Aufgedeckt: Das miese Treiben des Helmut Krethe

Am nächs­ten Sonn­tag wird in Oppen­heim ein neu­er Stadt­bür­ger­meis­ter gewählt. Eilends für die­sen Mon­tag hat der amtie­ren­de Rat­haus­chef und enge Mar­cus-Held-Ver­trau­te Hel­mut Kre­the noch schnell eine Sit­zung des Stadt­ra­tes ange­setzt. Die Tages­ord­nung liest sich auf dem ers­ten Blick harm­los. Tat­säch­lich aber plant Kre­the, mit einem Rats­be­schluss sei­ne Posi­ti­on im Rat­haus zu zemen­tie­ren – zen­tra­les Ziel: Er will Geld der Stadt für sich selbst sichern. Den künf­ti­gen Stadt­bür­ger­meis­ter will er damit, so scheint’s, vor voll­ende­te Tat­sa­chen stel­len.

Wir müs­sen etwas aus­ho­len, um die Hin­ter­grün­de der geplan­ten Trick­se­rei des Hel­mut Kre­the begreif­lich machen zu kön­nen. Der Mann war bis vor eini­gen Jah­ren in der Behör­de eines 3000-See­len-Dörf­chens im Osten Deutsch­lands tätig gewe­sen. Nach einer Ver­wal­tungs­re­form wur­de er aus­ge­mus­tert und in Pen­si­on geschickt – da war er gera­de mal Fünf­zig. Er zog nach Oppen­heim, hei­ra­te­te und fing an, ein wenig Jura in Mainz zu stu­die­ren.

Er gier­te von Anfang an nach einer Auf­ga­be und vor allem nach Aner­ken­nung“, sagt einer, der ihn seit damals kennt. Kre­the wur­de in der loka­len CDU aktiv, und das klei­ne Häuf­lein der Christ­de­mo­kra­ten wähl­te ihn schnell zum Vor­sit­zen­den. Anfangs gebär­de­te er sich als Geg­ner von Oppen­heims SPD-Stadt­bür­ger­meis­ter, doch der wuss­te ihn zu neh­men. Mar­cus Held umgarn­te den sprö­den Kon­ser­va­ti­ven. Schmei­chel­te ihm. Gab ihm das Gefühl, wich­tig zu sein. Und Kre­the fiel dar­auf rein: Er ließ sich mit sei­ner klei­nen CDU-Frak­ti­on in eine sinn­freie Koali­ti­on mit der SPD-Mehr­heits­frak­ti­on drän­gen. Im Gegen­zug bekam er den Pos­ten des 2. Bei­geord­ne­ten (plus 801 Euro Auf­wands­ent­schä­di­gung pro Monat). Eine Win-win-Situa­ti­on: Kre­the wähn­te sich end­lich wich­tig – und Held konn­te über­all ver­brei­ten, der Stadt­rat tra­ge mit über­gro­ßer Mehr­heit all sei­ne Ent­schei­dun­gen mit (von denen sich spä­ter etli­che als rechts­wid­rig her­aus­stell­ten – zum beträcht­li­chen Scha­den für die Stadt).

Kre­the stand fort­an unver­rück­bar an Helds Sei­te. Selbst als sich die Vor­wür­fe gegen den SPD-Poli­ti­ker erhär­te­ten, als der Lan­des­rech­nungs­hof einen ver­nich­ten­den Bericht vor­leg­te und die Staats­an­walt­schaft in drei Wel­len jede Men­ge Ermitt­lungs­ver­fah­ren ein­lei­te­te, erwies sich Kre­the – er war inzwi­schen aus der CDU aus­ge­tre­ten – als dem Stadt­bür­ger­meis­ter nahe­zu unter­wür­fig erge­ben. Noch beim letz­ten Neu­jahrs­emp­fang rief er den ver­sam­mel­ten Genos­sen zu: „Bür­ger­meis­ter Held braucht unse­re Unter­stüt­zung!“ Und als dann Mon­tags-Demos gegen Mar­cus Held orga­ni­siert wur­den, tön­te Kre­the: Bei einer Gegen­de­mo wür­de er sich in die ers­te Rei­he stel­len.

Ver­lo­re­ne Lie­bes­müh: Wenig spä­ter war Held nicht mehr zu hal­ten, er mel­de­te sich erst krank und gab dann alle Ämter in Oppen­heim auf. Kre­the über­nahm die Amts­füh­rung – hart­nä­ckig hält sich seit­her in der Stadt das Gerücht, er tele­fo­nie­re regel­mä­ßig mit Held, las­se sich von dem sagen, wie was zu tun sei. Unstrit­tig ist: Kre­the imi­tier­te schon nach kur­zer Zeit eini­ge hin­läng­lich bekann­te Ver­hal­tens­auf­fäl­lig­kei­ten von Mar­cus Held. Nur ein Bei­spiel: Vor weni­gen Wochen beklag­te sich der Vor­sit­zen­de der AL-Frak­ti­on, Rai­mund Darm­stadt, über Kre­thes Amts­füh­rung. Er, Darm­stadt, sei „mehr als unzu­frie­den“ mit den Infor­ma­ti­ons­prak­ti­ken der Stadt­spit­ze. Dar­auf­hin blaff­te Kre­the auf Face­book zurück: „War­um Herr Darm­stadt sich jetzt wie­der auf­pus­tet, kann ich mir nur dadurch erklä­ren, dass er sich mal wie­der inter­es­sant machen will.“

