Alltag im Oppenheimer Stadtrat: Rechtsbruch und Zeitschinderei

In unse­rem Wochen­rück­blick kon­zen­trie­ren wir uns dies­mal auf ein The­ma, das die Stadt Oppen­heim seit Wochen in den Bann genom­men hat: Der Prü­fungs­be­richt des Lan­des­rech­nungs­ho­fes liegt im Ent­wurf vor – und nun? Wie geht’s damit wei­ter? Das The­ma stand in der Sit­zung des Stadt­ra­tes am Don­ners­tag auf der Tages­ord­nung. Dabei zeig­te sich ein­mal mehr, mit wel­cher Chuz­pe sich die Stadt­füh­rung über berech­tig­te Bür­ger­inter­es­sen hin­weg­setzt – wenn’s denn nur zum eige­nen Vor­teil gereicht – oder bes­ser: die eigen Haut ret­tet. Vor­erst ret­tet.

Der bri­san­te Bericht aus dem rhein­land-pfäl­zi­schen Lan­des­rech­nungs­hof wird von VG-Bür­ger­meis­ter Klaus Pen­zer und Stadt­bür­ger­meis­ter Mar­cus Held wei­ter­hin unter Ver­schluss gehal­ten. Bereits Ende Sep­tem­ber, also vor mehr als einem Monat, waren die Unter­la­gen über­ge­ben wor­den: Auf 80 Sei­ten wer­den dubio­se Geschäfts­prak­ti­ken von Stadt­bür­ger­meis­ter Mar­cus Held zum Nach­teil der Stadt Oppen­heim auf­ge­lis­tet, auch wird angeb­lich das Ver­sa­gen der VG-Ver­wal­tung the­ma­ti­siert.

Bin­nen vier Wochen soll­te aus Oppen­heim eine Stel­lung­nah­me ein­ge­reicht wer­den – das wäre Ende Okto­ber gewe­sen. Ob der ver­ant­wort­li­che Klaus Pen­zer den Ter­min ein­ge­hal­ten hat, ist zur Stun­de unklar: Angeb­lich, so sagen Rats­mit­glie­der, habe er eine Frist­ver­län­ge­rung bean­tragt. Die Kon­troll­be­hör­de in Spey­er hat sich dazu bis­lang noch nicht äußern kön­nen.

Aber es passt ins Bild: Das glei­che Mus­ter ist bis­lang immer in der so gerühm­ten Kom­mu­ni­ka­ti­on (Held: „Ich arbei­te eng mit dem Rech­nungs­hof zusam­men“) der Held-Pen­zer-Admi­nis­tra­ti­on mit dem Rech­nungs­hof zu Tage getre­ten:

  • Der Rech­nungs­hof aner­kann­te die Dar­stel­lung im anony­men Dos­sier als – so wört­lich – „sub­stan­ti­iert“ und eröff­ne­te, ohne zu zögern, ein Vor­prü­fungs­ver­fah­ren. Die ein­schlä­gi­gen Akten der Ver­bands­ge­mein­de Rhein-Selz soll­ten nach Spey­er über­stellt wer­den. Frist: 10. März 2017. Held/Penzer lie­ßen die Frist bis zum 20. März 2017 ver­län­gern. War­um? Damit Held (wegen vor­an­ge­gan­ge­ner Sit­zungs­wo­che in Ber­lin) am 16. März 2017 eine Sich­tung und Selek­ti­on der Unter­la­gen vor­neh­men konn­te. Teil­neh­mer des Kon­troll­ter­mins sei­ner­zeit: Held, Pen­zer, des­sen (inzwi­schen von der Fah­ne gegan­ge­ner) Büro­lei­ter Dilg – und Kre­the und vor allem: Baum­gar­ten!
  • Unter dem 4. April 2017 hat­te der Rech­nungs­hof einen elf­sei­ti­gen ver­nich­ten­den Zwi­schen­be­richt fer­tig­ge­stellt und an die Ver­bands­ge­mein­de Rhein-Selz über­sandt. Das Schrei­ben nahm Bezug auf „Ihre Nach­richt vom 22. März 2017“ (also eine wei­te­re Ver­spä­tung) und ent­hielt die Auf­for­de­rung zur „Stel­lung­nah­me bzw. Beant­wor­tung unter Bei­fü­gung beweis­ge­eig­ne­ter Unter­la­gen bis 20. April 2017“. Auch hier: Flucht in die Frist­ver­län­ge­rung.

