SPD-Unterbezirk: Held soll Konsequenzen ziehen!

Die SPD geht immer mehr auf Distanz zu Mar­cus Held. Heu­te hat der Unter­be­zirks­vor­stand Alzey-Worms eine Pres­se­er­klä­rung her­aus­ge­ge­ben: Das Ver­trau­en in Held sei nach­hal­tig beschä­digt, in der Bevöl­ke­rung wach­se das Unver­ständ­nis, man distan­zie­re sich zuneh­mend von dem SPD-Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­ten.

Und dann ganz unmiss­ver­ständ­lich: Mar­cus Held soll end­lich die poli­ti­schen Kon­se­quen­zen zie­hen.

Das kann nicht anders ver­stan­den wer­den: Der Unter­be­zirk for­dert Held auf, sei­ne Ämter nie­der­zu­le­gen!

Wir doku­men­tie­ren die Pres­se­mit­tei­lung im Wort­laut:

Der SPD-Unter­be­zirks­vor­stand Alzey-Worms mit den Vor­sit­zen­den der SPD-Ver­bän­de und der sozi­al­de­mo­kra­ti­schen Arbeits­ge­mein­schaf­ten im Land­kreis, eben­so wie der Unter­be­zirks­vor­stand Worms haben sich in ihren jüngs­ten Sit­zung mit der Ent­wick­lung um Mar­cus Held beschäf­tigt.

Die vom Lan­des­rech­nungs­hof in zahl­rei­chen Punk­ten gerüg­ten Ver­feh­lun­gen in der Amts­füh­rung als Stadt­bür­ger­meis­ter von Oppen­heim, vor allem aber die dar­aus resul­tie­ren­den Ermitt­lun­gen der Staats­an­walt­schaft, haben das Ver­trau­en in Mar­cus Held nach­hal­tig beschä­digt. Und die­ser Ver­trau­ens­ver­lust geht weit über Oppen­heim hin­aus. ln der SPD des Land­krei­ses Alzey-Worms und Worms, eben­so in der Bevöl­ke­rung des Bun­des­tags­wahl­krei­ses wach­sen Unver­ständ­nis und Distan­zie­rung gegen­über Mar­cus Held auch in des­sen Funk­ti­on als Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­ter.

Wir erwar­ten, dass sich Mar­cus Held sei­ner poli­ti­schen Ver­ant­wor­tung mit der gebo­te­nen Kon­se­quenz stellt. Der Ver­lust an öffent­li­cher Repu­ta­ti­on, an Ver­trau­en und Anse­hen betrifft inzwi­schen nicht mehr nur ihn als Per­son. Die Poli­tik im All­ge­mei­nen, die Kom­mu­nal­po­li­tik im Beson­de­ren und eben­so das Anse­hen der SPD lei­den mas­siv unter den Oppen­hei­mer Vor­gän­gen.

Wir respek­tie­ren, dass Mar­cus Held sich arbeits­un­fä­hig krank gemel­det hat. Wir wün­schen ihm, dass er die Zeit nutzt, um sich selbst­kri­tisch über sei­ne Situa­ti­on im Kla­ren zu wer­den, um die rich­ti­gen Schluss­fol­ge­run­gen und poli­ti­schen Kon­se­quen­zen zu zie­hen.

19 Gedanken zu „SPD-Unterbezirk: Held soll Konsequenzen ziehen!

  1. GS

    Ein paar Schlag­zei­len aus einem news-Por­tal von heu­te und was mir dazu ein­fällt:

    Step­Stone Gehalts­re­port 2018: Chefs ver­die­nen 25% mehr
    – Da lacht doch unser Held nur drü­ber
    Fros­ti­ger Hart­mut: Tiefs­te Tem­pe­ra­tur des Jah­res gemes­sen
    -In Oppen­heim ist das Kli­ma in jedem Fall fros­ti­ger
    Vie­le Waf­fen­sys­te­me nur beschränkt ein­setz­bar
    – Die All­zweck­waf­fe Sit­tich bleibt ein­setz­bar, erwies sich aber bereits als Rohr­kre­pie­rer
    Nicht nach Navi fah­ren: Schild warnt vor Abbie­gen
    – Held hät­te bes­ser ein Navi oder wenigs­tens einen Kompaß für Anstand und Moral gehabt
    Goog­le haf­tet nicht pau­schal für Ergeb­nis­se
    – Held haf­tet gar­nicht. Er ist ja die ver­folg­te Unschuld
    Das Schiff läuft voll Was­ser und droht zu sin­ken
    – Der Kut­ter ist schon gesun­ken und ehr­li­che Oppen­hei­mer Bür­ger müs­sen ihn jetzt müh­sam wie­der heben
    Ber­li­ner Poli­zei­chef muß plötz­lich gehen
    – Man­che begrei­fen es eben
    Hier führt die Poli­zei einen Schwan ab
    – Wenn doch nur noch Fast­nacht wäre: Wir wür­den die sie­ben Nichts­nut­ze an der Stadt­spit­ze und die Abni­cker der SPD-Frak­ti­on als Schwä­ne ver­klei­den und dann ein­fach mal die Poli­zei rufen. Fer­tisch. Haha.