Solch ein Auf­tre­ten eines Ver­wal­tungs­chefs gegen­über gewähl­ten Bür­ger­ver­tre­tern gilt gemein­hin als unver­schämt und unsäg­lich. Es könn­te – das ist kei­ne Ent­schul­di­gung, nur eine Erklä­rung – auf eine wach­sen­de Ner­vo­si­tät Kre­thes schlie­ßen las­sen: Wal­ter Jertz steht ante por­tas, der Mann soll nächs­ten Sonn­tag als Kan­di­dat eines über­par­tei­li­chen Bünd­nis­ses zum neu­en Stadt­bür­ger­meis­ter gewählt wer­den. Der hoch­de­ko­rier­te Ex-Gene­ral­leut­nant, der Ende die­ses Monats sei­nen 73. Geburts­tag fei­ert, kommt in der Bevöl­ke­rung wegen sei­nes stets freund­li­chen, ver­bind­li­chen Auf­tre­tens blen­dend an. Er ist einer, der erst ein­mal unauf­ge­regt zuhört. Er war bei der Bun­des­wehr zuletzt Chef von 40.000 Mit­ar­bei­tern; mit sei­ner immensen Erfah­rung wird er, davon soll­te man aus­ge­hen dür­fen, mit der Hand­voll „Hel­dia­nern“, die der­zeit unter Kre­the im Rat­haus arbei­tet, sicher klar­kom­men.

Aber was wird mit Kre­the? Wird er unter einem neu­en Stadt­bür­ger­meis­ter als Bei­geord­ne­ter ins zwei­te Glied zurück­tre­ten? Kann er sich wie­der ein­fü­gen, wird er sich als loy­al erwei­sen gegen­über dem neu­en Stadt­ober­haupt? Wird er mit einem Wal­ter Jertz zusam­men­ar­bei­ten wol­len, zum Woh­le der Stadt?

Die Angst vor dem politischen Abstellgleis

Fakt ist: Es gibt deut­li­che Hin­wei­se dar­auf, dass Kre­the an einer gedeih­li­chen Zusam­men­ar­beit nicht inter­es­siert ist. Es gibt sogar Anlass zur Sor­ge, dass er gegen Jertz anar­bei­ten wird, dass er sich als illoy­al erwei­sen wird.

Fakt ist zunächst: Kre­the hat ohne jeden Zwei­fel wei­ter­hin Anspruch auf einen Pos­ten als Bei­geord­ne­ter, und zwar bis zur Kom­mu­nal­wahl im nächs­ten Jahr. Er kann von einem neu­en Stadt­bür­ger­meis­ter nicht ent­las­sen wer­den. Allen­falls könn­te er ent­mach­tet wer­den.

Genau das scheint Kre­the zu fürch­ten – das poli­ti­sche Abstell­gleis: Dann wäre es vor­bei mit sei­ner ver­meint­li­chen Wich­tig­keit. Und des­halb jetzt die mon­täg­li­che Rats­sit­zung, nur sechs Tage vor der Bür­ger­meis­ter­wahl. Da will er stie­kum und hin­ter­rücks sei­nen befürch­te­ten Abstieg und den dro­hen­den Ver­lust an Wich­tig­keit ver­hin­dern. Das ist sein Plan:

Bera­tung und Beschluss­fas­sung über die Ände­rung der Haupt­sat­zung“ lau­tet Tages­ord­nungs­punkt 4 des Stzadt­ra­tes. Das The­ma klingt lapi­dar, kein Mensch kann sich etwas dar­un­ter vor­stel­len. Die Wahr­heit ist hoch­bri­sant: Hin­ter der unschein­ba­ren For­mu­lie­rung ver­steckt sich der Ver­such Kre­thes, sich sei­nen Job zu bewah­ren – und vor allem ein regel­mä­ßi­ges Salär aus dem Stadt­sä­ckel zu erhal­ten.

Die Ände­rung der Haupt­sat­zung, die Kre­the dem Stadt­rat vor­schlägt, umfasst zwei Punk­te: Bei­de betref­fen Para­graf 7, der aktu­ell aus die­sen bei­den Sät­zen besteht:

1. Die Zahl der Bei­geord­ne­ten beträgt drei.

  1. Für die Ver­wal­tung der Stadt wer­den drei Geschäfts­be­rei­che gebil­det.“

Kre­the schlägt dem Stadt­rat nun fol­gen­de Neu­fas­sung von Para­graf 7 vor:

1. Die Zahl der Bei­geord­ne­ten beträgt 2.

  1. Den Bei­geord­ne­ten ist ein Geschäfts­be­reich zu über­tra­gen.“

Was steckt dahin­ter?

Kre­the schlägt ers­tens vor, dass die Zahl der Bei­geord­ne­ten von drei auf zwei redu­ziert wird. Tat­säch­lich hat­te das auch der Lan­des­rech­nungs­hof vor­ge­schla­gen, und das wur­de auch erklär­te Absicht des Stadt­ra­tes als Bei­trag zu den not­wen­di­gen Kos­ten­ein­spa­run­gen. Auf den ers­ten Blick also ein fol­ge­rich­ti­ges Manö­ver.