Als am Don­ners­tag­abend der Stadt­rat tag­te, for­der­ten die Frak­tio­nen von CDU und Alter­na­ti­ver Lis­te (AL) erneut, umge­hend Ein­sicht in den Bericht neh­men zu kön­nen. Immer­hin habe der Lan­des­rech­nungs­hof aus­drück­lich bestä­tigt, dass nichts dage­gen sprä­che. Viel­mehr ent­spre­che es dem übli­chen Geschäfts­gang, wenn sich die Mit­glie­der des Stadt­ra­tes intern mit dem Papier befas­sen wür­den.

Wir wol­len uns selbst ein Bild machen und nicht mehr ver­trös­tet wer­den“, wet­ter­te AL-Chef Rai­mund Darm­stadt.

Jeder, der vom Bür­ger gewählt ist, muss ein Inter­es­se dar­an haben zu wis­sen, was im Bericht steht“, dräng­te CDU-Frak­ti­ons­chef Mar­co Becker.

Becker wie Darm­stadt war­fen Stadt­bür­ger­meis­ter Mar­cus Held vor: Es sei – so wört­lich – „ein Rechts­bruch“, wenn der Berichts­ent­wurf dem Stadt­rat wei­ter­hin ver­wei­gert wer­de.

Das ist ein har­scher Vor­wurf. Doch auf einen Rechts­bruch mehr oder weni­ger, so scheint’s, kommt es in Oppen­heim eh nicht mehr an. Die Regent­schaft des Mar­cus Held hat längst kaf­ka­es­ke Züge ange­nom­men. Selbst sei­ne eige­nen Par­tei­freun­de regis­trie­ren zuneh­mend irri­tiert, dass der Mann über schwer­wie­gen­de Anwür­fe und jede berech­tig­te Kri­tik mit demons­tra­ti­ver Unge­rührt­heit hin­weg­geht. Nach wie vor ist sein öffent­li­ches Auf­tre­ten von abso­lu­tis­ti­scher Selbst­herr­lich­keit geprägt, auch drängt es ihn immer wie­der zu fie­sen Gemein­hei­ten, mit denen er sei­ne Macht­po­si­ti­on deut­lich zu machen ver­sucht.

Das zeig­te sich auch in der Sit­zung des Stadt­ra­tes: Held ließ aus­ge­rech­net Hel­mut Kre­the erklä­ren, war­um man den Berichts­ent­wurf des Lan­des­rech­nungs­ho­fes wei­ter­hin unter Ver­schluss behal­ten und allen­falls erst gegen Ende die­ses Jah­res an die Rats­mit­glie­der her­aus­rü­cken wer­de.

Aus­ge­rech­net Kre­the! Der Mann, der mal die CDU ange­führt hat­te, der damals von füh­ren­den Oppen­hei­mer SPD-Genos­sen heim­lich aus­ge­späht wor­den war, was als „Schufa-Skan­dal“ weit über die rhein­hes­si­sche Klein­stadt hin­aus Schlag­zei­len mach­te. Kre­the, der sich danach von SPD-Stadt­bür­ger­meis­ter Mar­cus Held mit einem (bezahl­ten) Pos­ten im Rat­haus ent­loh­nen ließ, der sich zu guter Letzt in einem häss­li­chen Streit von sei­ner Par­tei abwand­te. Längst gilt der eins­ti­ge CDU-Chef unter sei­nen frü­he­ren Par­tei­freun­den als will­fäh­ri­ger Hand­lan­ger des affä­ren-ver­strick­ten SPD-Stadt­bür­ger­meis­ters.

Und aus­ge­rech­net die­sen Mann muss­te jetzt im Stadt­rat auf Geheiß von Mar­cus Held der Oppo­si­ti­on erklä­ren, war­um man gewähl­ten Bür­ger­ver­tre­tern kei­ne Ein­sicht in wich­ti­ge Unter­la­gen gewäh­ren wol­le – jetzt nicht und auch nicht in den nächs­ten Wochen, das wür­den die Ver­wal­tungs­vor­schrif­ten so her­ge­ben. Eine öffent­li­che Brüs­kie­rung der Bür­ger­ver­tre­ter, zumal Kre­thes Argu­men­te der­art dünn wirk­ten, dass sich selbst die stets Held-freund­li­che Lokal­zei­tung mokier­te: Das Vor­ge­hen der Stadt­spit­ze rie­che arg nach Zeit­schin­de­rei, um sich womög­lich in aller Ruhe ent­spre­chend posi­tio­nie­ren zu kön­nen.

