Auch das noch: Strafanzeige gegen Held wegen Verletzung von Urheberrechten

Er selbst ist längst infor­miert, die Öffent­lich­keit aber weiß noch nichts davon: Im Affä­ren­sumpf um Mar­cus Held ist es zu wei­te­ren behörd­li­chen Akti­vi­tä­ten gekom­men. Sowohl die Staats­an­walt­schaft in Mainz als auch die Kreis­ver­wal­tung in Ingel­heim prü­fen seit eini­ger Zeit, ob sie in einem wei­te­ren Fall gegen den Oppen­hei­mer Stadt­bür­ger­meis­ter vor­ge­hen müs­sen – straf­recht­lich wie auch dis­zi­pli­nar­recht­lich: Held soll Urhe­ber­rech­te ver­letzt haben.

Er hat es sich selbst ein­ge­brockt: Mar­cus Held hat wie­der ein­mal rechts­wid­rig gehan­delt – vor­sätz­lich, also im kla­ren Wis­sen um die mög­li­che Straf­bar­keit sei­nes Tuns. Es geht um die Prüf­mit­tei­lun­gen des Lan­des­rech­nungs­ho­fes, dies­mal aber nicht um ihren Inhalt, son­dern um ihre uner­laub­te Ver­brei­tung. Des­halb droht dem SPD-Poli­ti­ker wei­te­rer Ärger, gleich zwei Behör­den haben sich ein­ge­schal­tet.

Heu­te ab 16 Uhr: Mon­tags-Demo gegen Mar­cus Held


Am heu­ti­gen Mon­tag (08.01.2018) soll von 16 bis 20 Uhr eine Demons­tra­ti­on vorm Rat­haus statt­fin­den, mit der Mar­cus Held zum Rück­tritt auf­ge­for­dert wer­den soll. Ver­an­stal­ter ist Axel Dah­lem (par­tei­los).


Der Win­zer sagt: „Die­ser Stadt­bür­ger­meis­ter hat der Stadt genug Scha­den zuge­fügt! Er muss end­lich zurück­tre­ten, am bes­ten zusam­men mit sei­nen Bei­geord­ne­ten und Beauf­trag­ten.“ Man dür­fe nicht län­ger taten­los schwei­gen und weg­schau­en, „das sind wir der Stadt, aber auch unse­ren Fami­li­en und unse­ren Kin­dern schul­dig“.


Alle, die den Macht­miss­brauch und die Miss­wirt­schaft des SPD-Poli­ti­kers Mar­cus Held nicht län­ger hin­neh­men woll­ten, sei­en ein­ge­la­den – „ger­ne auch erst um 19.50 Uhr, wenn’s frü­her nicht geht“, so Dah­lem.

Mar­cus Held hat­te den Berichts­ent­wurf der Kon­troll­be­hör­de aus­zugs­wei­se an ihm wohl­ge­son­ne­ne Jour­na­lis­ten der „All­ge­mei­nen Zei­tung Mainz“ wei­ter­ge­ge­ben, obwohl dies aus­drück­lich unter­sagt wor­den war: Der Lan­des­rech­nungs­hof hat­te sei­ne Unter­la­gen näm­lich mit einem Urhe­ber-Ver­merk ver­se­hen. Danach waren die Papie­re nur für den behör­den­in­ter­nen Gebrauch bestimmt:

Die­ser Ent­wurf der Prü­fungs­mit­tei­lun­gen des Rech­nungs­hofs Rhein­land-Pfalz ist urhe­ber­recht­lich geschützt. Eine Ver­öf­fent­li­chung ist nicht zuläs­sig. Eine Wei­ter­ga­be an Drit­te ist nur bei dienst­li­cher Not­wen­dig­keit gestat­tet.“