Aller­dings: Die Kos­ten­be­las­tung für die Stadt ist nicht Aus­fluss der Anzahl von Bei­geord­ne­ten, son­dern steht und fällt allein mit der Anzahl der ihnen über­tra­ge­nen Geschäfts­be­rei­che – und die hat­te der Rech­nungs­hof im Auge. Mit ande­ren Wor­ten: Ein Bei­geord­ne­ter ohne eige­nen Geschäfts­be­reich macht kei­ne Kos­ten und ist auch nicht Gegen­stand einer Bean­stan­dung durch den Rech­nungs­hof.

Mit der Redu­zie­rung der Bei­geord­ne­ten­zahl wird also unnö­ti­ger­wei­se am fal­schen Hebel ange­setzt. Klar, Kre­the müss­te dann neben sich nur einen wei­te­ren Bei­geord­ne­ten hin­neh­men. Aber: Dass die Abschaf­fung einer Bei­geord­ne­ten­po­si­ti­on zum jet­zi­gen Zeit­punkt der Stadt dien­lich ist, kann getrost ver­neint wer­den: Der neue Stadt­bür­ger­meis­ter soll die wüs­ten Hin­ter­las­sen­schaf­ten von Mar­cus Held auf­räu­men, er benö­tigt dafür jede Hil­fe und Unter­stüt­zung. „Kre­the will eine Redu­zie­rung der Bei­geord­ne­ten trotz­dem unbe­dingt noch vor der Bür­ger­meis­ter­wahl durch­bo­xen, weil er glaubt, dass er dann für den neu­en Stadt­bür­ger­meis­ter unver­zicht­bar und uner­setz­bar wird“, heißt es im Rat­haus.

Satzungsänderung soll Krethes Salär sichern

Doch es kommt noch dol­ler – und noch eigen­nüt­zi­ger!

Kre­the will auch den zwei­ten Satz von Para­graf 7 ändern – und dahin­ter ver­ste­cken sich ganz urei­ge­ne Inter­es­sen:

Für die Ver­wal­tung der Stadt wer­den drei Geschäfts­be­rei­che gebil­det.“ In der aktu­el­len Fas­sung der Haupt­sat­zung ist der zwei­te Satz von Para­graf 7 recht belie­big for­mu­liert. Danach kann der Bür­ger­meis­ter ent­schei­den, ob und wel­chem Bei­geord­ne­ten er wel­che Auf­ga­ben über­gibt und wel­che Auf­ga­ben er selbst über­nimmt.

Nun kommt Para­graf 10 der Haupt­sat­zung ins Spiel, in dem es heißt: „Bei­geord­ne­te, denen ein Geschäfts­be­reich über­tra­gen wor­den ist, erhal­ten eine Auf­wands­ent­schä­di­gung.“ Die­se beträgt der­zeit 801 Euro, was 35 Pro­zent des Bür­ger­meis­ter-Salärs aus­macht.

Aus den bei­den Para­gra­fen ergibt sich im Umkehr­schluss: Bei­geord­ne­te, denen kein Geschäfts­be­reich über­tra­gen wird, erhal­ten auch kei­ne Auf­wands­ent­schä­di­gung. Kre­thes Über­le­gung: Wenn der neue Bür­ger­meis­ter zwar drei Geschäfts­be­rei­che bil­den soll­te, ihm aber kei­nen davon zuweist, weil er selbst einen eige­nen Geschäfts­be­reich über­nimmt und die bei­den wei­te­ren Geschäfts­be­rei­che zwei neu­en Bei­geord­ne­ten zuweist, dann wür­de er – Kre­the – zwar wei­ter mit Amt und Titel aus­ge­stat­tet sein. Aber kein mehr Geld krie­gen.

Tat­säch­lich sind Kre­thes Über­le­gun­gen nicht ganz unbe­rech­tigt. Wie wir gleich sehen wer­den, hat Wal­ter Jertz schon heu­te allen Grund dar­an zu zwei­feln, dass Kre­the einer ver­trau­ens­vol­len Zusam­men­ar­beit zuge­wandt sein wird. Soll­te Jertz als Stadt­bür­ger­meis­ter zu dem Ent­schluss kom­men, dass er dem illoya­len Kre­the kei­nen Geschäfts­be­reich über­tra­gen will: Dann bekä­me der Mann nach den Para­gra­fen der heu­ti­gen Haupt­sat­zung auch kein Geld mehr.

Dem will Kre­the vor­beu­gen – mit einer Ände­rung der Haupt­sat­zung, die der Stadt­rat an die­sem Mon­tag beschlie­ßen soll. Der zwei­te Satz in Para­graf 7 (Wort­laut heu­te: „Für die Ver­wal­tung der Stadt wer­den drei Geschäfts­be­rei­che gebil­det“) soll dem­nach künf­tig hei­ßen: „Den Bei­geord­ne­ten ist ein Geschäfts­be­reich zu über­tra­gen.“

Kre­the will also auf die­se Wei­se den künf­ti­gen Stadt­bür­ger­meis­ter per Sat­zungs­än­de­rung zwin­gen, ihm Auf­ga­ben zu über­tra­gen. Der neue Chef im Rat­haus wäre damit zugleich ver­pflich­tet, ihm, Kre­the, die monat­li­che Auf­wands­ent­schä­di­gung aus der Stadt­kas­se zu über­wei­sen. Und zwar unab­hän­gig davon, ob er als Bei­geord­ne­ter sei­nen Job gut macht oder schlecht, ob er den Stadt­bür­ger­meis­ter bei des­sen schwie­ri­ger Arbeit unter­stützt – oder gegen ihn anar­bei­tet, zum Scha­den der Stadt.