  2. Karolinger

    Wie auch bei Tho­mas Gün­ther, die Erklä­run­gen kom­men zwar, aber ZU SPÄT. Schon bei Ver­öf­fent­li­chung des LRH-Berich­tes und des­sen Stu­di­ums, spä­tes­tens aber nach der Ent­glei­sung des ehe­ma­li­gen Land­ra­tes MZ-BIN Schick hät­te etwas kom­men müs­sen. Lei­der war nur ein Abdu­cken oder Unter­stüt­zungs­ge­pol­te­re oder ein Rück­zug auf die Unschulds­ver­mu­tung zu erken­nen. Ein­fach nur pein­lich. Man schämt sich für sol­che Poli­ti­ker, auch wenn es nur klei­ne Kom­mu­nal- oder Landespolitiker/innen sind. Die­sen Leu­ten ist das Demo­kra­tie­ver­ständ­nis wohl gänz­lich abhan­den gekom­men, frei nach dem Mot­to: Haupt­sa­che ich behal­te mei­nen Pos­ten und Pfrün­de.

  3. D. Mayer

    Obwohl die SPD Alzey-Worms und Worms in Oppen­heim bezie­hungs­wei­se dem Land­kreis Mainz-Bin­gen nichts zu sagen haben, ist die nun öffent­lich voll­zo­ge­ne offi­zi­el­le Abkehr der bei­den Unter­be­zir­ke zu begrü­ßen. Es hät­te halt nur schon frü­her sein dür­fen.

    Wenn ich über Oppen­heim hin­aus den­ke, ärge­re ich mich, dass Mar­cus Held sein Man­dat im Bun­des­tag bestimmt aus­sit­zen wird. Als Abge­ord­ne­ter ist er nur sei­nem eige­nen Gewis­sen und kei­nen Wei­sun­gen unter­wor­fen. Gewählt ist gewählt und gilt soweit ich weiß selbst dann, wenn er aus der SPD-Bun­des­tags­frak­ti­on oder der SPD gewor­fen wer­den wür­de.

    Dass er jetzt sein Gewis­sen plus das sagen­um­wo­be­ne Gold­land Eldo­ra­do ent­deckt und von sei­nem Man­dat zurück­tritt, bezweif­le ich.

    Ger­ne las­se ich mich eines Bes­se­ren beleh­ren.

  4. E.G.

    Held kün­digt ers­te Kon­sque­zen an!

    Er über­legt allen erns­tes mit sei­nen engs­ten Ver­trau­ten aus der SPD aus­zu­tret­ten.

    Begrün­dung: sei­ne Arbeit wird von den Genos­sen zu wenig hono­riert und man hält in det aktu­ell für ihn zu unrecht schwie­rie­gen Zeit nicht mehr zu ihm.

    • D. Mayer

      Ernst­haft? Gibt es dafür bereits Quel­len?

      Wann hat Mar­cus Held zuletzt selbst­kri­tisch in den Spie­gel geblickt und sich gefragt, wel­che Wer­te und Inter­es­sen er eigent­lich wirk­lich ver­tritt? …

      • Karolinger

        Wer­te? Der kennt nur mone­tä­re Wer­te, sprich Bares.

    • Tim

      Bit­te Quel­le nen­nen oder als Sati­re kennzeichnen.Denn ohne ist das wenig glaub­haft.

      • Karl

        @ Tim, wür­den Sie inten­si­ver lesen und sich eben­so inten­siv mit dem The­ma beschäf­ti­gen, müss­ten Sie NICHT stän­dig unqua­li­fi­ziert nach Quel­len­an­ga­ben fra­gen. Mit sol­chen Anmer­kun­gen machen Sie sich selbst zur Sati­re – Glück­wunsch. – Oder ist es nur Wich­tig­tue­rei von Ihnen????

        Das The­ma steht übri­gens bei Cemal!

        • D. Mayer

          Vie­len Dank für den Hin­weis auf die Inter­net­sei­te von Cemal. Auf die Lek­tü­re des „Wahr­heits­blogs“ habe ich ver­zich­tet: Ent­we­der hät­te ich mich tot­ge­lacht oder eine Herz­at­ta­cke erlit­ten.