Die­se drei Sät­ze stan­den auf dem Deck­blatt des Berichts­ent­wurfs, unüber­seh­bar. Und eigent­lich waren sie auch unmiss­ver­ständ­lich for­mu­liert: „Eine Wei­ter­ga­be an Drit­te ist nur bei dienst­li­cher Not­wen­dig­keit gestat­tet.“ Wer mit „Drit­te“ gemeint war? Dazu sag­te der Lan­des­rech­nungs­hof auf Anfra­ge:

Drit­te im Sin­ne des Hin­wei­ses sind nur kör­per­schafts­ex­ter­ne Per­so­nen oder Orga­ne. Bediens­te­te der Ver­wal­tun­gen sowie die jewei­li­gen Räte sind jedoch kör­per­schafts­in­ter­ne Per­so­nen und Orga­ne, deren inter­ne Befas­sung mit dem Ent­wurf der Prü­fungs­mit­tei­lun­gen durch den Hin­weis nicht beschränkt wird.“

Alles klar also: Inner­halb der Ver­wal­tung der Ver­bands­ge­mein­de und auch im Oppen­hei­mer Rat­haus muss­te man sich mit dem Papier befas­sen, kei­ne Fra­ge. Auch die Mit­glie­der des Oppen­hei­mer Stadt­ra­tes hät­ten die Unter­la­gen bekom­men dür­fen; das aber lehn­ten VG-Bür­ger­meis­ter Klaus Pen­zer wie auch Mar­cus Held strikt ab. Bei­de beharr­ten auf die angeb­lich offi­zi­ell übli­che Vor­ge­hens­wei­se: Danach woll­ten zuerst die VG-Ver­wal­tung und das Rat­haus Oppen­heim ihre Stel­lung­nah­men an den Lan­des­rech­nungs­hof schi­cken, der die­se in sei­ne Prüf­mit­tei­lun­gen ein­ar­bei­ten soll­te – und erst dann hät­te der Bericht, wie vor­ge­schrie­ben, ver­öf­fent­licht wer­den sol­len.

Ein der­art lan­ger Weg durch die Instan­zen pass­te Mar­cus Held irgend­wann wohl nicht mehr. Er dach­te aber nicht dar­an, die ver­ant­wort­li­chen Rats­mit­glie­der ein­zu­wei­hen. Er such­te offen­sicht­lich einen Weg, die Deu­tungs­hoh­heit über die Prüf­mit­tei­lun­gen behal­ten zu kön­nen.

Am 4. Novem­ber berich­te­te die „All­ge­mei­ne Zei­tung Lands­kro­ne“ noch über eine hit­zi­ge Dis­kus­si­on im Oppen­hei­mer Stadt­rat: Danach beschloß die SPD, dass der Berichts­ent­wurf unter Ver­schluss blei­ben sol­le: CDU und AL schei­tern im Stadt­rat mit Antrag auf Ein­sicht in Rech­nungs­hof-Papie­re“.

Schon weni­ge Tage danach muss Mar­cus Held höchst­per­sön­lich die AZ-Redak­ti­on über Inhal­te der Prüf­mit­tei­lun­gen infor­miert haben. In einem ers­ten Arti­kel vom 17. Novem­ber („Ein­griff in die kom­mu­na­le Selbst­ver­wal­tung“) schwa­dro­nier­te der Redak­teur noch, man habe mit Per­so­nen „auch aus der Lan­des­po­li­tik“ spre­chen kön­nen, „die Tei­le des Ent­wurfs gese­hen haben“.

Drei Tage spä­ter, am 20. Novem­ber, gab die Zei­tung – ver­se­hent­lich oder vor­sätz­lich, das las­sen wir mal unge­klärt – ihren Infor­man­ten preis: Der Stadt­bür­ger­meis­ter selbst „hat die­ser Zei­tung auf Nach­fra­ge einen ers­ten Teil des Prüf­be­richts vor­ge­legt – samt den Anmer­kun­gen von Stadt und Ver­bands­ge­mein­de“. In dem Arti­kel erwies das Blatt dem SPD-Poli­ti­ker denn auch umge­hend sei­ne unter­wür­fi­ge Dank­bar­keit: Zwar wer­fe der Rech­nungs­hof der Stadt Oppen­heim Ver­schwen­dung vor, schrieb der Redak­teur, um sogleich umzu­schwen­ken auf die Linie des Infor­man­ten: „Bür­ger­meis­ter Mar­cus Held hält dage­gen“.