Latrinen-Gelabere unter Genossen

Wird es dazu kom­men? Wird Kre­the die­se Sat­zungs­än­de­rung im Stadt­rat durch­drü­cken kön­nen? Das wäre vom städ­ti­schen Par­la­ment eine ganz üble Brüs­kie­rung des demo­kra­tisch zu wäh­len­den künf­ti­gen Stadt­ober­haupts. Zumal im Inter­net zu sehen war, wie Hel­mut Kre­the schon heu­te ganz offen und völ­lig unge­niert gegen den Kan­di­da­ten Wal­ter Jertz intri­giert:

Letz­tens fand sich auf der Inter­net-Platt­form Face­book zeit­wei­lig eine neue Sei­te: „Grett­chen Oppen­heim“ lau­te­te ihr Name, ein Ver­ant­wort­li­cher war nicht erkenn­bar. Neun „Freun­de“ hat­ten sich auf die­ser Sei­te ein­ge­tra­gen: Ex-Stadt­bür­ger­meis­ter Mar­cus Held, Hel­mut Kre­the und sei­ne Frau Dama­ris, Marc Sit­tig, der als „Helds Ket­ten­hund“ zu zwei­fel­haf­tem Ruhm gekom­men ist. Der Name von Gabrie­le Köppl tauch­te auf, sie sitzt im Vor­zim­mer des Bür­ger­meis­ters im Rat­haus. Der Gewerk­schaf­ter Klaus Eigels­bach war dabei, auch Andrea Bunk, frü­her Helds Stell­ver­tre­te­rin im SPD-Vor­stand. Dazu Maria Haru­tyun­yan, kürz­lich instal­lier­te neue stell­ver­tre­ten­de Vor­sit­zen­de des rund­erneu­er­ten SPD Orts­ver­eins Oppen­heim. Und schließ­lich Rai­ner Trö­ger, ein SPD-Mann aus Gun­ters­blum, der Bei­geord­ne­ter in der VG-Ver­wal­tung ist.

Genos­sen unter sich, und sie nah­men kein Blatt vor dem Mund. „Grett­chen Oppen­heim“, wer immer sich hin­ter die­sem Namen ver­birgt, gab das Mot­to aus – ganz gezielt gegen einen künf­ti­gen Stadt­bür­ger­meis­ter Wal­ter Jertz:

Das ist nicht mein Bür­ger­meis­ter-Kan­di­dat in Oppen­heim – krum­me Vita und es gibt kei­ne ech­te Wahl – ein Bür­ger­meis­ter ohne mei­ne Stim­me, ich wähl­te NEIN“.

Kei­ner der acht Face­book-Freun­de wider­sprach, ihr Freund­schafts­ein­trag muss als Zustim­mung gewer­tet wer­den. Wal­ter Jertz, der als eif­ri­ger Face­book-User natür­lich die Grett­chen-Sei­te fand, kom­men­tier­te tro­cken: „Scha­de, dass Sie nicht den Mut haben, mit Ihrem Klar­na­men auf­zu­tre­ten.“

Dar­auf­hin ent­spann sich fol­gen­des Gespräch zwi­schen Hel­mut Kre­the und Marc Sit­tig, das wir hier im Wort­laut aus­zugs­wei­se doku­men­tie­ren:

Marc Sit­tig: „Wer sind eigent­lich Ihre Bera­ter Herr Jertz?“

Jertz ant­wor­te­te nicht. Dafür schrieb Hel­mut Kre­the: „Ich befürch­te auf­grund eige­ner Beob­ach­tung, dass einer der Bera­ter M.M. (Name hier abge­kürzt) sein könn­te, eine schil­lern­de Figur in Oppen­heim.“

Sit­tig dar­auf­hin an Kre­the: „Das wür­de ein beson­de­res Licht wer­fen.“

Und noch ein­mal Sit­tig: „Hat Herr Jertz eigent­lich das Ange­bot der Hos­pi­ta­ti­on bei der Tou­ris­mus GmbH ange­nom­men?“

Kre­the: „Das hat er bis­lang nicht getan.“

Sit­tig: „Das fin­de ich aber nicht gut. Immer­hin hat er sich ja expli­zit über deren Arbeit aus­ge­las­sen. Ok, dann wohl eher wie ein Blin­der über die Far­ben. Hat er denn über­haupt geant­wor­tet? Irgend­wie reagiert? Inter­es­se an der Tou­ris­mus GmbH und ihrer Arbeit gezeigt?“

Kre­the an Sit­tig: „Nein, eine Ant­wort habe ich von ihm nicht bekom­men. Ein Inter­es­se hat er nicht gezeigt.“

Sit­tig an Kre­the: „Oha. Das kann ja dann span­nend wer­den, wenn er so ‚vor­be­rei­tet’ ins Amt stol­pert. …“

Man mag sol­che Face­book-Ein­tra­gun­gen von kom­mu­nal­po­li­tisch Ver­ant­wort­li­chen als spät­pu­ber­tä­res Latri­nen-Gela­be­re abtun. Doch es ist in sei­ner unver­fro­re­nen Respekt­lo­sig­keit ent­lar­vend: Wenn Hel­mut Kre­the als amtie­ren­der Rat­haus­chef – und oben­drein als Wahl­lei­ter! – der­art abfäl­lig über den mög­li­chen künf­ti­gen Rat­haus­chef her­zieht, dies auch noch in aller Öffent­lich­keit, dann fügt er der Stadt, die schon heu­te vor einem rie­si­gen Pro­blem­berg steht, wei­te­ren gro­ben Scha­den zu. Aus ganz eigen­nüt­zi­gen, rein ego­is­ti­schen Moti­ven.