Sol­che „Spiel­chen“ wie der Kre­the-Auf­tritt schei­nen dem Stadt­bür­ger­meis­ter, dem immer wie­der nach­ge­sagt wird, er spal­te mit dia­bo­li­schem Ver­gnü­gen die Stadt, zu gefal­len, ver­fol­gen sie doch nur einen Zweck: Sie sol­len den poli­ti­schen Geg­ner demü­ti­gen und ernied­ri­gen. Kol­la­te­ral­ef­fekt: Die gesam­te Bür­ger­schaft – die­je­ni­gen, die poli­ti­sche Ämter auf Zeit ver­lei­hen – wird brüs­kiert..

In die­sel­be Kate­go­rie fiel am Don­ners­tag auch ein Auf­tritt der SPD-Frak­ti­ons­vor­sit­zen­den Ste­pha­nie Kloos. Die 50-jäh­ri­ge Wein­händ­le­rin ist angeb­lich immer noch belei­digt, weil sie auch trotz null Qua­li­fi­ka­ti­on nur zu ger­ne haupt­be­ruf­li­che Kreis­bei­ge­ord­ne­ten gewor­den wäre, was jedoch nicht zuletzt am mas­si­ven Wider­spruch der Oppen­hei­mer CDU schei­ter­te. Im Stadt­rat zeig­te Frau Kloos nun das häss­li­che Gesicht nach­tra­gen­der Rach­lust: Man wol­le ger­ne den Anträ­gen von CDU und AL zustim­men, erklär­te sie mit auf­ge­setz­ter Freund­lich­keit – um nach wir­kungs­vol­ler Kunst­pau­se voll Hin­ter­list hin­zu­zu­fü­gen: Über den Zeit­punkt einer mög­li­chen Ein­sicht­nah­me ent­schei­de natür­lich die Ver­wal­tungs­spit­ze…

Und noch ein drit­te Epi­so­de aus die­sem Teil der Stadt­rats­sit­zung: Die Anträ­ge von CDU und AL auf Ein­sicht­nah­me stan­den zur Abstim­mung – da mel­de­te sich VG-Bür­ger­meis­ter Klaus Pen­zer. Er bean­trag­te dar­über abzu­stim­men, dass über die Anträ­ge der Oppo­si­ti­on erst gar nicht abge­stimmt wer­den sol­le. Held setz­te sich – im Wis­sen siche­rer Mehr­heits­ver­hält­nis­se – qua­si-demo­kra­tisch über den Antrag Pen­zers hin­weg: Wie nicht anders erwar­tet schmet­ter­te die SPD-Mehr­heit cla­queu­ren­haft das Ansin­nen der Oppo­si­ti­ons­frak­tio­nen ab.

Die Par­tei“ kann in Oppen­heim halt alles durch­set­zen – so macht man eine Oppo­si­ti­on so rich­tig schön platt. Und eine Gesell­schaft kaputt.

Es ist eine Poli­tik nach Guts­her­ren­art, wie sie im Buche steht. Im 19. Jahr­hun­dert konn­ten Guts­her­ren nach eige­nem Ermes­sen über ihre Unter­ge­be­nen ent­schei­den, was nicht sel­ten den Cha­rak­ter von Will­kür und Arro­ganz annahm. Wer dach­te, der Poli­tik­stil unter auf­rich­ti­gen Demo­kra­ten habe sich längst geän­dert, der muss nur mal nach Oppen­heim schau­en…

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Ganz kurz: Es soll nun doch kein Rechts­an­walt auf Stadt­kos­ten den Bericht des Lan­des­rech­nungs­ho­fes über­prü­fen. In der Stadt­rats­sit­zung im August hat­te Mar­cus Held den juris­ti­schen Bei­stand ein­ge­for­dert, sei­ne SPD-Frak­ti­on stimm­te auch prompt zu, aller­dings pas­sier­te das dum­mer­wei­se – wie von Held aus­drück­lich ver­langt – im Ver­bor­ge­nen, im nicht-öffent­li­chen Teil der Sit­zung. Schon des­halb war der Beschluss rechts­wid­rig, was wir Held aus­führ­lich erklärt haben. Als sich dann auch noch die von der AL alar­mier­te Kom­mu­nal­auf­sicht bei ihm mel­de­te, konn­te er nicht mehr anders: Er muss­te die rechts­wid­ri­ge Ent­schei­dung aus­set­zen.