Wie­der gut eine Woche spä­ter schrieb ein offen­sicht­lich schwer ver­är­ger­ter Bür­ger aus der Ver­bands­ge­mein­de Rhein-Selz die Jus­tiz­be­hör­de in Mainz an. Am 28. Novem­ber sei bei der Staats­an­walt­schaft eine E-Mail ein­ge­gan­gen, so teil­te die Lei­ten­de Ober­staats­an­wäl­tin Andrea Kel­ler mit, „in der anhand von bei­gefüg­ten Unter­la­gen (u.a. Medi­en­be­rich­te) die straf­recht­li­che Rele­vanz der Wei­ter­ga­be der (vor­läu­fi­gen) Prü­fungs­mit­tei­lun­gen des Lan­des­rech­nungs­ho­fes vom 27.09.2017 an Medi­en the­ma­ti­siert wur­de“.

Akten­zei­chen 3300 Js 36466/17: Die Straf­ver­fol­ger hal­ten den Vor­gang offen­bar für so schwer­wie­gend, dass sie die Mail des Bür­gers nicht gleich in den Papier­korb beför­der­ten. „Die Prü­fung die­ser Straf­an­zei­ge ist noch nicht abge­schlos­sen“, sag­te Frau Kel­ler. Helds rechts­wid­ri­ges Han­deln wird dem­nach sehr sorg­fäl­tig auf straf­recht­li­che Rele­vanz über­prüft: Nach § 106 Abs. 1 UrhG macht sich straf­bar, wer ohne Ein­wil­li­gung des Berech­tig­ten ein Werk ver­viel­fäl­tigt, ver­brei­tet oder öffent­lich wie­der­gibt. Der Straf­rah­men liegt zwi­schen Geld­stra­fe oder drei Jah­ren Frei­heits­stra­fe.

Noch ist abso­lut offen, wie die Staats­an­walt­schaft in Mainz den Fall am Ende beur­tei­len wird. Unab­hän­gig davon muss sich jetzt auch die Ver­wal­tung des Land­krei­ses Mainz-Bin­gen mit der lei­di­gen Ange­le­gen­heit befas­sen. Bis vor weni­gen Mona­ten, unter dem Held-freund­li­chen SPD-Land­rat Claus Schick, wäre der Vor­gang, so steht zu ver­mu­ten, längst ad acta gelegt wor­den. Jetzt aber hat CDU-Land­rä­tin Doro­thea Schä­fer die Zügel in der Hand, und da kann selbst der bekannt­lich der SPD zuge­wand­te Staat­li­che Beam­te bei der Kom­mu­nal­auf­sicht das rechts­wid­ri­ge Trei­ben eines Oppen­hei­mer SPD-Bür­ger­meis­ters nicht län­ger igno­rie­ren und ein­fach weg­schau­en, wie er – so wird nicht nur in sei­ner Behör­de kol­por­tiert – bis­lang immer wie­der ger­ne unter Beru­fung auf sein Selbst­ver­ständ­nis („Ob und inwie­weit die Kom­mu­nal­auf­sichts­be­hör­den gegen Gesetzes­verletzungen mit den förm­li­chen Mit­teln der Kom­mu­nal­auf­sicht ein­schrei­ten, unter­liegt dem Oppor­tu­ni­täts­prin­zip und damit ihrem pflicht­ge­mä­ßen Ermes­sen“) getan haben soll:

Der­zeit wer­de in Ingel­heim geprüft, ob ein Ver­stoß von Mar­cus Held Ver­stoß gegen die Urhe­ber­rechts­be­stim­mung dis­zi­pli­nar­recht­li­che Fol­gen habe, heißt es. Ein sol­ches Ver­fah­ren folgt natur­ge­mäß ganz streng vor­ge­schrie­be­nen Regeln; in jedem Fall muss vor einer Ent­schei­dung der Betrof­fe­ne gehört wer­den.