          Noch schö­ner wie die von Ihnen genann­te Quel­le der abso­lut wah­ren Wahr­heit wäre es, wenn Mar­cus Held wirk­li­chen Voll­zug und sei­nen Aus­tritt mel­den wür­de – inklu­si­ve Rück­tritt von allen noch ver­blei­ben­den Ämtern, Pos­ten und Man­da­ten, was er sich finan­zi­ell bei den im Raum ste­hen­den Regress-Sum­men und sei­nen „Zukunfts­per­spek­ti­ven“ gar nicht leis­ten kann.

      • E.G.

        Ich den­ke das The­ma Quel­len hat sich nun erüb­rigt.
        Zwei Tage vor dem Befrei­ungs­schlag war das viel­leicht noch ein The­ma…

  5. Angst vor Rache

    Ich kann eini­gen Schrei­bern in die­sem Blog bei­pflich­ten, dass wir wohl nur die Spit­ze des Eis­bergs sehen. Wenn man bedenkt, in wel­chen Jah­ren die aktu­ell auf­ge­deck­ten Mau­sche­lei­en statt­fan­den, jedoch MH seit viel län­ge­rer Zeit in Oppen­heim schal­ten und wal­ten kann, wie es ihm gefällt…
    Die Mario­net­ten, die Held im Rat­haus instal­liert hat, klam­mern sich an ihre Pos­ten, nicht nur um die paar Krö­ten Auf­wands­ent­schä­di­gung abzu­grei­fen, son­dern, weil sie die Zeit nut­zen, zu ver­ei­teln, zu täu­schen, Spu­ren zu besei­ti­gen UND Zeit zu gewin­nen. Zeit, die Ver­jäh­rung bei so vie­len Mau­sche­lei­en ein­tre­ten läßt, die MH und sei­ne Söld­ner im Rat­haus ver­steckt hin­ter Eil­be­schlüs­sen und Vier­au­gen­ge­sprä­chen nor­ma­ler­wei­se den Staats­an­walt aktiv wer­den las­sen.
    Wie unglaub­lich stark ver­wo­ben müs­sen Kre­the, Kloos, Sit­tig, usw in die ille­ga­len steu­er­geld­fres­sen­den Machen­schaf­ten ver­wo­ben sein, dass sie so lan­ge dicht­hal­ten? Kein Par­tei­mit­glied wür­de sich selbst mit anhal­ten­der Treue der­ma­ßen schä­di­gen, wür­de er/sie nicht um die eige­ne Exis­tenz ban­gen. Ich hof­fe, die Staats­an­walt­schaft wird Euch den Gar­aus machen, soll­tet Ihr die Kloos’schen Grif­fe in die Stadt­kas­se in irgend­ei­ner Form nach­ge­ahmt haben. Eure poli­ti­sche Repu­ta­ti­on, respek­ti­ve poli­ti­sche Zukunft, ist sowie­so dahin. Das wißt Ihr sel­ber!

  6. Anonymous

    Zu der Rück­tritts­for­de­rung von Nier­steins Günther:Die Rat­ten ver­las­sen das sin­ken­de Schiff. Er glaubt jetzt auf die­se Tour den Kopf aus der Schlin­ge zu zie­hen. Hof­fent­lich kommt die CDU in die Gän­ge und wählt nun Gün­ther end­lich ab. Groß­rei­ne­ma­chen ist ange­sagt : Es fehlt noch Pen­zer
    JH

  7. Matthias Kuon

    Cemal Göger­cin“ setzt in der „Oppen­hei­mer Praw­da“ noch einen oben drauf.
    Er erkennt sei­ne SPD nicht wie­der und zitiert Bibel­stel­len:

    Wie heißt es in der Bibel? „Lie­be mich dann, wenn ich es am wenigs­ten verdiene…denn dann brau­che ich es am meis­ten!“

    • E.G.

      Cemal,

      ich möch­te dich bit­ten, nicht die Bibel für dei­ne Pro­po­gan­da zu miss­brau­chen.
      Auch wenn du aus­drück­lich vor dem Wahr­heits­ge­halt sei­ner Sei­te warnst.

      Denn der Spruch „Lie­be mich dann, wenn ich es am wenigs­ten verdiene…denn dann brau­che ich es am meis­ten!“ steht nicht in der Bibel!

      Er kommt von der taub­blin­den ame­ri­ka­ni­schen Schrift­stel­le­rin Helen Kel­ler (*1880. +1968)

    • Hans Leweling

      Damit dürf­te wohl klar sein, wer dem Cemal die Feder führt. Solch ein (ver­meint­li­cher) Bibel­spruch klingt doch sehr nach dem 1.Beigeordneten Bod­de­ras, der ja ein paar Semes­ter Theo­lo­gie stu­diert hat und heu­te als Lai­en­pre­di­ger auf­tritt. Und Cemal ist ein will­fäh­ri­ger Stroh­mann.