In seiner Parallelwelt ist Krethe der beste

Mar­cus Held, der über sich selbst gestürz­te Stadt­bür­ger­meis­ter, war in den letz­ten Mona­ten sei­ner Regent­schaft völ­lig der Rea­li­tät ent­rückt: Der SPD-Poli­ti­ker, der noch heu­te im Bun­des­tag sitzt (fis­ka­lisch, nicht tat­säch­lich), glaub­te bis zum bit­te­ren Ende, dass er mit groß­spu­ri­gen Auf­trit­ten und voll­mun­di­gen Sprü­chen sei­ne Kri­ti­ker erdrü­cken und sei­nen Nie­der­gang auf­hal­ten kön­ne.

Hel­mut Kre­the scheint inzwi­schen in eine ähn­li­che Par­al­lel­welt abge­glit­ten zu sein:

Vori­ge Tage ver­öf­fent­lich­te die „Loka­le Zei­tung“ – das ist ein klei­nes Inter­net-Anzei­gen­blätt­chen – ein Inter­view mit ihm. Es liest sich, als sei es von der städ­ti­schen Pres­se­stel­le geschrie­ben wor­den. Auf­ge­macht wird der Bericht mit einem gro­ßen Kre­the-Por­trät, unter dem als Quel­le „Foto: red“ steht, was übli­cher­wei­se bedeu­tet, dass die Redak­ti­on das Foto gemacht hat. Ein kla­rer Fall von Leser-Täu­schung: Das Foto stammt von Kre­thes pri­va­ter Home­page, es wur­de am Com­pu­ter ein wenig bear­bei­tet, die Blu­men im Hin­ter­grund wur­den weg­re­tu­schiert.

Der Ein­druck eines Auf­trag-Inter­views – ein typi­sches Polit­mit­tel der Held-Herr­schaft – wird beim Lesen ver­stärkt: Kre­the, befragt nach dem Fazit sei­ner letz­ten Wochen, darf unwi­der­spro­chen sagen: „Zunächst ein­mal bin ich Innen­mi­nis­ter Roger Lew­entz dank­bar, dass er Ver­trau­en in mich gesetzt hat. Ich den­ke, ich bin sei­nem Ver­trau­en und das vie­ler Men­schen in Oppen­heim gerecht gewor­den. Auch diver­se Skep­ti­ker beschei­ni­gen mir eine gute Arbeit geleis­tet zu haben.“

Und so geht es wei­ter im Text. Die Zei­tung dient sich an für die Selbst­be­weih­räu­che­rung eines Lokal­po­li­ti­kers, und der nutzt das natür­lich weid­lich aus – so wird Jour­na­lis­mus kaputt gemacht, was man in Oppen­heim schon hin­läng­lich kennt. Er sei regel­mä­ßig „von mor­gens bis abends im Rat­haus und in Außen­ter­mi­nen“, darf sich Kre­the selbst loben, und er habe „soli­de Arbeit geleis­tet“. „Ich habe wie­der Ruhe rein­ge­bracht“ lau­tet die Über­schrift.

Ob das Oppen­heims gewähl­te Bür­ger­ver­tre­ter im Stadt­rat an die­sem Mon­tag genau­so sehen? Wer­den sie auf das mie­se Trei­ben Kre­thes her­ein­fal­len, der das Par­la­ment aus­trick­sen und dem künf­ti­gen Stadt­ober­haupt in den Rücken fal­len will?

Wer­den sich Oppen­heims Bür­ger­ver­tre­ter nach der unheil­vol­len Ära Mar­cus Held jetzt von einem Hel­mut Kre­the instru­men­ta­li­sie­ren las­sen und einer zum jet­zi­gen Zeit­punkt völ­lig über­flüs­si­ge Sat­zungs­än­de­rung zustim­men?

Ant­wor­ten auf die­se Fra­gen wird’s an die­sem Mon­tag ab 19 Uhr im Oppen­hei­mer Rat­haus geben: Dann beginnt die Sit­zung des Stadt­ra­tes. Sie ist öffent­lich.

15 Gedanken zu „Aufgedeckt: Das miese Treiben des Helmut Krethe

  1. Peter Bemmann

    Herr Ruhmöl­ler, zuerst ein­mal Dan­ke für die Wie­der­auf­nah­me der Bericht­erstat­tung. Es hat­te schon sei­nen Grund, dass vie­le Leser Ihres Blogs gewünscht haben, dass Sie wei­ter­ma­chen. Man muss ein­fach Zwei­fel haben an dem, was gesagt wird. Es ist zwar rich­tig, dass jeder eine neue Chan­ce bekom­men soll, aber zuerst soll­te sich mal der Spruch „Mit gegan­gen, mit gehan­gen“ bewahr­hei­ten. Ein­fach zu sagen, ich habe nichts gewusst und ich ver­hal­te mich jetzt ganz ordent­lich, kann man jeman­den erzäh­len, der die Hose mit der Beiß­zan­ge anzieht. Ver­trau­en muss man sich erar­bei­ten. Und das scheint hier über­haupt nicht der Fall zu sein.