Der­zeit liegt der Ball bei Mar­cus Held, so ist einer Mit­tei­lung der Kreis­ver­wal­tung Mainz-Bin­gen zu ent­neh­men. Der Stadt­bür­ger­meis­ter sei infor­miert und zu einer Stel­lung­nah­me auf­ge­for­dert wor­den. „Zur Wei­ter­ga­be des Ent­wurfs des Lan­des­rech­nungs­hofs-Berichts und even­tu­el­ler dis­zi­pli­na­ri­scher Fol­gen wird der Betrof­fe­ne der­zeit ange­hört“, teil­te Land­rä­tin Schä­fer auf Anfra­ge mit.

Davon hat Held öffent­lich noch nie gespro­chen. Aber natür­lich ist die­ser Fall auch nur ein klei­ner Mosa­ik­stein im inzwi­schen ziem­lich gro­ßen Oppen­heim-Skan­dal. Die Oppen­hei­mer Akte, so sag­te die SPD-Land­tags­ab­ge­ord­ne­te Kath­rin Anklam-Trapp jüngst beim Neu­jahrs­emp­fang der Oppen­hei­mer Sozi­al­de­mo­kra­ten, wie­ge „schwer wie Blei“. Und da gab’s kei­nen, der ihr wider­spre­chen konn­te – und woll­te.

10 Gedanken zu „Auch das noch: Strafanzeige gegen Held wegen Verletzung von Urheberrechten

  1. D. Mayer

    Dass Mar­cus Held ein urhe­ber­recht­lich geschütz­tes Werk der Pres­se zuspielt, ist für mich aus drei Grün­den zu ahn­den:

    Ers­tens, da er die Anzei­ge gegen den Whist­leb­lo­wer min­des­tens befür­wor­tet hat­te. Der Whist­leb­lo­wer hat­te wider­recht­lich Akten der VG an die Pres­se zuge­spielt. Ent­we­der müss­te Mar­cus Held also eigent­lich Selbst­an­zei­ge erstat­ten oder – bei glei­chen Maß­stä­ben – die Anzei­ge gegen den Whist­leb­lo­wer ableh­nen müs­sen.

    Zwei­tens wuss­te er als Voll­ju­rist genau, dass der Ent­wurf des Prüf­be­rich­tes urhe­ber­recht­lich geschützt gewe­sen ist. Den­noch ver­öf­fent­lich­te er ihn – aus poli­ti­schen Grün­den des kal­ku­lier­ten Eigen­nut­zes. Dage­gen muss juris­tisch ein Zei­chen gesetzt wer­den.

    Drit­tens neh­me ich an, dass er Wie­der­ho­lungs­tä­ter ist. Beim SPD-Par­tei­tag, auf wel­chem er als Kan­di­dat für den Bun­des­tags­wahl­kampf 2017 nomi­niert wor­den war, ver­teil­te er eine Hoch­glanz­bro­schü­re vol­ler Pres­se­be­rich­te inklu­si­ve der dazu­ge­hö­ri­gen Fotos der Pres­se­fo­to­gra­fen. Recht­lich hät­te es für den Abdruck aller­dings der Geneh­mi­gung der betrof­fe­nen Ver­la­ge in Anbe­tracht der Rech­te der Autoren und Pres­se­fo­to­gra­fen bedurft. Ob Mar­cus Held beim Ver­lag Rhein-Main oder dem Worm­ser Nibe­lun­gen­ku­rier nach­ge­fragt hat, darf bezwei­felt wer­den.

