein­steck­te) zzgl. wei­te­ren Neben­kos­ten. Dar­über hat­ten wir ges­tern berich­tet.

Die Stadt, so lau­te­te sein Plan, soll­te das Möbel­haus abrei­ßen und dann das Grund­stück zum Preis aller bis­her ange­fal­le­nen Kos­ten wei­ter­ver­kau­fen, und zwar wie­der an Mar­cus Held, dies­mal aller­dings in sei­ner Funk­ti­on als Chef der Immo­bi­li­en-Unter­neh­men GWG und HGO. Die­se Unter­neh­men führt er trotz sei­ner zahl­rei­chen ander­wei­ti­gen (und gut bezahl­ten) Ver­pflich­tun­gen, was aus sei­ner Sicht sehr sin­nig ist: Auf die­se Wei­se kann er fort­lau­fend Infor­ma­tio­nen zum Grund­stücks­markt und zur Bau­leit­pla­nung sam­meln, was einem ja durch­aus Vor­teil zu brin­gen ver­mag; oben­drein sichert er sich die Ein­fluss­nah­me auf die Ver­ga­be von Woh­nun­gen, was dem eige­nen Bezie­hungs­ge­flecht nur zuträg­lich sein kann.

War­um das Gra­din­ger-Objekt nicht direkt an die GWG oder HGO ging, son­dern einen Umweg über die Stadt neh­men muss­te, das wur­de bis heu­te nicht erklärt. Im Lich­te neu­es­ter Erkennt­nis­se lässt sich aber ver­mu­ten, dass Held wie­der trick­sen woll­te: Offen­bar woll­te er trotz wie­der­hol­ter gegen­tei­li­ger Beteue­run­gen Kos­ten in sechs­stel­li­ger Höhe auf die Stadt abwäl­zen, um sei­ne HGO zu scho­nen.

Die­ser unschö­ne Ver­dacht wur­de zuletzt von Ereig­nis­sen erhär­tet, die Held eigent­lich nie publik gemacht haben woll­te. Doch wir waren ihm schon vor Mona­ten auf die Schli­che gekom­men: Uns zuge­spiel­te Ver­trags­do­ku­men­te bewie­sen, dass Held sei­ne Ver­spre­chun­gen, wonach die Stadt beim Gra­din­ger-Deal mit kei­nem Cent belas­tet wür­de, nie­mals wür­de ein­hal­ten kön­nen – die Ver­trags­la­ge, die außer ihm kaum jemand kann­te, beleg­te das ein­deu­tig.

Voll­tref­fer! Vier Wochen nach unse­rem Bericht, es war am 23. Okto­ber, also heu­te vor genau zwei Mona­ten, eil­te Mar­cus Held zum Notar. Und änder­te den ursprüng­li­chen Kauf­ver­trag ab. Er tat das wie­der klamm­heim­lich: Wie­der hat­te er sei­nen Stadt­rat nicht infor­miert.

Die­sen neu­en Ver­trag hat Oppen­heims Stadt­bür­ger­meis­ter bis heu­te den Men­schen in sei­ner Stadt vor­ent­hal­ten. Heu­te wer­den auf die­ser Web­sei­te erst­mals die Details ver­öf­fent­licht: Hier erfah­ren Sie exklu­siv, wie Held sein (bis­lang) letz­tes Ding dreh­te.

Landeszuschuss niedriger als von Marcus Held behauptet

Zum umfas­sen­den Ver­ständ­nis müs­sen wir ein wenig aus­ho­len:

Am 31. März 2016 hat­te der Stadt­rat dem Ankauf des Gra­din­ger-Möbel­la­gers zuge­stimmt. Die Stadt soll­te kau­fen, dann aber auch wei­ter­ver­kau­fen – wobei der neue Käu­fer alle Kos­ten der Stadt über­neh­men soll­te. Wört­lich heißt es im Sit­zungs-Pro­to­koll:

Es wird eine kom­plet­te Refi­nan­zie­rung der Erwerbs­kos­ten durch die Repri­va­ti­sie­rung nach Abbruch des Gebäu­des ange­strebt.“

Am 1. April 2016 unter­schrie­ben Mar­cus Held und Horst Gra­din­ger den Kauf­ver­trag, wie ges­tern berich­tet. Damit gehör­te das her­un­ter­ge­kom­me­ne Möbel­haus nun­mehr der Stadt.

Am 6. Juni 2016 leg­te Held als Vor­stands­vor­sit­zen­der der GWG dem Stadt­bür­ger­meis­ter– also sich selbst – ein nota­ri­el­les Kauf­an­ge­bot vor: Danach woll­te die GWGd er Stadt das Grund­stück am Kautz­brun­nen­weg abkau­fen, aller­dings erst nach Abriss des Möbel­la­gers. In dem Kauf­an­ge­bot war ein­deu­tig fest­ge­legt, dass die GWG die gesam­ten städ­ti­schen Kos­ten als Kauf­preis wür­de bezah­len müs­sen – also auch die kom­plet­ten Kos­ten des bevor­ste­hen­den Abbruchs (minus etwai­ger Zuschüs­se vom Land an die Stadt).

Die­ses Ange­bot der GWG kam nie zum tra­gen. In dem spä­ter geschlos­se­nen Grund­stücks­kauf­ver­trag zwi­schen der Stadt und der HGO erklär­te Held, das (der Stadt güns­ti­ge) Ange­bot der GWG wer­de nicht ange­nom­men.

Am 2. März 2017 ging Held in den Stadt­rat und erzähl­te, sei­ne HGO wol­le die Immo­bi­lie kau­fen. Der Stadt­rat stimm­te zu. Im Pro­to­koll der Sit­zung heißt es erneut aus­drück­lich:

Vor­aus­set­zung für den Zwi­schen­er­werb durch die Stadt war, dass in dem Kauf­preis, den die GWG/HGO an die Stadt zu zah­len hat, sämt­li­che der Stadt Oppen­heim ent­stan­de­nen Kos­ten für Erwerb und Ord­nungs­maß­nah­me abge­gol­ten wer­den.“

Am 20. März 2017 unter­zeich­ne­te Mar­cus Held als Stadt­bür­ger­meis­ter den Kauf­ver­trag mit sei­ner HGO. Der Preis, den die HGO danach zah­len muss­te, soll­te sich aus ver­schie­de­nen Fak­to­ren errech­nen:

  • Betrag 1: der Kauf­preis, den die Stadt an Gra­din­ger gezahlt hat­te – 580.000 Euro.
  • Betrag 2: die Erwerbs­ne­ben­kos­ten (Grund­buch­amt, Notar, Mak­ler etc.) – 68.987 Euro.
  • Betrag 3: die städ­ti­schen Kos­ten der Zwi­schen­fi­nan­zie­rung – 1.060 Euro.
  • Betrag 4: die Hälf­te der Abbruch­kos­ten.

War­um soll­te die HGO nur die Hälf­te der Abbruch­kos­ten bezah­len? Nun, ganz ein­fach: Held hat­te immer gesagt, das Land wer­de eine Hälf­te der Abbruch­kos­ten als Zuschuss über­neh­men. Die ande­re soll­te nun laut Ver­trag die HGO zah­len – und damit wäre die Stadt fein raus.

Letz­te­res klang zwar schön, war aber lei­der völ­lig falsch. Das Land hat­te – anders als von Held immer wie­der dar­ge­stellt – nie­mals zuge­sagt, die Hälf­te der Abbruch­kos­ten über­neh­men zu wol­len. Es hat­te gesagt: 50 Pro­zent der zu Anfang auf 750.000 Euro geschätz­ten Abbruch­kos­ten sei­en zuschuss­fä­hig. Von die­sen 50 Pro­zent wür­den 80 Pro­zent vom Land über­nom­men. Das bedeu­te­te: Das Land hat­te sich zur Zah­lung von maxi­mal 300.000 Euro ver­pflich­tet.

Held soll Kostenrisiko „bewusst“ auf Stadt abgewälzt haben

Mit die­sem Ver­trag sei­ner HGO ging Held als Stadt­bür­ger­meis­ter an den Abbruch ran. Das Gut­ach­ten einer Worm­ser Fir­ma hat­te die Kos­ten inzwi­schen auf rund 523.000 Euro her­un­ter­ge­schätzt. Die Aus­schrei­bung gewann auf recht merk­wür­di­ge Wei­se die Fir­ma Wite­ra: Sie ver­lang­te rund 590.000 Euro.

Noch ein­mal: Der Ver­trag besag­te aus­drück­lich, dass die HGO ledig­lich „50% der ins­ge­samt erhöh­ten Abbruch- und Ent­sor­gungs­kos­ten“ wür­de über­neh­men müs­sen. Für die rest­li­chen 50%: Kei­ne Abwäl­zung auf die HGO. Dafür lag aber auch kein bewil­lig­ter Lan­des­zu­schuss vor…

Kei­ner hat die­se bedroh­li­che Fehl­stel­lung im Ver­trags­werk bemerkt, es konn­te sie aber auch kei­ner fest­stel­len, denn: Mar­cus Held wei­ger­te sich beharr­lich, den nota­ri­el­len Kauf­ver­trag im Stadt­rat vor­zu­le­gen. Viel­leicht dach­te er, er käme mit sei­ner Trick­se­rei durch. Und wenn irgend­wann spä­ter die Belas­tung für die Stadt­kas­se bekannt gewor­den wären, hät­te er sich – so mag sein Kal­kül gewe­sen sein – im Stadt­rat schon irgend­wie her­aus­re­den kön­nen.


Anlieger: Können wir Marcus Held noch glauben?


Die­sen Brief schick­te Mar­cus Held an Bewoh­ner der Vor­stadt.

Seit Wochen ruhen die Arbei­ten auf der Gra­din­ger-Bau­stel­le – was ist da los? Mar­cus Held hat den Anlie­gern unlängst einen Brief geschrie­ben, und zwar in sei­ner Funk­ti­on als Stadt­bür­ger­meis­ter: „Die rest­li­chen Abbruch­ar­bei­ten (Boden­plat­te) sind eng mit den nach­fol­gen­den Grün­dungs­ar­bei­ten für die neu­en Gebäu­de ver­knüpft und kön­nen daher erst in deren Zuge – vor­aus­sicht­lich im Janu­ar 2018 – durch­ge­führt wer­den“, schreibt er. „Das ver­mei­det Dop­pel­ar­beit und auch Kos­ten.“


Das heißt ja wohl, die Abbruch­ar­bei­ten defi­ni­tiv noch nicht abge­schlos­sen sind. Am 19. Okto­ber aber hat­te die „All­ge­mei­ne Zei­tung Lands­kro­ne“ aus­drück­lich unter Beru­fung auf Mar­cus Held geschrie­ben, der Gra­din­ger-Abriss gehe in die End­pha­se und sol­le in sechs Wochen abge­schlos­sen sein.


Dass die Arbei­ten sich über­haupt so lan­ge hin­ge­zo­gen hät­ten – immer­hin soll­ten nach einer frü­he­ren Ansa­ge Helds die ers­ten Oppen­hei­mer bereits in 2017 ein­zie­hen kön­nen – sei „in ers­ter Linie der Tat­sa­che geschul­det, dass wir z.B. auf­grund der Lage des Objekts inner­halb der Rhein­deich­schutz­zo­ne bestimm­te behörd­li­che Geneh­mi­gun­gen abwar­ten muss­ten, bevor wir den nächs­ten Schritt gehen konn­ten“.


Auch das hat­te sich vor weni­gen Wochen noch völ­lig anders ange­hört: „Die Abbruch­ar­bei­ten hat­ten sich nach Alt­las­ten­fun­den ver­zö­gert“, ist in der AZ vom 19. Okto­ber nach­zu­le­sen.


Jetzt schreibt Held in sei­nem Brief: „Das auf der Bau­stel­le noch lagern­de Abbruch­ma­te­ri­al haben wir des­halb nicht abge­fah­ren, da wir bei Ihnen als Anwoh­ner im Wort ste­hen, mög­lichst wenig Bau­stel­len­ver­kehr zu ver­ur­sa­chen. Das dort lagern­de Mate­ri­al ist – ent­ge­gen anders­lau­ten­den Aus­sa­gen, die in Oppen­heim kol­por­tiert wer­den – unbe­las­tet und wird mit Geneh­mi­gung der Behör­den auf der Bau­stel­le wie­der ein­ge­baut.“


Kön­nen wir ihm das wirk­lich glau­ben? Kön­nen wir ihm über­haupt noch glau­ben? Das frag­ten Anlie­ger, als sie uns über das Schrei­ben Helds infor­mier­ten. Sie mach­ten damit auf ein Pro­blem auf­merk­sam, dass die­sem Stadt­bür­ger­meis­ter zuneh­mend zu schaf­fen macht:


Weil sich immer mehr ver­dich­tet, dass Mar­cus Held wie­der­holt fal­sche Aus­künf­te gege­ben und auch die Unwahr­heit gesagt hat, fällt zuneh­mend schwer, sei­nen Aus­sa­gen zu Glau­ben und ihm Ver­trau­en schen­ken zu kön­nen.