    Ich kann nur hof­fen, dass sich vie­le an der Wahl des neu­en Bür­ger­meis­ters betei­li­gen. Ich war im ers­ten Moment auch im Glau­ben, dass es egal wäre ob man wählt oder nicht. Zum Glück habe ich noch recht­zei­tig gemerkt, dass man mit „Ja“ oder „Nein“ stim­men kann, es also sehr wich­tig ist zur Wahl zu gehen.

    Herr Ruhmöl­ler, bit­te blei­ben Sie am Ball und infor­mie­ren Sie die Bür­ger Oppen­heims.

  2. Dr. Volkhart Rudert

    Die frei­wil­li­ge Über­nah­me von Ver­ant­wor­tung als Bei­geord­ne­ter ohne Geschäfts­be­reich wäre sehr ehren­haft, so auch der Ein­satz für die Stadt und ihre Bür­ger in den Tätig­keits­be­rei­chen bis­he­ri­ger Beauf­trag­ter – um der Sache, nicht des Gel­des wil­len.

  3. Klaus Scherning

    Man soll­te jedem eine zwei­te Chan­ce ein­räu­men, nur man­che ver­die­nen sie eben nicht. Seit Helds Rück­tritt macht doch der lie­be Herr Kre­the da im Rat­haus den Bock zum Gärt­ner. Da wun­dert mich das jetzt gera­de gele­se­ne nicht die Boh­ne.
    Auf­ein­an­der zuge­hen, wie von allen Par­tei­en gewollt, ist eine super Sache, nur bei man­chen unbe­lehr­ba­ren Per­so­nen kann lei­der nur der eiser­ne Besen hel­fen.
    Mit die­ser Den­kungs­art habe ich mir nicht gera­de mehr Freun­de in mei­ner Hei­mat­stadt gemacht, aller­dings den­ke ich dass die­se gan­ze Weich­spü­le­rei bei man­chen Per­so­nen aber auch gar nicht bringt, im Gegen­teil.

  4. Gert Frisch

    Ich hof­fe, die Stadt­rä­te durch­schau­en dies und wer­den ent­spre­chend abstim­men. Eine 2. Chan­ce haben die ver­dient, die die began­ge­nen Feh­ler erkennen,eingestehen und durch akti­ves Zutun eine Ände­rung her­bei füh­ren. Lei­der konn­te man dies bei kaum einem bis­her erken­nen. Natür­lich kann man zurück­tre­ten und sich gänz­lich aus der Öffent­lich­keit zurück zie­hen. Aber bei vie­len sieht das so aus, als hät­ten sie sich in den Schmoll­win­kel zurück gezo­gen. Eine Auf­ar­bei­tung der Ver­gan­gen­heit fin­det nicht statt. Herr Kre­the hat die Stadt nicht befrie­det, das machen gera­de die, die im sich Win­ter in Eises­käl­te auf dem Markt­platz zur Demo ver­sam­melt haben, die das akti­ons­bünd­nis gegrün­det haben, die Bür­ger die im Forum mit­ar­bei­ten und nicht zuletzt Wal­ter Jertz, als hof­fent­lich neu­er Bür­ger­meis­ter. Die wer­den Oppen­heim befrie­den und eine neue, offe­ne poli­ti­sche Kul­tur eta­blie­ren wer­den. Die, die über Jah­re das Sys­tem Held am Lau­fen gehal­ten haben, haben ihr poli­ti­sches Ver­falls­da­tum erreicht, wer­den, solan­ge ein wirk­li­cher Sin­nes­wan­del nicht erkenn­bar ist, kei­ne Chan­ce haben noch­mals in ver­ant­wort­li­cher Posi­ti­on tätig zu sein.
    Des­halb müs­sen alle die, die einen wirk­li­chen Neu­an­fang wol­len am kom­men­den Sonn­tag, den 3.Juni 2018 Wal­ter Jertz zum neu­en Bür­ger­meis­ter wäh­len.

  5. Ohne Hintergrund

    Ohne jeg­li­chen Hin­ter­grund recher­chiert.… bit­te ihre Quel­len offen­le­gen, Herr Ruhmöl­ler! Wer bezahlt die denn? Nie­mand macht die­se Art Bericht­erstat­tung kos­ten­neu­tral!

    • Otto walz

      HALLO
      Herr oder Frau.
      War­um nen­nen Sie nicht Ihren Namen?
      Gruß
      Otto Walz

    • SG

      Hal­lo liebe/r „Ohne Hin­ter­grund“,
      für wie naiv hal­ten Sie eigent­lich die Wähler/innen?? Die Quellen/Wortwahl stehen/standen doch im Face­book. Und da es ja noch Leu­te gibt, die beim Lesen ihr Gehirn ein­schal­ten und kom­bi­nie­ren, kön­nen die Absich­ten der Ände­run­gen in der Sat­zung durch­aus gefol­gert wer­den. Das hat Herr Ruhmöl­ler rich­tig erkannt.
      Noch eine Fra­ge an den „Ohne Hin­ter­grund“: haben Sie in Ihrem Beruf/Job auf Ihr Gehalt ver­zich­tet??
      Es muss auch jedem klar sein: MH ist weg, aber sein Netz­werk ist noch immer exis­tent und „arbei­tet“.