    P.S.: Mar­cus Held ist ehe­ma­li­ger Mit­ar­bei­ter des Ver­la­ges Rhein-Main. Folg­lich weiß er auch hier ganz genau, dass er nicht ein­fach wild Bil­der und Tex­te aus Zei­tun­gen für eine Hoch­glanz­bro­schü­re kopie­ren darf.

  2. Klaus

    … wenn jetzt schon alle anfan­gen zu rei­men …

    Eigent­lich ist’s hier ganz fein
    im klei­nen Städt­chen Oppen­heim.

    Wär da nicht unser Bür­ger­meis­ter
    wird immer fre­cher und auch dreis­ter.

    Denkt, er ist der König hier
    dabei ist er nur ein klei­nes Tier.

    Holt viel Geld aus Steu­er­quel­len
    und will den Bür­ger hier ver­prel­len.

    Alles für die Stadt er tut
    so zu reden braucht man Mut.

    Der Bericht vom Lan­des-Rech­nungs-Hof
    ist glatt gelo­gen – die sind doof.

    Man will ihn hier nur fer­tig machen
    sagt er mit einem brei­ten Lachen.

    Ver­bin­dung hat er bis ganz nach oben
    doch dort fängt kei­ner an zu toben.

    Auch wenn die Akte schwer wie Blei
    es lebe hoch die Kum­pa­nei.

    Die Staats­an­wäl­tin lässt sich Zeit
    aber sie wird kom­men, die Gerech­tig­keit.

    Die SPD hat fer­tig hier
    doch wie heißt das neue Tier?

    Und wel­che Far­be wird es sein
    im klei­nen Städt­chen Oppen­heim?

    Bis zur Wahl ist’s noch lan­ge hin
    ist der Oppen­heim-Skan­dal dann noch im Sinn?

    Trotz allem Groll, den ich hier hege
    wünsch ich Euch ein gutes Jahr auf Eurem Wege.

  3. Werner

    Die Mut­ti Malu sitzt am Rhein,
    hat den „Mag­gus“ nun am Bein.

    Mit win­ken und lächeln zieht es sie nach Ber­lin,
    nur den „Mag­gus“ den konn­te sie nie erzie­hen.

    Der Bub ganz frech und keck,
    putzt der SPD die rote Plat­te weg.

    Der „Mag­gus“ denkt in Kas­ka­den,
    was inter­es­siert mich der rote Faden.

    Mit All­rad durch die Stadt,
    hat der Sozi die Men­schen satt?

    Mein Geld, dein Geld,
    Haupt­sa­che die Welt für den Held.

    Des „Mag­gus“ Weg ist vol­ler Schlei­er,
    da kennt kei­ner den Preis der Eier.

    Der Bau­platz der ist gut,
    der Horst hat den schon am Hut.

    Der Erich soll es nun rich­ten,
    der kennt sich aus mit beson­de­ren Geschich­ten.

    Vom Nahe­land ange­reist,
    hat der Erich sogleich die Pro­vi­si­on ver­speist.

    Der Erich hat‚s begrif­fen,
    er hat den „Mag­gus“ mit geschlif­fen.

    Der Erich hat´s erklärt,
    nicht der Platz ist rund,
    die Kas­se hat den Schwund.
    Drum gehen wir zum Notar
    und machen den Steu­er­zah­ler klar.

    Die Mut­ti Malu davon nicht ent­zückt,
    der Bub ist ihr doch weit ent­rückt.

    Nun denkt sie, geh ich doch lie­ber zum Mar­tin hin,
    am Rhein macht es für mich kei­nen Sinn.

    Hel­au Oppen­heim,
    auch etwas Spaß muss noch sein.

  4. Werner

    Die SPD einst groß und stark, dem Bür­ger nah dem Gel­de fern,
    sie leuch­te­te einst wie der schöns­te Mor­gen­stern.

    Nun am Rhein der Him­mel trüb,
    das Abend­rot in der Fer­ne blieb.

    Der „Mag­gus“ hat geholt den letz­ten Stern am Fir­ma­ment
    und nun ist Oppen­heim ganz abge­brennt.