Doch dann pas­sier­te etwas, was sich nicht mehr ver­heim­li­chen ließ: Die Abbruch­kos­ten explo­dier­ten regel­recht. Nach Anle­ger-Pro­tes­ten wegen Lärm, Staub­ent­wick­lung und man­geln­der Bau­stel­len­si­che­rung (vor allem im Bereich der Sta­tik) muss­ten die Arbei­ten neu organ­siert wer­den, und dann wur­den auch noch belas­te­te Gebäu­de­ma­te­ria­li­en gefun­den, die den Abtrans­port und die Ent­sor­gung wesent­lich auf­wän­di­ger gestal­te­ten als geplant.

Held war von Anfang an dar­über infor­miert, dass die Kos­ten völ­lig aus dem Ruder lie­fen. Aber er schwieg, mona­te­lang, obwohl er genau wuss­te, dass die­se Risi­ken nach dem sei­ner­zeit von ihm geschlos­se­nen Ver­trag auf die Stadt durch­schla­gen wür­den.

Erst am 15. August ließ er im Stadt­rat die Hosen run­ter – aber auch nur zur galop­pie­ren­den Kos­ten­ent­wick­lung, nicht zur haus­haltschäd­li­chen Ver­trags­la­ge: Die Abbruch­kos­ten waren (zu die­sem Zeit­punkt) auf 1.011.279 Euro ange­stie­gen – das ist übri­gens heu­te noch Kennt­nis­stand, dabei sind die Arbei­ten immer noch nicht been­det, die End­ab­rech­nung liegt also bis heu­te nicht vor.

Mit die­ser Kos­ten-Explo­si­on war Helds HGO-Ver­trag plötz­lich zu einer rie­si­gen Kos­ten­fal­le für die Stadt gewor­den! Im Lan­des­rech­nungs­hof liest sich das wie folgt:

Eine Kos­ten­neu­tra­li­tät wäre nur dann sicher­ge­stellt gewe­sen, wenn sich der Kauf­preis für die HGO mbH um die den Betrag von 600.000 € über­stei­gen­den Abbruch­kos­ten erhöht hät­te. Da die Stadt im Zeit­punkt des Ver­trags­ab­schlus­ses über kei­ner­lei Zusa­gen des Lan­des für eine kos­ten­de­cken­de För­de­rung der nach der Anpas­sungs­klau­sel auf sie ent­fal­len­den „erhöh­ten“ Abbruch­kos­ten ver­füg­te und deren Erhö­hung abseh­bar war, han­del­te es sich bei der mit der Anpas­sungs­klau­sel ver­bun­de­nen Risi­ko­tei­lung zwi­schen Stadt und HGO mbH um einen bewuss­ten Ver­zicht auf die vom Rat ver­lang­te Kos­ten­neu­tra­li­tät.“

In die­sem kom­pli­zier­ten Satz steckt ein unge­heu­er­li­cher Vor­wurf: Mar­cus Held soll dem­nach „bewusst“ auf die Kos­ten­neu­tra­li­tät ver­zich­tet haben, er soll also bewusst ver­sucht haben, das Kos­ten­ri­si­ko auf die die Stadt abzu­wäl­zen und sei­ner Stadt Scha­den zuzu­fü­gen!

Die Prü­fer begrün­den ihren Vor­wurf so: Am 2. März 2017 beschloss der Stadt­rat den Wei­ter­ver­kauf der Gra­din­ger-Immo­bi­lie an die HGO, und zwar mit dem aus­drück­li­chen Zusatz: Es dürf­ten kei­ne Kos­ten an der Stadt hän­gen blei­ben. Zu die­sem Zeit­punkt war Held bereits über die sich anbah­nen­de Kos­ten-Explo­si­on infor­miert, dar­über aber schwieg er im Stadt­rat. Viel­mehr unter­zeich­ne­te er am 20. März den Ver­trag mit der HGO, der für die Stadt eine erheb­li­che Kos­ten­be­las­tung bedeu­te­te.

Held habe in die­sem Ver­trag „bewusst“ auf die vom Stadt­rat beschlos­se­ne Kos­ten­neu­tra­li­tät ver­zich­tet, schrei­ben die Prü­fer aus Spey­er: Hat man der­lei Trick­se­rei­en eines Stadt­bür­ger­meis­ters gegen sei­nen eige­nen Stadt­rat schon mal gehört?

Held ver­sucht sich in sei­ner Stel­lung­nah­me an den Rech­nungs­hof damit her­aus­zu­re­den, dass alles nicht wahr sei, der Stadt­rat sei voll­um­fäng­lich infor­miert gewe­sen: Der Bei­geord­ne­te Hel­mut Kre­the habe den Ver­trag schließ­lich in der Sit­zung des Stadt­rats vor­ge­legt bzw. ihn dort aus­ge­teilt.

Die Rech­nungs­prü­fer akzep­tie­ren das nicht, im Gegen­teil, sie bezich­ti­gen Held sogar indi­rekt erneut der Lüge: „Weder den Vor­la­gen noch der Nie­der­schrift mit Anla­gen der Sit­zung vom 2. März 2017 ist zu ent­neh­men, dass der Ver­trag dem Aus­schuss vor­ge­le­gen hat.“ Außer­dem wür­den zwei Pas­sa­gen in dem Pro­to­koll auch das genaue Gegen­teil bewei­sen: Danach hat­te sich AL-Chef Rai­mund Darm­stadt erkun­digt, „ob damit garan­tiert ist, dass für die Stadt kei­ner­lei Kos­ten ent­ste­hen“, in einem zwei­ten Satz heißt es: „Die Ver­wal­tung wird beauf­tragt, das Auf­set­zen eines Notar­ver­trags zu ver­an­las­sen.“

Hinterm Rücken des Stadtrats änderte Held den Kaufvertrag

Die gan­ze Wahr­heit über den kos­ten­träch­ti­gen HGO-Ver­trag kam erst am 18. Sep­tem­ber her­aus: An die­sem Tag ver­öf­fent­lich­ten wir auf die­ser Web­sei­te den Bericht „Gra­din­ger-Abbruch kos­tet schon über eine Mil­li­on“ und wie­sen anhand uns zuge­spiel­ter Ver­trags­do­ku­men­te nach, dass Held die Stadt Oppen­heim mit dem HGO-Ver­trag in eine teu­re Kos­ten­fal­le manö­vriert hat­te.

Dar­auf­hin reagier­te Held umge­hend: Er ließ beim Notar eine Zusatz­ver­ein­ba­rung auf­set­zen, wonach nun doch alle bei der Stadt ver­blei­ben­den Abbruch­kos­ten von der HGO über­nom­men wer­den soll­ten. Wört­lich heißt es in die­sen Ver­trags­un­ter­la­gen, aus denen jetzt auch der Lan­des­rech­nungs­hof zitiert:

Der Kauf­preis erhöht sich in dem Maße, in dem sich die tat­säch­li­chen Refi­nan­zie­rungs­kos­ten der Abbruch­kos­ten der Ver­käu­fe­rin ver­än­dern. Von den Refi­nan­zie­rungs­kos­ten der Ver­käu­fe­rin in Abzug zu brin­gen sind etwai­ge wei­te­re Bezu­schus­sun­gen durch das Land Rhein­land-Pfalz (…) Mit­hin sol­len unab­hän­gig von jeder wei­te­ren Bezu­schus­sung der erhöh­ten Abbruch­kos­ten durch das Land Rhein­land-Pfalz die erhöh­ten, nicht gegen­über der Ver­käu­fe­rin bezu­schuss­ten Abbruch­kos­ten allein von der Käu­fe­rin getra­gen wer­den.“

Am 23. Okto­ber unter­schrieb Mar­cus Held, wie­der ohne Wis­sen des Stadt­ra­tes, die­se Ver­trags­do­ku­ment zum Gra­din­ger-Ankauf: Jetzt erst war die Stadt von allen Belas­tun­gen frei­ge­stellt. Oppen­hei­mer Rats­mit­glie­der, die nach sei­nen bis­he­ri­gen Aus­füh­run­gen davon aus­ge­hen muss­ten, alles sei längst in sau­be­ren Tüchern, erfuh­ren von der nota­ri­el­len Kor­rek­tur erst wesent­lich spä­ter und rein zufäl­lig:

Auf wie­der­hol­tes Drän­gen der Oppo­si­ti­on im Stadt­rat hat­te sich Mar­cus Held im Stadt­rat bereit erklärt, über die Inhal­te der Gra­din­ger-Unter­la­gen zu infor­mie­ren. Aber nicht, wie es übli­cher­wei­se geschieht, indem er Kopi­en der Akten zur Ver­fü­gung stell­te. Er leg­te einen Ter­min fest, an dem die Papie­re im Rat­haus ein­ge­se­hen wer­den konn­ten.

Es wur­de eine äußerst merk­wür­di­ge Ver­an­stal­tung. Im Sit­zungs­zim­mer des Oppen­hei­mer Rat­hau­ses lagen, auf dem Tisch ver­teilt, sie­ben Doku­men­ten-Sta­pel. Eini­ge umfass­ten meh­re­re Sei­ten, ande­re bestan­den aus nur einem Blatt. Die Bei­geord­ne­ten Kre­the und Mohr sowie die SPD-Frak­ti­ons­vor­sit­zen­de Ste­pha­nie Kloos waren offen­sicht­lich abge­stellt, ihre „Kol­le­gen“ im Stadt­rat zu über­wa­chen: Kei­ner soll­te die Papie­re foto­gra­fie­ren, geschwei­ge mit­neh­men dür­fen.

Das war eine ech­te Zumu­tung“, sag­te ein Rats­mit­glied hin­ter­her. „Nor­ma­ler­wei­se muss man kom­pli­zier­te Ver­trags­do­ku­men­te inten­siv und in Ruhe lesen. Schließ­lich kommt’s auf jedes Wort an, sonst kann für die Stadt der Scha­den ganz schön teu­er wer­den. Aber wir soll­ten prak­tisch unter Auf­sicht lesen – geht gar nicht!“

Unter sol­chen Bedin­gun­gen ein kom­ple­xes Ver­trags­werk nach­hal­tig zu bewer­ten: Das ist wirk­lich abso­lut unmög­lich! „Mar­cus Held hat uns mit die­sem Ter­min regel­recht ver­ar…“, sagt ein ande­rer Rats­herr, „er woll­te uns vor­füh­ren“.

Das hat aber nicht ganz geklappt. Eini­ge Rats­mit­glie­der fan­den die nota­ri­el­le Klar­stel­lung vom 23. Okto­ber. Und der Lan­des­rech­nungs­hof ent­deck­te sie natür­lich auch. Die Prü­fer aus Spey­er kom­men zu einer sehr inter­es­san­ten Bewer­tung, die Mar­cus Held gar nicht gefal­len dürf­te:

Der Stadt­bür­ger­meis­ter hat als Geschäfts­füh­rer der HGO an einer Kauf­ver­trags­än­de­rung mit­ge­wirkt, zu der die HGO recht­lich nicht ver­pflich­tet war und die zumin­dest bei Aus­blei­ben einer erhöh­ten Lan­des­zu­wen­dung geeig­net ist, das Gesell­schafts­ver­mö­gen nach­hal­tig zu gefähr­den. Ein gesell­schafts­ei­ge­nes Inter­es­se der HGO an frei­wil­li­ger Über­nah­me zuvor ander­wei­tig ange­las­te­ter Kos­ten­ri­si­ken ist nicht ohne wei­te­res erkenn­bar. Viel­mehr dürf­te der Geschäfts­füh­rer die wegen der Per­so­nal­uni­on von Bür­ger­meis­ter und Geschäfts­füh­rer bestehen­de Inter­es­sen­kol­li­si­on zu Las­ten der Gesell­schaft gelöst haben. Damit könn­te er – zumin­dest wenn sein Han­deln nicht durch einen ent­spre­chen­den Beschluss der zustän­di­gen Unter­neh­mens­gre­mi­en gedeckt war – gegen sei­ne Geschäfts­füh­rer­pflich­ten mit den Rechts­fol­gen des § 43 GmbHG ver­sto­ßen haben.“

Das heißt: Der Stadt­bür­ger­meis­ter Mar­cus Held hat nach­träg­lich alle Kos­ten, für die sonst – ent­ge­gen sei­ner Zusa­gen – die Stadt hät­te auf­kom­men müs­sen, unter dem Druck der auf­ge­deck­ten Ver­trags­schief­la­ge auf die HGO abge­wälzt. Die Stadt ist damit jetzt (genau­er: erst jetzt!) aus dem Risi­ko. Und auch aus Sicht des Lan­des Rhein­land-Pfalz ist das eine gute Nach­richt: Durch die von der HGO erklär­te pri­vat­wirt­schaft­li­che Deckung der Abbruch­mehr­kos­ten ent­fällt die Not­wen­dig­keit wei­te­rer Bezu­schus­sung. Nach dem Sub­si­dia­ri­täts­prin­zip bedarf es näm­lich kei­ner groß­zü­gi­gen Zuwen­dun­gen mehr aus des Steu­er­zah­lers Scha­tul­le.