    • karl kaiser

      Ohne Hin­ter­grund? Da haben Sie sich ja einen wirk­lich tref­fen­den Namen gege­ben!

    • Klaus Scherning

      Herr/Frau Ohne Hin­ter­grund Ihr Bei­trag ist lei­der total sinn­frei. Wes­halb soll­te Herr Ruhmöl­ler sei­ne Quel­len preis­ge­ben, damit man sie schnell ver­schlies­sen kann?
      Übri­gens, Herr Ruhmöl­ler hat­te mit sei­nen gan­zen Recher­chen in der Ver­gan­gen­heit zu 100% ins Schwar­ze getrof­fen, ich weiss das tut rich­tig weh.
      Auch ist es voll­kom­men legi­tim, dass Herr Ruhmöl­ler mit sei­ner Arbeit Geld ver­dient, er deckt immer­hin einen Skan­dal und ein Unrecht nach dem ande­ren auf, auch das tut euch sehr weh.
      Es ist doch gar nicht so schwer zu begrei­fen, dass es so, wie es unter Herrn Held war, nicht wei­ter­ge­hen kann und wird.
      Also gehen Sie mal in sich und über­le­gen sich, wie weit Sie mit Ihrem Gedan­ken­gut in Oppen­heim noch kom­men.

  6. Markus Mahlerwein

    Nun, eigent­lich soll­te einen das Ver­hal­ten des Herrn Kre­the nicht wirk­lich ver­wun­dern, hat er doch selbst nicht wirk­lich was zustan­de gekriegt, von sei­nem Göt­zen Held nur Eigen­nutz, Gier, Selbst­be­weih­räu­che­rung, Grö­ßen­wahn und dubio­se Machen­schaf­ten vor­ge­lebt bekom­men und, das muß man ihm zuge­ste­hen, von Anfang an in sei­ner Funk­ti­on als „Ersatz-Bür­ger­meis­ter-Ver­tre­tungs-Ver­such“ gesagt, wofür er steht: für „Kon­ti­nui­tät“.
    Damit hat er wohl die Kon­ti­nui­tät des unsäg­li­chen Sys­tems Held gemeint. Und das hat er auch recht ordent­lich gemacht. Sein Gön­ner, Ein­flüs­te­rer und Gehirn­wä­scher, der fei­ge abge­tauch­te Herr Held, ist sicher­lich aus­ge­spro­chen zufrie­den mit ihm. Das liegt wohl in der Natur der Sache. Daß das für die Bevöl­ke­rung und die Inter­es­sen der Stadt Oppen­heim – und nur um die soll­te es gehen – nicht gel­ten kann, aller­dings auch.

    Klar­stel­len möch­te ich an die­ser Stel­le eines:
    Auf die­ser eher dümm­li­chen Face­book-Sei­te, wel­che der Herr Ruhmöl­ler so dezent zitiert hat, sprach der Kre­the von „eige­ner Beob­ach­tung“ und von einem angeb­li­chen „Bera­ter“ des Herrn Jertz namens „M.M.“, einer „schil­lern­den Figur in Oppen­heim“.
    Bei Face­book stand mein Name aus­ge­schrie­ben. Was das für einen sitt­li­chen Nähr­wert hat, was der Kre­the sich so (aus)denkt bzw. „beob­ach­tet“, mag jeder dar­an ermes­sen, daß ich in der Tat KEIN Bera­ter von Herrn Jertz oder sonst­wem bin und mehr auf mei­nen Kol­le­gen, den Herrn Jus­tiz­ge­heim­rat Johann-Wolf­gang Goe­the ste­he, als auf Schil­ler. Und ich habe genug Humor, um Kom­men­ta­re über mei­ne Figur von Gestal­ten, die ohne wei­te­res eine tra­gen­de Rol­le bei „The Wal­king Dead“ spie­len könn­ten (min­des­tens die des tra­gi­schen Hel­den!), zutref­fend ein­zu­ord­nen. Und obwohl ich selbst dem Alko­hol nicht zuge­neigt bin, kann ich die­sem Zusam­men­hang dem Satz „Nüch­tern betrach­tet wars besof­fen bes­ser“ durch­aus näher­tre­ten. Viel­leicht gewön­nen die Anwand­lun­gen des Herrn Kre­the dann wenigs­tens irgend­ei­nen Gehalt.