    Die SPD ist nun im Schock,
    geht jetzt an Krü­cken und im letz­ten Rock.

    Hoff­nung schim­mert leis am Rhein
    nur der “Mag­gus“ müsst schon längst davon geschwom­men sein.

    Die Malu und der Mar­tin sind ganz still am Rhein,
    was inter­es­siert die unser klein Oppen­heim.

  5. HB

    Das neue „Oppen­heim Lied“

    aus­dru­cken und zu allen Fest­lich­kei­ten mit­brin­gen!

    Text von Hen­ry Bon­pour­ni­ckel, Musik von Sepp Gla­nin­ger
    http://​www​.​s​-​u​-gla​nin​ger​.de/​m​u​s​i​k​/​d​a​s​i​s​t​m​e​i​n​o​p​p​e​n​h​e​i​m​.​mp3

    Refrain:
    Das ist mein Oppen­heim,
    die Schul­den-Stadt am Rhein
    hier wächst der bes­te Wein,
    aus Afri­ka lass sein.
    In mei­nem Oppen­heim,
    tritt bei den Sozis ein,
    nur wer hier Mit­glied ist
    kommt wei­ter, wie ihr wisst,
    nur wer hier Mit­glied ist
    den Mag­gus nicht ver­gisst
     
    Ich kenn ein Städt­chen dort am Rhein,
    mit sei­nem Unter­grund
    dort kehr‘ ich immer ger­ne ein,
    Mit Frau und Kind und Hund
    Hier­über wal­tet Tag und Nacht
    Hans Jür­gen Bod­de­ras
    doch wenn er Bibel­sprü­che sagt,
    ver­geht mir gleich der Spaß
     
    Refrain …
     
    Es gibt Genos­sen man­cher­lei,
    mal dumm und auch sehr „süß“,
    hast Du das rote Buch zur Hand
    bist Du im Para­dies.
    Und lacht Dir dann beim neu­en Job
    der Bür­ger­meis­ter zu,
    dann musst du immer zu ihm steh‘n
    und singst mit ihm im Nu.
     
    Refrain…
     
    Hast Du die Ehren­bür­ger­schaft
    und gar den gold­nen Ring
    dann hast Du es – sehr weit geschafft
    dann macht es klin­ge­lin!
    Und willst Du gar ein Häus­le bau‘n
    dann zück dein rotes Buch
    Der Grund­stück­preis – wir wer­den schau‘n
    … 3/4 ist genug

    Refrain…
    Im Ron­do sitzt ein and­rer Wicht
    der ist auch dun­kel rot
    nur sol­chen Stift benutzt er nicht
    auch wenn ihm Spey­er droht.
    Hier för­dert man die Kum­pa­nei
    im roten Ein­heits­brei
    und deckt mit Igno­ranz schnell zu
    die gro­ße Schlam­pe­rei
    Refrain…

  6. Werner

    Die SPD soll­te viel­leicht ihre Pla­ka­te in ihren Ver­bands­räu­men von Hel­mut Schmidt und Wil­li Brandt abhän­gen. Von den eins­ti­gen cha­rak­ter­star­ken SPD-Vete­ra­nen ist nicht mehr viel übrig geblie­ben – und in Oppen­heim viel­leicht gar nichts.

  7. Werner

    Sys­tem Spio­na­ge“?

    Im Febru­a­ry 2017 war eine CDU-Land­rats­kan­di­ta­tin 3,5 Std. zum Bewer­bungs­ge­spräch in unse­rem Haus. Kurz nach dem Besuch, wur­de die heu­ti­ge CDU-Land­rä­tin von einem Mit­glied des Land­ta­ges ange­schrie­ben, was sie bei mir zu suchen hät­te?
    Wer­den wir beob­ach­tet – haben wir sta­si­ähn­li­che Sys­te­me in RLP?
    Der Gedan­ke kam mir als ich auf die­ser Sei­te über Erich Men­ger las.