Also gut gemacht, Mar­cus Held? Mit­nich­ten. Die gebo­te­ne Kor­rek­tur des stadt­schäd­li­chen Ver­trags zum Wei­ter­ver­kauf an die HGO erfolg­te erst, nach­dem Held dabei ertappt wor­den war, dass sei­ne voll­mun­di­gen Erklä­run­gen zur Kos­ten­neu­tra­li­tät des städ­ti­schen Zwi­schen­er­werbs nicht der Wahr­heit ent­spra­chen.

Und: Jetzt ist die HGO – immer­hin Toch­ter­ge­sell­schaft einer gemein­nüt­zi­gen Genos­sen­schaft – gelack­mei­ert. Durch das Ver­hal­ten ihres Geschäfts­füh­rers Mar­cus Held, dem Mann mit den vie­len Hüten:

Der Geschäfts­füh­rer Mar­cus Held hät­te die jetzt ver­ab­re­de­te Ver­trags­än­de­rung mit der voll­stän­di­gen Kos­ten­über­nah­me zu Las­ten der HGO nicht akzep­tie­ren dür­fen, da die GmbH nun unnö­tig mehr bezah­len muss, als ursprüng­lich ver­trags­ge­mäß aus­ge­macht wor­den war. Das GmbH-Gesetz schreibt ein­deu­tig vor, wie der Lan­des­rech­nungs­hof auch aus­führt, dass der Geschäfts­füh­rer die Pflicht hat, Eigen­in­ter­es­se hin­ten anzu­stel­len und bei Inter­es­sen­kol­li­sio­nen immer den Vor­teil der Gesell­schaft wah­ren muss („Sorg­falt eines ordent­li­chen Geschäfts­manns“, § 43 Abs. 1 GmbHG).

Mit ande­ren Wor­ten: Um als Stadt­bür­ger­meis­ter den Kopf aus der Schlin­ge zu zie­hen, also aus purem Eigen­in­ter­es­se, hat Held die nicht mehr beherrsch­ba­ren Risi­ken aus dem Gra­din­ger-Abriss der HGO zuge­scho­ben. Und das in einem Maße, das höchst­wahr­schein­lich kei­ne gesi­cher­te Refi­nan­zie­rung aus der Ver­mark­tung des Wohn­parks Gra­din­ger erlaubt.

Soll­te sich das Risi­ko rea­li­sie­ren, die HGO also einen – noch dazu: mas­si­ven – Scha­den erlei­den, ist Held nach § 43 Abs. 2 GmbHG mit Scha­dens­er­satz­an­sprü­chen der HGO kon­fron­tiert. Soll­ten die Auf­sichts­gre­mi­en der HGO – ggf. der Auf­sichts­rat ihrer Allein­ge­sell­schaf­te­rin GWG – bei der Ver­trags­än­de­rung ein­ge­schal­tet gewe­sen sein, ist nicht ein­mal aus­ge­schlos­sen, dass auch sie in den Stru­del gezo­gen wer­den.

Scha­den über­all.

63 Gedanken zu „LRH 23: Marcus Held droht teurer Ärger – als HGO-Geschäftsführer

  1. Ichmalwieder

    Sys­tem­be­dingt kann ich auf den fol­gen­den Kom­men­tar nicht ant­wor­ten, es liegt mir aber am Her­zen, daher nor­mals­te der Kom­men­tar von G.K.

    G.K. 11. März 2018
    Ich glau­be nicht,
    zu (1): dadurch, dass das pri­va­te Muse­um wohl kaum Aus­sicht auf Aner­ken­nung als Gewer­be­be­trieb (steu­er­recht­li­che „Gewinn­erzie­lungssab­sicht“) hat und damit als Hob­by ein­ge­stuft wer­den dürf­te, kann die Stadt auch nicht mit Steu­er­ein­nah­men aus die­sem Vor­ha­ben rech­nen.
    Das Publi­kum, was Geld in der Stadt las­sen wür­de,. ist bei der Gesamt­be­trach­tung nicht maß­geb­lich.

    zu (2): Das Grund­stück, so hat er für mich nach­voll­zieh­bar dar­ge­stellt, ist durch die Abriss­be­bau­ung unter dem Strich wert­los, da die Abriss- und Ent­sor­gungs­kos­ten den Boden­wert über­schrei­ten. Also, so schreibt Herr Frisch ganz zu Beginn der Dis­kus­si­on, ist das Vor­ha­ben unwirt­schaft­lich.

    Aber wie schon mal gesagt. Bei Steu­er­recht und Finanz­recht habe ich mich „weg­ge­duckt“, das war nix für mich.
    WIe dem auch sei. Ich befürch­te, dass ein „Pri­va­ter“ schnell dar­an unter den gege­be­nen Vor­aus­set­zun­gen geschei­tert wäre“.

    Mei­ne Ant­wort:

    Da wird wie­der was ver­wech­selt. Ob ich einer Feri­en­woh­nung die Stell­platz­ab­lö­se erlas­se oder auf GEWERBESTEUERN ver­zich­ten, beschließt der Stadt­rat, oder Stadt­ve­ron­dungs­ver­samm­lung oder was weiß ich. . Eine FW Woh­nung bringt 2 Gäs­te, ein Mer­ce­des-Muse­um vie­viel.…

    Der hät­te nix abge­ris­sen, son­dern schick gemacht, … was hat die Stadt jetzt? Abbruch­ge­län­de mit Kos­ten, die die Welt noch nicht gese­hen hat. Held-Stra­te­gie war immer, Land, Bund, Kreis-Zuschüs­se. Und dann schick daste­hen. Tau­ben­kot extra 6.000. Dem Abriss­un­ter­neh­men hät­te ich was erzählt. Die gan­zen Details gibt’s ja bei Ruhmöl­ler.

    Zu 2: Da geht es ja um ein ganz ande­res Grund­stück. Was da abging ist in der Immo­bi­li­en­welt riskant/spekulativ, in der Kom­mu­nal­po­li­tik per­fi­de, in der Ban­ken­welt knas­tig = schlicht­weg ver­bo­ten und da er auch noch GF der ande­ren Woh­nungs­bau­ge­sell­schaf­ten war, der Regress­pflich­tig­keit unter­le­gen.

    • G.K.

      Es tut mir Leid, ich ver­ste­he wohl Ihr Ansin­nen oder Bot­schaft nicht.

      Das ist NICHT böse oder iro­nisch gemeint. Aber ich bekom­me jetzt z.B. die „Kur­ve“ nicht zur STELLPLATZABLÖSE und FERIENWOHNUNG im Zusam­men­hang mit dem Muse­um…

      Soll der Ver­gleich mit den Gäs­ten eine Fra­ge sein? Die (2) Gäs­te der FeWo brin­gen Steu­er­ein­nah­men, die Besu­cher des Muse­ums nicht, wenn, wie ange­nom­men, das nicht als Betrieb mit Gewinn­erzie­lungs­ab­sicht und damit als Hob­by ange­se­hen wird.

      Ist aber nicht wei­ter tra­gisch. Die zustän­di­gen Behör­den wer­den es schon aus­ein­an­der divi­die­ren.

  2. Gert Frisch

    Auch wenn schon eini­ge Zeit seit dem letz­ten Pos­ting hier ver­gan­gen ist, gewinnt der hier beschrie­be­ne Sach­ver­halt durch die Beru­fung des neu­en Pro­ku­ris­ten wie­der an Bri­sanz. Sofern ich die obi­gen Aus­füh­rung rich­tig ver­stan­den habe, setzt sich der Kauf­preis des „Gra­din­ger Grund­stücks“ für die HGO über­schlä­gig wie folgt zusam­men:
    ursprüngl. Kauf­preis: 590.000
    Neben­kos­ten und Zin­sen : 70.000
    zusätz­lich sämt­li­che, den Lan­des­zu­schus über­stei­gen­den Abbruch­kos­ten: rd. 1.100.000 – 300.000 = 800.000
    Ins­ge­samt somit: 1.460.000 € (zzg. der Kos­ten für Beur­kun­dung und Ein­tra­gung im Grund­buch), der Ein­fach­heit hal­ber also ins­ge­samt rd. 1,5 Mio €. Bei einer Grund­stücks­grö­ße von 3.185 qm errech­net sich somit ein Ein­stands­wert je qm Grund­stücks­flä­che von rd. 471 €. (Respekt)
    Ein Blick in die Boden­richt­werk­ar­te zeigt für den Bereich „Kautz­brun­nen­weg“ einen Boden­richt­wert von 200 € / qm, berück­sich­tigt man noch die Lage des „Gra­din­ger­grund­stücks“ unmit­tel­bar an der Bahn­li­nie, so wäre aus sach­ver­stän­di­ger Sicht noch ein Abschlag von 10 – 20 % auf den Boden­richt­wert ange­mes­sen, da das Grund­stück einen, im Ver­gleich zu den übri­gen Grund­stü­cken die­ser Richt­wert­zo­ne, lage­be­ding­ten Nach­teil hat.
    Somit wäre ein Wert von rd. 160 – 180 €/qm Grund­stücks­flä­che als ange­mes­sen anzu­se­hen.
    Unter die­ser Vor­aus­set­zung hät­te kein wirt­schaft­lich han­deln­der Markt­teil­neh­mer einer wie oben beschrie­be­nen und vom LRH zu Recht bemän­gel­ten Ver­trags­än­de­rung, die fast zu einer Ver­drei­fa­chung des ange­mes­se­nen Boden­werts geführt hat, zuge­stimmt.
    Da das ursprüng­lich auf­ste­hen­de Gebäu­de nach Räu­mung m.E. kei­ner wirt­schaft­li­chen Nut­zung mehr hät­te zuge­führt wer­den kön­nen, hät­te sich der Wert des Grund­stücks aus dem Boden­wert (abge­lei­tet aus dem aktu­el­len Boden­richt­wert) abzüg­lich der Frei­le­gungs­kos­ten errech­net.
    Inso­fern hat­te das Grund­stück zum Zeit­punkt der Ver­äu­ße­rung kei­nen Markt­wert, da die Abbruch- / und Frei­le­gungs­kos­ten den Boden­wert über­stie­gen haben.
    Daher stellt die Ver­trags­än­de­rung zu Las­ten der HGO m.E. eine außer­ge­wöhn­li­che wirt­schaft­li­che Benach­tei­li­gung der Gesell­schaft dar, die der sei­ner­zeit täti­ge Geschäft­füh­rer­hät­te erken­nen müs­sen und zu ver­ant­wor­ten hat.
    Die­sen Umstand soll­ten sich der der­zei­ti­ge Pro­ku­rist (Qua­si­ge­schäfts­füh­rer) und die Auf­sichts­gre­mi­en der GWG vor Augen füh­ren.

    • W.H.

      Zur Ergän­zung:
      Inter­es­sant wäre, ob der Grund­stücks­er­werb aus Eigen­mit­teln oder mit Kre­di­ten von Ban­ken finan­ziert wur­de und wel­ches Wert­gut­ach­ten vom Kre­dit­neh­mer vor­ge­legt wur­de.

      Kre­dit­in­sti­tu­te haben bei der Wert­ermitt­lung von Sicher­hei­ten die Bestim­mun­gen der MaRisk und evtl. auch der Belei­hungs­wert­ermitt­lungs­ver­ord­nung – Bel­WertV § 3 Grund­satz der Belei­hungs­wert­ermitt­lung – zu beach­ten.

      Immo­WertV § 16 Ermitt­lung des Boden­werts
      „„, (3) Ist als­bald mit einem Abriss von bau­li­chen Anla­gen zu rech­nen, ist der Boden­wert um die übli­chen Frei­le­gungs­kos­ten zu min­dern, soweit sie im gewöhn­li­chen Geschäfts­ver­kehr berück­sich­tigt wer­den. Von einer als­bal­di­gen Frei­le­gung kann aus­ge­gan­gen wer­den, wenn
      1. die bau­li­chen Anla­gen nicht mehr nutz­bar sind oder
      2. der nicht abge­zins­te Boden­wert ohne Berück­sich­ti­gung der Frei­le­gungs­kos­ten den im Ertrags­wert­ver­fah­ren (§§ 17 bis 20) ermit­tel­ten Ertrags­wert erreicht oder über­steigt. …“

      Bei dem Aus­weis in der Han­dels- und in der Steu­er­bi­lanz haben die für die Geschäfts­lei­tung ver­ant­wort­li­chen Per­so­nen die Vor­schrif­ten über die bilan­zi­el­len Wert­an­sät­ze und die Liqui­di­täts­la­ge / Zah­lungs­fä­hig­keit der Gesell­schaft – auch unter­jäh­rig in der jewei­li­gen Tages­bi­lanz – zu beach­ten.