    Zuletzt noch eine Anmer­kung zu den Damen und Her­ren amtie­ren­den Stadt­rä­ten und den auf­tre­ten­den Par­tei­en:
    Im Oppen­hei­mer Stadt­rat gibt es kei­ne ein­zi­ge Par­tei oder Grup­pie­rung, die in der Ver­gan­gen­heit nicht irgend­wann und aus­nahms­los mit dem Held und sei­nem unsäg­li­chen Sys­tem gemein­sa­me Sache gemacht hat.
    Und von hier ein klei­ner Gruß an die SPD Oppen­heim, die sich mit der SPD-neu so wun­der­bar zu arran­gie­ren strebt: Gera­de wir Deut­sche soll­ten auf­grund ein­schlä­gi­ger, aber nicht weni­ger fehl­ge­schla­ge­ner his­to­ri­scher Erfah­run­gen (nach 1945 und nach 1990) doch mitt­ler­wei­le anschau­lich gelernt haben, daß man mit den Tätern eines über­wun­de­nen Unrechts­re­gimes hin­ter­her kei­ne gemein­sa­me Sache macht, weil man irrig meint, ohne deren „Erfah­rung und Know­how“ kön­ne es kei­ne Zukunft geben.
    Man müß­te nur ein wenig kon­se­quent gegen­über den Tätern und auf­rich­tig sich selbst gegen­über sein, um in die­ser Situa­ti­on das Rich­ti­ge für die Stadt Oppen­heim und ihre Bür­ger zu tun.
    Wie wäre es denn bspw., wenn die sog. „eta­blier­ten“ demo­kra­ti­schen Par­tei­en bei der Kom­mu­nal­wahl 2019 aus­drück­lich und aus­schließ­lich mit Per­so­nal antre­ten, das von dem Sys­tem und der Affä­re Held unbe­fleckt ist. Wäre das nicht ein Zei­chen für einen ech­ten Neu­an­fang für die Stadt Oppen­heim?
    Bei der Gele­gen­heit wer­den wir Bür­ger sehen und erle­ben, wie­vie­le unse­rer Kom­mu­nal­po­li­ti­ker auf dem glei­chen Trip sind wie der Kre­the und ledig­lich ihre eige­nen, wie auch immer ver­bräm­ten, rein ego­zen­tri­schen Inter­es­sen ver­tre­ten und nicht die unse­ren.

  7. Andreas Löffelholz

    Inter­es­san­te Wen­dung:

    wäh­rend mit viel „good­will“ und wie­der erstar­ken­der Initia­ti­ve in Oppen­heim vie­le Unter­stüt­zer im Bür­ger­fo­rum posi­ti­ve Schrit­te in Sachen „Befrie­dung“ und „Aus­rich­tung in eine offe­ne, poli­ti­sche Aus­ein­an­der­set­zung“ ver­su­chen, hat der Herr (.…oder Frau) „Ohne Hin­ter­grund“ genau wie­der das alte Mus­ter Held’scher – anony­mer – Inter­net Schmie­re­rei eröff­net. „Don’t feed the troll“

    U N D

    es gebührt Dank Herrn Ruhmöller’s Auf­merk­sam­keit, denn ich für mei­ne Per­son hat­te zwar ver­mu­tet, dass sich nicht alle Orgel­pfeif­fen Helds’ vom Sau­lus zum Pau­lus gewan­delt haben kön­nen, son­dern erst mal die Füße still gehal­ten haben.
    Daher auch gewis­ser­ma­ßen „Dank“ an den anony­men Troll ( „Ohne Hin­ter­grund“), der immer­hin ver­sucht Herr Ruhmöl­ler und Unter­stüt­zer zu dif­fa­mie­ren. (.…… das nur zu bekann­te Mus­ter aus der dunk­len, jün­ge­ren Ära Oppenheim’s, die wirk­lich sehr, sehr auf­merk­sam erst noch über­wun­den wer­den muss.)

    Gruß vom Boden­see ( bin lei­der erst am Diens­tag Abend wie­der in Oppen­heim ver­füg­bar)

    Andre­as Löf­fel­holz

  8. Michael Diederich

    Vie­len Dank Herr Ruhmöl­ler für die­se Ver­öf­fent­li­chung. Es wur­de wie­der mal Zeit die Alarm­glo­cken zu läu­ten. Das Abtau­chen der han­deln­den Per­so­nen hat­te imho nur einen Zweck, erst mal Ruhe zu ver­brei­ten um klamm­heim­lich im Stil­len wei­ter zu agie­ren. Dazu muß man nur die Ohren wei­ter offen hal­ten um so Kom­men­ta­re wie: „Der Mag­gus hat doch so viel für die Ver­ei­ne gemacht, ich geh es ers­te mal net wäh­le!“ oder: „Der will hier alles ver­än­dern, soviel haben wir im Stadt­rat doch gar nicht ver­kehrt gemacht!“. Da stel­len sich mir die Nacken­haa­re ange­sichts sol­cher Aus­sa­gen. Es wird Zeit den Augi­as­stall aus­zu­mis­ten, ob das Gelingt wage ich zu bezwei­feln ! Bit­te blei­ben Sie am Ball und berich­ten wei­ter­hin, das hat gefehlt.
    M.D.

  9. karl kaiser

    Sie sind also wie­der da, Herr Ruhmöl­ler.
    Spät, aber hof­fent­lich nicht zu spät.

  10. Hans Schmidt

    Dan­ke Herr Ruhmöl­ler, dass sie wie­der da sind. Es ist erschre­ckend, wie die alten Akteu­re nun alle Schuld auf ihren Zieh­va­ter Mar­kus Held schie­ben wol­len, um mög­lichst rasch wie­der mit­zu­mi­schen. Ein Neu­an­fang der SPD mit Kloos? Da lachen ja die Hüh­ner.

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