Gedicht Nr. 13 kam an die­sem 19. März an, nach­dem wir den Blog für been­det erklärt haben. „Wil­helm Busch nann­te ihn schlicht: Nach­ruf.

Nachruf

Es schließt der Blog, der Nebel hat gelichtet,
die drohend lagen über Oppenheim.
Nachdem der Bürgermeister ist gerichtet,
wird’s, wie es war, in Zukunft nie mehr sein.

Doch fraget mancher sich mit leichtem Bangen:
Was wird gescheh’n, wenn diese Seite schweigt
und niemand mehr den roten Mafiosi
die Grenzen ihrer dunklen Macht aufzeigt?

Wenn nach der Wahl im Frühjahr nächsten Jahres
wie Phönix aus der Asche sich erneut
die Mehrheit der “sozialen” Demokraten
worüber sich dann Sittig diebisch freut?

Wenn, spekulierend auf das schwindende Gedächtnis
des Volkes, das sich wählte solchen Rat,
die Kommunalaufsicht versäumet durchzusetzen,
was einst der Rechnungshof monieret hat?

Was ist, wenn Lehrling Sittig wird ersetzen
den lang studierten frommen Kneipenwirt
und künftig zu des braven Manns Entsetzen
für viel Gehalt den Ortstourismus führt?

Auch ist bisher kein Euro eingegangen
im leeren Oppenheimer Stadtärar!
Ersatz des Heldenschadens zu verlangen
sehr wohl vom Rechnungshof gefordert war!

So bleibt im Rückblick zweifellos zu danken
Herrn Ruhmöller für seine viele Müh’,
mit der im Blog er Held wies in die Schranken,
allein ich fürcht’: Er schließt zu früh.

Sollt sich daher zukünftig wieder zeigen,
dass Oppenheim benötigt Rat und Tat,
wär es verdienstvoll, wieder einzusteigen,
mit Mitteln, die ein Journalist nur hat.

Gratias agimus tibi propter magnum eloquentiam et audaciam tuam!!