      Dar­über hin­aus sind m.E. Dar­le­hens­ge­ber nach deren AGB bei etwai­iger Beein­träch­ti­gung von Sicher­hei­ten pflicht­ge­mäß zu infor­mie­ren.

    • Zeehr

      Ja, ich schlie­ße mich an: Vie­len Dank.
      Sie füh­ren einem den gan­zen Wahn- und Irr­sinn deut­lich und nach­voll­zieh­bar vor Augen.

    • M.D.

      Tref­fend zusam­men gefasst ! dazu kommt ja noch (soweit ich das noch so in Erin­ne­rung habe), dass Gel­der vom Land die zu Sanie­rungs­zwe­cken? in der Oppen­hei­mer Alt­stadt von dort woh­nen­den Eigen­tü­mern hät­ten bean­tragt wer­den kön­nen, zum aller­größ­ten Teil für die Abbruch­ar­bei­ten abge­grif­fen wur­den. Ein wahr­lich gutes Geschäft unter Genos­sen..

    • Ichmalwieder

      Da das ursprüng­lich auf­ste­hen­de Gebäu­de nach Räu­mung m.E. kei­ner wirt­schaft­li­chen Nut­zung mehr hät­te zuge­führt wer­den kön­nen, hät­te sich der Wert des Grund­stücks aus dem Boden­wert (abge­lei­tet aus dem aktu­el­len Boden­richt­wert) abzüg­lich der Frei­le­gungs­kos­ten errech­net.“

      Na gut, es gab ja einen, der sag­te, das mache ich schick und tu’ etwas fürs Publi­kum. Den woll­ten sie dann nicht und jetzt ste­hen wir da, bzw. er steht jetzt in Kas­tel da. Wir machen ja sozia­len Woh­nungs­bau. Aber ZOAR war das Grad­li­ni­ger-Gelän­de sicher zu teu­er. Und jetzt? Nicht nur träu­men, ein­fach kli­cken. Ich glaub’ es nicht…

      http://​www​.all​ge​mei​ne​-zei​tung​.de/​l​o​k​a​l​e​s​/​m​a​i​n​z​/​a​m​o​e​n​e​b​u​r​g​-​k​o​s​t​h​e​i​m​-​k​a​s​t​e​l​/​p​r​i​v​a​t​m​a​n​n​-​w​i​l​l​-​s​e​i​n​e​-​5​9​-​m​e​r​c​e​d​e​s​-​k​l​a​s​s​i​k​e​r​-​i​n​-​e​i​g​e​n​e​m​-​m​u​s​e​u​m​-​i​n​-​k​a​s​t​e​l​-​d​e​r​-​o​e​f​f​e​n​t​l​i​c​h​k​e​i​t​-​z​e​i​g​e​n​_​1​7​6​9​3​4​1​0​.​htm

      • Gert Frisch

        Eine Nut­zung zu einer wie in dem AZ- Arti­kel beschrie­be­nen Unter­stel­lung von his­to­ri­schen PKW mit zum Teil musea­lem Cha­rak­ter, stellt für mich kei­ne wirt­schaft­li­che Nut­zung dar, da ggf. gene­rier­te Ein­nah­men höchst­wahr­schein­lich ledig­lich die lau­fen­den Kos­ten für Unter­halt von Gebäu­de, Per­so­nal und Pfle­ge und Instand­hal­tung der Expo­na­te gedeckt hät­ten. Inso­fern ist eine der­ar­ti­ge Nut­zung der Lieb­ha­be­rei zuzu­ord­nen.
        Auch für ZOAR war das Grund­stück sicher nicht von Inter­es­se, da das Gebäu­de wohn­wirt­schaft­li­chen Ansprü­chen in kei­ner Wei­se genügt hät­te und ZOAR auf der „grü­nen Wie­se“ güns­ti­ger hät­te bau­en kön­nen.

        • Ichmalwieder

          Sor­ry, Sie ver­mi­schen da Eini­ges:

          1. Ein Muse­um, das pri­vat betrie­ben wird, kann Publi­kum in eine tou­ris­ti­sche Stadt zie­hen.

          2. Bzgl. Gra­din­ger-Gelän­de habe ich von Grund­stück, nicht von Gebäu­de geschrie­ben. Da haben Sie selbst in Ihrem Bei­trag 2 Din­ge ver­mischt.

          • G.K.

            Ich glau­be nicht,
            zu (1): dadurch, dass das pri­va­te Muse­um wohl kaum Aus­sicht auf Aner­ken­nung als Gewer­be­be­trieb (steu­er­recht­li­che „Gewinn­erzie­lungssab­sicht“) hat und damit als Hob­by ein­ge­stuft wer­den dürf­te, kann die Stadt auch nicht mit Steu­er­ein­nah­men aus die­sem Vor­ha­ben rech­nen.
            Das Publi­kum, was Geld in der Stadt las­sen wür­de,. ist bei der Gesamt­be­trach­tung nicht maß­geb­lich.

            zu (2): Das Grund­stück, so hat er für mich nach­voll­zieh­bar dar­ge­stellt, ist durch die Abriss­be­bau­ung unter dem Strich wert­los, da die Abriss- und Ent­sor­gungs­kos­ten den Boden­wert über­schrei­ten. Also, so schreibt Herr Frisch ganz zu Beginn der Dis­kus­si­on, ist das Vor­ha­ben unwirt­schaft­lich.

            Aber wie schon mal gesagt. Bei Steu­er­recht und Finanz­recht habe ich mich „weg­ge­duckt“, das war nix für mich.
            WIe dem auch sei. Ich befürch­te, dass ein „Pri­va­ter“ schnell dar­an unter den gege­be­nen Vor­aus­set­zun­gen geschei­tert wäre.

    • D. Mayer

      Vie­len Dank für Ihren Bei­trag.

      Lei­der wird Ihre von uns geteil­te Sicht­wei­se inner­halb der GWG/HGO außer Acht gelas­sen – oder wie es der Vor­sit­zen­de des Auf­sichts­ra­tes gegen­über der All­ge­mei­nen Zei­tung for­mu­lier­te: „Herr Held hat nota­ri­ell genau das umge­setzt, was in Vor­stand und Auf­sichts­rat beschlos­sen wor­den ist. Es gab immer die Zusa­ge, dass an der Stadt kei­ne Kos­ten hän­gen blei­ben sol­len. Inso­fern gibt es hier kei­ne Grün­de für recht­li­che Schrit­te.“

      Aller­dings ist es sehr inter­es­sant, wie Vor­stand und Auf­sichts­rat mit den Ihnen anver­trau­ten Finanz­mit­teln der Unter­neh­mens­grup­pe umge­gan­gen sind und auf­grund des Ver­zichts auf recht­li­che Schrit­te wie Regress­for­de­run­gen wei­ter­hin umzu­ge­hen geden­ken. Wer als Vor­stand und Auf­sichts­rat einen nach­träg­lich zu Las­ten ihrer Unter­neh­mens­grup­pe geän­der­ten Kauf­ver­trag akzep­tiert, soll­te drin­gendst zum Woh­le der GWG/HGO abge­setzt wer­den.

  3. Frank

    War­um soll­te auch nur der „Gerings­te Oppen­hei­mer Genos­se“ sich gegen Held stel­len ? wür­de „Er“ fal­len, so ver­sieg­te nicht nur die Held­quel­le son­dern müss­ten auch die Betei­lig­ten mit evtl. fol­gen­den For­de­run­gen und Ver­fah­ren rech­nen. Die aus­ge­ge­be­ne Paro­le dürf­te eher lau­ten :„Anträ­ge abschmet­tern, abschwä­chen, über die kom­men­den Mona­te ret­ten und hof­fen es am Ende über eine Bewäh­rungs­stra­fe nicht hin­aus­läuft“. Dies wür­de die ent­spre­chen­den Ehren­sold­pro­zen­te brin­gen und läßt sich auch noch gut ver­kau­fen. Lei­der wer­den sol­che Bei­kräu­ter wie Bod­de­ras, Kre­te, Pen­zer, Kloos .……wie ist noch der Namen des kurz vor Tor­schluss ins Boot gehol­ten Poli­zis­ten ? die Sup­pe aus­löf­feln dür­fen. Der Klei­ne Pro­vinz­fürst wird den Haupt­müll auf sei­ne Unter­zeich­ner abwäl­zen und der Don – „Der Pate aus Sel­zen“ : sei­ne letz­ten Bau­ern im Spiel ver­lie­ren. Da ist es doch schmerz­lich, der Füh­rer – so vie­le Jah­re über Rhein­hes­sen hin­aus sei­ne Ten­ta­keln aus­warf (zwei geschei­ter­te VG Bür­ger­meis­ter Kandidaten.).……sich her­ab­las­sen muss – direkt in der Obers­ten Redak­ti­on des Orts­an­zei­gers .…AZ .…..für Ord­nung zu sor­gen. Ja sogar sei­ne leicht Grenz­wer­tig­de­bi­lan­ge­hauch­ten Posi­tio­nen zu ver­öf­fent­li­chen. Mut­ter­par­tei ! bit­te sor­ge für Ordnung.….….schreite nach über 10 Jah­ren ein. Mag sein du als Thors­ten Kram sei­nen Arti­kel in der AZ ver­öf­fent­lich­te noch dar­an glaub­test die Oppen­hei­mer könn­ten es selbst schaf­fen ! dem ist nicht so !!! sie brau­chen Hil­fe.

  4. D. Mayer

    Was kann getan wer­den?

    Bür­ger­hand­buch: Poli­tisch aktiv wer­den – Öffent­lich­keit her­stel­len – Rech­te durch­set­zen. (99 Tipps zum Tun)
    von Paul Acker­mann

    Mei­nen Lite­ra­tur­tipp ein­fach bei der Lan­des­zen­tra­le für poli­ti­sche Bil­dung Rhein­land-Pfalz (LpB RLP) kos­ten­güns­tig bestel­len. Oder ganz mutig und tap­fer in der Stadt­bi­blio­thek Oppen­heim nach­fra­gen…

  5. AS

    Als ich die heu­ti­gen Huld­brie­fe in der AZ gele­sen habe, woll­te ich sofort wie­der einen Lese­brief schrei­ben. Lei­der habe ich die Erfah­rung gemacht, dass die­ser dann nicht ver­öf­fent­licht wird. So habe ich vor Tagen einen Leser­brief geschrie­ben als Reak­ti­on auf einen Brief eines Held­an­hän­gers, in dem Kri­ti­ker als Drauf­schlä­ger und Jäger bezeich­net wur­den und man bei der Worm­ser Stra­ße nicht in den Krü­meln suchen soll­te. Ich habe geschrie­ben, dass ich mich wun­de­re, dass man Anders­den­ken­de in der AZ ein­fach ver­un­glimp­fen darf. Wei­ter habe ich bemerkt, dass wer einen fünf­stel­li­gen Betrag einen Krü­mel nennt, braucht sich nicht zu wun­dern, spä­ter einen 23 Mil­lio­nen Kuchen essen zu müs­sen. Ich bekam eine email von der Lokal­re­dak­ti­on, dass man den Leser­brief nicht ver­öf­fent­li­chen kann. Er ist nicht sach­lich genug.

    • Es reicht

      Kon­se­quenz: Abo kün­di­gen. Habe ich auch gemacht, es lebt sich pri­ma ohne das Käse­blätt­chen und spart Geld! Da braucht es auch bald man­gels Leser kei­ne Lokal­re­dak­tio­nen mehr.

      • G.K.

        Ich habe auch gekün­digt. Viel­leicht gibt es irgend­wann ein­mal eine Alter­na­ti­ve.

    • J.

      Hm, Gott sei Dank habe ich nur 2 Huld­brie­fe, aber auch 2 eher kri­ti­sche Leser­brie­fe gese­hen.

      Kri­ti­scher sehe ich den Bericht von Frau Stras­ser ges­tern in der Lands­kro­ne. Bedau­er­li­cher­wei­se hat Frau Stras­ser aber­mals jede Nach­fra­ge ver­passt und dazu nur die Anmer­kun­gen von Herrn Pen­zer ver­öf­fent­licht, nicht aber den 3. Schritt die Ein­schät­zung des LRH zum jewei­li­gen The­ma.

    • D. Mayer

      Die Reak­ti­on der Redak­ti­on ist ein­fach nur lächer­lich.