      • M. Ehrenhardt

        Da man ja auf der Praw­da-Sei­te nichts schrei­ben kann und ich davon aus­ge­he, dass die Ver­fas­ser die­ser Sei­te hier auch mit­le­sen .….…

        Ich habe nur sel­ten einen sol­chen abstru­sen Stuss gele­sen, wie auf der Sei­te „Oppen­heim die Wahr­heit“ .

        Es soll­te doch jetzt lang­sam selbst dem bor­nier­tes­ten Jün­ger däm­mern, dass ihr Herr und Meis­ter aus­nahms­los alle besch.…. und für sei­ne Zwe­cke miss­braucht hat. Das kann man sich
        ein­fach nicht mehr schön­re­den oder -schrei­ben .

  8. SZ

    Mar­kus allein zu Hau­se…
    Das war’s dann wohl. Der Krug ging so lan­ge zum Brun­nen, bis er brach. – Manch­mal fra­ge ich mich, ob Held nicht schon vor sehr lan­ger Zeit hät­te krank geschrie­ben wer­den müs­sen.…

  9. Ichmalwieder

    Bei den Bud­den­brooks gibt es ja auch die Stelle/Szene, als Johan­nes einen Strich unter der Chro­nik mach­te und dann vom gestren­gen Dynas­ten gefragt wur­de, war­um es die­ses getan hat. Die Ant­wort war: „Ich glaub­te, es kommt nichts mehr“.

    Mir dünkt, das könn­te es gewe­sen sein, da jetzt doch eini­ge ihren Besen aus­pa­cken und ver­su­chen (wer­den), die Scher­ben schnell vor ein ande­res Haus zu keh­ren. Jetzt wird alles, aber auch alles auf die Gold­waa­ge gelegt. Viel­leicht nicht nächs­te Woche, aber in 4 Wochen.

    Chan­ce ver­passt. Aber gründ­lich.

  10. O.S.

    Die­se Erklä­rung war nur eine Fra­ge der Zeit.
    Und sie kommt spät. Sehr spät.

    Die SPD in Alzey-Worms und der Stadt Worms, fast gleich­be­deu­tend mit dem Bun­des­tags­wahl­kreis, sagt sich also de fac­to von Mar­cus Held los. Vor fünf Mona­ten noch – die meis­ten Anschul­di­gun­gen lagen längst auf dem Tisch – haben die Genos­sen noch alle mit ihm pos­siert: „Wir mit Mar­cus Held!“. Zu allem, was seit­dem pas­siert ist, kein Wort. Als sich die Genos­sen in Mainz-Bin­gen schon vor Wochen und damit zu einem noch glaub­wür­di­gen Zeit­punkt Kri­tik geübt haben, kam kein öffent­li­ches Wort.
    Nicht von Sip­pel. Nicht von Anklam-Trapp. Nicht von Kis­sel. Auch nicht von ande­ren Par­tei­en­ver­tre­tern dort.

    Jetzt der kol­lek­ti­ve Umschwung, um viel­leicht doch noch die Worm­ser OB-Wahl im Novem­ber und die Kom­mu­nal­wahl 2019 nicht wie sonst gewohnt mit Mar­cus Held bestrei­ten zu müs­sen. Aus „Wir mit Mar­cus Held!“ also zukünf­tig ein „Mar­cus wer?“! Lie­ber erst­mals kei­nen SPD-Abge­ord­ne­ten im Bun­des­tag als die­sen.

    Für Mar­cus Held ein raben­schwar­zer Tag. Erst Ent­hül­lun­gen über zumin­dest mal mora­lisch ver­werf­li­che per­sön­li­che Berei­che­rung in Oppen­heim, dann der Ver­trau­ens­ent­zug sei­ner poli­ti­schen Weg­ge­fähr­ten in sei­nem Wahl­kreis.
    Bleibt als sei­ne vor­letz­te Bas­ti­on vor Oppen­heim nur noch die VG Rhein-Selz übrig. Da wird es län­ger dau­ern, weil eine Distan­zie­rung von Mar­cus Held eng mit der eige­nen poli­ti­schen Zukunft ver­knüpft ist.
    Aber auch die­se Bas­ti­on wird nicht mehr lan­ge zu hal­ten sein, wenn die Unter­stüt­zung Drum­her­um weg­bricht.

    Im Prin­zip war es das für alle Held-Freun­de. Man­che von ihnen wis­sen es viel­leicht, man­che von ihnen ahnen es viel­leicht, man­che wol­len es vor Ort viel­leicht noch nicht wahr­ha­ben.
    Mal sehen, was noch kommt …

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