Jetzt wur­de der Beschluss end­gül­tig auf­ge­ho­ben. Die SPD, die zuvor genau das Gegen­teil gewollt hat­te, stimm­te wie­der zu. Sonst wär’s noch beschä­men­der gewor­den!

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Ach ja, dass wir das nur nicht wie­der ver­ges­sen! Vor fünf Mona­ten lasen wir in der Lokal­zei­tung die­se Über­schrift: „Ein­stim­mig ist nur das Ergeb­nis: Oppen­heim rich­tet Akten­ein­sichts­aus­schuss ein“.

Das war gesche­hen: Anfang Juni wur­de im Stadt­rat lan­ge und hit­zig über diver­se Erkennt­nis­se aus dem Oppen­heim-Skan­dal gestrit­ten, am Ende einig­te man sich in die­sem einen Punkt: Mit­glie­der des Haupt- und Finanz­aus­schus­ses soll­ten ein Gre­mi­um bil­den, das Ein­sicht neh­men soll­te – vor allem in sämt­li­che Kauf­ver­trä­ge in Krä­mer­eck-Süd. Wer hat zu wel­chen Kon­di­tio­nen ver­kauft und wer zu wel­chen gekauft?

Mar­cus Held gab in die­ser Sit­zung noch den enga­gier­ten Auf­klä­rer: „Ich fin­de die­sen Aus­schuss toll, denn die inter­es­sier­te Öffent­lich­keit hat ein Recht zu erfah­ren, wel­ches Spiel hier gespielt wird. Das ist kein poli­ti­sches Geplän­kel.“

Damals konn­te Held auch noch die anony­men Ver­fas­ser des laut Rech­nungs­hof „substantiierten“;Dossiers, die den Oppen­heim-Skan­dal auf­ge­deckt hat­ten, unwi­der­spro­chen als „Täter“ dif­fa­mie­ren. Wochen spä­ter gab die Staats­an­walt­schaft bekannt, dass die Sich­tung der Unter­la­gen genü­gend Hin­wei­se erbracht hät­te und man ein Ermitt­lungs­ver­fah­ren gegen den SPD-Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­ten wegen des Ver­dachts der Untreue in min­des­tens neun Fäl­len ein­ge­lei­tet habe.

Aber wir kom­men vom The­ma ab: Der Akten­ein­sichts­aus­schuss wur­de in der Juni-Sit­zung ein­stim­mig beschlos­sen. Klaus Pen­zer, der Bür­ger­meis­ter der Ver­bands­ge­mein­de, ver­such­te auch damals schon, Zeit zu schin­den: Die Pre­mie­ren­sit­zung kön­ne erst nach der par­la­men­ta­ri­schen Som­mer­pau­se statt­fin­den, gab er zu Pro­to­koll.

Lang ist’s her. Seit­her hat man nie wie­der etwas von dem Akten­ein­sichts­aus­schuss gehört. Und wie­der sehen wir: So geht die Held-Pen­zer-Admi­nis­tra­ti­on mit Ent­schei­dun­gen gewähl­ter Bür­ger­ver­tre­ter um. Wenn nicht gefällt, was die beschlie­ßen – dann wird’s halt ein­fach nicht gemacht!

10 Gedanken zu „Alltag im Oppenheimer Stadtrat: Rechtsbruch und Zeitschinderei

  1. Markus Haase

    Selbst wenn sich eine Mehr­heit zum Antrag der CDU und AL gebil­det hät­te, wäre erst­mal nichts pas­siert, die GemO gibt dem Bür­ger­meis­ter Rech­te Ent­schei­dun­gen des Stadt­ra­tes vor­erst erst­mal aus­zu­set­zen.
    Das schafft wie­der Zeit.
    § 42 GemO
    Aus­set­zung von Beschlüs­sen
    (1) Hat der Gemein­de­rat einen Beschluss gefasst, der nach Ansicht des Bür­ger­meis­ters die Befug­nis­se des Gemein­de­rats über­schrei­tet, gesetz- oder rechts­wid­rig ist oder die Grund­sät­ze der Wirt­schaft­lich­keit ver­letzt, oder hat er eine Auf­wen­dung oder Aus­zah­lung beschlos­sen, für die kei­ne Deckung im Haus­halts­plan vor­han­den ist, so hat der Bür­ger­meis­ter die Aus­füh­rung des Beschlus­ses aus­zu­set­zen und die Grün­de hier­für dem Gemein­de­rat spä­tes­tens in der nächs­ten Sit­zung mit­zu­tei­len; die nächs­te Sit­zung muss spä­tes­tens inner­halb eines Monats nach der Aus­set­zung statt­fin­den.