      Eine Redak­ti­on des VRM hat bei­spiels­wei­se einen Leser­brief abge­druckt, in wel­chem der Faust­schlag mit­ten in das Gesicht einer Ord­nungs­kraft damit gerecht­fer­tigt wor­den ist, die Stadt sei selbst schuld: Schließ­lich habe man ja vor Jah­ren nicht aus­rei­chend für Park­raum in der Innen­stadt gesorgt.

      Ich nen­ne es: Unent­schuld­bar, so einen Sch.… abzu­dru­cken. Die Aus­wahl der Leser­brie­fe im VRM ist also mit­hin über Oppen­heim hin­aus sehr gewöh­nungs­be­dürf­tig.

    • Kurt Podesta

      Das erle­be ich auch immer mal wie­der, man darf gegen Held nie­mals kri­ti­sche Zei­len schrei­ben, die wer­den nicht ver­öf­fent­licht, wenn man denn wirk­lich mal eine Ant­wort bekommt. Ein­mal schrieb ich, dass die Redak­ti­on das Zen­tral­or­gan von Held sei, was die­se ver­an­lass­te, mich anzu­ru­fen um zu erklä­ren, dass dem nicht so sei, man sei abso­lut neu­tral und nur der Pres­se­frei­heit ver­pflich­tet! Nur die Defi­ni­ti­on von Pres­se­frei­heit ist halt dort etwas ande­res als in der Wirk­lich­keit! Vie­le Auf­trä­ge – viel Pres­se! Das ist Pres­se­frei­heit a la Lands­kro­ne!

  6. CHE

    Die Für­bit­te­rin wohnt in einer HGO Woh­nung und arbei­tet be der HGO ! Alles klar !??

  7. F. E.

    So wie ich bis­her die Dis­kus­si­on hier, aber auch an ande­rer Stel­le ver­fol­gen konn­te, ist eine Abwahl eines ehren­amt­li­chen Bür­ger­meis­ters in Rhein­land-Pfalz in der Gemein­de­ord­nung nicht vor­ge­se­hen bzw. sie ist nicht mög­lich, also selbst dann, wenn ein Bür­ger­beh­ren die­ses Inhal­tes über­haupt zuläs­sig wäre, was ich bezweif­le, da ja der Gemein­de­rat bzw. Hier der Stadt­rat ja gar kei­ne Mit­tel hät­te die­ses Begeh­ren umzu­set­zen, selbst wenn man jetzt ein­mal davon aus­gin­ge, dass sich hier­für über­haupt eine Mehr­heit fän­de. Wie sehen es denn die Juris­ten hier? Min­des­tens ein Jurist ist ja hier dabei, ich bin lei­der kei­ner.

  8. Kurt Podesta

    Ich über­le­ge mir die gan­ze Zeit, wie ich Beauf­trag­ter der Stadt oder der VG wer­den kann, und für was? Heu­te kam mir die zün­den­de Idee; ich wer­de Beauf­trag­ter für wohl­klin­gen­de Leser­brie­fe an die Lands­kro­ne und an die AZ! Ich hul­dig jeden ein­mal wöchent­lich, will er mehr, mache ich Über­stun­den und rech­ne Fahrt­kos­ten ab, oder ich bekom­me den nun frei­en Dienst­wa­gen von Meis­ter Pen­zer, india­nisch: der den Dackel führt.
    Soll­ten dann meh­re­re der Prot­ago­nis­ten mei­ne Diens­te in Anspruch neh­men wol­len, kann ich das ger­ne per­sön­lich mit ihnen abrech­nen. Bei Bod­de­ras neh­me ich etwas mehr, auch beim roten Hengst von Uel­vers­heim wird das etwas teu­rer! Für die ande­ren Dumpf­ba­cken schrei­be ich kos­ten­neu­tral, wenn ich denn mei­nen Geburts­tag mit Wein der Stadt Oppen­heim fei­ern kann! Doch das geht nicht, denn so einen Schleim wie heu­te mor­gen als Leser­brief in der AZ ver­öf­fent­licht wur­de, den kann ich nicht pro­du­zie­ren, selbst dann nicht, wenn ich mein Hirn auf das eines Ein­zellers redu­zie­re!
    Ich habe für 2017 für mich per­sön­lich zwei Hel­den aus­ge­macht. 1. Mag­gus, 2. Rudi, der rote Hengst von Uel­vers­heim, weil, bei­de haben gezeigt, wie man mit ganz wenig Anstand ganz viel Mist pro­du­zie­ren kann! Und, den bei­den Leser­brief­schrei­bern sei gesagt: Hirn ein­schal­ten, nach­den­ken, und dann erst schrei­ben! Hel­ge Schnei­der sag­te ein­mal in einer Talk­show: Affen­schei­ße! Dem ist, für die­se bei­den Schrei­ber, nichts mehr hin­zu­zu­fü­gen! Ach, und noch etwas: Die Praw­da hat mich ange­ru­fen, ich schrieb einen Leser­brief und man erklär­te mir, dass es einen Beschluss bei der AZ gäbe, dass man vier­tel­jähr­lich nur einen Brief ver­öf­fent­li­chen dür­fe! Das hin­dert die AZ, sprich Lands­kro­ne, aber nicht dar­an, emm Mag­gus ganz viel Zei­len zu wid­men und von SPD/Held gesteu­er­ten Schrei­bern eine ganz gro­ße Platt­form zu geben! Es lebe die Demo­kra­tie!

    • H.M.

      Hal­lo Herr Podes­ta, wir ken­nen uns ja noch von der Tafel, zumin­dest waren wir hier immer mal zusam­men. Ich erin­ne­re mich auch noch an so man­chen Vor­gang. Dem soll­te man mal auf den Grund gehen. Wis­sen Sie noch was ich mei­ne? H.M.

  9. Dr. Volkhart Rudert

    Die Abwahl eines Bür­ger­meis­ters ist grund­sätz­lich mög­lich, scheint aber bei einer ent­spre­chen­den Mehr­heit im Stadt­rat schwer zu sein, wie Bei­spie­le zei­gen, in denen sogar wegen Kor­rup­ti­on und Untreue ver­ur­teil­te Bür­ger­meis­ter, nicht abge­wählt wur­den. Zur Abwä­gung emp­fiehlt sich die Lek­tü­re der nach­fol­gen­den Publi­ka­ti­on:

    https://​publis​hup​.uni​-pots​dam​.de/​o​p​u​s​4​-​u​b​p​/​f​r​o​n​t​d​o​o​r​/​d​e​l​i​v​e​r​/​i​n​d​e​x​/​d​o​c​I​d​/​1​4​9​7​/​f​i​l​e​/​k​w​i​_​a​h​_​1​4​.​pdf

    Es steht die Fra­ge im Raum, ob es bei den Mit­glie­dern des Stadt­ra­tes ein hin­rei­chend aus­ge­präg­tes Gerech­tig­keits­be­wusstein gibt, denn die Ber­li­ner obers­te Spit­ze der Mehr­heits­par­tei in unse­rem Stadt­rat bemüht sich ja dar­um vom Bür­ger als Par­tei der Gerech­tig­keit wahr­ge­nom­men zu wer­den. In Oppen­heim bekommt sie dafür eini­ges „auf die Fres­se“, wie Frau Nah­les es for­mu­lie­ren wür­de.

    Soll­te es hier­zu­lan­de tat­säch­lich kei­ne Sozi­al­de­mo­kra­ten mit auf­rech­ter Gesin­nung geben? Wirk­lich kei­ne oder kei­nen, der Scha­den von unse­rem Gemein­we­sen abwen­den möch­te und kraft­voll und mutig das Gemein­wohl über das Par­tei­in­ter­es­se zu stel­len in der Lage ist?

    Wäre es so trau­rig um die inne­re Ver­fas­sung der Mehr­heits­par­tei bestellt, so stün­de die­ses Zitat wie ein Men­tekel an der Wand:

    Selbst der Gerech­te wird unge­recht, wenn er selbst­ge­recht wird.

    Rudolf Hagel­stan­ge (dt. Schrift­stel­ler)

    • F. E.

      Hal­lo Herr Rudert, das bezieht sich aber auf haupt­amt­li­che Bür­ger­meis­ter. Herr Held ist ehren­amt­li­cher Bür­grmeis­ter. So wie ich es bis­her in der hier und in der All­ge­mei­nen Zei­tung bereits an ande­rer Stel­le geführ­ten Dis­kus­si­on ver­stan­den habe muss man hier unter­schei­den und in Rhein­land-Pfalz könn­ten ehren­amt­li­che Bür­ger­meis­ter nicht abge­wählt wer­den.

      • H. Kr.

        Naja, im Fal­le von Anstand wäre das Stich­wort „frei­wil­li­ger Rück­zug“ das rich­ti­ge. Wie passt eigent­lich ehren­amt­lich und über 2000 Euro/Monat zusam­men.

        • F. E.

          Nun, das ist die gesetz­lich vor­ge­schrie­be­ne Auf­wands­ent­schä­di­gung, gestaf­felt nach Ein­woh­ner­zahl, die allen ehren­amt­li­chen Bür­ger­meis­tern zusteht, in allen Kom­mu­nen des Kan­des Rhein­land-Pfalz und die auch alle Bür­ger­meis­ter neh­men, unab­hän­gig ihrer Par­tei oder Wäh­ler­grup­pe. Nach­les­bar im Inter­net, wenn man goog­led.

          • H. Kr.

            Was Sie nicht sagen. Noch­mal die Fra­ge: Ehren­amt­lich? Schau­en Sie mal, wer so alles für nen Voll­zeit­job unter 2000 Euro ver­dient. Kann man übri­gens auch goog­len…

      • Anonymous

        Aus der Stu­die:

        Amts­zeit in Jah­ren
        ehren­amt­lich
        haupt­amt­lich

        Viel­leicht habe ich das über­le­sen, aber zumin­dest am Anfang der Stu­die wird dar­auf ein­ge­gan­gen. Bei den gerin­gen Fall­zah­len ist eher davon aus­zu­ge­hen, dass hin­ter­her nicht wei­ter getrennt wur­de.

        Höchst­wahr­schein­lich aber ist, dass, (nach dem Lesen die­ser Arbeit) mit der abso­lu­ten Mehr­heit im Stadt­rat eine Abwahl unwahr­schein­lich ist.

    • Klaus

      Vie­len Dank für den erhel­len­den Link, Hr. Dr. Rudert. So wie ich das lese, wür­de in Rhld-Pfalz ein Abwahl­ver­fah­ren nur durch Bür­ger­be­geh­ren initi­iert wer­den kön­nen bzw. durch Rats­be­geh­ren, wovon hier aber nicht aus­zu­ge­hen ist. Um ein sol­ches Büger­be­geh­ren ein­zu­lei­ten, wäre eine Ja-Stim­me von 30% aller Wahl­be­rech­tig­ten von­nö­ten. In einem ande­ren Post habe ich schon­mal geschrie­ben: Wir haben lt. letz­ter BT-Wahl in Oppen­heim 5.549 Wahl­be­rech­tig­te. 30% = 1.665 Stim­men.
      Nach­dem was ich hier so lese, scheint mir das die ein­zi­ge Mög­lich­keit zu sein, der wenigs­tens etwas Erfolg ver­spre­chen könn­te, unsern Mag­gus des Pos­tens zu ent­he­ben. Mit frei­wil­li­gem Rück­tritt rech­net nicht wirk­lich einer, oder?
      Wie ich das in der gelink­ten Abhand­lung raus­le­se, ist der Auf­wand und die Zeit­dau­er, ein Bür­ger­be­geh­ren in Gang zu set­zen schon erheb­lich. Stellt sich die Fra­ge, ob sich der Auf­wand im Hin­blick auf die anste­hen­den Kom­mu­nal­wah­len 2019 lohnt. Klar, wol­len wir alle das unser Steu­er­geld nicht wei­ter ver­schwen­det wird und Mag­gus aus dem Amt fliegt.
      Wie hier aber öfter gefor­dert, Demos abzu­hal­ten, hal­te ich -außer um viel­leicht mal Dampf abzu­las­sen- für ziem­lich wir­kungs­los.

      • R. Bürger

        Noch­mal die Gemein­de­ord­nung aus der Web­sei­te des Jus­tiz­mi­nis­te­ri­ums zitiert:

        (3) Das Bür­ger­be­geh­ren ist schrift­lich bei der Gemein­de­ver­wal­tung ein­zu­rei­chen;… Es muss die zu ent­schei­den­de Gemein­de­an­ge­le­gen­heit in Form einer mit ‚Ja‘ oder ‚Nein‘ zu beant­wor­ten­den Fra­ge und eine Begrün­dung ent­hal­ten sowie bis zu drei Per­so­nen benen­nen, die berech­tigt sind, das Bür­ger­be­geh­ren zu ver­tre­ten. Das Bür­ger­be­geh­ren muss in Gemein­den mit
        1.
        bis zu 10 000 Ein­woh­nern von min­des­tens 9 v. H.,
        der bei der letz­ten Wahl zum Gemein­de­rat fest­ge­stell­ten Zahl der wahl­be­rech­tig­ten Ein­woh­ner unter­zeich­net sein.

