AL gründet Arbeitsgruppe Faktencheck

Rechts­wid­rig­kei­ten, Straf­ta­ten, staats­an­walt­schaft­li­che Ermitt­lun­gen, gesetz­lich erfor­der­li­che Kon­se­quen­zen – die aktu­el­le Pres­se­mit­tei­lung der AL Oppen­heim liest sich, als habe jemand aus dem Inhalts­ver­zeich­nis des Straf­ge­setz­buchs abge­schrie­ben.

AL-Vor­sit­zen­der Rai­mund Darm­stadt hat­te in der Mit­glie­der­ver­samm­lung über den aktu­el­len Stand der Mar­cus-Held-Affä­re infor­miert: „War­um ver­schweigt man den Stadt­rä­ten dubio­se Grund­stücks­ge­schäf­te der Stadt­spit­ze im Krä­mer­eck und beim Gra­din­ger-Deal, wenn angeb­lich alles rech­tens war?“

Er berich­te­te auch, dass die AL-Stadt­rats­frak­ti­on seit Herbst 2016 wie­der­holt die Kom­mu­nal­auf­sicht bei der Kreis­ver­wal­tung, den Lan­des­rech­nungs­hof und die ADD Trier gebe­ten habe, Rats­be­schlüs­se und Amts­hand­lun­gen des Bür­ger­meis­ters auf ihre Recht­mä­ßig­keit hin zu über­prü­fen. „Wir haben es seit Jah­ren mit einer im Wort­sin­ne spe­zi­al­de­mo­kra­ti­schen Aus­le­gung der Gemein­de­ord­nung und über­grif­fi­gem Ver­wal­tungs­han­deln zu tun“, so Darm­stadts Befund. Er sag­te auch, dass die gesetz­lich erfor­der­li­chen Kon­se­quen­zen fol­gen müss­ten, wenn im Rah­men der Ermitt­lun­gen Rechts­wid­rig­kei­ten oder Straf­ta­ten nach­ge­wie­sen wür­den.

Darm­stadt kün­dig­te an, dass noch über die Som­mer­fe­ri­en eine Arbeits­grup­pe „AG Fak­ten­check“ der AL ihre Arbeit auf­neh­men wer­de. Sie wer­de alle bis­her vor­lie­gen­den Fak­ten und Medi­en­be­rich­te zum Fall Held zusam­men­tra­gen. Auch wol­le die AL sämt­li­che Beschlüs­se nach­träg­lich kon­trol­lie­ren, die der Stadt­rat in den ver­gan­ge­nen Jah­ren getrof­fen habe. Es gebe näm­lich zahl­rei­che offe­ne Fra­gen, die geklärt wer­den müss­ten.