Die Tou­ris­mus GmbH hat­ten wir als Abzock-Unter­neh­men städ­ti­scher Geld ent­tarnt – das sah der Lan­des­rech­nungs­hof genau­so, wie im Dezem­ber 2017 im Blog­bei­trag „Prü­fer neh­men krüp­pe­li­ges Tou­ris­mus-Kon­strukt aus­ein­an­der“ geschrie­ben. Der Bei­trag inspi­rier­te „Wil­helm Busch“ zu sei­nem Gedicht Nr. 4.

In Oppenheim gibt’s manches Ass,
darunter auch Herrn Bodderas.
Als Theolog will er probieren,
Tourismus zum Erfolg zu führen. 
 
Gar mancher Leser fragt sich schon,
wie passt Metier zu Profession?
Das ist ganz einfach, wie ich seh,
gemeinsam ist das große T.
 
Doch sein Bemühen ist nur Plag'
mit Entgelt nach Tarifvertrag.
Drum wollt' man neue Wege gehn,
um das Gehalt ihm zu erhöhn.
 
GmbH ist leicht kreiert,
bei der er die Geschäfte führt.
Sein Marktwert scheinet ungeheuer,
drum ist sein Gehalt auch teuer.
 
Der Stadt erscheint das nur gerecht,
sie wirkt nicht hin aufs Prüfungsrecht.
Der Rechnungshof soll nichts erfahren
vom filzigen Finanzgebaren.
 
Und wurde auch nicht informiert,
hätt' sonst die Gründung gleich moniert.
So bleibet nur noch zu beklagen:
"Dem Recht wurd' Rechnung nicht getragen."

Was den Tourismus-Chef erfreut,
das ist des Steuerzahlers Leid.
Denn zu der Gesellschaft kamen
vom Kellerlabyrinth Einnahmen.
 
Die Kosten blieben bei der Stadt,
deshalb die Gesellschaft hat
fürs Gehalt vom Freund des Held
in der Kass' genügend Geld.