        Also: 9 Pro­zent der Wahl­be­rech­tig­ten in Oppen­heim müs­sen unter­zeich­nen, um das Bür­ger­be­geh­ren dann durch­füh­ren zu kön­nen.
        5.549 Wahl­be­rech­tig­te 9 Pro­zent: 500 Stim­men.

        Aber egal: Wich­tig ist, dass über­haupt getrom­melt wird. Natür­lich ist das Auf­wand. Aber dem Auf­wand ande­rer sich durch die Stadt zu berei­chern bzw Vet­tern­wirt­schaft bzw Kor­rup­ti­on zu betrei­ben muss man eben den Auf­wand ent­ge­gen­set­zen das zu been­den.
        Ich will es nicht zu hoch hän­gen – aber eine (fried­li­che) Revo­lu­ti­on kann man nicht im Lehn­ses­sel in der Wohn­stu­be haben.…

        • Klaus

          Ja, hab es jetzt auch gele­sen… Aber es steht auch dort unter Zif­fer 4:
          „Über die Zuläs­sig­keit des Bür­ger­be­geh­rens ent­schei­det der Gemein­de­rat nach Anhö­rung…“
          Ist das nicht schon der Todes­stoß?

  10. K. Scherning

    Was soll oder muß noch alles auf­ge­deckt wer­den bis die­se uner­träg­li­che Situa­ti­on been­det wird?
    Herrn Held und Genos­sen wird nichts pas­sie­ren, da kön­nen wir uns hier die Fin­ger wund schrei­ben, als gebe es kein mor­gen.
    Ein­zi­ge Mög­lich­keit die ich sehe, wäre ein­fach zu demons­trie­ren. Damit kämen auch die über­ge­ord­ne­ten Stel­len, end­lich mal in Zug­zwang.
    Soll­te das dann auch kei­ne Früch­te tra­gen, leben wir lei­der in kei­ner Demo­kra­tie mehr.

  11. K.W.

    Viel­leicht soll­te man mal auf dem Neu­jahrs­emp­fang am 14. Janu­ar vor­stel­lig wer­den und ein paar Fra­gen öffent­lich stel­len – Held hat ja nach eige­ner Aus­sa­ge immer ein offe­nes Ohr und kann bestimmt alles erklä­ren…

  12. Sonja S.

    Fro­he Weih­nach­ten wün­sche ich allen hier!
    Der Schrei­ber des von Herrn Podes­ta genann­ten Leser­briefs hat wohl nie über das „Ende mit Schre­cken“ in der Bibel gele­sen?

    Psalm 73
    3
    Denn es ver­droß mich auf die Ruhm­re­di­gen, da ich sah, daß es den Gott­lo­sen so wohl ging.
    4
    Denn sie sind in kei­ner Fahr des Todes, son­dern ste­hen fest wie ein Palast.
    5
    Sie sind nicht in Unglück wie ande­re Leu­te und wer­den nicht wie ande­re Men­schen geplagt.
    7
    Ihre Per­son brüs­tet sich wie ein fet­ter Wanst; sie tun, was sie nur geden­ken.
    8
    Sie ver­nich­ten alles und reden übel davon, und reden und läs­tern hoch her.
    9
    Was sie reden, das muß vom Him­mel her­ab gere­det sein; was sie sagen, das muß gel­ten auf Erden.
    10
    Dar­um fällt ihnen ihr Pöbel zu und lau­fen ihnen zu mit Hau­fen wie Was­ser
    11
    und spre­chen: Was soll­te Gott nach jenen fra­gen? Was soll­te der Höchs­te ihrer ach­ten?
    12
    Sie­he, das sind die Gott­lo­sen; die sind glück­se­lig in der Welt und wer­den reich.
    13
    Soll’s denn umsonst sein, daß mein Herz unsträf­lich lebt und ich mei­ne Hän­de in Unschuld wasche
    16
    Ich gedacht ihm nach, daß ich’s begrei­fen möch­te; aber es war mir zu schwer
    17
    bis daß ich ging in das Hei­lig­tum Got­tes und merk­te auf ihr Ende.
    18
    Aber du set­zest sie aufs Schlüpf­ri­ge und stür­zest sie zu Boden.
    19
    Wie wer­den sie so plötz­lich zunich­te! Sie gehen unter und neh­men ein Ende mit Schre­cken.

  13. M

    Auf­sichts­rat, Stadt­rat, Kom­pe­tenz­team- fast über­all die glei­chen Namen -und schau an- der Rudi ist wie­der dabei. (http://​gw​-oppen​heim​.de/​d​e​r​-​a​u​f​s​i​c​h​t​s​r​at/) .

    Auch die AZ berich­te­te :
    http://​www​.all​ge​mei​ne​-zei​tung​.de/​l​o​k​a​l​e​s​/​o​p​p​e​n​h​e​i​m​/​o​p​p​e​n​h​e​i​m​/​n​i​e​-​p​a​r​t​e​i​p​o​l​i​t​i​k​-​g​a​n​z​-​b​a​s​i​s​d​e​m​o​k​r​a​t​i​s​c​h​_​1​6​6​3​4​6​9​9​.​htm

    Die Grün­dungs­idee der GWG :
    „Die Gemein­nüt­zi­ge Woh­nungs­bau­ge­nos­sen­schaft Oppen­heim eG wur­de am 25.05.1949 unter dem Über­be­griff „Über­win­dung der gemein­sa­men Not durch gemein­sa­mes Han­deln“ grün­det.“ Guter Gedan­ke.

    Nur könn­te jetzt die Bezeich­nung, gemein­sa­me Not, in ver­schie­de­ner Hin­sicht eine spe­zi­el­le Bedeu­tung erlan­gen.
    Als „Rand­fi­gur“ , aber durch­aus mit recht­li­cher Ver­ant­wor­tung ver­se­hen, immer wei­ter mit zu machen, das ja kommt Lem­min­gen gleich.
    Viel­leicht lang­sam doch mal über Zivil­cou­ra­ge und Wider­stand nach­den­ken und , neben dem öffent­li­chen Inter­es­se, zu dem man ver­pflich­tet ist, auch an die eige­nen Haut den­ken.
    §43 GmbHG ? Das kann ganz emp­find­lich mies und fies werden.Und an War­nun­gen hat es nicht geman­gelt.

    Und am Ende galop­piert viel­leicht der rote Hengst mit sei­nem Mag­gus in die Abend­son­ne und die ande­ren krie­gen das Fell über die Ohren gezo­gen.
    Des Men­schen Wil­le- und auch an die Zukunft den­ken.…

    • Frieder Zimmermann

      Dan­ke, M!
      Dan­ke vor allem für den Hin­weis auf den AZ-Lands­kro­ne-Arti­kel vom 12. Febru­ar 2016.
      Online: http://​www​.all​ge​mei​ne​-zei​tung​.de/​l​o​k​a​l​e​s​/​o​p​p​e​n​h​e​i​m​/​o​p​p​e​n​h​e​i​m​/​n​i​e​-​p​a​r​t​e​i​p​o​l​i​t​i​k​-​g​a​n​z​-​b​a​s​i​s​d​e​m​o​k​r​a​t​i​s​c​h​_​1​6​6​3​4​6​9​9​.​htm
      Die Sei­te habe ich damals aus­ge­schnit­ten und archi­viert.
      Der Redak­ti­on habe ich am sel­ben Tag geschrie­ben (nota bene 12.02.2016, vor fast zwei Jah­ren!):

      … bei der Lek­tü­re der heu­ti­gen AZ ist mir die­ses Spott­lied ein­ge­fal­len, das ich nicht für mich behal­ten kann.

      Gruß
      Frie­der Zim­mer­mann

      Melo­die: Lied der Fah­ne (Rot,weiß und blau), Hair/Haare 1968

      Das Lied von der Basis­de­mo­kra­tie

      Herr­lich die­se Rot, Grau und Weiß!
      Herr­lich, und wir lie­ben es heiß!
      Gelb und schwarz ist Mit­tel­al­ter,
      Steht für Ver­gan­gen­heits­ver­wal­ter.
      Rot, grau weiß wird uns’re Stadt,
      Zu lesen steht’s im Lands­kron-Blatt,
      Und rein basisis­de­mo­kra­tisch,
      Prak­tisch, gut und fast qua­dra­tisch,
      Das ist gewach­sen so his­to­risch
      Und steht so qua­si meta­pho­risch
      Für den Wunsch der Bür­gers­leu­te
      Nach kon­for­mer Ord­nung heu­te,
      Nach kla­rer Linie und geballt
      An der Spit­ze eine Licht­ge­stalt,
      Die uns kraft­voll und ener­gisch führt,
      „Demo­kra­tisch“ defi­niert
      Und Oppen­heim nach vor­ne bringt.
      Wenn das mal nicht so ähn­lich klingt
      Wie in Koreas fer­nem Nor­den,
      Wo auch nicht vie­le Mei­nungs­sor­ten
      Alles durch­ein­an­der brin­gen,
      Wo alle eine Hym­ne sin­gen,
      Wo kei­ne Dis­kus­sio­nen scha­den,
      Wo Ruh‘ und Ord­nung ist im Laden.
      His­to­risch ist das dort gespros­sen,
      Auf allen Pos­ten nur Genos­sen.
      Wide­wi­de­witt wird uns’re Welt
      Rot, grau, weiß für Mar­kus Held.“

      Lei­der war in der Lands­kro­ne damals kein Pla­trz für einen Abdruck ;o)

  14. J.

    Schau­en wir uns mal das Schrei­ben an die Anlie­ger der Gra­din­ger Bau­stel­le an.

    Da schreibt er, der Held: „Die rest­li­chen Abbruch­ar­bei­ten (Boden­plat­te) sind eng mit den nach­fol­gen­den Grün­dungs­ar­bei­ten für die neu­en Gebäu­de ver­knüpft und kön­nen daher erst in deren Zuge – vor­aus­sicht­lich im Janu­ar 2018 – durch­ge­führt wer­den. Das ver­mei­det Dop­pel­ar­beit und auch Kos­ten.“
    Aha, die alte Boden­plat­te muss ent­fernt wer­den bevor die Grün­dungs­ar­bei­ten für den Neu­bau begon­nen wer­den kön­nen. Soweit so schlüs­sig. Wor­aus sich in dem Zuge Dop­pel­ar­bei­ten und Mehr­kos­ten erge­ben könn­ten, erschließt sich wohl nur jeman­dem der krampf­haft Grün­de für die „Bau-Pau­se“ sucht. Evtl. soll die Boden­plat­te vor Ort zu Recy­cling Schot­ter ver­ar­bei­tet und die­ser wie­der ein­ge­baut wer­den. Mach­bar aber reich­lich laut.
    Dann folgt die­se wun­der­ba­re held­sche For­mu­lie­rung: „in ers­ter Linie der Tat­sa­che geschul­det, dass wir z.B. auf­grund der Lage des Objekts inner­halb der Rhein­deich­schutz­zo­ne bestimm­te behörd­li­che Geneh­mi­gun­gen abwar­ten muss­ten, bevor wir den nächs­ten Schritt gehen konn­ten“. Aus mei­ner Sicht mal wie­der eine Ver­schleie­rung durch unprä­zi­se, vage For­mu­lie­rung. „in ers­ter Linie“ und „z.B.“ schlie­ßen sich logisch aus. Dann noch vager „bestimm­te behörd­li­che Geneh­mi­gun­gen“ – kon­kret wel­che denn?

    Zusam­men­ge­fasst, ein typi­scher Held Brief, gespickt mit Halb­wahr­hei­ten und Unver­bind­li­chem „Gela­ber“.

    Ach und „unser Sanie­rungs­bü­ro“ mit der güns­ti­gen Mie­te im Rat­haus ist auch mit dabei.