    Dann aber ermit­tel­te die Staats­an­walt­schaft, und sie fand schnell her­aus: Die Schufa-Abfra­ge war von Men­gers Com­pu­ter abge­schickt wor­den, und zwar über Men­gers Pass­wort geschütz­ten Account. Kla­rer Fall: Men­ger war’s gewe­sen. Er gestand, blieb aber wei­ter unbe­hel­ligt, da ein Aus­for­schen der Oppo­si­ti­on mit­tels Schufa-Abfra­gen viel­leicht poli­tisch eine Schwei­ne­rei, recht­lich jedoch kei­ne Straf­tat ist.“

    • G.K.

      Eigent­lich unglaub­lich. Aber mir ist es oft ähn­lich ergan­gen.
      Nur hat­te da jemand „Wind“ von Bewer­bun­gen bekom­men und der Kan­di­dat wur­de „in ein ande­res Licht gestellt“. Alters­dis­kri­mie­rung scheint nur für den nach­ge­ord­ne­ten Bereich oder die freie Wirt­schaft zu gel­ten.

      Hat man das rich­ti­ge Par­tei­buch, kann man auch in der Lan­des­re­gie­rung ohne irgend­wel­che Abschlüs­se „Kar­rie­re“ machen. Inso­fern ist Oppen­heim auch nur ein Außen­pos­ten.
      Ich muss immer schmun­zeln, wenn ich in Vitae von Poli­ti­ke­rIn­nen lese „Stu­di­um von tral­la­la“ und dann stellt sich irgend­wann her­aus, dass sie nur ein­ge­schrie­ben waren und kei­nen Abschluß haben. Sehr beliebt ist, sich bei der Fern-Uni ein­zu­schrei­ben und dann nichts wei­ter zu machen. Aber klingt doch gut: Von … bis … Stu­di­um der Poli­tik­wis­sen­schaf­ten.

      Aber das ist ein ganz ande­res Spiel­feld.

  8. J.

    In der Kri­se zeigt sich der Cha­rak­ter“ die­ses Zitat von Hel­mut Schmidt traut sich die­ser Herr Held in den Mund zu neh­men? Jetzt ist der Grö­ßen­wahn und Rea­li­täts­ver­lust wohl nicht mehr auf­zu­hal­ten.

    Ein Held ver­gleicht sich mit dem cha­rak­ter­star­ken Hel­mut Schmidt?
    Obwohl SEINEN held­schen Cha­rak­ter zeigt er ja seit Wochen und Mona­ten – lügen, lügen, lügen. Ergänzt um Ver­harm­lo­sen, ver­höh­nen, ver­nied­li­chen, vera.……
    Habe ich was ver­ges­sen?
    Ein­fach wider­lich der Typ.
    Nicht viel bes­ser der Wen­de­hals Kre­the, der sich in ers­ter Rei­he einer geneh­mig­ten Demons­tra­ti­on ent­ge­gen­stel­len will.

    http://​www​.all​ge​mei​ne​-zei​tung​.de/​l​o​k​a​l​e​s​/​o​p​p​e​n​h​e​i​m​/​o​p​p​e​n​h​e​i​m​/​b​e​i​m​-​s​p​d​-​n​e​u​j​a​h​r​s​e​m​p​f​a​n​g​-​i​n​-​o​p​p​e​n​h​e​i​m​-​g​i​b​t​-​e​s​-​g​r​o​s​s​e​-​s​o​l​i​d​a​r​i​t​a​e​t​-​m​i​t​-​m​a​r​c​u​s​-​h​e​l​d​_​1​8​4​3​6​4​7​4​.​htm

    • Anonymous

      Ich hät­te da noch einen Spruch den Herr Held zitie­ren könn­te,
      „Hey, ich bin nicht völ­lig unbrauch­bar.
      Ich kann als schlech­tes Vor­bild genom­men wer­den!“
      Her­kunft unbe­kannt aber es wür­de zu ihm pas­sen.

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