  2. Sandra Kittel

    Es ist schon dreist das Leu­te wie Held, Pen­zer und Co von unse­ren Steu­er­gel­dern bezahlt wer­den.
    Denen soll­te man alle Pen­sio­nen und Abge­ord­ne­ten Gehäl­ter strei­chen.
    Schickt so etwas mal arbei­ten. Damit die Wis­sen das man auch ehr­lich sein Geld ver­die­nen könn­te.

  3. Uwe Gebhardt

    Augen zu und durch. Das dürf­te die Marsch­rich­tung sein, die aus­ge­ge­ben wur­de. Die Oppen­hei­mer SPD-Ver­ant­wort­li­chen und Herr Pen­zer sind wahr­lich nicht zu benei­den. Aller­dings hält sich das Mit­leid für die­ses selbst­ver­schul­de­te Dilem­ma in Gren­zen. Wer einer­seits Trans­pa­renz ver­spricht und sich ande­rer­seits so ver­hält, erin­nert an die Meta­pher: „Hal­tet den Dieb, er hat mein Mes­ser im Rücken“.
    Gebets­müh­len­ar­tig wird beteu­ert, man habe zum Woh­le der Stadt agiert und sich abso­lut nichts vor­zu­wer­fen. Der Umgang der Ver­ant­wort­li­chen mit dem LRH-Bericht spricht eine ande­re Spra­che, wirkt unpro­fes­sio­nell und nimmt zuneh­mend patho­lo­gi­sche For­men an (z.B.: Suche nach Abhör­ge­rä­ten). Zwei­fel­los haben die Fest­stel­lun­gen des LRH die Hybris der Ver­ant­wort­li­chen erschüt­tert, anders kann man die­sen Eier­tanz nicht erklä­ren. Wer ein rei­nes Gewis­sen hat, braucht nichts zu befürch­ten und ver­hält sich anders.

  4. Hans

    Soviel zum The­ma, Mar­cus Held will offen und trans­pa­rent agie­ren. Nebel­ker­zen via AZ zün­den (von wegen Whist­leb­lo­wer wären bekannt etc.) und Auf­klä­rung ver­hin­dern, wo es nur geht. Pein­lich, aber erwart­ba.

    Eine min­des­tens genau­so pein­li­che Figur gibt Herr Kre­the ab. Der Mann hat wie­der­holt bei den Wah­len vor Augen geführt bekom­men, dass die Oppen­hei­mer nicht wol­len, dass er hier irgend­was zu sagen hat, und eine kra­chen­de Nie­der­la­ge nach der ande­ren kas­siert. Aber egal, für ein Pöst­chen mit Pseu­do­ver­ant­wor­tung gibt man dann mal den Clown für den Stadt­bür­ger­meis­ter – Schufa-Aus­spä­hung ver­gisst man dann mal ganz schnell und wech­selt flugs die Sei­ten. Was für ein Stil…

  5. Peter Bemmann

    Ich kann nur noch den Kopf schüt­teln und sagen, dass die­ses Geba­ren eini­ger „Ober­häup­ter“ mein letz­tes Ver­trau­en in die Poli­tik und in Poli­ti­ker in kür­zes­ter Zeit hat ver­ge­hen las­sen. Wer sich so vehe­ment gegen Ein­sicht­nah­me, Auf­klä­rung, Ver­öf­fent­li­chung stellt, der hat doch wohl etwas zu ver­ber­gen. Und bei den vie­len Wider­re­den fällt mir der Spruch „getrof­fe­ne Hun­de bel­len“ ein.

  6. W.K.H.

    Die Lokal­zei­tung zitiert die SPD-Frau Ste­pha­nie Kloos mit den Wor­ten: „Bei dem Bericht des Rech­nungs­ho­fes han­delt es sich um „Mut­ma­ßun­gen“, die jetzt auf­ge­klärt wer­den“ (von Held und Pen­zer). Wer mit sol­chen Äuße­run­gen eine wich­ti­ge und unab­hän­gi­ge Arbeit einer Lan­des­be­hör­de beur­teilt, hat sich und ihre Orts­par­tei dis­qua­li­fi­ziert und soll­te sich schä­men.

  7. Ralf Hauck

    Es wird lang­sam Zeit, dass der „selbst­er­nann­te Auf­klä­rer“ es auch end­lich mal tut. Herr Held legen Sie alles offen, sofort. Nur so kön­nen Sie Scha­den von der Stadt, Ihren Ämtern und Ihrer Per­son neh­men.