    • T-A-M-O

      Das stinkt doch auch wie­der zum Him­mel!
      Wie geht sowas? Da wur­de ein­fach mal so das Gra­din­ger­ge­bäu­de mit der Absicht zur Errich­tung von Sozi­al­woh­nun­gen in Kom­bi­na­ti­on mit Eigen­tums­woh­nun­gen ange­kauft, was ich damals schon, als ich das hör­te, für eine rie­sen gro­ße Lüge hielt. Dann hat man das Gebäu­de abge­ris­sen, wobei hier die Abriss­kos­ten schon nichts mehr mit dem Ange­bots­preis zu tun hat­ten und total aus dem Ruder lie­fen, För­der­gel­der nicht so flie­sen, wie das von die­sem „Möch­te­gern Top-Mana­ger“ vor­ge­tra­gen wur­de. Man hat schon mal geplant mit über 40 Wohn­ein­hei­ten, dann mal mit ca. 30 Ein­hei­ten und nun muss man lesen, dass trotz der bereits ange­fal­le­nen Kos­ten noch nicht mal alle Geneh­mi­gun­gen vor­han­den waren. Hat man erst jetzt erfah­ren, dass man hier in einer Rhein­deich­schutz­zo­ne bau­en möch­te? Ordent­lich arbei­ten­de Unter­neh­men gehen da nicht solch hohe Ris­ken ein, ohne sich vor einem Kauf inten­sivst damit beschäf­tigt zu haben. Zumal das Gra­din­ger­ge­bäu­de doch schon jah­re­lang leer stand und man sich doch vor­ab schon hät­te infor­mie­ren kön­nen. Zum Glück hat­te aber der Alt­bür­ger­meis­ter und Ehren­bür­ger von Oppen­heim, Herr Men­ger bzw. des­sen Frau als Immobilienmakler/in genau das Gebäu­de für schlap­pe 34.500 Euro (Pro­vi­si­on) in Auf­trag und haben das gehei­me Objekt unse­rem Schwimm­bad­be­auf­trag­ten, der neben­be­ruf­lich unter ande­rem auch als Geschäfts­füh­rer der HGO, Vor­stands­vor­sit­zen­der der GWG, Chef der Tafel und neben­bei noch ein bischen Bür­ger­meis­ter und noch ein klein wenig Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­ter (MdB) ist ange­bo­ten. Da muss­te er natür­lich zuschla­gen, denn die Mög­lich­keit, dass er sei­nem Par­tei­freund und Vor­gän­ger aus Freu­de für die­sen Geheim­tip 34.500 Euro aus Steu­er­gel­dern geben konn­te, erfüll­te Ihn bestimmt mit Stolz. Unser Held, ein­fach ein tol­ler Typ, was der alles Gutes für die Stadt tut!
      Nun könn­te man ja den­ken, der Held kann nicht rech­nen, stimmt aber so nicht, er kann ganz gut rech­nen, eben nur dann, wenn es um sei­ne Belange/Vorteile und die sei­ner Folgs­leu­te geht, Frau Kloos kann das bestimmt bestä­ti­gen. Wenn es aber ums Geld der Stadt und somit der Bür­ger geht, ist er nicht so cle­ver, wie er tut!
      Genau­so scheint es mit dem Lesen zu sein, denn er unter­schreibt die Pro­to­kol­le des Stadt­rats und sagt anschlie­ßend, natür­lich nur wenn etwas schief geht, dass er das so nicht gesagt hät­te! Ihr armen Stadt­rä­te wer­det von eurem „Mag­gus“ so in die Pfan­ne gehau­en, für dumm dar gestellt und merkt das nicht ein­mal. Wer­den sie end­lich mal wach! Oder hän­gen Sie per­sön­lich eben­falls so tief in der Sch.… mit drin­nen, dass sie nicht mehr zurück kön­nen? Was glau­ben sie, was Herr Held macht, wenn es für Ihn per­sön­lich so rich­tig eng wird? Ich ver­mu­te mal, dass er alles ver­su­chen wird die Schuld den Stadt­rä­ten zuzu­schie­ben, wie er es auch mit Herrn Pen­zer schon macht. Wie man hört, sind es über 20.000.000,00 € Schul­den, die die Stadt haben soll genug und kommt unter der Füh­rung von Herrn Held auch nicht davon weg.

      Weih­nach­ten ist bestimmt eine gute Zeit, sich über so eini­ge Din­ge sei­ne Gedan­ken zu machen und ent­spre­chend zu han­deln.

  15. Matthias Kuon

    Die Zusam­men­set­zung der GWG Auf­sichts­rä­te lässt erah­nen : Von dort droht Herrn Held kein Unge­mach. Alles „sei­ne „ Leu­te.

    • Markus Haase

      Die Mit­glie­der der GWG könn­ten aber dage­gen ange­hen, immer­hin ist die HGO 100% Toch­ter der GWG.
      Bedeu­tet die HGO gehört den Mit­glie­dern der GWG.
      Wenn das Geld der HGO ver­schwen­det wird, muss das Geld der GWG her­hal­ten, Mit­glie­der bekom­men wenig bis kei­ne Divi­den­de. Geschäfts­füh­rer und Auf­sichts­rat machen sich die Taschen voll.
      Da die meis­ten Mit­glie­der, wohl auch Mit­glied in der SPD sind, wird das für Her­ren Held kei­ne Kon­se­quen­zen haben.

      Ach ja, auch im zwei­ten Abschnitt, der Worm­ser Stra­ße wur­den, so wie die ein­zel­nen Bitu­men­fle­cken erken­nen las­sen, zuerst die Haus­an­schlüs­se her­ge­stellt. Für mich ist die Ver­ga­be an nur eine Fir­ma (trotz getrenn­ter Aus­schrei­bung) nicht mehr nach­voll­zieh­bar, da kein Zusam­men­hang zwi­schen Stra­ßen­aus­bau und Haus­an­schlüs­sen mehr zu erken­nen ist (zeit­li­cher Ablauf zwi­schen den arbei­ten)
      Zah­len­de Anwoh­ner und Steu­er­zah­ler wer­den hier zur Kas­se gebe­ten, Herr Held läßt wie­der ein­mal einem gro­ßen SPD Spen­der Geld ver­die­nen.

    • M

      Auf­sichts­rat und Gesell­schaf­ter könn­ten wohl noch, wenn ich das, was ich im Netz gele­sen habe, rich­tig ver­ste­he, zu sei­ner Ret­tung beschlie­ßen, dass alles ein­ver­nehm­lich gesche­hen ist und mit­ge­tra­gen wird.

      Aber sehen­den Auges und mit Wis­sen und wol­len, steht da bei einem gemein­nüt­zi­gen Unter­neh­men und bei die­sen Sum­men nicht eige­ne Untreue im Raum? Untreue ist immer ein Straf­tat­be­stand und ein Fall für die StA.

      Liest jemand mit, der sich aus­kennt und ant­wor­ten möch­te ?

      • D. Mayer

        Für die Genos­sen­schaft darf kein Scha­den ent­ste­hen. Andern­falls könn­ten die Mit­glie­der ja auf dum­me Ide­en kom­men und Fra­gen stel­len:

        War­um über­neh­men GWG/HGO Risi­ken des Stadt­bür­ger­meis­ters? War­um unter­schreibt der Geschäfts­füh­rer einen frag­wür­di­gen Ver­trag? Wie hat sich der Auf­sichts­rat posi­tio­niert bzw. wie gedenkt er zu han­deln?

        Und auf­grund einer mög­li­chen (even­tu­ell sogar unbe­schränk­ten!) Nach­schuss­pflicht für die Mit­glie­der der Genos­sen­schaft loh­nen sich kri­ti­sche Fra­gen defi­nitv! Wer hat als Mit­glied der Genos­sen­schaft schon Lust, gemäß sei­ner Antei­le an der eG für dort ent­stan­de­ne Ver­lus­te zu haf­ten…?

        Soll­te der Geschäfts­füh­rer (und/oder der Auf­sichts­rat) ent­ge­gen den Inter­es­sen der Genos­sen­schaft gehan­delt haben, könn­ten sie womög­lich in Regress genom­men wer­den.

        Oder die Woh­nun­gen kön­nen deut­lich über dem bis­he­ri­gen Preis­ni­veau in Oppen­heim sau­teu­er ver­kauft wer­den, um die ent­stan­de­nen Mehr­kos­ten auf­zu­fan­gen. Güns­ti­ger Wohn­raum wird schwie­rig – und wenn doch, wer­den die sie gegen­fi­nan­zie­ren­den „nor­ma­len“ Woh­nun­gen noch­mals teu­rer als sau­teu­er… Also gegen all die ursprüng­lich heh­ren Zie­le der ein­ge­tra­ge­nen Genos­sen­schaft.

        Erfreu­li­cher­wei­se muss eine eG immer in einem Prü­fungs­ver­band Mit­glied sein. Des­halb soll­te sie min­des­tens alle zwei Jah­re extern kon­trol­liert wer­den.

        Wer also Antei­le hält, soll­te sein Eigen­in­ter­es­se über die Inter­es­sen des Geschäfts­füh­rers Mar­cus Held und des­sen höri­gen Auf­sichts­rat mit zum Bei­spiel Wahl­kreis­mit­ar­bei­ter Mar­co Mei­din­ger stel­len! Andern­falls selbst Schuld.

  16. Karolinger

    Tja, der Mag­gus ist doch ein guter Mensch, tut er doch so viel Guuuutes… für sich, die Sei­nen, sei­ne Genos­sen und (gekauf­te?) Zuläu­fer. Die Stadt Oppen­heim und ihre Bür­ger sind in sei­nem Sin­ne nur not­wen­di­ge Übel, ins­be­son­de­re bei den vie­len Foto­ter­mi­nen. Da haben der Mag­gus und sei­ne Oppen­hei­mer Genos­sen einen Slo­gan der Bun­des-SPD wohl gänz­lich falsch ver­stan­den: „Für eine offe­ne, freie Gesell­schaft. Gerech­tig­keit und Respekt.“

    Aber für den Voll­ju­ris­ten Mag­gus sind das alles nur klei­ne Feh­ler, die wahr­schein­lich durch sei­ne Arbeits­be­las­tung infol­ge Ämter­häu­fung pas­sie­ren. Jeder Anwalts­gehl­fe könn­te ihm, dem Voll­ju­ris­ten, den Unter­schied zwi­schen Feh­ler, Fahr­läs­sig­keit und VORSATZ erläu­tern. Aber was inter­es­sie­ren den Mag­gus und sei­ne will­fäh­ri­gen Hel­fer Rechts­ver­ord­nun­gen und Gre­mi­en.

    Man kann Oppen­heim und sei­ne Bür­ger, sofern sie nicht dem Mag­gus hul­di­gen nur bedau­ern. Der Typ ist nicht nur eine Schan­de für Oppen­heim son­dern auch für den Bun­des­tag. Ich hät­te die pas­sen­de Bezeich­nung für die­sen Typen, lei­der ver­bie­tet mir die Nen­nung des Begrif­fes mei­ne Erzie­hung und Bil­dung.

    In die­sem Sin­ne wün­sche ich allen eine fro­hes und besinn­li­ches Weih­nachts­fest, in der Hoff­nung, das die ent­spre­chen­den Behör­den nach den Fei­er­ta­ge end­lich zuschla­gen und dem Trei­ben des Mag­gus und sei­ner Trup­pe ein Ende berei­ten.

  17. Dahlem Helga

    Jetzt weiss ich, war­um wir vom Prü­fungs­aus­schuss die Unter­la­gen über die Zuschüs­se an die Stadt und deren Ver­wen­dung, trotz mehr­fa­cher Anfor­de­rung, nicht erhal­ten haben, nicht mehr erhal­ten wer­den.
    Die SPD-Prü­fer haben die wei­te­re Beleg­prü­fung mit ihrer Mehr­heit abge­lehnt und für uns ist nicht mehr prüf­bar die Zuschuss­prü­fung dank SPD-Prü­fer.
    Der Bür­ger­meis­ter war bei die­sem Antrag und Abstim­mung im Prü­fungs­ausscuss übri­gens anwe­send.
    Die­se Sanie­rungs­zu­schüs­se ver­wal­tet das Büro von Herrn Lösch mit Sitz m Rat­haus als Sanie­rungs­be­auf­trag­ter der Stadt.

    Zuschüs­se, die zur Ver­tei­lung an die Bür­ger der Stadt zuste­hen. Für alle die Bür­ger, die sanie­ren wol­len in der Alt­stadt.
    Nur die­se erhal­ten nicht 50%, wie der Bür­ger­meis­ter, son­den evtl. 20% oder gar nichts, weil vom zuge­sag­ten Zuschuss der Lan­des­re­gie­rung nichts mehr übrig ist. Weil von Mar­cus Held für sei­ne Fir­ma die zuge­sag­ten Zuschüs­se bereits ver­braucht sind. Er hat ja das rich­ti­ge Par­tei­buch und sei­ne FREUNDE mit Büros im Rat­haus !

    War­um erhal­ten die bet­of­fe­nen Bür­ger, die sanie­ren wol­len, nicht auch 50% Zuschüs­se so wie er? Für die Stadt wäre das Muse­um wich­ti­ger gewe­sen als Tou­ris­ten­wer­bung in unse­rer ver­las­se­nen trost­lo­sen Alt­stadt. Und es gibt noch viel Sanie­rung­bse­darf.