  8. Anonymus

    Apro­pos R. Baum­gar­ten.
    In einer der letz­ten Oppen­heim News erwähn­te Herr Ruhmöl­ler, dass Herr Baum­gar­ten kein Inge­nieur ist.
    Das ver­wun­dert mich. In der Pres­se kann man doch stän­dig vom Stadt­pla­ner, Sanie­rungs­pla­ner und Inge­nieur Baum­gar­ten lesen.
    So zum Bei­spiel in der All­ge­mei­nen Zei­tung Lands­kro­ne vom 18.10.2017, Titel: „Zu hoch und zu modern fürs Rhein­ufer“.
    Auch in einem Arti­kel in der taz​.de vom 17.07.2017 , Titel: „Hate and Crime in Oppen­heim“ wird Herr Baum­gar­ten sogar von Herrn Held als Bau­in­ge­nieur bezeich­net.

    Kann es sein, dass hier wie­der mal ein „Münch­hau­sen“ die Leu­te zum Nar­ren hält ?

    Ich den­ke Herr Baum­gar­ten wird dazu etwas sagen.
    In die­sem Zusam­men­hang stellt sich mir auch die Fra­ge, ob er als „Inge­nieur“
    von der Stadt für sei­ne Diens­te („über“?)bezahlt wur­de und ob er für sei­ne Tätig­kei­ten die erfor­der­li­che Qua­li­fi­ka­ti­on hat ?

  9. J

    Ihr lie­ben Leu­te,

    wenn es nicht so unend­lich trau­rig wäre müss­te man herz­haft lachen.

    Demo­kra­tie à l’art d’Oppenheim oder so. Der Son­nen­kö­nig und sei­ne SPD-Vasal­len re(a)gieren wie sie wol­len, bre­chen Vor­ga­ben der Kom­mu­nal­ver­wal­tung, etc..

    Macht das der schein­bar gesam­ten loka­len und Lan­des SPD irgend etwas aus, nö. Es wird ver­tuscht, ver­fälscht, gelo­gen, dass sich die Bal­ken bie­gen. Schein­bar ist mit einem M.Reitzel im Rücken alles mög­lich.

    Wir bie­gen uns die Fak­ten wie wir sie brau­chen.

    In wel­cher Funk­ti­on wur­de R. Baum­gar­ten eigent­lich in den Vor­prü­fungs­ter­min am 16. März 2017 ein­be­zo­gen?

    Ehr­lich gesagt – es kotzt (Ver­zei­hung) mich nur noch an.

    Und doch funk­tio­niert das Held-Sys­tem der Ein­schüch­te­rung offen­bar sehr gut. Zu sehen am Miss­ver­hält­nis der Lesen­den, hier kom­men­tie­ren­den und deren die unter Klar­na­men bei FB kom­men­tie­ren.

    P.S. da gibt es in einem klei­nen Dorf der VG doch tat­säch­lich einen evang. Dekants­re­fe­ren­ten und Held Anhän­ger der zum wie­der­hol­ten Mal den Ver­fas­ser die­ser Web­site übel dif­fa­miert. Mal abge­se­hen von der Sinn­haf­tig­keit die­ser Anwür­de ange­sichts der bis­her bekann­ten Fak­ten­la­ge, die Bewer­tung ande­rer Men­schen hat mit christ­lich nichts zu tun.

  10. Frieder Zimmermann

    Bemer­kens­wert ist, dass die AZ-Lands­kro­ne erst­mals einen Ansatz von kri­ti­schem Jour­na­lis­mus hat erken­nen las­sen. Der Kom­men­tar von Frau Stras­ser war zwar sehr gemä­ßigt (frü­her in Mainz war sie wesent­lich kämp­fe­ri­scher), aber im Kern schon kri­tisch und direkt. Im Sin­ne der Trans­pa­renz und im Sin­ne des Rechts der Bür­ger auf Auf­klä­rung for­der­te sie aus­drück­lich ein Ende der Zeit­schin­de­rei, der Ver­tu­schung und der Heim­lich­tue­rei. Ist das die Trend­wen­de? Machen die Damen und Her­ren in der Lands­kro­ne-Redak­ti­on ab jetzt ihre Arbeit? Wol­len sie nicht län­ger den media­len Body­guard für Herrn Held und Herrn Pen­zer abge­ben? Noch ist es zu früh, das Forum von Herrn Ruhmöl­ler für über­flüs­sig zu betrach­ten. Aber es wird span­nend.

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