    Ist dies nicht Betrug an den Oppen­hei­mer Bür­gern mit Wis­sen der Lan­des­re­gie­rung?

    Für mich nicht nach­voll­zieh­bar ist, war­um die Stadt eine Immo­bi­lie gekauft hat, die nicht der Stadt gehört son­dern einem Bür­ger Held? Nur um Steu­ern zu spa­ren?
    Ist dies der neue Sozia­lis­mus der Oppen­hei­mer SPD?

    • G.K.

      Ich den­ke, dass die Bri­sanz tat­säch­lich, wie Sie ver­mu­ten, in den anzu­wen­den­den För­der­richt­li­ni­en und im even­tu­ell ergan­ge­nen Zuwen­dungs­be­scheid liegt.
      Eigent­lich macht es kei­nen Sinn, dass die Stadt eine Immo­bi­lie kauft, um sie gleich wie­der wei­ter zu ver­klop­pen.
      Abge­se­hen davon, dass man treff­lich dar­über strei­ten kann, ob der Immo­bi­li­en­han­del über­haupt eine kom­mu­na­le Auf­ga­be ist, hat die Stadt immer noch ein Vor­kaufs­recht, wenn sie aus Grün­den der kom­mu­na­len Selbst­ver­wal­tung meint, eine bestimm­te Immo­bi­lie oder ein Grund­stück besit­zen zu müs­sen.
      Das WÄRE auch so ein Geschäfts­mo­dell: „Ich grei­fe Immo­bi­li­en mit dem kom­mu­na­len Vor­kaufs­recht ab und ver­ti­cke sie mit mei­nen Mak­lern an wirk­li­chen Inter­es­sen­ten mit Gewinn wei­ter. Vor­her zie­he ich noch För­der­mit­tel vom Land und/oder Bund ab.“

      Vor­lie­gend SCHEINT es so zu sein, dass man För­der­mit­tel für die KOMMUNE abgrei­fen woll­te um einer Gesell­schaft ein Objekt güns­ti­ger anbie­ten zu kön­nen. Denn das Objekt wird für die GmbH unter dem Strich um die För­der­mit­tel bil­li­ger.

      Wenn ich den Brief an die Anlie­ger lese kann ich für mich nur zum Schluss kom­men, dass auch damit ein­mal mehr ganz schön Sand in die Augen gestreut wer­den soll. Denn für den Abbruch des Objek­tes sol­ten eben­so Geneh­mi­gun­gen vor­lie­gen wie für den geplan­ten Neu­bau. Und da wer­den im Vor­feld even­tu­ell betrof­fe­ne Behör­den um ihren Bei­trag und Zustim­mung auf­ge­for­dert.

      Soll­te mit dem Abbruch eine tem­po­rä­re Recy­cling­an­la­ge betrie­ben wer­den wol­len, um (unbe­las­te­ten) Bau­schutt wie­der ein­bau­en zu kön­nen, dann ist das im Vor­feld fest­ge­legt. Aber was ist, wenn der Bau­schutt NICHT unbe­las­tet ist? Wird der dann beim Kum­pel von neben­an auf dem Gelän­de der ehe­ma­li­gen Kaser­ne in Dex­heim zwi­schen­ge­la­gert???? Jeden­falls braucht es dann Geneh­mi­gun­gen.
      Und das SCHEINT mir hier auch der Fall zu sein. Denn wenn die Kos­ten einer­seits wegen der Schad­stof­fe und Alt­las­ten explo­die­ren, muss ja auch auf der ande­ren Sei­te das belas­te­te Mate­ri­al „da sein“ und etwas damit pas­sie­ren. Abge­se­hen davon, dass die ord­nungs­ge­mä­ße Ent­sor­gung nach­ge­wie­sen wer­den muss.

      Im Zwei­fel soll­ten das Bau­amt, die För­der­be­hör­de und die Komm­nal­auf­sicht Aus­kunft geben kön­nen.

      Das müss­te aus der Akte alles her­vor­ge­hen, Frau Dah­lem, da haben Sie völ­lig Recht.
      Viel­leicht stellt ja mal einer, der betrof­fen ist, z.B. ein Oppen­hei­mer Bür­ger, nach dem Trans­pa­renz­ge­setz eine ent­spre­chen­de Anfra­ge an die VG. Wenn die sich dann nicht bock­bei­nig stellt kann der Lan­des­be­aufttrag­te für den Daten­schutz (LfDI) sicher­lich wei­ter hel­fen. Der wur­de von der VG schon für deren Belan­ge ein­ge­spannt und dürf­te die Cau­sa ken­nen. 🙂

  18. J.

    Wenn ich mir etwas wün­sche Herr Ruhmöl­ler, dann eine klei­ne Tabel­le.

    Vor­gang |Scha­den­sum­me | zum Vor­teil von | vor­sätz­lich | fahr­läs­sig
    Dazu eine Sum­men­zei­le

    Ich befürch­te, dass nicht nur ich lang­sam den Über­blick ver­lie­re ange­sichts der Viel­zahl der Fäl­le.

    Herz­li­chen Dank0

  19. Echtsauer

    Die­se Per­so­nal­uni­on ist mit dafür ver­ant­wort­lich, dass sowas pas­sie­ren kann. Das kann man ver­hin­dern, wenn es eben nicht nur einen Zam­pa­no gibt, son­dern unter­schied­li­che Per­so­nen mit unter­schied­li­chen Par­tei­bü­chern die Posi­tio­nen beset­zen. Und – auch wenn dies Auf­wand bedeu­tet – es ein Auf­sichts­gre­mi­um gibt, wel­ches die­sen Namen auch ver­dient und nicht blind alles abnickt.

  20. Kurt Podesta

    Guten mor­gen! Lesen Sie ein­mal die Aus­wahl der Leser­brie­fe zur Cau­sa Held heu­te in der AZ! Schau­er­lich und genau das, was ich auch in Oppen­heim so gehört habe! De Mag­gus wird ver­folgt, das ist eine Groß­wild­jagd auf den lie­ben und guten MAGGUS! Das gip­felt in der Auf­for­de­rung eines Oppen­hei­mer Bür­gers: Wei­ter so Mag­gus, Du hast nur gutes getan! Alter Fal­ter! Und eine Lese­rin bit­tet um einen Engel für Mag­gus, der die bösen Fein­de von ihm ver­treibt und Oppen­heim und ihn schützt, vor die­sem Blog­ger und dem LRH!

    Ich wün­sche ein gutes Fest! Viel­leicht kommt ja auch die Erleuch­tung doch noch nach Oppen­heim!

    • PM

      Die genann­ten Leser­brie­fe in der AZ habe ich heu­te auch gele­sen und mich dabei fast am Kaf­fee ver­schluckt. Bei der Engels­ge­schich­te habe ich aller­dings über­legt, ob die Dame viel­leicht vor­her zu viel (süd­afri­ka­ni­schen 🙂 Glüh­wein gekos­tet hat­te? Dank Goog­le habe ich dann her­aus­ge­fun­den, dass sie sowohl im SPD-Vor­stand des Orts­ver­eins Oppen­heim sitzt als auch zum GWG-Team gehört. Das erklärt dann ja wohl alles.

      • Oliver

        Irgend­wie erin­nert mich die Engel­sto­ry schwer an die Schrei­be von Bodderas…aber gut, muss ja alles nichts hei­ßen…

        • Oliver

          Nein, das kann ich mir auch über­haupt nicht vorstellen…hm…

    • Sven aus Oppenheim

      Zur AZ feh­len mir inzwi­schen die Wor­te. Gibt es eigent­lich die Rhein-Zei­tung noch? Die war ja zumin­dest mal so was wie eine Alter­na­ti­ve.

      Anstel­le eines Engels wün­sche ich Mar­cus Held den Besuch von drei Geis­ter. Frei nach der Weih­nachts­ge­schich­te von Charles Dickens, die ihm auf­zei­gen wie Oppen­heim war (ein beschau­li­ches und char­man­tes Städt­chen), es aktu­ell ist (gespal­ten und von ihm her­un­ter­ge­wirt­schaf­tet) und wie es zukünf­tig sein wird, wenn es so wei­ter­geht (mag ich mir gar nicht vor­stel­len).

      Der Besuch­te in der Geschich­te zeig­te Ein­sicht, bei Mar­cus Held wird es wahr­schein­lich ver­ge­be­ne Lie­bes­mü­he sein…

    • R. Bürger

      Die von der SPD offen­bar­kon­zer­tier­te Leser­brief­ak­ti­on ist für jeden halb­wegs Inter­es­sier­ten in Oppen­heim und drum­mer­um leicht durch­schau­bar. Und, sor­ry, die Leser­brie­fe sind lächer­lich.
      Aber mal ein Vor­schlag: Wie wäre es eigent­lich mit einem Bür­ger­be­geh­ren in Oppen­heim. The­ma: Neu­wahl eines Stadt­bür­ger­meis­ters.
      Ein­fa­che Fra­ge:
      ich bin kein Ver­wal­tung­fuz­zi – aber wenn ich das Lan­des­ge­setz lese, dann erschließt sich mir nicht, war­um das nicht mög­lich sein soll­te.
      http://landesrecht.rlp.de/jportal/?quelle=jlink&query=GemO+RP+%C2%A7+17a&psml=bsrlpprod.psml

      Natür­lich muss dem der Stadrat zustim­men – aber wenn genü­gend Stim­men zusam­men­kom­men, gibt es auch für man­che SPD-Leu­te eine Scham­gren­ze jen­seits derer sie ein Bür­ger­be­geh­ren nicht ableh­nen kön­nen. – Aber selbst wenn: Die Auf­merk­sam­keit im Land und in den Medi­en wird immer mehr zuneh­men, je mehr sich die Bür­ger gegen die Machen­schaf­ten in Oppen­heim weh­ren. Denn immer­hin MUSS sich der Start­rat zw der VG-Rat damit befas­sen und: „Über die Zuläs­sig­keit des Bür­ger­be­geh­rens ent­schei­det der Gemein­de­rat nach Anhö­rung der das Bür­ger­be­geh­ren ver­tre­ten­den Per­so­nen. “ Nach Anhö­rung!!! Das heißt: Öffent­li­cher Auf­tritt „der das Bür­ger­be­geh­ren ver­tre­ten­den Per­so­nen“.

      Das Bür­ger­be­geh­ren „muss die zu ent­schei­den­de Gemein­de­an­ge­le­gen­heit in Form einer mit ‚Ja‘ oder ‚Nein‘ zu beant­wor­ten­den Fra­ge und eine Begrün­dung ent­hal­ten sowie bis zu drei Per­so­nen benen­nen, die berech­tigt sind, das Bür­ger­be­geh­ren zu ver­tre­ten. Das Bür­ger­be­geh­ren muss in Gemein­den mit
      bis zu 10 000 Ein­woh­nern von min­des­tens 9 v. H.…der bei der letz­ten Wahl zum Gemein­de­rat fest­ge­stell­ten Zahl der wahl­be­rech­tig­ten Ein­woh­ner unter­zeich­net sein.“.

      Fra­ge an die Bür­ger: Wol­len wir eine Neu­wahl der Stadt­bür­ger­meis­ters?
      Ant­wort kann nur hei­ßen: Ja oder Nein.

      Über die Fei­er­ta­ge und bis zum neu­en Jahr ist genug Zeit dar­über nach­zu­den­ken.
      Wäre doch gelacht, wenn so etwas in Oppen­heim nicht zu machen wäre.…

      • Klaus

        Bei der Bun­de­tags­wahl gab’s in Oppen­heim 5.549 Wahl­be­rech­tig­te. Bei 9% wäre das ziem­lich genau 500 Unter­schrif­ten, die man bräuch­te.

        • Manuel Berger

          Außer mir noch 499 Unter­schrif­ten… das müss­te zu schaf­fen sein! Wo und wann liegt die Lis­te aus?
          AL und CDU: neh­men Sie es in die Hand und kana­li­sie­ren Sie end­lich den Wider­stand! Nur die schrift­li­che For­de­rung in den Medi­en wird nichts nut­zen. Ich kann es nicht mehr ertra­gen, was ich jeden Tag hier an Auf­de­ckun­gen lesen muss. Weg mit Held und Kon­sor­ti­en! Es lebe die Demo­kra­tie!

          • F. E.

            Das wäre das ers­te Mal, dass Alter­na­ti­ve Lis­te und CDU in Oppen­heim etwas anpa­cken, von gemein­sam ganz zu schwei­gen. Es brauch eine Grü­ne Alter­na­ti­ve.

          • Klaus

            Ich glau­be, das ist doch mehr. In dem Link von Dr. Rudert steht auf Sei­te 34 eine Tabel­le für Rhld-Pfalz. Dem­entspre­chend wäre 30% Stim­men not­wen­dig.

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